Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
"Die Kanadier haben nichts dagegen, dass du unsere Staatsbürgerschaft annimmst. Die Akten werden sofort losgeschickt.
Mr Port hat mir allerdings auch gesagt, dass es einige neue Erkenntnisse bezüglich deiner Herkunft gibt. Die Eltern, die du als deine Eltern kanntest, waren nicht deine leiblichen Eltern.
Nach dem Erkenntnisstand der Kanadischen Polizei waren deine Eltern Indianer.
Näheres wird in den Akten stehen und wir können sie einsehen, sobald sie hier sind.
Schlussendlich, du bist auf dem besten Weg, eine Engländerin zu werden."
Ele lächelte und freute sich für Ashley. Sie hatte es verdient, einen Platz zum Leben zu haben.
Hoffentlich freute sie sich auch so.
Ashley wusste im ersten Moment nicht, ob sie lachen oder weinen sollte.
Das war wirklich die beste Nachricht, die sie seit langem gehört hatte.
Die Freude auf ihrem Gesicht verschwand jedoch wieder, je mehr Eleanora erzählte.
Wie neuer Erkenntnisstand zu ihrer Herkunft? Sie wusste doch woher sie kam. Warum sollten ihre Eltern nicht ihre richtigen Eltern gewesen sein?
Indianer?
Sie musste sich setzen.
Die irrten sich bestimmt. Wahrscheinlich war es ein Fehler der Behörden dort. Sie hatten sie sicher mit einem anderen Mädchen verwechselt.
Wenn ihre Eltern nicht ihre richtigen Eltern waren...weshalb sollte ihre leibliche Mutter sie dann weggegeben haben?
Wenn es stimmte, was nicht sein konnte,.....lebten ihre leiblichen Eltern am Ende noch?
Doch warum hatten sie sie weggegeben. Immer wieder diese Frage.
"Wann werden...die Akten denn da sein?", fragte sie mit stockender Stimme.
"Das weiß ich nicht. Aber ich werde angerufen, wenn wir auf dem Amt erscheinen müssen. Dann musst du nur noch unterschreiben, ich muss unterschreiben und dann ist es erledigt."
Sie setzte sich zu Ashley.
"Und dann kümmern wir uns um deine Eltern. Die leiblichen wie deine Pflegeeltern. Wir werden schon heraus finden, was da los ist. Und da könnten wir doch unsere Reise dazu nutzen. Glaub ja nicht, dass ich das schon vergessen habe."
Eleanora lächelt und strubbelt wieder über Ashleys Haare. Irgendwie verführt dieser dunkle Schopf dazu.
Unterschreiben...so einfach schien alles gegangen zu sein. Sie nickte nur. Das, was Eleanora da eben von ihren Eltern, beziehungsweise ihren Nicht-Eltern erzählt hatte, musste sie nun doch erst einmal verarbeiten.
Konnte es wirklich sein, dass da ein Fehler unterlaufen war?
Die Reise. Während sie versuchte das von Eleanoras Hand zerzauste Haare wenigstens ein bißchen wieder zu ordnen, fragte sie sich, wie sie Eleanora dazu bringen konnte, von dieser irrsinnigen Idee abzukommen.
Nicht, dass sie nicht fahren wollte - Im Gegenteil. Sie konnte sich nichts schöneres vorstellen.
Wenn sie nun nicht mehr illegal hier war, dann brauchte sie sich über einen Aufenthalt in Kanada gar keine Gedanken machen.
Aber Eleanora konnte doch unmöglich soviel Geld für eine Reise, und noch dazu für sie, ausgeben, egal wieviele Buchläden sie verkauft hatte.
"Wie sind die Behörden eigentlich auf die Idee gekommen, ich könnte von Indianer abstammen?"
Vor allem, von welchen denn? Sie wusste zwar, dass es noch wenige Stammesangehörige gab, aber ihre Zahl war so gering und ihre Aufenthaltsorte so durcheinander, dass sie sich nicht vorstellen konnte, welchem Stamm sie letztendlich angehören sollte.
"Ich meine, was haben sie denn genau gesagt?", fügte sie hinzu.
"Nun, Mr Port hat mir nur die Fakten genannt, die der Kanadische Polizist ermittelt hat und die in deiner Akte stehen. Und die hab ich dir gesagt. Wie und warum die Polizei darauf gekommen ist, kann ich dir leider nicht sagen.
Aber ich denke, dass werden wir erfahren, wenn wir die Akten lesen können.
Sicherlich ist es für dich erstmal schwer, dass alles zu verdauen. Aber du brauchst nun keine Angst mehr zu haben. Bald bist du eine von uns." ein Zwinkern begleitet diese Worte.
Und fast hätte sie wieder Ashleys Haare verstrubbelt.
"Versuch einfach, es nicht weiter zu beachten. Wird sicher niciht leicht fallen aber im Moment können wir nichts weiter tun. Und ich denke, die gute Nachricht ist im Moment sicher wichtiger oder?"
Hoffentlich kamen diese Akten bald. Gab es denn immer irgendetwas, was sie wieder zum warten verdonnerte? Erst warten auf Dave, dann warten auf die gute Nachricht der Einbürgerung und nun wartete sie wieder...(das warten vor der Bürotür nicht mitgerechnet.)
Sie hatte keine Lust mehr zu warten.
Wieder nickte sie.
"Ja, natürlich ist es gut, dass ich hierbleiben kann und ich freue mich auch darüber", sie brachte sogar ein Lächeln zustande, das halbwegs echt aussah, auch wenn ihr innerlich überhaupt nicht danach zu Mute war.
Sie musste unbedingt Dave davon erzählen...
"Wann können wir die Akten ansehen?"
Hatte Eleanora das nicht gerade erzählt? Sie wusste es nicht mehr.
"Ich werd es mit der Schulleitung besprechen." Leider konnte sie Ash keine Hilfestellung leisten zu ihrer Bemerkung über die Dauer.
ABer das Dave zurück kommen wollte, das freute sie sehr.
Sie hatte keine Ahnung, was die Schulleitung sagen würde, aber sie würde es auf jedne Fall versuchen.
So ganz ohne Eltern war auch nicht so prall.
Marinja hatte an der Tür geklopft. Sie war zusammen mit Nico gleich von der Turnhalle hier her gekommen und nun warteten sie, bis sie eingelassen wurden.
Marinja lächelte kurz Nico an, dann wanderten ihre Gedanken wieder an ihre vermissten Zimmergenossinen, ob Miss Fraser vielleicht etwas Neues wusste. So wie es aussah, war Mr Knight es nicht gewesen und Doc Grey hatte heute Mittag auch nicht viel darüber verloren, aber seitdem waren ein paar Stunden vergangen, in den viel passieren konnte.
"Gut, dann werde ich Dave Bescheid sagen. Für alle Fälle geb ich dir seine Emailadresse."
Sie sah sich nach einem kleinen Zettel um und einem Stift. Auf Eleanoras Schreibtisch lag Beides.
In feiner Schrift schrieb sie Dave_Sartre @hotmail.com und reichte den Zettel an Eleanora weiter. Das sie Daves Adresse vielleicht schon haben könnte, hatte sie nun gar nicht bedacht...
Es klopfte. Noch jemand, der zur anscheinend Sekretärin wollte.
Ashley lächelte Eleanora zu.
"Dann will ich mal die Nächsten reinlassen. Vielen Dank für alles..."
Einem Impuls folgend trat sie schnell an Eleanora heran und umarmte sie.
Dann verschwand sie hastig aus der Tür.
Ein schnelles "Hallo Marinja, hi Nico" und dann war sie weg.
Dieses Jahr würde es zum ersten Mal Weihnachtsgeschenke von ihr geben. Für Dave hatte sie schon eine Idee und Eleanora würde auch gehen. Falcon würde etwas schwieriger werden,aber in der Stadt fand sich bestimmt etwas passendes.
Marinja betrat also den Raum, aber nicht ohne Ashley ebenfalls vorher zu grüßen. Das Gleiche wiederholte sie bei Miss Fraser und betrat vor Nico das Zimmer.
Sie setzte sich auf einen der angebotenen Stühle und fing auch gleich mit ihrem Anliegen an:
"Es geht um den Flug nach Kanada. Wäre es möglich noch ein Ticket zu organisieren, Hin- und Rückflug natürlich? Für Nico, er würde gerne mitkommen. Ich weiß, ist was kurzfristig, und das noch so kurz vor den Feiertagen, aber vielleicht haben wir ja Glück?" Sie sah ihr Gegenüber erwachtungsvoll an. Klar wusste sie, dass Miss Fraser die Tickets nicht aus einem Hut zaubern konnte, aber man kann ja nie wissen.
Marinja wollte erst mal dieses Problem gelöst haben, bis sie nach ihren Zimmergenossinen fragen wird, auch wenn das eigentlich viel wichter sein sollte.
Elanora erhebt sich und geht zum Schreibtisch, ein kurzer Griff in den Rolodex und sie hat die Karte vom Flughafen.
Die Nummer gewählt und dann hat sie Glück, dass es die gleiche junge Frau ist, mit der sie den Flug für Marinja damals durchgeangen war.
"Hallo Ms Drust, hier ist Eleanora Fraser. Ich brauch noch ein Flugticket für einen unserer Schüler...."
Nach wenigen Minuten nickt sie und grinst Marinja und Nico an. Sie legt den Hörer auf.
"Erledigt. Aber morgen hättet ihr nicht mehr kommen dürfen. Die Maschine ist so gut wie voll und wir hatten Glück, daß ein Ticket zurück gegeben wurde. Das wäre morgen garantiert weg gewesen."
Sie setzt sich wieder zu den beiden und gibt Marinja den Zettel mit der Ticketnummer.
"Sie schickt es uns zu. Sobald es hier ist,komme ich zu euch."
Sicher gut, wenn Mari nicht allein flog. Aber sie hatte den Flughafensicherheitsdienst schon angerufen und um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Die wahren Gründe hatte sie natürlich nicht gesagt. Sie war auf die Schiene gegangen, von wegen Kind und allein fliegen. Das hatte auch gereicht. Der Alptraum jedes Polizisten, dass ein Kind verschwindet.
Ele lehnt sich zurück und macht nicht den Eindruck, als hätte sie zu tun und würde froh sein, wenn die beiden endlich verschwinden würden. Ganz im Gegenteil, als würde sie sich auf ein Schwätzchen freuen.