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Dieses Thema hat 25 Antworten
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 Das Siegel
Seiten 1 | 2
Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

05.05.2006 14:39
Das Kloster Antworten
In einigen Jahrhunderten würde es wohl einmal ein Institut werden und Schüler würden dort durch die Gänge gehen, wo jetzt einige Mönche ihre Andachten verbrachten und im Hof ihre Kräuter anpflanzten. Es sah anders aus, als es die Schüler und das Team vielleicht in Erinnerung hatten. Eigentlich war es auch anders. Denn die Mauersteine des Instituts belegten, dann es sich um ein Gebäude aus dem 15. oder 16. Jh. handelte. Dieses Kloster war also ein anderes als es in der Zukunft sein würde.

Scott näherte sich nur langsam. Auf den letzten hundert Metern hatte er das Pferd gezügelt, so dass es in einen leichten Gang gefallen war. Der Morgen war nun bereits fortgeschritten und die Sonne ging über dem Morgennebel auf, so dass das Gebäude freundlicher wirkte, als es in Wahrheit sein mochte. Scott warf Seonaid einen Blick zu, der etwas musternd war. War sie sich sicher, dass sie wieder dort rein wollte? Er war es auch nicht, aber es war die einzige Möglichkeit, an das Siegel zu gelangen.

Nun denn...

X-odus Offline

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Beiträge: 296

05.05.2006 15:00
Das Kloster Antworten
Um ehrlich zu sein, war dieser Ort nicht wirklich einer, an dem sie sein wollte - was gleich aufgrund von mehreren Tatsachen der Fall war.
Chui würde es mit ihrem Sinn für das, was anderen oft verborgen blieb, wohl schon während des Ritts erkannt haben. Seonaid war mit jedem Meter, der sie näher ans Ziel gebracht hatte unruhiger geworden - ihr Blick war immer wieder umher geirrt und des öfteren hatte sie sich ihre Handflächen am Stoff ihres Umhanges gerieben, ehe sie die Zügel wieder umfasst hatte. Sie war nervös, wenn man nicht sogar sagen könnte, dass sie unter Stress stand. Und da war noch etwas anderes, was Chui förmlich riechen könnte: Angst.
Sie hielt Seonaid umklammert, wie eine Würgeschlange ihre Beute.
Sie nickte Scott zu, wobei es schien, als sollte ihr Lächeln ihn aufmuntern - aber von aufmuntern konnte in ihrem Zustand weniger die Rede sein.
Als sie den Kopf wieder sinken liess, rutschte der Stoff noch weiter in ihr Gesicht und sie zog ihn sogar noch herab, dass sie mehr oder minder dem Pferd jegliche Führung überlassen musste, da das Plaid ihr die Sicht nahm.

Kannte jemand das Gleichnis vom verlorenen Sohn?
Aber für Geschichten fehlte wohl einfach die Zeit und die Nerven.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

05.05.2006 19:06
Das Kloster Antworten
Padraig hatte sich ohne weiter zu murren auf das Pferd geschwungen. Was sollte er auch sonst tun? immerhin konnte er von Glück reden, dass er dieses Mal nicht mit Logan reiten sollte. Wie der jetzt allerdings zum Kloster gelangen sollte, das war ihm ein Rätsel.

Er war eher schweigsam geblieben. Zum einen, weil er nicht wusste, was er Mika hätte sagen sollen, und zum anderen, weil er sich konzentrieren musste, bei Bewußtsein zu bleien. Die Wunde in seiner Seite hatte sich noch nicht wieder geschlossen, wenn auch sie schon bedeutend kleiner geworden war. Allerdings würde er sich noch ein wenig schonen müssen, oder anderweitig Energie tanken, bis er wieder größere Anstrengungen unternehmen sollte.

Chui Offline

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Beiträge: 936

05.05.2006 21:23
Das Kloster Antworten
Chui blinzelt... wofür wird sie gelobt? Sie hat gar nichts gemacht. Brooke schon, und der gönnt sie auch das Lob. Sie will trotzdem nichts wie weg hier... auch wenn sie die Natur sonst fast immer einer von Menschen gemachten Umgebung vorzieht, will sie jetzt nichts lieber als in ihr Zimmer. Das mag wohl an den frischen Kadavern liegen, die da herumliegen und vor kurzem noch nach Aufregung, Angst, Entschlossenheit, Wut... nach menschlichen Regungen, nach Leben gerochen haben. Jetzt nicht mehr.

Darum hilft es auch nicht viel, wenn sie nicht hinsieht. Halb in Trance scheint sie, den Blick starr geradeaus gerichtet auch wenn es nichts bringt, bis sie bei den Pferden angekommen sind und sie sich Seonaid gegenübersieht, zu der sie aufs Pferd steigt. Während des Rittes schweigt sie. Jedenfalls, bis die Anzeichen von Nervosität, die Seonaid zeigt, ihr auffallen. Sie betrachtet sie ein wenig und zieht vorsichtig die Luft ein... jetzt, da sie ihr so nahe ist, riecht sie unter all dem Rauch auch mal den eigentlichen Körpergeruch und die Angst. "Keine Sorge." flüstert sie ihr zu, auch wenn die Schottin sie wohl kaum versteht... aber der Tonfall könnte ihr ja sagen, wie es gemeint ist. "Bei uns kann dir nichts passieren." Na, ob der aufmunternd gemeinte Ausdruck in ihrem Katzengesicht richtig rüberkommt, ist dagegen zu bezweifeln...

Brooke Offline

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Beiträge: 654

06.05.2006 12:23
Das Kloster Antworten
Das Eis schmelzen zu lassen mit dem sie den englänger aufgehalten hatte war nicht ihr job. Dafür war jemand anderes zuständig. Ein Blick zu Mika genügte um ihr klarzumachen, das sie besser die Spuren auf alles all zu ungewöhnliche beseitigten und da gehörte das Eis auch dazu. Wäre Mika also so nett und würde diesem Typen, den Brooke, wenn es nach ihr ging eingefroren gelassen hätte, mal etwas einheizen? Das konnte sie nämlich weit besser, Brooke konnte ja nur Kälte verbreiten. Der Engländer bekam noch einen Blick zugeworfen und Brooke legte einen Finger auf ihre Lippen. Wehe du sagst auch nur einen Piep zu irgendwem über das alles hier zu deinen Kumpels Freundchen…
Sie sah kurz Nathan, oder Memento wie Isis aka Noemi ihn später nannte, hinterher als der mit Iain abzog. Man war das mit den ganzen Namen kompliziert… Dann zog sie ihren Handschuh wieder an und sah zu Noemi „Thanx. Jetzt weißt du warum man mich auch Ice-Box nennt…“ Sie konnte ja nicht wissen woher Noemi kam und das sie diesen rufnamen vermutlich schon kannte.
Es konnte sich kaum einer Vorstellen wie gut es tat, endlich mal eine Anerkennung zu ernten. Auch wenn Brooke es sich nicht anmerken lies freute es sie und veranlasste sie den einen Mundwinkel ganz leicht nach oben wandern zu lassen. Jetzt gings endlich weiter Richtung zukünftigem Insititut? Sehr schön. Brooke folgte auch tatsächlich ausnahmsweise Mal als Noemi zum Aufbruch rief. Da konnten Alle Mal sehen, Sie war ja gar nicht immer so…
Wenn sie einen Schock hatte dann versteckte die Eisprinzessin ihn ziemlich gut. Sich nicht umzuschauen war nicht gerade leicht, es war wie wenn jemand sagte schau nicht runter wenn man sich in großer Höhe befand. Brooke lies es sich nicht anmerken, aber so tough sie auch wirkte, der Blutgeruch, den sie nun doch wahrnahm und das alles zusammen war nicht besonders erbaulich. Sie zwang sich aber sich nicht davon beeindrucken zu lassen. Nur die Harten kommen durch. Mitleid konnte sie sich gerade echt nicht leisten.
Brooke betrachtete die Pferde mehr als skeptisch und wollte wirklich mal wissen ob das denn sein musste. Und vor allem zu zweit mit jemand anderem auf einem Pferd zu sitzen machte sie nervös. Während dem ganzen Ritt versuchte sie so gut es eben ging, Noemi nur minimal zu berühren, was nicht gerade einfach war bei den Bewegungen des Pferdes. Okay Brooke, keine Panik, sagte sie sich immer wieder. Du schaffst das schon weder das Pferd noch Noemi einzufrieren... insgeheim malte sich ein Teil von ihr genau dieses Horrorszenario aus. Wie diesen Gedanken wegbekommen? Sie schloss die Augen und konzentrierte sich stark darauf, ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Nichts desto trotz konnte Noemi ganz sicher ein leichtes Frösteln verspüren, mit Brooke hinter sich auf dem Pferd.
Als sie endlich da waren machte sich Erleichterung in Brooke Breit. Konnte sie jetzt bitte von diesem Vieh runter? Ohne Pferde würden sie sich dem Gebäude dann doch etwas unauffälliger nähern können, das stand sowieso fest. Während sie das Bauwerk betrachtete runzelte sie die Stirn. So anders. Schon merkwürdig zu wissen, das hieraus einmal das Insti werden würde. Damit rechnete wohl keiner der jetzigen Bewohner. Aber was kümmerte sie das überhaupt? Es gab wichtigeres…
„Und nun?“ Fragte sie nachdenklich „Die Pferde können uns jetzt nich mehr weiterhelfen und wir müssen irgendwie ohne zu viel aufsehen rein…“

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

06.05.2006 15:16
Das Kloster Antworten
Auch Scott stieg vom Pferd, als sie nur noch einige Schritt davon entfernt waren und einige Mönche im Klostergarten schon auf sie aufmerksam wurden.

"Padraig ist verletzt. Sie können einem Verletzten ihre christliche Pflicht und Hilfe nicht verweigern."

In Scotts Fall konnten sie es aber wohl, auch wenn das Team das nicht verstehen würde. Scott half Megan aus dem Sattel und machte wie immer den Anfang. Es brachte nichts, jetzt noch zu versuchen, die Sache heimlich über die Bühne zu bringen und ehrlich gesagt... wollte Scott das auch nicht. Seine Augen erengten sich leicht, als er durch das Tor in den Hof schritt, auch wenn man das hinter dem Rubinquarz nicht sehen konnte. Nach nur zwei Schritten blieb er stehen, denn einige Mönche kamen schon auf ihn zu.

"Bei Loch Duichardh gab es einen Kampf", sagte er auf Gälisch. "Wir haben einen Verletzten." Er wartete ab, wie die Geistlichen darauf reagierten oder ob sie Seonaid bemerkten.

Mika Offline

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Beiträge: 810

06.05.2006 17:01
Das Kloster Antworten
Mika nickte Brooke zu. Auch wenn sie den Engländer nur ungern gehen ließ, immerhin konnte sie Leute auf den Tod nicht ausstehen, die so mit Kindern umgingen. Nun gut, andere Zeiten, andere Sitten...

Mit einer leicht wegwerfenden Handbewegung ihrerseits begann das recht schnell zu verdampfen.Eigentlich hätte die Rothaarige am liebsten Flammen aufkommen lassen, aber das hätte sicher niemand gutgeheißen, daher ließ sie es. Dann ging sie mit dem Rest der Gruppe zu de Pferden und starrte dabei auf die Umrisse der toten und verletzten Körper auf dem Boden. Und es machte sich Wut in ihr breit, und Enttäuschung über dieses Team von Superhelden. Hätte es echt nicht anders gehen können, bei den Fähigkeiten, die die Mädchen und die X-odus besaßen? Anscheinend nicht, dachte sie Zynisch und stieg dann zu Padraig aufs Pferd.

Mika hatte noch nie auf einem Pferd gesessen, und als typisches Stadtkind fand sie diese Art der Fortbewegung auch nicht gerade toll. Aber sie unterdrückte den Impuls, sich an Padraig festzuhalten, immerhin war er verletzt und sie wollte seine Schmeruen nicht durch eine unbedachte bewegung vergrößern. So klammerte sie sich an den Sattel und sah dem Gebäude entgegen, auf dessen Grundmauern später das Institut entstehen sollte.

Sobald das Pferd stand, sprang Mika von seinem Rücken und zog den Plaig zurecht, damit die Mönche nicht allzuschnell auf ihre ungewöhnliche Kleidung aufmerksam wurden. In der Dunkelheit blickte sie fragend zu Brooke. Und nun?

X-odus Offline

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Beiträge: 296

06.05.2006 20:35
Das Kloster Antworten
Einer der Mönche drehte seine Harke herum und kam auf Scott zu, so dass ihm auch noch einige der anderen folgten. Man konnte ihm schon im Gesicht ablesen, dass er Scotts Erscheinen nicht begrüßte, auch wenn er Seonaid noch nicht gesehen hatte. Mit einer forschen Geste fuchtelte er mit seiner Gartenharke in der Luft herum und schien die Fremden augenscheinlich wieder verjagen zu wollen. Irgendetwas sagte er daraufhin und wenn die Anwesenden der lateinischen Sprache mächtig waren, würden sie darin wohl eine Beschwörung gegen teuflische Mächte verstehen können. Scott würde es ebenfalls verstehen, obwohl er in der Gegenwart kein Latein gesprochen hatte. Und ja, der Mönch meinte auch offensichtlich den rotäugigen Teufel, der sich hierher stellte und Einlass wollte.

„Für den Satan und seine Brut haben wir keinen Platz! Verschwinde von hier und betrete dieses Anwesen nie wieder, sonst werden wir dich mit göttlicher Kraft endgültig von diesem Ort vertreiben.“

Einer der Mönche bemerkte Seonaid, während der andere Scott auf Gälisch Antwort gegeben hatte. Und Scott würde wissen, dass es nicht nur leere Drohungen waren. Ein Raunen ging durch die Reihen der Mönche und selbst wenn man kein Gälisch konnte, so würde man eines doch heraushören können: Maria Magdalena. Scheinbar verglichen die Geistlichen Seonaid mit der Hure des Neuen Testaments. So friedlich diese Mönche gerade noch ausgesehen hatten, sie würden erbitterten Widerstand zeigen. Es waren die Zeiten der Inquisition… und wer, wenn nicht Scott, müsste dies wissen? Der Teufel war unter ihnen.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

06.05.2006 20:35
Das Kloster Antworten
Ja, Scott wusste es. Es hatte Zeiten gegeben, da war er noch zu klein gewesen, sich gegen Unrecht zu wehren. Er war gedemütigt worden, ausgenutzt – gegen seinen Willen – und man hatte ihn schlecht behandelt. Es hatte eine Zeit gegeben, da hatte er nie an den Morgen gedacht. Da war er auf kaltem Steinboden eingeschlafen und alles, was ihn noch irgendwie bei Verstand gehalten hatte, war eine leise Stimme gewesen, von der er damals nicht gewusst hatte, wem sie gehörte. Es war Jeans Stimme gewesen. Scott hatte sich geschworen, sich nie wieder so behandeln zu lassen. Er hatte sich geschworen, dass es kein Mensch verdient hatte, so gedemütigt zu werden. Aber er war kaum 30 geworden und er hatte es wieder zugelassen. Er hatte es einfach wieder so zugelassen ohne sich dagegen zu wehren. Jetzt war Schluss damit. Die Mönche glaubten, dass der Leibhaftige vor ihnen stand? Er würde ihnen zeigen, was sie sehen wollten und sie sollten wissen, wohin er ging. Danach konnten sie das Siegel schließen, auf dass Satan nie wieder zu ihnen zurückkehrte. Warum so viel Blut am See vergossen worden war? Weil es Zeiten gab, in denen man sich unwiderruflich für eine Seite entscheiden musste. Man konnte nicht immer nur halbe Sachen machen. Scott maßte sich nicht an, seine Seite als die wahre zu bezeichnen, aber er musste sich kaum entscheiden, um sagen zu können, dass er das Team und die Schüler durch dieses verfluchte Siegel bringen würde.

„Aus dem Weg!“ donnerte er den Mönchen entgegen, die wider Erwarten tatsächlich ein paar Schritte zurückgingen. Genau diese Schritte ging Scott vor, auch wenn er sich im nächsten Moment auf Widerstand gefasst machen musste. Aber von diesen Männern würde er sich nicht mehr demütigen lassen – in Ketten gelegt, bis ihn das Zeitliche segnete oder er geradewegs in die Hölle fuhr. Wie oft hatte er das eigentlich schon getan? Er konnte es an zwei Fingern abzählen. Aber auch dieses Mal griff er zum Visor und noch bevor das Team wirklich verstehen würde, was er tat, riss er ihn sich von den Augen. Der morgendliche Himmel wurde von einem roten Licht eingenommen, dem eine enorme Schubkraft entsprang. Die Druckwelle musste man sogar spüren, wenn man nicht im unmittelbaren Radius des Beams stand. Scott hatte die Augen jedoch weit geöffnet und wenn man ihm nicht glaubte, dass er die Fallrichtung der Mauersteine berechnen konnte, dann würde man ihn wohl für wahnsinnig halten, denn Scotts Beam zielte geradewegs auf das Gebäude. Jetzt hatten die Schülerinnen wohl ihre Antwort auf die Frage, warum das Institut in einigen Jahrhunderten schon wieder ganz anders aussah. Der ganze Hof war in dieses rote Licht getaucht, während das Gebäude auf der Nordseite regelrecht auseinander gesprengt wurde. Scott wusste, dass die Mönche um diese Tageszeit nicht auf jener Seite waren… woher? Er hatte lange genug dort gelebt, um es zu wissen (auch wenn es ihm im Moment ehrlich gesagt vollkommen egal war). Aber die Mönche stoben dennoch vor Angst auseinander und Scott setzte den Visor wieder auf, auch wenn er nicht lange wartete. Ja, es musste für die Geistlichen so aussehen, als habe er soeben die Apokalypse eingeleitet. Er musste sich beeilen, wenn er den Abt jetzt noch erwischen wollte, so dass er die nächste Tür aufzog und ins Innere rannte. Dieser Mann war der Einzige, der noch wusste, wo sich das Siegel befand. Dass ihm genau dieser schließlich unverhofft entgegen rannte, war …göttliche Fügung? Wie makaber das Leben doch manchmal war.

„Bring uns… zu diesem Siegel, Mann.“

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

06.05.2006 20:50
Das Kloster Antworten
Padraig hatte sehr verblüfft dem Schauspiel zugesehen. Anders konnte man das nicht nennen. Die Mönche hatte wüsste Beschimpfungen ausgestoßen, zum einen gegen Scott und zum anderen gegen die Frau, die bei ihm war. Was Scott dann allerdings tat, das überraschte ihn. Wollte er den Anschuldigungen der Mnche gerecht werden? Wollte er als der rote Teufel in Erinnerung bleiben?

Zumindest eine Sache wusste Pad. Er hätte mit seinen Fähigkeiten nie eine solche Zerstörung anrichten können.... Naja, wahrscheinlich schon, wenn er sich vorher in einen Atommeiler gestellt hätte und dessen gesamte Energie absorbiert hätte. Wäre im Endeffekt für ihn allerdings tödlich gewesen. Seine Stärke lag eher in der fokussierten Ausübung seiner Kräfte und auch deren Zusammenspiel.

ALs Scott dann in Richtung Klosterruinen lief, folgte ihm Pad einfach so schnelle r konnte. Ein wenig torkelte er, aber es reichte. Woher hatte Scott nur diese Kraft?

Wolverine Offline

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06.05.2006 23:47
Das Kloster Antworten
Durfte er auch eventuell mal Luft holen? Gut er hatte ein Pferd dabei und er hätte reiten können, aber das war ihm einfach zuwider und viel zu viel Aufwand. Also waren sie ganz supi toll zum Kloster getrottet wie die sieben Zwerge. (WO war sein Schneefickchen, eh?).

Doch eins musste er wirklich sagen es war schon beeindruckend das „Kloster“ im Original zu sehen und deswegen kam auch locker flockig angejoggt mit seinem Pferdchen an der Leine und tat das was er neben dem wütend sein am besten konnte. Nein! Nicht die Augenbraue lupfen…..sondern schweigen.

Wie genau war das eigentlich mit der verhüllten Frau, eh? Was saß sie eigentlich so dämlich auf dem Pferd und schwitzte Angst? Gut, vielleicht musste die Frage eher lauten vor was genau sie Angst hatte, aber die Antwort folgte ja beinahe auf dem Fuße. Was fuchtelte der Mönch eigentlich so bescheuert mit seiner Kralle rum? Sollte Logan ihm mal zeigen was eine RICHTIGE Kralle war?

Allerdings hatte Scott ja schon alles im Griff und über seinen spektakulären Auftritt musste Logan grinsen. Waren wir heute wohl ein bisschen dramatisch ja? Den Kindern ging es soweit gut? Er sah noch einmal unauffällig in die Runde. Bestandsaufnahme.

Damit der Indianer Wind in seinem Haar nicht aus den Latschen kippte war Logan schon wieder an seiner Seite um Padraig zu stützen. Irgendwie war er die persönliche Krücke von Paddy, eh? Tja…konnte halt nicht jeder so ein Oberchecker sein wie er.

Irgendwie fühlte sich Logan gerade amüsiert, vielleicht ein kleiner Anflug von Galgenhumor, deswegen blinzelte er auch zum Mönch und fletschte mehr gespielt die Zähne. „Vorwärts! Aber zackig.“ Waren Gottes Männer alle so lahm?

Nathan Offline

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Beiträge: 91

07.05.2006 03:23
Das Kloster Antworten
Nathan hatte das zum Teil zerstörte Gebäude einige Zeit später ebenso erreicht. Hier im Hof waren sogar noch einige Mönche, die sich allerdings kaum zeigten, als Nathan auf eine offene Tür zuging. Was war hier passiert? Die beschädigten Mauern zeugten von einer gewaltigen Kraft; hier war irgendjemand recht wütend gewesen. Nathan beeilte sich ins Innere des Klosters zu kommen. Die Gänge in den Keller waren verwirrend und Nathan hätte den Weg ohne seine Gabe niemals allein gefunden. Er hoffte, dass die Schülerinnen und Scott vorsichtig mit dem Rubinquarz umgingen. Das hier war wie in einem Labyrinth und nicht wie der Keller des Instituts.

Aber irgendwann hörte er Stimmen, die keine Gedanken waren, die er aufschnappte. Und hinter der nächsten Tür fand er die Gruppe dann auch wieder. Er selbst sah keinen Abt mehr unter ihnen, der Mann war wohl schon wieder freigelassen worden, nachdem er ihnen den Raum gezeigt hatte. Scott hätte wohl Jahre gebraucht, diesen Raum blind zu finden. Nathan hätte jedenfalls nicht hergefunden, wenn er nicht einfach Scotts Gedanken gefolgt wäre. Mit einem kurzen Nicken reihte er sich weider zu ihnen ein. Ja, er war zurück! Super Sache und er war total geschafft. Aber jetzt konnten sie ja rüber in den Siegelraum gehen, oder? Und dann ab nach Hause. Moment... wer war eigentlich die Frau, die Scott ständig begleitete? Diese Frau gehörte doch gar nicht hierher, sie war eine Schottin dieser Zeit, sie musste natürlich auch hier bleiben. Sein Blick schweifte zu Noemie hinüber. Sie war doch die Frau für 'In der Vergangenheit bloß nichts verändern!' Also fragte er einfach mal offen heraus:

"Wer ist das?"

X-odus Offline

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Beiträge: 296

07.05.2006 03:40
Das Kloster Antworten
Seonaid war sich nicht sicher, ob sie Chui damit eventuell mehr geschockt, als beruhigt hätte, hätte sie ihr deutlich gemacht, dass sie Englisch sehr wohl verstand. Ja, sie mochte wie eine normale Schottin aussehen und dennoch schien hinter der Fassade eine ganze Menge mehr auf Entdeckung zu warten.
Sie legte ihre Hand lächelnd auf Chuis, doch sollte ihr dies als Antwort ausreichen.

Sie hatte längst befürchtet, dass die Brüder sie auch unter einem russgeschwärztem Gesicht und Plaid verhüllt wieder erkennen würden, doch was sie ihr dort entgegen warfen, hinterliess tiefe Narben auf ihrem Geist. Wer liess sich - insbesondere in dieser noch von Religion bestimmten Zeit - schon gerne mit einer Sünderin wie Maria von Magdala vergleichen?
Ob nun Scotts Reaktion nicht aber ein viel grösserer Schock war, blieb nach allem was geschehen war die Frage.
Seonaid hatte sich über die Jahre hinweg des öfteren gewünscht, sie würde eine Möglichkeit finden diesen Mann jemals mit offenen Augen zu sehen. Nun wüschte sie sich diese Hoffnung niemals in ihren Gebeten formuliert zu haben.
Auch wenn - oder gerade weil - der Schock tief sass, über das gerade Geschehene, griff Seonaid nach Chuis Hand. Das Scott sie zu ihr aufs Pferd geschickt hatte, liess die junge Frau sich nicht aus dem Verantwortungsbewusstsein ziehen. Chui mit sich ziehend, folgte sie der Truppe als Schlusslicht.

Zumindest fast als Schlusslicht, denn hinter ihnen würde nur noch Nathan eintreten - der Seonaid mit seiner Frage nicht minder zu erschrecken vermochte, wie Scott es vor dem Kloster getan hatte.
Wer sie war?
Konnte er es denn nicht in ihren Augen - oder bei Nathan wohl besser Gedanken - lesen? Viel schlimmer war, dass sie untrüglich wusste, wer er war.
Ihr Blick wanderte von Nathan zu Scott und mit einem halbherzigen Lächeln schüttelte sie den Kopf.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

07.05.2006 03:56
Das Kloster Antworten
Ja, wahrscheinlich würde Nathan es nun schon in seinen Gedanken hören, noch ehe Scott es sagen würde. Dennoch sprach er es auch noch für alle anderen aus. Seither hatte er jeglichen Gedanken an Seonaid abgeblockt, seit er Nathan in seinen Gedanken bemerkt hatte, so dass der Jüngere wie auch Jean oftmals zuvor keine Möglichkeit gehabt hatte, diesen Gedanken aufzuschnappen. Aber da Nathan nun nach ihr fragte, war der Zeitpunkt gekommen, es offen auszusprechen.

Sein Blick schweifte zu ihr hinüber. Er hatte vorhin im Hof keine Rücksicht auf die Reaktionen der anderen genommen, wahrscheinlich würden sie auch nicht verstehen, warum er das getan hatte. Er hatte ihnen nicht zeigen wollen, welche Kräfte er trotz seiner Wunde noch immer besaß, denn dann müsste er ja zugeben, dass es sein Zorn gewesen war, der ihn angetrieben hatte. Seine Wut auf die Leute, die glaubten, der Zweck heilige die Mittel. Aber das war gerade überhaupt nicht Thema, das sie hier stehen ließ, kurz vor ihrem Ziel. Scott spürte das Tor bereits... auch ohne den Visor, den er aufhatte. Seonaid hatte Angst, nicht wahr?

"Sie ist meine Frau und sie wird uns begleiten."

Nathan Offline

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07.05.2006 04:19
Das Kloster Antworten
Natürlich...er wusste es schon, als Seonaid es dachte und seine Augen weiteten sich erschrocken. Das war nicht wahr, oder? Dieses komische Gefühl, das er die ganze Zeit gehabt hatte, als wäre noch jemand hinter ihnen her... das war jetzt nicht das hier, nicht wahr? Das war ein blöder Scherz. Er hatte nicht so lange nach seinem Vater gesucht, damit dieser ihm nun sagte, dass...

Nein.
Er schüttelte den Kopf und das Einatmen fiel ihm schwer.
Genauso war es mit seiner Beherrschung bestellt. Er war müde, er war erschöpft und er wollte so kurz vor dem Ende nicht so etwas hören. Sein Vater kehrte zurück in seine Gegenwart und heiratete seine Mutter!! GOTT VERDAMMT.

"DAS ist NICHT deine Frau, Vater!! Jean ist deine Frau und du wirst auch wieder zurück zu ihr gehen. Du wirst sie nicht... NICHT mitnehmen!"

Er ballte seine Hände zu Fäusten, so dass sie zitterten. Er hätte Seonaid in diesem Moment am liebsten gepackt und eigenhändig hinaus befördert. Das ging nicht einmal persönlich gegen sie, aber ... doch, es war verdammt persönlich! Und bevor Scott oder Seonaid überhaupt Gelegenheit hatten, sich näher zu kommen, stieß er die Frau an die Wand. Der Stoß mochte so fest sein, dass sie dagegen taumelte und Nathan sie regelrecht anstarrte. Nein, er hatte sie dabei nicht einmal angefasst. Seine Fähigkeiten spielten ein wenig verrückt, er hatte nicht so grob sein wollen, aber... sein Vater gehörte doch zu... das war doch nicht...

...das Schicksal war doch nicht fest, oder?! Man konnte es doch ändern...

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