Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
aufgrund privater Veränderungen - vor allem in Storms und meinem Leben - mussten wir in den letzten Wochen viele Gespräche innerhalb der SL führen, ob wir das Forum weiterhin tragen können oder ob der Plot erheblich darunter leiden würde. Fakt ist, dass sowohl Storm wie auch ich in Zukunft nicht mehr wirklich Zeit haben, das X-odus Forum weiterhin zu leiten. Darüber hinaus ist das Interesse meiner Frau am Rollenspiel im Moment auch nicht vorhanden, so dass wir uns seit einiger Zeit Gedanken um die Fortführung dieses Forums machen.
Wir haben bereits einige Gespräche mit unseren Moderatoren geführt, die sich natürlich - wie wir anfangs auch - gegen eine komplette Schließung des Forums ausgesprochen hatten. Wir haben nach einigen Möglichkeiten gesucht, das Forum weiterhin unter geschmälerter Führung fortzuführen, aber letzten Endes bin nicht nur ich ein Mensch, der entweder etwas ganz macht oder gar nicht. Ich selbst müsste mich eine erhebliche Zeit aus dem Forenrollenspiel verabschieden, da bei mir keine Regelmäßigkeit gewährleistet ist. Wenn wir das Forum jedoch weiterhin betreiben wollten, so müsste ich mich dennoch immer wieder hier schlau machen, um den Faden nicht ganz zu verlieren. Dafür fehlt mir im Augenblick jedoch schlichtweg die Zeit.
Schließlich würde es bedeuten, dass dieses Forum keinen Plot hätte, was für diese Art von Forenrollenspiel - so wie wir es damals konzipierten - jedoch nicht möglich ist. Des Weiteren war diese Idee das Baby von Logan und Storm und aus nachvollziehbaren Gründen wollen sie die Spielleitung auch nicht weitergeben, da es irgendwann vielleicht doch noch einmal zu einer Wiederaufnahme des Forums kommen könnte. Als letzte Konsequenz bleibt uns nur die Schließung des Forums auf unbestimmte Zeit. Befürchtungen, dass nach einer möglichen Wiederaufnahme des X-odus Forums keine User oder Interessen mehr bestehen, müssen wir einfach in Kauf nehmen.
Wir wissen, dass dies für euch natürlich ein Schock ist - vor allem für die Neueinsteiger tut es uns Leid, doch wir konnten diese Entwicklungen im Sommer noch nicht absehen. Wir werden die Posts und Threads da einfrieren, wo sie gerade stehen. Vielleicht können wir irgendwann dort wieder ansetzen oder eben neue Threads eröffnen. Bis dahin habt ihr aber dennoch die Möglichkeit, im Chat zu spielen, denn der Raum bleibt bestehen. Folgenden Vorschlag haben wir euch diesbezüglich zu machen:
Die Idee sieht so aus, dass in dem Moment, wo das Forum eingefroren wird, inplay irgendwas passiert (ja, es ist halt doch nicht alles Gold, was glänzt, "Sommerfest" heisst und ein friedlicher Tag zu sein verspricht). Die Idee geht dabei von einem telepathisch/illusionärem Ereignis aus, dass ALLE, die sich momentan ingame befinden, in eine Art Traumzustand versetzt werden, in dem sie aber keinen Unterschied merken.
Faktisch könnte jeder also weiterspielen, als wäre nichts passiert. Dass es nur ein Traum ist, der in der Inplay-Realität nicht einmal 4 Sekunden dauert, werden die Charaktere in dem Moment feststellen, wenn das Forum wieder geöffnet wird. Dann geht das original X-odus Spiel an dem Punkt weiter, an dem es angehalten wurde... nur dass die Leute ein paar Erinnerungen haben, die sie 4 Sekunden früher nicht hatten. Das heißt für diese Illusion/diesen Traumzustand: Komplettes Freeplay im Chat.
Natürlich soll euch Gelegenheit gegeben werden, euch dazu zu äußern, doch leider werdet ihr unseren Entschluss nicht mehr ändern können, da wir lange darüber nachgedacht haben, bevor wir diesen letzten Schritt gehen und euch dies nun leider so sagen müssen.
Die Spielleitung und auch die Moderatoren bedanken sich bei den Usern für eineinhalb Jahre schönes Rollenspiel. Und vielleicht seid ihr uns irgendwann noch so gewogen, dass ihr wieder bei uns einsteigt, sollte das Forum noch einmal seine Pforten öffnen. Ihr werdet es dann gewiss in Mylair erfahren.
[apc] Der vor einigen Tagen verschwundene Cathal Morrison ist wieder wohnbehalten zu seinen Eltern zurückgekehrt. Aufgrund der Suchanzeige seiner Eltern beteiligten sich sowohl offizielle Stellen als auch Privatpersonen an der umfangreichen Suche in und um Carrbridge. Vor allem stand hierbei die besondere Situation des Jungen im Interesse der Öffentlichkeit, da dieser mit einer Mutation geboren wurde.
Retter des Jungen waren vier Mitglieder der Organisation Calman geal, einer Gruppe von Aktivisten, die sich seit Anfang der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts für ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Mutanten einsetzt.
Matthew Murray, Gründer und Vorsitzender der Calman geal, war bereits am Tag des Erscheinens der Suchanzeige aus Perth angereist, um sich mit Familie, Freunden und Mitaktivisten an der Suche zu beteiligen. In einem kurzen Interview bezeichnete Murray diesen selbstlosen Einsatz als seine Bürgerpflicht und rief zu mehr Toleranz und Zusammenarbeit auf.
Vergangene Nacht wurde der Junge von einigen ortsansässigen Mitgliedern der Calman geal gefunden und am Morgen zu seinen Eltern zurückgebracht. Diese waren überglücklich den Sohn wieder in die Arme schliessen zu können, jedoch zeigten sie sich bislang zu keinem Interview bereit.
Mr. Murray dankte den vier Rettern ebenfalls und kündigte zeitgleich die Gründung eines neuen Büros für Öffentlichkeitsarbeit im nahegelegenen Inverness an. Er wollte sich damit an alle Familien wenden, die ebenfalls Kinder mit Mutationen haben.
"Es gibt keinen Grund, sich zu verstecken," so Murray wörtlich. "Sie sind nicht allein und wir haben die Erfahrungen und die Kontakte, um Ihnen bei all ihren Sorgen zur Seite zu stehen. Wir wollen ihre Freunde sein."
Profil-Updates für die alten Hasen!
(nein, nicht die geposteten Profile, sondern der nette kleine Knopf gleich unter den Teambildern )
Wie wir bereits in den News zum neuen Design angekündigt haben, bitten wir alle User, die einen Schülercharakter spielen, die Daten in ihrem Charakterprofil zu überprüfen und (soweit noch nicht geschehen) hinzuzufügen, ob sie zur Sek I oder Sek II gehören. Die Information bitten wir euch in der Spalte einzutragen, in der euer Status angegeben wird. Also zum Beispiel: Schülerin - Sek I / Schüler Sek I etc.
Des Weiteren gibt es die wunderbare Leiste "Steckbrief" in den Profilen, in denen ihr die Möglichkeit habt den Link zu eurem Charakterthread einzutragen. Auf diese Weise soll es euch und euren Mitspielern vereinfacht werden noch einmal einen raschen Blick in euren Steckbrief zu werfen.
Und damit ist noch kein Ende der Neuerungen in Sicht. Wir bitten euch zudem, dass ihr am Ende eures Steckbriefs noch eine kleine Erweiterung vornehmt. Tragt bitte ein, welche/n Schauspieler/in ihr für euren Charakter verwandt habt. Solltet ihr ihn nicht kennen, so setzt ihn auf unbekannt:
Z.B.
Avatar: Brigitte Musterblümchen
Avatar: Unbekannt
X-odus erstrahlt im neuen Glanz, wie ihr sehen könnt!
Es gibt auch einige Neuerungen, wie zum Beispiel die Navigationsleiste am Rand, aber testet es selbst aus.
Aufgrund des neuen Designs kann es zu Verschiebungen in euren Profil-Daten kommen, deswegen geht an alle Mitspieler die Bitte, die Einstellungen noch einmal zu überprüfen. Zudem möchten die "alten" Schüler bitte alle im Profil angeben, ob sie SEK I oder SEK II-Schüler sind.
Der Bewerbungsstopp ist in der Zeitsprungphase aufgehoben, es kann sich also wieder bis zum neuen Schuljahr inplay beworben werden! Allerdings NUR als Sek I-Schüler!!! (15-16 Jahre)
Was die Zeitsprungphase angeht, so springen wir dieses Mal recht weit, denn wir spielen in der Zeit vom 20. Januar bis 1. September. Diese Zeit kann in Threads bestritten, es können aber auch Tagebucheinträge geschrieben werden - je nachdem, wie ihr diese Zeit nutzen wollt (natürlich kann auch wieder im Chat gespielt und hier zusammengefasst werden). Das Wochenende vor dem 1. September inplay werden wir für die Einschulung neuer Schüler (Bewerber) nutzen. Es wird ein kleines Fest geben, auf das selbstverständlich auch die bereits bestehenden Schüler eingeladen sind, was ihr aber im Einzelnen dann noch selbst entdecken werdet.
Zudem gibt es für die Schüler der Sek. II die Abschlussprüfungen. Was genau für Tätigkeitsfelder für diese Schüler im neuen Schuljahr bestehen, werden wir in Kürze geklärt haben. Letztlich werden ein paar neue Charaktere bei X-odus auftauchen, so dass es gewiss nicht langweilig wird! Die SL wünscht viel Spaß und hofft, dass euch das neue Design gefällt.
Scott hatte in den letzten Tagen mit dem Team, das bei GENETHICS dabei sein sollte, noch einmal hart trainiert. Letztlich hatte sich auch Rohey ihnen angeschlossen, da das Team ja unbedingt weibliche Unterstützung brauchte. Vielleicht hatte sie gar nicht so Unrecht damit. Scott hatte Padraigs Vorschlag schließlich angenommen. Ja, warum sollten sie nicht einfach ein wenig Sprengstoff mitnehmen, auch wenn er ihre Aktionen nicht gern anderen terroristischen Vereinigungen in die Schuhe schob, aber primär mussten sie ihre Schüler schützen. Und darum durfte ihre eigene Identität auch nicht noch einmal an die Presse gelangen. Sie würden diesen Laden in die Luft gehen lassen, damit sich GENEHTICS in Inverness nicht mehr so schnell davon erholen würde. Und wenn Scott mit dem eigenen Beam nachhelfen musste, diesmal würde kein Stein auf dem anderen bleiben.
Es war die Nacht vom 06. auf den 07. Januar. Es war eine kalte Winternacht und diesmal hatten sie den Jet nicht bis vor die Tore GENETHICS geflogen. Er stand in einem Waldstück einige hundert Meter entfernt. Es handelte sich um einen Guerilla-Angriff, denn sie würden da rein gehen, GENETHICS aufreiben und Lewis mitnehmen. Trotz allem hatte Scott betont, dass niemand zu Schaden kommen sollte und jeder im Labor zuvor die Chance bekommen sollte zu verschwinden. Seine eigene Wunde war zwar noch nicht gänzlich verheilt, aber er war guten Mutes, dass er dennoch voll einsatzfähig bleiben würde. Das Training hatte er recht gut absolviert für jemanden, der über vier Jahre lang keinen Danger Room mehr gesehen hatte. Er hatte zwar noch nicht seine alte Form gefunden, aber dafür umso mehr Entschlossenheit.
Es waren nur noch einige Meter bis vor das Tor von GENETHICS und das Team hatte schon fast von selbst eine V-Formation eingenommen. Natürlich ging Scott mal wieder ganz vorn, die Frage war nur, ob sich Logan ihm anschloss oder den Leitwolf an Cyclops abgab. Gleich, wie sich Logan entschied - Scott hatte ihn im 13. Jh. zu schätzen gelernt und Wolverine war niemand, der sich noch irgendwie beweisen musste. Genauso wenig wie Scott.
Im Institut war es noch lange nicht still. Noch immer waren die Schüler wach und da es für die Kinder Weihnachtsferien gab, war man auch nicht so streng mit den Ruhezeiten. Heute Abend ohnehin nicht, obwohl es keine Geschenke gab, wenn jeder noch unterwegs war.... um... einem anderen Geschenke zu bringen.
Auch Scott hatte sich in diesem Trubel noch einmal nach draußen begeben, um sich durch die kalte Nacht zu einem anderen Haus aufzumachen. Er hatte Finnja die letzten Tage gemieden - genauso wie sie ihn gemieden hatte. Aber sie hatten ein paar wenige Weihnachten miteinander verbracht und Scott ahnte, dass sie heute Abend allein zuhause geblieben war. Natürlich hätte sie zu den McNaras gehen können, denn einst waren sie ihnen gute Freunde gewesen - das waren sie auch heute noch, selbst wenn Scott ihre Nachfahren nicht ganz so gut kannte -, aber er wusste einfach, dass Finnja dies nicht getan hatte.
Es begann leicht zu schneien, als er den verschneiten Feldweg entlang ging und sein Augenmerk auf dem einen Fenster ihres Cottages ruhte, in dem noch Licht brannte. Heute sah er gänzlich anders aus; mit Jeans, schwarzem Schal und dunklem Kurzmantel. Er war sogar beim Frisör gewesen und hatte sich das Haar wieder schneiden lassen. Es war nur sehr wenig vom einstigen Schotten übrig geblieben, den sie gekannt hatte. Jedenfalls äußerlich.
Vor der Tür angekommen, zögerte er.
Aber er war hergekommen, um ihr frohe Weihnachten zu wünschen, sie musste ihn nicht einmal reinlassen, wenn sie es nicht wollte. Scott nahm die Hand aus der Jackentasche und drückte auf die Klingel, bevor er einen Schritt zurück trat und wartete.
[apc] Es war ein Schock für die Welt der Musik, als am vergangenen Dienstag der Tod des talentierten Sängers Dinand van Bakker bekannt gegeben wurde. Noch vor wenigen Wochen versuchte der bekannte Musiker ein Comeback in Spanien, dessen Auftaktkonzert aber wegen eines unerklärlichen Vorfalls abgebrochen werden musste. Das Management war bisher zu keiner Stellungnahme bereit.
Der Sänger, der bereits in den 90er Jahren durch seine Alben Always You und Inanimate Bekanntheit erlangt hatte, hatte erst kürzlich mit sein neues Soloalbum Stronger veröffentlicht. Nach dem Zwischenfall in Spanien stiegen die zunächst mäßigen Verkaufszahlen zwar sprunghaft an, der Künstler jedoch zog sich Auskünften seines Managements nach zurück. Es hiess, dass er bereits an neuen Projekten arbeite und eine Live-Tour auf unabsehbare Zeit verschoben werde.
Van Bakkers Tod kam überraschend, selbst für seine engsten Freunde und Bekannten. Gerüchte, nach denen der Holländer an einer unheilbaren Krankheit litt, konnten nicht bestätigt werden. Die Umstände seines Todes werden als tragischer Unfall bezeichnet, Details sind jedoch keine bekannt.
Die Beisetzung fand im engsten Rahmen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wir salutieren vor einem großen Talent, das viel zu früh die Bühne verliess. Seine Lieder und Texte waren für viele eine unvergleichliche Inspiration. Sein Platz in der Musikgeschichte wird ihm so sicher sein, wie der eines Elvis Presley oder Jim Morrison.
[ooc. Dank an Ty, der Nachrufe-Schreiber vor dem Herrn ]
Wie gut, dass er lediglich die Mutations-AG leitete, denn für einen normalen Unterricht hätte er einfach keinen Nerv gehabt. Dafür gab es heute genug zu besprechen, die anderen hatten die Mappen mit den Tagespunkten wie immer säuberlich vor sich an ihren Plätzen liegen.
- Das Siegel
- Genethics
- Dinands Tod
Das reichte auch schon für eine lange Diskussion. Er hoffte, dass sich alle bald einfanden - auch Kurt, Jean, Ro und Remy. Er hatte gestern noch mit diesem Nolan Ford gesprochen und er traute ihm den Unterricht an Sariels Stelle nicht so richtig zu, auch wenn ihm der Genethicsarzt versichert hatte, dass er die Fächer übernehmen würde. Vielleicht würde er ihn am Anfang hin und wieder prüfen.
Zwei Menschen waren gestorben.
Man musste Genethics und Rat unschädlich machen, bevor sich die Schüler vor Angst nicht mehr vor die Tür trauten. Zu Recht.
Die letzten Tage erschienen ihm wie Jahrhunderte, aber das war auch kein Wunder, immerhin war er über 700 Jahre zurück in die Gegenwart gereist, hatte Finnja wieder gesehen und sich unzählige neue Anmeldungen durchgelesen. Und das an einem Sonntag. Scott schmiss das Hemd auf den Boden und senkte den Blick auf die linke Brusthälfte, wo noch immer eine strahlenförmige Narbe einer Schußverletzung zu sehen war. Sein Wangenmuskel zuckte, als er mit Mittel- und Zeigefinger darüber fuhr.
Sariel.
Er tat gut daran, abgehauen zu sein. Scott musste sich anderen Problemen zuwenden. Gleich morgen Abend würde er ein Briefing einberufen, in dem über das Siegel entschieden werden musste. Kassander hatte es schließlich nur unzureichend vor Neugierigen geschützt, aber es musste unschädlich gemacht werden. Und dann war dort immer noch Genethics. Er hatte Ro gesagt, dass Verteidigung nicht mehr ausreichte, um diese Leute zu stoppen, und er glaubte das noch immer.
Schwerfällig ließ er sich auf dem Bett nieder und fragte sich, wo Jean war. Wahrscheinlich bei Nathan... seine und Noemies Rückreise musste ebenfalls irgendwie organisiert werden.
Ob er an seiner Maschine herum schraubte?
Ähh... nur ein bisschen.
War ja schließlich nicht verboten, oder?
Ja, er wusste durchaus, dass er verletzt war, aber hatte ihn das schon mal wirklich von was abgehalten? Außerdem war das hier in der Garage so eine Art... Therapie! Genau. Immerhin hatte er in der letzten Zeit einige Stunden gehabt, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wie er das Ding noch schneller bekam. Im Moment stand er ohnehin nur daneben und grübelte nach.
Weniger über das Institut noch über Jean oder seinen Sohn, als vielmehr über das, was er Ororo gesagt hatte. Adam Lewis musste ein für alle Mal aufgehalten werden und ehrlich gesagt schreckte Scott auch nicht mehr davor zurück, drastischere Mittel zu ergreifen. Und legte man alles auf eine Waagschale, so wog es noch lange nicht das Leid auf, das Lewis verursacht hatte.
Ah...diese Schraube musste er wieder anziehen.
Er legte das Tuch beiseite, an dem er sich gerade noch die Hände abgewischt hatte und griff zum Schraubenschlüssel. Noch immer war er nicht ganz im Hier und Jetzt, aber hier bei seinen Fahrzeugen fiel es ihm leichter, wieder ins Leben des 21. Jhs. zurück zu finden. Eigentlich seltsam. Er ging gerade in die Hocke, als er einen feinen Luftzug fühlte. Irgendjemand war gerade in die Garage getreten.
Auf seine restlichen vier Sinne konnte er sich noch immer hervorragend verlassen, selbst wenn er seinen Blick nicht hob.
Es war schon Glück, dass er Dorian Hayward heute hier antraf, auch wenn er wusste, dass der Arzt des Öfteren hier unten war um zu arbeiten. Da Scott aber gehört hatte, dass auch Seana wieder zurück war, hätte er nicht gedacht, dass er den Arzt hier erwischte. Er trat durch die Tür und sah sich kurz um, ehe er zielstrebig auf Dr. Hayward zuging, der an einem der Tische saß und Akten sortierte.
"Dr. Hayward? Ich habe einen Auftrag für Sie."
Er machte sich gar nicht die Mühe für irgendwelche Floskeln, sondern kam gleich zur Sache. Auch setzte er sich nicht hin, sondern lehnte nur leicht gegen die Kante des Tisches und verschränkte die Arme. Es sah so aus, als wäre er selbst auch schon wieder auf dem Sprung, denn er hatte seine Jacke bereits (oder noch immer?) an.
"Ich brauche Kontaktlinsen aus Rubinquarz. Wie Sie es anstellen wollen, ist mir egal. Ich vertraue auf Ihre Kenntnisse." Während er sprach, holte er einige Rubinquarzsplitter aus der Jackentasche, die in einem kleinen Plastikbeutel steckten. "Sie müssen die Dichte dieser Splitter aufweisen. Denken Sie, Sie bekommen das hin, Doc?"
Was? Er war verletzt? Wer sagte DAS denn?? Aber ganz ehrlich, er konnte einfach nicht mehr rumliegen. Davon tat ihm ja noch mehr weh, als wenn er sich bewegte. Also hatte er sich in aller Herrgottsfrühe in die Garage gestohlen und überlegt, welches seiner Schmuckstücke er für einen kleinen Ausflug nutzen sollte. Letztlich hatte er sich für sein Motorrad entschieden. Schon seltsam, denn auf den Fahrzeugen lag kaum Staub, obwohl er selbst so lange fort gewesen war. Aber Motorrad fahren war wie...öhm Fahrrad fahren. Und es war ehrlich gesagt ein ziemlich gutes Gefühl, auch wenn ihm die Ankunft hier im Institut noch etwas schwer fiel.
Eigentlich war er noch immer nicht zurück. Es war mal wieder wie ein Traum und er glaubte, wenn er erwachte, war er wieder in diesem schottischen Dorf. So war es zu Anfang in der Vergangenheit gewesen, als er im Kloster gewesen war. Jedes Mal hatte er geglaubt, dass er im Institut der Gegenwart erwachen würde. Als er losgefahren war, um nach Inverness City zu gelangen, hatte es leicht angefangen zu schneien und er hätte sich vielleicht doch für seinen Lamborghini entscheiden sollen, aber der Winter machte ihm bei weitem nicht mehr so viel aus wie früher.
Die Universitätsarchive von Inverness waren hingegen staubtrocken und ein abgestandener Geruch lag in der Luft. Vielleicht irgendein Pilz, der sich in das alte Papier der Dokumente geschlichen hatte. Glücklicherweise musste Scott nicht in den Originalunterlagen stöbern, da alles auf altmodischen Mikrofilm gebannt war. Also legte er seinen Helm neben sich auf den Tisch und dankte der Frau, die ihm in die Geheimnisse des Apparats einwies. Scott hatte nun schon über zwei Stunden in den Kellern der Universitätsbibliothek verbracht und hatte keinen einzigen Hinweis auf Seonaid gefunden, bis...
...er auf einen Namen stieß, der ihn irgendwie nicht mehr losließ. Wahrscheinlich starrte er schon einige Minuten auf den flackernden Bildschirm, ehe er sich erhob und nach einem Stammbaum forstete. Christopher MacScotach. Es konnte kein Zufall sein, oder? Die Jahreszahl von 1326 konnte durchaus hinkommen, aber Scott war sich nicht sicher, ob er denken sollte, was er dachte. Also holte er einige Stammbäume heran und war überrascht, dass es sie überhaupt gab. MacScotach wandelte sich im Laufe der Zeit in den Clan Scotach oder Scott. Existierte dieser Clan auch heute noch??
Durch Heirat gab es einige Seitenlinien und Scott las in einem späteren Jahrundert von dem Namen Sir Walter Scott. Ungläubig schüttelte er den Kopf, was für ein Unsinn. Allerdings klärte sich nun, warum die scottschen Linien so genau im Archiv zu finden waren. Ohne diesen Vertreter gäbe es wohl keine Anhaltspunkte auf die Fortführung dieser Linie. Er musste eine Pause machen, ihm schwirrte der Kopf. Christopher... das war der Name seines Vaters. Ein Name, der in dieser Zeit nicht sonderlich üblich war. Christopher MacScotach. Der einzige Anhaltspunkt auf Seonaid? Über sie selbst fand er nichts. Der Clan Scott hatte viele Linien und eine davon erregte Scotts Interesse erneut.
Es handelte sich um die Linie der MacGillivray. Hatte dieser Priester nicht so geheißen? Ja, im 16. Jahrhundert hatte eine Scott einen MacGillivray geheiratet. Das alles schloss einen Kreis, von dem Scott nie geahnt hätte, dass es sich um einen handelte. Aber ihm drängte sich förmlich der Verdacht auf, dass ...er einen Sohn verlassen hatte, um zu einem anderen zurück zu gehen. Er fuhr sich über das Gesicht und atmete tief durch. Er hatte das nicht gewusst... sie hatte nichts gesagt.
Christopher MacScotach.
Lucian MacGillivray.
Der eine begann eine Linie, der andere beendete sie.
Wenn das wirklich alles wahr war, dann war dieser Priester einer seiner Nachfahren.
Mit etwas zitternden Fingern versuchte er die Kiltnadel zu öffnen, aber es gelang ihm erst nach einigen Versuchen. Er wickelte seine Schulter aus dem Plaid und zog sich langsam das Hemd über den Kopf. Kurz warf er einen Blick auf Jean, denn auch wenn seine Narben zum größten Teil am Rücken waren, so war er allgemein ziemlich ramponiert. Das konnte gar kein Kurztripp von etwa einer Woche gewesen sein.
Ein paar verheilte Brandwunden, aber auch Schnittwunden, die wohl kaum genäht worden waren, sondern einfach so verheilt waren und nicht aussahen, wie sie hätten können, wenn man sie richtig versorgt hätte. Scott sah sich die Schnittwunde selbst an, die noch immer leicht blutete. Dass er überhaupt noch bei Bewusstsein war, erstaunte ihn selbst. Langsam legte er sich auf den Rücken und sah zu Jean auf.
Das Archiv von Inverness.
Das Stadtarchiv oder das Universitätsarchiv.
Sie konnten ihm vielleicht Aufschluss darüber geben, was mit Seonaid passiert war. Vielleicht fand er im Zusammenhang mit dem Einsturz des Klosters ihren Namen.
Scott griff nach Jeans Hand.
Seine Finger glitten über ihre und er stellte fest, dass sie den Ring noch trug. Eine Woche.
Sie war sofort wieder in seinem Kopf und zwar so füllend, dass er Kopfschmerzen davon bekam. All ihre Gedanken strömten auf ihn ein und im Gegenzug dazu mussten die seinen wieder in ihrem Kopf sein. Er hatte vollkommen vergessen, wie es sich anfühlte.
Im Augenblick war ihm so übel, dass er sich am liebsten übergeben hätte. Mit dem Gesicht lag er halb im Schlamm am Ufer des Sees und rappelte sich langsam hoch. Er hatte Schmerzen und das nicht zu knapp. Aber da war auch ein dumpfes Gefühl. Ein Gefühl des Verlusts... genau das, was er gefühlt hatte, als er seine Zeit verlassen hatte. Trotzdem sah er sich um, nachdem er sich den Visor aufgesetzt hatte. Vielleicht war sie ja doch mitgekommen. Irgendwie...
"Seonaid?" Aber niemand antwortete ihm. Taumelnd lief er am Ufer entlang, manchmal schwankte er zur Seite und lief halb im Wasser. Er war in der richtigen Zeit, er war wieder zuhause...nach über 4 Jahren, war er wieder am Institut. Ob die anderen auch angekommen waren? Scott stürzte und fiel auf die Knie. Seine Hand krallte sich in den schlammigen Sand am Ufer und er keuchte leise. Ob er nun weinte oder Schmerzen hatte, das wusste er gerade selbst nicht so genau. Sie war zurück geblieben...
In einigen Jahrhunderten würde es wohl einmal ein Institut werden und Schüler würden dort durch die Gänge gehen, wo jetzt einige Mönche ihre Andachten verbrachten und im Hof ihre Kräuter anpflanzten. Es sah anders aus, als es die Schüler und das Team vielleicht in Erinnerung hatten. Eigentlich war es auch anders. Denn die Mauersteine des Instituts belegten, dann es sich um ein Gebäude aus dem 15. oder 16. Jh. handelte. Dieses Kloster war also ein anderes als es in der Zukunft sein würde.
Scott näherte sich nur langsam. Auf den letzten hundert Metern hatte er das Pferd gezügelt, so dass es in einen leichten Gang gefallen war. Der Morgen war nun bereits fortgeschritten und die Sonne ging über dem Morgennebel auf, so dass das Gebäude freundlicher wirkte, als es in Wahrheit sein mochte. Scott warf Seonaid einen Blick zu, der etwas musternd war. War sie sich sicher, dass sie wieder dort rein wollte? Er war es auch nicht, aber es war die einzige Möglichkeit, an das Siegel zu gelangen.
Da einige Spieler schon vom 15. Dezember angenervt sind, springen wir auf den 16. Ihr könnt alles bis 10 Uhr abends ausspielen, denn um diese Zeit kommen unsere Zeitreisenden dann wieder nach Hause. Ich hoffe, dass wir euch damit ein wenig entgegen kommen. Wie immer können angefangene Threads des 15. auch wieder zuende gespielt werden.
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Nightcrawler, Cathrina, Skye, Scott Summers
Scott war eigentlich selten im Keller gewesen, seit er hier war. Lediglich am Anfang war er mal mit Jean durch die Kellerräume gegangen und danach kein einziges Mal mehr. Seltsam, warum dachte er ausgerechnet jetzt daran? Aber da war es wieder, dieses seltsame Summen in seinem Kopf, das langsam zu einem Dröhnen anschwoll, je weiter er dem Gang entlang folgte. Vorbei an den Werkräumen, vorbei an den Vorratskammern und bis zum Ende des Flurs, wo die letzte Tür noch immer offen stand. Der Kopfschmerz erinnerte ihn ein wenig an früher, als sich seine Mutation zum ersten Mal bemerkbar gemacht hatte. Natürlich wollte er sich das selbst einmal ansehen, nachdem er von den anderen erfahren hatte, was dort im Keller war. Ein Siegel, mannshoch und niemand konnte über seine Funktion Auskunft geben. Ob das der Grund dieser seltsamen Ereignisse war? Er blieb vor der offenen Tür stehen und blickte in die verborgene Brennerei mit den Whiskyfässern, die sich dort stapelten. Ein seltsamer Lufthauch streifte seine Wange und er wandte den Kopf zur Seite, als er im Augenwinkel einen Schatten ausmachte. Aber er war fort, bevor er genauer hinsehen konnte.
Scott zögerte so gut wie nie, doch diesmal schritt er mit leichtem Unbehagen über die Schwelle. Er fand die Taschenlampen, die dort noch in einem Regal lagen, aber er nahm keine davon mit. Vielleicht würde er sich irgendwann einmal fragen, warum er es nicht getan hatte, aber in diesem Moment ging er einfach durch die Reihen der gestapelten Fässer und auf die niedere Tür zu. Wieder flackerte die Glühbirne, ehe der Glühdraht mit einem leisen Zischen durchbrannte und der Gewölbekeller düster wurde. Scott blieb stehen, bevor er die zweite Tür erreicht hatte. Der Kopfschmerz war nun stetig und brummend. Vielleicht sollte er doch noch einmal zurück und eine der Taschenlampen holen? Aber er sah sich nicht mehr um, stattdessen tasteten sich seine Finger das Regal entlang, das der Priester zuvor weggerückt hatte, um die Tür freizulegen. Und dann stand er bereits auf der ersten Stufe, die in den zweiten Saal hinab führte. Woher er wusste, dass es dort eine Treppe gab? Das wusste er nicht. Das Brummen hatte sich in ein leises Flüstern verwandelt und Scott schien es sogar, als würde ihn jemand rufen. Eigentlich war es stockfinster in diesem Teil des Kellers, aber er erkannte das tellerrunde Siegel dennoch vollkommen deutlich an der Wand schimmern. Das Seltsamste an allem war, dass er es nicht rot schimmern sah. Es schimmerte golden.
Er sah nicht mehr zurück, nachdem er die steinernen Stufen hinab gestiegen war und auf das Siegel zuhielt. Er sah nie zurück, wenn es darum ging, zurück zu kehren. Scott versuchte die Augen zu schließen, aber es gelang ihm nicht. Sein Blick war stetig auf das Siegel gerichtet, das vor seinen Augen zu verschwimmen schien. Wenn das Brummen in seinem Kopf zuvor noch nicht sonderlich schmerzhaft gewesen war, so wurde es das nun. Vielleicht hatte er nie nachvollziehen können, wie es war von einem Blitz getroffen zu werden wie Raguel. Aber in diesem Moment war es ihm, als traf ihn ein ganzer Blitzregen und sein Kopf würde dabei gespalten. Er wollte Luft holen, aber es gelang ihm nicht. Die Tür hinter ihm fiel krachend ins Schloss und es gab für eine kurze Zeit keine Luft mehr in diesem Raum. So als hätte sie jemand schlichtweg eingesogen wie der Abfluss eines Wasserbasseins. Aus seiner Kehle drang ein schmerzverzerrter Schrei, der in ein Grollen anschwoll und mit einem heiseren Knurren endete, als die Gläser seiner Rubinquarzbrille in tausend Stücke zersprangen. Aber niemand würde seine Stimme in diesem Keller hören. Er konnte die Augen nicht schließen. Sie waren weit aufgerissen, während er das Siegel anstarrte.
Für einen Moment war der Gewölbekeller in goldenrotes Licht getaucht, während Scotts Kraftstahl mit voller Wucht direkt auf das Siegel hielt ohne dass er es hätte verhindern können. Sie bildeten eine Brücke von einem Tor zum anderen, aber wie sollte Scott es wissen? Eine Träne rann ihm über die Wange, denn er erinnerte sich in den kurzen Momenten, die ihm noch blieben, an die Unterhaltung mit Jean im Garten. Er wäre nicht einfach so gegangen. Ob sie ihm das glaubte? Er konnte sich nicht bewegen, es war, als wäre er zu Eis erstarrt und eine eisige Kälte ergriff von ihm Besitz. Lediglich seine Hände begannen zu zittern, als sich das Siegel öffnete. Die Rubinquarzsplitter glitzerten feurig im gleißenden Licht und wurden davon an- und eingezogen. Das Letzte, das er noch spürte, war das seltsame Metall, das sich anfühlte, als würde es atmen, dann erstarb sowohl das rote als auch das goldene Licht und das Siegel schloss sich mit einem leisen Summen. Es wurde wieder finster in diesem eigenartigen Gewölbekeller und die Tür, die zuvor noch ins Schloss gefallen war, klackte mit einem leisen Geräusch wieder auf. Nichts gab noch Hinweise darauf, dass Scott Summers je in diesem Raum gewesen war. Und sein letzter Gedanke, der Jean erreichte, war alles, das von ihm zurück blieb. Oder…?
Er schmiss das Teil einfach auf die Kommode und starrte darauf, als wäre es der Feind, den es auszulöschen galt. Dabei sollte ihm dieses Ding ja nur Aufschluss darüber geben, ob er jetzt noch ein Problem mehr am Hals hatte. Es war ja schon ein Drama gewesen in die Apotheke zu gehen, auch wenn er dort gewiss nicht allein gewesen war. Er hatte sie einfach gezwungen (und irgendwie musste sie ja auch einsehen, dass es notwendig war). Scott fuhr sich durchs Haar und las nochmal nach, während er wartete - das Ergebnis war ja letztlich das Entscheidende.
Und einmal mehr fragte er sich: WAS zum Teufel TAT er da??
In New York hatte er sich nie mit solchen Sachen auseinander gesetzt und jetzt war er ständig damit konfrontiert - wohin er auch sah (gut, das war übertrieben...). Er fragte sich, wie lange das jetzt noch dauerte, weil er schlichtweg keine Ahnung hatte, aber sie hatte ihn gebeten, es zu sich auf sein Zimmer zu nehmen.
Er schmiss Packung und Beipackzettel letztlich in den Papierkorb und nahm dieses Ding wieder auf, um einen Blick darauf zu werfen. Wirklich toll... da er alles ohnehin nur rot sah, konnte er jetzt auch nicht so wirklich sagen, ob es sich schon verfärbt hatte oder nicht.