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auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Ping bleibt den ganzen Tag im Bett liegen. Er hat viel über das er nachdenken muss und liest zwischendurch noch. Er hatte seinen Schatz verloren, der lag zusammen mit seiner Kleidung in Inverness. Also konnte er nicht weiter daran lernnen. Aber das hielt ihn nicht davon ab, wenigstens die bereits gelernten Schriftzeichen zu üben. Außerdem hatte er noch ein Buch, dass er lesen sollte. Frühstück und Mittag übersprang er einfach und sollte frühestens gen Abend nach unten in das Esszimmer schlurfen in der Hoffnung, dass alle weg sind und er niemandem Rede und Antwort stehen musste.
Nein, man würde Ping nicht einfach in Ruhe lassen.
Zwar hatte Colum, Chui und Ping am vorherigen Tag mehr oder minder einfach aus dem fahrenden Auto geworfen, aber Ping dürfte sich sicher sein, dass man ihn nicht einfach in Ruhe ließ.
Colum hatte den Vorfall auch noch nicht Scott oder womöglich Logan gemeldet, Colum glaubte einfach, dass das Wochenende reichen würde damit sich alle Partein sammeln und erholen konnten.
Es war bereits gegen Mittag als es an Pings Tür klopfte und Colum mit einem Geschenk bewaffnet an seiner Tür auf Einlass wartete.
Ping war in diesem Augenblick gerade mit nichts beschäftigt als nachzudenken, als ihn das Klopfen aus den Gedanken riss. Er seufzte etwas tiefer und versuchte es dann mit einem: "Hallo?" Immernoch war seine Stirn kraus gezogen, als Column da in der Tür stand, dann weitten sich seine Augen etwas und er wusste nicht, ob er eher Angst oder eher Freude empfinden sollte. Er entscheidet sich für ein Lächeln. Column sieht nicht böse aus. Ping seufzt. "Hallo!" wiederholt er weniger fragend und hebt sich in die Höhe. Man kann nur ganz leicht an der etwas verkniffen wirkenden Miene sehen, was er unterdrückt und steht entgegen jeden Ratschlages auf, um Column die Hand hinzureichen, steht etwas wackelig, so wie es aussieht und fügt mit ernster Miene an: "Es ist viel zu spet für in Bett liegen bleiben." Außerdem kann er dort nichtmals schreiben oder rechnen üben. Inzwischen hat er sich viel zu sehr gedrillt, dass ihm jede verschwendete Minute nachhaltig auffällt und unangenehm ist. Aber er spielt auch nie, außer manchmal Ping Pong. Aber richtige Spiele zu spielen hat ihn bisher noch niemand gesehen...
Dann guckt er, noch in seinen Schlafanzug gekleidet, Column mit großen Augen erwartungsvoll an.
Dieses Kind rührte ihn und Colum verzog die Mundwinkel zu einem schelmischen Grinsen. Er nimmt die kleine Hand in seine und schüttelt sie begrüßend. "Wie gehts deinem verletzen Arm?" Er behält Ping an seiner Hand als er mit ihm in sein Zimmer tritt und die Tür schließt.
"Ping, wir müssen uns unterhalten. Setz dich bitte." Und damit deutete er auf das Bett des Kleinen, während er sich den Schreibtischstuhl schnappte und ihn sich eben an sein Bett zog.
Bevor die eigentliche Unterhaltung allerdings losgeht, drückt er Ping das große Geschenk in die Hand, eingepackt im quietschbuntem Papier mit einer großen blauen Schleife oben drauf. Colum beobachtet den Jungen als er es ihm in die Hand gibt und lehnt sich auf dem Stuhl zurück.
"Oh ..." Ping guckt etwas zerknirscht, als er daran denkt, dass er jetzt noch länger nicht trainieren darf, "Darf den Arm nicht bewegen"
Er setzt sich gleich auf die Bettkante, zuckt ganz kurz zusammen, lächelt gleich wieder und lässt die Beine baumeln. Dann werden seine Augen größer, als er das Geschenk sieht. Mit nur einer Hand ist es etwas schwierig es entgegenzunehmen, irgendwie balanciert er es auf das Bett neben sich und fragt: "Füa wen ist das denn?" Er wirkt wirklich etwas ungläubig, wenn er auch zu ahnen scheint, dass das für ihn sein könnte. Oh, früher hatte er schonmal so etwas bekommen, früher hatte man auch mal seinen Geburtstag gefeiert. Er erinnerte sich da irgendwo an jenes Zeitalter und zog die Stirn kraus, als er von dem Geschenk zu Colum blickte und er schluckt, denn schon wieder kommt ihm irgend etwas verkehrt vor und er schielt mit geneigtem Kopf hinauf zu dem Mann. Vielleicht hatte ja Davin Geburtstag und der war heute ja so hektisch aufgestanden um zu dem Survivalwochenende zu fahren, dass er vergessen hatte, Ping bescheid zu sagen. Aber dann hätte er ja gar kein Geschenk. Über so etwas hatte er schon gar nicht mehr nachgedacht, dass man an so etwas denken müsste ... Und was ist, wenn es doch für mich ist? Ich habe doch alles falsch gemacht, das passt nicht ...
"Für dich, Schatz" Ja, er nannte Ping wirklich Schatz. Colum redete mit dem Jungen so wie er auch mit einem seiner Neffen reden würde und ganz ehrlich, er hatte doch sowieso alle Kinder hier am Institut längst ins Herz geschlossen.
Colum blieb zurück gelehnt, hob nur sein rechtes Bein um seinen Knöchel auf sein Knie zu legen.
Würde der Junge das Geschenk aufmachen würde er ein ferngesteuertes Auto vorfinden, mit so ziemlich jeden technischen Krimskrams die so ein Auto brauchte. Mit Sirene und Licht und einem Motor der ordentlich Lärm machte und zudem den Wagen ganz schön schnell antrieb. Er hatte für Thomas, Ranchan und Argyll auch gleich mal so ein Auto besorgt und hoffte insgeheim man würde ihn auch mal damit spielen lassen.
"Ping." Kam Colum dann zum eigentlichen Gesprächsthema. "Gefällt es dir hier nicht mehr?"
So ein großes Geschenk für ihn ... er blickte es noch einen Augenblick ungläubig an, so als könne es sich vielleicht in Luft auflösen. Dann fiel ihm ein, dass er sich wenigstens bedanken sollte: "Xiè xiè"
Er schluckt, als Colum fortfährt. Nicht gefallen ... "Ich veamisse zu Hause", antwortet er mit diesem bittertraurigen Gesicht und guckt gen Bodendielen. Etwas zittrig führt er fort: "Ich bin hia ... manchmal ... ich fuhle ... alleine. Nain, Kassandea ist supalieb und die anderen ..." er wusste nicht, wie er es beschreiben sollte. Ihm fehlten die richtigen Worte. Er hielt sich gerade noch zurück einfach auf Chinesisch fortzubrabbeln und dachte sich stattdessen nur den Rest. Er murmelte nur etwas sehnsüchtig traurig klingend: "mā mā, bà, ..." Es ist schon verwunderlich, wie ähnlich Begriffe in zwei so unterschiedlichen Sprachen klingen können. [Den Akten von Genethics hatte man doch entnehmen können, dass der Junge Weise sei ...]
"Ich verstehe was du meinst. Ich würde Schottland auch sehr vermissen." Auch wenn er anders war als seine Brüder, er war mit Leib und Seele Schotte und könnte nicht woanders glücklich werden. Er strich dem Jungen nun vorsichtig über den Kopf.
"Ich habe Logan und Scott noch nicht erzählt das du fortgelaufen bist." Er lächelte vorsichtig und rümpfte die Nase als er dem Jungen vertrauensvoll zuflüsterte. "Logan wäre vermutlich richtig sauer." Und Colum glaubte erkannt zu haben, dass Logans forscher Art nur ein Herz aus Gold zu Grunde lag. "Aber du darfst nicht einfach weglaufen, Ping. Wir machen uns dann schreckliche Sorgen und würden dich ganz furchtbar vermissen. Verstehst du das?"
Ping guckt auf in einer Mischung aus Traurigkeit und Misstrauen und doch irgendwie Hoffnung mit großen Augen in dieser zittrigen Art, die nur offenbart, dass er gerade weder den Tränen, die seinen Augen diesen Glanz verleihen, erlaubt, ihm zu entrinnen, noch dem Rest seiner Fassung, die an einen hauchdünnen Draht gespannt ist. Er haucht so zart, dass es kaum von dem Wind, der gegen die herbstlich bunten Blätter im güldenen Sonnenlicht tanzen lässt und gegen die Scheiben peitscht, zu unterscheiden ist: "Wiaklich?" Er wirkt in diesem Moment wirklich zerbrechlich, seine sonst so gradlinige Haltung, ist zusammengesackt. Dann lässt er auch wieder seinen Blick gen Boden fallen und er lässt die Worte genauso aus sich herausplumpsen, wie sein sonst so widerstandfähiger, kleiner Körper wirkt, als kippe er jeden Augenblick in Einzelteilen in den Boden: "Sag bitte Mista Logan ...", er spricht diesen Namen mit so viel Oo und so viel Aa, dass der sonst so tief englische Name völlig verliert, was Englisch an ihm ist, während er gleichzeitig die Tränen aus seinen Augen blinzelt, "... und Mista Scott was ich gemacht hab'. Ich mochte nicht, dass sie saua sind auf dich, wenn du nicht sagst. Und mia wied schon nicht soo ausmachen. Du sagst ja, dass nua aus Sooge ist. Machst du das bitte?" Mit diesem Satz guckt er wieder zu Colum auf, erwartungsvoll mit ernster Miene und traurigen Augen und strafft auch wieder seine Gestalt ...
"Komm mal her, Kleiner." Und mit den Worten hatte Colum den Jungen schon auf seinen Schoss gehoben um ihn tröstend über den Kopf zu streichen. Ja, vermutlich wäre Colum wirklich ein guter Vater. "Ich werde mit ihnen reden, ok?"
Eine Weile war Colum still, streichelte den Jungen nur über das Haar. Er sah stur gerade aus als er wieder zu sprechen begann. "Aber sowas darfst du niemals wieder machen, Ping. Du weißt doch wie es im Labor war, es gibt Leute die jagen Menschen wie ihr welche seit. Du bringst dich in Gefahr und alle anderen auch. Außerdem möchten wir nicht das du weg gehst. Wir haben dich doch alle gern und was denkst du wohl wie sehr Chui und Mika dich vermissen würden."
Nun fasste er den Jungen unters Kinn und hob seinen Kopf, so das Ping Colum in die Augen sehen konnte. "Du musst mir was versprechen, aye?" In Colums Augen brannte das Mitgefühl. "Wenn du Kummer oder Probleme hast, dann kommst du zu mir. Oder zu Logan, oder zu Scott, oder zu Kassander und redest mit uns darüber. Denkst du, du kannst uns das Versprechen?"
Ping überlegt schwer. Er gibt eindeutig nicht leichtfertig eine Antwort. Dann seufzt er und nickt.
Leute wie ihr? ... Was meint er damit?
Ein Verdacht regt sich in ihm. Meint er, solche wie Chui oder Mika, die Superkräfte haben? Und heißt das, dass Colum keine hat? Er atmet noch einmal tief durch, senkt seinen Blick wieder. "Ich bin nich ... nicht wie die andelen", er kneift kurz die Lippen zusammen, atmet durch: "Ich habe keine Supa-kl-kl-kle, keine besondelen Klefte. Eigentlich ist nichts an mia besondees. Ich waa nua ausveasehn in Laboa." Er hebt wieder seinen Kopf und begegnet Colum's Blick wieder. Er wirkt sehr ernst. "Ich glaube bedeutet, ich gehöale sowieso nicht hielhin?" er zieht die Augenbrauen weit hinauf, während er wieder mit großen Augen Colums Antwort abwartet. Er scheint wirklich angespannt zu sein, dass er gar ganz vergisst zu atmen, ihn geradezu anhält, bis die Antwort gekommen sein wird...
Wenn Colum von Dorians Absicht, die kleine Seana zu adoptieren gewusst hätte, dann hätte Colum ihm vorgeschlagen, dass er es ihm gleich tut und Ping einfach mal mit adoptiert. Der Kleine sah so betrübt und traurig aus, dass es Colums Herz rührte. "Du irrst dich, Ping. Du bist etwas ganz besonderes." Colum glaubte einfach, dass der Kleine in seinen jungen Jahren verstand was Colum ihm sagen wollte.
"Und du gehörst hier her. Logan, Scott, Ororo und all die anderen versuchen eine Familie zu sein. Verstehst du das? Es ist egal ob du klein oder groß, dick oder dünn bist. Schotte oder Chinese bist."
Ping schaut Colum mit großen Augen an, seufzt wieder und nickt dann einfach nur. Er glaubt nicht wirklich daran, dass dies eine Familie ist. Aber irgendwie ist es doch eine sehr schöne Vorstellung. Er schließt seine Augen und umarmt Colum plötzlich mit seinem rechten Arm. "Danke!"dann hoppst er hinunter, zuckt noch einmal ansatzweise zusammen, als er auf dem Boden aufsetzt und setzt sich wieder auf das Bett. Er blickt zu dem Geschenk neben sich: "Daaf ich es auf machen?"
Colum muss wohl einfach darauf vertrauen, dass das was er ihm sagen wollte angekommen ist. Er lehnt sich wieder auf seinen Stuhl zurück und betrachtet den Kleinen eine ganze Weile. Zum erstenmal seitdem er hier arbeitet fragt Colum sich wie es wohl wäre ein Mutant zu sein, würde er die Gedanken und Gefühle des Jungen lesen können?
"Natürlich." Colum nickt ihm grinsend zu und achtet genau auf die Reaktion des Jungen. Nicht das es ihm nicht gefiel.
Ping löst die Schleife und zieht das Band unter dem Geschenk hervor, rollte sie auf. Dann löst er Klebestreifen um Klebestreifen, was mit einer Hand etwas umständlich aussieht, wie er Streifen um Streifen zu einer Kugel formt. Fragen, ob man ihm helfen könne, wird er nur mit: "Nein, danke. Ich möchte selbst" und einem Lächeln beantworten. Er wirkt sehr konzentriert. Andererseits hegt er auch noch andere Gedanken. Dann klappt er das Papier auf. Er stutzt etwas, als er den Pappkarton mit dem Aufdruck des Autos sieht. Seine Augen werden größer. Er kniet sich aufs Bett um besser hinübergreifen zu können und den Deckel aufzufriemeln. Mit leuchtenden Augen hebt er das Auto heraus, beugt sich übers Bett um es auf den Boden zu stellen und zieht dann die Fernbedienung hervor. Er drückt ein paar Knöpfe, den Hebel um es vor und zurückfahren zu lassen, strahlt dann Colum an und streckt ihm die Fernbedienung entgegen: "Zeigst du mia ein wenich? Mia fehlt zweite Hand", lächelt er etwas zerknirscht guckend.