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Er hatte die Hand überhaupt nicht um den Brieföffner geschlossen! Aber gut, dass es für Logan so aussehen musste, war ihm durchaus klar. Und ihm war auch klar, was dieser nun dachte. Kassander sah Logans Entsetzen eigentlich nur in seinen Augen, denn ansonsten stand er wie ein Klotz da und stierte ihn an.
"Wolverine..." Kassander schüttelte den Kopf. Warum er ihn so nannte? Wusste er selbst nicht. Allerdings befreite er sich mit einem Ruck vom Anderen, als sie wieder auf dem Flur standen. Gott, er war kein kleines Kind und ein Mörder war er auch nicht! Geschweige denn, ein Verräter zu sein. Dass der Andere das annahm, hätte Kassander nie geglaubt. Logan sollte mal wieder runterkommen und ihm zuhören, klar? Und konnte der Wolf mal stehen bleiben??
~Dad, Herrgott noch mal! Glaubst du wirklich, ICH hätte Lewis getötet??~ Wieder griff er unwillkürlich an seine Wange und fuhr mit den Fingern darüber. ~Es war Norman. Ich weiß nicht, warum er da war, aber er hat mich niedergeschlagen, als ich ihn zur Vernunft bringen wollte...~ Aber mit Vernunft war es bei Norman wohl weit her.
Kassander rannte Logan noch immer nach und wurde allmählich wütend. Von wem er das wohl hatte? Aber wie konnte Logan eigentlich auch nur einen Moment annehmen, dass er ein Verräter war?! Ja, vielleicht war er früher gern undurchsichtig gewesen - und vor allen Dingen Einzelgänger -, aber diese Zeiten waren spätestens mit Eintritt ins Team vorbei gewesen. Wie konnte Wolverine auch nur einen Gedanken daran verschwenden?! Sicher, Logan konnte annehmen, dass sich Lewis nur gewehrt hatte und Kassander darum diese seltsame Wunde verpasst hatte, die allerdings nicht von LEWIS war...
Es war besser, er erklärte das alles dem ganzen Team, sonst musste er es noch hundert Mal wiederholen. Doch so enttäuscht wie Logan im Moment von ihm war, war Kassander von seinem Vater. Richard Burleigh hatte ihn auch stets als einen Versager gesehen, Kassander hatte es ihm nie recht machen können. Hörte ihm Logan eigentlich zu? Er hatte Lewis nicht getötet!!
Mit einem Schnaufen brach er mit dem anderen wieder ins Freie und auf den Hof, wo er den Blick schweifen ließ. Es war wohl Zeit für das Team zu verschwinden.
Ja, auch Scott merkte, dass Gambit Schwierigkeiten hatte, doch wie immer wartete er, bis jener um Hilfe bat. DAS... war allerdings spätestens, als Gambit nach ihm rief. Eigentlich sah der Cajun gar nicht so aus, als wäre er sehr schwer verletzt, aber er schien einige Probleme zu haben sich dort auf dem Querbalken zu halten, während ihn sein Gegner mit Schlägen attackierte.
Der Italiener dachte gar nicht daran, auf Gambits Provokanz einzugehen, er konzentrierte sich ganz auf seine Schläge und schmunzelte triumphierend, als er merkte, dass das Gift zu wirken begann. "Deine Antworten verschwimmen dir wohl vor Augen..." Wieder einmal spielte er auf die Schlange an, die sich um den Stahl schlängelte, als er ausholte und ihm einen Teil davon gegen die Stirn schlug. Wusste er nun, wie er hieß? Vielleicht hätte er ihm eher auf den Hinterkopf schlagen sollen. Er holte erneut aus und drehte die andere Hälfte im Handgelenk. Diesmal würde er ihm den letzten Streich versetzen...
Cyclops hatte sich erst jetzt von seinen Angreifern freikämpfen können, so dass er die Hand an den Visor legte. Was immer dieser Typ dort oben auf dem Balken für einen Tanz aufführte, er sollte mit den Zahnstochern da vorsichtig sein. Er hatte nicht wirklich lange Zeit, um zu entscheiden, mit welcher der beiden Klingen der Italiener zustechen wollte und Gambit schien ebenfalls nicht so, als würde er es abschätzen können. Warum? Was war mit ihm los? Aber es war meistens die Klinge, die noch zurück gehalten wurde... den roten oder den blauen Draht? Cyclops entschied sich für den blauen, wenn die Bombe hochging, hatte er ein Problem. Aber dafür war ja gerade Padraig zuständig und Scott hatte es gerade nur mit einem bekloppten Italiener zu tun. Sein Beam traf den Stahl in der linken Hand des Giftmischers, so dass ihm jener aus der Hand gerissen wurde.
Nicht nur dass; Gambits Angreifer schwankte einen Moment, als der Beam seine Hand traf. Er bemerkte Kurts plötzliches Auftauchen hinter ihm genauso wenig wie er denjenigen ausmachen konnte, der ihm seine Klinge aus der Hand geschossen hatte. Er sah den Stahl lediglich unter sich auf dem Asphalt glänzen, ehe ihm Nightcrawler in den Nacken schlug und es schwarz um ihn wurde. Dass er recht unelegant vom Pfeiler fiel und bewusstlos auf dem harten Boden aufschlug, merkte er selbst nicht mehr. Mit einem metallischen Geräusch donnerte auch der Rest des Klingenstabs auf den Boden.
~Toxic! Irgendwas stimmt mit Gambit nicht. Sieh dir das mal an.~
Dass er in genau diesem Moment Logans Worte empfing ließ ihn innehalten. Er kassierte einen Schlag gegen die Schulter, so dass er taumelte. WAS?! Lewis war tot? Wie? Padraig? Er spuckte etwas Blut, als ihn auch noch ein zweiter Schlag gegen das Kinn traf. Ganz wunderbar, Nightcrawler! Er war hier mit 50 irren Idioten allein und Kurt hatte ihn doch gerade noch gedeckt! WO war er?! Ach so... er hatte ja den Italiener ausgeknockt.
~Zum Henker, was ist passiert?! Kommt raus und zwar sofort!~ Wirklich lange darauf warten musste er allerdings auch nicht, da bemerkte er Kassander und Logan schon wieder im Hof. Was hieß das denn, Lewis war tot? Sie mussten sofort weg von hier. Scott musste sich mit Padraig in Verbindung setzen.
~Sobald du aus dem Gebäude bist, zünde die Sprengladungen, Charge. Beeil dich.~
Kurt sah zurück zu Scott, als der Gegner von Gambit bewusstlos auf den Boden stürzte. Wäre er einen Bruchteil einer Sekunde früher hinter dem Mann aufgetaucht, dann hätte er wohl Scotts Laser abbekommen, aber glücklicherweise schien das Timing genau gestimmt zu haben.
Scott wurde wieder bedrängt und Kurt sah, wie er mehrere Schläge einsteckte.
Hastig eilte er ihm zu Hilfe und tauchte neben Scott wieder auf, um demjenigen, der Scott gerade noch eine verpasst hatte, mit seinen Krallen das Gesicht zu maltretieren.
Im Moment machte er wohl der Fledermausdame Komkurrenz, deren Krallen sein Körper auch bereits einige Schnittwunden verdankte.
~Hat alles geklappt?~ fragte er in Richtung Scott, als Kassander und Logan aus dem einen Eingang kamen. Irgendwie sahen die Beiden nicht so aus.Ihre Gesichter wirkten, zumindest das von Logan, wie kurz vor einem seiner typischen Wutausbrüche.
Zuhören und Logan? In einem Gedankengang? Wie sollte das denn bitte passen, hm? In Logans Universum war halt nicht soviel Platz, seine Potenz nahm ja alles ein und wenn er ehrlich war dann wusste er nicht was er denken sollte.
Nein, er hielt Kassander weder für einen Versager (bei den Genen ging das ja auch schlecht), noch hielt er ihn für einen Verräter, noch für einen Mörder, aber der Zweifel war halt einfach gesät.
Wie sollte Norman in das Büro gekommen sein? Und wie sollte er so schnell einfach wieder verschwunden sein? Wenn Logan ehrlich zu sich selbst war, machte er sich nicht vielleicht einfach etwas vor? Er hatte schließlich ein entsprechendes Bild von seinen Söhnen im Kopf und war es nicht nur menschlich das Väter zur Blindheit neigten wenn es um die Fehler ihrer Kinder ging? Ehrlich gesagt kannte sich Logan nun nicht wirklich damit aus. Er war schließlich nicht lange Vater und obwohl er ein unglaublich toller Hecht war, konnte er sich von Fehlern nicht frei sprechen.
Außerdem gab es da ein ganz großes Gegenargument das Logan so misstrauisch machte. Er wirbelte noch im Gebäude zu Kassander herum und zupfte ein Blatt der Papierunterlagen unter Kassanders Anzug hervor dass er ihm vor die Füße warf. Zugegeben die Beiden hätten ja einfach mal miteinander reden können, aber…immerhin handelte es sich um Kassander und Logan und das schlimme an der ganzen Sache war eigentlich nur, dass Logan verstand, dass er Lewis hatte umbringen wollen. Er hatte alles Recht dazu.
Das Logans Wut sich bahn brechen musste war klar und warum sollte sie das nicht tun indem er nicht nur erst Scott zur Hilfe eilte als er schließlich wieder im Hof angelangt war? Das sich vor Logans Augen ein roter Schleier gebildet hatte wie man es sonst einfach nur von Scott kannte sollte in der Lage auch nicht wirklich das Problem sein. Willie das rasende Wildschwein war eine Lachnummer in Vergleich zu Logan wie er sich sofort ins Getümmel warf und auf die vermeintlichen Gegner einhieb als würde es keinen Morgen mehr geben. Irgendwann war Scott allerdings wieder Herr der Lage und da Logan ohnehin vor hatte sich so schnell wie Möglich zu verdünnisieren kam er auf dem Weg dorthin gleich noch Gambit zur Hilfe.
Wenn Padraig dann auch endlich aus dem Quark kam und den ganzen Laden in die Luft sprengen würde? Was Schuld gewesen war an Logans kleinem Furienausbruch sollte auch erstmal ein Rätsel bleiben, denn er kehrte den Ereignissen den Rücken als er fest davon überzeugt war, dass das Team nun nicht mehr in Gefahr war und sie ohnehin den Rückzug antraten. In seinem Anzug kramte er nach seiner Zigarre die er sich entzündete und ohne Erklärung oder einen weiteren Blick in Richtung Lichtung zu marschieren. Zurück zum Jet.
Es schmeckte bitter, auf diese Art und Weise zu gewinnen. Gambit bat fast nie um Hilfe in einem Kampf und für gewöhnlich kostete es ihn Überwindung. Nur war es dieses Mal unumgänglich gewesen. Und letztendlich gab es Dinge, die wichtiger waren als Stolz.
Dennoch machte der Cajun einen zufriedenen Eindruck, als er in den nun seltenen lichten Momenten seines sonst völlig schwarzen Gesichtsfeldes erkannte, dass der Italiener nicht länger auf dem Metallträger stand. Sofort verlosch das Glühen um die Karten in seiner linken Hand, als er die Energie wieder in sich selbst aufnahm. Und keinen Augenblick zu früh, denn besagte Hand begann plötzlich zu verkrampfen und zitterte wie bei einem Anfall. Die Karten fielen ihm harmlos aus den Fingern.
Es wirkte keineswegs elegant, als auch Gambit seinen Weg auf den Boden fand. Er wollte sich hinabgleiten lassen, die rechte Hand als Halt benutzend und gleich danach einfach nur eine Pause machen. DOch dazu kam es nicht mehr. Noch während er sich bückte, wurde ihm schwindlig und ein beherzter Griff minderte das, was ein Sturz geworden wäre, zu einem unsanften Fall ab.
Als er dem Boden wiederbegegnete, waren nur noch sein rechter Fuss und seine Hüfte in der Lage, den Schmerz zu verspüren, die gesamte linke Körperhälfte und ein ziemlich grosser Teil vom Rest waren bereits taub und kraftlos. Er legte sich flach auf den eiskalten Asphalt, den Blick nach oben in den Nachthimmel gerichtet. Sterne sah er dort allerdings nicht, denn vor seinen Augen war jetzt dauerhafte Schwärze.
Einige Augenblicke lang hörte er noch den Kampfeslärm von links, gelegentlich mit Nightcrawlers Teleportationsgeräuschen untermalt. Dann blendete sich auch dieser Sinn aus und alles woran der Cajun noch denken konnte, bevor das Bewusstsein ihn verliess, war die Tatsache, wie schwer ihm plötzlich das Atmen fiel.
Danach war die Welt einfach abgeschaltet, wie ein langweiliges Fernsehprogramm.
~Toxic! Irgendwas stimmt mit Gambit nicht. Sieh dir das mal an.~
Das tat ihr ja nun wirklich leid, dass ihr Rottenführer sich extra nochmal bemühen musste ihr eine Extraeinladung zu geben, aber sie beherrschte das Orben halt einfach noch nicht. Und was konnte sie denn bitte dafür, dass Mister Kartenmischer und Mister Giftmischer sich nun unbedingt in luftiger Höhe bekämpfen mussten, hm?
Ihre ehrliche Meinung dazu? Die hatten beide den Arsch offen! Und, Remy zumindest, würde sie gerne auch mal in selbigen treten, dass er nicht früher um Hilfe gebeten hatte. Männer und ihr bescheuerter Stolz, das müsste sie im Leben nicht verstehen!
Der Aufstieg dauerte nun einmal etwas länger, wenn man gerade erst dem Erstickungstod entgangen war und die akrobatischen Höchstleistungen eines einst durchtrainierten X-Men Mitgliedes unter vorausgehender Schwangerschaft und jetziger Mutterschaft doch sehr hatten leiden müssen.
War das jetzt ein WITZ? Sie konnte NICHT drüber lachen. Kaum, dass Rohey nun endlich oben war, meinten alle man gleichzeitig auf den Italiener einprügeln zu müssen und dann schmierte nicht nur der, sondern auch noch Remy ab. Hallo? Dann hätte sie auch gleich unten warten können. Aber, dass Rohey in diesem Moment keinen Bedarf hatte Witze zu reissen, zeugte nur davon, dass sie den Ernst der Lage längst durchschaut hatte.
Es gab vermutlich drei wichtige Aspekte, die Gambit das Leben heute Abend retten würden: Rohey hatte einmal Ärztin werden wollen, sie hatte verdammt viel Zeit mit Hank in den Subs verbracht, um verschiedene Gifte zu studieren und drittens hatte sie einen Teil dieser untersuchten Gifte selbst beigesteuert. Wenn Mr. Italian 2006 also meinte, er wäre der Giftmischer vom Dienst, durfte er gerne mal versuchen sich mit Rohey zu messen.
Wenn man den Vergleich zu Gift- und Kartenmischer zog, war Roheys Absprung wirklich sehr eleganter Natur. Wenn sie das Zischeln noch ein wenig mehr unterdrückt hätte, wäre vermutlich nicht einmal aufgefallen, dass sie ihr Knöchel bei der Landung in Mitleidenschaft gezogen worden war. Aber das interessierte zugegebenermassen kaum jemanden in diesem Moment.
Konnte Scott mal jemand erklären, dass man Beweismittel nicht so durch die Gegend schoss? Es dauerte immerhin einige Sekunden - und bei Gift konnten sie überlebenswichtig sein -, bis sie das Messer gefunden hatte und der Substanz darauf eine kurze - sehr eigenwillige - Untersuchung zukommen liess.
Neben Remy niederkniend, zog sie den Reissverschluss ihres Anzuges auf und griff in eine Innentasche, um eine flache Metallbox heraus zu fischen. Nein, sie wollte jetzt keine Rauchen - auch wenn sie Logans Wunsch nach einer Zigarre in Stresssituationen mit einem Mal nachvollziehen konnte. Die Box enthielt eine ganze Sammlung kleiner Glaszylinder mit verschiedenen Beschriftungen und einige Kanülen.
1,2 oder 3 - ob du das richtige Antidot gegeben, findest du heraus wenn dein Patient noch am Leben.
Remy sollte sich übrigens nicht einfallen lassen über einen eventuellen blauen Fleck zu meckern. Rohey war Sanitäterin, keine Ärztin - da durfte sie schon mal in der Hektik ein Blutgefäss durchstechen.
~Kurt? Kannst du Remy in den Jet bringen?~ Zumindest sollte der Cajun nach diesem Sturz nicht auch noch unnötig durch die Gegend getragen und geschüttelt werden. Übrigens sollte man Kurt zu einem Orden vorschlagen: Der Hüpfer vom Genethicsfeld!
Das Logan schlechte Laune hatte, war nun nicht mehr zu übersehen. Kurt warf Scott einen weiteren fragenden Blick zu, ließ diesmal jedoch nichts von sich hören. Nachher würde es sicherlich noch Zeit zum Reden geben und vielleicht, nein, besser hoffentlich, hatte sich Logan dann soweit wieder gefangen, dass er reden konnte, ohne dass er dem potentiellen Fragesteller an den Hals ging und ihn womöglich erwürgte.
Logans Wut schien die Gegner buchstäblich platt zu machen, jedenfalls zog sich Kurt immer weiter aus dem Kampfesgeschehen zurück, um nicht selbst von Logan von den Füßen gerissen zu werden.
Roheys Anweisung riss ihn aus seinen Gedanken. Er tauchte neben ihr auf und kniete sich neben Gambit auf den Boden.
Das er sie womöglich errschreckt hatte mit seinem Auftauchen war eben so. Seine Mutation war halt dazu da, dass man den Überraschungseffekt nutzen konnte.
"Wie geht es ihm?", fragte er leise, bevor er vorsichtig die Arme unter Gambits Körper schob, um ihn so zu fassen, dass er ihn transportieren konnte.
~Sobald du aus dem Gebäude bist, zünde die Sprengladungen, Charge. Beeil dich.~
Ok, das war eine klare Aussage, wahrscheinlich hatten die da oben alles im Griff und ihre primäre Aufgabe war erledigt. Lewis befand sich in ihrer Gewalt und alle wichtigen Unterlagen waren sicher gestellt. Es hatte also keinen Sinn das Ganze noch weiter hinaus zu zögern. Und da er außer jenem einen Wachmann hier unten auf keinen weiteren mehr gestoßen war, konnte er sich fast schon in aller Gemütlichkeit um den letzten Sprengsatz kümmern. Die Wunde von vorhin war schon am Verheilen, aber bis er an die Begegnung nicht mehr bei jedem Atemzug erinnert wurde, dass würde noch ein Weilchen dauern. Und von daher war es gut, dass es hier unten kaum zu nennenswerten Feindkontakten gekommen war. Ein paar Weißkittel hatten bei seinem Anblick zwar fluchtartig das Weite gesucht, aber keiner hatte ihn zum Kampf gefordert. Wie passend doch der Text von New Model Army war.
Well we know what makes the flowers grow - but we don't know why
And we all have the knowledge of DNA - but we still die
We perch so thin and fragile here upon the land
And the earth that moves beneath us, we don't understand
So we rush towards the Judgement Day, when She reclaims
A toast to the Luddite martyrs then, who died in vain
Down at the lab they're working still, finishing off
How do we tell the people in the white coats
Enough is enough?
Ch: Hey, hey I listen to you pray as if some help will come
Hey, hey She will dance on our graves when we are dead and gone
Nun, diese Aktion würde ihnen vielleicht zeigen, dass es genug war. Die Mutanten hatten Zähne und sie würden sich ab jetzt immer wieder und tiefer in das Fleisch der Weißkittel schlagen.
So, der letzte Sprengsatz war angebracht und das bedeutete, dass er sich auf den Rückweg machen sollte. Ok, Cyclops, der letzte Sprengsatz ist positioniert. Zieht Euch zurück, ich komme jetzt raus werde dann die Detonation initiieren. Der Fernzünder hing sicher an seinem Gürtel. Ihn zu benutzen, bevor er draußen im Sicheren war, wäre einem Selbstmord gleich gekommen. Und wenn er etwas war, dann nicht suicidal. GENETHICS sollte vernichtet werden und mit ihnen alle die daran beteiligt waren. Und er war es Fiona und Kilian schuldig, das bis zum Ende durchzustehen. Ungehindert kam er zu seinem Ausstiegspunkt. Jetzt waren es noch gerade mal 5 Meter durch diesen schmalen Schacht und dann war er draußen und konnte das Feuerwerk starten. Es würde zwar immer noch bedeuten, dass er ziemlich rennen musste, aber das sollte ja nicht so schwierig werden, wenn die anderen draußen wirklich ganze Arbeit geleistet hatten.
GENETHICS würde erwachen und sich entweder zurückziehen und wie ein geschlagener Hund in die Ecke verkriechen, oder aber sie würden zum Kampf rüsten. Beides war von Vorteil, denn ein übereifriger Gegner machte Fehler. Und dann war er leichter zu besiegen. Und GENETHICS hatte es verdient für all die Dinge, die sie getan hatten. Die Toten waren noch nicht einmal die größten Opfer. Was war mit jenen, die ähnlich ihm selbst durch das rigorose Trainingsprogramm gelaufen waren und deren Leben niemals normal sein würde? Oder jenen, die extra geschaffen worden waren, um die kranken Phantasien von Lewis und den anderen zu befriedigen? Ihr kleines Geschenk würde ihren Feinden klar machen, dass sie sich möglicherweise stärkere Feinde gemacht hatten als sie erwartet hatten. Und da die Explosion vollkommen natürlich… also mit Hilfe von Sprengstoff passierte, konnten sie es auch nicht so leicht auf Mutanten schieben. Der einzige Wehmutstropfen dabei war, dass oben ein ganz klarer Einsatz von Psi-Kräften statt gefunden hatte. Aber wie sollten die anderen aus seiner Gruppe auch anders agieren, wenn sie es doch nie gelernt hatten. Viele von ihnen waren Pazifisten oder aber so sehr im Umgang mit ihren Kräften vertraut, dass es ihnen wohl fast schon zur zweiten Natur geworden war, eben diese einzusetzen. Wer von ihnen hatte die militärische Ausbildung durchlaufen, die er dank GENETHICS hatte? Eigentlich eine Ironie des Schicksals, dass eines ihrer alten Werkzeuge jetzt genutzt werden konnte, um ihnen selbst zu schaden. Aber wie hieß es doch so schön: Those who live by the sword will die by the sword.
Es ging an alle in seinem Team, so dass jeder darüber informiert war. Logan wusste schließlich, wie jemand aussah, der tot war. Scott zweifelte nicht an seiner Aussage. Und er glaubte auch keine Minute daran, dass der andere Scherze mit ihm trieb, denn Wolverines Gesicht sprach Bände. Und nicht nur das; er holzte einige Angreifer einfach um und wütete wie ein Berserker. Padraig sollte später keinerlei Probleme mehr haben, aus dem Gebäude heraus zu kommen.
Scotts Blick fiel auf Nightcrawler, der kurz darauf verschwunden war und neben Gambit wieder auftauchte. Rohey wollte den Cajun also teleportieren lassen. War es doch ernster, als Scott anfangs angenommen hatte? Als Logan schließlich zum Tor stapfte und Kurt mit Remy verschwunden war, schickte Scott mit einer kurzen Anweisung Kassander gleich nach, ehe auch er sich mit Rohey zurückzog.
"Geh schon vor und sorge dafür, dass Wolverine den Jet auch startet und nicht demoliert." Er lächelte Rohey sogar kurz zu, auch wenn ihm alles andere als danach war. Auch Scott hatte Kassanders Unterlagen bemerkt, die er unter dem Anzug versteckt (?) gehalten hatte. Es gab in jedem Fall noch einige Fragen, die geklärt werden mussten - auch wenn Scott sich das Bild zusammenreimen konnte, doch er musste genauer wissen, was vorgefallen war.
Scott selbst wartete vor dem Tor auf Padraig. Es war ganz klar, dass er nicht ohne irgendjemanden aus dem Team gehen würde. Sein Blick schweifte über den Hof. Einige Angreifer hatten sich nach Wolverines Wutaktion zurückgezogen, einige andere lagen noch immer bewusstlos auf dem Asphalt. Es war schon recht automatisch zu nennen, dass Scott die Hand an den Visor legte, wenn er etwas hörte, doch ließ er sie wieder sinken, als er Padraig aus dem Gebäude rennen sah. Dass das Team natürlich trotz allem ihre Fähigkeiten eingesetzt hatten, lag in der Art des Angriffs von Genethics - und auch Padraig hatte natürlich mit eigenen Fähigkeiten gekontert (die letztlich wohl nur nicht ganz so offensichtlich waren wie beispielsweise Scotts Beam). Da keine Kameras mehr existierten, war es allerdings gar nicht von Belang.
Scott wartete auf Padraig. Dass der jedoch rannte, als wäre der Teufel hinter ihm, konnte ja nur heißen, dass das ganze Ding gleich in die Luft flog. Und so rannte Scott den Rest des Weges zurück zum Jet ebenfalls. Er konnte die Explosion lautstark hören, als sie die Lichtung erreichten und er dem anderen die Hand auf die Schulter legte, um ihn durch die Luke zu schieben. Waren alle da? Und war Rohey auf dem Pilotensitz? Denn Logan traute er es noch immer nicht zu, den Jet zu fliegen. Er musste erst einmal wieder zu Atem kommen, während sie das Gelände überflogen.
"Was ist mit Remy? Geht's ihm gut? Er wird doch wieder, hm?"
Und allen musste bewusst sein, was er als nächstes fragen würde; WIE zum Henker war Lewis zu Tode gekommen?! Sonderlich zufrieden sah er nicht aus - auch wenn er keine Träne um den Wissenschaftler vergießen würde und es ganz bestimmt nicht tragisch finden würde, wenn dieses Labor für immer geschlossen wurde. Die Frage war nur, welche Konsequenzen das alles haben würde. Doch nun ging es erst einmal wieder zurück zum Institut.