Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Lilly versuchte ihre Nervosität mit übertriebener Fröhlichkeit zu vertuschen.Sie sprang den Zimmerflur wie ein Flummy neben Tom her und biss sich immer wieder, auf dem Weg zur Küche hin, auf der Unterlippe herrum.
Sie hüpfte als erste in die Küche und hielt Tom die Tür auf.Nachdem er eingetreten war ging sie schnell zum Schrank holte 2 Teller und 2 Tassen hervor.
Mit wenigen Handgriffen waren zwei gefüllte Tassen mit Milch in der Microwelle , Honig, Kakao, Toast, Marmelade und Nutella gesellten sich nebst Butter auf der Arbeitsfläche und Lilly stand hibbelig vor der Microwelle und wartete darauf das die Milch endlich warm war.
Ihre Gedanken kreisten die ganze Zeit nur um den Punkt Unterricht herrum.Wie waren die Lehrer, würde sie ihre Kraft aus versehen einsetzen, hoffendlich waren keine Pflanzen im Schultzimmer...
Sie drehte sich zu Tom und lächelte entschuldigend.
"Was haben wir in der ersten Stunde?"brachte sie mir leicht zittriger Stimme hervor und biss sich erneut auf die Unterlippe, welche aber nun diesem Druck nicht mehr stand hielt und sich ein kleiner Tropfen Blut sich auf der Lippe bildete.
Lilly steuerte den Geschirrschrank an und entnahm ihm zwei Tassen, nachdem sie Tom wieder losgelassen hatte.
Sie lächelte dem Koch zu und versuchte ihm weitestgehend nicht im Weg herrumzustehen.
Schnell huschte sie zum Kühlschrank, holte die Milch hervor und stellte beides vor der Microwelle ab, suchte nach Honig und Kakaopulver und befüllte die beiden Becher mit Milch.
Beide Becher kamen dann in die Microwelle und Lilly wartete das das Ping das verkündete das die Milch warm war.
Nach dem erwarteten Geräusch nahm sie vorsichtig die Tassen aus der Microwelle stellte sie ab und entnahm dem Honigglas einen grossen Löffel und liess es in einen der Becher träufeln.
Nachdem sie den anderen Becher mit ein paar Löffeln Kakao versehen hatte, rührte sie beide ordenlich um und stellte beide Becher vor Tom.
"Hier erstmal probierst du die Honigmilch und wenns dir überhaupt nicht schmeckt, dann kannst du den Kakao haben."
Sie lächelte ihm zu und schaute auf das, von ihm abgewaschene, Geschirr.
Nach ihrem längeren Küchenaufenthalt, viel Tee und einer Überdosis Honig, hatte sie sich wieder hinauf auf ihr Zimmer getrollt.
Mit ein paar Handgriffen hatte sie ihr Duschchaos geordnet und lies sich bäuchlings auf ihr Bett fallen.
Nachdenklich betrachtete sie ihr Efeupflänzchen und liess ihren Blick langsam aus dem Fenster wandern.
Sie gab sich eine Weile dem stumpfen Dahinträumen hin und verbrachte gedanklich den Vormittag mit ihren Eltern.
Als sie ,durch ein niesen, wieder in die Realität zurückkehrte war es bereits halb elf.
Leicht zitternd rappelte sie sich wieder vom Bett auf, ging zum Schrank und zog den Lieblingspulli von ihrem Bruder herraus der als dritte Kleidungsschicht herhalten musste.
Thermounterwäsche schön und gut aber irgendwie trotzdem nicht warm genug.
"Ich hoff nur das ich mich schnell an die Kälte gewöhn...."
Erneut musste sie niesen und putzte sich die mittlerweile rot leuchtende Nase.
Kopfwiegend ging sie wieder zurück zum Bett und gönnte sich noch ein kleines Nickerchen vor dem Mittagessen.
Unter Eleas Aufsicht hatte Lilly ihr Zimmer bezogen, ihre Kleidung ordentlich in den Schrank gelegt und ihre Pflanze auf den Schreibtisch gestellt.Eigentlich war Lillys erster Plan gewesen, das Anwesen zu erkunden, aber nachdem sie sich nur kurz auf das Bett gesetzt hatte, rang sie der Schlaf nieder.
Sie schlief bis zum Mörgengrauen bis sie ein Alptraum aus dem Schlaf schrecken liess.
Schnell zog sie sich ihren Mantel an, wichelte sich den Schal um den Hals und setzte die Mütze auf.
Als sie die Stufen der Treppe hinunterging zog sie sich die Handschuhe über und sie war froh das sie all das schon im Gebäude tat, denn draussen empfing sie , ein für sie sehr kaltes, Klima.
Aus Filmen kannte sie dieses weisse Zeug, aber nun wirklich mal Schnee zu sehen, war irgendwie komisch.Gedanklich war sie immer noch in der warmen Heimat.
Ihre Nase kitzelte und sie musste lautstark niesen.Sie wischte sich schnell mit der rechten, behandschuhten, Hand unter der Nase entlang und ging schnell weiter.Nach einer Weile des dahingehens verliess sie den geräumten weg und betrat die Schneedecke und unter jedem ihrer Schritte knirschte der Schnee leise.
Lilly beugte sich hinab und hob eine Hand voll Schnee auf.Sie Knautschte einen Ball zusammen und warf ihn von sich weg.
"Das ist besser als ich es mir je vorgestellt habe."
Kurz drauf formte sie einen neuen Ball legte ihn aber auf den Boden und begann einen Schneemann zu bauen.
Eine Stunde später, klammen Handschuhen, einer quitschroten Nasenspitze und einem erneuten Nieser, stand Lilly vor einem 1 Meter grossen Schneemann.
Ein glückseeliges Lächeln lag auf ihren Zügen und sie rieb stolz ihre Hände aneinander.
Sie entfernte sich einige Schritte von dem Schneemann, formte unterdess einen Schneeball, drehte sich herrum, zielte, warf und verfehlte.
Mehrfach wiederholte sie dieses Spiel und liess sich anschliessend nach Atem ringend, rücklings in den Schnee fallen und schaute in den Himmel.
Langsam begann sie zu frieren und um dem Einheit zu gebieten, fing sie an ihre Arme und Beine hin und her zu bewegen.
Dies vertrieb jedoch nicht die Kälte, sie stand auf und betrachtete noch eine Weile den Schneemann und ihren Abdruck im Schnee.
Mit einem leisen Klick schloss sich der Sicherheitsgurt und Lilly liess Ihren Blick von der Anschnalllampe wieder zum Fenster wandern.
Sie befanden sich über den Wolken, so viele Wolken das man die Landschaft darunter nicht sehen, ja noch nicht mal erahnen konnte.
"Ich hoffe du hast einen Schal, Mütze und Handschue mit?"
Lillys Blick wanderte wieder vom Fenster zurück zur Begleitung.
"Bitte was? Also wenn dann ..in meiner Tasche"
Sie deutete über sich zu dem Gepäckfach über ihnen.
Das Flugzeug flog eine leichte Kurve und glitt langsam zwischen die dicken Wolken, bis es endlich unter ihnen wieder auftauchte und sich Lilly das Land anschauen konnte.
Mit erstaunen weiteten sich ihre Augen, und neben ihr erklang wieder die Stimme der Begleitung.
"Es wäre schon von Vorteil wenn du die Mütze und den Schal gleich umlegst, bevor wir das Flugzeug verlassen."
Wenige Minuten später zog sich Lilly die grünen Handschuhe, den Schal und die Mütze an.Als sie das Flugzeug verliess und hinter der Flugbegleitung her, zur Ankunftshalle lief, blieb ihr im ersten Moment, wegen dem Temperaturunterschied, fast die Luft weg.
Lilly wurde in einen Warteraum geschoben und die Dame ging zu einem Telefon an der gegenüberliegenden Wand.
Mit freundlicher und klarer Stimmer sprach sie nun folgendes in das Telefon.
Lillian Sophie Decram vom Flug 4U5783 , wartet auf Miss Fraser die sie im Warteraum von Gate A abholen kann.
Lilly liess sich auf eine der Bänke nieder legte ihre Füsse auf ihren Koffer und verschränkte ihre Hände auf der Tasche die auf ihrem Schoss lag, und wartete auf die Dinge die da gleich auf sie zukommen würden.
Vollständiger Name:Lillian Sophie Decram
Spitzname:Lilly
Codename:
Mutation:Photosynthese, Herbakinese
Alter: 13 Jahre
Geburtstag: 13.03.1992
Geburtsort: Florida
Aussehen:Lilly ist ein ca 1.50 cm kleines, schlacksig-dünnes (fast abgemagert wirkendes) Mädchen.Trotz ihres jungen Alters wirken ihre Gesichtszüge, zumal auch durch ihre stark ausgeprägten Wangenknocken, schon sehr erwachsen und auch ihre braun-schwarzen schulterlangen Haare,welche ihr Gesicht rahmen leisten ihren Anteil im gesamt Erscheinungsbild.Ihre braunen-leicht grün gesprenkelten Augen wandern immer wachsam und neugierig umher.
Besondere Kennzeichen: Sie isst nie sonderlich viel, und sollte sie einmal eine Zeitlang fasten, so fällt einem bei näherer Betrachtung auf das Ihre Haut einen leichten Grünton annimmt. Sollte sie ihre Fähigkeiten einsetzen so wird einem auch unweigerlich ihre wandelnde Augenfarbe auffallen, welche von braun ins satte grün wechselt.
Charakter: Lilly ist ein mehr oder minder lebensfrohes Kind.Sie hasst den Winter und so fiebert sie jedes Jahr dem Frühling entgegen, um auf ihre eigene Weise einen Beitrag am schnelleren erwachen der Pflanzenwelt teilzuhaben.Freud und Leid von Lily sind unweigerlich mit der Natur gekoppelt.
Vorlieben:Kartenspiele, klassische Musik, Honig naschen (es ist kein Honig sicher vor ihr)und dabei in der Sonne sitzen.Gelegentlich Bücher lesen, Zeichnen/malen.
Abneigungen:Schulunterricht und Hausaufgaben (dafür stromert sie lieber mal in der Natur umher)
Hobbies:Pflanzen und Blumen jedlicher Art, Honig naschen, die Sonne geniessen.
Freunde:Thomas Kolorey (Grabpfleger)
Meggy ( ihre noch kleine Efeupflanze)
Familie:Phil Decram, Vater (geb. 12.08.1959)
Hannah Decram, Mutter (geb. 22.04.1960)
Steve Decram , älterer Bruder (geb. 07.02.1985; gest. 3 Juli 2004)
Geschichte:
Lillian Sophie Decram erblickte am 13.03.1992 in Florida, in den vier Wänden der Hausfrau Hannah Decram und des Immobilienmakler Phil Decram,das Licht der Welt.
Lily wuchs behütet und immer unter wachsamem Blick des grossen Bruders auf.
Jedoch unter Freunden und weiteren Verwandten der Familie galt sie immer als etwas "komisch" und so hielten sich diese immer etwas bedeckt ihr und auch ihrer Familie gegenüber.
Ihr schulischer Stand ist wie der Gleichaltriger.
Alles hätte so schön werden können, wäre nicht dieser Tag im Juli im Jahre 2004 gewesen.
Der Tag hatte eigentlich wie jeder andere angefangen.Gemeinsames aufstehen, Frühstücken, Schulbrote wurden von der Mutter an die Kinder verteilt und dann der Weg zum Bus.Steve war vorgelaufen, war dabei die Strasse zu überqueren als er merkte das Lily bummelte und schon wieder bei einer kleinen Wiese voller Butterblumen stehengeblieben war.Er rief sie und wartete.
Lautes Reifenquitschen, ein dumper Aufprall und viele Schreie von Kinderstimmen.
Lilly drehte sich herrum und sah im ersten Moment nur den Busfahrer und viele Kinder die um etwas auf dem Boden liegenden herrumstanden.Als sie näher kam und realisierte was dort auf dem Boden lag, entfesselte sich unzähmbare Wut und Entsetzen.Was danach passierte konnte niemand mehr genau sagen.Man sah lediglich Lilly am Strassenrand stehen , stocksteif und Blass vor entsetzen als sich Wurzeln durch den Strassenbelag schlugen und sich um den Busfahrer, wie ein Schraubstock, legten.Wenige Sekunden später brach Lily in sich zusammen und der Busfahrer konnte von den Wurzeln befreien.
Lillian wachte in ihrem Bett auf.Ihre Zimmertür war nur angelehnt und sie konnte auf dem Flur die unterdrückten Schluchtzer ihrer Mutter vernehmen, genauso wie die leisegehaltene Stimme ihres Vaters der auf Hannah einredete.
Eine Woche später fand die Beerdigung von Steve auf dem Süd-Friedhof statt.Ihre Eltern hatten sich vollkommen vor ihr verschlossen.Sie konnte all das nicht verstehen.Ihr Bruder Tot und sie war mit einem Schlag verstossen? Ja sie hatte die Pflanzen wachsen lassen in ihrer blinden Wut auf den Busfahrer...aber warum wurde sie nun so geschnitten?
Die folgengen Wochen zogen in einem dicken Nebel an ihr vorbei.Sie ass wenig und ihre Hautfarbe nahm langsam einen leichten grünton an.Sie schwenzte die Schule und suchte zuflucht am Grab ihres Bruders.Sie pflegte sein Grad und liess die Blumen und Pflanzen schneller gedein, damit ihr Bruder immer gleich aus dem Himmel sehen konnte wo er begraben war.
Eines Tages, ca. einen Monat nach Steves Unfall, lernte Lilly Thomas Kolorey den Grabfleger des Friedhofes kennen.Von nun an verbrachte sie jeden Tag auf dem Friedhof, half Thomas die Gräber zu pflegen und vertrieb ihre bösen Gedanken indem sie sich dem widmete was sie am besten konnte und woran sie Spaß hatte.
Drei Monate liessen ihre Eltern ihr die Freiheit, ihren Kummer zu vertreiben, aber eines Tages eröffnete ihre Mutter ihr das es langsam wieder an der Zeit wäre wieder den Schulunterricht aufzunehmen.Nur missmutig kam sie dem Wunsch ihrer Mutter nach.
8:00 Uhr die Schulglocke leutete das erste mal und die Schüler strömten durch die Schultür in den massiven Steinbau.Leise Seuftzend setzte Lilly sich in Bewegung und stieg die Stufen empor.
"Neue Schule, neues Glück...." murmelte sie leise vor sich hin und ging den Schulflur hinunter zu ihrer Klasse.
Zwei Stunden später sass sie in der vordersten Reihe und versuchte, auf dem Bleistift kauend, eine Matheaufgabe zu lösen.Der Tag zog sich in die Länge, aber insgeheim war sie froh das an dieser Schule niemand von dem Zwischenfall an dem Todestag ihres Bruders wusste. Am Nachmittag, direkt nach der Schule verkroch sie sich auf dem Friedhof.Sie berichtete ihrem Bruder wie der erste Schultag war und nahm einen verwelkten Blumenstrauss von dem Grab.Sie schloss ihre Augen und lauschte den friedlichen Geräuschen.Erst als Thomas sie eine Stunde später am Grab ihres Burders fand und sie ansprach, öffnete sie die Augen und realisierte das es langsam an der Zeit war nach Hause zu gehen.
"Oh Mum muss das wirklich sein? Du weisst doch ganz genau das ich heute zu Steve will....warum meldest du mich immer wieder bei solchen Sachen an?" Wutschnaubend biss Lilly von ihrem Toast ab und schmiss das, gerade von ihrer Mutter geschmierte und in eine Tüte gepackte, Schulbrot in ihre Tasche.
Als sie schnell zur Tür herrauseilen wollte, versperrte ihre Mutter ihr den Weg.
"Hier deine Sportsachen..und wehe dir ich höre das du nicht da warst!"
Lilly verdrehte die Augen, ergriff aber nichts desto trotz den Beutel und schmiss ihn sich lässig über die Schulter.
Heute war es 1 Jahr her das Steve tot war und ihre Mutter hatte mal wieder nichts besseres zu tun als sie, wie die letzten 10 Monate zuvor an irgend so einem dummen Sportkurs einzuschreiben.Eigentlich hätte sie es sich ja denken können. Nur die Tatsache das sie wieder mal diese leicht grünliche Haut hatte erfüllte sie mit unbehagen.Sie hatte schon oft miterleben müssen das ihre Mitschüler extrem auf so etwas reagierten, nur weil sie nicht regelmässig ass.
Der Schultag strich recht schnall an ihr vorrüber,aber als sie dann in dem viel zu schlabbrigen Sportdress auf dem Basketballfeld stand verfluchte sie ihre Mutter.
Die Mädchen die ebenfals diesen Kurs besuchten waren Asse und sie??
Sie fing einen Pass versuchte mehr oder minder elegant zum Korb zu drippeln und wurde rüde von einer Gegenspielerin weggeschupst.Der Ball kollerte aus dem Feld als sich Lilly wieder aufrappelte.
"Oh hat sich das kleine zerbrechliche grüne Ding etwa verletzt? Ist wohl zu hart für dich der Sport he?"
Lilly schluckte die patzige Antwort herrunter und lief dem Ball hinterher der nun am Gitterzaun ausgerollt war, hob ihn auf und warf ihn zurück auf das Spielfeld.
5 Minuten später bekam Lilly den Ball gegen den Kopf geschmissen. Weitere 5 Minuten später stellte ihr jemand ein Bein und sie fiel unsanft auf den Boden.
Mittlerweile war die eigentlich friedfertige Lilly, wutgeladen und kurz davor der "blöden Ziege" an die Gurgel zu gehen.
Sie rappelte sich ein drittes Mal auf, verliess das Spielfeld und betrat die Umkleidekabiene.Sauer und frustriert zog sie sich um und lief, wie von einer unsichtbaren Schnur gezogen zum Friedhof.
Vor dem Grab ihres Bruders fiel sie auf die Knie und schüttelte sauer den Kopf.
"Warum werd ich nur immer zum Gespött dieser Idioten gemacht? Mum weiss doch ganz genau das Sport die Hölle ist für mich."
Leise näherten sich einige Personen.
"Na du kleines grünes Ding? Kommst wohl von nem anderen Planeten und willst jetzt unsere Verstorbenen mit auf deinen Planeten nehmen um sie zu studieren ?"
Eine Gänsehaut breitete sich auf Lillys Armen aus und sie drehte sich langsam um.
Die Mädchen vom Sport waren ihr gefolgt und stellten sich nun langsam um sie herrum auf.
Panik breitete sich in Lilly aus...ja das Kinder grausam sein können hatte sie oft genug von ihrer Mutter zu hören bekommen und hatte auch selber ihre eigenen Erfahrungen damit gemacht, aber diese Situation liess ihr nun das Herz in die Hose rutschen.
"Was wollt ihr?" war das einzige was sie herraus brachte.
"Das du dir deinesgleichen suchst um mit ihnen zu spielen .....du bist es nicht wert mit uns spielen zu dürfen ..egal mit was deine Eltern unseren Trainer bestechen. Zieh Leine oder du wirst uns kennen lernen."Bei diesen Worten verringerten die Mädchen ihren Abstand zu Lilly, zogen den Kreis immer enger um sie zusammen bis sie auf Armeslänge an sie herrangetreten waren.
Die erste fing an sie zu schupsen.Lilly stolperte nach vorne, einer Anderen direkt in die Arme die sie erneut schupste.Sie wurde hin und her geschupst und als sich dann auch noch faustschläge mit unter das schupsen mengten verlor Lilly die Selbstkontrolle.
Ein Schrei lösste sich aus ihrer Kehle und alle schauten sie entsetzt an .
Einige starke Wurzeln hatten das Erdreich aufgetan und hatten sich wie ein schützender Wall um Lilly herrumgelegt.Entsetzt realisierte Lilly das Geschehen, verlor aber kurz drauf das Bewusstsein.
Als sie erwachte lag sie in ihrem Bett und starrte an die Decke.Ihre Mutter sass mit kummervollem Gesichtsausdruck neben ihrem Bett.
In einem langen Gespräch mit ihrer Mutter erfuhr sie das Thomas sie gefunden hatte.Allerdings war er fast daran verzweifelt sie aus dem Schutzring von Wurzeln zu bekommen.Die Ereignisse hatten sich in windeseile herrumgesprochen....
Lilly Decram ....ein Mutant...nehmt euch in acht......noch ist sie schwach wer weiss was sie als nächstes Plant....
Lilly schaute ängstlich zu ihrer Mutter und begann leise zu weinen.
An diesem Abend fällten ihre Eltern den Entschluss sie vorerst von der Schule zu nehmen.
Der Herbst hielt Einzug, dann der Winter und Lilly befand sich immer noch in diesem betäubten Zustand der sie umhüllt hatte nachdem sie erneut die Kontrolle verloren hatte.
Sie verweigerte das essen und machte auch ihren Eltern das Leben mit ihr fast unmöglich.
Mitte Dezember fuhren Lilly und ihre Eltern zum Flughafen, sie erzählten ihr das sie eine geeignete Schule für sie gefunden hätten, und das sie keine Angst haben bräuchte.
So sass Lilly nun an der Seite einer Flugbegleiterin im Flugzeug, schaute aus dem Fenster und betrachtet die immer wieder, zwischen den Wolken, auftauchenden grüne Flecken auf der Erde.