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Dieses Thema hat 25 Antworten
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 Das Siegel
Seiten 1 | 2
Scott Summers Offline

Besucher

Beiträge: 1.652

07.05.2006 04:39
Das Kloster Antworten
Scott packte Seonaids Handgelenk, so dass sie nicht wirklich umfiel. Kurz griff er nach ihrem Kinn, damit sie ihn ansah. Das alles musste ihr gespenstisch und beängstigend vorkommen, aber das Schlimmste daran war, dass Scott Nathan in gewisser Weise verstehen konnte. Trotzdem wäre er nicht Scott Summers, wenn er Seonaid nun allein zurück lassen würde. Er hatte ihr etwas versprochen, an das er sich halten würde. Seine Finger glitten über ihre Wange und hinterließen hellere Streifen auf ihrer Haut, ehe er sie wieder freiließ und in zwei Sätzen bei seinem Sohn war, den er nun ebenfalls gegen die nächste Wand stieß.

Nein, er wollte ihm nicht wehtun. Weder in physischer noch psychischer Hinsicht, darum packte er ihn einfach und sah ihn eindringlich an. Das Rubinquarz glitzerte leicht, ehe er sagte: "Du bist mein Sohn, nicht mein Richter." Dass diese Aussage nicht nur tadelnden Charakter hatte, verstand Nathan in diesem Augenblick vielleicht nicht, er war viel zu sehr mit seiner Enttäuschung beschäftigt, aber Scott konnte jetzt auch keine lange Unterhaltung mit ihm führen. Sie mussten durch dieses Siegel, danach würde sich alles klären. Danach würde er noch einmal mit ihm sprechen. Jetzt schlug er ihm nur leicht auf die Wange und schloss die Augen, um den Visor abnehmen zu können. Er steckte ihn ein, damit er nicht zersprang.

"Gehen wir in den Siegelraum. Brooke? Pass auf diesen Anhänger auf. Ich weiß nicht, ob ich die Augen geschlossen halten kann, das Tor hat eine seltsame Wirkung auf meine Fähigkeiten."

Er hatte es damals geöffnet. Er würde es auch heute tun. Und mit einem Mal spürte er Jeans Anwesenheit stärker als zuvor. Scott wartete darauf, dass Seonaid zu ihm kam, dann würde er den Siegelraum betreten.

Megan Offline

Besucher


Beiträge: 191

07.05.2006 14:36
Das Kloster Antworten
Megan ging mit den Mädchen, Chui nicht loslassend, zurück zu den Anderen, die bei den Pferden warteten. Sie versuchte die Verletzten und auch Toten zu ignorieren, aber in den nächsten Nächten wird sie sie wohl noch in ihren Träumen sehen.

Wie in Trance lässt sie sich von Scott aufs Pferd ziehen. Vom Ritt im Kloster bekommt sie nicht viel mit, sie versucht nur nicht zu schrumpfen und außerdem ist der Sattel recht unbequem, wenn man fast nichts an hat, das wird sie auch noch in den nächsten Tagen spühren.

Am Kloster angekommen lässt sie sich ohne was zu sagen wieder vom Pferd helfen und kaum ist Chui ebenfalls von ihrem Pferd gestiegen, steht sie bei ihrer Freundin. Die Mönche betrachtet sie misstrauisch und wieder unterdrückt sie erfolgreich den Drang zu schrumpfen. Das Gebäudes sieht anders aus, kam ihr der Gedanke und schon fällt das halbe Kloster zusammen. Erneut muss sie sich anstregen, um nicht zu schrumpfen - wie kann man nur so ängstlich sein.

Im Keller des Klosters endlich angekommen, betrachtet sie die Erwachsenen mit leichter Überraschung - was soll denn dieses Schauspiel nun, ob sie diese Erwachsenen je verstehen wird?

Wolverine Offline

Besucher


Beiträge: 2.210

07.05.2006 15:52
Das Kloster Antworten
Frauen. Frauen machten einfach alles kompliziert und dürfte er der jetzigen Situation glauben war das schon immer so gewesen. In dieser Zeit genauso wie in der Gegenwart, dabei fiel ihm ganz unerheblich ein, dass er gar nicht genau wusste in was für einer Zeit sie sich eigentlich befanden.

Er war schweigend hinterher getrottet, hatte seinen eigenen Gedanken nachgehangen und hatte somit zusammen mit Padraig -den er immer noch stützte- das Schlusslicht gebildet. Er fragte sich wie genau sie eigentlich nach dieser Zeitreise ansetzen sollten. Was bedeutete der 'Ausflug' für die Kinder und was genau würden wohl die Strafen sein? Er würde es wie immer handeln, er würde es den Anderen überlassen sich Gedanken dazu zu machen. Sowas konnte er schließlich nicht gut. Ob nun einige Schüler verstanden hatten das sie -das Institut und das Team- eine Familie waren und für einander einstanden? Er würde sich nicht die Mühe machen das zu erklären.

Den Wortwechsel zwischen Nathan und Scott verfolgte er genauso schweigend selbst wenn er ab und an einen Blick zu Scotts Frau warf. Er war in diesen Dingen nicht wirklich sensibel und der Jäger in ihm sprach davon, dass es kann nicht so schlimm wäre wenn die Frau mitkam. Wäre der Weg frei für Jean, allerdings erkannte er einmal mehr das es darum nicht mehr ging. Vielleicht hatte Jean für ihn auch einfach jeden Reiz verloren wo sie leichter zu erreichen sein würde. Er konnte es nicht ehrlich beantworten. Doch wenn er das so sah war er froh das es für ihn keine Frau gab. Der ganze Herzschmerzgedöhnsdingsbums war einfach nichts für ihn.

"Wo ist Isis?" Er wollte ein bisschen ablenken und runzelte in unverwechselbarer Art die Strin. Noch einmal besah er sich die Kinder. Hatten sie Angst? Er konnte ihnen nicht versprechen das alles gut würde, aber war es nicht beruhigend das sie im Zweifelsfall alle zusammen untergingen?

Wie aufmundernt.

Noemie Offline

Besucher


Beiträge: 109

07.05.2006 21:52
Das Kloster Antworten
"Nathan!" Logan fragte sich wo Isis war? Die hatte sich bei der Szene gerade in eine Furie verwandelt und packte den Teamkollegen ihrer Zeit ziemlich ruppig am Kragen, um ihn ihrerseits gegen die nächste Wand zu befördern.

Ja, sie konnte nachvollziehen, was ihn die Kontrolle derartig hatte verlieren lassen, sie war von Scotts Neuigkeiten ja nun nicht gerade weniger geschockt. Was sollte das heissen? Sie hatten all die Mühe, all die lange Arbeit, all die Zeit völlig umsonst in seine Rettung inverstiert, weil er mit seiner Frau zurück kehren würde. Sie waren gekommen um Nathan einen Vater zurück zu geben. Gut, einen Vater hatte er nun, der nur leider mit einer anderen Frau verheiratet war. Aber sah Nathan nicht auch das Wichtigste: Sie hatten ihn zurück gebracht - also, jedenfalls würde der Rest der Reise nun hoffentlich noch funktionieren - und er würde nicht hier in diesem Jahrhundert versauern und seinen Sohn nie zu Gesicht bekommen können.

SAH Nathan das denn nicht?

Und um all diese Argmuente zu übermitteln, brauchte Nomi keine Worte, denn Nathan hatte einfachen Zugang zu ihren Gedanken, wenn sie sie ihm preisgeben wollte.

"Hör auf ihr Angst zu machen." Die Frau schien genug durchgemacht zu haben und nun spielte er hier auch noch den tanzenden Teufel.

Vielleicht war es auch Stolz, dass Noemie ihre Mission einfach nicht als gescheitert erklären wollte - es musste einen Weg geben, der für alle der beste wäre, aber Hier und Jetzt würde sich keine Lösung übers Bein brechen lassen.

"Kommt", die Amazone hatte gesprochen. Mit einer energischen Bewegung packte sie Nathan bei der Hand, wie einen kleinen Jungen und zerrte ihn mit sich, währen sie auch die Schüler in den Siegelraum scheuchte.

Scott Summers Offline

Besucher

Beiträge: 1.652

07.05.2006 22:29
Das Kloster Antworten
Ja, sie waren da. Und Scott fühlte die Kraft des Siegels im ganzen Körper. Noch einmal sah er zurück, als Nathan die Tür des Siegelraums schloss. Er war sich recht sicher, dass alle, die jetzt hier anwesend waren, auch an einen und den selben Ort katapultiert wurden, die Frage war nur, ob sie wirklich dort landeten, wo sie hinwollten. Auch Scott versuchte Kontakt zu Jean aufzunehmen. Sie war schließlich die Einzige, die ihnen auf der anderen Seite helfen konnte. Er spürte sie, auch wenn es wie durch einen Schleier war, greifbar war es nicht.

Das Rubinquarz in den Falten seines Plaids fühlte sich warm an, so als würde es gleich zu glühen anfangen. Tatsächlich fiel es ihm zunehmend schwerer, die Augen geschlossen zu halten. Da war wieder dieses seltsame Summen in seinem Kopf, als würde man eine Glocke anschlagen, die leicht nachhallte. Und dieser Ton wurde von Sekunde zu Sekunde lauter, bis es wirklich Schmerzen bereitete. Ob Padraig das mit seiner Verletzung überhaupt überleben würde? Er selbst glaubte nämlich gerade, dass seine Wunde wieder angefangen hatte zu bluten und er presste die Zähne fest aufeinander.

Der Luftzug, der plötzlich dagewesen war, wurde immer stärker und obwohl Scott nicht sah, dass das Siegel allmählich verschwamm und wie flüssige Bronze schimmerte, ahnte er es. Die Sogwirkung wurde immer stärker und wenn jetzt jemand an die Renaissance dachte, würde er später eigenhändig von Scott geschnetzelt. Er konnte sich nicht mehr erinnern, wie es gewesen war, als er das erste Mal durch das Siegel gegangen war, aber die anderen würde dieses Gefühl noch gut kennen. Und auch diesmal war es so, dass man sich schwer entscheiden konnte, was nun schlimmer war; die Übelkeit oder die Atemlosigkeit.

Scott für seinen Teil kämpfte gerade damit, dass ihm der Schädel zu zerbersten drohte. Seine Hand zitterte unkontrolliert, ehe er es nicht mehr aushielt und die Augen doch öffnete. Das Zeittor öffnete sich...jedenfalls auf dieser Seite der Gegenwart und das Siegel sog Scotts Beam regelrecht ein, ehe es verschwand. Aber ob man das noch erkennen konnte war fraglich, denn das Zimmer schien nur noch aus Licht zu bestehen.

Oder befanden sie sich bereits auf der Reise?
Das Team und die Schülerinnen jedenfalls waren sofort darin verschwunden.

X-odus Offline

Besucher


Beiträge: 296

07.05.2006 22:59
Das Kloster Antworten
Nach allem was gestern und heute bereits geschehen war, hatte Nathan tatsächlich noch einmal geschafft den Terror in Seonaids Augen zu toppen. Sie hatte gewusst, dass Scott seltsame Kräfte hatte - auch wenn sie nie deren Auswirkung zu sehen oder spüren bekommen hatte - und er hatte ihr auch von einigen seiner Lehrlinge erzählt. Doch sie hatte nie von diesem jungen Mann Namens Nathan erzählt - zumindest nicht, darüber was für Kräfte er besass. Vielleicht schockte sie es deswegen so sehr oder weil seine Worte sie getroffen hatten.
Scott hatte nie vor ihr verborgen, dass es in seiner Zeit ein andere Frau, ja sogar ein anderes Kind gab, aber erst nachdem sie beide die Hoffnung aufgegeben hatten, dass es für ihn einen Weg zurück geben würde, hatte er sich ihr zugewandt.
Der Gedanke, dass auch sein Sohn nur eine weitere Maria Magdalena in ihre sah, schmeckte bitter.

Scotts Wunden hatten in der Tat wieder zu bluten begonnen, als er vor dem Siegel stand, so dass Seonaid nach seiner Hand gegriffen und seinen Arm um ihre Schulter gezogen hatte, um ihn zu stützen. Die zweite Hand hob sie abschirmend über ihre Augen, als das Rot gänzlich den kleinen Raum erfüllte. Es war intensiv genug in den Augen zu schmerzen, aber durch den krassen Kontrast, konnte sie die Umrisse der restlichen Anwesenden gut erkennen.

Und dann waren sie verschwunden, als hätte das Rot sie schlichtweg verschluckt.

Sollte sie etwas verspüren? Ein Kribbeln? Ein Ziehen? Sie blinzelte mit tränenden Augen zu ihm hinauf und liess die Lider schliesslich sinken. Das Licht war so intensiv, dass es sich anfühlte, als würde es ihr die Augen ausbrennen wollen. Ausdrücken. Das traf es vielleicht eher. Etwas schien sie zu schieben und zu zerren und zu Anfang konnte sie sich das Gefühl nicht erklären.

"Scotach" und noch klang ihre Stimme fragend. Oft hatte er sich auf sie verlassen müssen, da er durch seine Blindheit von Zeit zu Zeit doch auf Hindernisse gestossen war, die er nicht alleine hatte überwinden können. Dass Seonaid trotz allem eine Frau war, die ihren eigenen Kopf hatte und sich selten hatte etwas sagen lassen, wusste er auch. Der endgültige Entschluss, mit dem sie die folgenden Worte sprach, sollten ihn also nicht verwundern. Sehr wohl aber die Wortwahl. "Mo cridhe." Mein Herz, es war das erste Mal, dass sie ihm einen Kosenamen gegeben hatte - und es würde das letzte Mal sein.

Ehe er über die Bedeutung ihrer Stimme hatte nachdenken können, hatte sie seine Hand losgelassen und war von seiner Seite gewichen.

Sie konnte diese Schwelle nicht überschreiten, aber er gehörte nicht in diese Zeit.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

07.05.2006 23:17
Das Kloster Antworten
Aber warum? Warum konnte sie diese Schwelle nicht überschreiten? Warum?!! Es war nicht allein ihrem Entschluss zuzuschreiben, er spürte das. Irgendetwas hielt sie zurück. Etwas, das nicht allein von ihr ausging. Scott wandte sich ihr zu, obwohl er bereits spürte, dass sich die Konsistenz in diesem Raum auflöste...jedenfalls für seine Begriffe. Er hatte ihre Hand gepackt, auch wenn er sie kaum noch spürte. Wie war das mit den Geistererscheinungen gewesen? Im Moment war er wohl genau das für Seonaid geworden.

"Seonaid..." Ob sie das noch hörte? Oder sah sie nur noch, dass sich seine Lippen bewegten. Schließlich schien er es noch einmal lauter zu sagen und letztlich sogar zu rufen. Aber nichts schien mehr bei ihr anzukommen. Was würde aus ihr werden? Würden die Mönche sie finden? Sie konnten ihr nichts tun, oder doch? Seonaid schien sich selbst auch entschlossen zu haben, als sie seine Hand losließ. Nein. Er hatte ihr doch etwas versprochen! Sie musste mitkommen! Sie musste diese Schwelle überqueren! Warum konnte sie das nicht?!


Die Mönche fanden Seonaid nicht mehr bei diesem Siegel. Sie war allerdings genau den Weg zurück gegangen, den sie gekommen war. Am 8. September 1307 wurde das Tor zur Hölle gegen alle teuflischen Mächte vom Bischof von York persönlich versiegelt. Nie wieder sollte der Teufel mit den roten Augen auf die Erde steigen. Sogar der Papst gab seinen Segen darauf und sandte eine Bulle nach York. Wenig später bemächtigte sich Robert the Bruce ganz Schottlands, schlug die englischen Truppen und rief sich zum König von Schottland aus. Manche sagen... er hatte teuflisches Glück. Aber das ist nur Aberglaube.

Padraig Offline

Besucher


Beiträge: 1.022

07.05.2006 23:24
Das Kloster Antworten
Padraig spürte, wie wieder ein Teil von ihm begann die aufkommende Energie in sich zu absorbieren. So gerne er es auch verhindert hätte, so schien er es hier wirklich mit etwas zu tun zu haben, was er nicht beeinflussen konnte. Allerdings veringerte sich die zur Verfügung stehende Energie nicht, sondern konzentrierte sich. Dieser Effekt entzog sich gänzlich Padraigs Kontrolle, und er wusste auch nicht, ob das, was da gerade geschah, gut für sie war oder nicht.

Er konnte sich noch zu gut daran erninnern, wie ausgelaugt er beim letzten Mal gewesen war. Auch die Kopfschmerzen kehrten wieder zurück. Auf die hätte er wirklich zu gerne verzichtet, aber eigentlich waren sie nicht das Schlimmste. Wieder einmal schien es, dass die Welt entschlossen hatte, sich nicht um sich selbst, sondern um das Team zu drehen.

Er hatte noch die junge Frau etwas sagen hören... wahrscheinlich hatte sie Scott etwas zum Abschied gesagt, denn kurz danach war sie nicht mehr bei ihnen. Nun, wahrscheinlich war sie in ihrer Zeit geblieben, und er konnte es ihr nicht verdenken, auch wenn es eine sehr unruhige Zeit war. Aber sie gehörte dort hin und hatte vielleicht noch einen wichtigen Beitrag in ihrer Umgebung zu leisten, den sie nicht erfüllen konnte, wenn sie in der Zukunft (also seiner Gegenwart) festsaß.
Wobei ja noch nicht gesagt war, dass sie wirklich wieder in ihre Gegenwart gelangern würden. Wer wusste schon, wo es sie dieses Mal hinverschalgen würde?

Chui Offline

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Beiträge: 936

08.05.2006 00:43
Das Kloster Antworten
Tja, das ist etwas, das Chui nicht riechen kann... also geht sie davon aus, dass Seonaid sie nur auf einer relativ nonverbalen Ebene versteht. Und das scheint zu klappen. Wenigstens etwas. Den Ritt über kann sich Chui also ein wenig ablenken, außerdem will sie ja nicht vom Pferd fallen, was auch einiges ihrer Aufmerksamkeit braucht. Sie ist ja bisher nur einmal geritten, mit Colum zusammen... sie schüttelt den Gedanken ab und sieht dem Kloster entgegen, das ihr Ziel ist. Wie sehr es sich vom Institut unterscheidet.

Was auch immer Scott den Mönchen sagt, es scheint nicht zu funktionieren. Sie ist sowieso verwirrt, dass sie jetzt so offen hinreiten, wo er doch sagte, dass sie ihn schon früher nicht zum Siegel lassen wollten. Kaum ist sie vom Pferd abgestiegen, ist sie dankbar, Megan bei sich zu finden - kurz bevor Scott das Kloster einreißt. Unwillkürlich duckt sie sich und starrt furchtvoll auf das Energiegewitter von sattem Rot... ohja, dieses Licht ist so stark, dass auch ihre kümmerliche Rotwahrnehmung sich dem nicht entziehen kann. Eine Farbe, die sie sonst nicht sieht, was die Sache nur noch unheimlicher, erschreckender macht. Schon hat sie wieder nach Megans Hand gegriffen.

Sie weiß nun wirklich nicht mehr, was sie mehr erschreckt... die Zerstörung, die Scott da anrichtet oder sein Streit mit Nathan... und dessen Angriff (ob nun absichtlich oder nicht) gegen Seonaid ist auch nicht beruhigend. Die anderen des Teams scheinen gar keine Notiz davon zu nehmen! Und letztlich ist das auch für Chui einfach alles zuviel, so dass sie nur mit großen Augen hinterhersteuert, in Richtung des Siegels, wo alle anderen auch hingehen... auch sie kann sich auf einige schlaflose Nächte gefaßt machen, voller Träume um das alles zu verarbeiten, das sich da gerade in Ablage 'Dringend' auftürmt.

Dann geht irgendwie alles ganz schnell... es ist wie beim erstenmal, mehr als Hören, mehr als Riechen, mehr als Sehen... sie fühlt das Siegel, mehr je näher sie kommen, es ist das Kribbeln in ihrem Rückgrat, das flaue Gefühl im Magen, der Druck hinter ihren Augen... sie hält sich an Megan fest und den anderen Arm vor das Gesicht... und alles ändert sich.

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