Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Wie uns die Polizei heute mitteilte, wurde in den frühen Morgenstunden die Leiche einer jungen Frau gefunden.
Sie wurde als die 21 jährige Carol Stone identifiziert.
Gefunden wurde die Tote von einigen Autofahrern die auf einem Rastplatz ca 1Autostunde von Inverness entfernt, Pause machen wollten.
Ein Polizist sagte uns, dass er selten ein so grausam zugerichtetes Opfer gesehen hätte und der Mord unglaublich brutal gewesen sei.
Die junge Frau lebte seit einigen Jahren in Iverness und arbeitete bei dem bekannten Forschungslabor Genethics, wo sie allgemein beliebt war bei der Belegschaft und den Chefs wegen ihrer ruhigen und ausgegelichenen Art. Alle dort reagierten mit Bestürzung auf die Nachricht.
Die Polizei war für eine ausführliche Stellungnahmen nicht erreichbar.
Polizeibericht und Obduktionsbericht
Das Opfer wurde gegen 6.30 Uhr von Reisenden entdeckt. Die Streife vor Ort hat sofort Kontakt mit der Mordkommision aufgenommen, als sie das Opfer gesehen hatten.
Kriminaltechniker und Arzt waren gegen 7.00 Uhr vor Ort.
Erste Einschätzung des Mediziniers:
Tot durch Herzschuss zwischen 03.00 Uhr und 4.00Uhr
äußerlich sichtbar schwere Verletzungen wie Blutergüsse, Platzwunden und Schürfwunden an den Handgelenken.
Das Auto der Frau wurde am Stadtrand von Inverness gefunden auf dem Parkplatz einer kleinen Pension, wo der Inhaber bestätigt hat, dass Carol Stone dort Station gemacht hat um noch etwas zu essen, ehe sie Richtung Flughafen fahren wollte.
Die Handtasche wurde in der Nähe der Leiche gefunden. Der Ausweis sowie eine große Menge Bargeld und der Flugschein waren noch da, ebenso wie die Uhr und der persönliche Schmuck der Toten. Es kann davon ausgegangen werden, dass es kein Raubmord war.
ausführlicher Obdunktionsbericht:
Schwere innere Verletzungen: Riss der Milz, Nierenschäden durch Schläge, gebrochene Rippen (2.u.3. Rippe rechts, 1, 2 und dritte Rippe links)
äußere Verletzungen: Blutergüsse an Armen und Beinen sowie im Gesicht, Platzwunde an der rechten Augenbraue und an der Unterlippe, tiefe Schürfwunden an den Handgelenken was auf Fesselung schließen lässt und starke Gegenwehr des Opfers.
Todesursache: Ein Schuss direkt ins Herz, die Waffe wurde auf den Körper aufgesetzt, dass zeigt das Schmauchspurenmuster auf dem Kleidungsstück.
Hautreste unter den Fingernägeln der Toten, vllt. vom Mörder. Zur kriminaltechnischen Untersuchung weitergeleitet an das Labor.
Rat neigte sich ein wenig nach vorn zum Spiegel und betrachtete die Kratzspuren unter seinem Auge, als wären sie eine liebgewonnene Trophäe. Er drehte den Kopf etwas zur Seite. Das Blut war getrocknet, aber das meiste davon gehörte gar nicht ihm, sondern diesem kleinen Flittchen, das er zur Strecke gebracht hatte. Er hatte sie um Gnade betteln lassen, er hatte sie vor Schmerz quieken lassen wie ein abgeschlachtetes Schwein... und genauso ausbluten. Das irre Glitzern war noch immer in seiner eisigblauen Iris.
Die Euphorie raste noch immer durch seine Adern, wenn er daran dachte, wie er ihren Hass mit jedem weiteren Schmerz herausgefordert hatte. Für Lewis war es einfach nur ein Auftrag gewesen, für Rat war es ein Spiel. Und er hatte gespielt. Seine Kleidung war getränkt von ihrem Blut, er hatte sich daran ergötzt, sie am lebendigen Leib aufzuschlitzen. Nun, wenn er einen Auftrag bekam, dann führte er ihn auch aus. Bei Rat gab es keine Gnade, auch wenn sie letztlich gewinselt hatte. Nicht etwa darum, dass Rat sie frei ließ, sondern um den Tod. Er hatte keine besonders gute Meinung von Frauen, aber die hatte er von überhaupt niemandem. Sie hatte sich jedoch oftmals beeindruckend gewehrt, und auch, wenn ihr ihre Unsichtbarkeit nicht geholfen hatte, so doch ein letzter Rest von Rats Erinnerungen an eine Frau, die er vor sehr langer Zeit einst verschont hatte.
Der Herzschuss war seine Gnade.
Und er hatte etwas beendet, das andere Trottel nicht geschafft hatten. Er war eben Lewis' bester Mann.
Als Colum am diesen Morgen die Zeitung aufschlug war er über sich selbst überrascht wie wenig ihn die Meldung berührte.
Er war ein verletzter, zurück gewiesener Mann und auch wenn er den Trost woanders gesucht hatte war ihm nun seid dem Abend klar, dass sein Herz nur einer gehörte. Das war nicht fair und auch nicht gerecht und er schämte sich dafür, aber ändern konnte er es nicht.
Das Carol so ein Ende gefunden hatte war tragisch und brachte sein Herz zum Bluten. So ein Ende hatte niemand verdient. Er würde dafür sorgen das man sich an Carol mit einem lächeln erinnerte, selbst wenn das schwer fallen würde nachdem was vorgefallen war. Er selbst trauerte um Carol wie er auch um andere flüchtige Bekannte trauern würde.
In der Kapelle des Instituts würde er eine Kerze für sie entzünden.
Pad entdeckte die Traueranzeige weil Kilian sie ihm per Mail zugeschickt hatte.
Hi Pad, ich glaube, das unsere "Freunde" jetzt wirklich aktiv werden. Das ganze ist kein Zufall, da kannst Du sicher sein. Und wieso haben sie nicht die unterschiedlichen Ausweise erwähnt? Immerhin haben sie sie nur mit ihrem richtigern Namen benannt. Ich hab auch gleich in den Unterlagen der Polizei in Inverness gesucht. Sicherheitssystem gleich null und das lässt darauf schließen, dass sie ihre Untersuchung nicht auf höchster Priorität laufen lassen. Wenn sie allerdings auch die falschen Ausweise gefunden hätten, dann wäre ich nicht so leicht ins System gekommen, sondern hätte mich mit den Vorkehrungen des MI5 oder sogar einer noch besser ausgestatteten Truppe herumquälen müssen.
Ich befürchte daher, dass ihr Mörder diese Ausweise an sich genommen hat und das sie jetzt versuchen werden herauszufinden, woher sie diese bekommen hat. Allerdings brauchst Du Dir deswegen keine Sorgen zu machen. Ich hab alle Spuren verwischt.
Halte die Augen offen. Es könnte wirklich sein, dass unsere ganz persönlichen Freunde irgendwie darin verwickelt sind.
Kilian.
Pad hatte die Todesanzeige mehrfach gelesen. Eine eisige Kälte breitete sich in ihm aus. Er hatte doch vor gar nicht langer Zeit mit Carol gesprochen. Immer wieder hatten sie telefoniert. Und er war wohl der Erste, der von ihrer Zusage aus den USA erfahren hatte.
Warum hatte er nicht auf seinen Bauch gehört und war mit Carol zum Flughafen gefahren? Er hatte es angeboten, aber sie wollte davon nichts hören, weil sie doch mitten in der Nacht flog.
Und dann kam die Wut in ihm hoch. Carol war tot, weil dieser Möchtegern-Casanova Kass seine Gene gerne möglichst weitläufig verteilen wollte. Er hatte sich nicht einmal mehr nach ihr erkundigt. Zumindest hatte ihm Carol das so gesagt. Und das war ja einer der Hauptgründe dafür gewesen, dass Carol hatte weggehen wollen.
Kass würde sich für ihren Tod verantworten müssen. Und auch Ro sollte begreifen, was sie in ihrer Eifersucht und ihrem Hass angerichtet hatte. Denn auch sie traf ein Teil der Schuld. Immerhin hatte sie Carol fortgeschickt. Und sollte dieses Institut nicht eigentlich Mutanten schützen?
Er überlegte, ob er nicht alle Laborkinder zu einem kleinen Memorial einladen sollte. Immerhin war es erst durch Carol und ihr Opfer möglich gewesen, die Jugendlichen zu befreien.
Der größte Hohn dabei war, dass diese Kinder Carol wohl nie kennen gelernt hatten. Für sie waren wahrscheinlich Ro, Logan, Cyclops, Jean und die anderen X-Odus-Leute ihre alleinigen Retter. Es war Zeit, dass sie die Wahrheit erfuhren.
Vielleicht sollte er das in den Unterricht mit einfließen lassen... nein, ganz sicher sollte er das. Immerhin hatte Carol Zivilcourage bewiesen.
Und Kass würde er separat stellen. Dieser kleine Don Juan sollte sich klar werden, was er wirklich getan hatte.
Sie war gerade von ihrem allmorgendlichen Jogging, der Dusche danach und dem folgenden Frühstück ins Krankenzimmer gekommen, als sie von Caitlynn über Carol aufgeklärt wurde und dann geschahen wieder Dinge, die sie doch eigentlich im Griff haben wollte. Die Elektrizität begann zu spinnen, das Licht flackerte und Caitlynns Laptop startet neu, als wäre er kurz vom Netz genommen worden. Das Knistern fand sein Zentrum bei Jean, die ihrer Schwester die Aufsicht übergab...
Zum Glück erreichte sie noch den Dangerroom, bevor sie sich in einer telekinetischen Ladung entlud und die folgenden Stunden dort zubrachte, um sich abzureagieren. Hatte sie diese Frau nicht von Anfang an gekannt? Sie hatte die Labordaten von ihr bekommen, hatte erste zaghafte Bande geknüpft, auch wenn Logan ihr immer wieder zu Misstrauen riet und dann hatte sie ihr die Adresse vom Institut in New York gegeben.
Aber Schuld?
Schuld war nicht Kassander. Er konnte sich einfach nicht entscheiden.
Schuld war nicht Ororo. Sie musste so handeln.
Schuld war allein ihr Mörder und es stank gewaltig nach Genetics.
Vor allem waren das bisher die einzigsten Gegner, die mit Carol noch eine Rechnung offen hatten.
Zum Glück hatte sie heute keinen Unterricht, so dass sie bis Mittag im Dangerroom blieb, dann noch einmal Duschen ging und den restlichen siebten September in den Subs verbrachte. Jean saß vor dem Computer und sah immer wieder die Daten durch, die sie von Carol herhalten hatte. Es war ein bitterer Geschmack, der ihr auf der Zunge lag, aber sie konnte, durfte einfach nicht tun, wonach ihr war.
Scott hatte ihr das Versprechen abgerungen, nichts Dummes zu tun.
Dabei war ihr so sehr danach, ihrem Mörder die Milz aus dem Leib zu reißen...
Er bekam das überhaupt nicht mit.
Ausser Padraig würde wirklich ein Memorial einberufen, ansonsten war Kassander mit seinen Gedanken in diesen Tagen nur bei den Schülern, so dass er überhaupt nichts mitbekam, was ausserhalb des Instituts passierte. Er sah keine Nachrichten, er hörte kein Radio oder ging in den Computerräumen an einen Pc.
Er bekam nicht einmal mit, dass die Stimmung unter einigen etwas gedrückt schien.