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Dieses Thema hat 14 Antworten
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 Dachgeschoss
Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

03.05.2006 00:00
Caitlynns Zimmer Antworten
[16.12]
Cait wusste nicht mehr wann sie am gestrigen Abend ins Bett gegangen war, aber es musste spät gewesen sein, denn sie verschlief den halben vormittag.
Wahrscheinlich machte sich die viele Freizeit bemerkbar, die sie seit zwei Wochen genoss.
Auch konnte sie sich nur schwer in Erinnerung rufen, was der gestrige Tag eigentlich mit sich gebracht hatte, er kam ihr so kurz vor.
Erst gegen 11 uhr schaffte sie sich unter die Dusche und verweilte dort auch eine geschlagene Dreiviertel Stunde, bevor sie wirklich richtig wach war.
Leichte Kopfschmerzen und ein Gefühl, wie nach einem Alkoholekzess ließen die Erinnerungen an gestern Abend auch nicht wieder hervor holen, aber wer sagte denn auch, dass es sich um gute Erinnerungen handelte.

Ein neuer Tag....
und wieder nicht besonders viel, was auf dem Plan stand.
Kein Unterricht, kein Sport-Kurs, kein Kranken-Dienst...

Ein weiterer, neuer Tag eben... wie seit zwei Wochen.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

03.05.2006 20:04
Caitlynns Zimmer Antworten
Sie hatte gestern doch tatsächlich ihre Zweifel geäußert und diese Zweifel hatten sich über Nacht abgeschwächt, bis nur noch ein harter Klumpen Sorge übrig blieb. Und mit eben diesem Stein am Herzen wandte sie ihre Schritte auf die Tür von Caitlynns Zimmer zu und klopfte. Jean strich sich das Haar zurück und warf einen Blick auf die Uhr. Bald Mittag und Caitlynn hatte sich noch nicht blicken lassen, weder beim Frühstück noch bei anderen Aktivitäten.

Sie klopfte...
...und sie wartete einen Moment.

Ihr Blick folgte der Führung des Flures und landete im halbdunklen einer Ecke. Irgendwie war das Institut leer geworden und nur einige vertraute Gedankenmuster waren noch übrig geblieben. So spürte sie die hauchfeinen mentalen Fäden von Ororo, Kurt und Tyler in der Nähe und doch waren sie im Vergleich zu anderen Gedanken zum Greifen nahe.

Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

03.05.2006 23:10
Caitlynns Zimmer Antworten
Ein Klicken verriet das aufschließen einer Tür, die im Normalfall eigentlich nicht abgeschlossen war.
"Momentchen..." nuschelte es hinter der tür, bevor diese schließlich aufschwang.

Caits Haare hingen in nassen Strähnen an ihr herunter, während sie selbst sich in flauschiges grünes Frotté gewickelt hatte. "Morgen Doc Jean..." lächelte sie und die geschlitzten, Pupillen blitzten kurz auf.

Die Doktorin klopfte sicher nicht ohne Grund...
Hatte sie was verpasst? Eine Besprechung? Ein Treffen...war irgendwas mit dem Siegel? Wieviel Uhr war es eigentlich?

"Was gibt's?" fragte sie zögerlich und trat seitlich, um Jean in Zimmer zu lassen, wenn sie das wünschte.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

04.05.2006 00:04
Caitlynns Zimmer Antworten
Ohne besondere Auffälligkeiten schien sie auf Jean und Caitlynn betrachtend trat sie zu ihr ins Zimmer. „Ich wollte nur sehen, ob mit dir alles in Ordnung ist. Du schienst gestern bei der Besprechung etwas aus der Spur geraten zu sein“, beantwortete sie ihre Frage und trat an ihre Kommode, auf der sie die aufgereihten Sachen inspizierte.

„Du bist aus dem Briefingraum gestürzt, als hätte dich irgendwas an der Besprechung enorm geärgert. Im ersten Moment dachte ich, schlaf drüber, wird schon wieder, aber richtig beruhigt hat mich das nicht. Eigentlich war das schon der Hauptgrund, ich wollte nur alles klären, schließlich rechnen wir damit, dass das Team jeden Moment zurück kommen könnte und da sollte alles innerhalb des Teams geklärt sein. Wir können aufgestauten Frust und Ärger wirklich nicht gebrauchen im Moment. Es schwächt uns.“

Sie war durch das Zimmer gegangen und schließlich am Fenster stehen geblieben und schaute auf die winterliche Landschaft hinaus.

Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

04.05.2006 09:23
Caitlynns Zimmer Antworten
Moment Auszeit...
Briefingraum? Wann bitte war sie denn im Briefingraum?
Und rausgestürzt, verärgert?
Caits Nase kräuselte sich zwischen den Augen, die irgendwo auf dem Bett nach einer Antwort auf Jeans Fragen suchten.

Briefingraum....ja, irgendetwas war da. Etwas wegen dem Siegel wahrscheinlich. Aber warum konnte sie sich nicht daran erinnern? Orangensaft kam ihr in den Kopf und Scotts Sonnenbrille, aber das war es auch schon.

"Nuuuuun..." begann sie langgezogen um sich so mehr zeit zum nachdenken zu erkaufen " ich habe weder aufgestauten Frusrt noch Ärger...eigentlich geht es mir sogar wieder ganz gut, seit dem Überfall auf mich in Inverness. Ich werde am Samstag wieder mit Capoeira weitermachen....vorrausgesetzt die Schüler sind wieder da....und am montag wieder in den Unterricht."

Eine kurze Pause udn Cait versuchte sich wirklich angestrangt zu erinnern.

"Krankenzimmerdienst könnte ich überigens auch wieder machen..." nuschelte sie fast nicht hörbar´, bevor sie dann lauter fortfuhr
"In...wiefern bin ich denn aus der Spur geraten?" Eine blöde Frage, die aufzeigte, dass sie sich tatsächlich nicht mehr erinnern konnte.

Cait hatte die Tür wieder geschlossen und war Richtung Kommode gegangen.
Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt für Scale gewesen, einzugreifen...denn irgendwie gerat alles gerade etwas ausser Kontrolle. Aber Scale war nicht hier, was nicht hieß, dass sie bereits gestern Abend noch eine Kleinigkeit vorbereitet hatte.

Jean Grey Offline

Besucher

Beiträge: 997

04.05.2006 14:05
Caitlynns Zimmer Antworten
Ihr Blick blieb nach draußen gerichtet. Also gab es wirklich etwas, um das man sich Sorgen machen konnte? Jean wanderte ein eiskalter Schauer über den Rücken, schließlich bekam sie die Ratlosigkeit nicht nur durch Caitlynns Worte mit. „Du erinnerst dich nicht, obwohl es dir gestern sehr wichtig gewesen zu sein schien.“ Das allein machte sie Sache schon unheimlich.

Über die Schulter warf sie einen Blick zurück, bevor sie sich gänzlich zu ihr wandte und gegen das Fensterbrett lehnte. „Ist dir das schon mal aufgefallen? Dass du dich nicht richtig an etwas erinnerst, von dem aber weißt, dass du es erlebt hast?“ Ihre Fingerknöchel knackten geräuschlos, als sie eine Faust bildete und sie gleich wieder öffnete.

Ja, Jean war es unheimlich, schon weil sie völlig andere Schwingungen von Caitlynn zu empfangen schien. Der Ärger gestern Abend fühlte sich so anders an, als das Erstaunen, dass ihr jetzt entgegen wehte. Sie erinnerte sich vage an den Vorfall in der Stadt. „Damals, als Tyler dich in der Stadt aufgelesen hat... ging es dir da ähnlich?“

Verdammt, was war das nur?
Irgendetwas hatte die Kontrolle über Cait und so recht aufgefallen war es niemandem bisher.

Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

04.05.2006 16:11
Caitlynns Zimmer Antworten
Cait versuchte sich zu erinnern, während sie ihre Kleidung für den heutigen Tag ordnete.
Seit sie bei der Psychiologin in Behandlung war, hatte sie über Träume, Ängste und Erinnerungen reden müssen...und ja, sicher gab es auch früher schon hin und wieder Lücken im Gedächtnis.
Tage an denen sie aufwachte, ohne genau zu wissen was am gestrigen Abend geschehen war.

"So ähnlich...wie vor zwei Wochen, ja..." bestätigt sie Jeans Vermutung. Damals hatte sie auch nicht sagen können, wie genau sie mitten in der Nacht nach inverness gekommen war.

"So etwas gab es immer mal wieder...aber ein komplettes Briefing vergessen?"
Dr. Jenkins Hyde hatte die Vorkommnisse auf die tabletten und die letzten Ereignisse zurückberufen, die auf Cait eingestürmt waren....vielleicht lag es auch am Wetter und der Kälte.
Cait konnte es nicht genau sagen.

Sorge machte sich in ihren bernsteinfarbenen Augen breit. Sorge darüber, dass jean sich anscheinend ernsthaft Sorgen machte. So sehr, dass sie sogar die Sorge um Scott für diesen Zimmer-Besuch in den Hintergrund rückte?

"Außer leichten Kopfschmerzen...fehlt mir aber eigentlich nichts." gab sie an und entfaltete ihr blaues Hawaii-Shirt.
Es wurde zeit, dass wieder Sommer wurde! Vielleicht lag es ja wirklich an der Kälte.
Solch extreme Wintertemperaturen erlebte sie immerhin zum ersten mal.
"Was hab ich denn noch so alles bei der Besprechung gemacht...?" allein die frage an sich war irgendwie unbefriedigend.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

04.05.2006 16:30
Caitlynns Zimmer Antworten
Sie stützte die Hände auf das Fensterbrett und sah zu dem blauen T-Shirt herüber. „Nun, du warst sehr an dem Thema ‚Siegel’ und der Zeitreise des Teams interessiert und hast einige Fragen gestellt. Wobei ich den Eindruck bekommen habe, dass du es kaum erwarten könntest, das Team zurück zu holen.“ Fing sie an und senkte nachdenklich ihre Brauen. „Im Großen und Ganzen eigentlich verständlich. Nur, dass ich bisher den Eindruck hatte, dass dich das Thema Zeitreise eher weniger interessiert.“ Jean lehnte sich an das Fenster und verschränkte die Arme. „Allerdings hat mich den Abgang aufmerksam gemacht. Wir mussten alle mal Kritik einstecken und ich hatte bisher den Eindruck, dass du solche aufmerksam und ruhig annimmst. Aber gestern Abend bist du regelrecht aus deiner Haut geschlüpft, im Vergleich zu dem, was ich von dir kenne. Deshalb bin ich auch besorgt gewesen“, sie hatte ihre Sorge sogar geäußert, wo sie eigentlich die Taktik führte, vieles von vornherein erst gar nicht Anderen aufzuladen. „Und deshalb bin ich jetzt hier“, schloss sie und spannte ihre Hände um ihre Oberarme.

Jean räusperte sich. „Bisher hast du viele Fortschritte gemacht, soweit mir das unsere Psychologin mitgeteilt hat. Aber sie konnte bisher noch nicht die Frage beantworten, wieso es überhaupt soweit gekommen ist. Was eigentlich der Grund für den Vorfall mit den Tabletten war...“

Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

04.05.2006 16:49
Caitlynns Zimmer Antworten
Cait hörte sich alles an und langsam dämmerte iihr, dass Doc Grey da von einer ganz anderen Person erzählte.
Einer Person, von der sie eigentlich gedacht hatte, dass Thema sei erledigt, zumal sie die Stimme im Kopf seit über einen Monat ...also seit sie in psychiatrischer Behandlung war, nicht mehr gehört hatte.

Natürlich hasste sie dieses Zeitreise-Thema, allein der gedanke in die vergangenheit oder die Zukunft zu reisen kam ihr absurd vor. Und vor dem ominösen Siegel hatte sie sogar soviel Angst, dass sie eigentlich gar nicht mehr darüber wissen wollte.
Und dann war da eine Besprechung gewesen, bei der sie anscheinend allen Ernstes teilgenommen hatte, aber sich nun nicht erinnern konnte.

"Ich habe die Schlaftabletten gehortet....naja, um eben wieder schlafen zu können. Ich hab dir doch von den Alpträumen erzählt. Aber da sist mittlerweile wirklich besser geworden"
Natürlich war das nicht alles gewesen, aber etwas hinderte sie erneut daran, jean von der Stimme in ihrem Kopf zu erzählen....von den heftigen gedankenschüben und den Black Outs die sie plötzlich überkamen, die im Inverness-Vorfall ihren Höhepunkt erreicht hatten und die sie mit Hilfe der Tabletten eindämmen wollte.
Und eigentlich hatte sie gedacht, es wäre überstanden gewesen.

Das Shirt ein violetter, warmer Pullover und eine enge, schwarze Jeans landeten auf dem Bett.

"Vielleicht...war ich gestern nicht ganz ich selbst...oder....habe irgendwie... keine Ahnung ...Kälteschock? Ich weiß es selbst nicht. Ich weiß nur, dass ich keine Ahnung mehr habe...von der besprechung, oder irgendwelchen Sachen danach."

Natürlich drängte sich jetzt erneut der gedanke der geistigen Umnachtung, des heimlichen Wahnsinns und der ansteigenden geisteskrankheit auf. Cait biss sich in die Unterlippe und versuchte nicht daran zu denken.
Sie war nicht verrückt!

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

04.05.2006 17:19
Caitlynns Zimmer Antworten
Was waren das bitte für Zusammenhanglose Fakten? „Alpträume“, meinte sie nach einem Moment des Nachdenkens. „Ich bin zwar keine Psychologin, aber wenn sie so schlimm sind, dass du sie vermeiden willst, dann müssen sie furchtbar sein“, schließlich war Caitlynn kein kleines Mädchen mehr, dass sich wegen irgendetwas so sehr ängstigen ließ, dass sie Medikamente nahm, die über lange Sicht gesehen, enormen Schaden anrichten konnten. „Mal den Fakt außen vor gelassen, dass Schlaftabletten nicht gegen Alpträume helfen, sondern dich taktisch gesehen entweder darin einsperren oder dich in nicht sehr erholsamen Tiefschlaf versetzen. Ohne unsere Traumphasen sind wir nicht in der Lage Erlebtes aufzuarbeiten.“ Allerdings fiel Jean da etwas auf, vielleicht würde sie noch darauf kommen, was es bedeuten könnte.

„Und ein Kälteschock klingt mir eher unwahrscheinlich, Caitlynn. Wir wissen Beide, dass sich das ganz anders zeigen würde. Kälte lähmt dich, sie macht dich nicht zu einem anderen Menschen.“ Einen Moment ließ sie das zwischen ihnen beiden schweben und betrachtete Caitlynn derweil. „Eine Traumanalyse könnte dir helfen“, fiel ihr ein. „Oder wir gehen den direkten Weg in dein Unterbewusstsein und sehen, was sich dort verbirgt.“

Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

04.05.2006 17:32
Caitlynns Zimmer Antworten
"Das ich diese Alpträume habe, hab ich dir aber damals...erzählt, als du mich....ehm..suspendiert hast." es war ihr immernoch....und nach wie vor unangenehm darüber zu reden und irgendwie wich sie jetzt auch Jeans Blick aus.

"Das waren auch keine Alptärume in diesem Sinne....es waren...fast schon Visionen, oder sowas...und meist htten andere Menschen aus dem Insitut eine rolle darin. Logan, tyler....oder auch mal padraig, oder Kurt....und auch schon Scott." Ohja...der Traum mit Scott, der fast eins zu eins am Tag darauf ... unheimlich.
"Ich hatte damals geträumt, dass Scott....dass er mich in der Garage...naja... überfällt sozusagen. Ich habe seine normale Augenfarbe gesehen...im Traum. Braun."

Sie öffnete eine Schublade und holte Socken heraus, setzte sich auf das Bett und stülpte sie über die Füße. Langsam wurde ihr kalt.

"Die Tiefschlafphasen, die die Tabletten hervorgerufen hatten, sorgten dafür, dass es erst gar nicht zu langen REM-Phasen kam...sozusagen."

"Traumanalyse hab ich bereits mit Jenkins-Hyde ausprobiert... sie ist wohl noch in der Auswertung... und Unterbewusstsein..." das klang nun mehr als unheimlich, aber Cait wusste, worauf Jean anspielte.
Sie schlang die Arme ums ich und schob sich selbst mehr ins Frotté des Handtuchs. Irgendwie musste sie an Xavier denken... und das kurze Gespräch, dass sie in New York mit ihm hatte.
"Ich weiß nicht...ob ich das will..."

Jean Grey Offline

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04.05.2006 17:44
Caitlynns Zimmer Antworten
Diese vermaledeiten Visionen hatte Jean schon total vergessen. Kurz hätte man meinen können, dass sich Panik in ihrem Gesicht breit machte, aber eigentlich hoben sich ihre Augenbrauen nur aus der skeptischen Stellung in Erstaunen. „Überfallen“, das war die Untertreibung des Monats oder? „Aber wenn es Visionen sind, dann sollte man sie nicht für sich behalten. Wenn es eine Gabe ist und sie uns wirklich etwas zeigt, was wir wissen sollten, dann kann man es nicht verheimlichen. Allerdings kursierte hier vor einiger Zeit eine Welle von Visionen, deren Inhalt äußerst merkwürdig war.“ Hatte sie eben gesagt, dass Scott braune Augen hatte? Wenn sie daran dachte, dass sie seine Augen nie gesehen hatte, nie wirklich. Sie wusste es nur von frühsten Kinderfotos, die Scott allerdings kaum noch zur Verfügung hatte und so nur ein einzelnes, vergilbtes Familienfoto existierte, soweit sie informiert war. Wenn sie daran dachte, dass sie ihre Eltern noch hatte, dass sie ihre Tochter sogar mit ihrer Gabe noch um sich haben wollten und es Xaviers Traum war, der Jean zu einem X-Man hatte werden lassen. Wenn sie daran dachte, dass sie nie Scotts Eltern kennen lernen könnte und auch nicht seinen Bruder, über den er allerdings kaum sprach. Wie hieß er doch gleich...?

Jean, du driftest ab...

Sie blinzelte und erinnerte sich daran, wie Caitlynn sich gegen so eine Begegnung entschieden hatte. „Es würde dir helfen...“, meinte sie ruhig. „...es gibt die Chance, dass alles mit einem Schlag aufhört.“

Caitlynn Lydecker Offline

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04.05.2006 18:03
Caitlynns Zimmer Antworten
Das klang ziemlich entgültig. Und irgendwie furchteinflößend.

"Hab ich Zeit darüber nachzudenken?" wollte sie wissen.
Gefährlich, denn je mehr zeit verstreicht, desto gefährlicher konnte sich alles entwickeln, desto mehr konnte alles ins Chaos abdriften.
Aber Jean brauchte ihre Kräfte jetzt woanders, dass wusste Cait genausogut wie Jean wahrscheinlich selbst.
Es galt, die Schüler und das Team aus der vergangenheit 'zu retten'.

"Ich komm zu dir, wenn wieder irgendwas ist, versprochen."
Lüge Nummer eins.
" Also, wenn ich wieder vuisioniere, oder sowas...und sollte ich wieder mal einen tag....nicht ich selbst sein..." wie absurd das klang..." sprich mich am besten drauf an. Ich denke, es wird sich alles klären." Lüge Nummer Zwei.

Sie sah mit großen Augen zu Jean hoch. zu einer Freundin, doch irgendetwas...jemand hinderte sie daran, endgültiges vertrauen zu fassen.
"Ich würde mich jetzt gern anziehen..."

Jean Grey Offline

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04.05.2006 18:17
Caitlynns Zimmer Antworten
Caitlynns Puls steigerte sich unmerklich, jedes Mal wenn sie eine Lüge aussprach und das machte es Jean beinahe überflüssig ihre Telepathie zu nutzen, da ihre telekinetischen Sinne ihr einiges verrieten. Aber letztendlich war es immer noch Caitlynn selbst, die sich durch das verriet, was sie parallel zu dem Gesagten dachte.

Sie würde sich jetzt gern anziehen... hallo? Jean hat alles irgendwie schon mal gesehen! Aber OK! Die Rothaarige setzte sich tatsächlich in Bewegung. „Du hast Zeit darüber nachzudenken“, meinte sie und ging auf die Tür zu, griff nach dem Türgriff und drückte ihn herunter. „Melde dich dann einfach bei mir. Wenn alles in Ordnung ist, kannst du auch wieder bei mir in der Station arbeiten“, meinte sie, sah kurz über ihre Schulter und lächelte, bevor sie durch den Türrahmen hinaus schritt und die Tür hinter sich wieder schloss. „Bis später“, kam noch durch die Türritze, dann herrschte Stille.

Jean stand noch einen Moment mit der Türklinke in der Hand da und starrte auf die Tür. Es gab vieles, was dafür gesprochen hätte, dass sie Caitlynn einfach am Kragen hätte packen sollen und eine Untersuchung durchzuführen. Aber Cait war erwachsen und Jean nicht ihr Vormund, außerdem hatte sie Recht auf Privatsphäre und überhaupt, wenn sich der Probant wehrt oder sperrt ist die Prozedur eine einzige Quälerei. Nicht unmöglich, aber durchaus unangenehm für die Beteiligten.

Leise seufzend setzte sie sich in Bewegung und dachte darüber nach. Da war also etwas, über dass sie sich Sorgen machen konnte, aber entweder Cait, das andere Wesen oder sogar Beide hatten kein großes Interesse daran, sich offen darzulegen.

„Verdammt“, nuschelte sie.

Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

04.05.2006 19:12
Caitlynns Zimmer Antworten
"Scheiße" drückte es Cait direkter aus, als Jean das Zimmer verlassen hatte.
Wenn ihr nicht irgendwer sagen würde, wie es richtig zu machen ist, dann machte sie es unter Garantie falsch.
Warum?
Angst vor den Konsequenzen? Vielleicht, aber Jean würde sicherlich keinen Exerzozismus an ihr durchführen.
Vielleicht war es auch schon zu spät dafür?

Sie hatte einen halben tag einfach vergessen....so etwas war nur einmal beim Inverness-Vorfallpassiert. Was als nächstes?
Was wenn sie in geistiger Abwesenheit etwas Schlimmes,oder gefährliches tat?
Jean war die Erste, die soetwas zu ahnen schien, aber noch nicht durchgriff.
Meistens lässt man das Übel zu lange währen....und dann wenn man eingreift, ist es schon zu spät.

Cait streubte sich einfach dagegen, dass sie dieses Übel sein sollte.
Sie war sie. Cait...freundlich, naiv, fit, verdammt gut aussehend....sie hatte ein gutes leben hier, einen Job, einen Freund...eine Aufgabe...war sogar in einer Spezieleinheit.

Und sie war....schwer geistesgestört, wie es schien.

Tränen unterdrückend, denn große Mädchen heulen nicht, kramte sie in der Unterwäsche-Schublade. Es wurde Zeit sich anzuziehen und den tag endlich zu beginnen. Viel Sport...Bewegung bis zum Umfallen...bis an die Grenze, dass war es, was sie heute brauchte.

Ihre Finger stießen beim aussortieren der Wäsche auf etwas kühles...Plastik...ein kleiner zylinder.
Cait zog ihn hervor und erstarrte in der Bewegung.

Die kleine Dose machte ein leises Geräusch von Tabletten, die in ihr aneinanderschlugen. Wie TicTacs.
Wo kamen die her? Wie kamen sie in die Unterwäscheschublade ihrer Kommode....und...wieviel hatte sie bereits davon gestern Abend genommen, ohne es zu wissen.

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