Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
02.08.
Horatio hat mich zu der Schule gefahren, wo die Kinder mit den besonderen Begabungen, so nannte er sie, untergebracht waren. Nur leider hat er mich dort stehen lassen und ist gleich wieder zurück gefahren.
Und so hatte ich auch gleich einen Zusammenprall mit einem der Schulinsassen. Nach einem Schüler sah er mir nicht aus, viel zu alt. Eher wie ein wildgewordener Stier. Ein Wort gab das andere und am Ende bin ich geflüchtet, da ich sein Ego nicht erschüttern konnte. Es ist riesig.
Auf meiner Flucht hab ich einen Lehrer kennen gelernt. Kassander Burleigh. Sehr nett und freundlich. Und er hat mich zur Eröffnungsfeier der Schule eingeladen. Ich hab angenommen und freue mich schon sehr. Aber er scheint eine unsichtbare Mauer um sich zu haben. Vllt. kann ich sie einreißen.
Ich hab ihm ansatzweise vom Labor erzählt und er schien sehr besorgt. Aber ich glaube nicht, dass ich und mein Tun entdeckt worden bin.
03.08.
Kassander scheint Recht zu behalten. Irgendwas stimmt nicht. Es kommen nur noch Lappalien auf meinen Tisch, das Wichtige geht irgendwie an mir vorbei. Vllt. hat Eckhardt ja doch was gemerkt. Ich werde wohl vorsichtiger sein müssen.
Allerdings werde ich die Mastercards, die durch Zufall bei mir gelandet sind, nicht zurück geben. Vllt. weiß ja Horatio oder Kassander was damit anzufangen.
Auf jeden Fall werde ich heute pünktlich Schluss machen, denn die Feier ruft. Und ich kenne mich, ich steh wieder stundenlang vor dem Spiegel.
Auf jeden Fall freue ich mich sehr, dass er kommt und mich abholt.
04.08.
Diese Feier war ein einziges Chaos. Ebenso der nachfolgende Rattenschwanz.
Ich weiß nicht mal, wo ich anfangen soll. Es ist alles so wirr und durcheinander.
Kassander hatte mich abgeholt und es war auch ein guter Anfang der Feier. Ich hab einige Leute kennen gelernt und mich gut unterhalten. Aber dann, wie aus heiterem Himmel kam ein Sturm und alle sollten ins Haus gehen. Kassander ist veschwunden und ich stand mit den Kids allein da und mit Tyler Knight, der scheinbar ebenso überrascht war, wie ich.
Lange Zeit wußten wir nicht, was los war und dann kam ein Mann rein, der einen anderen auf den Armen hielt. Der Mann war tot... es war grauenhaft.
in den Morgenstunden tauchte Kassander wieder auf und auch einige andere Erwachsene, die uns ins Bett scheuchten. Nur konnte ich kaum einschlafen, auch Kassanders Nähe hat da nicht viel geholfen. Erst gegen Morgen hab ich ein wenig geschlafen.
Alles war ruhig, als ich aufwachte und ich hab mir das erstbeste Auto gegriffen, was auf dem Platz stand und wollte zu meiner Wohnung fahren.
Aber dort warteten schon zwei Sicherheitsleute auf mich und hatten bereits meine Wohnung zerlegt.
Ich konnte entkommen, dank meiner Mutation. In diesem Moment war ich zum erstenmal froh, mich unsichtbar machen zu können. Aber ich kam nicht sehr weit, sie folgten mir als ich ins Auto sprang und aus Inverness raste. Nie bin ich so riskant gefahren.
In der Steinschlucht hinter Inverness hab ich das Auto in die Schlucht fahren lassen und bin bei 120 km/h aus dem Auto gesprungen. Sie haben auf mich geschossen und mich am Oberarm erwischt. Auch mit blauen Flecken, Prellungen und Abschürfungen bin ich reichlich gesegnet. Aber das ist alles zu verschmerzen und heilt wieder. Hauptsache ich bin entkommen. Wenn ich nur auch meine Träume so beeinflussen könnte...
Ich bin dann mit dem anderen Auto zur Schule gefahren, der einzigste Ort, der mir eingefallen ist. Doktor Grey hat mich gefunden und mit Padraig in die Krankenstation gebracht.
06.08.
Ich fühle mich saumäßig, jeder Knochen tut mir weh und meine Träume verfolgen mich. Ich war nie schreckhaft aber nun zucke ich beim kleinsten Geräusch zusammen. Hoffentlich verblasst bald alles.
Kassander hat mir erzählt, dass sie im Labor erfolgreich waren. Was bin ich froh, dass alle gesund zurück sind. Und die Kinder gerettet wurden.
Dann war es den Preis wert, den ich gezahlt habe.
Nur das Eckhardt entkommen ist beunruhigt mich ein wenig.
Momentan bleibe ich in der Schule und bin hier in Sicherheit. Hoffe ich doch mal.
01.08.
Ein neues Tagebuch ist fällig, das alte ist schon wieder voll. Wie die Zeit vergeht. Jeder Tag ist so schnell vorbei, dass ich mich frage, wo er geblieben ist.
Bei der Hektik auf Arbeit auch kein Wunder. Dr. Eckhardt wird immer wunderlicher und die Arbeit immer undurchsichtiger. Aber noch ist es für mich überschaubar nur einige Teile bleiben im Dunkel. Was sind das für Akten, die aus dem Sicherheitsbereich kommen? Ohne Namen und Adressen, wie es normalerweise üblich ist. Nur Nummern stehen auf dem Datenblatt und die Laborwerte. Nur schade, das ich damit nichts anfangen kann. Aber das ist ja noch kein Grund, diese Blätter nicht auch zu kopieren und zu meinem Fundus hinzuzufügen.
Auf meine Frage, warum da keine namen verzeichnet sind, kam nur die Antwort von Dr. Eckhardt, ich solle meine Nase nicht in Sachen stecken, die mich nichts angehen. Na, da hat der gute Herr Doktor das richtige Wort gesprochen.
Nun gerade will ich wissen, was da vor sich geht. Nur leider hab ich keinen Zugang zu den Sicherheitsbereichen, aber kommt Zeit kommt Rat sagt Mutter jedes Mal, wenn es mir zu langsam geht. Ich werde wohl ihren Rat beherzigen müssen.
02.08.
Heute morgen ist mir die Kaffeebüchse umgekippt und das war leider nur der Anfang eines miesen Tages.
Dr. Eckhardt hat wohl auch nicht so den besten Beginn erwischt und kam mit jeder Menge Arbeit angeschlappt. Und dann war da noch dieses kleine aber hinterlistige Virus was ich bekämpfen musste und der Kopierer, der um nichts in der Welt arbeiten musste. So war der Vormittag dahin mit Fluchen und Schimpfen und Eckhardt´s Wutausbrüchen.
Dem Himmel sei Dank, nach dem Essen ist der Wüterich verschwunden und ich hatte endlich Ruhe zum Arbeiten zumal ich den Kopierer dringend brauchte. Eckhardt hatte auf meinem Schreibtisch eine Mappe liegen lassen, die als Geheim und Vertraulich klassifiziert war. Und ich musste die unbedingt haben.
Ich hab nicht mal ne Ausrede suchen müssen um Überstunden zu machen, da ja vom Morgen noch alles liegen geblieben war.
Und als ich gerade fertig war, taucht dieser Junge Mann auf. Völlig lautlos und leise, mir ist vor Schreck gleich die Mappe aus der Hand gerutscht ebenso wie die Kopien. Er hat sich mir als Horatio vorgestellt und als Mitarbeiter im Labor. Nur hab ich ihn noch nie dort gesehen und ich glaubte immer, ich kenne alle unserer Mitarbeiter.
Aber entweder hat er nicht gesehen, was ich da in den Händen gehalten habe oder er hat nichts gesagt. Aber warum? Normalerweise wäre jeder andere Laborfuzzi sofort zu Eckhardt gerannt.
Und leider ist mir gerade in dem Moment als er mich überraschte, das Quecksilber ausgebrochen und ich bin vor seinen Augen verschwunden. Aber merkwürdigerweise schien er nur überrascht.
Dann hieß es Farbe bekennen und ich hab erzählt, was ich bin. Er hat sich eins gegrinst!!!!!
Und ich hatte auch irgendwie das Gefühl, dass ich ihm vertrauen kann. Ich glaube, es war an der Zeit, jemandem zu vertrauen.
Wir haben das Labor verlassen und er hat mir erzählt, dass es eine Gruppe von Leuten gibt, die sich die Machenschaften des Labors gern mal näher ansehen würden.
Dabei hab ich noch nicht mal erwähnt, was ich für einen Verdacht habe. Er ist so schrecklich, dass ich denke, niemand wird mir glauben, wenn ich das erzähle.
Aber die namenlosen Daten, dann die Geldtransfers auf mir unbekannte Konten, ich glaube, das Labor forscht an Menschen... an Kindern um genau zu sein. Gerüchte machen die Runde in den Büros und es tauchen öfter die Begriffe "jugendliche Testpersonen, Kinder, Waisen" auf. ich weiß, auf Gerüchte sollte man nichts geben aber es heißt auch, an jedem Gerücht ist ein bischen Wahrheit.
Schweren Herzens machte sich Carols Mutter nun endlich daran, den Nachlass ihrer Tochter zu sichten und zu ordnen.
Die Sachen wollte sie weggeben und nur einiges an Erinnerungsstücken aufheben.
Die Kiste, die aus Inverness gekommen war, sollte die nächste sein und als sie diese geöffnete hatte fiel ihr ein Brief in die Hände und ein ordentlich verpacktes kleines Päckchen.
Der Brief war an sie und ihren Mann gerichtet und so öffnete sie ihn und begann zu lesen.
Es war schwer und sie meinte beim Lesen die Stimme ihrer Tochter zu hören und Tränen liefen über ihre Wangen. Aber nachdem sie zu Ende gelesen hatte blickte sie auf den Kisteninhalt und nickte leise. Carol hatte bis zuletzt für das gekämpft woran sie geglaubt hatte. Und sie hatte Fehler gemacht, die sie bitter bereut hatte. Aber was wäre das Leben ohne Fehler? Nur war der Preis für Carol´s Fehler sehr hoch gewesen, zu hoch. Sie hatte mit dem Leben bezahlt.
Dann nahm sie das Päckchen in die Hand und las die Adresse. Kassander Burleigh, Inverness... nun, es war Carols Wille gewesen, dass der Mann dieses Päckchen bekommen sollte und so würde er es bekommen. Sie legte noch einige Zeilen in eine kleine Kiste, dazu das Päckchen und brachte es noch am gleichen Tag zum Briefkasten.
Wie uns die Polizei heute mitteilte, wurde in den frühen Morgenstunden die Leiche einer jungen Frau gefunden.
Sie wurde als die 21 jährige Carol Stone identifiziert.
Gefunden wurde die Tote von einigen Autofahrern die auf einem Rastplatz ca 1Autostunde von Inverness entfernt, Pause machen wollten.
Ein Polizist sagte uns, dass er selten ein so grausam zugerichtetes Opfer gesehen hätte und der Mord unglaublich brutal gewesen sei.
Die junge Frau lebte seit einigen Jahren in Iverness und arbeitete bei dem bekannten Forschungslabor Genethics, wo sie allgemein beliebt war bei der Belegschaft und den Chefs wegen ihrer ruhigen und ausgegelichenen Art. Alle dort reagierten mit Bestürzung auf die Nachricht.
Die Polizei war für eine ausführliche Stellungnahmen nicht erreichbar.
Polizeibericht und Obduktionsbericht
Das Opfer wurde gegen 6.30 Uhr von Reisenden entdeckt. Die Streife vor Ort hat sofort Kontakt mit der Mordkommision aufgenommen, als sie das Opfer gesehen hatten.
Kriminaltechniker und Arzt waren gegen 7.00 Uhr vor Ort.
Erste Einschätzung des Mediziniers:
Tot durch Herzschuss zwischen 03.00 Uhr und 4.00Uhr
äußerlich sichtbar schwere Verletzungen wie Blutergüsse, Platzwunden und Schürfwunden an den Handgelenken.
Das Auto der Frau wurde am Stadtrand von Inverness gefunden auf dem Parkplatz einer kleinen Pension, wo der Inhaber bestätigt hat, dass Carol Stone dort Station gemacht hat um noch etwas zu essen, ehe sie Richtung Flughafen fahren wollte.
Die Handtasche wurde in der Nähe der Leiche gefunden. Der Ausweis sowie eine große Menge Bargeld und der Flugschein waren noch da, ebenso wie die Uhr und der persönliche Schmuck der Toten. Es kann davon ausgegangen werden, dass es kein Raubmord war.
ausführlicher Obdunktionsbericht:
Schwere innere Verletzungen: Riss der Milz, Nierenschäden durch Schläge, gebrochene Rippen (2.u.3. Rippe rechts, 1, 2 und dritte Rippe links)
äußere Verletzungen: Blutergüsse an Armen und Beinen sowie im Gesicht, Platzwunde an der rechten Augenbraue und an der Unterlippe, tiefe Schürfwunden an den Handgelenken was auf Fesselung schließen lässt und starke Gegenwehr des Opfers.
Todesursache: Ein Schuss direkt ins Herz, die Waffe wurde auf den Körper aufgesetzt, dass zeigt das Schmauchspurenmuster auf dem Kleidungsstück.
Hautreste unter den Fingernägeln der Toten, vllt. vom Mörder. Zur kriminaltechnischen Untersuchung weitergeleitet an das Labor.
ein Autotransporter fährt vor und lädt das Auto von Carol ab, ein dunkelgrüner Opel Omega Caravan 3,0 TDI.
Die Lieferscheine sind von Carol unterschrieben und der Auftrag wurde auch sofort bezahlt.
Auf Nachfragen kann der Fahrer nur sagen, dass der Auftrag telefonisch kam und die Papiere dann aufeinmal unterschrieben plus Geld auf dem Schreibtisch der Firma lagen mit Lieferadresse und Ort der Abholung.
Auf dem Auftrag ist keine Wohnadresse vermerkt und keine Telefonnummer. Also kein Hinweis, wo Carol ist.
einige Tage später...
Carol holt sich ihr Auto und hat eine Begegnung mit Scott in der Garage. Er bietet ihr an, mit Prof. Xavier zu telefonieren und zu fragen, ob sie in Amerika willkommen ist.
Warum hat nicht auch die Sek I schottische Geschichte? Kampfsprortarten würd ich noch verstehen, aber schottische Geschichte ist doch eigentlich keiner Begrenzung unterworfen oder?
Es gibt Fragen und Ungereimtheiten mit der SL oder anderen Spielern?
Ja, ich denke langsam steuert es daraufhin, dass es Probleme geben wird. Meiner Meinung nach wäre ein wenig mehr Transparenz bei den Entscheidungen der SL ganz angebracht. Dann entstehen solche Diskussionen gar nicht erst. Aber das ist meine Meinung und ich bin gern bereit das in einer Chatdiskussion zu erklären mit der SL. Hier braucht dazu keiner zu antworten bzw. seinen Kommentar dazu zu geben.
Der Thread "Unzug der Laborkinder" wurde geschlossen. Find ich nicht in Ordnung, ich hätte mich gern geäußtert, wenn ich schon namentlich aufgeführt werde. Nun gut, dann eben hier mein Kommentar dazu.
Und ja, ich habe gefragt, wann der 7. ausgerufen wird. Mein Nick hängt im 6. fest und ich hab keine Möglichkeit irgendwas weiter zu bewegen. ABER!!!! und das möchte ich hier betonen, ich habe angefragt, nicht gemeckert. WENN ICH MECKERE DANN WIRD DAS JEDER MERKEN, DESSEN KANN SICHER JEDER SICHER SEIN.
Und um schon mal irgendwelchen Kommentaren vorzubeugen, dass hier ist keine Meckerei, kein Sarkasmus, kein Zoff! Nur ein Kommentar und ein Hinweis an die SL. *g* siehe oben -Hinweis auf Meckerei!
jemand noch keinen Fahrschein? *g* bzw. war einer der Schüler noch nicht bei Carol im Büro wegen der Akten? dann schickt mir doch mal ne Nachricht, damit wir einen Spieltermin aushandeln können und ich Ro die Liste fertig machen kann.
(( 06.08.-abends))
Carol hatte mit Ian noch einen Whiskey getrunken und war dann auf ihr Zimmer gegangen. Nur schlafen konnte sie noch nicht. Zuviel war an diesem Tag geschehen. Und er unterschied sich nicht großartig von den letzten Tagen.
Das Gespräch mit Kassander zog ihr noch durch den Kopf, dann die Aktion mit dem Abholen durch Norman.
Und ihr Treffen mit Padaig.
Was sollte sie hier auf dem Gut? sie hatte noch nie landwirtschaftlich gearbeitet, ihr Bereich war das Büro. Aber so wie es schien, war Ian der Meinung, sie würde landwirtschaftlich arbeiten. So wäre sie mehr Last als Nutzen wenn sie schon für Unterkunft und Verpflegung arbeiten sollte. Was ja an und für sich nicht falsch war. Grübelte man weniger.
Sie schaute in die Dunkelheit und versuchte etwas von der Gegend zu erkennen. Aber das würde bis morgen warten müssen. Ebenso die anderen Bewohner des Gutes. Sicher wußten schon alle Bescheid über das, was geschehen war. Und es würde es ihr nicht erleichtern.
Vllt. war das der Preis, den sie zu zahlen hatte.
Morgen würde sie Padraig anrufen und ihm sagen wo sie war. Und wieder nach den Ausweisen fragen.
Der nächste Anruf würde dem Doktor gelten, sie brauchte die Adresse der anderen Schule.
Und Dany wollte sie anrufen... es machte ihr zu schaffen, dass sie das Mädchen zurück gelassen hatte ohne nochmal mit ihr zu reden und es ihr genau zu erklären.
Alles andere verschob sie auf den nächsten Tag, dem sie sich stellen musste.
Sie legte sich aufs Bett und starrte in die Dunkelheit.
Carol stand am Fenster und schaute hinaus. Nur sah sie nichts. Ihre Tasche stand immer noch so, wie sie diese hatte fallen lassen. Und so stand sie schon eine ganze Weile. Wie lange hätte Carol nicht zu sagen gewußt.
Der Aufbruch war... schnell gegangen. Ohne Nachdenken und ohne Zurückblicken. Obwohl es ihr weh getan hatte. Sie hatte das Haus verlassen, von dem sie glaubte, es könnte ihr neues zu Hause werden. Aber wer denkt schon über die Ränkespiele des Schicksals nach?
Je länger sie darüber nachdachte um so mehr konnte sie sich in Ro hinein versetzen und sie verstehen. Sie hatte sie enttäuscht, das war so klar wie das Amen in der Kirche.
Aber wenn sie hier stand, warum nicht auch er? Warum konnte er bleiben und sie musste gehen?
Sollte sie sich entschuldigen? Sie legte nachdenklich den Kopf an die Scheibe. Aber wofür? dass sie auch ein wenig Glück haben wolte? nein, dafür sicher nicht. Aber für die Enttäuschung, die sie Ro bereitet hatte, dafür vllt.
Wieder wanderten ihre Gedanken zurück zu der Auseinandersetzung. Wer war schuld? wer musste sich schuldig fühlen? Er? sie?
So genau konnte sie es nicht sagen, obwohl ihr Gefühl ihr zuraunte, dass er es sein sollte, der die Schuld tragen sollte. Aber nein, dass wäre ungerecht. Auch sie hatte einen Teil der Schuld zu tragen.
Seufzend drehte sie sich vom Fenster weg und griff zum Telefon um Padraig anzurufen. Hoffentlich war dsa Telegramm schon angekommen und er würde ihr die Ausweise bersorgen können, die sie brauchte. Sie würde so schnell wie möglich das Land verlassen und sobald der Dok ihr die Adresse gegeben hatte in Amerika nachfragen, ob sie dort bleiben dürfte.
Immer noch besser, als hier zu sein mit Erinnerungen und quälenden Gedanken.
Es tat ihr leid, dass sie Dany nicht erklären konnte, warum sie gegangen war. Das Mädchen war ihr ans Herz gewachsen und sie hoffte nur, dass der Brief einiges erklären würde.
Nach dem kurzen Telefonat mit Padraig war sie auf dem Weg zu dem Treffpunkt, den sie ihm genannt hatte. Kurz schoss ihr durch den Kopf, dass die Sicherheitstruppen des Labors vllt. noch auf der Suche nach ihr waren. Aber merkwürdigerweise war es ihr egal. Nach der letzten Auseinandersetzung mit den Truppen war sie sich sicher, dass es diesmal schnell gehen würde, würden sie Carol finden.
Sie schloss das Zimmer ab und ging hinunter um sich auf den Weg zu machen.
Carol war sehr zeitig ins Büro gekommen. Schlaf hatte sie keinen mehr gefunden nach der nächtlichen Auseinandersetzung mit Kass.
Heute sollten sich die Schüler bei ihr einfinden um die Akten abzuliefern, die sie eventuell mitbekommen hatten von ihren alten Schulen.
Sie nahm sich einen Block und begann Notizen zu machen.
-Name der Schule und Zeitraum des Besuches
-eventuelle Zeugnisse
-Vorkommnisse in Bezug auf die Mutation des Schülers?
-besuchte Kurse? Freizeit oder Schulisch
Nachdenklich schaute sie auf die Notizen und legte dann den Stift zur Seite.
Alles andere würde ihr einfallen, wenn die Schüler vor ihr standen.
Dann blickte sie in die Scheibe und strich sich vorsichtig über die eingerissene Lippe. Sie verheilte gut dank der Salbe, die ihr der Dok gegeben hatte. Die schillernden Farben auf der Abschürfung der Wange waren nun voll aufgegangen, dagegen hätte sie nur war mit Schminke tun können, aber sie hatte keine.
Sie zuckte mit den Schultern und drehte sich zurück. Es würde so gehen müssen. Sicherlich wußten die meisten der Schüler schon, dass sie hier als blutige Gestalt aufgetacht war.
Langsam stieg sie die Treppe hinauf. Sie hatte auf den Fahrstuhl verzichtet um Zeit zu schinden. Dann öffnete sie die Zimmertür und trat ein, mit einem kräftigen abschließenden Ruck schloss sie diese und trat ans Fenster.
Sie betrachtete die vielen Kerzen, die sie ins Fenster gestellt hatte und zündete eine nach der anderen an. Dann trat sie zurück, setzte sich auf das Bett und schaute in die Flammen um zu warten.
Ob man mehr Beweise braucht, daß die menschliche Rasse durch Dummheit
zum Scheitern verurteilt ist?
Hier einige echte Packungsaufschriften von verschiedenen Konsumartikeln:
1. Auf einem Fön von Sears:
"Nicht während des Schlafes benutzen".
[Mist, das ist die einzige Gelegenheit, wo ich Zeit hätte, mir die Haare zu machen]
2. Auf einer Tüte Fritos (Chips):
"Sie könnten schon gewonnen haben! Kein Kauf nötig! Details innenliegend."
[Anscheinend das Spezialangebot für Ladendiebe]
3. Auf einem Stück Seife der Firma Dial:
"Anleitung: Wie normale Seife benutzen."
[Und wie geht das...?]
4. Auf Tiefkühlkost von Swansons:
"Serviervorschlag: Auftauen."
[Aber das ist "nur" ein Vorschlag]
5. Auf Tiramisu von Tesco´s (auf die Unterseite aufgedruckt):
"Nicht umdrehen".
[Hoppla, schon zu spät!]
6. Auf einem Bread-Pudding von Marks & Spencer:
"Das Produkt ist nach dem Kochen heiß".
[Ist nicht wahr??!! Echt?!]
7. Auf der Verpackung eines Rowenta-Bügeleisens:
"Die Kleidung nicht während des Tragens bügeln".
[Aber das hätte doch noch mehr Zeit gespart?]
8. Auf Boot´s Hustenmedizin für Kinder:
"Nach der Einnahme dieser Medizin nicht autofahren oder Maschinen bedienen".
[Wir könnten viel für die Vermeidung von Arbeitsunfällen tun, wenn wir
nur diese erkälteten 5-jährigen Kinder von den Gabelstaplern wegbringen würden.]
9. Auf Nytol Schlafmittel:
"Achtung: Kann Müdigkeit verursachen"
[nichts anderes haben wir gehofft]
10. Auf den meisten Weihnachtslichterketten:
"Für innen und aussen".
[und wo nicht?]
11. Auf einer japanischen Küchenmaschine:
"Nicht für die anderen Benutzungen zu benutzen".
[Zugegebenermaßen, jetzt sind wir neugierig].
12. Auf Nüssen von Sainsbury´s:
"Achtung: enthält Nüsse".
[BLITZNACHRICHT!!!]
13. Auf einer Packung Nüsse von American Airlines:
"Anleitung: Packung öffnen, Nüsse essen."
[Schritt 3: Mit Swissair fliegen]]
14. Auf einem Superman-Kostüm für Kinder:
"Das Tragen dieses Kleidungsstücks ermöglicht es nicht, zu fliegen"
[Hier ist nicht die Firma schuld, sondern die Eltern!!!]
------------------------
Zwei Frauen spielen Golf.
Die eine macht den Abschlag - kräftig, schnell, weit - und mitten in eine Gruppe Golfer. Einer der Männer greift sich auch sofort zwischen die Beine und fällt wie ein gefällter Baum um. Die beiden Frauen eilen hinzu um zu helfen. Der arme Kerl wälzt sich stöhnend am Boden, die Hände immer noch zwischen den Beinen. Die eine kniet sich herunter und sagt zu dem Verletzten: "Ich bin Masseuse, vielleicht kann ich ihnen helfen und ihr Leiden lindern." Er lehnt stöhnend ab. Sie fühlt sich schuldig für die Verfassung des Mannes und schiebt mit sanfter Gewalt seine Hände zu Seite, öffnet vorsichtig seine Hose und fängt an, ihn im Genitalbereich zu massieren. Sein Gesichtsaudruck zeigt nach kurzer Zeit, dass es ihm schon besser geht. Auf ihre Frage wie denn sein Befinden nun sei antwortet er: "Da unten fühle ich mich großartig, aber mein Daumen tut immer noch höllisch weh!"
Nachdem Logan das Büro verlassen hatte, setzte sich Carol wieder hinter den Schreibtisch und nahm sich die restlichen Akten vor.
Die Verletzungen begannen zu heilen und spannten etwas. Sie musste den Dok unbedingt nach einer Salbe fragen und dann noch den Zettel mit den Fragen für die Verwaltung.
Hoffentlich ließ sich Ororo heute sehen und hatte mehr als ein paar Minuten Zeit. Es war recht wichtig, damit sie Ororo entlasten konnte. Ewiges Nachfragen würde Zeit kosten und vllt. auch Geld, wenn schnelle Entscheidungen nötig waren.
Nachdenklich blickte sie aus dem Fenster und ließ die vergangen Tage Revue passieren. Es war alles ein solches Durcheinander gewesen und die Wendepunkte in ihrem Leben waren so schnell gekommen, es war nicht mal zeit gewesen, darüber nachzudenken. Sie hatte einfach nur gehandelt.
Schließlich nahm sie auf ihrem Notizzettel einen neuen Punkt auf, Dany. Sie musste mit der Schulleiterin über das Mädchen sprechen. Vllt. konnte man eine Lösung finden.
Sie nahm sich die Akten wieder vor und lernte so die Schülerschaft kennen.
Vllt. sollte sie mit Ororo noch besprechen, vorhandene Schulzeugnisse einzusammeln und in die Akten zu legen. so hätte man zumindest einen ungefähren Anhaltspunkt über die Leistungsstärke. Aber Zeugnisse sagten nicht wirklich etwas aus, wenn man ein Kind war mit offensichtlicher Mutation. Vllt. gab es nicht mal in jedem Fall ein Zeugnis.
Storm hatte sie ins Lehrerzimmer begleitet und ihr gezeigt, wo alle Akten lagen. Dann hatte sie Carol allein gelassen.
Mit Feuereifer machte sie sich daran, die Akten so zu sortieren, wie Storm sich das vorgestellt hatte. Nebenbei machte sie sich Stichpunkte, was sie Storm noch alles vorlegen wollte, die Verwaltung der Schule betreffend.
Sie hatte telefoniert und sich die Preise der Lieferanten durchgeben lassen. Dann hatte sie verglichen und gerechnet.
"mmhh... also Wäscherei wäre billiger und Lieferung von Lebensmitteln auch. Dann sollten wir den Vertrag mit der Energie neu überdenken, da können wir Rabatt rausschlagen, ebenso wie bei der Heizerei. Versicherung, Kochen, Rechnungen bezahlen, Konten klären.. " murmelte sie leise vor sich hin und machte noch einige Stichpunkte.
Nachdenklich legte sie den Stift aus der Hand und gab noch einige Akten in den Computer ein.
Nachdem sie alles erledigt hatte, erhob sie sich und ging hinaus, nicht ohne die Tür sorgfältig zu verschließen.
Morgen würde sie mit Ro über alles sprechen.
Ein Teenachmittag hatte dazu geführt, dass Carol endlich einen neuen Anfang machen konnte. Sie würde die Schulverwaltung übernehmen und so Storm entlasten und sich selbst ein neues Ziel geben.