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nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Wen spricht man da an. Ping wanderte eine Weile nervös unten den Korredor auf und ab. Muss man da jetzt Loogaan (so unenglisch gedacht, wie sonst auch ausgesprochen, mit viel oo und viel aa eben) ansprechen? Das machte Ping irgendwie Sorgen. Aber wenn man nicht fragt, konnte man auch kein Ok bekommen und er hatte versprochen nicht nochmal so etwas zu machen, wie mit Inverness. Zum Glück hatte Loogaan ihn ja vorgestern vergessen, als er angeblich ihn besuchen sollte - vielleicht hatte Colum ihm aber auch doch nicht bescheid gesagt. Nicht spekulatieren sondern ausprobieren - hatte er mal gehört. Wahrscheinlich passt das auf diese Situation. Er tritt direkt auf die Tür zu ... und entscheidet sich im letzten Augenblick, dass er Hunger hat und im Esszimmer mal vorbeischaut. Den vorgestreckten Arm nutzt er um einen weiten Bogen zu vollenden und sich einmal kurz an der Stirn zu kratzen.
Etwa eine viertel Stunde später versucht er es auf ein Neues. Jetzt aber! Hunger? Ne, habe ich nicht. Getrunken? Habe ich auch schon. Und wieder dieser zielstrebig unsichere Schritt in Richtung des Büros. Er kam der Tür immer näher, atmete immer zittriger, streckte die Hand dieses mal vorsichtiger aus - Eigentlich sollte man sich vorher um seine Hausaufgaben kümmern. Wenn er fragt, ob ich die schon gemacht habe und ich nein sagen muss, dann erlaubt er es mir bestimmt nie. Und schon ist er wieder einen Schritt dran vorbei, atmet seine ganze Unsicherheit und Nervosität tief aus. Feigling und klopft an. Schnell den Schritt zurück, vorsichtig übernervös lauschend, nach der Klinke greifend, die Augen zu kneifend, als er versucht die Klinke herunterzudrücken und ... ... ...
Heute hat er keine Lust wieder in seinem Zimmer herumzugammeln. Er kann nicht trainieren, seine Hauptbeschäftigung hat er sich damit genommen. Lernen ist auch schwierig mit nur einem Arm. Außerdem ist sein kleiner Schatz, dieses Buch, verloren. Die ViolinenAG konnte er sich abschminken. Vielleicht versucht man es mit was Neuem: Lesen.
Er liest sowieso noch viel zu langsam und stockend und wenn sie etwas im Untericht lesen sollten, dann kam er nie hinterher. Also blickt er sich unter den vielen Büchern um, zieht Er bleibt bei einem Sachbuch über Vögel hängen, setzt sich dort in eine Ecke und beginnt zu lesen ...
Ping stapfte von seinem Zimmer aus, die Treppe hinunter, in die Küche und dann ins Esszimmer ...
Ping hat sich ein Glas Milch genommen und in Anlehnung an den vorherigen Morgen, auch eine Schüssel Müsli. Dieses mal nahm er sich fest vor, das Müsli auch zu essen - schmunzelt bei dem Gedanken. Er setzt sich irgendwo an den Rand des Essraumes an ein Fenster und blickt hinaus, während er immer mal wieder einen Löffel Müsli in den Mund schiebt und seine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken versucht, als sich ihm aufdrängt. Das war ein echt blöder Traum! So etwas würde er doch niemals tun! Wieso behauptet sein Traum so etwas? Oder würde er? ...
Er seufzt und schiebt sich lieber noch einen Löffel Müsli in den Mund ...
Ping schreckt auf. Etwas verstört schaut er sich um. Dieses war die erste Nacht seit langer Zeit, die er nicht vom Labor geträumt hat. Traurig irgendwie beschämt blickt er zum Boden des Zimmers. Der Traum hat so schön angefangen. Er hat geträumt, dass er auch so schöne Flügel eines Schmettertlings habe und durch die Luft flattern konnte. Er war durch den Wald des Instituts geflogen ...
Er schluckt. Dieser Zirkus stand auf eine Lichtung, die abgeholzt worden war. Er brannte und mitten drin stand dieser Junge mit den roten Haaren und zwei Flügelstümpfe ragten aus seinem Rücken. Er hatte wieder diesen bösen Blick drauf, den er schon im Zirkus gezeigt hatte - dieses mal geschah aber nichts ungewöhnliches. Er schrie - nein, er kreischte eher: "Warum hast du mir meine Flügel gestohlen?"
Ping sitzt auf der Bettkante und vergräbt sein Gesicht in seinen Händen. Als der Rotschopf das gekreischt hatte, erinnerte sich Ping daran, wie er dem Rotschopf in den Magen getreten hatte und dann an seinen Flügeln gerissen hatte. Sie waren leicht zu zerreißen, wie ein Blatt Papier und der Rotschopf hatte vor Schmerzen geschrien.
Ping schluchzt bitterlich, als ihm all das einfällt. Was hatte er da getan?
Dann atmet er tief durch. Ganz langsam wurde ihm etwas bewusster, dass es sich um einen Traum handelte. Ein Glas Milch sollte bei so etwas helfen, hatte man ihm mal gesagt. Ping weiß nicht, ob wirklich das Glas Milch hilft oder einfach nur, sein Zimmer und damit seine Gedanken zu verlassen. Er verschwindet schnell ins Bad, zieht sich an und schlurft hinunter dieses mal direkt in die Küche ...
Ping schlurft in aller Herrgottsfrüher aus seinem Zimmer ins Esszimmer hinein.
Ping dachte gar nicht daran, dass es noch viel zu früh war, als dass schon etwas fertig war. Als er dann das Zimmer so leer sah, zuckte er mit den Schultern und setzte sich an einen Platz an einem Fenster. Er zog die Stirn kraus, stütze den Kopf auf die Hand und blickte hinaus in den Morgengrauen. Ihm fiel auf, dass er diese Tageszeit irgendwie nicht mochte. Viel zu oft war er da schon wach, obwohl er so müde war und die Ränder unter seinen Augen wurden sicherlich von Morgen zu Morgen etwas tiefer ...
Die Zeit verging, ohne dass er dieser Gewahr wurde ...
Ping schreckte auf. Er hatte etwas merkwürdiges geträumt. Er hatte vom Zirkus geträumt. Er hatte geträumt, er wäre dort. Aber er hatte irgendwie geträumt, dass dort auch die Zelle war, in der er früher immer geschlafen hatte, dieses immer gleiche Zimmer und alle hatten drauf geguckt und er hatte drauf geguckt. Es war gar nicht lustig, aber alle hatten gelacht. Und er hatte sich selbst verdutzt angeguckt, während der Zirkusdirektor der alte Chinese war und irgend etwas sprach, was die Leute immer mehr zum Lachen brachte. Aber er konnte nicht weggucken von dieser Zelle und von dem Jungen, der so aussah wie er.
Er holte wieder tief Luft. Er hatte gar nicht gemerkt, dass er seit dem Aufwachen nicht geatmet hatte. Er merkte jetzt, wie unlogisch der Traum war, weil er hatte auf diese Zelle geschaut, wie wenn man von dieser Kamera aus schaut, so wie er sie manchmal über den Monitor gesehen hatte, wie er stundenlang nur sich selbst betrachtet hatte. Aber da war ja kein Monitor, sondern das war mitten in dem Zirkus und dahinter stand der Alte auf einem Podest. Das konnte doch gar nicht gehen, oder?
Er atmete noch einmal tief durch. Dann blickte er zu Davin. Der schlief wie immer noch, es war ja auch noch mitten in der Nacht. Er ging ins Badezimmer, machte das Licht an und schaute sich im Spiegel an. Er blickte sich eine Weile dort an ...
Ging das überhaupt? Ging das überhaupt alles, was er da immer träumte? Er hatte da so ein Wort gehört für Leute, die sich Sachen vorstellen, die es gar nicht gibt. Verrückt, irre! Also zwei Worte. Aber sollten fast das gleiche bedeuten. War er vielleicht verrückt? Oder Irre?
Natürlich bist du das, Mutant.
Er wurde nicht mehr mit einer Nummer angesprochen. Er hatte die Nummer vergessen.
Ich bin kein Mutant.
Er dachte es viel nüchterner, ganz ohne Panik, eigentlich sogar mit ein wenig Bedauern. Er hatte keine Supakrefte ...
Dann raffte er sich nach längerer Zeit auf, ging hinaus. Heute nachmittag ging es in den Zirkus, das wird bestimmt lustig.
Er stapft lustlos die Treppenstufen hinunter in Richtung des Esszimmers. Er hatte gar keinen Hunger. Aber essen muss man ja auch ...
Ping kommt von hierher wie ein Blitz hinuntergeschossen.
Dann steht er vor dem schwarzen Brett. Noch etwas neues. Er seufzt etwas schwermütig und zieht einen Schmollmund. Caa-poo-ee-raa? Was immer das ist klingt toll.
Dann liest er noch einmal ausführlich, was da über den Zirkus steht und trägt sich mit einem Strahlen auf dem Gesicht noch ganz schnell auf die Liste ein.
Der Weg führte ein wenig hinaus, etwas Luft schnappen und dann einfach wieder zurück ins Zimmer
Diese Nacht ging Ping nicht aus dem Kopf. Er war den gesamten Tag etwas lethargisch. Nun, er hat alles hinter einem interessiert wirkenden Gesicht versteckt, jede Unterrichtsstunde einfach nur mitgemacht. Er liegt auf dem Bett und geht kurz durch, was er heute gelernt hat ...
Kunst (das ist sonst eigentlich ok, aber mit der falschen Hand kann man einfach nicht werkeln)
Literatur (hat er schon die gesamte Zeit über kaum verstanden, da ändert sich auch nichts dran, wenn er noch so aufmerksam tut)
Erdkunde (das mochte er, aber heute blieb er völlig schweigsam)
Geschichte (ist merkwürdig. Wenn er sich an die Geschichten seines Vaters oder seines Großvaters zurückerinnert, wie es früher gewesen ist, davon verstehen die hier überhaupt nichts. Der Unterricht ist total langweilig).
... Aber er kann sich beim besten Willen an nichts erinnern, dass er mitgenommen hätte. Und immer wieder sieht er vor Augen dieses Gesicht und immer wieder fühlt es sich fast an, als würde er sich jeden Augenblick ergeben, wenn er nur daran denkt.
Er schließt einfach die Augen. Heute ist er nicht motiviert. Der erste Tag, an dem Ping weder lernt, noch trainiert und eigentlich nur die gesamte Zeit auf dem Bett liegen bleibt ...
Gegen Morgen fand der Junge totmüde doch noch ein wenig Schlaf ...
Wie eigentlich jede Nacht, wacht Ping mit einem Schreck aus seinem Traum heraus. Er ist wie fast jedes mal schweißgebadet und zittert am ganzen Leib. Das Adrenalin lässt ihn auch kaum noch spüren, dass die Prellungen immernoch weh tun und auch sein linker Arm, der sich in einem solchen Fall natürlich automatisch anspannt. Er taumelt in Richtung Waschzimmer und hält seinen Kopf unter Wasser. Dann schaut er in den Spiegel. Und er hat das wirklich starke Gefühl, den Jungen mit den tiefen Rändern unter den Augen, den er dort erblickt, eigentlich gar nicht zu kennen ...
Auch an diesem Tag verlässt Ping kaum das Zimmer. Er steht dieses mal viel früher auf und wird sich später kurz in die Bibliiothek im Mädchentrakt schleichen, um sich irgend ein Buch zu suchen, damit er etwas Neues zu lesen hat. Und er bangt den gesamten Tag, dass vielleicht Logan doch schon vorbei kommen könnte. So fällt es ihm irgendwie schwer, sich auf das Buch zu konzentrieren und es baut sich eher so viel Angst auf, dass er immer wieder in diese Zweifel kommt, ob er nicht doch lieber weg gehen sollte....
Ping bleibt den ganzen Tag im Bett liegen. Er hat viel über das er nachdenken muss und liest zwischendurch noch. Er hatte seinen Schatz verloren, der lag zusammen mit seiner Kleidung in Inverness. Also konnte er nicht weiter daran lernnen. Aber das hielt ihn nicht davon ab, wenigstens die bereits gelernten Schriftzeichen zu üben. Außerdem hatte er noch ein Buch, dass er lesen sollte. Frühstück und Mittag übersprang er einfach und sollte frühestens gen Abend nach unten in das Esszimmer schlurfen in der Hoffnung, dass alle weg sind und er niemandem Rede und Antwort stehen musste.
Ping sprang aus Ping's und Daves Zimmer
Der Sprung von der Fensterbank war kein Problem gewesen. Nur wieder dieses Gebüsch da unten. Und sein Arm! Er hatte ihn beim Aufkommen angespannt. Nun zog sich der Schmerz wieder durch seinen gesamten Arm. Er lief mit den Sachen über die Wiesen hinfort. Warum flüchtete er eigentlich? Er war kein Gefangener! Aber er wollte zum einen niemandem Rede und Antwort stehen. Einige hier mochte er recht gerne. Und anderersetts war er sich sicher, dass niemand ihn für alt genug halten würde, dass er soweit alleine reisen darf. Davon abgesehen sind die Älteren alle fauler. Sie würden bestimmt nicht ein paar Tage gehen, wenn sie auch fahren können. Und Fahren oder fliegen, das kostete alles Geld. Das hat Ping nicht. Also kann er auch nicht von jemandem dahin gebracht werden.
Er stapft so über die Waldwege mit vorerst dem Ziel von Inverness. Immerhin hat er diese Stadt schonmal gesehen. Vielleicht findet er auch dort jemanden, der ihm den Weg weiter beschreiben kann.
Ping war eben schon einmal im Speisesaal gewesen. Doch er hatte ganz vergessen zu essen. Ping trippelt etwas lustlos wieder dorthin zurück, sucht sich für seine Verhältnisse wirklich viel zu essen heraus, setzt sich irgendwo an den Rand und isst recht lustlos. Irgend etwas scheint ihn zu bedrücken. Andererseits fällt er immer wieder in einen verträumt, fast nostalgischen Ausdruck. Er seufzt viel, verfällt zwischen Lächeln und Nachdenklichkeit
Ich gehöre überhaupt nicht hierher. Sie sind alle älter. Und sie sind alle etwas besonderes. Etwas verträumt denkt er daran, dass Suki meinte, er könne vielleicht mit Illusionen bewirken. Er wusste zwar nicht was Illusionen sind. Aber das muss etwas Mächtiges sein, wenn es Wände umherbewegen kann. Dann schüttelt er den Kopf. Er weiß, dass er ganz normal ist. Früher hatte er es sich gewünscht und stets darauf beharrt, wenn sie ihm etwas anderes gesagt hatten. Heute bedauerte er es irgendwie. Und ich bin viel zu jung. Eigentlich wusste er nichtmal, wie jung er nun genau war. Es hatte nie jemand gefragt, wie alt er ist. So dachte er auch nicht daran, sich selbst danach zu fragen. Die letzte Geburtstagsfeier lag weit weit entfernt. Es war eine völlig andere Welt gewesen. Und eine ganze Ära eines Alptraumes lag dazwischen, die ihm vieles genommen hatte, wo andere sich dran erinnern hätten können. Und ich bin sowieso anders. Die verstehen mich hier ja nichtmals. Er lächelte gleich, als ihm einfiel, dass das so nicht stimmt. Nicht ganz! Er hatte einen Abend Kassander etwas gezeigt, ein paar kleinere Übungen, die sein Vater ihm gezeigt hatte. Und er hatte ihm ein bisschen was weitererzählt, was sein Vater ihm erzählt hatte. Kassander erschien wirklich aufmerksam und vielleicht etwas gerührt. Und dann war da noch Neve. Sie war älter, aber wenigstens verstand sie seine Sprache. Aber sie war - so sonderbar, Ping hatte sie eigentlich auch kaum noch einmal gesehen. Er seufzt wieder etwas schwermütig, während er lieblos in etwas Ei herumstochert. Zu Hause war das Essen auch immer viel leckerer gewesen ... wie lang war das her, dass er etwas richtiges gegessen hatte ...
Wohin sein daò ihn führen wird, war völlig klar ..
jīn wird ihm die Ruhe finden, die er sich ersehnt, die Zeit des Elementes des Abends wird ihn endlich in eine traumlosere Nacht führen. Er verdrängte gleich den Gedanken, dass dort aber auch der Alte auf ihn warten könnte. Das durfte ganz einfach nicht so sein ...
Nachdem Ping aus dem Esszimmer gerannt ist und in der Vorhalle angekommen ist, dreht er sich einmal im Kreis. Nein, Schulverwaltung war doch das richtige, oder? Er konnte sich schlecht konzentrieren. Er hatte diese Nacht noch schlechter geschlafen, obwohl er schon nur so kurze Zeit im Bett gelegen hatte. Aber das fehlende Training bescherte ihm anscheinend weniger Tiefschlaf. Auf jeden Fall quälten ihn die allnächtlichen Träume mehr als vorher schon. So blass, wie er im Moment war und mit den tiefen Augenrändern steht er vor dem Büro der Schulverwaltung und klopft vorsichtig an. Wenn keine Antwort kommt, versucht er vorsichtig die Klinke hinunterzudrücken und hineinzulinseln...
Dann fällt ihm Brooke auf, die an ihm vorbeiläuft
Quote:Brooke: Die letzten Schritt durch die Halle war sie nur noch gerannt
Auf leisen Sohlen schleicht er in Richtung der Treppe. Alles, was er bis jetzt gesehen / gehört / gerochen hatte, erinnerte ihn zu stark an den Traum und irgendwie glaubte er, als er am Fuß der Treppe angelangt war nicht mehr daran, gerade wirklich all so etwas mitbekommen zu haben. Er hatte eher das Gefühl, jetzt erst langsam richtig wach zu sein.
Dann setzt er den ersten Fuß auf die Treppe nach oben - Ich gehe jetzt hinauf, denn ich will sehen, ob da nicht etwas ist, versucht er sich selbst zu bestärken - und erschreckt sich maßlos, als die Treppenstufe unter ihm ein langsames, in der Stille so laut erscheinendes Knarren von sich gibt. Nach kurzer Zeit, lässt er den Atem, den er angehalten hat, langsam doch hinaus und atmet noch einmal umso tiefer ein. Ping, sei nicht dumm, hier ist nichts. Und das zeigst du jetzt auch, dass oben nichts ist.
Eigentlich fühlt er sich noch etwas matt auf den Beinen, aber die Neugierde beflügelte ihn. War da jetzt etwas oder war da nichts? Vorsichtig setzt er Fuß vor Fuß, Stufe um Stufe, erklimmt er die Treppe, immer langsamer, als verliere er mehr und mehr die Kraft, oder lähme ihn mehr und mehr eine wachsende Unruhe.
Was ist denn nun, wenn da doch was ist?
Die Biegung hat er schon einmal hinter sich, so dass man im durch das über der Treppe befindliche Fenster hereinscheinende Mondeslicht das unheimlich abgrenzende Geländer immer höher hinaufragen sieht, aber auch den oberen Treppenabsatz Schritt für Schritt überschaubarer wird.
Ping befürchtet jeden Augenblick eine grünlich leuchtende Gestalt eines kleinen Jungen über den Treppenabsatz heranschweben zu sehen. Sein Herz klopft in schierer Panik immer hastiger und doch will er unbedingt ganz hinauf - und etwas entdecken. Er will nicht der Spinner sein, der Dinge sieht, die gar nicht existieren.
Er bleibt stehen - bei diesem Gedanken.
Er bekommt angst bei diesem Gedanken.
Was ist, wenn er einfach dumm im Kopf ist? Sein Bruder hätte bestimmt keinen Unfug gesehen, der gar nicht da ist!
Ping atmet einmal tief durch und macht sich daran den Rest der Treppe hinter sich zu bringen.
Mondeslicht und Dunkelheit lassen die Schatten von Knaufen, die auf Treppengeländern stecken, unheimlich und bedrohlich wirken, solange man weit genug weg ist. Ist hier gar nichts? Vielleicht einfach nicht hier?
"Hea Geist? ... Sind Sie hia? ... Hea Geist?" raunt Ping leise, während er in den Gang hineinzuirren wagt ...
Ich komme hierher
Ping geht vorsichtig die Treppen hinauf. Irgendwie ist ihm der Weg nach dort oben unheimlich. Dazu nimmt er auch noch die gleiche Treppe. Aber dieses mal hat er nicht dieses Gefühl. Hatte er als das geschehen war denn wirklich so ein Gefühl? Vielleicht hatte sie recht und es war wirklich ein Geist?Er schleicht hinauf, als wolle er nicht bemerkt werden. Du willst nur zu Kassander, erinnert er sich selbst daran.
Er erinnerte sich nicht mehr daran, dass er hier ein Bild fallen gelassen hatte, sonst hätte er vielleicht danach gesucht. Er erinnerte sich nur an diese unheimlichen Wände. Ok! Was nun? Wird es wieder passieren? Soll ich jetzt vielleicht einfach loslaufen? Nein! Lieber vorsichtig angehen.
Als dann nichts geschieht und die Wände ganz fest stehen bleiben, wie es sich eigentlich auch gehört, weckt es doch die Neugierde in ihm. Ganz zaghaft flüstert Ping geheimnistuerisch mit einer Hand halb vorm Mund, dass man nicht weiß, ob er sie als Flüstertüte nutzen oder sich eher selbst den Mund zuhalten: "Herr Geist? Sind Sie hier?" Vielleicht spricht der Ahn aber auch in Wirklichkeit Chinesisch? Er wiederholt den Satz noch einmal, fast noch einen Ticken vorsichtiger und leiser auf Chinesisch. Dann berührt er vorsichtshalber noch einmal die Wände. Hmm ... Langsam bekommt er wieder angst, dass doch alles nur ein Traum war. Aber er hatte ja gar nicht geschlafen. Das kann also doch gar nicht sein ... Er kneift seine Lippen zusammen und zieht seine Stirn kraus, während er angestrengt überlegt. Vielleicht muss man aber auch ganz einfach nochmal herkommen, wenn auch sonst niemand hier oben ist. Vielleicht ist er schüchtern. Heute wollten doch alle wegfahren. Ich komme dann einfach nochmal her. Vielleicht spricht dann der Herr Geist mit mir ... Und schon stapft er los in Richtung Kassanders Zimmer.
Ich komme hierher
Ping hat etwas gegessen und zieht sich damit dann auf sein Zimmer zurück. Er hat dabei völlig vergessen sich vielleicht auf der Krankenstation abzumelden. Er nimmt das Heft hervor, in dem er schon mehrfach schreiben geübt hatte, indem er einfach heruntergeschrieben hatte, was er so erlebt hat. Inzwischen hat er gehört, dass so etwas wohl Tagebuch heißt.
Sehr krakelig versucht er mit seiner rechten Hand die Buchstaben zu malen. Es dauert wesentlich länger als sonst schon. Da hatte er sich gerade gefreut, dass er langsam besser wurde, jetzt konnte er seine eigene Schrift kaum noch erkennen und es war nichtmal halb so schnell.
"...Entschuuldieguung liebees Taageebuuch daas iich soo kriezelieg schraaibe. Aabaa daas iest aauuch dooof miet reechts zuu schraaiebeen ...", las er laut mit, als er endlich fast am Ende angelangt war.
Dann wirft er das Heft enttäuscht zur Seite und seuftzt. Gut! Nein, nicht gut. Aber was mache ich jetzt ... . Kassander! Da muss ich ja heute noch hin. Das habe ich ja gestern versprochen. Damit steht er dann auf und macht sich auf den Weg hinauf.
[Im Chat gespielt] Ping kam also aus der kleinen Bibliothek im Mädchentrakt geschossen, ließ Dreamer darin zurück, rannte den Gang entlang, an der Krankenstation vorbei, an seinem Zimmer vorbei, nahm die hintere Treppe und hechtete hinunter. Da kommt er nun zum Stehen, immernoch Tränen in den Augen. Allerdings inzwischen eher, weil er seinen Arm automatisch angespannt hat, während er so lief. Er reibt unbewusst mit der rechten Hand über den Verband an seinem linken Arm. Diese plötzliche Anstrengung hat ihm glücklicherweise geholfen, wieder die Gedanken aus seinem Kopf zu verbannen.
Der Muskelkater in den Beinen schlägt wieder zu. Er atmet tief ein und setzt sich erst einmal im Schneidersitz seitlich an die Treppe gelehnt. Gut... eigentlich bist du aufgestanden um etwas zu essen zu holen. Und nun bist du wie ein kleiner Junge weggelaufen. Und alles nur, weil du dich nicht besser unter Kontrolle hast. Er zieht ein Schmollgesicht, als sei er irgendwie beleidigt. Er bleibt einen Augenblick sitzen
Mika bringt Ping auf dem Arm hinauf auf die Krankenstation. Ping wirkt auf den ersten Blick einfach schlapp und etwas dreckfleckig. Die blutigen Fingernägel, ein paar Schnitte und Prellungen kommen bei genauerer Betrachtung zum Vorschein. Sobald das Hemdchen ausgezogen ist, kann auch nach Abtasten - vornehmlich scheint ihm der Körper zu schmerzen, aber auf Nachfragen antwortet er stets nur mit einem: "Nicht so see" - auch eine Stelle bemerkt werden, bei der er einen Aufschrei sogleich wieder unterdrückt. Große Augen erklären, dass er das jetzt nicht erwartet hat und er beißt weiterhin die Zähne zusammen, während er den Rest der Behandlung ohne weitere Ausbrüche aussteht. Ein Muskelspalt, wohl ein Muskelfaserriss. Insgesamt also nichts, was nicht irgendwie auskurieren wird...
Ping läuft in Richtung Wald. Er ist sich sicher, dass er das bestimmt eigentlich nicht sollte. Aber er will jetzt einfach noch nicht ins Bett. Er hatte angst, dass diese Nacht noch schlimmer war. Was er eigentlich für das Abendbrot erwartet hatte, kam also etwas später und führte ihn ins Dachgeschoss. So langsam ist er sicher, dass er einfach blöd im Kopf ist.Weder das war echt, noch diese Träume. Und was war mit dieser Stimme, die ihn immer darauf hinwies, wie schrecklich Mutanten sind.
Als er zwischen den Bäumen ankommt, packt ihn die Wut - die auf sich selbst. Er schlägt wild in die Luft gegen ein paar Äste und stoppt, als er bemerkt, dass er fast gegen den Baum geschlagen hätte. Richtig, du kannst auch nichts dafür. Er geht noch ein paar Schritte. Dann setzt er sich, lässt sich fast fallen. Er versinkt fast automatisch in eine meditative Trance. Sein Geist kann nicht mehr, dieser Tag hat ihn völlig zerrüttet.
Er fühlt sich viel freier, als er die Augen wieder öffnet. Es wirkt etwas lethargisch, wie er da durch das Zwielicht gleitet. Er vermisst sein zu Hause, es sticht ihn, als er an seine Mutter denkt. Aber das weiß hier keiner. Er ist doch fast selbstsüchtig, dass er gerade denkt, warum sie ihn alle alleine damit lassen. Er hat ja auch nie gefragt. Nein, das werde ich nicht, ich komme selbst damit klar, zieht er die Stirn kraus, hat ein zorniges Gesicht aufgesetzt und die Hände in der Hüfte. Dann hört er ein Geräusch. Ihm ist gar nicht aufgefallen, dass es inzwischen schon soo dunkel geworden ist. Er sieht kaum etwas. Noch so ein Geräusch. Entsetzen im Gesicht, keine Sekunde lang, er läuft, so weit die Beine ihn tragen. Panik sitzt ihm im Nacken und er kommt erst zum stehen, als es offener über ihm ist, das Licht der Sterne auf ihn scheint. Er bleibt erst einmal stehen, beugt sich vorne über, holt schwer Luft, lässt sich fallen und setzt die Rolle seines Lebens: Das Ich-bin-ja-soo-fertig-Gesicht auf, dass nur so kleine Kinder aufzusetzen vermögen...
Dann guckt er sich um. Niemand da! Gut! War wahrscheinlich auch nur wieder seine Fantasie. Blöde! Genau das ist er! Er rafft sich wieder auf und wandert am Seeufer entlang. Es ist offener, aber die Dunkelheit hat viele Möglichkeiten, die Fantasie eines Kindes zu wecken und mit bösartigen Monstern vollzustopfen. Dann sieht er das Laternenlicht ... OOC: Siehe News - Chatplay