Ping schreckt auf. Etwas verstört schaut er sich um. Dieses war die erste Nacht seit langer Zeit, die er nicht vom Labor geträumt hat. Traurig irgendwie beschämt blickt er zum Boden des Zimmers. Der Traum hat so schön angefangen. Er hat geträumt, dass er auch so schöne Flügel eines Schmettertlings habe und durch die Luft flattern konnte. Er war durch den Wald des Instituts geflogen ...
Er schluckt. Dieser Zirkus stand auf eine Lichtung, die abgeholzt worden war. Er brannte und mitten drin stand dieser Junge mit den roten Haaren und zwei Flügelstümpfe ragten aus seinem Rücken. Er hatte wieder diesen bösen Blick drauf, den er schon im Zirkus gezeigt hatte - dieses mal geschah aber nichts ungewöhnliches. Er schrie - nein, er kreischte eher: "Warum hast du mir meine Flügel gestohlen?"
Ping sitzt auf der Bettkante und vergräbt sein Gesicht in seinen Händen. Als der Rotschopf das gekreischt hatte, erinnerte sich Ping daran, wie er dem Rotschopf in den Magen getreten hatte und dann an seinen Flügeln gerissen hatte. Sie waren leicht zu zerreißen, wie ein Blatt Papier und der Rotschopf hatte vor Schmerzen geschrien.
Ping schluchzt bitterlich, als ihm all das einfällt. Was hatte er da getan?
Dann atmet er tief durch. Ganz langsam wurde ihm etwas bewusster, dass es sich um einen Traum handelte. Ein Glas Milch sollte bei so etwas helfen, hatte man ihm mal gesagt. Ping weiß nicht, ob wirklich das Glas Milch hilft oder einfach nur, sein Zimmer und damit seine Gedanken zu verlassen. Er verschwindet schnell ins Bad, zieht sich an und schlurft hinunter dieses mal direkt in die
Küche ...