Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Für sie als Engländerin, vielmehr Schottin, war es schon amüsant, dem Treiben der Amerikaner zuzusehen. Ebenso, wie sie in letzter Zeit über verschiedene Unstimmigkeiten gestolpert war, war dieses so groß gefeierte Fest für sie doch etwas seltsam. Vor allem, da man später die Indianer vertrieb, und sie ins Unglück stürzte.
Als sie Xavier dies gesagt hatte, hatte er sie nur in seiner typischen Art aufgeklärt, dass man die Dankbarkeit feiere, und sie hätte doch auch sicherlich etwas, dem sie dankbar sei.
Und tatsächlich, das hatte sie. Vor allem, als sie hörte, dass ein paar aus Inverness kämen. Wer wohl? Sie war schon die ganze Zeit aufgeregt und kribblig. Solange Brooke nicht mitkäme. Xavier hatte zwar versucht, sie in der Beziehung zu sensiblisieren, aber sie konnte nicht zu jedem freundlich sein.
Wie bei jedem Feiertag, halfen die Schüler bei den Vorbereitungen, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Und sie genoss es, denn sie hatte sich wirklich gut eingelebt. Erstaunlich, wie gut sie sich eingelebt hatte, aber sie war hier glücklich. Oder zumindest fast.
Und das hier war das, was ihrer Familie am nächsten kam. Sie wollte gar nicht woanders sein.Der Tag rückt näher. Und damit auch die Gäste.
Sie hatte Logan nicht finden können, aber sie brauchte jemanden, dem sie sich anvertrauen konnte. Jean gehörte dazu, auch wenn sie manchmal etwas geistesabwesend war.
Und so klopfte es am Nachmittag an der Türe des Krankenzimmers. Hoffentlich war sie da. Bitte.
Manche werden es vielleicht gemerkt haben - die letzten Wochen war ich nicht mehr mit der rechten Begeisterung bei der Sache. Heute habe ich mich zu dem Entschluss durchgerungen, vorerst jedes online Rollenspiel abzubrechen.
Ich hab wirklich gern mit euch gespielt, aber mit fehlt momentan die Energie und Lust, die man in einen Charakter stecken muss. Ich werde mich mehr mit anderen Dingen beschäftigen. Über ICQ werd ich auch weiterhin erreichbar sein.
Den Abschluss hatte ich mir so vorgestellt, dass Elayne ihrer neuesten Visionen wegen nach N.Y. fliegt, um sie aufzulösen. Und gleich auch dort bleibt. Aber das bleibt der SL vorbehalten.
Tja.... hier oben war sie nicht besonders oft gewesen, es war die Frage, ob sie überhaupt hier sein durfte. Aber das war ihr egal. Sie wollte einen Lehrer finden, und wusste nun einmal nicht, wo sie anfangen sollte. Also suchte sie zuerst bei den Lehrerzimmern, klopfte dort an und schaute nach einer angemessenen Zeit hinein. So wirklich glaubte sie nicht daran, dass Raguel dort sein würde. Oder überhaupt ein Lehrer. Aber sie musste ja irgendwo anfangen.
"Hereinspaziert" meint sie lächelnd und hält Suki die Türe auf. Das Zimmer ist ähnlich groß wie ihres, wirkt aber enger dadurch, dass jedes Bett belegt ist. Aber gerade ist keine ihrer Mitbewohnerinnen da.Naja, die würden schon noch auftauchen.
Es sit weder ebsonders ordentlich noch unordentlich. An Elaynes Bett, auf dass sie sie nun setzt, finden sich mehrere Bücher, bezogen ist es mit einer Rosenbettwäsche.
"Wie geht es dir?" Sie fragt es nun schon zum dritten Mal, und wirkt überbesorgt und gluckenhaft. Selbst gestützt hätte sie ihn, wenn er es zulassen würde.
"Hast du das öfters? Ist es schlimm?"
Sie sieht ihn von der Seite an. Bitte stirb nicht.
Sie sind egrade auf dem Weg zum Krankenzimmer im ersten Stock. Hoffentlich war Dr. Grey da.
Sie wachte recht früh auf, schon um halb sechs, womit sie zwei Stunden damit verbringen konnte, sich auf den Unterricht vorzubereiten. Naja, zuerst einmal gönnte sie sich eine warme Dusche, schrubbte sich gemütlich, und weckte damit wohl ihre Mitbewohnerinnen. Ob sie wohl langsam Regeln für das Zimmer aufstellen sollten? Aufräumen, aufstehen, duschen, putzen und so? Naja, viel mehr freute sie sich doch auf den bevorstehenden Tag. Endlich Unterricht. Sie hatte ihn wirklich vermisst, ihren Kopf hatte sie in den letzten Tagen so gut wie nie anstrengen müssen. Dafür waren ihre Gefühle langsam überstrapaziert, und sie freute sich darauf, sie mit kühler Mathematik zu beruhigen, oder mit chemischen Gleichungen zu beschäftigen. Wen sie wohl kriegen würde, mit wem sie wohl in eine Klasse kam?
In Jeans und einem fein geblümten Top kam sie wieder heraus. Von der Feuchte ringelten sich ihre Haare ganz von alleine, und sie unterließ es, sie zu bändigen. Etwas Chaos konnte sie ja in ihr Leben bringen. Sofern Julie und Cathy schon wach sind grüßt sie diese mit einem überschwänglichen "Guten Morgen!"
Es war sechs Uhr morgens.
"Komm."
Sie führt Juliece ins Zimmer rein und schließt die Türe mit dem Fuß hinter sich. Es war still hier oben, die meisten waren noch unten. Sanft setzt sie ihre Freundin auf deren Bett.
"Soll ich dir was zum Essen oder trinken besorgen?"
Echte Sorge um Julie zeigte sich bei Elayne, und verdrängte für den Moment die Wut.
Sie hatte heute morgen einfach mal allein sein müssen, und so hatte sie sich in ihrem Zimmer vergraben, bis Julie und Spy weg waren, und sich dann erst aufgemacht. Die beiden würden sie verstehen, das war das Schöne an ihren Gaben. Sie brauchte keine Worte. Sie hatte ein wenig Zeug ausgepackt... es sah verdächtig nach einem Ordner aus, einem Mäppchen, und ein paar Büchern.
Schnell noch hatte sie sich was aus der Küche stibitzt, als grad niemand da war. Und sich dann in die Bibliothek begeben.
Die Sachen hatte sie erst einmal beiseite gelegt. Umso wichtiger war es ihr, den Duft einzuatmen, die Reihen entlangzustreichen, die Buchrücken zu studieren.
Aller Kummer schien wie vergessen. Sie tauchte in eine ganz andere Welt ein. Eine vertraute. Sie vermisste das Lesen, sie vermisste das Lernen. Ein Gefühlschaos - damit konnte sie nicht umgehen.
Sie könnte das stundenlang tun - herumstöbern, Bücher ehrausgreifen, Beschreibungen lesen, stöbern. Egal ob Roman oder Sachbuch.
Das war wahre Leidenschaft.
Sie war aus Jeans Büro geflüchtet, regelrecht geflüchtet. Zuerst hatte sie nicht gewusst, wohin, aber bald wurde es ihr klar. Wenn auch nicht offensichtlich, ihre Beine trugen sie einfach dort hin.
Es war derselbe Platz, an dem sie gestern Raguel zum letzten Mal gesehen hatte. Es war seltsam. Obwohl sie sich kaum kannten, hatte er schon so viel Platz in ihrem Leben eingeräumt.
Zu irgendwas musste ihre Gabe doch gut sein.
Die ganze Zeit hatte sie sie ertragen müssen, hatte es hingenommen, mit Toten zu sprechen, sie zu sehen, deren Gefühle zu leben, mehr von ihnen mitzubekommen, als sie wollte.
Sie lässt sich ins Gras fallen. Spürt es unter ihren bloßen Händen, riecht es, fühlt es. Sie kniet sich hin, die Hände legt sie auf die Beine. Die Augen schließt sie.
Es war an der Zeit, etwas zurückzufordern.
Sie sucht den Zustand, den sie einnimmt, wenn sie ihre Großmutter zu sich ruft, die sie jedoch allzu gerne aufsucht. Die einzige, die beständig bleibt. Aber diesmal sieht sie ein anderes Gesicht vor ihrem inneren Auge, ruft eine andere Person herbei.
Wieso sie hierher geflüchtet war?
Sie konnte es nicht sagen.
Aber die ausladenden Zweige des Baumes beschützten sie.
Und trotzdem konnte sie von hier aus das Treiben beobachten.
Sie erinnerte sich, wie oft sie sich in der Garderobe versteckt hatte, um ihrer Familie zuzusehen. Dem kleineren Bruder, der "normal" war und deswegen geliebt wurde.
Und weil sie sich hier allein wähnt und allein fühlt kommen die Tränen.
Sie sprang fast aus dem Auto auf den Boden, etwas unruhig.
Eine kaum defineirbare Mischung von gefühlen zeichneten sich auf ihrem Gesicht ab - Angst, Hoffnung, Schüchternheit, Unglauben,...
Sie schien fast zu zerspringen.
Und das hier ist es?
Ein SCHLOß??? Unglauben tönt in ihrer Stimme mit.
Aber auch Vorfreude. Das war ja so..fast romantisch.
Ihr Blick wandert endlich weg vom Institut zu den beiden andren hin.
...und schon verirrt.
Ein Hügel. Ein Loch.
Das konnte überall sein.
Und es würde bald dunkel werden. Zum Heulen war das. Richtig zum Verzweifeln. Und überall raschelt es. Tiere?
Wieso nur hatte sie gedacht, es sei klüger, Iverness zu umgehen?
Als ob ihre Eltern nach ihr suchen würden. Eine schöne Wunschvorstellung.
Und nun war sie HIER. Im Nirgendwo. Mit wenig Geld, kaum Essen und der zerfledderten Ausgabe von Tolstois Anna Karenina.
Man würde nie ihre Leiche finden.
Wie die von Helen.
Helen? Sie kannte gar keine Helen. Und doch wusste sie, wie sie aussah. Hübsch, mit blonden Locken. Ihr Alter.
Es war 1952, und auch sie war abgehauen. Und bis zu diesem Loch gelangt.
Dunkel war es, und sie war verängstigt. Irgendetwas verfolgte sie. Irgendjemand. Sie rannte los, voller Angst. Hörte seine Schritte, seinen Atem. Ihren Atem.
Ihr Herz drohte in der Brust zu zerspringen.
Dann holte er sie ein und stürzte sich auf sie.
Die Flut von Bildern und Eindrücken lässt Elayne schwanken, in feuchte, kalte Gras fallen. Sie kauert sich zusammen, wimmert und schreit.
Es ist so schrecklich anzuschauen. So schrecklich mitzuerleben.
Als wäre sie dabei, als wäre sie Helen.
Sie hatte ihr Alter. Und am Ende wurde sie vom See verschluckt.