Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Ich komme hierher
Ping hat etwas gegessen und zieht sich damit dann auf sein Zimmer zurück. Er hat dabei völlig vergessen sich vielleicht auf der Krankenstation abzumelden. Er nimmt das Heft hervor, in dem er schon mehrfach schreiben geübt hatte, indem er einfach heruntergeschrieben hatte, was er so erlebt hat. Inzwischen hat er gehört, dass so etwas wohl Tagebuch heißt.
Sehr krakelig versucht er mit seiner rechten Hand die Buchstaben zu malen. Es dauert wesentlich länger als sonst schon. Da hatte er sich gerade gefreut, dass er langsam besser wurde, jetzt konnte er seine eigene Schrift kaum noch erkennen und es war nichtmal halb so schnell.
"...Entschuuldieguung liebees Taageebuuch daas iich soo kriezelieg schraaibe. Aabaa daas iest aauuch dooof miet reechts zuu schraaiebeen ...", las er laut mit, als er endlich fast am Ende angelangt war.
Dann wirft er das Heft enttäuscht zur Seite und seuftzt. Gut! Nein, nicht gut. Aber was mache ich jetzt ... . Kassander! Da muss ich ja heute noch hin. Das habe ich ja gestern versprochen. Damit steht er dann auf und macht sich auf den Weg hinauf.
Ping ist etwas verwundert, dass Kassander heute kein Diktat schreiben ließ. Eigentlich hatte er es fast schon gehofft, weil er sich wünschte, dass er schonmal weniger Fehler machen wird. Nun sitzt er eine Weile an seinem Schreibtisch und versucht zu lernen. Aber seine Gedanken bündeln sich schwerlich auf das zu Lernende. Wie sollte er denn so lange Zeit nicht trainieren? Und morgen die ViolinenAG ... Was ist, wenn er alles vergessen haben wird, wenn er wieder spielen kann. Ein paar Stunden versucht er dennoch alles, um sich ein wenig auf lernen zu konzentrieren. Aber ihm fehlt eindeutig schon jetzt das Training allzusehr, dem er sich sonst immer täglich ein/zwei Stunden gewidmet hat...
Nach jener Zeit gesteht er es sich irgendwann endlich ein. Es bringt nichts. Weder im Englischen noch in Chinesischer Schrift kommt er wirklich weiter. Er braucht einen freieren Kopf. Also stapft er zum Zimmer hinaus, die Treppe hinunter und geht vor die Tür. Er atmet tief die frische Luft da draußen ein. Und ihm fällt auf, wie unzufrieden er schon ist, alleine bei dem Gedanken, nicht trainieren zu können. Er hat nun seit Jahren täglich etwas getan, wenn er nicht gerade an ein Bett gefesselt war (und das wohl oder über im wörtlichen Sinne). Er lässt sich auf die Treppe nieder und stützt seinen Kopf in seine Hand - seine rechte Hand. Alles ist verkehrt herum. Alles ist doof.
Er bleibt einfach eine Weile sitzen und schmollt wohl ein wenig, fühlt sich fast schon unglücklich...
Ping kam wieder in Davins und sein Zimmer geschlurft. Ja, müde sollte er um diese Zeit sein.
Aber er hatte angst! Er hatte die letzte Nacht wieder geträumt. Aber irgendwie konnte er sich an kaum etwas erinnern. Er war viel zu KO gewesen. Aber er hatte, wenn er nur daran dachte unglaublich viel Panik im Bauch. Nun, er hatte gerade gesagt, er sollte nun schlafen gehen. Also zieht er sich schnell seinen Schlafanzug an und springt ins Bett, legt sich hin. Wieder einmal fällt ihm auf, dass das Bett viel zu weich und gemütlich ist. Aber er wollte nicht schlafen. Nun, wenn du eine Weile dich wach halten kannst, dann kannst du wieder aufstehen, dann konntest du halt nicht einschlafen.
Er kämpft verbittert gegen die sich zittrig schließenden Augen. Doch ganz plötzlich ist er weg.
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Schweiß steht ihm auf der Stirn, als er im Bett sitzt. War er nun wach oder träumte er noch. Er blickt mit noch geschockt offenem Mund und lethargisch wirkendem Gesicht in Richtung Uhr. Er hatte nicht lange geschlafen. Er schluckt, schmeckt die Galle im Hals, schluckt in kürzer werdenden Abständen, versucht sich dagegen zu wehren. Dann springt er auf Kopf über die Klohschüssel. Er zittert am ganzen Leib, während er versucht den Verwesungsgestank aus seinem Geruchssinn auszuschließen und sich doch wieder übergibt. Der Traum wirkte einfach wieder viel zu real. Er blickt durch die Tür. Das difuse Licht, scheint ihm einen Augenblick derart grünlich, wie es in diesem Traum auf diesem Gang war und einen Augenblick bildet er sich einen Schatten dort stehend ein.
Nein, da war niemand! Er weiß nicht, was er machen soll. Er hat so viel Angst, dass er fast weinen könnte. Hört er da die Schritte? Er kann doch nicht wie im Traum ...
Vorsichtig schleicht er zurück ins Zimmer und blickt durch die Zimmertür auf den Gang. Es klang fast so, als flattert da ein Nachthemd den Gang entlang. Zu den Treppen? War das vielleicht der Geist von dem Schiännä gesprochen hatte? Der leichenblass erscheinende Junge schluckt und schleicht vorsichtig in Richtung der Treppe. Es konnte nur nach oben führen! Dort hatte er schon einmal etwas erlebt. Und wenn das gerade gar nicht richtig geschah? Diese Suki, die hatte mal gesagt, dass er vielleicht selbst so etwas bewirkt? Sie hat nur komische Worte dafür verwendet, glaubte Ping. ... Aber dann wollte Ping es dennoch sehen ...