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auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Er hatte Columns Ankunft irgendwie eher traumhaft mitbekommen, während er düster guckend, die Stirn etwas zusammengezogen, die Augen falkengleich zusammengekniffen, diesen Jungen beobachtet, der dort zwischen den anderen steht. Seine Hand umgreift Chuis Hand etwas fester, doch es ist nicht angst, die man ihm zudenken möchte.
Zurück? Wollten sie das? Pings Augen sind auf einen Schlag weit aufgerissen. Er schaut sich hektisch um. Wenn er jetzt loslaufen würde, könnte er vielleicht ... Das war der Grund, warum Chui hier war? Seine Hand lässt plötzlich Chuis los, er lässt sich keine Zeit zum Nachdenken, plant seine Finte nicht durch, er dreht sich direkt zu den Jungen und schreit im Lauf fast knurrend oder eher zischelnd: "Natüalich tlaue ich mich" Er spürt das Feuer durch seine Adern strömen und spricht in Gedanken jene alten Worte die dem Feuer gelten ...
Er setzt zum Sprung an, seine Beine wirbeln um ihn herum, als er sich drehend auf die Jungs zuschießt. Er hatte genug Adrenalin im Blut, dass er nicht den Schmerz beachtete, als er seinen linken Arm aus der Schlaufe befreite und nun auch die weiße Bandage interessante Muster hinter ihm herzog. Als er auf dem Boden ankam wirbelten gleich die Arme um ihn herum und vollführten die eleganten Formen. Als der rechte Arm weit ausholend einen Schlag drehend macht, geht die Bewegung nahtlos in einen über den Boden gleitenden Beinfeger mit dem linken Bein über. All dieses genau so, dass die vermeintlich Angegriffenen noch gerade zurückweichen konnten oder er die Bewegung nur minimal enger fassen muss um doch nicht zu treffen. Vom Boden gleitet die Gestalt des jungen Asiaten spralförmig wieder nach oben, während die Arme und Beine wechselseitig übernahmen und versuchte Griffe zweier Erwachsener abwehren. Ein Satz vor, ein Schlag in Richtung des Jungen, der ihm spottete, blitzschnell, stoppt nur minimal vor der Nase und Ping tippt kurz drauf.
All das waren nur Sekunden, die knapp in die Reaktionszeit des Mobs hineinfallen. Was seinen Kampfstil angeht, so steht er in nichts den Großen nach, die vielleicht im Fernsehen auftreten. Schon setzt er nach links in einer Rolle zwischen den Beinen eines Angreifers der auch zu Boden stolpert, auf die Straße zu, weicht knapp einem Auto aus, stürmt hinter diesem auf ein zweites, über das er hinüberrollt, gerät nur durch das plötzliche Bremsen stark ins Schleudern, aber auch gleich wieder auf die Beine und läuft, was immer sein Körper hergibt. Es pocht, brennt, schmerzt höllisch in seinem Arm, es fühlte sich an, als sitze ein Messer in der Wunde und würde bei dieser Anstrengung immer ein bisschen weiter hineingleiten. Es pochte in seinem Kopf. Der Puls lag bei 180? Und das Feuer schien tatsächlich noch in ihm zu hausen und nur darauf zu warten, aus ihm hervorzubrechen - oder vielmehr in ihn hinein.
Wenn er eine Chance haben wollte, nach Hause zu kommen, dann musste er sie jetzt ergreifen. Zumindest dachte das sein begrenzter Verstand, der sich in den letzten Tagen viel zu sehr ähnliches eingeredet hatte.
Vor Chuis Beinen bleibt ein Kleiderpaket und dazwischen ein gelbes, vor kurzuem gestohlenes Buch hervorlugend liegen...
Gerade noch will sie erleichtert aufatmen, als der Junge vor ihr steht und ihr seinen Namen nennt.
Dann taucht ein junger Mann auf, den Chui zu kennen scheint und dann geht plötzlich alles drunter und drüber.
Ping rennt auf den Pöbel zu und staunend sieht Eleanora, wie der Kleine loslegt.
"Ping..... NEIN"
Sie rennt los und es geht ihr wie dem Jungen, quietschende Bremsen, fluchend Autofahrer aber sie kommt heil über die Straße und rennt ihm nach.
"Warte.... so warte doch... Ping.. lauf doch nicht weg."
Sie war schon immer recht sportlich aber der Kleine schlug ein Tempo an, was sie doch erstaunte. Nun gut... irgendwann würden seine Kräfte erschöpft sein und sie war Ausdauerläuferin schon immer lieber gewesen als Sprinterin. So trabte sie ihm zügig nach und rief in kurzen Abständen seinen Namen.
Wenn er nicht anhalten sollte musste sie eauf einen Trick zurück greifen, den ihr ein entfernter Cousin mal gezeigt hatte. Sie hatte eine Umhängetasche dabei mit einem langen Tragegurt. Wenn man die richtig war, wickelte sie sich um die Beine des Läufers und brachte ihn zu Fall.
Lieber wäre ihr allerdings, der Kleine würde anhalten als das sie ihn zu Fall bringen musste.
Und gerade schien alles noch so gut zu gehen... er nimmt ihre Hand und sie recht locker die seine und sie können zu Colum in den Wagen steigen. Endlich in Sicherheit! Aber von wegen. Sie kann seine Furcht förmlich riechen und wundert sich, warum sie so plötzlich da ist. Da reißt er sich auch schon los, sie schaut ihm erschrocken nach - und begreift. Er will nicht zurück. Klar, er ist weggelaufen, aber dass es so ernst ist... sie hat sich einfach noch keine Gedanken darüber gemacht, was er eigentlich tun will.
Vorerst kommt sie auch nicht mehr dazu. Sie kann nur staunend seinen Bewegungen folgen, ein wenig erschrocken auch, aber nicht halb soviel wie die Jungs mit der großen Klappe. Ein Schritt zurück, der vor Fäusten und Beinfeger rettet, kommt mehr instinktiv, und als Ping ihn an der Nase antippt, ist er schon am Umfallen. Sein erschrockener Schrei wird von den Kumpanen aufgenommen und auch mancher Erwachsene kann es sich nicht verkneifen. Na, vielleicht ist morgen ja etwas von einem Mutantenangriff auf Kinder mitten in der Stadt zu lesen...
"Ping!" ruft Chui ihm hinterher, wirft einen hilflosen Blick zu Colum und tut das, was sie schon die ganze Zeit versucht hat... sie verfolgt ihn (ohne Jacket). Tatsächlich hat sie sich für ihre Begriffe ganz schön viel Zeit gelassen, was jetzt allerdings von Vorteil ist... die Autos, zwischen und über die Ping und Eleanora hinweg sind, haben schon gebremst und machen ihr wenig Schwierigkeiten. Jetzt aber, da sie in Fahrt ist, wird schnell klar, dass Schnelligkeit in einem Hindernisparcour (oder auch ohne) ihr Metier ist. "Wo willst du hin?" ruft sie ihm hinterher, während sie Eleanora überholt.
Ping hört die Rufe, zumindest weiß er, dass sie da irgendwo seinen Namen rufen. Doch es pocht in ihm viel zu laut, als das er sie wirklich wahrnehmen kann und sein einziger Gedanke ist zu fliehen.
Als Chui ihn dann auch in ihrer Windeseile so schnell fast erreicht hat - seine kleinen Beinen könnten niemals mit dieser katzenhaften Sportlerin mithalten - bemerkt er auch gerade, dass er seinem Körper wieder zuviel abverlangt. Er schlägt einen Haken in eine Sackgasse hinein, der ihm noch einen minimalen Vorteil bietet, minimal, da Chuis Jägeraugen nicht so leicht getäuscht werden können. Aber er rennt mit unverminderter Geschwindigkeit auf diese Mauer zu, versucht diesen Trick, den er vor kurzem Padraig und den anderen gezeigt hatten, als sie diese Trauerfeier vorbereitet hatten. Er stößt sich vom Boden, dann von der Wand ab, so dass er kaum die Wand berührt, damit die Schwerkraft nicht bemerkt, dass ihm die Wand eigentlich überhaupt nicht genügend Halt bietet um ihn oben zu halten. Doch als er gerade das Fenstersims in der ersten Etage packen will, bemerkt er, dass es der linke Arm ist, mit dem er griff. Schmerz durchzuckt ihn, während er gen Boden fällt.
Er raste die alten Worte an mù herunter, dass er ihn gleich allen Willen gebe, seine Flucht im rechten Moment fortzusetzen.
Und das Feuer war erst, dass noch durch seine Adern strömte und darauf wartete vereint zu werden. Huŏ verbrennt mù.
Und das Feuer treibt die Kraft aus den Muskeln hinfort.
So geschieht es, dass Ping zwar seinen Fall abfangen will, aber plötzlich bemerkt, dass er dem Boden überhaupt nichts entgegenzusetzen hat. Es sieht etwas merkwürdig aus, wie er plötzlich einfach vorneweg überrollt und über den Boden kullert. Er schaut etwas verdattert, wie er da so auf dem Rücken liegt, fast völlig kraftlos, von einer Sekunde auf die andere. Er hat sich ganz klar einfach zu viel zugemutet, versucht er sich selbst glauben zu machen, während er keine bessere Antwort findet ...
"Wiabelwind ... ich glaube ... du ... hast gewonnen" haucht er "Oda ... wea ... imma ... von euch beide ..." fügt er an, als ihm klar wird, das Chui nicht alleine da ist, während seine krause Stirn immernoch angestrengtes Überlegen anzeigt und sein Blick geradaus nach oben ins Nichts wegdriftet ... Irgendwie wirkt er, leer, wie verlorene Hoffnung, wodurch wohl klar ist, dass er den Lauf eben keineswegs als Spiel ansieht ...
Für solche Spielchen ist er einfach zu alt, oder von ihm aus auch zu uncool oder sonst etwas. Während er in Gedanken noch damit beschäftigt ist sich auszumalen, was die Aktion von Ping wohl für das Institut bedeuten kann, flucht er und das in gälisch.
Ein Glück das er nicht unsportlich ist, so hat es doch einmal seinen Sinn das er der College-Rugby Mannschaft Mitglied ist.
Noch überwiegt die Sorge dem Zorn und er fragt sich gleich was er falsch gemacht hat, dass der Junge SO reagiert, wo Colum ihn sonst doch stets für einen netten, niedlichen Jungen gehalten hat. War es womöglich seine Schuld?
Er ist zwar keine Katze und er ist nicht Chui, dennoch ist er flink und schnell und überholt die ihm Unbekannte Frau um Chui und dem Jungen in die Gasse zu folgen. Es kostet ihm alles an Selbstbeherrschung die er aufbringen kann, dass er in dem Moment nicht los schreit, er drückt sich vorbei an Chui und geht in die Hocke um Ping in seinen Arm zu ziehen, zum einen um sicher zu stellen das er nicht wieder fort läuft und zum anderen um sich und den Kleinen zu beruhigen.
Irgendwie schien sie nachgelassen zu haben wenn sie von allen überholt wurde. Das Chui andere Kräfte hatte ging ihr gerade auf, aber der junge Mann, den hätte sie vllt. schlagen können. Dann ließ sie sich auf die Knie nieder und streichelte sanft den Kopf des Kleinen wärend er von Colum im Arm gehalten wurde.
Was sollte sie auch sonst sagen? es war ihre erste Begegnung mit Mutanten und sie wollte nichts falsch machen.
Zumal der Junge einen Grund gehabt haben musste, zu fliehen.
"Geht es dir gut Kleiner? Du legst ein beeindruckendes Tempo vor, ich glaube, du musst mit mir trainieren, damit ich nicht auf der Strecke bleibe.... Mein Name ist Eleanora Fraser... und du bist Ping, wie mir Chui gesagt hat. Ich freue mich, dich kennen zu lernen. Auch wenn die Umstände etwas ungklücklich sind."
Sie lächelt und bemüht sich dann, wieder zu Atem zu kommen. Ja, ein wenig Trainig wäre vllt. nicht mal schlecht.. jetzt wo sie vllt. mehr Freizeit hatte.
Dann blickt sie zu dem jungen Mann auf und mustert ihn.
"Und sie sind?" fragt sie höflich. Irgendwie schien er die beiden Kinder zu kennen. Dann musste er auch aufs Schloss gehören. Die Leute aus Inverness nannten das Gebäude scherzhaft so.
Was Ping da an der Wand macht, hat sie schonmal in einem Jackie Chan-Film gesehen... sie hatte schon öfter die Ahnung, jetzt weiß sie sicher dass sie von ihm noch etwas lernen kann, was Körperbeherrschung angeht. Wenn es nicht einfach seine Mutation ist... dessen ist sie sich nicht sicher. Und es ist jetzt auch nicht wichtig. So schnell sie auch rennt, sie ist viel zu langsam, um ihn zu erreichen, bevor er nach seinem fehlgeschlagenen Versuch, einen Fenstersims zu erreichen, wieder zu Boden fällt. "Nein." stößt sie hervor, aber auch ihr Wort kann die Schwerkraft nicht beeindrucken.
Keuchend von dem schnellen Lauf geht sie bei ihm auf die Knie und schaut in seine Augen, auch wenn die etwas anderes fixieren, das sich wahrscheinlich nicht in dieser Welt befindet. "Ich... wollte gar nicht... gewinnen." erwidert sie etwas hilflos, ehe sie zu Colum aufschaut, der Ping zu sich nimmt... und gleich darauf ist auch Eleanora da. Ein wenig beneidet sie Chui darum, so reden zu können um vielleicht eine Wirkung auf andere Menschen zu haben. Vielleicht hört Ping ihr ja zu. Das wäre gut.
Ihr fallen die Leute ein, die das Ganze beobachtet haben (könnten) und der unangenehme Gedanke, dass sie sich der Sackgasse nähern könnten, füllt Chuis Geist wie die Menge wohl die Straße füllen würde. "Wir.. sollten zum Auto." sagt sie etwas unruhig. Es gibt viel zu klären... aber es ist besser, wenn sie das nicht hier tun.
Ping verwirrten die Reaktionen der Älteren. Noch mehr verwirrte ihn, dass er kaum die Kraft aufbringen konnte etwas zu bewegen. Dann ging das Adrenalin zurück und sein Körper erinnerte sich unangenehmerweise daran, dass seine Landung nicht unbedingt bühnenreif war. Ganz im Gegenteil. Irgendwo hinter dem brennenden Schmerz im Arm fiel ihm auf, dass sein Körper sich genügend Prellungen zugezogen hat, die pochten, drückten oder stachen. Aber wenn ihm das Labor eines beigebracht hatte, dann sicherlich, mit Schmerzen umzugehen. Zwar nicht die Mehrzahl, aber genügend Tests, die eine Reaktion von Mutantenkräften hervorbringen sollten hatten mit unterschiedlichen Intensitäten, Dauern, Regelmäßigkeiten oder Unregelmäßigkeiten von Schmerz zu tun.
Ping blickt unverwandt zu Chui, dann als Colum ihn hält zu ihm, danach zu Elenora, hört, was sie sagt: "Ungluckliech" wiederholt er leise und etwas zittrig, als wisse er nicht ganz, was er in diesem Zusammenhang mit anfangen soll, fügt aber sogleich hinzu: "Auch eafleut bin." will gleich zu einem Nicken/Verbeugung ansetzen, merkt aber gleich wieder das das nicht ganz klappt. Aber seine Kraft schein langsam wieder da zu sein, seine Muskeln haben sich angespannt dabei - und das tat gar nicht gut, wie man ansatzweise an seinem Gesicht ablesen kann. Dann hört er wieder Chui's Stimme und ein hilfesuchender Blick wendet sich zu ihr. Nein, sie wird ihm nicht helfen können, aber irgendwo in ihm drin regt sich ein Wunsch sich mitzuteilen. Und Wirbelwind, Chui - einen Augenblick kommt ihm der Gedanke, dass sie ihn vielleicht verstehen könnte - hier, Iverness, ist eine Welt, in der sie sich gar nicht wohl zu fühlen scheint ... und er hat sie dort hineingeraten lassen?
"Colum McNara." In Inverness kannte man die McNara's eigentlich. Eine Großfamilie bestehend aus lauter männlichen Mitgliedern. Er versucht sich ein lächeln abzuringen, doch seine sonstige Höflichkeit leidet ein wenig darunter, dass er a) noch immer zutiefst besorgt um den Jungen ist und b) zudem auch noch richtig sauer ist. Es kam nicht oft vor, dass er so sauer ist, aber im Moment hatte er auch keinen Nerv genau das zu verbergen.
"Vielen Dank für ihre Hilfe, dass war sehr freundlich." Allerdings hebt Colum Ping nun auf den Arm und drückt ihm eher unbewusst einen Kuss die Strin. Ganz so wie er es bei seinen Neffen und Nichten auch tun würde, wenn sie sich verletzt haben.
"Aber wir müssen nun aufbrechen." Und da Colum eben viel zu sehr Schotte war und folglich sturer als 200 Mulis sein konnte. Machte er sich auf zum Wagen. Chui würde schon folgen.
"immer wieder gern" erwiederte sie und erhob sich, nachdem Colum aufgestanden war und in Richtung Gassenausgang lief.
"Wir sehen uns sicher wieder" rief sie ihm noch nach mit einem leisen Schmunzeln auf den Lippen. Noch wußte er nicht, mit wem er da gerade gesprochen hatte und sie freute sich auch, Chui und den kleinen Ping wieder zu treffen. Der Name McNara war für sie als gebürtige Inverness Bürgerin nichts unbekanntes und sie war erstaunt über seine Verbindung zum Schloss. Obwohl... der Clan machte eigentlich immer nur das, was er wollte. So abwegig war es also gar nicht, dass sich das Familienoberhaupt und die Söhne für Menschen einsetzen, die dabei waren, vom System überrant zu werden.
Obwohl das Ganze sehr beunruhigende gewesen war, war sie froh, dass es ohne größere Probleme abgelaufen war. Eine Schlägerei mit dem aufgebrachten Mob wäre völlig schief gegangen.
Sie winkte Chui noch zu und schlenderte zurück um nochmal in den Laden zu gehen. Sie hatte die Bücher vergessen, die sie ausgesucht hatte und die sie behalten wollte.
Vllt. war auch schon eine Nachricht vom RA da. Er hatte ihr versprochen, sich zu beeilen. Sicher, heute war Freitag aber nach einem Blick auf die Uhr beeilte sie sich doch.
Chuis Blick kehrt immer wieder zu Ping zurück und wirkt ebenfalls ein wenig unglücklich, besonders als er dieses Wort gebraucht. Ist er darum weggelaufen.. weil er am Institut unglücklich ist? Und niemand hat es bemerkt? Muß eigentlich immer erst alles schiefgehen, bevor - vielleicht - alles besser wird? Sie nimmt seine Hand, als er sein Blick hilfesuchend wird, vorsichtig natürlich. "Wenn wir in Sicherheit sind.. mußt du es mir erzählen." flüstert sie ihm zu, aber auch so klingt es mehr wie ein Vorschlag denn eine Forderung.
Sie steht auf, als Colum das auch tut und geht auch mit.. schließlich hält sie Pings Hand. "Vielen Dank für Ihre Hilfe, Ms. Fraser." verabschiedet auch sie sich leise und winkt nachher auch zurück. Normalmenschen, die sich nicht darum scheren ob jemand ein Mutant ist oder nicht, sind allzu rar. Im Auto wird sie sich wohl mit Ping auf den Rücksitz begeben und ihm entweder helfen, sich anzuschnallen und dafür sorgen, dass er nicht durchgeschüttelt wird oder (das wäre ihr Vorschlag) ihn der Länge nach hinlegen, den Kopf auf ihr Bein gebettet.
Pings Augen werden größer, als Colum ihm den Kuss auf die Stirn drückt. Er hat diesen Mann bisher nie wirklich gesehen. Wenn er es richtig weiß, ist Colum der Bruder von Horatio McNara. Aber auch wenn dieser ein Lehrer in mehreren Fächern war, die Ping besuchte, waren das alles Fächer, die er kaum verstand. Und nun erhält er ein Zeichen, das Besorgnis und fast Zuneigung bedeuten mag. Ping's Stirn zieht sich gleich wieder etwas kraus. Er denkt darüber nach, kommt aber zu keinem Ergebnis.
Und dann hört er Chuis Worte...
Er kann sich auch nicht daran erinnern, wann er zuletzt dieses Gefühl eines Kusses auf der Stirn erlebt hatte. Seine Gefühle spielen verrückt, als er an seine Mutter zurückdenkt und große Krokodilstränen kullern seine Wangen hinab. Er drückt gleich die von Chui angebotene Hand fester, unterdrückt ein Schluchzen, formt es in ein etwas zittriges tiefes Einatmen / Seufzen und lenkt den an den Tränen hängenden Rattenschwanz um in einen tiefen Keller, von wo aus er nicht vor hat, auch nur ein weiteres Gefühl wieder entkommen zu lassen. Noch weniger versteht er Colums Reaktion auf das Ganze, da er eher erwartet hätte, für die Unannehmlichkeiten bestraft zu werden. Wieso hatten sie ihn eigentlich so früh gesucht? Warum war es überhaupt jemandem so schnell aufgefallen, dass er fehlte? Er hatte gedacht, dass er schon längst in China angekommen wäre, wenn die Leute es bemerken, dann vielleicht sogar hätte anrufen können, dass alles in Ordnung ist und dass er zu Hause ist und dass er glücklich ist.
Er verdrängte schnell den aufkommenden Verdacht, dass er vielleicht doch nur enttäuscht gewesen wäre, wenn er dort ankommt und dass doch alles wahr ist, wovor er solche angst hat, während Colum ihn hochhebt und zum Auto trägt ...
Er spürt noch immer Chuis Hand seine haltend ...
Und dann versteht er, was Chui gerade gesagt hatte ...
Er blickt Chui mit großen Augen an. Es war, als hätte sie genau gewusst, was er gedacht hatte. Die Welt spielte völlig verkehrt ... Er war immer alleine ... Und da macht er etwas, was eigentlich nur völlig falsch sein muss und plötzlich hat er das Gefühl nicht mehr alleine zu sein. Und er hat das Gefühl einige Leute ganz doll enttäuscht zu haben ... und er hat das Gefühl alles völlig falsch gemacht zu haben ... und er wünscht, dass er das nicht gemacht hätte ... und jetzt kann er es nicht verbergen. Er drückt die Hand von Chui noch einmal fester (was im momentanen Zustand auch immer feste sein mag), wäre ihr am liebsten um den Hals gefallen und hätte laut Danke gerufen ... aber während ein gewisser Teil dem ganzen noch misstraute, weil er es einfach nicht gewohnt war, ganz im Gegenteil - war der andere auch immer noch zu schwach und außerdem auf Colums Arm, so dass seine Bewegung auch eingeschränkt war ...
Als Colum ihn allerdings ins Auto setzt, greift er plötzlich um seinen Hals, drückt ihn und seufzt ganz leise: "Danke ... und es tut mia leid ..." senkt dann sofort betreten seinen Blick, unsicher, ob er alleine schon das überhaupt hätte tun dürfen ...
Als Chui dabei sitzt greift er wieder nach ihrer Hand, lächelt sie traurig und schwer seufzend an, haucht: "Xiè xiè", blickt dann betreten, dann ins Leere, als er wieder tief in Gedanken versinkt, um das Chaos seiner umgestülpten Welt irgendwie in den Griff zu bekommen ...
Chui hört nicht auf, seine Hand zu halten auf dem Weg und hat auch mehr Aufmerksamkeit für ihn als die Umgebung... so kommt es, dass sie später gar nicht sagen könnte, ob die Leute in der Straße, wo Colums Auto steht, noch da sind und sie beobachten, ob jemand etwas gesagt oder gerufen hat oder ob sich der Auflauf inzwischen in alle Himmelsrichtungen zerstreut hat. Stattdessen lächelt sie Ping scheu zu, als er wie zur Antwort auf ihre Worte ihre Hand drückt. All ihre Sinne können ihr nicht genau sagen, warum er weint... dafür aber, das zu erfahren, ist später noch Zeit, ganz wie sie gemeint hat.
Eins steht fest, Ping ist sehr aufgewühlt, jetzt besonders, da er (möglicherweise erstmals?) erfährt, dass den Menschen am Institut etwas an ihm liegt. Aber auch schon vorher... darum ist er fortgelaufen. Soviel ist Chui klar, auch wenn sie nicht gerade Psychologie studiert hat. Vielleicht schließt sie auch nur von sich auf andere. Als er sich bei Colum entschuldigt, ist sie gerade auf der anderen Seite des Autos, um einzusteigen. Seinem traurigen Blick begegnet sie mit einem, der, wie sie hofft, aufmunternd wirkt (es ist allerdings zweifelhaft, ob das aus ihrer Mimik herauszulesen ist). Sie weiß inzwischen, dass das was er zu ihr sagt, Danke heißt. Daher huscht ein Lächeln über ihr Gesicht und jetzt ist sie diejenige, die seine Hand drückt. "Schon gut. Ich helfe dir, wenn ich kann." flüstert sie zurück, aber sie meint sicher keine Fluchthilfe, sollte er nochmal den Entschluß fassen.
[ooc: Colum macht sich mal wieder rah. War das hier soweit ausgespielt oder fehlt noch etwas ausschlaggebendes?
Damit wir den Beitrag endlich verschieben können würde ich also sagen: Colum bringt die Truppe zurück, achtet darauf, dass Ping medizinische Hilfe bekommt.
Das -hierdurch- folgende Gespräch....wird dann nach dem Wochenende folgen.