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auf der neuen Plattform und hoffen
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Auf bald, eure SL
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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 215 mal aufgerufen
 Inverness-Area
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Elayne Offline

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Beiträge: 567

02.03.2005 18:37
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
...und schon verirrt.
Ein Hügel. Ein Loch.
Das konnte überall sein.
Und es würde bald dunkel werden. Zum Heulen war das. Richtig zum Verzweifeln. Und überall raschelt es. Tiere?
Wieso nur hatte sie gedacht, es sei klüger, Iverness zu umgehen?
Als ob ihre Eltern nach ihr suchen würden. Eine schöne Wunschvorstellung.
Und nun war sie HIER. Im Nirgendwo. Mit wenig Geld, kaum Essen und der zerfledderten Ausgabe von Tolstois Anna Karenina.
Man würde nie ihre Leiche finden.
Wie die von Helen.
Helen? Sie kannte gar keine Helen. Und doch wusste sie, wie sie aussah. Hübsch, mit blonden Locken. Ihr Alter.
Es war 1952, und auch sie war abgehauen. Und bis zu diesem Loch gelangt.
Dunkel war es, und sie war verängstigt. Irgendetwas verfolgte sie. Irgendjemand. Sie rannte los, voller Angst. Hörte seine Schritte, seinen Atem. Ihren Atem.
Ihr Herz drohte in der Brust zu zerspringen.
Dann holte er sie ein und stürzte sich auf sie.

Die Flut von Bildern und Eindrücken lässt Elayne schwanken, in feuchte, kalte Gras fallen. Sie kauert sich zusammen, wimmert und schreit.
Es ist so schrecklich anzuschauen. So schrecklich mitzuerleben.
Als wäre sie dabei, als wäre sie Helen.
Sie hatte ihr Alter. Und am Ende wurde sie vom See verschluckt.

Kassander Offline

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Beiträge: 1.650

02.03.2005 18:55
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
„Hey, könntest du dich mal für eine Richtung entscheiden, bevor du hier so unkoordiniert herumrennst?“

Er hatte einen Pack quer über der Schulter und das Haar streng zurück gebunden. Warum er hier in der Einsamkeit am See war? Kassander hatte den Trouble in Inverness so lange wie möglich entgehen wollen. Obwohl er wusste, dass er Ferguson nur fand, wenn er sich in der Stadt umsah... aber das hatte Zeit. Zuerst machte man sich ein Bild von der Umgebung, dann kamen die Recherchen und letztlich ein ausgefeilter Plan.

Eigentlich sah er eher aus wie ein Penner, wenn er es so genau bedachte... aber wie ein Tourist auszusehen, wäre ihm noch leidlicher gewesen. Und doch schien er Leute magisch anzuziehen, denn dieses Mädchen hatte schließlich den restlichen See für sich alleine! Aber nein, sie stiefelte ihm auf die Schuhe.

Wolverine Offline

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Beiträge: 2.210

02.03.2005 20:32
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Ich habe den Beitrag mal verschoben, denn das "Loch" das du meinst gibt es in den Lowlands nicht. (zumindest hier inplay). Sorry fürs dazwischen quarken. Macht bitte hier weiter

Kassander Offline

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Beiträge: 1.650

02.03.2005 23:18
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
No problem, Big Boss

Elayne Offline

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Beiträge: 567

03.03.2005 06:59
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
NEIN!
Geh weg!
Ihre Stimme ist schluchzend, Tränen laufen ihr über die Wangen.
Sie weiß noch nicht einmal mehr, ob diese Stimme ihr gehört, oder dem Mädchen aus der Vergangenheit.
Sie schlingt die Arme um ihre Knie.
Ein Häufchen Elend voller Angst.
Sollte er versuchen ihr näher zu kommen, würde er gegen eine unsichtbare Wand stoßen.

Kassander Offline

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Beiträge: 1.650

03.03.2005 11:00
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Kassander runzelte die Stirn und dachte eigentlich nur eines: Das Kind ist noch durchgeknallter als ich selbst. Nein, er versuchte erst gar nicht, ihr näher zu kommen. Wem kam er schon nahe? Er drapierte das Pack in eine bequemere Position und schnaufte.

Du bist auf mich zugerannt, schon vergessen?

Aber irgendwie schien sie ohnehin nicht richtig da zu sein. Jugendliche und Drogen... das war schon ein Problem. Aber nicht seines. Kassander sah sich kurz um und ging dann näher an das Ufer des Sees, um mal was zu essen und sich die Umgebung einzuprägen. Ein photographisches Gedächtnis war dabei sehr hilfreich.

Elayne Offline

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Beiträge: 567

03.03.2005 13:06
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Sie sah ihn verwundert an, blinzelte mit den Augen, schien ihn jetzt erst richtig wahrzunehmen.
Nein, er sah ganz anders aus.
Ganz deutlich und entschieden wandte sie den Blick vom See ab und heftete ihn auf den Boden.
Zupfte das Gras von ihrer Kleidung, die nicht mehr ganz sauber war.
Irgendwie scheint sie noch was sagen zu wollen, ihr Mund geht auf, und dann aber wieder zu.

Kassander Offline

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Beiträge: 1.650

03.03.2005 15:42
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Wenn sie sich hier verlaufen hatte, dann war das ihr Problem. Was kümmerte ihn das. Er hatte seine gesamten Landkarten im Kopf. Trotzdem sah auch er zu ihr zurück und hielt im Kauen inne.

Also wenn du zur Straße zurück willst, dann musst du nach Süden gehen.

Elayne Offline

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Beiträge: 567

03.03.2005 17:27
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Danke.
Ihr Lächeln ist etwas zaghaft.
Aber ehrlich. Ein Blick zur fast untergegangenen Sonne und auf ihre Uhr verrät ihr die richtige Richtung. Süden trifft sie sogar fast.
Sie scheint ihr Leben kaum in der Natur verbracht zu haben.

Kassander Offline

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Beiträge: 1.650

03.03.2005 17:53
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Er nickte leicht und sah ihr noch einen Moment nach, ehe er den Rest seines Reisriegels aß. Alles, das er sich jetzt noch näher ansehen wollte, war dieses Anwesen, das nach allgemeinen Informationen ein Internat für begabte Kinder war.

Elayne Offline

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Beiträge: 567

04.03.2005 07:04
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Sie trottet weiter, unglücklich, ängstlich, auch hungrig.
Die Tränen kann sie nur mühsam zurückhalten.
Ihr einziger Gedanke:
Zivilisation.
Von ihrer Lage lenkt sie sich ab, indem sie WUrzeln zieht.
Es klappt, aber nur gerade so.

Elayne Offline

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Beiträge: 567

04.03.2005 10:54
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Am nächsten Morgen erreicht sie Inverness.
Dreckig, erschöpft, müde und mit knurrendem Magen.
Bei 3425 hatte sie aufgehört, die Quadratwurzel zu ziehen - es wurde langweilig.
Ihr erster Gang endete in einer Bäckerei, in der sie sich zwei wunderbar duftende Brötchen besorgte, und sie sogleich verputzte.
Und danach?
Sie wusste es nicht. Ihr Gang strebte dem Zentrum zu, aber irgendwie wirkte sie verloren.
Ob ihre Eltern die Polizei verständigt hatten?
Wo sollte sie leben?
Wie war sie auf diese dämliche Idee gekommen?

Und plötzlich blieb sie stehen, sie wirkte wie abwesend. Die Menschen, denen sie im Weg waren, beschimpften sie, sie reagierte aber nicht.
Ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen und ihre Hand fuhr automatisch auf das Medaillon an ihrem Hals.
Sie war hier, beschützte sie, umsorgte sie. drückte sie an sich. Wenn auch keine menschliche Wärme vorhanden war, so tat es dennoch gut.
Großmutter...

Raguel Offline

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Beiträge: 263

04.03.2005 14:25
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Ehrlich manchmal war er einfach ein wenig kopflos - insbesondere, an Tagen wie diesen. Die Brötchentüte in der einen Hand, in der anderen einen Liste mit Besorgungen, die er noch zu erledigen hatte und die Gedanken bei Sariels plötzlichem Verschwinden, hetzte er der Zeit hinterher durch die Strassen.
Wen von den Pssanten, die das Schauspiel beobachteten, wunderte es noch wirklich, dass ein Zusammenprall zwischen den beiden seltsamen Gestalten ja nun wirklich wie vorprogrammiert schien. Raguel lief nämlich bereits zielstrebig auf Elayne zu... und in sie hinein.
Mit einem erschrockenen Ausruf polterte Raguel zu Boden und zog Elayne - bei dem verwzeifelten Versuch sie eben vor dem Sturz zu bewahren - mit zu Boden. Die Brötchentüte verabschiedete sich mit einem reissenden Geräusch und die Lebensmittel kullerten ein paar Meter den Bürgersteig hinab.

Elayne Offline

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Beiträge: 567

04.03.2005 14:30
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Das holte sie nun wirklich wieder aus ihrer Vision heraus.
Ein erstickter Aufschrei erfolgt und rein aus reflex heraus baut sich um sie eine unsichtbare Mauer auf. Die den fremden von sich stößt und irgendwie von außen aussieht als würde er von unsichtbarer Hand weggeschoben.
Verzweifelt sieht sie zu ihm hin, dann zu den interessiert guckenden Menschen.
Scheiße!
Wieso jetzt?
Verdammter Mist.
Ihr Gedanke gilt nicht dem Kerl, der sie umstieß, sondern die Flucht.
Das einzig Sichere zu tun. Als sie jedoch aufstehen will, läßt sie einen gequälten Laut hören.
Ihr Fuß.

Raguel Offline

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Beiträge: 263

04.03.2005 15:11
[1.8.05] - Abgehauen... Antworten
Wow! Mehr schoss Raguel erstmal nicht durch den Kopf, denn noch immer lag er ziemlich belämmert auf dem Asphalt und starrte seine Gegenüber an. Allerdings zeigte sein Gesicht keine Verärgerung oder Furcht vor ihr, wenn sie das erwartet hatte, sondern vielmehr lag eine Neugierde in den glitzernden Augen. Vielleicht war es genau dieses Glitzern, das die Besonderheit seiner Augen so stark hervor hob. Das rechte war grün, das linke blau.
"Tut mir leid", murmelte er geknickt und rappelte sich langsam auf, um sich neben ihr in die Hocke sinken zu lassen, ganz langsam, als sei er schon darauf vorbereitet jeden Moment wieder von ihr zurückgeworfen zu werden. "Ist dir was passiert?"

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