Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
"Da muss ich sie enttäuschen Ms Lydecker. Ich hab keine Ahnung."
Und ich würde auch nicht darüber reden, wenn ich etwas wüßte. Ihre innere Stimme flüsterte es und sie blickte kurz zu Cait, aber die war ja, dem Himmel sei Dank, kein Gedankenleser.
Für den Kaffee hatte sie dann doch lieber die Maschine angeworfen und reichte nun Cait die Tasse rüber. Ihr Tee war schon lange fertig und sie nahm ihn mit, als sie wieder hinter ihren Schreibtisch ging.
Und was machte sie nun mit der jungen Frau? Ha! da fiel ihr doch glatt was ein.
Irgendwie schien die Mappe über die Weihnachtsferien der Lehrer noch nicht zu ihr zurück gefunden zu haben also packte sie die Gelegenheit beim Schopf.
"Werden sie die Weihnachtsferien bei uns verbringen oder in sonnige Gefilde flüchten?"
in ihrem Kopf hatten schon so einige Ideen Gestalt angenommen, was die einzelnen Lehrer so für Weihnachtsgeschenke zu erwarten hatten, wenn sie an der Schule sein sollten am Weihnachtsabend.
Im Stillen fügte sie ihrer Liste noch die zwei Neuankömmlinge hinzu und machte hinter einige Namen ein Fragezeichen.
Cait schaute einen langen Augenblick Eleanora an, dann auf den Kaffeepott, bevor sie diesen an sich nahm.
"Danke.." uschelte sie nochmal.
Ms. Fraser war für eine Vorzimmer-Bewacherin viel zu un-neugierig. Oder einfach nicht auf ein solches Gespräch aufgelegt. Statt dessen begann sie nun mit Weihnachten?
"Weihnachten fällt dieses Jahr aus..." meinte Cait trocken und nahm einen Schluck Kaffee.
Hey! Der war ja besser, als der in der Teeküche oben.
"Mal ehrlich, wenn wir die vermissten nicht bald...sprich in 9 Tagen wieder im Institut haben, wirds kein sehr fröhliches Weihnachten."
Sonnige Gefilde. Gott ja, liebend gern. Weit weg...lang und weit. Strand, Sonne, Palmen, klares türkises Wasser...
Realität?
"Nein, ich werde wohl hier bleiben...müssen. Hab das auch schon auf den Bogen da gekritzelt, der durch die Fächer gewandert ist." beantwortete Cait die Frage und schubberte mit dem Fuß gleichmäßig über den Teppich.
"Ich bin Optimist. War ich schon immer und werde es immer sein. Also wird alles gut gehen."
Ihre Stimme war fest und sicher und das alles verkündete sie mit einem Brustton der Überzeugung, dass man neidisch werden konnte.
"Gut, und da Weihnachten dieses Jahr nicht ausfällt, dürfen sie auch einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann schreiben."
Sie fühlte sich ebenso mies wie die Lehrer, als sie an die vermissten Schüler dachte. Alle hier waren ihr irgendwie ans Herz gewachsen, obwohl sie nur die wenigsten näher kannte.
Nur leider konnte sie nicht viel tun, außer den Betrieb so weit wie irgend möglich am Laufen halten. Und grübeln, aber das brachte so gut wie gar nichts, also blieb nur die Tagesordnung.
Und die bestand momentan bei ihr in der Weihnachtsvorbereitung. Was konnte man der guten Ms Lydecker unter den Weihnachtsbaum legen?
Sitzen eine Optimistin und eine Pessimistin in einem Zimmer...
"Meinen letzten Wunschzettel an den Nordpol hab ich verschickt...da war ich 14, glaub ich..." meinte die Hawaiianerin und rührte wieder mit dem Löffel im Kaffee, obwohl sie überhaupt keinen Zucker darin hatte.
"Wissen sie, was darauf stand....ich hab geschrieben: Gott...ehm...meine Mom war immer sehr gläubig gewesen...also: Gott hört mir nicht mehr zu, darum lieber Santa wünsche ich mir von dir, dass ich kein Monster mehr sein muss."
Kurze Schweigesekunde.
"Ein Jahr später wollte ich einfach nen CD-Player und ein Skateboard" schmunzelte sie und trank den gut umgerührten Kaffee. "Hab nen ziemlich peinlichen Badeanzug und nen gebrauchten Kassettenrecorder bekommen, dabei hat mein Dad Geld wie Heu..." Nun driftete sie schon wieder ins Schwafeln ab, bemerkte es aber selbst und bremste sich wieder.
"Um die Sache ab zu kürzen. Ich denke ich bin wunschlos glücklich...was das Materielle angeht. Machen sie sich bitte keine Umstände." Ansonsten wünsche ich mir von meiner blöden Therapie befreit zu werden und wieder arbeiten zu dürfen...
Cait sah wieder zur Tür. Ro war also zurück und mit ihr eine Biologielehrerin, die so etwas schon jahrelang in New York gemacht hatte. Der Schulschwesternjob war mehr oder weniger unterstützend für Jean, aber es war nichts, was sie nicht auch alleine machen konnte. Also blieb nur die Mitgliedschaft im Club der geheimen Superhelden-Lehrer...oder kurz X-odus.
Exodus?
Wer hatte sich eigentlich diesen unheilsschwangeren Namen ausgedacht?
"Ich wünsch mir Sommer..." meinte Cait dann nochmal in die Stille ihrer Gedanken. "Das wär mal was originelles...Sommer im Winter."
"Sie sind ein schwieriger Kunde Ms Lydecker. Sommer im Winter... ich werde schwere Verhandlungen führen müssen. Und bis ich da Erfolg haben werde, ich Weihnachten vorbei und der Sommer wieder da. Ich denke, für den Augenblick werd ich die Verhandlungen wohl dann nicht beginnen sondern was Materielles in Erwägung ziehen."
Sie zwinkerte ihr zu und grinste.
"Und solange sie keine Wünsche äußern, steht noch die Rute für sie zur Auswahl."
Hach, war es nicht toll, einen Optimisten zu haben? Manchmal verwünschte Ele ihren Optimismus, aber im Moment war sie froh darüber. Sie wünschte sich von ganzem Herzen, dass alle wieder zurück kommen würden, von wo auch immer.
Ele war während des Gesprächs nicht untätig gewesen sondern hatte Akten aufgefüllt, Briefe getippt und auf das Telefon gelauscht, dass vllt.klingeln würde.
Trotzdem zuckte sie zusammen, als es das dann doch tat.
Nachdem sie sich gemeldet hatte und eine Weile dem anderen Sprecher zugehört hatte, lächelte sie.
"Das sind ganz wunderbare Neuigkeiten Mr Port, ich werde es Ashley umgehend erzählen. Sie wird sich sicher sehr freuen.
Vielen Dank für Ihre Hilfe."
Dann legte sie auf und holte erstmal tief Luft.
"HA!..... " rief sie lauthals in den Raum und grinste dann wie ein Honigkuchenpferd zu Weihnachten.
Ein Priester? Das wurde ja immer bunter hier. Wer hatte denn bitte die letzte Ölung gebraucht, dass Beichtpapa-vom-Dienst Gabriel O'Reilly es nicht hatte übernehmen können?
Ros Blick galt noch einen Moment länger Kassander. "Nora?" Wer war denn Nora nun wieder? Wer auch immer - hatten sie ein neues Teammitglied?? -, sie nickte letztlich.
"Gut, kannst du dich darum kümmern Kass und die ganze Sache mal hinterfragen?" Wenn der Priester nun allerdings von Schuler- und Lehrerschluckenden Siegeln gewusst und niemanden gewarnt hatte, würde Ororo ihn nach der ganzen Sachen eigenhändig erwürgen (oh ja, sie würde, könnte sie auch ein Bäffchen nicht von abschrecken!).
"Jean..." und sie würde sich später bei ihr dafür entschuldigen, dass sie sie zur Arbeit animierte, wenn sie ihr eigentlich am liebsten Ruhe verordnen würde. Andererseits: Sie kannte Jean doch - und das letzte was Jean jetzt machen würde wäre Ruhe geben. "...fühlst du dich fit genug Bobby eine kurze Einführung in die Subs zu geben? Wir können wohl jede Hilfe gebrauchen."
Und zwar wirklich jede, denn auch Storm hatte nicht wirklich eine Idee, wie sie nun eigentlich an ihre Verschwundenen heran kommen würden.
"Ich werd' Finnja suchen. Ich schlage ein Treffen des restlichen Teams in einer Stunde vor. - Hat jemand bereits die Schüler informiert oder müssen wir mit einer baldigen Panik rechnen, dass ihre Mitschüler verschwunden sind?" Wobei der Blick an Kassander ging. Ja, Schulleiter war ein lausiger Job. Hatte ihm niemand gesagt? Das tat ihr jetzt... eigentlich gar nicht leid! Aber einer musste doch die Arschkarte ziehen.
"Wenn nicht sollten wir das als weiteren Punkt für den Briefingroom aufheben.
Noch Anmerkungen?"
„Nicht von meiner Seite“, antwortete Jean, die sich geschmeidig aus dem Sessel erhob und Bobby am Arm griff, um ihn in Richtung der Tür direkt zum Flur zu führen. Nachdem sie die letzten Stunden in den Subs verbracht hatte und überhaupt einen Hang dafür zu entwickeln schien, tat ihr eine kleine Abwechslung mit Gespräch und Rundgang ganz gut.
„Ich bin OK, ansonsten kann Bobby mich tragen“, meinte sie schmunzelnd oder zumindest versuchsweise. Hey, sie war schwanger, einsam, aber nicht krank oder anderweitig verhindert.
Der obligatorische Rückblick, bevor sie die Tür aufzog und wenn nichts weiter anlag, waren sie hindurch verschwunden.
Bis zum Treffen in den Subs, dürfte sie Bobby einen guten Einblick und die nötigen Anmeldungen verpasst haben, so dass er problemlos ein und aus gehen konnte.
Die Rute?
Naja, richtig brav war sie ja eh nich gewesen.
Cait zwang sich ebenfalls zu einem Lächeln ab, auch wenn sie nicht ganz verstand, woher das triumphale Grinsen in Eleanoras Gesicht herkam und trank wieder von ihrem Kaffee.
Anscheinend war nicht jedes Telefonat mit einer schlechten nachricht verbunden gewesen? Während des Gesprächs hatte Cait ihren Kaffee geleert und noch einmal Richtung Tür gelauscht.
Die verdächtige Stille ließ vermuten, dass die interne Besprechung zu Ende war, dennoch wagte Cait nicht ins Büro zu schauen.
"Danke für den Kaffee und das Gespräch, Ms Fraser..." meite sie knapp und stand auf. Ihre Füße waren eiskalt und dasselbe galt für die Hände.
Nach dem anstrengenden Training vielleicht ein ausgiebiges Bad und dann Mittagessen, oder so?
Cait wand sich der Tür zu "Und machen sie sich keine Umstände wegen Weihnachten...was mich betrifft."
Weniger Bäffchen als vielmehr Kollare, denn der Typ war augenscheinlich ein katholischer Priester gewesen. Aber Kassander wollte ja nicht klugscheißern (obwohl er das nun wirklich mit Vorliebe tat und nicht einmal getauft war!). "Miss Fraser", antwortete er schließlich auf Ororos Frage und verzog den Mundwinkel dabei. "Die neue Sekretärin." Was sah ihn Ro denn jetzt so an, he? Er hielt nicht viel von Förmlichkeiten.
"Ich werde ihr auftragen, den Priester anzurufen. Sie kann auch gleich die Schülerinnen noch einmal offiziell benachrichtigen, deren Zimmergenossinnen verschwunden sind." Allerdings war sich Kassander recht sicher, dass die es bereits wussten. Aber so war es eben... offiziell. Er nickte noch einmal knapp und stieß sich vom Schreibtisch ab, um ins Nebenzimmer zu gehen und Nora die Aufgaben zu übermitteln. Hey, wozu war er im Moment Schulleiter, wenn er dann alles selbst machen sollte? So eine Hierarchie war doch was Tolles. Natürlich würde er später auch im Briefingroom sein. Sobald er alles erledigt hatte, was den Schulablauf betraf.
"Zu spät" rief sie Cait noch lachend nach ehe diese die Tür hitner sich schließen konnte.
Dann öffnete sich die Tür zum Schulleiterbüro und Kassander kam herein.
Aufmerksam schaute sie ihn an. Irgenwelche Zeichen von Aufregung oder Wut?
Sie griff automatisch nach Stift und Block um zu notieren, was er sagte, bzw. seine Anweisungen.
Mittlerweile hatte sie ihn so gut kennen gelernt, dass sie ihm alles Unwichtige und Mühsame vom Hals hielt. Sie mochte ihn und respektierte ihn und hoffte nur, dass es nicht zuviel war, was da auf ihn einstürmte im Moment. Sie würde auf jeden Fall alles tun, um ihm zu helfen.
Es war nicht mehr auszuhalten gewesen. Ashley hatte lange mit sich gehadert, wann sie zu Eleanora gehen und ob sie es gleich oder heute überhaupt tun sollte.
Sie kam sich vor wie ein Feigling, aber wahrscheinlich hätte sich jeder so gefühlt, wenn er in ihrer Lage gewesen wäre.
Nun stand sie, wieder einmal, vor der Tür zu Eleanoras Sekretariat.
Sie hob die Hand, um zu klopfen, ließ sie jedoch unverrichteter Dinge wieder sinken.
Was, wenn das mit ihrer Einbürgerung nicht geklappt hatte? Was war, wenn bereits jemand aus Kanada hierher unterwegs war, um sie wieder mitzunehmen?
Panik befiel sie. Sie wollte nicht mehr zurück. Aber könnte sie überhaupt etwas dagegen tun, wenn es so wäre?
Sie könnte erneut weglaufen, doch wohin?
Ein anderer Gedanke, der ihr kam, war so scheußlich, dass sie ihn sofort wieder aus ihren Gedanken verbannte.
Sie hatte sich gerade vorgestellt, dass sie einfach den oder diejenige mit ihrer Mutation vertreiben könnte.
Sie biss sich auf die Lippe. Niemanden verletzen. Das war es doch gewesen, was sie sich immer vorgehalten hatte.
Von drinnen klangen Stimmen zu ihr. Sie konnte Eleanora lachen hören. Die Tür öffnete sich, Miss Lydecker stand vor ihr.
Ashley wich von der Tür zurück. - Um ihr Platz zu machen?
Irgendwie wirkte es, wie eine Flucht.
Cait massierte sich die Schläfen...irgendwas musste sie zu dem Mädchen sagen, ohne eine Konversation anzufangen, denn sie wollte jetzt eigentlich nur noch unter einen Strahl heißem Wassers die Augen schließen.
"Geh ruhig rein...ist nur Ms. Fraser drinnen..."
Pflichtsatz erfüllt, zu einem Lächeln hatte es nicht mehr gereicht, da steuerte sie auch schon die Treppen nach oben an.
Ashley sah der Lehrerin verwirrt nach, als sie an ihr vorbei zur Treppe ging. Es schien eher ein Schwanken zu sein.
Sie schien immer noch krank zu sein.
Die Tür stand halb offen.
Eleanora war hinter ihrem Schreibtisch. Das Geräusch einer sich öffnenden Tür drang zu Ashley hinaus auf den Gang.
Eleanora hatte sie noch nicht bemerkt. Ihr Blick war auf einen Bereich des Zimmers gerichtet, den Ashley nicht einsehen konnte. Doch sie wusste, dass dort das Schulleiterbüro war.
Anscheinend war gerade jemand dort heraus gekommen.
Spätestens, als Eleanora Kassander beim Namen nannte, hatte sie die Gewissheit, dass wirklich gerade jemand den Raum betreten hatte.
Ashley zog die Tür mit einem hastigen "Tut mir leid, ich wollte nicht stören. Komm nachher wieder", wieder zu.
Nun stand sie erneut vor der verschlossenen Tür und war dort, wo sie mit ihren Gedanken vorhin gewesen war, bevor Miss Lydecker die Tür geöffnet hatt.
Ashley? stimmt, den dunklen Schopf kannte sie nun mittlerweile.
Wie ein geölter Blitz schoss sie hinter dem Schreibtisch hervor und war an der Tür um dies aufzureißen und vor Ashley zu erscheinen.
"Hiergeblieben, du kommst mir gerade recht." aber sie lächelte, damit Ashley sehen konnte, dass es ein Scherz war.
"gute Neuigkeiten Ash, warte bitte hier. Ich muss nur noch etwas mit dem Schulleiter klären, dann hole ich dich herein." Sie wuschelte ihr kurz durch die Haare und zwinkerte ihr zu. Sie hatte die Angst des Mädchens gesehen, die sie hergetrieben hatte. Und es war verständlich.
Noch ein kurzer Stups auf die Nase, dann war Ele wieder im Büro verschwunden und hatte die Tür geschlossen.
"So Kassander, und nun zu uns beiden. Was soll ich erledigen?" Und sturmbereit stand sie vor Kassander, den Stift in der einen, den Block in der anderen.
Die Tür wurde aufgerissen und nach noch nicht mal einer Minute schon wieder geschlossen.
Resultat? Ashley stand wieder vor einer Tür. Es hatte sich nichts geändert.
Oder doch?
Natürlich hatte sich etwas verändert.
Ihre Haare waren zerstrubbelt und sie hatte das Gefühl, ein tonnenschwerer Stein sei von ihr abgefallen.
Eleanora hatte gesagt, sie habe gute Neuigkeiten. Das konnte doch nur eines bedeuten...
Sie war nun Schottin.
Sie lächelte und starrte auf die Tür vor ihr.
Hatte sie es wirklich geschafft?
Die Zeit, die sie nun hier draußen warten musste, würde die Längste ihres Lebens werden...
Sie hoffte, dass Eleanora sich beeilen würde. Im Moment gab es für sie nichts Wichtigeres, als die Frage, was nun geschehen würde.
Konnte Kassander nicht einfach warten?