Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Nun huschte ein Grinsen über ihr Gesicht und sie war froh, dass sie mit dem Rücken zu Ashley stand. Sie verbannte es von ihrem Gesicht und drehte sich um.
"Wenn du eine Last wärst, hätte ich keinen Finger für dich gekrümmt. Also hör auf solchen Mist zu erzählen. Für Marylin bin ich kein Vomund, nur jemanden an den sich das Amt wendet, wenn sie Mist baut. Und das wird sie nicht, sonst gibt es Ärger.
Vormund bedeutet sinngemäß, dass du einen Ansprechpartner hast und ich dich unterstütze, bei was auch immer."
DAs war vllt. bischen sehr stark vereinfacht aber warum das Mädchen mit unnützem Zeug zu belasten. Die Entscheidugn war eh schon schwer genug.
"aber nicht das du denkst, ich bring dich ins Bett und putz dir beim Schnupfen die Nase, dass machst du dann wohl besser selbst..." sie zwinkert ihr zu und packte die Akte wieder in den Schrank.
Sie lächelte.
Nein, so klein war sie nun wieder auch nicht, als dass man ihr die Nase putzen oder sie ins Bett bringen müsste.
Es wäre also nur rein gesetzlich eine Veränderung, wenn es stimmte, was Ele ihr erzählte und warum sollte sie etwas anderes sagen.
Ashley drehte die Tasse in der Hand.
Sie hatte immer noch Angst, dass das Ganze in einer Katastrophe enden würde und sie nicht hierbleiben durfte.
"Was soll ich denen eigentlich sagen, wenn sie mich fragen, wie ich hierher gekommen bin und was ich hier will?"
Sie sah nachdenklich zu Ele.
Es war ja nicht so, dass Kanada nun direkt vor der Haustür lag.
"Wir sagen erstmal gar nichts." Sie ging wieder zum Schreibtisch und holte Papier und einen Stift. Beides legte sie vor Ahs auf den Tisch.
"Formlos, unsere Adresse. Hiermit stelle ich den Antrag auf Staatsbürgerschaft. Mein Vormund soll sein, und dann der Name. Sollten sie später noch Fragen haben, überlegen wir uns dann was. Momentan gehen wir davon aus, dass es ein Amt ist, ein staatliches Amt und die wollen nichts rührseeliges hören sondern einfach nur die Fakten. Ich werde dann noch eine Befürwortung des Antrages schreiben und dann sehen wir weiter."
Dann erhob sie sich und strich im Vorbeigehen sacht über Ashleys Haar oder war es nur der Windhauch vom offenen Fenster gewesen? Ele mochte das Mädchen und so war sie gern bereit, für Ashley die Vormundschaft zu übernehmen.
Wenn sie Mr Port richtig einschätzte dann war er noch nicht von der Bürokratie verdorben sondern kümmerte sich wirklich noch um die Probleme der Leute.
Ashley griff nach dem Stift und legte das unbeschriebene Blatt vor sich.
Sie begann mit dem Schreiben.
Was war es noch mal gewesen, was darauf sollte?
Sie überlegte.
Eine Berührung am Kopf ließ hochgucken.
Ele war an ihr vorbei gegangen. Hatte sie ihr gerade mit der Hand über den Kopf gestrichen? Sie war sich nicht sicher.
Ele zeigte kein Anzeichen davon, dass sie es gewesen sein könnte.
Sicher hatte sie sich das nur eingebildet.
Trotzdem legte sich ein Lächeln um ihre Lippen. Wenn das hier vorbei war und Ele es tatsächlich schaffen würde, sie hierzubehalten, dann würde Ashley sich irgendetwas ausdenken, um sie zu überraschen.
Schon beim Treffen in der Stadt, als sie Brooke und ihr die heiße Schokolade ausgegeben hatte, von den Noten ganz zu Schweigen, hatte Ashley das Gefühl gehabt, sich erkenntlich zeigen zu müssen. Jetzt reifte dieser Gedanke weiter.
Ashley wandte ihre Aufmerksamkeit wieder dem Blatt Papier zu. Wo war sie stehen geblieben?
Ach ja, schreiben. In welcher Reihenfolge hatte Ele ihr nochmal gesagt, sollte sie schreiben?
Adresse, dann den Antrag.
So ordentlich, wie sie konnte, schrieb sie die gefragten Dinge auf den Zettel. Ihre Schrift war gut lesbar, etwas verschnörkelt, eine typische Mädchenschrift.
Ele setzte sich wieder hinter den Schreibtisch.
"Nein, geh du zum Unterricht. Wenn sie dich sehen wollen, dann hol ich dich. Ich werd gleich von zu Hause aus zum Amt fahren, ein Abwasch."
Ihre Finger rasten über die Tastatur und sie tippte gleich mal die Befürwortung um sie dann nach dem Ausdrucken zu Ash´s Antrag zu legen. Alles kam in eine Klarsichthülle und wanderte in Eles Tasche.
"Wenn du noch bleiben möchtest hab ich nichts dagegen. Ich mach nebenbei mal weiter."
Sie konnte sich vorstellen, dass Ash jetzt nicht unbedingt allein sein wollte und ihre Anwesenheit störte sie nicht im Geringsten.
Vllt. half es ihr ja auch, bischen zu reden um das Ganze ein wenig sacken zu lassen. Hoffentlich konnte das Mädchen heute nacht schlafen. Der Schritt, den sie gemacht hatte, war ja nicht unbedingt klein.
Ele griff zum Hörer und rief bei sich zu Hause an.
"Brian, ich komme heute später... ja, hier ist alles in Ordnung. Na klar grüße ich Mr Summers von dir, sobald ich ihn sehe und chui auch und auch Mark. Du kommst zurecht, bis Mom und Dad kommen?"
Sie blickte auf die Wand und lächelte während sie zuhörte.
"Fein, dann komm ich heute abend nochmal zu dir rein, sobald ich da bin."
Der Hörer wurde aufgelegt und sie schaute kurz zu Ash, ob es ihr gut gin, dann tippte sie weiter.
Gut, dann würde sie morgen zum Unterricht gehen und warten, dass Ele wieder zurückkam, um ihr zu sagen, was bei dem Gespräch herausgekommen war.
Ja, ein wenig würde sie noch bleiben. Eles Gesellschaft war nun genau das Richtige, denn allein sein war im Moment nicht gut. Das was wäre wenn- Fragespiel war besser zu ertragen, wenn man nicht allein irgendwo herumstromerte.
Wie sollte sie diesen und den morgigen Tag nur rumbekommen? Sie hatte ja schon Schwierigkeiten dem Unterricht zu folgen, weil sie die ganze Zeit an Dave denken musste. Jetzt noch diese Sache mit der Vormundschaft und der Frage, ob alles reibungslos verlaufen würde.
Was war, wenn es wirklich Schwierigkeiten gab? Ele würde ihr helfen, aber was, wenn der Staat sagte, sie stimmten nicht zu?
Sie seufzte und sah einen Augenblick in ihre Tasse.
Ihre Augen spiegelten sich auf der Oberfläche des Tees.
Sie blickten nachdenkllich.
Sie trank einen Schluck und einen weiteren und lauschte dem Geräusch, das Eles Finger auf der Tastatur hinterließen.
"erzähl mir was von Kanada... ich hab schon viel gelesen aber dort war ich noch nicht."
Sie musste versuchen Ash ein wenig abzulenken. Grübeln war das Letzte was sie jetzt tun sollte. Obwohl Ele sich vorstellen konnte, dass es schwer war abzuschalten.
Sie wandte den Blick von der schimmernden Flüssigkeit und sah zu Ele.
Ein flüchtiges Lächeln erschien auf ihrem Gesicht.
Kanada.
Wunderschön wäre wohl das Wort, dass dieses Land am Ehesten beschreiben würde, jedenfalls wenn man von der Natur ausging, welche Ashley als Einziges von diesem Land vermisste.
Also warum nicht von der Natur dort erzählen.
"Du musst unbedingt mal dorthin und dir die Landschaft ansehen. Das ist das Schönste dort. Nicht, dass es hier nicht schön ist", beeilte sie sich zu sagen.
"Irgendwie kann man die Natur dort schwer beschreiben...das muss man gesehen haben. Hast du schon mal einen Bildband von Kanada in der Hand gehabt?"
Eleanora lachte leise.
"Ich hatte einen Buchladen, ehe ich zu Euch gekommen bin. Und ich hab einige Bücher über Kanada gehabt. Ich hatte einige ältere Leute unter meinen Kunden, die wollten solche Bildbände. Und da hab ich natürlich auch mal reingeschaut. Aber ich finde, Bilder können das nicht so gut zeigen."
Sie trank einen Schluck Tee.
"Das ist wie mit der Natur hier. Das kann auch kein Bild zeigen."
Sie liebte Schottland, ihre Wurzeln waren tief verankert. Ihre Familie war alt eingesessen und ihre Familiendynastie reichte weit zurück.
"Ich liebe die kanadischen Wälder und die Tiere dort. Ich bin oft als Falke über die Wälder und Seen geflogen oder habe von Felsvorsprüngen die Sonnenauf- und - untergänge mit angesehen. Aber das ist alles so schlecht beschreibbar."
Sie nahm einen weiteren Schluck aus ihrer Tasse.
"Die Landschaft hier ist ganz anders, viel wilder und rauer, aber sie hat auch ihren Reiz."
Aber was würde ich geben, wieder etwas von Kanada zu sehen...
"Ja, der Winter hier ist wild. Und an der Küste gibt es Winterstürme. Das ist ein grandioses Schauspiel."
Minutenlang betrachtete sie Ashley und ein spitzbübisches Grinsen schlich sich auf ihr Gesicht.
"Mmhh... würdest du mir denn als Reisebgleiterin zur Verfügung stehen, wenn ich nach Kanada fahren würde?"
Das Geld wäre kein Problem, durch den Verkauf des Buchladens hatte sie eine Summe bekommen, die ihr auf einige Jahre sorgloses Leben sicherte. Und so würde sie es vllt. wirklich mal wahr machen, dahin zu fliegen. bislang war es immer nur ein Wunsch, gemacht hatte sie es nie.
Als Eleonora sie so lange einfach nur stumm ansah, wusste Ashley im ersten Moment nicht, was sie davon halten sollte.
Sie hielt die Tasse mit dem Tee in der Hand und wartete ab, versuchte aber zwischendurch Eleonoras Gesichtsausdruck wenigstens etwas zu deuten. Es gelang ihr nicht.
Über was mochte Eleonora gerade wohl nachdenken?
Das plötzliche Grinsen, ließ sie unsicher lächeln.
Das Lächeln gefror sehr schnell, denn das was Eleonora sagte, war fantastisch - aber völlig unmöglich. Wie kam sie denn plötzlich darauf? Ashley als Reisebegleitung...
"Ich...willst du nach Kanada?"
Natürlich würde sie sofort mitfahren, aber sie hatte kein Geld. Eleonora konnte doch unmöglich für sie eine solche Reise bezahlen wollen, davon mal ausgenommen, dass Ashley das niemals annehmen würde, so sehr sie sich auch manchmal in die Wälder dort zurücksehnte.
Aber die Reise dorthin war viel zu teuer.
"Ja klar... ich hab es immer gewollt aber nie getan. Du weißt doch, wie das ist mit solchen Plänen. Man schiebt es immer vor sich hier. Und du bist ein guter Grund, es endlich mal zu tun."
Sie trank ihren Tee aus.
"Und falls du dir Sorgen machst wegen der Bezahlung. Ich bin kein Millionär aber man kann guten Gewissens sagen, ich hab viel Geld. Der Verkauf des Buchladens. Eine große Buchkette hat schon lange versucht hier in Inverness einen Fuss auf den Boden zu bekommen. Und es hat sich wunderbar gefügt, dass ich verkaufen wollte, die wollten kaufen und so konnte ich sie um eine schöne Summe erleichtern."
Wieder grinste sie spitzbübisch.
"Und außerdem, wenn ich allein fahren sollte bezahle ich noch für meine Dummheit, weil ich mich dort nicht auskenne und nicht weiß, wann mich jemand übers Ohr haun will. Du bist also im Reisepreis inbegriffen."
Und ein anderer Grund war, dass sie das Mädchen wirklich mochte und sich vorstellen konnte, wie es war, wenn man die Heimant so liebte und nie wieder zurück konnte. Aus welchen Gründen auch immer. Und es war sicher auch viel schöner zu zweit als allein.
Aber Ashley sollte erstaml alles verarbeiten. NOch war es nicht soweit und sie würden erst fahren können, wenn sich die allgemeine Situation etwas entsptannt hatte. Hier in der Schule ebenso wie im Umfeld.