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Ping sprang aus Ping's und Daves Zimmer
Der Sprung von der Fensterbank war kein Problem gewesen. Nur wieder dieses Gebüsch da unten. Und sein Arm! Er hatte ihn beim Aufkommen angespannt. Nun zog sich der Schmerz wieder durch seinen gesamten Arm. Er lief mit den Sachen über die Wiesen hinfort. Warum flüchtete er eigentlich? Er war kein Gefangener! Aber er wollte zum einen niemandem Rede und Antwort stehen. Einige hier mochte er recht gerne. Und anderersetts war er sich sicher, dass niemand ihn für alt genug halten würde, dass er soweit alleine reisen darf. Davon abgesehen sind die Älteren alle fauler. Sie würden bestimmt nicht ein paar Tage gehen, wenn sie auch fahren können. Und Fahren oder fliegen, das kostete alles Geld. Das hat Ping nicht. Also kann er auch nicht von jemandem dahin gebracht werden.
Er stapft so über die Waldwege mit vorerst dem Ziel von Inverness. Immerhin hat er diese Stadt schonmal gesehen. Vielleicht findet er auch dort jemanden, der ihm den Weg weiter beschreiben kann.
ping hockt nach ein paar Stunden Weg auf einen Stein hinnieder. Er merkt, dass das ganze doch beschwerlicher werden wird, als er vorerst gedacht hatte. Aber um die Heimat zu sehen, sich endlich wieder zu Hause zu fühlen... . Ganz unweigerlich löste sich eine Träne und kullerte seine rechte Wange hinab. Er seuftzt schwermütig. Dafür, dafür wird jede Müh ihren Preis wert sein. Er steht wieder auf und stapft weiter. Einen Augenblick dachte er daran, wo er übernachten sollte. Sicherlich, ein Feuer konnte er machen. Wenn die SurvivalAG ein Unterrichtsfach gewesen wäre, dann hätte es auch etwas wichtiges gegeben, in dem Ping gut war. Aber mit nur einer Hand? Das war eine völlig andere Sache. Am Wochenende fahren sie weg, hatte er gelesen - am schwarzen Brett. Das wäre wirklich etwas gewesen, wofür Ping seinen Plan noch verschoben hätte. Aber so - er blickt etwas schmollend in Richtung des verbundenen Armes - so sieht er es eher als Zeichen, dass er sofort aufbrechen sollte.
Inverness, ein kleines Städchen, aber für einen noch kleineren Jungen wirkt es schon fast groß. Er stapft durch die Innenstadt! Einen Atlas hätte er sich mitnehmen sollen. Er hätte ihn ja wieder zurückgegeben. So musste er hoffen, dass er das schon richtig macht. Erst einmal in Richtung Süden, bis das Wasser kommt. Da wird es irgendwo einen Tunnel geben. Vielleicht nimmt ihn auch eines der Schiffe mit. Schiffe sind toll. Fast so frei wie Vögel. Aber wenn man die Möwen in Küstennähe an einem Schiff entlang fliegen sieht - und kennt er das auch nur aus dem Fernsehen. Ping wird schon bei dieser Vorstellung ganz nostalgisch. Warum bin ich nicht wenigstens ein Vogel. Nein, Ping war kein Vogel. Er blickte an einem Gebäude hinauf, wo eine Taube oben saß. Vielleicht? ... Jetzt hör auf, so einen Unfug zu denken! er guckte etwas verbissen, während ein anderer Teil nur noch ganz leise dachte, wie viel leichter es wäre, als Vogel einfach nach Hause zu fliegen. Er blickt von dem Dach wieder hinab. Ob die Taube dort saß, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass er vor einem Buchladen stand? Vielleicht sollte er schauen ob es einen Atlas darin geben mag?
Es dauert noch eine Weile, bis er sich dazu entschließt, wenn er auch noch nicht weiß, wie er das Buch bezahlen sollte ...
Ping wandert einmal durch den Buchladen. Ihm pocht das Herz bis zum Hals. Nein, er hatte es schon einmal getan und danach wusste er, dass es falsch gewesen war, warum sollte er es noch einmal riskieren. Er wusste doch eigentlich wie er laufen muss. Er lächelt die Verkäuferin an, als sie fragt, ob sie ihm helfen kann und schüttelt den Kopf "Ich blauche doch nicht, ist mia eingefallen. Daanke vielmalas." Ping lächelt noch einmal fast strahlend und winkt dann, während er mit den Klamotten unterm Arm (irgendwoe dazwischen seinem kleinen Schatz einem Block und etwas zu schreiben) sich der Tür wieder zuwendet und den Laden verlässt.
Und sie wollte eigentlich nur kurz nachschauen, wo Ping ist... weil er zu Unterrichtsanfang vermißt wurde, hat sie sich freiwillig gemeldet. Jetzt werden sie wahrscheinlich beide schon gesucht wie Leute, die im Bermuda-Dreieck verschollen sind, schon seit Stunden. Denn Ping war nicht auf seinem Zimmer gewesen, dafür eine frische Geruchsspur, die schnurstracks... zum Fenster hin verlief! Sie hat es zuerst nicht glauben wollen, aber unten setzte sie sich tatsächlich fort, in Richtung Wald. In ihrer Aufregung vergaß Chui ganz, irgendwem bescheidzugeben und lief einfach los... in gnadenloser Selbstüberschätzung der Meinung, dass sie die einzige ist, die Ping jetzt schnell finden und wieder zurückholen kann. Logan hat sie dabei ganz vergessen, und Dr. Grey, und Sariel, und Ms. Kytoma und wahrscheinlich die vielen anderen, die das noch mindestens genausogut könnten. Eingefallen sind sie ihr erst wieder, als sie am Waldrand stand und in die Richtung starrte, in der Inverness liegt. Sie hatte keine Kapuze, keine Schuhe und war eigentlich schon viel zu weit weg, um noch umkehren zu können. Wie schon gesagt, inzwischen dürfte die Vermißtenliste schon um sie erweitert sein.
Beklommen geht sie weiter, in die Stadt hinein. Hat sie sich vor lauter Hektik schon im Wald ein, zweimal verfranst und mußte die Spur erst wiederfinden, wird es jetzt noch schwieriger. Die in der Luft schwirrenden Eigengerüche hunderter von Menschen, Dutzender von Autos mit ihren Abgasen, und wenn sie die Hälfte der Zeit mit der Nase auf dem Boden herumschnüffelt, ist das noch auffälliger als sie sowieso schon ist. Aber dann denkt sie an Ping, der allein in der Stadt ist, aus dem Fenster abgeseilt anscheinend in der Absicht, fortzulaufen. Wohin? Sie hat keine Ahnung. Sie hofft nur, dass sie ihn bald findet.
Natürlich bleibt es nicht aus, dass sie Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sie hält den Blick möglichst gesenkt, aber das führt nur dazu dass sie die vielen sie anstarrenden Blicke wie Nadelstiche spürt, überall und ständig. Sie schaut sich zwar ein wenig um, wenn sie in die Hocke geht um hoffentlich wieder Pings Geruch zu erhaschen, aber dennoch sehen ihr viele dabei zu und finden ihr Verhalten (genau wie ihr Aussehen) ziemlich befremdlich. Fremd. Unheimlich. Verdächtig.
Als sie um die Ecke in eine Straße kommt, in der ein gewisser Buchladen steht, gibt es schon eine kleine Ansammlung von Menschen, die ihr in ein wenig Abstand folgt, sie von der anderen Straßenseite aus beobachtet und dabei tuschelt, und die ersten Bemerkungen über verdammte Mutanten werden gemurmelt, und über eine saubere, mutantenfreie Stadt. Sie hört es und sie könnte einige der Fragen beantworten: Ja, sie war die mit den Löwen im Zirkus vor einem halben Jahr (gutes Gedächtnis), nein, der Zirkus ist nicht wieder in der Stadt... nein, sie hat auch noch niemanden gesehen der so ist wie sie. Und ja, sie hofft auch, dass sie möglichst schnell wieder abhauen kann... aber das hängt nicht allein von ihr ab.
Ele hatte den Laden geschlossen und schlenderte noch ein wenig durch die Stadt als ihr der Menschenauflauf auffiel und dann hörte sie das Gemurmel und es trieb ihr die Galle ins Blut. Wieder so eine Hetze.. aber gegen wen richtete es sich? Sie schaute sich um und ihr Blick fiel auf das Mädchen mit dem gesenkten Kopf.
Furchtlos trat sie zu dem Mädchen. Sie stand im Blickpunkt der Masse und die feindsehligen Blicke galten eindeutig ihr.
"Hallo, mein Name ist Eleanora Fraser. Kann ich dir helfen? Aber sag mir doch erstmal, was hier los ist?"
Ihre Erfahrungen mit ihrem Bruder machte sie rücksichtslos gegen die Dummheit der Menschen und sie lächelte das Mädchen an und versuchte ihr ins Gesicht zu sehen.
Er ist nahe... ganz nahe... aber sie ist so nervös wegen der Leute, dass sie nicht mehr ganz weiß, wie weiter. Vielleicht in irgendeinem der Läden? Sie blinzelt und versucht, etwas zu sehen oder zu erlauschen... jetzt auf die Knie zu gehen und wieder nach dem Geruch zu suchen würde ihr schon mulmiges Gefühl über die Reaktion der Menschen um sie herum ins Bodenlose verstärken. Dennoch... wenn sie Ping nicht anders findet, wird sie es wohl tun müssen. Sie schämt sich schon für ihre Dummheit, niemandem etwas zu sagen und stattdessen auf eigene Faust loszurennen... ausgerechnet sie, die Auffälligste von allen.
Sie gibt sich Mühe, die an ihr vorbeikommenden Leute nur aus den Augenwinkeln zu beachten, aber als eine dann doch recht zielstrebig auf sie zukommt, geht das natürlich nicht mehr. Rasch blickt sie auf, weicht unwillkürlich ein Schrittchen zurück und denkt sich verzweifelt, dass sie vielleicht ohne Ping fliehen muß... aber die ersten Worte der Frau klingen nicht so, wie sie erwartet hätte.
"Ähm..." ist ihr erster, äußerst geistreicher Kommentar. "Hallo. Ich... suche jemanden." sagt sie leise, schaut vorsichtig auf mit ihren Katzenaugen und wendet den Blick wieder ab. Warum hat sie das jetzt gesagt? Die Fremde ist freundlich... zumindest gibt nichts Chuis Sinnen zu verstehen, dass es anders sein könnte.
Ele´s Augen weiten sich einen Moment, als sie das Äußere des Mädchens sieht und dann lächelt sie.
"Entschuldige... du siehst ... hübsch aus." sie meint das ehrlich und aufrichtig obwohl sie das erstemal einen Mutanten gesehen hat und das Mädchen offenkundig so anders ausschaut.
"Gut... wen suchst du denn? ich helfe dir, ihn oder sie zu finden."
Sie schaut sich um und mustert den Pöbel mit eindeutigen Blicken. Sollte es jemand wagen, näher zu kommen, würde es Ärger geben.
Ganz sacht greift sie nach dem Ellenbogen des Mädchens.
"Magst du mir deinen Namen sagen?"
Chui mustert verstohlen die Leute rundherum, die Zeit genug haben, diese wandelnde Anomalie durch die Straßen Inverness' zu verfolgen oder an einem der Tische der Cafés zu sitzen und ebenfalls aufmerksam zu sein auf die Fremde und fremd aussehende. Es ist noch kein richtiger Pöbel, nein... nur neugierige, mißtrauische und besorgte Bürger... mit einem guten Anteil von Furchtsamen und solchen, die Mutanten nicht mögen, warum auch immer... Eleonoras Blicke bringen zumindest ein paar davon dazu, sich wieder um ihren eigenen Kram zu kümmern, bei anderen fordern sie Trotz heraus.
"Mh..." macht sie nur, etwas überrascht auf die Aussage, aber es könnte auch eine Höflichkeitslüge sein. Dann schaut sie nochmal auf, ein wenig länger als vorher (also unter Umständen sogar eine ganze Sekunde lang!). "Ich.. heiße Chui." sagt sie wieder leise und blickt die Straße hinunter. "Ich suche einen kleinen Jungen, ein..." Mitschüler. An unserer Schule für Mutanten. Ist gar nicht weit weg. Klar, sag das ruhig, Chui... und führ die ganzen, feindseligen Leute hier am besten gleich hin. "..Chinese." endet sie nach merklichem Stocken.
"Chui... das klingt gut." Eine kurze Pause und noch ein paar Blicke zu den Trotzköpfen, dann schaut sie wieder zu Chui.
"Überleg mal... wo würde er hinwollen? Ans Wasser? in den Wald? vllt. eine Höhle um sich zu verstecken? und wie alt ist er? §
Konzentriert schaut sie sich um, während sie Chui die Fragen stellt. Ein kleiner Chinese also... wo könnte ein kleiner Junge hinwollen?
Mit einem Hauch Verlegenheit in ihrer ganzen Nervosität sagt Chui wieder nichts... Eleonora ist wirklich freundlich und will ihr wohl helfen. Sie schüttelt den Kopf auf die ganzen Vermutungen. "Nein, er ist hier ganz in der Nähe." sagt sie wieder leise, bevor ihr siedendheiß einfällt dass sie jetzt vielleicht auch erklären muß, woher sie das weiß. Andererseits, vielleicht ist das auch zu erahnen, wenn person sie mal ansieht. "Er ist... zehn oder elf... er muß hier irgendwo sein..." sagt sie noch leiser und schaut sich wieder um. Sie geht ein paar Schritte. Bald kommt sie nicht mehr drum herum, mal wieder mit der Nase auf den Boden zu sinken.
"Sicher?" Skeptisch schaut sie Chui einige Sekunden an und dann dämmert es ihr und sie nickt.
"Gut... was brauchst du um ihn zu finden?"
sie war sich nicht sicher, ob das die richtige Frage war aber wenn sie von Chuis Äußerem auf ihre Fähigkeiten schloss, dann war die Frage wohl korrekt.
Die Katzenhafte blinzelt etwas verlegen, aber größtenteils immer noch eingeschüchtert durch die Menschenmenge, auch wenn sich dort ein wenig die Unsicherheit breitgemacht hat weil wenige Leute Lust haben, einzugreifen solange eine Normale bei der Mutantin steht. Eleanora scheint allerdings sowieso zum Ergebnis gekommen zu sein, dass sie Chui da glauben kann. Und die Antwort auf ihre Frage ist auch recht einfach. Ruhe und Frieden und ein wenig mehr Selbstbewußtsein. Eigentlich aber sind die Hindernisse aber nur ihre eigenen... also antwortet sie nicht sondern geht stattdessen in die Hocke und beugt sich vor, versucht die Menschen auszublenden, die das alles beobachten und schnuppert am Boden.
Da ist Ping ja wieder... sie schnüffelt ein wenig weiter. Abgeboben... in diese Tür! Sie stehen ja schon fast davor! Sie blickt auf von ihrer Position am Boden aus und liest das Schild, das einen Buchladen kennzeichnet. Es führt keine neuere Spur heraus... er muß also noch drin sein. Hoffnung flutet sie, endlich hat sie ihn gefunden, sie können hier weggehen, am besten schnell...
Ping drückt sich also gerade rücktwärts gegen die Eingangstür, verbeugt sich noch einmal in Richtung der Verkäuferin, dreht sich hinaus gen Bürgersteig und sieht da Chui hocken. Einen kleinen Augenblick ist er erfreut, dann zieht er die Stirn kraus. Dann fällt ihm die zweite Person auf, die er misstrauisch beäugelt und dann bemerkt er den Pöbel. Grimmig blickt er dorthin, wo das Raunen lauter wurde, kaum dass Chui sich zur Erde gebeugt hat. Er knirscht etwas mit den Zähnen, sein Unterkiefer schiebt sich vor den oberen.
"Hallo Wiebelwind! Was sind das füa Leute? Die kommen mia aba gaa nicht nett voa" Gar keine Antwort abwartend reagiert er auf diese merkwürdige Art des vorsichtigen Abstandhaltens - weil sie nicht wissen, wie sie Chui, die ungewöhnliche Chui, einschätzen sollen - indem er einen festen Schritt auf den Pöbel zu macht und ein lautes "Buh!" brüllt. Schmollend fügt er an: "Lasst meine Fleundin in Luhe!", dreht sich verbissen zu Chui um: "Lass uns bitte schnell hiea weggehen. Diese Leute sind mia unhaimlich. Ich mag solche Leute nicht", streckt seine Hand (natürlich die Rechte, die Linke ist noch immer verbunden) zu Chui ein wenig aus, versucht es so, dass er gleichzeitig die Kleidung unterm Arm pressen kann und schätzt schnell die zweite Dame dort ein. Die sieht netter aus. Er verbeugt sich schnell, erklärt in seiner üblich fast singenden Art: "Ich bin Ping" und will dann erst einmal nur weg hier ...
Auf Kinder aufzupassen war wirklich ein absoluter Fulltime Job. So gehen ihm auch schon die schlimmsten Szenen durch den Kopf als er davon hört das Ping verschwunden ist und das Chui ebenfalls fehlt. Es liegt ja auf der Hand, dass sie ihn sucht. Er fragt sich nur ob das so eine gute Idee ist, wo im Moment doch gerade sowas wie Ruhe einkehrt.
Nun war er kein Mutant und ein bisschen hilflos dazu. Wo und wie sollte er die Beiden suchen. Erst beim genaueren Nachdenken fällt ihm ein, dass er ja Liam bescheid geben könnte, der nach der Sache gestern bestimmt begeistert sein wird, wenn nun noch Schüler abhanden gekommen sind.
Er ist mehr Zufall -oder doch irgendwie Schicksal?- das er auf die kleine Gruppe stößt. Schnell fährt er den Wagen rechts ran und ist schon ausgestiegen. Sein Blick ist besorgt, natürlich ist er das. Aber dennoch liegt etwas namenloses auf seinem Gemüt, was seine sonst so sanften grünen Augen, ruhelos funkeln lässt. Er überquert die Straße und zieht sich schon sein Jacket von den Schultern. "Das reicht jetzt." Es geht an Chui und Ping, sogar an die umherstehenden Leute. Er tritt vor um Chui sein Jacket über die Schultern zu ziehen.
Er ist wütend und das war etwas besonderes, es war nicht leicht Colum wütend zu machen. Doch anstatt seinem Ärger Platz zu machen erkundigt er sich lieber. "Ist mit euch alles in Ordnung?"
Und wenn sie nicht so nervös wäre, hätte sie drinnen sicher schon seine Schritte gehört... naja, oder sie wurden vom Straßenlärm überdeckt. Als die Tür aufgeht, blickt sie sehr erleichtert in Pings Gesicht und richtet sich ein wenig auf. "Ping... bin ich froh, dass ich dich gefunden habe." rutscht es ihr als erstes heraus, dann blickt sie sich um, wo die Leute die Stirn runzeln, das Gesicht verziehen und einander etwas von noch mehr Mutantenfreunden, oder sind es gar selbst Mutanten, zuflüstern. "Selber buh! Komm doch her wenn du dich traust!" ruft ein Junge, ein wenig älter als Ping vielleicht, hinüber und sonnt sich im Gelächter seiner Kameraden. Kinder nehmen die unterschwelligen Strömungen der Erwachsenen ja oft als erstes auf und haben weniger Hemmungen, das erste Ventil zu bilden. Ja, die müßten eigentlich in der Schule sein, aber da sind sie nicht die einzigen.
"Ich glaub die sind auch nicht nett." antwortet Chui leise und nimmt seine Hand, wobei sie seine Transportschwierigkeiten bemerkt. "Ich kann das nehmen, wenn du willst... lass uns nur schnell weggehen." Sie blickt sich um, letztlich zu Eleanora, und zögert... ob die Leute ihr wohl weiter folgen, wenn sie einfach zum Institut zurückkommt? Mit Ping und seinem verletzten Arm hat sie auch keine Chance, die im Wald abzuhängen... aber Hauptsache sie kommen mal vom Präsentierteller hier herunter.
Nicht weniger als ein Wunder ist es da, dass sie erst ein vertrautes Motorengeräusch zu hören glaubt und gleich darauf Colum in seinem Wagen sieht. "Colum!" stößt sie hervor, und sämtliche Steine, Felsen und Gebirgszüge, die sich so angesammelt haben, fallen ihr von Herzen. Auch wenn seine Wut das wieder etwas relativiert... bestimmt hat sie eine Standpauke zu erwarten für ihren Alleingang. Andererseits sieht sie, allein schon die Geste mit dem Jacket ist geeignet, alle restliche Besorgnis wegzuschwemmen. "Ja, uns ist nichts passiert." sagt sie leise und blickt zu Ping, dem es ja auch soweit gut zu gehen scheint. "Wir wollten gerade zurück."