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Dieses Thema hat 11 Antworten
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 Institut-Area
Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

17.05.2006 20:10
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Ob er an seiner Maschine herum schraubte?
Ähh... nur ein bisschen.
War ja schließlich nicht verboten, oder?

Ja, er wusste durchaus, dass er verletzt war, aber hatte ihn das schon mal wirklich von was abgehalten? Außerdem war das hier in der Garage so eine Art... Therapie! Genau. Immerhin hatte er in der letzten Zeit einige Stunden gehabt, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wie er das Ding noch schneller bekam. Im Moment stand er ohnehin nur daneben und grübelte nach.

Weniger über das Institut noch über Jean oder seinen Sohn, als vielmehr über das, was er Ororo gesagt hatte. Adam Lewis musste ein für alle Mal aufgehalten werden und ehrlich gesagt schreckte Scott auch nicht mehr davor zurück, drastischere Mittel zu ergreifen. Und legte man alles auf eine Waagschale, so wog es noch lange nicht das Leid auf, das Lewis verursacht hatte.

Ah...diese Schraube musste er wieder anziehen.
Er legte das Tuch beiseite, an dem er sich gerade noch die Hände abgewischt hatte und griff zum Schraubenschlüssel. Noch immer war er nicht ganz im Hier und Jetzt, aber hier bei seinen Fahrzeugen fiel es ihm leichter, wieder ins Leben des 21. Jhs. zurück zu finden. Eigentlich seltsam. Er ging gerade in die Hocke, als er einen feinen Luftzug fühlte. Irgendjemand war gerade in die Garage getreten.

Auf seine restlichen vier Sinne konnte er sich noch immer hervorragend verlassen, selbst wenn er seinen Blick nicht hob.

Finnja Offline

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Beiträge: 22

17.05.2006 20:15
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Willkommen in der Zukunft, Mr. Summers. Auf eine Flasche Sekt oder einen Blumenstrauss musste er wohl verzichten. Keine böse Absicht, aber Finnja tat sich seit gestern ein wenig schwer mit ihren Händen überhaupt ihr Leben auf Kette zu kriegen.

Doktor Hayward hatte sie gestern noch aufgesucht, um sich die Wunden anzusehen und ihr eine Salbe da zu lassen. Viel mehr hätte er auch nicht tun können, ausser Fragen zu stellen. Entsprechend froh war Finnja gewesen, als ihn mit einem Mal die Unruhe gepackt hatte und er zurück zum Haupthaus geeilt war.
Seana war zurück, wie Finnja heute morgen von Raguel erfahren hatte.
Und sie wollte lieber nichts von der offenen Rechnung wissen, die man noch mit Rat und dem Rest Genethics hatte.

Das ganze Institut schien nur noch aus offenen Rechnungen zu bestehen, wie es ihr im Moment vor kam. Ihre eigene hockte unweit von ihr entfernt – eine von vielen zumindest.

Die Situation war schrecklich befremdlich, so dass es ihr den Magen wie bei Krämpfen zusammen zog. Sie verlagerte das Gewicht von einem auf den anderen Fuss und streckte die Hand wieder nach der Tür aus.
Was würde es ihr nutzen wieder davon zu laufen? Sie hatte damit doch schon genug Unheil in den letzten Tagen angerichtet. Aber mit Sicherheit war es einfach Gras über die Sache wachsen zu lassen, anstatt Schuld einzugestehen.

Sie schob die Tür mit dem Ellenbogen auf, um die kalte Dezemberluft in ihre Lungen strömen zu lassen.

Es tat ihr leid, dass sie ihn nicht vor dem Siegel gewarnt hatte – aber sie hatte es wirklich nicht gewusst, das musste er ihr einfach glauben.

Scott Summers Offline

Besucher

Beiträge: 1.652

17.05.2006 20:32
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Gleich nach dem ersten folgte der zweite Lufthauch, so dass Scott nun doch wieder aufstand und hinüber zum Garagentor sah. Jemand war herein gekommen und wollte nun wieder gehen, so dass dieses Verhalten seine Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Gleich neben dem Tor befand sich noch eine Tür, wenn man die Garage betreten wollte, ohne dass man gleich das Tor öffnen wollte.

"Hey..."

Sonderlich laut war seine Stimme gar nicht gewesen, aber sie hallte regelrecht von den Garagenwänden wider. Er konnte sie in diesem diffusen Licht nicht genau erkennen, zudem stand sie ihm ja abgekehrt, aber Scott hatte Finnja auch nie wirklich zu Gesicht bekommen, seit er hier war. Finnja... der Name erinnerte ihn an jemanden. Er legte den Schraubenschlüssel beiseite und trat hinter der Maschine hervor, auch wenn er ansonsten keine Anstalten machte, sich ihr zu nähern.

Normalerweise hätte er an dieser Stelle gefragt, wer sie war, denn er konnte sie im Halbdunkel an der Tür nicht recht erkennen. Das lag zum einen daran, dass er bei Düsternis noch nie gut gesehen hatte, zum anderen aber daran, dass sich seine Augen erst wieder an das Sehen gewöhnen mussten. Scott fragte trotz allem nicht nach. Er legte den Kopf nur leicht zur Seite und schien zu warten, dass sie sich von allein wieder herum und ihm zudrehte.

Aber vielleicht wusste er es auch einfach.

Finnja Offline

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Beiträge: 22

17.05.2006 20:48
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Finnja wandte den Kopf zur Seite, so dass ein Mensch mit normaler Sicht vermutlich wenigstens einen kleinen Blick durch die Haare auf ihr Profil hätte erhaschen können. Aber Scott Summers war nun mal nicht, wie jeder andere.

Zwischen Freunden sollte angeblich selbst das Schweigen gemütlich sein - nur waren sie keine Freunde. Finnja hatte sich nie mit Scott unterhalten, seitdem er hier war, noch hatte sie an den Konferenzen teilgenommen.
Im Prinzip war er ein Fremder für sie, Scott Summers.
Dieses Schweigen, was hier im Raum stand, hatte etwas brennendes an sich und Finnja war, als könnte sie die Augen vor Hitze nicht offen halten.

Was sollte sie sagen, nur um die Stille endlich zu zerreissen? "Es tut mir leid." Irgendwie. Verstand er, was sie nicht gesagt hatte? Denn das war viel wichtiger.

Sich umwendend, trat sie einen Schritt aus dem Schatten hervor und auf ihn zu. Allerdings blieb sie eine gute Armlänge entfernt stehen und kreuzte behutsam die Handgelenke vor sich übereinander.

Scott Summers Offline

Besucher

Beiträge: 1.652

17.05.2006 21:11
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Suspekt. Aber auch dieses Wort traf es nicht. Diese Situation war sehr eigenartig. Scott kniff leicht die Augen zusammen. Es gab Momente, in denen wusste man ganz genau, dass sie die Ruhe vor einem gewaltigen Sturm waren. Wahrscheinlich hätte man bei diesem Schweigen eine Stecknadel fallen hören. War es möglich, dass es wieder schneite? Aber die Tür war zurück ins Schloss gefallen und alles, das ansonsten zu hören war, war das leise Summen der Deckenlichter.

Es war schon Jahre her, da hatte ihm Hank einmal gesagt, dass Vergangenheit immer von zwei Leuten geschrieben wurde. Einer, der sie erlebte und ein anderer, der sie erzählte. Aber diese beiden sollten einander nie treffen. Suspekt. Da war es wieder, dieses Wort. Sie hatte sich noch nicht einmal auf ihn zubewegt, da war er schon einen Schritt zurück getreten. Sein Gesicht war auf einmal wie versteinert.

Es tut mir leid.

Diese Worte hallten genauso in der Garage nach wie in seinen Gedanken. Es war aber ihre Stimme, die ihn regelrecht fesselte. Eine Weile starrte er sie einfach nur an. Nein, sie waren keine Freunde. Aber was waren sie dann? Er konnte ihr Gesagtes nicht einordnen und sie sah glücklicherweise nicht hinter die Rubinquarzgläser. Aber dann ging ein kleiner Ruck durch ihn und er sah einen Moment an ihr vorbei.

Das war... Finnja. Finnja Thompson. Die Geschichtslehrerin. Er hatte ihre Akte damals gelesen, auch wenn er ihr nie begegnet war. Sie sah aus wie...

Unsinn.
Es war unmöglich.
Was hatte sie gesagt?

"Miss Thompson, nicht wahr?" Aber seine Stimme hörte sich nicht an wie sonst, so dass er sich räusperte. "Was tut Ihnen leid?"

Finnja Offline

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Beiträge: 22

17.05.2006 21:42
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Was sie gesagt hatte war doch belanglos. Musste sie es nochmal wiederholen? Er sollte auf das hören, was sie eben nicht sagte.

"Die Sache mit dem Siegel." Sie räusperte sich ebenfalls leise und fuhr sich mit dem Handrücken über die erhitzte Stirn.
Wie sollte sie es ihm erklären? Es gab oft genug Situationen, in der der Verstand einfach dicht machte und Dinge, die auf der Hand lagen, nicht wahr haben wollte. Nicht anders war es mit dem Siegel gewesen. Finnja hatte schlichtweg nicht wahr haben wollen, dass etwas passieren würde. Und zum anderen war Finnja die Frau, die immer wieder predigte, dass man nichts am Lauf der Dinge verändern sollte - zumindest würde sie es in der Zukunft einmal predigen.

Verstand er?

"Ich hätte dich nicht gehen lassen dürfen."

Seit wann sie nun beim Du waren und warum Finnja sich einbildet, dass ausgerechnet sie dem Herrn seine Wege vorschreiben könnte, war eine gute Frage.
Aber sie schien sich tatsächlich Schuld am Geschehenen zu geben - oder war eine selten gute Schauspielerin -, wie die Tränen bewiesen, die auf ihren Wangen glitzerten.
Sie war ein wenig nah am Wasser gebaut, konnte er das in der Personalakte unerwähnt lassen?

"Aber ich musste dich gehen lassen. Verstehst du?"

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

17.05.2006 22:21
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Hören, was sie eben nicht sagte?!
Männer waren nicht dazu ausersehen zu hören, was Frauen eben nicht sagten (gut, manchmal hörten sie auch nicht, was Frauen sagten, aber darum gings ja gerade gar nicht). Vielleicht wollte Scott aber auch einfach nicht hören, weil... er das nicht glaubte. Sein Blick folgte ihren Bewegungen, ehe er ihn wieder in ihr Gesicht richtete. Er kannte diese Geste mit der Hand.

Er hatte sie schon mal gesehen.
Schon öfter.

Ja, er verstand.

Aber das machte die ganze Sache nicht einfacher. Ganz im Gegenteil. Allmählich verstand er sogar, was sie ihm sagen wollte. Es tat ihr leid, weil sie es hatte tun müssen. Aber das war unmöglich, wie hatte sie nur? War sie einfach später...? Aber er hatte im Archiv gelesen, dass... Gott. Ob er mit der Sache etwas zutun hatte? War sie auch ein Mutant und hatte ihm nie etwas davon gesagt?

"Aber du bist tot...", flüsterte er kaum hörbar. Nein, er wollte keine Antwort darauf, denn es war einfach nur ein Ausspruch seines Entsetzens gewesen. Ja, Entsetzen, weil er es sich nicht erklären konnte. Vielleicht gab es ja doch eine ganz plausible Antwort darauf. Langsam streckte er eine Hand aus und berührte ihre Wange. Damals hatte er nicht gedacht, dass Finnja Finnja war. Sie hatte sich nicht verändert.

"Christopher..." Es war halb Aussage, halb Frage. Wahrscheinlich sprach er ohnehin nur mit einem Geist und wurde in den nächsten Tagen wahnsinnig. "Was ist damals passiert?" Wie kommst du hier her? Warum warst du schon immer hier?! Wer zum Henker bist du, Finnja? Wieso das alles?

Finnja Offline

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Beiträge: 22

17.05.2006 23:01
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Finnja erstarrte unter seiner Berührung vollständig und ihre eben noch heisse Wange kühlte sich schlagartig ab. Ja, vielleicht war das alles tatsächlich nur ein Trugbild, dass Scott von seiner eigenen Fantasie, seinem Wahn, vorgegaukelt wurde. Seonaid, müsste ohne jeden Zweifel längst verstorben sein. Und selbst wenn er hier eine Ururururur...-grosstochter vor sich stehen hatte, sollte sie ihr nicht so täuschend ähnlich sein.
So täuschend ähnlich, dass sogar die kleine Erhebung an ihrem Wangenknochen sich genauso anfühlte, wie bei Seonaid.

Christopher?

Mit einem Ruck kehrte das Leben in Finnjas Körper zurück und sie hob das Gesicht erschrocken von seiner Hand zurück. "Woher", stiess sie atemlos aus und suchte seinen Blick unter dem Rubinquarz.
"Ich wusste damals nicht, dass ich... Ich war mir zumindest nicht sicher. Und ich sah es nicht als mein Recht an. Schliesslich hast du Jean... Ich hatte gehofft, ich hätte wenigstens etwas von dir zurück behalten können." Sie zog die Unterlippe ein und grub die Zähne hinein.

Es war nicht suspekt, Scott, es war absurd!

"Woher weisst du davon? Ich hab es nie jemandem erzählt."

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

17.05.2006 23:24
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Scott ließ die Hand sinken, als sie sich von ihm löste. Wenn ihm tatsächlich durch den Kopf gegangen war, dass Finnja eine Urururenkelin sein könnte, so hatte er diese Annahme recht schnell wieder verworfen. Sie hatte ihm früher nicht in die Augen sehen können, sie konnte es auch jetzt nicht. Und das war gut so. Er wusste im Moment überhaupt nicht, was er denken sollte. Das war alles so unwirklich. Ja, es war absurd.

Sie standen hier, vollkommen anders und doch dieselben, oder? Nein, nicht ganz...eigentlich hatte sich alles geändert. Da gab es doch diesen Spruch: Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen. Er hatte ihn auch auf Latein gelesen. Welch ein Hohn und doch war er so wahr, dass es sich keiner vorstellen konnte, außer vielleicht Finnja und Scott. Er zog die Brauen ein wenig zusammen, als sie ihm zum Teil bestätigte, was er sich schon gedacht hatte, ihm auf der anderen Seite aber wieder Rätsel aufgab.

Ja, er hatte Jean.
Und er konnte in dieser Welt nicht ohne sie sein.
Das wusste sie, oder?

tempora mutantur

In seiner Erinnerung hatte er Jean immer geliebt.
Auch das wusste sie.
Er schüttelte kaum merklich den Kopf, aber es dauerte eine Weile, ehe er ihr Auskunft gab. Er konnte das alles nicht glauben.

"Es gibt... Dokumente im Archiv von Inverness. Urkunden und... einen Stammbaum, in dem er drin vorkommt. Seine Daten sind nicht sicher, aber... er wurde um die 45 Jahre alt, Finnja."

Christopher MacScotach.

"Wo bist du gewesen?"

Finnja Offline

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Beiträge: 22

18.05.2006 00:08
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Wo war sie gewesen?

Sie sah nicht weniger ungläubig aus, als Scott es vorhin noch den Eindruck gemacht hatte. Sie tat zwei Schritte von ihm zurück, auch wenn es schon beinahe ein Stolpern war.

Christopher MacScotach.

Es konnte kein Zufall sein, dass es exakt der Name war, den sie für ihr ungeborenes Kind ausgesucht hatte.

"In Rom." Während ihr Kind in Schottland aufgewachsen war, ohne Vater und ohne Mutter. Hätte Nathan diesen Preis angenommen, nur damit er mit seinem Vater aufwachsen konnte?
45 Jahre und sie hatte es nicht einmal geahnt.
"Man hat mich ins Kloster zurück gebracht. Mir ging es nicht gut in der Zeit." Was nun vermutlich nicht gerade einen Newsticker wert war. Sie war schwanger gewesen und alleine - etwas, was in den damaligen Zeiten schlimm genug gewesen war - und ihre seelische Verfassung war mit Sicherheit auch nicht die beste gewesen. "Sie haben mir gesagt...", es war vermutlich nicht nur die Kälte in der Garage, die sie zittern liess, so dass sie die Arme um ihren Oberkörper schlang und an Scott vorbei blickte, "...er hätte gar nicht gelebt." Und sie hatte es ohne zu hinterfragen geglaubt.

Waren 7 Jahrhunderte genug Zeit eine solche Schuld verjähren zu lassen?

Warum war sie eigentlich hergekommen? Sie hatte es vergessen. Sicher war nur, dass sie nicht herkommen war, um eine Nachricht entgegen zu nehmen, die sie dermassen aus dem Gleichgewicht brachte.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

18.05.2006 00:40
[17.12 Nachmittag] Garage Antworten
Aber... sie hatten sie zurück ins Kloster gebracht?! Sie war in Rom? In... Rom?! Er wusste noch immer nicht sonderlich viel von ihr, wie er gerade feststellen musste. Und am liebsten hätte er nachgefragt, aber das war in diesem Moment nicht von Relevanz. Was er hörte, war nicht unbedingt das, was er hören wollte. Er hatte geglaubt, dass sie vielleicht... wieder geheiratet hatte. Es wog nicht unbedingt leichter; dieses Wissen, dass er den einen Sohn verlassen hatte, um zum anderen zurück zu kehren.

Das war...nicht das, was man hören wollte.
Und vielleicht war es auch nicht das, was sie wollte, aber er tat einen Schritt vor und griff ihren Arm, als sie zurück taumelte. "Seonaid, nicht..." Er wollte nicht, dass sie vor ihm zurück wich. Und ja, es war wirklich erbärmlich kalt in dieser Garage, aber darum zitterte sie nicht, oder? Und jetzt war es an ihm, sich zu entschuldigen.

"Es tut mir leid, ich habe das alles nicht gewusst. Ich..." Ja, vielleicht hätte Nathan anders reagiert, wenn er das alles gewusst hätte, aber er konnte nicht für seinen Sohn sprechen und ihm selbst wollte nicht einfallen, was er ihr sagen könnte. Sie hatten ihr gesagt, dass das Kind nicht gelebt hatte? Das alles überforderte ihn jetzt doch, so dass er vielleicht etwas distanziert erschien, was er beileibe nicht war. Sie mussten noch einmal über alles sprechen, denn...

...so viele Dinge waren nun offen. Dinge, über die er sich noch gar keine Gedanken machen wollte. Von denen er geglaubt hatte, dass er sie umgehen konnte. Schließlich zog er sie doch zu sich, ob sie nun wollte oder nicht. Das hier konnten sie keinem erzählen. Er strich ihr durchs Haar und suchte schließlich ihren Blick. Hatte sie sich nicht immer gefragt, wer Scott Summers war?

In diesem Moment fragte er sich, wer sie war.

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