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Dieses Thema hat 221 Antworten
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Spy Offline

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Beiträge: 466

06.03.2005 09:04
[1.8.05] - Küche Antworten
Du hast mich durchschaut, nicht wahr?

Danke...


Irgendwie beflügelte sie das bereits wieder... Komisch, was war sie heute so stimmungs-schwankend?!
Cathy lachte kurz mit ihrer glockenklaren Stimme.

"Nun, was gibt es von mir zu erzählen? Ich wuchs in Dûn Nan Gall auf... Donegal würdet ihr hier sagen, in Irland. Vielleicht nicht wirklich das, was man irgendwo sonst in Europa eine größere Stadt nennen würde - grade mal 2.200 Einwohner - aber bei uns auf der Insel..."

Kurz huschte ein sehr vertäumter Ausdruck über Caythlynn Gesicht.

"Vor drei Jahren stürzten meine Eltern auf eíner Geschäftsreise mit dem Flugzeug ab und... seit dem lebte ich mit Duncan - das ist mein Bruder - bei unserer Tante und unserem Onkel in Tullyvoss, das ist ein etwas größeres Dorf in der Donnegal-Bay..."
Cathy's Gesicht wird dabei kurz emotionslos, als versuche sie mit aller Gewalt, ihre Gefühle zu unterdrücken.

Sie zuckt die Schultern. "Was gibt es großartig zu erzählen? Vor einer Woche wurde ich... nun, 'verhaftet' trifft es wohl am besten... und das nur, weil über mich Gerüchte den Umlauf machten, dass ich ein Mutant bin, dabei habe ich niemandem etwas getan!

Sie haben mich nach Schottland gebracht... warum nicht gleich nach London ist mir immer noch ein Rätsel, aber ich bin froh darüber! Gestern abend kam Logan, hat kurz mit den Verantwortlichen geredet und mich einfach auf sein Motorrad gepackt und hier her gefahren..."
Was ist denn das in ihrer Stimme Bewunderung? Oder gar ein bißchen mehr? Verärgert schalt sie sich in Gedanken, so über den Schulleiter zu denken und riss sich wieder am Riemen.

Wieder ein hilfloses, kleines Achselzucken.
"Naja... das war die Kurzform..." Normalerweise binde ich Fremden nicht sofort meine Lebensgeschichte auf die Nase...

Cathy erhob sich, schritt leise und leicht zum Fenster - der Schmerz in ihrer Ferse war nicht einmal mehr eine Erinnerung - und öffnete es. Die frische, würzige Luft der Highlands, die sie so an zu Hause erinnerte, die Nachmittage an Lough Derg... innerlich musste sie kichern. Loch Derg hätte man hier wahrscheinlich gesagt...

"Es ist noch so ruhig..."
So sehr ich mich auch nach Gesellschaft sehne... Ruhe ist in den letzten Monaten unheimlich wichtig für mich geworden... die wenigen Momente, in denen ich wirklich nur MEINE Gefühle wahrnehme und mich darauf konzentrieren kann... Momente, in denen ich nicht von den Gefühlen der anderen um mich herum bombardiert werde...

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

06.03.2005 10:01
[1.8.05] - Küche Antworten
„Danke, jetzt weiß ich doch mehr über Dich.“ Mehr noch, als Du wahrscheinlich vermutest. Und ich könnte Dir sagen, warum sie Dich zuerst hierher gebracht haben. „Du wurdest also, wegen dieser Gerüchte, von der Regierung entführt. Nun, das passt zu einigem, was ich so als Gerücht gehört habe. Und Mr. Logan hat Dich dann befreit. Und das ganz ohne Kampf? Wie hat er das denn geschafft?“ Kann es sein, dass Mr Logan und Mrs Munroe doch für die Regierung arbeiten? Die hätten sie doch nicht einfach so mit irgend einem Typen mitgehen lassen. Vielleicht sollte er Kilian deswegen mal ne Mail schicken. Langsam stand er auf und stellte das benutzte Geschirr in die Spüle. Kurz überlegte er, dann wandte er sich wieder an Cathy. „Wie weit hast du das Gelände des Instituts denn schon erkundet? Damit meine ich die einzelnen Gebäude hier?“

Spy Offline

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Beiträge: 466

06.03.2005 12:05
[1.8.05] - Küche Antworten
"Nun ja... ich bin fast zweimal den Rundweg umd das Institutsgebäude gelaufen... dabei hatte ich Gelgenheit das kleine Steinhaus, die Sportstätten und selbstverständlich die Kapelle zu sehen..."

Wo bleiben die Anderen eigentlich? Irgendwie erscheint es mir... unhöflich... das Gelände zu erkunden, wo doch noch nicht mal sicher ist, dass ich auch wirklich hier bleiben darf...

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

06.03.2005 22:06
[1.8.05] - Küche Antworten
"Aha, dann hast Du ja bereits mehr gesehen als ich. Nun, dafür habe ich den Wald hier erkundet und ein paar Anregungen für Lektionen der Gesellschaftslehre gesammelt." In einiger Entfernung gab es einen ideal für eine kleine Ansiedlung geeigneten Platz. Dort würde er mit den Schülern, so es erlaubt wurde, einige Lektionen zu bestimmten Gesellschaftsstrukturen und politischen Systemen durchführen. Sie sollten selbst erfahren, was die Besonderheit der einzelnen Systeme und auch ihre Gefahren waren.
"Vielleicht sollten wir einmal schauen, ob noch sonst jemand wach ist? Was meinst Du?"

Spy Offline

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Beiträge: 466

06.03.2005 22:27
[1.8.05] - Küche Antworten
Cathy trat vom Fenster zurück, ließ es jedoch offen stehen um die noch frische, morgendliche Luft des herauziehenden August-Tages durch die Küche strömen zu lassen.
Mit einigen wenigen, schnellen Handgriffen hatte sie Milch und Cornflakes wieder aufgeräumt, fast als wäre sie hier zu Hause, die Schüsseln unter fließendem Wasser abgefleit und in die Spüle gestellt.

Während sie sich die Hände an einem Geschirrhandtuch trocknedete, wandte sie sich wieder dem Lehrer zu:
"Nun, ich habe wirklich keine Ahnung, wie hier der Tagesablauf ist, und wann die Anderen normalerweise aufstehen..."
Naja... jetzt ist es kurz nach 6... so gegen 7 ?
"... aber ich glaube kaum, dass sie sich freuen würden, wenn wir sie aus den Betten treiben..."
sie kicherte bei der Vorstellung unwillkürlich und Padraig schien dabei ebenfalls ein glucksendes, zuckendes Gefühl der Freude zu verspüren.
"Aber vorhin, auf meinem kleinen Morgenlauf habe ich Licht in dem Steinhäuschen brennen sehen... da schien schon jemand auf den Beinen zu sein..."
Auch wenn ich nciht weiß, wer da wohnt, geschweige denn, wie sie einen frühmorgendlichen Besuch aufnehmen würden...

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

06.03.2005 22:39
[1.8.05] - Küche Antworten
"Hmm, nun, dann sollte man mal nachsehen, ob diese Steinhäusler einem Besuch gegenüber aufgeschlossen wären. Ich muss ja selbst noch alles hier kennen lernen. Bin ja ebenso Neu hier wie Du." Er erinnerte sich, wie er einmal morgens um 4 die anderen geweckt hatte. Begeistert waren sie nicht gewesen und es hatte eine wilde Jagd nach ihm gegeben, die mit einer Kissenschlacht geendet hatte. Das war wohl eine der wenigenunbeschwerten Erinnerungen an seine eigene Jugend. Er wußte nicht mehr, woher er damals die Musik herbekommen hatte, denn eigentlich hatten sie zu so etwas kaum Zugang. Nun, vielleicht konnte man hier auch einmal so einen Scherz machen. Allerdings nur wenn Mr. Logan und Mrs. Munroe damit einverstanden waren. Zumindest auf seinen Projektwochen würden die Schüler gelegentlich auch die Willkür eines frühmorgendlichen weckdienstes erleiden müssen. "Cathy, es ist vielleicht gerade der unpassende Moment, aber ich muss einfach fragen. Natürlich musst Du nicht antworten, wenn Du nicht willst. Ich würde das verstehen, denn es ist eine persönliche Frage. Welcher Art ist Deine Gabe?" Er war gespannt, wie und was sie antworten würde. Doch war ganz deutlich zu spüren, dass er auch eine ablehnende Antwort ohne Kränkung akzeptieren würde.

Spy Offline

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Beiträge: 466

06.03.2005 22:54
[1.8.05] - Küche Antworten
Bei seinen ersten Worten lächelte, als er jedoch verstummte und diesen zuckrig süßen, melancholisch-schönen Erinnerungen - es mussten Erinnerungen sein, dieses Gefühl war einzigartig! - nachhing, wandelte sich ihr Gesichtsausdruck erst in flüchtiges Erschrecken und dann Verständnis.

Nun - es war nicht immer von Vorteil, seine Gefühle so offen auf dem Gesicht zu tragen, wie sie es tat. Aber sie war es nun einmal gewohnt, dass man - sie - diese sowieso erkennen konnte.

Dann wandelten sich seine Gefühle, wurden zu fast siedender Neugierde, und noch ehe er seine Worte ausgesprochen hatte, wusste sie was kam - kommen musste.
Ihr erster Reflex auf diese so direkte Frage war wieder, sich zurückzuziehen, ängstlich die Fühler einzurollen und sich nach außen hin abzuschotten, doch diesmal überwandt sie sich, verhielt sich ruhig. Langsam setzte sie sich doch wieder ihm gegenüber auf den Küchenstuhl, zog die Beine an und setzt die Fersen auf die Stuhlkante.

Fast eine Minute saß sie so schweigend da. Statt dann auf seine Frage zu antworten, begann sie leise, trotz aller Sachlichkeit vorsichtig und - im wahrsten Sinne des Wortes ! - mitfühlend zu berichten:

"Im Moment bist du neugierig... aber es nicht diese nagende, selbstgefällige Neugierde, dieses drängende stoßende, wie damals die Regierungsbeamten... du willst etwas wissen, aber bist bereit zurück zu stecken und auf die Antwort zu warten...
vorhin dachtest du noch an etwas... lustiges... denke ich, aber es war von einem leichten Anflug von Melancholie getrübt... fast schon so, als würdest du etwas vergangenem hinterhertrauern...

und jetzt, gerade im Moment warst du erschrocken, ich habe dich mit meinen Worten tief berührt, doch du hast dich wieder gefangen... und du hast trotz allem Zutrauen und Verständnis..."

Cathy schwieg. Sie hatte die Augen niedergeschlagen und begann mit dem Nagel des Zeigefingers auf ihrem Oberschenkel Achten zu fahren, fast als wolle sie ihre eigenen Gedanken in diesem Symbol der Unendlichkeit zum Verstummen bringen lassen.
Dann blickte sie auf, und wieder einmal wirkte sie - ohne ihre beeinflussenden Kräfte ins Spiel zu brigen - verletzlich und ängstlich.

"Ich... fühle deine Gefühle..."
deutlicher wollte sie nicht werden... das war so schon viel genug... wenn sie ihm auch noch ihre manipulativen Fähigkeiten offenbarte, mochte er sie vielleicht fürchten...

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

06.03.2005 23:18
[1.8.05] - Küche Antworten
Padraig hörte ihr einfach nur zu, dann nickte er. "Das muß eine große Last für Dich sein, oder? Immer die Gefühle der anderen zu spüren, zu merken, wie sich ihre Intehnsität verändert. Zu wissen, was als nächstes wohl kommen wird, es aber nicht verändern zu können, ohne den anderen Menschen oder sich selbst zu verändern." Seine Gefühle waren positiv, mitfühlend, liebevoll, zärtlich. Sarah hatte ähnliche Gaben gehabt. Und sie hatte die Gefühle der anderen manipulieren können. Sie war so gut darin gewesen, dass selbst der Psychoblock, den sie bekommen hatten nicht als Schutz ausreichte. Aber gleichzeitig erinnerte er sich daran, wie sie darunter gelitten hatte, dass sie bei jedem jedes Gefühl erzeugen konnte, doch damit die Echten Gefühle, wie sie es nannte, zerstörte. Sie hatten mit der Zeit gelernt, ihre Manipulationen zu erkennen, aber verhindern war da schon viel schwerer. Irgendwann, sie war gerade mal 17 gewesen, so alt also, wie Cathy, hatte sie Selbstmord begangen. Er hatte sie gefunden und es war kein schöner Anblick. Ihr Körper lag zusammen gesunken in ihrem Zimmer, doch die Reste ihres Kopfes waren an der Wand dahinter verteilt. Sie hatte eine der Pistolen beim Training mitgenommen. "Dann lass uns mal dafür sorgen, dass Du lernst, damit umzugehen. Ich habe schon von Fällen gehört, dass ein Empath mit seiner Gabe nicht umgehen konnte und sic selbst sehr geschadet hat. Aber keine Sorge, wir schaffen das." Er lächelte ihr aufmunternd zu.

Spy Offline

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Beiträge: 466

06.03.2005 23:38
[1.8.05] - Küche Antworten
Cathy nickte dankbar und traurig zugleich, dann ruckte ihr Kopf hoch, sie sah ihm forschend in die Augen.

Ihr innerstes krümmte sich zusammen, als sie den Schmerz in ihm spürte und...

Langsam, vielleicht ohne sich dessen bewusst zu sein, streckte sie ihre kühle Hand aus, und legte sie auf Padraigs rechte Wange. Ja, er wollte zurückzucken, beherrschte sich aber.
Ihre Augen füllten sich mit Tränen, doch sie beherrschte sich, konzentrierte sich.
Der Schmerz in seinem Inneren ließ nach - vielleicht das erste mal, dass er ihn nicht verdrängte? - und wich einer 'milden, warmen Traurigkeit', wie Cathy es wohl genannt hätte. Und auch diese wandelte sich, Padraig fühlte fast so etwas wie neue Beschwingtheit, auch wenn er sich des leichten Nachgemschmacks nicht erwehren konnte, manipuliert worden zu sein. Nun, natürlich... wesentlich offensichtlicher ging es ja nun wirklich nicht mehr.

Zwanghaft blinzelte Caythlynn eine Träne weg, dann hauchte sie mit etwas angespanntem Lächeln:
"Nicht immer ist es ein Fluch..."

Langsam ließ sie von der fast schon intimen Berührung Padraig's Gesichts ab, wandte sich wieder zum Fenster und starrte hinaus.
Sie hatte Angst... Angst zu viel von sich preisgegeben zu haben, zu viel um noch akzeptiert werden zu können, und doch war sie in gewissen Sinne froh über ihr Handeln und hätte auch jederzeit erneut so gehandelt.
Nicht jeder hatte Schmerz verdient...

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

07.03.2005 12:33
[1.8.05] - Küche Antworten
„Danke, aber ich versuche jedes meiner Gefühle auszuleben und zu erfahren. Schmerz und Trauer ist etwas sehr wichtiges im Leben. Und ohne diese Erfahrungen wäre ich jetzt nicht der Mensch der ich heute bin. Die Menschen brauchen die guten wie die schlechten Gefühle. Ohne sie sind sie nichts weiter als Maschinen. Ich glaube es ist wichtig, dass Du lernst, Deine Kraft gezielt einzusetzen und auch zu wissen, wann Du es nicht tun solltest.“ Er blickte sie freundlich an und sie konnte spüren, wie seine Trauer und der Schmerz wiederkamen, aber sie blieben nicht lange. An ihrer Stelle entstand das Gefühl von Zufriedenheit und Glück. Und ein wenig Sorge war mit dabei. Ich werde viel mit Dir arbeiten, damit Du nicht Sarahs Schicksal teilen musst. Wahrscheinlich sollte ich dringend mit Mrs Munroe reden, damit man ihr hier die Chance gibt, die sie verdient.
Kurz überlegte er, ob er ihr von seinen Kräften erzählen sollte, aber dann entschied er sich dagegen. Noch war es zu früh und so würde dieses Geheimnis weiterhin in den Tiefen seiner Gedanken ruhen, sicher geschützt durch den Psychoblock.
„Hast Du mal das Buch Clockwork Orange von Anthony Burgess gelesen? Da geht es auch um Gefühle oder besser gesagt, die Freiheit der Entscheidung. Und ebenso sehe ich es. Außer in Notwehr oder Notsituationen, sollte man jedem seine Gefühle lassen.“

Spy Offline

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Beiträge: 466

07.03.2005 13:02
[1.8.05] - Küche Antworten
Sie hatte es gewusst... sie war zu weit gegangen... und trotz allem schien er ihr das nicht übel zu nehmen.

Cathy blinzelte die Tränen weg, die schon wieder in ihr aufzusteigen drohten, wischte sich fast beiläufig mit dem Ärmel über die Augenränder. Gerade sie wusste, dass man manche Gefühle einfach nicht teilen konnte und durfte... und schon gar nicht manipulieren... Aber Padraigs Schmerz war so unerwartet gekommen... und so heftig, dass sie mehr aus einem Instinkt heraus gehandelt hatte, als aus wirklicher Überlegung.

Leise setzte sie wieder an zu sprechen:

"Du hast recht... ich muss mich und meine Gabe beherrschen lernen..."

War es nicht schon immer so gewesen, dass sie ihre Fähigkeiten mehr aus einem Impuls als aus Berechnung eingesetzt hatte? Das musste sich ändern...

"...

und: nein, ich habe ' Clockwork Orange ' nie gelesen... leider... auch um den Film bin ich irgendwie herumgekommen..."

sie biss sich auf die Lippen. Blickte ihn überlegend an, schritt dann wieder mit leisen Tritten zurück zu ihrem Stuhl ihm gegenüber, setzt sich.
Un-Damenhaft kaute sie auf dem Knöchel ihres rechten Daumens herum, als ringe sie mit einem Gedanken. Schließlich platzte es aus ihr heraus:

"Kennst du jemanden... der mit mir daran arbeiten kann?"
'Kann ich mit dir darüber reden?' , 'Willst du mir dabei helfen?' Das wolltest du doch eigentlich sagen Cathy...

Padraig Offline

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07.03.2005 13:46
[1.8.05] - Küche Antworten
„Nun, den Film wollte ich Dir auch gar nicht empfehlen. Er hat eigentlich recht wenig mit dem Buch zu tun. Aber das Buch ist eine sehr gute Lektüre, allerdings auch nur in der englischen oder der neuen amerikanischen Ausgabe.“ Er blickte sie lächelnd an. Sie war in gewisser Weise noch so unschuldig, und diesen Zustand galt es zu bewahren. Sarah hatte diesen Zustand schon viel früher hinter sich gelassen. Gezwungen durch die Ausbilder, die von ihnen immer wieder fast unmenschliches verlangten. Und als klar war, dass sie alle Gaben besaßen, da wurden die Aufgaben noch schwieriger. Aber ihre Ausbilder meinten ohnehin, dass sie nicht menschlich wären.
„Nun, ich weiß nicht, wer sich von den anderen Lehrern um Dich kümmern könnte, aber ich verspreche Dir, mit Dir daran, so gut ich kann zu arbeiten. Allerdings wäre ein fähiger Empath oder Telepath hilfreicher, vermute ich. Vergiss nicht, dies hier ist eine Schule für Mutanten und das heißt, hier wird man Dir helfen.“ Er war gespannt, was für Schüler noch alles auf ihn zukommen würden. Und hoffentlich würde er allen helfen können. Außerdem war er gespannt auf seine Kollegen. Welche Erfahrungen hatten sie im Umgang mit Mutanten? Waren sie selbst welche? Und wie war ihre Einstellung zur Regierung?

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07.03.2005 14:01
[1.8.05] - Küche Antworten
Cathy lächelte befreit.
"Danke."
Ihr Augen schienen zu tanzen und strahlten Padraig regelrecht an.

Dann rief sie wieder eine innere Stimme zur Ruhe:
Mein Gott!! Du himmelst gerade deinen potentiellen Lehrer an und geduzt hast du ihn auch schon, jetzt mach mal halblang, Kleine!
Es war zum Verrücktwerden.

Nun, aber zumindest das Buch würde sie sich besorgen...

"Hast du eigentlich schon Erfahrung mit Mutanten? Ich meine... du scheinst das alles recht gelassen und selbstverständlich hier hinzunehmen... wenn ich an meine alten, irischen Dichschädel von Lehrern in Tullyvoss und Donegal denke... die wären nicht so aufgeschlossen wie du..."
Wenn du noch nie mit Mutanten gearbeitet hast, fühlst du dich dann nicht überfordert ?
Was sind DEINE Ängste?

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

07.03.2005 14:57
[1.8.05] - Küche Antworten
"Nein, ich habe noch nie als Lehrer mit Mutanten gearbeitet. Und ich weiß auch nicht, worauf ich mich da eigentlich einlasse. Aber ich bin hier ja nicht alleine. Mrs Munroe und Mr Logan werden doch wohl schon Erfahrung haben, immerhin haben sie ja dieses Institut gegründet. Sollte ich also mal nicht weiter wissen, so hole ich mir bei den beiden Rat." Es stimmte, er hatte als lehrer noch nie mit Mutanten gearbeitet. Aber er hatte an und für sich genug Erfahrung mit ihnen. Immerhin war er jahrelang mit ihnen aufgewachsen und er selbst war auch einer. Diese Halbwahrheit belustigte ihn. Ich werde nur wirklich höllisch aufpassen müssen, dass ich meine Gaben nicht zu früh offenbare. Erst dann, wenn die Spur heiß oder ganz kalt wird.
"Aber wenn ich ehrlich bin, dann gehe ich irgendwie schon davon aus, dass Du und die anderen Schüler mich nach Möglichkeit unterstützen. Ist doch nur fair, oder? Immerhin habt ihr Gaben, die ich nicht habe."
Er schmunzelte sie an. Dieses ständige herumlavieren mit Halbwahrheiten war anstrengend. Eine klare Lüge wollte er vermeiden. Es würde ohnhein überraschend für sie sein, wenn sie bemerkten, dass er Gaben hatte, die selbst ihnen wahrscheinlich fremd waren. Und dann würde er ihnen sein Anliegen erklären müssen.

Spy Offline

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Beiträge: 466

07.03.2005 15:32
[1.8.05] - Küche Antworten
Cathy zog schmunzelnd die Nase kraus.

"Da machen sie es sich aber sehr leicht, lieber Mister Padraig." neckte sie. "Da sollen also jetzt wir Schüler den Unterricht halten? Na DA bin ich gespannt..."
Einen Augenblick schaffte sie es fast, eine ernste Mine beizubehalten, dann prustete sie vergnügt los.

Vor lauter Freude am Gespräch hatte sie aufgehört, bewusste seine Gefühle zu durchkämmen. Vielleicht war das ja auch endlich einmal besser so... sie musste lernen, Leute auch ohne ihre Gabe einschätzen zu können.

Erst nach einigen Augenblicken wurde ihr bewusst, dass sie glücklich war. Aufrichtige, ehrliche Freude und Geborgenheit empfand.

Ist das er?

Oder nur die Tatsache, endliche ganz locker und unvoreingenommen über mich und meinesgleichen reden zu können?

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