Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
[21.1.2006]
Noch am selben Abend, nachdem kassanders Nachricht sie erreicht hatte, bricht Scale in das Universitätsgebäude der angewandten Physik in New York City ein und sucht nach einer Möglichkeit, den Chipsatz per EMP auszuschalten.
Es gelingt, dennoch ist es zu unsicher weiterhin in new York zu bleiben, da das Ortungssystem der Subs sie über den Tag längst entdeckt haben könnte.
[22.1.2006]
Ein Mann mittleren Alters fragt Abends in der Rezeption des Hotels nach einer Frau, deren beschreibung auf Caitlynns Äußeres passt. Zeit aufzubrechen.
[24.1.2006]
Aufbruch mit dem Zug aus New York in Richtung Boston- Massachusetts.
Dort beginnen die Nachforschungen an den Fachbereichen der Harvard Univeristy für Biologie und Genetik, sowie an ihrer alten Universität des kleineren new England Colleges.
Systematisch wird Caitlynn Lydeckers Lebenslauf auf Fehler hin überprüft.
[15.2.2006]
Logan (Logan?)International Airport - Abflug in aller Frühe nach Ottawa/ Kanada
Mit den wenigen Angaben die sie von Nolan Ford über die Zeit in kanada und beim militär erhalten hat, macht sich Scale auch hier auf Spurensuche.
[7.3.2006]
Im benachtbarten Québec stößt Scale auf den Militärstützpunkt 'Wyandot', der nach wie vor betrieben wird, als letzte Fährte einer langen Spur
Cait's Ressourcen sind mittlwerile soweit aufgebraucht, so dass Scale gewzungen ist, ihre Mittel durch mit Diebstähle und Einbrüche aufzufrischen, was mit ihren Fähigkeiten kein größeres Problem darstellt.
[18.3.2006]
Ein Einbruch ins Militärgelände misslingt und Scale entkommt nur knapp der Verhaftung durch die Soldaten.
[20.4.2006]
Im vergangen Monat versucht Scale die bisherigen Ergebnisse auszuwerten. Es wird immer schwerer sich gegen Cait zu behaupten, welche mittlerweile immer häufiger im Geiste aufbegehrt. Sämtliche Aktionen ruhen, bis Scale sich wieder unter Kontrolle hat.
[1.5.2006] Schlafdefizit und anstrengende Tage, sowei eine Sackgasse in ihren Nachforschungen veranlassen Scale zu einer längeren Pause. Zudem ist jemand hinter ihr her - jkemand von X-Odus? Aus New York? Das Militär?
Das nächste Flugticket wird gekauft, zu der letzten, wichtigen Station.
[7.5.2006]
Es geht nonstop nach Honolulu/Hawaii udn einen Tag später mit dem Boot nach Maui, dem scheinbaren geburtsort ihrer anderen Persönlichkeit. Oder das, was man Caitlynn eintrichterte, dass es der Geburtsorts sei.
[31.5.2006]
Nachforschungen an Grundschulen, Wohnort in Kahului ergeben eindeutige Existenz von Caitlynn Lydecker. Auch die Lydecker Foundation ihres Vaters in der Nachbarstadt Wailuku existiert.
[17.6.2006]
Umschwung beim Besuch des Maui-NationalFriedhofs in Kahului, am Grab von Sonya Monteiro- Lydecker. Caitlynn gewinnt die emotionale und geistige Kontrolle zurück, sowie verschwommene Erinnerung an die vergangenen drei Monate.
Scale nur noch als hilflose Stimme im Kopf vorhanden.
[Ende Juni/Anfang Juli 2006] Cait macht sich mit den Aufzeichnungen von Scale vertraut und der neuen Datenmenge auf ihrem lapTop.
Kein Zweifel an der Existenz ihrer eigenen Person und der produzierten Person Scale. Allerdings immer noch unklar, was in Ottawa passiert ist, zu welchem Zweck und wie lange die Zeit dort war.
Fehlt Caitlynn gar ein ganzes Jahr?
Nach knapp 8 Stunden Flug mit British Airways und der Zeitzumstellung auf Eastern, war es gerade einmal 10 AM, als Scale die Wartehalle des JFK-Flughafens verließ und in den Shuttlebus einstieg.
Über New York City hatte sich eine winterliche, dünne Shcneedecke ausgebreitet und die Temperaturen waren keineswegs angenehmer, als in Schottland.
Neben Touristen und geschäftleute im Bus gezwängt fuhr sie eine der breitne Straßen nach Manhatten Island hinein, um dort die ersten Untersuchungen an den Stationen ihrer, oder besser gesgat caitlynns Vergangenheit durchzuführen.
Die Anononymität der großen fremden Stadt tat gut, auch wenn sie in einem 14 Millionen-Moloch, wie NY wirklich aufpassen musste, nicht unangenehm aufzufallen.
Die Mutantensituation war hier angespannter, als irgendwo sonst auf der Welt.
Ein Grund dafür, dass sie auch im Winter ihre breite Sonnenbrille trug.
In wenigen Tagen würde sie im Zug nach Boston weiterreisen und dort das alte College besuchen und die einzige Sorge betsand eigentlich darin, zu jeder Zeit die Kontrolle inne zu haben, damit CaityCait nicht plötzlich aufwachte und sich in Amerika wiederfand.
Scale hatte die vergangenen drei Wochen dafür geübt und nicht ernsthaft vor, durch einen kleinen Fehler, ihren Plan zu gefährden.
In einem kleinen, unauffälligen Hotel aus den 30er jahren, welches gegenüber eines Lokals mit dem einfallsreichen namen 'Patriots' und einem kleinen Park lag, nahm sich die Mutantin ein Einzelzimmer und kurierte zunächst mal den Schlafdefizit aus, bevor sie sich an die selbstgestellten Aufgaben machte.
Von langer Hand geplant und vorbereitet.
Alles musste diese Nacht von Statten gehen.
Morgen früh musste sie bereits im Zug nach Glasgow sitzen, denn nur von dort aus ging der nächste Flug nach New York City.
Scale hatte bereits seit zwei tagen die Heizung in Caits Zimmer manipuliert, damit die wechselwarme Hawaiiianerin gezwungen war, öfter den Heizanzug anzuziehen.
Mit dem surrenden geräusch der erhitzenden Wärmezellen übernahm Scale immer wieder die Kontrolle über Caitlynns (eigentlichen ihren) Körper.
Therapie versagt. War vorrauszusehen.
Um kurz nach 2 Uhr Nachts diesen Freitagabend lag das Institut im schummrigen Dunkel und absoluter Stille.Auch die Witterung war günstig, denn in den letzten drei Tagen war weniger Schnee gefallen, als zuvor.
Scale hatte bereits am Abend zuvor die ersten Dinge in die reisetasche gepackt, die nicht auffielen, wenn sie fehlten.
Heute kamen der rest in die zweite Sporttasche. Unterwäsche, LapTop, Hygienezeugs und zusammengeklaute und gebunkerte Vorräte, sowie das Barvermögen von Caitlynn Lydecker.
Die reiseroute begann hier, mit einem der Wagen nach Inverness und dann mit dem ersten zug um halb fünf nach Glasgow.
Von dort in den Flieger.
Tickets wurden vor Ort gekauft.
Ziel NY, dann Boston und schließlich, wenn es etwas wärmer wurde Otawa/Kanada.
Das einzige Problem was noch bestand, saß buchstäblich in ihrem Nacken. Scale würde versuchen, spätestens in der Boston University, im Physikalischen Institut an einen elektromagnetischen Impuls zu gelangen und sich damit dem verräterischen Chip entledigen.
Keine Abschiedsschmerzen, keine wehleidiger letzter Blick zurück ins Zimmer.
Die Zukunft liegt vor und nicht hinter einem.
Problemlos erlangte sie im Büro von Ms. Fraser einen der Autoischlüssel und schlich sich damit in den Fahrzeughangar.
Tylers Domizil.
Ein Herz mehr oder weniger gebrochen. Sie hatten nicht einmal zeit ihr Einjähriges zu feiern. Tragisch.
Um kurz vor 3 startete der Motor von einem Jeep. Den konnte sich die Besatzung des Instituts dann morgen am Bahnhof Inverness wieder abholen, oder auch nicht. Egal.
Was wurde zurückgelassen, als sich das Tor hinter dem Wagen wieder schloss und sie auf die verschneite Landstrasse einbog?
Nichts.
Scale hatte nichts besessen, also ließ asie auch nichts zurück. Cait hingegen ließ mit Sicherheit ein kleines Stück Leben zurück. vielleicht auch einen Teil von Scales Leben, welches sie unrechtmäßig geklaut hatte.
Bald verschwand das Institut im Rückspiegel.
catch me if you can
...
Ein neues Jahr hatte Einzug gehalten.
Einiges hatte sich geändert. Anderes war gleich geblieben.
Sicher war, Scale war geblieben. Trotz, oder auch wegen der Tiefen-therapie, welche Caitlynn verabreciht bekam, war nur der Schein, der Kurierung von ihrem Alter Ego gewahrt worden. Und nun waren fast drei Wochen ins Land gegangen, an denen sich Scale ruhig verhalten hatte.
Drei Wochen 'in Sicherheit wiegen'
Zum einen, damit die Haftstrafe in den Subs ausgesetzt wurde und zum anderen, damit sich Scale selbst sammeln konnte. Denn das, was sie von nolan Ford an diesem einen Morgen erfahren hatte, ließ sie einfach nicht zur Ruhe kommen.
Sie musste zurück nach Ottawa, um herauszufinden, wer nun eigentlich der Parasit im Körper war.
Dick eingepackt hatte sich Caitlynn bereits wieder auf den Rückweg von tempe's Cottage zum Institut gemacht.
Es war beissend kalt und die Heiz-Zellen im Anzug waren voll aufgedreht, damit annähernd angenehme Temperaturen für die kaltblüterin herrschten.
Der Schnee lag Knöchelhoch und immer wieder sackte die Hawaiianerin ein. Sie trug ihre Weihnachtsgeschenke und zwei Jacken über dem Thermoanzug.
Eine Mitfahrgelegenheit wäre irgendwie nicht schlecht...
[19.12]
Die Tabletten wirkten. Eine traumlose Nacht. Ein morgen ohne Kopfschmerzen und Stimmen.
Nur ein fader Geschmack im Mund blieb zurück und ihr zweiter Gedanke ging an Nolan, der zwei Räume weiter lag.
In der Hoffnung Jean, oder Doc Hayward ürden sich um den gefallenen Engel kümmern, schob sie diesen Gedanken beiseite und drehte den Thermostat etwas runter. Igrendjemand hatte heute Nacht die Heizsysteme des Subs voll ausgenutzt.
Es war wohl nur eine Frage der zeit, bis Scale wieder auftauchte. Zudem musste langsam entschieden werden, was mit ihr weiter geschehen würde. Cait khatte keine Lust, während der gesamten Zeit ihrer Therapie hier unten weggesperrt zu werden.
Temperance hatte von möglichen Monaten gesprochen.
Heute war Montag...oder?
Kein Zeitgefühl.
Sie hatte eigentlich zwei Stunden Biologie zu halten.
Irgendwie musste es ihr doch gelingen, wieder in einen normalen, geregelten Alltag einzufinden. Ob mit Scale, oder ohne sie.
Gefrustet blickte sie hoch in die Überwachungskamera.
Neuer Tag, neues Glück?
Die zweite Nacht, die sie in den Subs verbracht hatte, war etwas ruhiger und sogar mit Schlafphasen unterbrochen.
Vor zwei tagen war sie Abends bei Logan durchgedreht und er hatte sie daraufhin, zu ihrer eigenen Sicherheit udn der Sicherheit aller anderen hier unten zunächst einmal...verwahrt.
Gestern gab es ein vielversprechendes Gespräch mit der Psychiologin, draußen im Cottage und danach folgte ein langweilger Tag, der durch Remys Besuch wengistens ein bisschen Ablenkung erfuhr.
was sie heute erwartete, wusste Cait natürlich nicht, außer dass ihr persönlicher Quälgeist, sie wohl auch heute nicht in Ruhe lassen würde.
Vielleicht könnte sogar, dank guter Führung zum Frühstück, oder Abendessen mal hoch ins Speisezimmer, unter andere Menschen?
Scale indess hatte ganz andere Pläne.
Sie würde darauf warten, bis dass Frühstück zu ihr gebracht wurde und den Rücktransport dann nutzen um ins Dachgeschoss zu gelangen... Sie hatte, nunja, einiges mit einem gewissen Mr. Ford zu besprechen.
Aber zunächst einmal war es Caitlynn, die müde in die Kamera blinzelte. Sie trug ihren Seidenpyjama, obwohl es sie hier unten fröstelte. Mittlerweile hatte sie bereits vier Decken übereinander in Beschlag genommen, um es einigermaßen warm zu haben.
Eine heiße Dusche wäre genau das Richtige, aber irgendwie konnte sie sich nicht dazu aufraffen.
Eigentlich konnte sie sich zu gar nichts aufraffen.
Sie würde den ganzen trostlosen Tag hier liegen bleiben und hoffen, dass dieser Alptrum möglichst bald ein Ende fand.
Zum Abendessen wurde sie abgeholt.
Ausgang in Begleitung. Einmal am Tag unter Menschen sein...unter beobachtung im Speisesaal.
Cait war alles recht, nur raus aus den Subs und die Tür hinter sich zugemacht, dass Scale ihr nicht folgen konnte.
Die Echsenfrau hatte immer noch auf eine der Liegen gesessen und ihr lächelnd nachgeschaut, als sie den Aufwachraum verlassen hatte.
Natürlich war es ein törichter Gedanke gewesen, dass die Echse ihr nicht folgen konnte, aber Cait klammerte sich an diesen gedanken.
Sie sah schrecklich aus. Ihre Haare waren strähnig und hingen matt herunter, die reptilischen Augen waren verheult, wobei dass Veilchen, dass sie sich vor zwei Nächten selbst geschlagen hatte, immer noch nicht ganz verschwunden war.
Sie trug die verschwitzte Sportkleidung vom Training eben und eine jacke darüber, die so gar nicht passte.
Hätte sie eben Zeit gehabt, unten in den Subs, hätte sie sich wenigstens ihren Thermodress angezogen, aber sie wollte eigentlich nur so schnell wie möglich mit nach oben.
Jetzt saß sie abseits des Lehrertisches und löffelte zunächst mal eine klare Suppe.
Wie man das so macht, wenn man krank ist.
Nachdem Scale von ihrem kleinen Ausflug zu Nolan zurückgekehrt war und eine Sitzung bei der neuen Psychiaterin eingeschoben hatte, konnte ihretwegen Caitlynn wieder Caitlynn sein.
Und so kam es dann auch.
Cait bekam Mittagessen und beschloss sich einen CD-Recorder in die Subs bringen zu lassen.
Bald schallte Rockmusik durch die sonst so ruhigen Gänge der Untergrundanlage, währen dCait im Trainingsdress ihre Capoeira-Übungen wieder aufnahm.
Sie hatte sich zwei blaue Matten aus dem Lager geholt udn vollführte zu ganz und gar unpassenden klängen Flips, Twists und Low-Kicks.
Schwitzen...auspowern, bis die Birne wieder frei ist.
Guter Plan.
Hätte funktionieren können.
Gerade war sie dabei, auf einem Bein ausbalancierend mögllcihst viele High-Low-Kicks abwechselnd zu machen, ohne das Trittbein abzusetzen.
Ihr Rekord lag bei 17 Tritten hintereinander.
6-7-8..blitzschnell schoss das bein in die Höhe, dann wieder Tiefer auf den imaginierten Unterkörper des imaginierten Gegners.
11-12-13...
wie gern hätte sie sich Scale vorgestellt und zusammengetreten. Aber wenn man das Miststück einmal brauchte...
15-16...
Das Standbein wurde ihr weggezogen, sie stolperte rückwärts und viel mit dem Rücken hart auf die Matte, ohne sich abrollen zu können.
"Nein, dassss war nicht sssonderlich beeindruckend."
hörte sie die verhasste Stimme und Scale in Echsengestalt beugte sich über sie. "Du übssst nicht genug, kann dasss sein?"
Cait wirbelte hoch, zwei Tritte nach der echse ausführend, doch beide gingen ins Leere. "Was willst du hier, hau ab!"
fuhr Cait sie an, ohne dabei zu registrieren, dass sie im Auge der Überwachungskamera gegen die Wand brüllte.
"Nur weil du mich manchmal nicht sssiehts..." erklärte Scale gelassen und trottete an die gegenüberliegende Wand "heissst das nicht, dasss ich nicht da bin, Süße. Wie lange hasssst du vor, hier unten zzzu bleiben?"
"Solange, wie es Logan...bzw. das team für nötig erachtet. Solange, wie ich ...oder besser du, eine Gefahr darstellst, meinetwegen solange es dich gibt!"
Sclae lachte zischend. Es hatte etwas an sich, was Cait eine Gänsehaut beschehrte. "Du brauchssst nicht zu schreien...wir sind hier ganz alleine."
"Nein! ich bin hier ganz alleine. Du...du bist nur eine Einbildung!" gab Cait in noch lauterem Tonfall von sich.
"Du wirksssst nicht ausgelastet, kann das sein? Lange keinen guten Sssssex mehr gehabt, Kleinesss? Bringt esss dein Gipsssarm nicht mehr so?"
Cait kochte vor Wut. Zwang sich zur Ruhe. Nur eine Einbidlung. Sie ist nicht da!
"Dasss mit Logan, vor zzzwei Nächten..." fügte Scale grinsend hinzu" hassst ja du verbockt."
genug war genug. Cait schrie wütend auf, nahm drei Schritte Anlauf und sprang die verhasste Echse an.
Natürlich traf sie nicht. Für die kamera sprang sie direkt gegen die Wand.
Kurz sah sie Lichter tanzen und knallte dann auf den Boden.
Wieder erschien Scale über ihr und schüttelte den Kopf, dass die langen Stachelfortsätze hin und herschwangen.
"Ich hab drei Worte für dich. Er-Bärm-Lich!"
Cait rannen die Tränen über die Wangen..." Hau ab...was willst du von mir. Hau einfach ab! Das ist mein leben, Kay?!"
"Du hattest sechssssundzzzwanzzzig Jahre!" schrie Scale zurück " jetzzzt bin ich dran!"
der krallenbewehrte Echsenfuß fuhr nieder und Cait konnte sich gerade so seitlich wegrollen...
Als sie aufsah, war Scale verschwunden.
Cait blieb auf dem Boden liegen, verbarg das Gesicht in den Armen und heulte ihren Frust raus.
- Temperance Psycho-Sitzung wurde im Chat ausgespielt -
Nach dem Besuch bei Temperance und der mehr oder weniger überraschenden Neuigkeit, dass Caitlynns Psyche mutationsbedingt zweigeteilt ist und Scale ihre jahrelang unterdrückte Seite ist, die sich mittlerweile mit Hassgefühlen herauskristallisiert hat, wird Caitlynn wieder von Logan abgeholt, mit dem Versprechen sich auf eine längere Behandung bei Tempe einzulassen, um die Sache in den griff zu bekommen.
Sie entschuldigt sich bei Logan für den gestrigen Vorfall und berichtet ihm knapp (wenn Tempe das nicht schon getan hat) und so fern sie es kann, was mit ihr vor sich geht.
Sie stimmt mit ihm überein, dass sie eine Gefahr für Institut, Kinder und Freunde darstellt und erklärt sich bereit zur Verwahrung in den Subs zu bleiben.
Möglichst wenig bekannten, oder auch unbekannten Gesichtern über den Weg laufend und von Bodyguard logan begleitet, holt sie sich das nötigste aus ihrem Zimmer, stopft eine Sporttasche voll Klamotten, LapTop und Pflegeartikeln und wird wieder runter in den 'Verwahrungsraum' gesteckt, wo sie den Rest des Tages bleibt und versucht ihre Gedanken in ihr Tagebuch.doc nieder zu tippen.
Chatplay zum Thread 16.12 Erster Stock- Logans Zimmer
Nach der seltsamen Art, die Cait/Scale offensichtlich an den Tag gelegt hatte, hat Master Logan kurzerhand beschlossen, die Kleine in die Subs zu sperren udn die Programmierung der Speedröhren zu ändern.
Noemie, die unten noch trainiert hat, hat ihm geholfen, das marodierende Echsending ruhig zu stellen.
~Knastlied sing~
Noooooobody knoooows, the trouble i've seeeeeeeen
Eine grauenhafte Nacht.
Caits Rücken schmerzte. Genau wie der Kopf.
Das blaue Auge, dass sie sich gestern selbst mit der Türkante geschlagen hatte, war deutlich zu spüren.
Und auch der Morgen versprach wenig Gutes.
Sie hatte es sich in einer der Nischen bequem gemacht, in dem raum, in dem auch die Laborkinder damals versorgt worden waren.
Gestern nacht, soweit sie sich erinnern konnte, hatten Logan und das Fremde Mädchen, dass Ähnlichkeit mit Ororo hatte, sie hierher gebracht.
Selbstschutz und Schutz der anderen.
Ihr Unterbewusstsein war zwiegespalten, soviel hatte sie mittlerweile kapiert und sich damit auch die Erinnerungsaussetzer erklärt.
Inverness, damit hatte alles angefangen und nun war sie eine ...'Gefangene', hier unten in den Subs.
Mitten in der Nacht war sie aufgewacht, hatte sich zurückverwandelt udn war in ihren Einsatz-Anzug geschlüpft, damit ihr nicht kalt wurde.
Zudem fühlte sie sich ständig von der verborgenen Kameralinse beobachtet, von der sie wusste, dass sie da war.
Es war nun 7 Uhr morgens und sie konnte sich hie runten frei bewegen, also auch in die kleine Küche.
Nur eben nicht hoch.
Capoeira fällt aus, Kids...weil, nunja, eure Trainerin ist ne Wahnsinnige...
"Scheiße..." murmelte sie leise und stand auf. Sie hatte gestern nacht geweint....soviel, dass Mund und Augen sich ganz trocken anfühlten.
"Scheiße" rief sie nochmal etwas lauter....."SCHEIßE!"
sie trat gegen einen Hocker und wirbelte ihn damit durch den Raum.
Langsam zerbröselte das Bild vom neuen leben in einem Institut für Mutanten. Stück für Stück zerstörte sie ihre Chancen...sie, oder was auch immer in ihr war.
Ihr Blick glitt an die sterilen Wände ihres 'Gefängnisses' und irhe Gedanken versuchten die gestrige Nacht zu ordnen.
Cait schnaufte aus , stützte sich gebeugt mit den Händen auf ihren Oberschenkeln ab und gönnte sich dann einen Schluck aus der Wasserflasche.
Sie war schon über eine Stunde im Dangerrom und turnte durch simulierte Hindernissparcours verschiedener Schwierigkeitsstufen.
Sie würde heut den ganzen tag unten bleiben und nur zum Essen kurz hochgehen, jedenfalls war das so beschlossen.
Es galt fast zwei Wochen Fitness und Training nachzuholen und dunkle Gedanken, sowie Erinnerungs-Aussetzer abzuschütteln.
Cait wusste, dass sie keine Tabletten genommen hatte...jedenfalls nicht willentlich. Woher die Dose kam und wer sie ihr in die Kommode geshcmuggelt hatte, konnte sie nur vermuten.
Diese Vermutung machte ihr zwar Angst, aber auch Wut.
Wut auf die Kreatur, die ihren Schlaf beherrschte.
Wut auf sich selbst, dass sie nichts dagegen unternehmen konnte....
Oder?
Jean hatte einen telepathischen Eingriff ins Gehirn vorgeschlagen. Aber wie sollte das gehen. Caitlynn konnte sich nur schwer vorstellen, das Doc Grey irgendetwas an ihrer verkorksten Schakltzentrale ausrichten konnte.
Aber sie war die Sitzungen bei Jenkins-Hyde leid und den Gedanken, dass sie geisteskrank war, konnte sie auch nicht leiden.
Die Tabletten jedenfalls, hatten wieder ihren Weg den Mülleimer der Küche gefunden. Den fehler würde sie nicht noch einmal begehen.
Der Computer meldete den Start der nächsten Simulation und zu erklimmende Steilwände, hohe Mauern und rotierende Stangen erschienen aus der Simulation.
Ein Computerspiel war nichts dagegen.
Caitlynn schnaufte nocheinmal aus und konzentrierte sich dann wieder auf das Training.
Sie stieß sich ab, sprintete los und ergriff im Sprung eine Stange, von der sie sich bequem an eine der Kletterwände katapultierte. Dann ein Sprung an die gegenüberliegende Wand und auf die nächsthöhere ebene gezogen.
Sie schiwtzte...schnaufte...aber es gab kein Aufgeben. Nicht heute. Caits Klamotten klebten an ihrem Körper, sie wischte hastig eine nasse Haarsträhne weg, um wieder freie Sicht zu haben. Der nächste Teil des Parcours lag vor ihr.
"Wofür machssst du dassss alles, Caitlynn?"
Die Stimme kam so plötzlich und unerwartet, dass Cait vor Schreck fast das Gleichgewicht verlor und vom Vorsprung zu stürzen drohte.
Ein Fuß rutschte die kletterwand wieder herab udn sie kam gerade noch armen auf die Kante um sie festzuhalten.
"Ich meine...für wen diessssse Schufterei? Doch hoffentlich nicht für dein Team?"
Caits Augen weiteten sich vor Entsetzen, also sie die Gestalt auf sich zu kommen sah. Es war ihr Echsenebenbild, von Kopfstachel bis Schwanzende schlenkerte die Echsenfrau in lässiger haltung auf sie zu. Ihre feinen Schuppen glänzten nass-blau, der kopfkamm war aggressiv aufgetsellt und der Schwanz schwang mit der Bewegung der Hüfte hin und her.
Caits Lippen formten ein fassungsloses 'Das ist unmöglich' während sie die Schmerzen in den Armen ignorierte und versuchte sich hochzuziehen.
"Wir müssssen unsss mal unterhalten, Caitlynn Lydecker!" zischte die Echsenfrau feindlich und drückte Cait mit ihrem Fuß ins Gesicht runter, sodass sie weiterhin hilflos an der kante hing. "Dasss Spielchen hat mir eine Zzzzeit lang Spaß gemacht, aber esss wird Zzzzeit das wir nun Ernssst machen, verssstehst du?"
Nein, Cait verstand nichts. Sie versuchte es nicht einmal zu verstehen. Momentan schob sie es auf eine überreaktion ihres Körpers, vielleicht zuwenig Flüssigkeit. Vielleicht träumte sie auch nur.
"Du begreifsssst es nicht? Ich bin weder ein Traum, noch eine Einbildung...ich bin du....nur besssser. Volkommener und mit mehr Weitsssicht!" erklärte die Echse und trat ein wenig fester, so dass Cait etwas abrutschte.
"Esss ist..." erklärte die Echse weiter " ...wie in diessser Situation. Du klammerssst dich fest, obwohl enormer Druck auf dir lassstet. Wenn du loslasssen würdest, wärssst du frei. Vielleicht würdessst du dir kurzzz weh tun, aber danach, würdessst du dich stärker fühlen alsss vorher."
Caitlynn war immernoch nicht in der Lage etwas zu sagen.
Ein Traum, ein böser Traum, nichts weiter. Vielleicht hätte sie die Tabletten nehmen sollen.
"Nicht mehr lange, Caitlynn...nicht mehr lange und du wirsssst loslassen." die Echse verzog ihr triumphales Lächeln zu einem satanischen Grinsen und ihre Augen blitzten auf.
"Und dann bin ich da...und fang dich auf!"
Der Tritt ließ sie weiße Punkte vor den Augen sehen. Cait verlor den halt und stürzte auf den Boden des Trainingsraumes. Der Aufprall schmerzte weniger als erwartet, aber die Schere, die sich nun auf ihr Bewusstsein legte, ließ sie wissen, dass sie nun erst einmal Ruhe brauchte.
Ihr trüber Blick fing das Echsenwesen ein, was langsam am Rand der Kante verblasste. Die kalten Platten unter ihr gaben nach und entließen sie in die Bewusstlosigkeit.
[16.12]
Cait wusste nicht mehr wann sie am gestrigen Abend ins Bett gegangen war, aber es musste spät gewesen sein, denn sie verschlief den halben vormittag.
Wahrscheinlich machte sich die viele Freizeit bemerkbar, die sie seit zwei Wochen genoss.
Auch konnte sie sich nur schwer in Erinnerung rufen, was der gestrige Tag eigentlich mit sich gebracht hatte, er kam ihr so kurz vor.
Erst gegen 11 uhr schaffte sie sich unter die Dusche und verweilte dort auch eine geschlagene Dreiviertel Stunde, bevor sie wirklich richtig wach war.
Leichte Kopfschmerzen und ein Gefühl, wie nach einem Alkoholekzess ließen die Erinnerungen an gestern Abend auch nicht wieder hervor holen, aber wer sagte denn auch, dass es sich um gute Erinnerungen handelte.
Ein neuer Tag....
und wieder nicht besonders viel, was auf dem Plan stand.
Kein Unterricht, kein Sport-Kurs, kein Kranken-Dienst...
Ein weiterer, neuer Tag eben... wie seit zwei Wochen.
Den ganzen Tag hatte die Sonne geschienen, doch die Luft draußen war zum schneiden kalt. Trotz Thermo-Technik im X-odus Anzug wäre Scale da draußen festgefroren und so konnte sie nur durch die hohen Glasfassaden des beheizten Wintergartens auf die weiße, sonnige Schneelandschaft draußen blicken.
Sie hatte nun schon gut 6 Stunden Kontrolle über ihr zweites Ich und mit dieser Zeit noch nicht wirklich viel anfangen können. Die Besprechung war weniger ergiebig, als sie es sich erwünscht hatte und das Klima tat sein übriges, so dass sie wieder zum Nichtstun verdammt war.
Nervös klickten die Fingernägel gegen das Glas, während sie rausstarrte.
Es waren zu wenig Informationen über das Siegel und zuviel Unsicherheit, als das man es hätte nutzen können.
Es gab andere Wege.
Es musste da draußen Mutanten geben, die so dachten wie sie. Die es Leid waren, die Unterdrückten zu spielen und eingesehen hatten, wer auf diesem Planeten die dominierende Rasse sein musste.
Leute wie Sands, oder die anderen Mutanten, die für das Labor arbeiteten, waren da zu sehr in menschliche Pläne eingespannt. Die würden entweder ihre eigenen Vorstellungen und bewggründe haben, oder komplett ausgenutzt werden, ohne dies zu merken.
Scale hatte die letzten zwei Stunden damit verbracht im internet nach Mutantenseiten zu suchen. Organisationen, oder Widerstandsbewegungen, die es satt hatten, nach den Mitteln der freidlebenden mutanten zu kämpfen.
Immer wieder tauchte das Institut in new York auf, von dem Inverness Institute ein kleiner Ableger war. Und im Zusammenhang der Name Xavier. Der Alte im Rollstuhl, den Caitlynn bei ihrem Besuch über Thanksgiving hatte kennen lernen dürfen.
Das waren die Mutanten, die sich an Vernunft und Hoffnung klammerten, weil sie zu schwach zum kämpfen waren.
So wie hier. So wie Caitlynn.
Aber nciht wie sie. Es musste auch die andere Seite geben. Die Seite, die den zitternden Menschen recht gaben, wenn sie nach Mutantenkontrollen und Registrierung forderten. Die Seite, die führen rechtmäßig, evolutiv erworben Platz an der Spitze der Nahrungskette kämpften.
Auch hier gab es die meisten Vorfälle in den USA und diverse Zeitungsarchive brachten immer wieder einen Namen mit Vorfällen auf Liberty Island oder mit U- Bahnunglücken in Verbindung.
Eric Lehnsherr.
Nur wie kam man mit so jemanden in Kontakt? Hier im eisigen Schottland?
Zumal Caitlynn ja noch nicht komplett verdrängt, ja nicht einmal beherrscht wurde.
Es war eher wie einkurzer Spaziergang in einem fremden Körper und Scale konnte nicht mit Sicherheit sagen, wann sie das nächste Mal spazieren gehen durfte.
Ihr Kopf stieß leicht gegen das kalte Glas und die beiden blondierten Strähnen fielen ihr seitlich über das Gesicht.
Bis zum Sommer warten?
Sicher...und dann?
Die Lösung ihres Problems lag hier im Institut und musste nur gefunden werden.
Cait beeilte sich, alles in ihrem kleinen Reich so vorzubereiten, dass dies ein ruhiger und ungezwungener Abend werden konnte.
Da es an einem Fernseher mangelte, schloss Cait ihren Laptop an, schob den Beistelltisch nahe an ihr Bett und legte zwei-drei DVDs daneben, die sie in ihrer Unordnung finden konnte.
Dann hortete sie alle Kissen und Decken so auf, dass ihr Bett zu einer bequemen Couch wurde und schaltete ihre Wärmelampen an. Zwei Gläser und ein Rotwein auf einem kleinen Hocker rundeten das Ganze ab.
Nun blieb noch kurz Zeit sich us dem Thermoanzug zu schälen und in einen bequemen Pyjama zu schlüpfen. Die Tür ließ sie einen Spalt offen, auch wenn es von draußen kalt hereinzog, damit Tyler einfach eintreten konnte.
Dann legte sie die Disc von Constantine mit Keanu Reeves ein, wobei nicht sicher war, ob der Film oder ein Gespräch im Mittelpunkt des Abends stand.
Und schenkte anschließend bereits den Wein ein, bis Tyler eintraf.
Die Tasse mit heißer Schokolade dampfte auf dem Fensterbrett vor sich hin. Das Radio in der kleinen Lehrerküche spielte einen alten Song von Madonna
Cait stand am Fenster und sah raus. Draußen tobte ein regelrechter Schneesturm und wirbelte dicke weiße Flocken vor dem dunkelgrauen Himmel auf und ab.
Das ganze Institut lag ziemlich still.
Es fehlten einige der Lehrbeauftragten, zwei Leiter des Instituts und auch ein paar Schüler waren nicht auffindbar.
Irgendwie war es beunruhigend so wenig Personen beim Abendessen angetroffen zu haben. Wo waren Brooke, Chui, Megan und Mika abgeblieben? Wo Scott, Logan und Padraig?
Und dann auch noch dieses Wetter.
Fröstelnd schlang sie die kleine Decke um sich enger, denn trotz Thermoanzug war ihr kalt. Wie immer.
Jean hätte bestimmt eine Antwort auf einige der Fragen gewusst, aber die war nicht aufzufinden. Hatte wohl ihre eigenen Probleme, seit Scotts Verschwinden.
Und dann der Vorfall mit Noah, der sich vor wenigen Minuten noch im Wohnzimmer ereignet hatte.
Dieser Junge konnte einem schon Sorgen machen.
Oder Angst. oder Beides.
Mit Logans Rückkehr, kehrten auch Probleme zurück, die sich schon aufgestaut hatten. Es war an der zeit ein geständnis abzulegen, dass sie bereits vor dem Zeit-Unfall ablegen wollte.
Doch an ihrem Krankenbet vor zwei Wochen, war es ihr einfach nicht möglich gewesen.
Logan alles gestehen. Diesen skurrilen Auftrag seine DNA zu beschaffen und ihren Versuch es tatsächlich zu tun.
Weiter verschweigen brächte nichts, es hatte nie etwas gebracht.
Eben in den Subs waren zuviele Leute um sie herum und zuviel anderes zu tun. Hätte sie nicht beim verarzten geholfen, wäre ihr diese DNA-Sache womöglich gar nicht wieder eingefallen.
Wenn sie jetzt alles gestehen würde und eventuell wieder anfing zu heulen, würde der Gerichtshof bestimmt wieder...milderne Umstände gelten lassen.
Und dann würde Logan alle zusammentrommeln und sie würden diese Genethic-Schleimer ein für alle mal platt machen.
Guter Plan.
Aber noch bevor Cait sich zum Anklopfen überzeugen kann, kurz nachdem der letzte Zweifel aus dem Weg geräumt scheint, erhebt jemand in ihr Einspruch.
Lasssss dich fallen...ich fang dich auf!
Ein kurzes Verkrampfen, stechender Kopfschmerz und dann ist es auch schon vorbei. So leicht, als würde man Jahre lang nichts anderes machen.
Aber der Weg war nicht umsonst, im Gegenteil.
Wo sie schon einmal hier ist, klopft Scale natürlich auch bei Logan an.
Eine absolut traumlose Nacht ging zu Ende und Cait kam es vor, als wäre sie viel zu kurz gewesen.
Der Kopf der jungen Frau pochte udn fühlte sich an, wie in watte gepackt.
Ihr war kalt, obwohl drei Rotlicht-Lampen auf sie herabstrahlten und der fade Geschmack im Mund zeugte von einem vergessenen Alkohol-Exszess.
Was war gestern passiert? Sie erinnerte sich noch an diesen Fremden...Ford, dem sie einen Korkenzieher ausgeliehen hatte, dann war sie duschen, oder? In der Küche...Musik?
Dieser Holländer? Dinar?
Cait konnte sich an nichts erinnern und erst als die Schmerzen im Rücken zurückkamen erinnerte sie sich, dass sie eigentlich noch nicht auskuriert war, oder aber extrem ungesund gelegen hatte.
Mühsam schleppte sie sich ins Bad.
Sie war krank geschrieben vom Unterricht und suspendiert vom Krankendienst...ein ungewollt freier Tag also.
Aber was war gestern Abend?
Nach außreichender Mundhygiene und der Beseitigung des faden Geschmacks durch minzwasser kehrte sie zum Bett zurück udn tatste das Kopfkissen nach...
Da war das Pillendöschen mit Logans DNA!
Kurzschlusshandlung...dieses Sandungetüm konnte sie mal! Im Nu war die Dose ausgespült mit lauwarmen Leitungswasser und dann landete sie im Papierkorb.
Sie fühlte sich schlecht genug...Und tiefer als jetzt, wollte sei eigentlich nicht sinken. Auf keinem Fall würde sie zu einer Verräterin werden!
Vielleicht sollte sie das noch einmal mit Logan besprechen.
Ja, ganz sicher sollte sie das tun! Nach dem frühstück.
Es war nicht sonderlich schwer die Angwohnheiten und Art von Caitlynn Lydecker anzunehmen, immerhin war sie ja zu einem geringen Teil Caitlynn Lydecker selbst. Aber das würde sich bald ändern.
Scale beschloss nach und nach das Ego Caitlynn Lydecker zu verdrängen, so wie sie jahrelang verdrängt wurde.
Und dank der Unterstützung von Nolan bzw. Genethics war der Anfang für diese 'feindliche Übernahme' bereits gemacht.
Nun wollte sie zunächst einmal sehen, wie es um Mr. Gipsarm so bestellt war.
Noch immer trug sie die Gestalt, die ihr mehr zusagte, als die weiche, empfindliche haut der Menschen. Noch immer tastete die zunge sich zwischen den Lippen hervor um Gerüche aufzunehmen und nach wie vor hingen die ledrigen Fortsätze wie Dread-Locks übder Schulter und Rücken.
Scale schob den Stoff des Frotté-Mantels lasziv über eine Schulter und klopfte an Tyler Knights Tür.
Feuerprobe, wenn sie ihn täuschen konnte- dann alle.
Gegen 16 Uhr wurde Cait von allen Messgerätschaften abgeschlossen und für gesudn erklärt. Jean füllte die üblichen Formulare aus und die Konversation zwischen den beiden war ziemlich eintönig. Die Hämotome an Hals und Armen waren noch nicht verheilt, aber die Schäden, die durch die extreme Unterkühlung entstanden waren, sowie die Schäden an lunge udn Luftröhre, waren weniger schlimm, als zuforderst angenommen.
Dennoch war Cait diese Woche vom Unterricht beurlaubt.
Auf ihrem Zimmer hatte sie nichts eiliger zu tun, als für eine geschlagene halbe Stunde unter das heiße Duschwasser zu treten. dann besah sie sich zum ersten Mal ihre Frakturen im Spiegel und irgendwie hasste sie den Mann, der sie so zugerihtet hatte.
Aber dann...was war das andere in ihrem Unterbewusstsein.
Das war die Stimme, die sie nun schon so lange quälte. Die Stimme, die sie auch der Psychologin verheimlichte. Die Stimme, über die sie nicht einmal reden konnte, selbst wenn sie wollte, denn dann wäre alles aus.
War das nicht eben das Gesicht der Echse im Spiegel? Sinnestäuschung.
Zuviel Schmerzmittel in den letzten Tagen.
Cait schälte isch in ihren türkisen Bademantel , schaltete die Wärmelampen an und flauschte sich auf das Bett, klappte den LapTop hoch und begann die Erlebnisse der letzten drei Tage zu dokumentieren.
Das heißt, sie versuchte es...aber mehr als das Datum konnte sie nicht auf das leere Dokument tippen.
Tu dassss, wassss man dir aufgetan hat, bevor sssie es sich andersss überlegen. Das war wie in einem schlechten Film. Oder lasss mich esss tun!
"Verdammt!" rief sie aus und warf aus Frust ihr Kissen gegen die Tür. Ihr Arm schmerzte, da wo sie blaue Flecken hatte und sie biss sich auf die Lippen, um nicht wieder loszuheulen.