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Dieses Thema hat 54 Antworten
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Gambit Offline

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Beiträge: 818

14.08.2006 17:44
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Aufmerksamkeit war die Quintessenz eines jeden Diebes, das hatte Gambit als eine der ersten Lektionen seines jungen Lebens in den Strassen von New Orleans gelernt. Lange, bevor er seine erste Karte in den Fingern hielt. Man konnte noch so talentiert und geschickt sein, wenn man nicht aufmerksam war und sich seine Umgebung ständig ins Bewusstsein rief, fand man sich früher in einer Gefängniszelle oder einem Jugendheim wieder, als man bis drei zählen konnte.

Die späteren Jahre hatten ihn vieles andere gelehrt, aber Aufmerksamkeit war und blieb immer das erste Gebot, egal ob er allein unterwegs war oder bei den X-Men. Selbst Scott hatte ihnen damals in unzähligen Simulationen immer wieder eingeschärft, wie wichtig es war, auf jedes noch so kleine Detail zu achten.

Und es machte sich bezahlt, wie auch in dieser Situation. Die ausholende Bewegung von Mr. Darts war unmissverständlich, ebenso das Ziel, da er die Karten aufmerksam fixierte. Gambit zweifelte nicht daran, dass er es schaffen würde, mindestens zwei von seinen leuchtenden Wurfgeschossen zu erwischen. Dass er gleich alle vier traf, war um so überraschender - und gleichzeitig auch verheerender. Jeder der Dolche stellte ein materielles Hindernis dar und das allein genügte, dass die Karten ihre Ladung freisetzten.

Die vier Explosionen kamen in kurzer Folge und auf halber Strecke zwischen dem Cajun und seinem neuen Gegner. Sie waren nicht einmal besonders laut, aber sie genügten um in Remy den ersehnten Adrenalinkick freizusetzen. Oh ja, nun war er ganz in seinem Element.

"Awww, irgendwas sagt mir, dass du diese Hand nicht mochtest. Vielleicht war es auch einfach nicht dein Spiel, eh?"

Noch während er sprach, bewegte sich Gambit auf Mr. Darts zu. Natürlich war es nicht jedermanns Sache, während eines Kampfes zu reden, aber für ihn gehörte es einfach dazu. Ausserdem konnte er seinen Gegner so zwingen, sich auf ihn zu konzentrieren. Es ging allein um Aufmerksamkeit. Denn während Remy noch redete und weiter auf den anderen zuging, huschten seine Blicke über das Schlachtfeld, um sich zu vergewissern, wie die anderen zurechtkamen. Im Moment schien jeder die Hände voll zu haben, aber doch irgendwie zurecht zu... Merde!

Gambit hatte Rohey erspäht, und wie sie in diesem Augenblick von Erde umgeben und eingeschlossen wurde. Brauchte sie Unterstützung? Würde sie es allein schaffen? Er könnte ihr natürlich helfen, allerdings gab es da noch jenes winzige Problem namens Mr. Darts, der jetzt nur noch halb so weit entfernt war wie zuvor. Und er stand direkt im Weg.

"Alors, spielen wir eben etwas, was dir gefällt."

In einer fliessenden Bewegung stellte Remy sich seitlich zu seinem Gegner, so dass die linke Schulter zu ihm zeigte. Den Quarterstaff hielt er fest in der rechten Hand, dem Gegner abgewandt. Das Metall schmiegte sich gegen seine Seite und zweifelsohne würde der Andere das Ende des Stabes hinter Gambits Schulter hervorragen sehen. Doch der Cajun hob lediglich die linke Hand und winkte Mr. Darts überheblich näher, ein gewinnendes Lächeln auf den Lippen.

"Come on, mon ami! Dein Spiel."

Nightcrawler Offline

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Beiträge: 163

14.08.2006 18:00
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Er unterdrückte ein schmerzvolles Keuchen, als sich die scharfen Krallen seiner Gegenspielerin durch seinen Anzug bohrten und das darunterliegende Fleisch wirklich aufritzten.
Er versuchte das Brennen unter seinem Anzug zu ignorieren und fixierte den Blick seiner gelben Augen auf den sich öffnenden Mund der gar nicht netten Fledermausdame, deren Zähne ihn an diese Gestalten aus den unzähligen Vampirfilmen erinnerten. Nicht, dass er das toll fand, wäre er ein Mensch, so fände er diese Situation wahrscheinlich unheimlich, aber er hatte Vampire noch nie gemocht und diese Dame gab sich nicht gerade Mühe diesen Zustand zu verändern - okay...Batman mochte er auch nicht...schließlich handelte es sich bei ihr ja eher um einen Abklatsch dieses Superhelden - oder war der Superheld eher durch Mutanten wie sie entstanden?
Er schüttelte diese überflüssigen Gedanken ab. Jetzt war wirklich nicht der Moment solchen Irsinn zu durchdenken.

Seine Finger schlossen sich um den Hals seiner Gegnerin und er versuchte ihren Kopf so von sich wegzuhalten und außerdem durch Druck ihr vielleicht die Luft abzuschnüren - nun ja, vielleicht schaffte er es ja auch, sie zu erwürgen, obwohl das Biest diese Absicht sicherlich voraussehen würde.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

15.08.2006 16:45
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Dieser Kampf mochte für den einen Spaß, für den anderen Bewährungsprobe, für den Letzten strategisches Taktieren sein, aber schließlich mussten sich alle darüber klar sein, dass dies keine Simulationen waren und sie gegen Mutanten kämpften, die nur darauf trainiert waren, ihresgleichen auszuschalten. Merkwürdig, dass diese Mutanten nur darauf gewartet hatten, sie in den Hof spazieren zu sehen. Irgendwie kam Scott das alles faul vor. Ob sie doch einen Maulwurf im Institut hatten? Das würde wiederum bedeuten, dass eben dieser Spion bei der Besprechung dabei gewesen wäre... und heute nicht anwesend war. Oder doch? Logan hatte Padraig lange nicht vertraut. Wie stand es mit Kassander? Scott konnte zweifelsfrei von ihm sagen, dass er nicht ganz bei der Sache war. Irgendetwas schien er vorzuhaben. Natürlich konnte er sich nicht darum kümmern, aber er konnte die Situation überblicken. Sein Schlag traf Kieferknochen, die hörbar knirschten, aber da hatte er den Arm schon zurück gezogen und rammte einem anderen die Elle gegen die Schläfe. Er trat einen Schritt zurück und verlagerte sein Gewicht auf das linke Bein.

Cait?

Sie war schizophren, nicht wahr?
Was, wenn ihre andere Persönlichkeit Dinge getan hatte, die Cait selbst nicht überblicken konnte? Scott ärgerte sich über seine Gedanken, denn in erster Linie ging es im Team um Vertrauen. Dass er dieses im Moment so gar nicht hatte, war entweder ein Anzeichen für äußere Schwierigkeiten oder eigene Inkompetenz. Irgendjemand zog ein Messer, denn Scott sah die Klinge hellrot spiegeln. Die Schläge hatten überwiegend darauf abgezielt, ihm den Visor von den Augen zu reißen. Es war ihnen nicht gelungen, trotz ihres Telepathen, der sich etwas zurück gezogen hatte, wie Scott feststellte. Hatte er sich nun ein anderes Ziel gesucht? Sein kurzer Rundumblick machte Padraig aus. Wussten die etwa, was er vorhatte?

Eine andere Frage war, wie lange konnte Padraig seine gespeicherte Energie halten, um sich selbst über dem Abgrund schweben zu lassen? Die Schwerkraft war stark, denn der Riss klaffte schon einige Meter tief. Ein paar Rohre und Leitungen waren dort unten auszumachen, aber dann wurde es zu dunkel, um noch mehr erkennen zu können. Ob dort unten noch irgendetwas war, das nur auf den günstigen Zeitpunkt lauerte? Fast hätte man es annehmen können. Da Rohey von den Erdschichten umschlossen war, widmete sich ihre Angreiferin nun Padraig und wie bereits demonstriert, wuchs ein Erdwall wie eine Wand vor den drei Soldaten in die Höhe, so dass Padraigs Kugeln in Geröll und Erde eindrangen und dort stecken blieben. War das Magazin schon leer? Vielleicht sollte er einfach schauen, dass er woanders hinkam, denn eben dieser Wall wuchs zu einer impostanten Größe, die letztlich bröckelte und in riesenhaften Felssteinen auf ihn zurollte. Man hätte ein Schild mit Lawinengefahr aufstellen sollen. Aber vielleicht merkte Padraig ja, dass sich die Erdmassen zwar in Bewegung setzten, alles aber ein wenig langsamer vonstatten ging. Wahrscheinlich hatte er doch einen der Drei (vielleicht sogar die Frau?) getroffen. Sich jetzt allerdings allzu siegessicher zu sein, war trügerisch. Vor allem, da ein recht großer Felsbrocken auf ihn zurollte. Vielleicht war es doch eine blöde Idee gewesen, seine Energie zum Schweben zu verwenden und jetzt dafür zerquetscht zu werden.

Aufmerksamkeit, Konzentration.
Ja, das waren die Schlagworte, die einen Kampf ausmachten. Nur wer seinem Gegner einen Schritt voraus war, wurde nicht überrascht. Aber jede Situation erforderte auch flexibles Handeln, denn kein Kampf glich dem anderen aufs Haar genau und Unvorhergesehenes konnte trotz guten Trainings immer passieren. Allerdings war der Dartspieler nicht allzu überrascht, dass der Cajun auch seinen Stiletti sorgenfrei ausgewichen war. Vielleicht zu sorgenfrei. Mit einem leichten Grinsen sah er dem Anderen entgegen und erwiderte: "Im Gegenteil, Signore. Ich hatte ein gutes Blatt!" Sein Mantel schwang auf, als er darunter griff, kurz blitzten einige Dolche und Wurfsterne auf, während er Gambits Posen Zeit gab. Er fuhr sich mit der Zunge über den Schneidezahn, der ebenfalls silbern auffunkelte. Nein, er würde Gambit keine Zeit lassen, sich anderen Kämpfen zuzuwenden, denn kaum hatte er Haltung eingenommen, als er auch schon wie auf einem Jahrmarkt von seinem italienischen Gegner beschossen wurde. Es waren kleine Wurfsterne, die sich in der Luft teilten und ihre Flugbahn änderten. Der Italiener schoss für den Anfang drei von ihnen ab, so dass es Gambit letztlich mit neun Geschossen zutun hatte. Natürlich warf er sie in einer Handbewegung auf den Cajun und konnte die Distanz so berechnen, dass die Geschosse sich erst kurz vor Eintreffen des Ziels teilen würden. Gambit sah sich also erst drei Geschossen entgegen... hoffentlich wähnte er sich nicht schon in Sicherheit.

Dafür gaben Kurt und die Dame wohl ein selten bescheuertes Paar ab! Hätte Scott einen Fotoapparat dabei gehabt, wäre es wirklich ein Bild wert gewesen. Sie waren beide irgendwie dunkle Gestalten, wenn man sie sich ansah, aber im Gegensatz zu Nightcrawler war Miss Fledermaus auch noch hinterhältig genug, ihm ihre Krallen tiefer zu treiben. Vielleicht glaubte sie ja, dass er vor Schmerzen von ihr ablassen würde. Allerdings merkte sie bald, dass es wohl eher das Gegenteil bewirkte, so dass sie den Mund weiter öffnete und einen tonlosen Schrei aussandte. Jedenfalls war dieser Schrei für Kurt nicht hörbar, doch kurz darauf sah man kleine Fledermäuse durch die Abendluft flattern, die ihn angreifen wollten. Sie verbissen sich in seinen Kopf und hieben die kleinen Krallen in seine Kopfhaut. Tatsächlich japste die Dame schon nach Luft, auch wenn sie Kurt das Knie ganz uncharmant zwischen die Beine hieb ...man konnte Nightcrawler nur wünschen, dass er sich vorzeitig verdünnisiert hatte - so im wahrsten Sinne des Wortes.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

15.08.2006 17:14
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Verdammt, die waren wirklich gut. Aber nicht unbesiegbar. Und es konnte durchaus sein, dass sie keine Ahnung hatten, was ihre Kräfte alles vermochten. Gut, das Selbe galt auch umgekehrt. Aber als die Erdwand sich immer höher vor ihm auftürmte, beschleunigte er seinen Rückzug. Scott brauchte sich um seine Energiereserven gar keine Sorgen zu machen. Immerhin hatte Pad in den letzten Tagen seine Kräfte eher zurückgehalten und so oft wie es nur ging nachgetankt. Außerdem hatte er in den letzten Jahren durchaus gelernt ökonomisch zu fliegen. Und solange er sich nicht auf ein Luftgefecht einließ, hätte er den Schwebezustand Stunden lang beibehalten können.

Seine Angreifer hatten sich selbst ein Bein gestellt, denn die drei konnten ihn nun gar nicht mehr sehen. Das gab ihm Zeit, das leer geschossene Magazin zu wechseln. Er war nicht mehr weit weg von seinem Einstieg in die Unterwelt von GENETHICS und wenn er Glück hatte, dann konnte er ihnen entwischen, ohne das sie sofort wussten, wo er war. Andererseits schienen sie ihnen aufgelauert zu haben. Was wohl bedeutete, dass GENETHICS von ihrem Vorhaben gewusst hatte.

Es war jetzt müßig darüber nachzudenken. Etwas anderes gab es jetzt zu berücksichtigen. Wenn ihre Feinde von ihrem Plan wussten, dann würden sie nicht zulassen, dass die Sprengsätze detonierten. Irgendwie musste man sie daran hindern, rechtzeitig die Zünder unschädlich zu machen. Und das ging eigentlich nur, wenn er seinen Plan ein wenig veränderte. Die Detonationen würden nicht gleichzeitig geschehen, sondern nacheinander hochgehen. Und das würde ihm nicht viel Zeit lassen. Scott, es scheint so, dass unser unangekündigter Besuch ins Wasser fällt. Ich werde mit Sicherheit nicht genügend Zeit haben, alle Sprengladungen anzubringen und dann in aller Ruhe abzuhauen. Sorge dafür, dass keiner unserer Gruppe in der Nähe des Labors ist. Du kennst die Reihenfolge, in der ich die Ladungen montieren wollte. Das wird die Reihenfolge der Explosionen sein. Drück mir die Daumen. Das Comlink war doch eine sehr clevere Sache. Besonders da Padraig diese Information gezielt an Scott weitergegeben hatte. Wenn wirklich ein Maulwurf unter ihnen war, dann mit Sicherheit nicht Scott. Auch Logan war über jeden Zweifel erhaben. Aber die anderen?

Und mit diesen Gedanken war er bei seinem Einstiegspunkt. Falls er Pech hatte, oder aber ihre Baupläne nicht korrekt waren, dann hatte er gleich ein sehr großes Problem. Andererseits hatte er auch ziemlich viel Problemlösungsmittel dabei. Die Sprengkraft sollte reichen, dass er selbst mit einer Detonation and er richtigen Stelle genügend Schaden anrichtete. Aber die Verteilung an mehrere strategische Orte würde eine viel höhere Wirkung zeigen. Zumindest rein theoretisch.

Nightcrawler Offline

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Beiträge: 163

15.08.2006 17:31
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Der Schmerz machte ihn rasend. Hatte er vor Schmerz geschrien? Oder war es nur ein Ausruf der Wut gewesen, die ihn erfasste, während die Fledermausdame ihm ihre Krallen immer tiefer ins Fleisch bohrte.
Er hatte schon vorher in Kämpfen Zorn in sich aufflackern gespürt, meist weil sie ihm so sinnlos erschienen und er sich in solchen Momenten plötzlich fragte, warum Gott diese Qualen zuließ und nicht einfach einen Blitz vom Himmel schickte, der allem ein Ende bereitete.

Die Antwort war klar: Warum sollte sich der allmächtige Vater in solche Zwiste einmischen. Es ging ihn nichts an. Er hatte seine Kinder auf die Welt geschickt, um dort zu leben, eigenständig und in voller Verantwortung ihres Handelns. Einzig seine behütende Hand hielt er über einem, jedenfalls hoffte Kurt inständig, dass es in diesem Moment auch so war.

Der sich öffenende Mund vor ihm ließ ihn den eigenen Kopf noch weiter nach hinten überstrecken. Doch seine Gegnerin versuchte nicht, ihn zu beißen. Erst als die erste winzige Kralle sich in seine Ohren krallte und kurz darauf ein spitzer Zahn in das weiche Fleisch drang, ahnte er, was sie getan hatte.

"Ahhh...", machte er nur. Der Schmerz war langsam wirklich zuviel und er merkte, dass er verlieren würde, wenn das so weiter ging.
Er musste weg, ganz gleich, was dann geschah, aber erst einmal einen anderen Ort suchen und von dort neustarten.
Schwefel und dunkler Rauch waren es,in welche die Fledermausdame daher kurzzeitig eingehüllt wurde, als Kurt sich ein zweites Mal teleportierte.
Ihre Krallen rissen etwas Fleisch aus den Stellen, in denen sie einen Augenblick vorher noch gesteckt hatten. Der Anzug war an den Stellen zerrissen und das Blut rann aus der Wunde.
Auch seine Wangen und die Kopfhaut hatten kleine Schnittwunden, die das Haar verklebten.
Wenige Meter neben ihr tauchte er wieder auf in einer hockenden Haltung, die Augen immer noch auf sie fixiert.
Er wagte einen schnellen Rundumblick. Den Anderen erging es nicht besser, doch im Moment konnte er nichts für sie tun.
Erst einmal etwas zur Ruhe kommen und versuchen diesen brennenden Schmerz zu ignorieren.
Übungen im Dangerraum schön und gut, aber das hier war leider die Wirklichkeit...

Kassander Offline

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Beiträge: 1.650

15.08.2006 17:47
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Was?? ER sollte ein Maulwurf sein?! Ja hatte Scott denn einen Schaden? Wie gut, dass er dessen Gedanken nicht wahrnahm. Okay, er hatte sich jetzt immer ganz dezent im Hintergrund gehalten, aber das hieß nicht, dass er was mit Genethics zutun hatte. Im Gegenteil; er hatte noch eine ganz persönliche Rechnung offen. Und er musste einfach absolute Sicherheit darüber haben, was diese Bastarde Ororo damals wirklich angetan hatten. Das Kind, das sie trug, war nicht von Genethics... also was hatten die dann mit ihr gemacht? Darüber hinaus war er Logans Sohn und auch wenn er es nicht so mit Familienbande hatte, so würde er das X-odus Team niemals verraten.

Zudem hätte Padraig Rohey durchaus mal helfen können, Mensch! Musste man immer alles selbst machen?! Ach ja, da war ja noch der Adlertyp! Sperrt die Vögel in den Käfig! Wenn Tauben tief flogen, gabs schlechtes Wetter. Galt das auch für tieffliegende Adler? Den Zaun dort drüben brauchte Genethics nicht mehr, oder? Aber was fragte er eigentlich überhaupt noch nach... mit einer Handbewegung riss er ihn aus der Erde. Ihm fiel erst später auf, dass dieser da reinbetoniert gewesen war, was Kassander Kräfte kostete. Dennoch verbog er den Zaun so, dass er die Form eines Fangnetzes hatte. Das alles musste schnell gehen, denn der Adler hatte ja bekanntlich gute Augen und zudem bekam Rohey unter der Erdschicht keine Luft. Kassander flocht noch einige Schlaufen in den Zaun und bevor Mr. Federflug sich auf ihn stürzen konnte, hatte er ihn im Sack! Eh... Netz! Die Schlaufen schlossen sich um die Federn, bis sich der andere gar nicht mehr bewegen konnte und wie ein Stein zu Boden fiel.

"Wer hoch flieg, fällt tief!"

Öhm... Gambit färbte auf ihn ab! Ganz eindeutig. Er würde ihn aber erst später dafür schlagen, denn jetzt musste er sich um Rohey kümmern. Wenn er nur wüsste wie. Tatsächlich verschloss sich den drei Soldaten die Sicht, so dass sie wohl auch nicht Kassander sehen konnten. Sollten sie sich ruhig erst einmal ihre Wunden lecken. Kass betastete die Erdschicht, als er dort ankam. Sollte er sie jetzt mit bloßen Händen freibuddeln? Bescheuert, Kass! Eindeutig bescheuerte Idee!

"Rohey?!"

Hmpf! Er brauchte irgendwas, womit er... Kassander sah sich hektisch um, aber er fand einfach NICHTS! Hier waren nur Gebäude aus Beton und er konnte die eingearbeiteten Pfeiler nicht aus der Mauer reißen - wer wusste schon, ob sich dahinter nicht Unschuldige aufhielten? Okay, diese scottschen Gedanken sollte er auch sein lassen, aber niemand vom Team wusste wirklich, ob Genethics aufgehört hatte, die Versuche an Mutanten fortzuführen. Mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht! Und dann fiel ihm doch etwas ins Auge. Oder besser gesagt; Jemand! Durfte er Papis kleines Spielzeug mal fürn Momentchen ausleihen, ja? Nur ganz kurz, dann durfte er ihn wiederhaben.

Erneut streckte er den Arm aus und der Koloss, der eben noch Logan angefallen hatte, wurde unweigerlich nähergezogen. Sollte er ruhig mit den Armen rudern, Kassanders Anziehung (ja, er war halt unwiderstehlich) sorgte dafür, dass sich der riesenhafte Stahlkörper beschleunigte und direkt auf ihn zuhielt. Vielleicht nicht die feine Art, jemand anderen als Rammbock zu verwenden, aber der Typ bekam später auch einen Lutscher von Onkel Kass. Im letzten Moment trat er etwas zur Seite, so dass der Typ gegen die Erdmassen krachte. Das wiederholte Kassander so oft, bis die Erdschichten bröckelten. Hatte der Stahlkoloss schon Kopfschmerzen? Das tat ihm...aber so gar nicht Leid! Schließlich schleuderte er den Brocken einfach wieder in Logans Richtung, sollte er sich letztlich noch um ihn kümmern, denn Kassander buddelte Rohey tatsächlich noch mit den Händen aus, bis er ihren Arm greifen und sie rausziehen konnte.

"Du hättest mich ruhig zu deiner Beerdigung einladen können. Alles okay?" Er packte ihr Kinn und musterte sie, während er ihr das erdige Haar zurück strich. "Spuck den Scheiß aus, Rohey." In diesem ganzen Getümmel - irgendwie kam es Kassander so vor, als würde die Welt gerade untergehen - würde es nicht auffallen, wenn er sich nun abseilte, oder? Ja, Scott hatte in einem durchaus Recht gehabt, denn er war etwas unkonzentriert gewesen. ~Dad? Komm her und kümmer dich um Rohey!~ Er klopfte ihr auf die Schulter und kam wieder auf die Beine, um über den Erdwall zu springen und auf das Nebengebäude zuzuhalten. Mit einem Blick zurück vergewisserte er sich, dass die anderen zurecht kamen, ehe er eine Stahltür aus der Verankerung riss und ins Gebäude eindrang.

Sein Ziel?
Lewis' Büro.

Gambit Offline

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Beiträge: 818

16.08.2006 02:14
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Dass Mr. Darts und er sich irgendwie zu ähnlich sein könnten, dämmerte Gambit erst in dem Moment, in dem der andere seinen Mantel (!) öffnete und die Wurfgeschosse aufblinkten. Und plötzlich tauchten dunkle Erinnerungen in seinem Kopf auf, Gedanken, die er lange, viel zu lange verdrängt hatte.

Es gab tatsächlich eine Person, die besser mit Wurfgeschossen umgehen konnte als Gambit. Ein Krimineller, ein ehemaliger Söldner, der sich selbst Bullseye nannte und in den Staaten wegen mehrerer Straftaten und Morde gesucht wurde. Remy war diesem Mann ein einziges Mal begegnet - und er hatte gegen ihn verloren. Bullseye hatte ihn mit einem Sai aufgespiesst und dabei mehrere seiner inneren Organe lebensgefährlich verletzt. Es war schieres Glück, dass er sich davon wieder vollständig erholt hatte, doch die Narbe an seinem Torso war nach wie vor sichtbar.

Diese Begegnung hätte Remy LeBeau damals eine Lehre sein sollen, zumal der andere kein Mutant war. Er war nie auf einem der Scans von Cerebro aufgetaucht, was nur den Schluss zuliess, dass er ein normaler Mensch und einfach besser im Umgang mit Wurfgeschossen war als Remy. Was für den Cajun nun die Frage aufwarf, wie gut wohl erst ein Mutant sein mochte, insbesondere derjenige, der ihm in diesem Augenblick gegenüber stand. Remys Mutation bezog sich nur auf das Aufladen der Gegenstände, jedoch nicht auf das Werfen an sich. Was also wenn Mr. Darts...

Der Gedanke kam gar nicht erst zum Ende, denn schon flogen die ersten Wurfsterne auf den Cajun zu. Gambits behandschuhte Rechte schloss sich noch enger um den Quarterstaff, als er die Flugbahnen verfolgte. Es waren drei. Sie mit dem Stab abzulenken würde einfach sein, solange sie die Flugbahnen beibehielten, doch Gambit war misstrauisch geworden. Selbst das überhebliche Grinsen war aus seinem Gesicht verschwunden.

Er beschloss kein unnötiges Risiko einzugehen. Mit einer Bewegung des linken Handgelenkes rutschten die ersten Karten aus dem Ärmel nach vorn. Er griff sie, ohne zu zählen, spürte die glatte Oberfläche des dicken Papiers an der Haut seiner Finger und vollzog den Umwandlungsprozess. Es waren nur Karten, von daher dauerte es kaum den Bruchteil einer Sekunde, bis sie wieder in jedem typischen rosé leuchteten. Der Wurf kam locker, aus dem Handgelenk heraus und die Karten flogen den Wurfsternen entgegen. So lange diese ihre Flugbahnen beibehielten, müsste er sie treffen.

Doch hatte er sich zu früh gefreut. Mr. Darts warf wirklich verdammt gut, und so zerfetzte er lediglich einen der Wurfsterne, während die restlichen Karten in der Ferne verschwanden. Die anderen beiden hatten ihn fast erreicht. Gambit hatte sich gedreht, um den Stab mit beiden Händen zu greifen, doch durch die Explosion überhörte er das feine Klicken, mit dem die verbleibenden Wurfsterne sich vervielfältigten. Zu schnell, um sie noch zu zählen. Viel zu schnell.

Das Blut pochte in seinen Schläfen, mehr und mehr Adrenalin durchströmte ihn. Seine Arme und Augen arbeiteten koordiniert zusammen, als es galt, den Stab zu führen und die ersten Geschosse abzulenken. Dann wirbelte sein Körper um die eigene Achse, um den Mantel in die Flugbahn flattern zu lassen. Ein uralter Diebestrick, seit Jahrhunderten praktiziert, um den verbleibenden Wurfgeschossen die Geschwindigkeit zu nehmen.

Es war nur zwei Sekunden vergangen und Remy stand dem Italiener wie zuvor gegenüber. Der Mantel hatte ein paar Löcher zurückbehalten. Den Quarterstaff zierten einige Kratzer mehr, ebenso wie seinen Besitzer, doch im Gegensatz zu Gambit blutete der Stab nicht. Und der Mutant realisierte, dass sich unter all der Selbstsicherheit und den grossen Sprüchen ein doch ziemlich menschlicher Überlebenswille steckte - und all zu menschliche Angst. Sonst vermochte er mit seinem Stab allein die Schüsse einer halbautomatischen Pistole ablenken. Doch jetzt hatte sein Können nicht genügt, um ein paar Wurfsterne aus der Bahn zu werfen? Ja, etwas trübte seine Leistung und es mochte wirklich diese Spur von Angst sein, die in ihm nagte und ihm offenbarte, dass der Andere vielelciht einfach der Bessere war.

Er spürte, wie etwas Warmes an seiner Seite herabrann, klebrig, zäh. Der Schmerz würde später kommen, das wusste der Cajun genau.

"Mein Spiel," murmelte er tonlos als Antwort auf Mr. Darts Attacke und gab sich keine Mühe mehr, sich irgendwie zurückzuhalten. So schnell, wie er beide Hände mit Karten aus den Ärmeln gefüllt hatte, so schnell waren sie auch wieder leer, als der Cajun in einer wirbelnden Bewegung um die eigene Achse zwei Kaskaden von leuchtenden Spielkarten in einer gestreuten Formation auf den Italiener warf. Er selbst hob den Stab auf und lief in einem unberechenbaren Zickzackkurs auf Mr. Darts zu. Mochte ja sein, dass dieser besser war, was den Fernkampf anging. Um so interessanter würde es werden, wenn sie sich in den Nahkampf begaben.

Wolverine Offline

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16.08.2006 14:56
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
„Bist du aber ein hässlicher Kerl.“ Remy musste einfach schlecht auf die Gruppe abfärben, denn nun fing auch noch Logan an zu quatschen. Das sein Gegner mit jener Mutation ausgestattet war, hätte Logan einfach ahnen können und um es mal ganz offen zu sagen. Es machte ihn verdammt wütend. Er hatte jetzt verfluchte Scheiße keine Zeit sich dermaßen lange mit so einem Kerl zu beschäftigen nur weil er ein bisschen Aufmerksamkeit brauchte…eh oder so. Was tat Logan am liebsten? Nein! Nicht das! Das andere. Mit dem Kopf durch die Wand rennen und so wollte er es auch mit seinem Gegner machen, weswegen er mit den ausgefahrenen Krallen auf den guten Kerl einhämmerte, dass er ihn dabei nur kratzte hätte Logan vielleicht zu einer anderen Technik überreden können, tat es aber nicht. Was ihn vielleicht auch noch interessieren würde, wäre ob sich ALLES von diesem Kerlchen mit Metall überzog. Eisenhart bekam da eine ganz neue Bedeutung

Logan war zwar alles andere als eine leichtfüßige Gazelle, aber flinker als sein Gegner war er allemal und deswegen wich er dem Anderen auch gleich aus und umrundete ihn tänzelnder als Ali es getan haben konnte und hieb ihn mit aller Kraft gegen den Hinterkopf, was für Logan selbst natürlich auch eine schmerzende Angelegenheit war.

Allerdings schien es ja irgendwas gebracht zu haben, versehentlich musste Logan irgendeinen Mechanismus ausgelöst haben woraufhin der Kerl sich entschied einfach mal durch die Luft zu sausen und die Erdmassen wegzusprengen. Das war natürlich Quatsch und natürlich erkannte er auch, dass Kassander die Ursache war, aber was fummelte Kassander eigentlich an seinem Gegner herum, eh? ER hätte ihn FAST soweit gehabt. So in 5- 10 Jahren! Aber nein, Kassander musste ja eine Lara Croft Nummer abziehen.

Erst jetzt hatte er Zeit sich auf dem Gelände das sie zum Schlachtfeld gemacht hatten umzusehen. Es schien als hätte ein jeder gut zutun und er vermochte nicht zu sagen ob sie nun die Oberhand hatten oder nicht. Und warum sprachen sich hier eigentlich alle Gegenseitig mit Namen an wenn sie doch Codenamen hatten und warum schwebte Padraig hier so heiter herum? Hatte er doch heimlich seine Düsentriebunterwäche angezogen?

Doch Logans Augenmerk lag natürlich bei Rohey…eh..Toxic. Warum glaubte eigentlich ein jeder das man ihr helfen musste? Weil sie die einzige Frau im Team war? Sie brauchte keine Hilfe. Die Kleine kam nämlich gut allein zurecht und woher Logan das wusste? Weil er sie ausgebildet hatte. Danke für die Aufmerksamkeit. Trotzdem packte er sie an den Schultern und schüttelte sie eher sanft. „Alles in Ordnung mit dir, Kleines?“ Liam würde ihn umbringen wenn Rohey was passierte und wo genau wollte Kassander nun wieder hin? Konnte er mal hier bleiben? Konnte er seine Rambonummer mal verschieben? Er konnte doch nicht einfach allein ins Gebäude marschieren.

Herr, wirf Hirn vom Himmel.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

19.08.2006 14:51
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
~Aye.~

Das war alles, das Padraig als Antwort zu hören bekam. Aber schon als sich Scott einen Gesamtüberblick verschaffen wollte, bemerkte er, dass Kassander nicht mehr auf dem Hof war. Musste man eigentlich ständig auf irgendwelche Leute aufpassen? Und was sollten diese Alleingänge? Es war nicht abgesprochen gewesen und brachte alles mal wieder durcheinander.

"Fuck..."

~Pad... Charge, wie auch immer! ...bringe sie lediglich an, hast du das verstanden? Du sprengst das Ding erst, wenn ich es dir sage.~

Er hatte keine Ahnung, wohin Kassander eigentlich gerannt war und noch immer hatte Scott genug damit zutun, seine Gegner auszuschalten, die wie Pilze aus dem Boden schossen. Aus dem Augenwinkel heraus bemerkte er allerdings, dass auch Kurt Schwierigkeiten zu haben schien.

~Nightcrawler, meinst du, du kannst dich unbemerkt diesem Telepathen dort nähern? Er trägt einen kleinen Earbot, aus dem er seine Befehle bekommt. Nimm ihn ihm ab... und wenn du auch gleich dabei bist; schlag ihn nieder.~

Sollte sich die Fledermaus jemand anderen zum Spielen suchen, Scott musste diese Horde endlich loswerden und der Telepath schien der Schlüssel dazu zu sein. Kurt konnte sich ihm immerhin unbemerkt nähern und der Überraschungseffekt wäre dabei auf seiner Seite.


Gambit sollte Recht behalten. Der Italiener schien den Nahkampf etwas zu scheuen, da er im Werfen eindeutig besser war. Das hieß letztlich jedoch nicht, dass er sich nicht darauf einließ. Anfangs hatte er immer wieder Distanz gehalten, doch je lädierter sein Gegner war, desto eher wagte er sich für den letzten Dolchstoß vor. Noch einmal griff er unter seinen Mantel und zog Stiletti, um die Karten zu treffen. Eine von ihnen traf er jedoch nicht, so dass das Fauchen sowohl Schmerz wie auch Unzufriedenheit bedeuten konnte. Die Karte war an der Wand neben ihm explodiert und hatte Schutt und Stahlsplitter zu kleinen Metallgeschossen ähnlich Schrapnellen werden lassen. Ein blutender Streifen zog sich ihm über die Wange, ehe er einen Salto zurück vollführte und auf einem der Querpfeiler (A.d.A.: extra für Gambit; diese Dinger heißen QuerPFEILER, weil sie KEINE Säulen sind, sondern Pfeiler, die QUER liegen und so groß und lang sind, dass man darauf balancieren kann!), die das Gelände unterteilten, landete. "Dann komm' doch." Keine Zickzacklauferei, hier hatte man Balance zu halten und nicht jede Drehung wäre möglich. Der Italiener zog einen silbernen Stab heraus und fragte sich, wie lange Gambit mit dem Gift im Körper kämpfen konnte. Wie lange dauerte es wohl, bis es ihn in seinen Bewegungen lähmte? Ein seichtes Schmunzeln huschte über seine Züge, als er dem Anderen entgegen sah und mit einem Handgriff verlängert sich der Stab an beiden Enden, der an seinen Seiten ähnlich mancher Quarterstaffs etwas spitzer zulief. Eine einzige Gravur spiegelte sich im Silber; es war eine Schlange, die sich um den Stab wand. Mit leicht gesenktem Kopf erwartete er den ersten Angriff.

Adam Lewis Offline

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Beiträge: 30

19.08.2006 15:10
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
"Gott verflucht! Haltet sie doch auf! Es kann doch nicht so schwer sein..." Lewis fuhr sich in einem Anflug von Nervosität über die Lippen und starrte auf die Monitore vor ihm, deren flimmernde Bilder sich in seine Netzhaut brannten. Er musste fort, das war sicher. Nur noch wenige Minuten und sie waren im Gebäude, so viel stand fest. Er musste New York benachrichtigen. Adam Lewis bedauerte den Tod seines langjährigen Freundes Henry Bedfort. Dessen Sohn war ein skrupelloser Geschäftsmann, der über Leichen ging. Nicht dass Lewis sich mit dieser Art Menschenschlag nicht auskannte, denn immerhin war ihm dies selbst nicht fremd, doch Allan Bedfort war unberechenbar und das machte ihn gefährlich. Lewis stieß einen der Wachleute zur Seite und rannte durch die Flure. Er spürte, wie sein Herz gegen seinen Brustkorb hämmerte und er ignorierte das Ziehen im linken Arm. Nein, er war Adam Lewis, er würde keinem Infarkt erliegen.

Er hatte das ganze Unternehmen damals mit Henry ins Leben gerufen. Irgendjemand hatte schließlich handeln müssen und die Regierungen waren einfach zu langsam gewesen. Mutanten mit Menschen bekämpfen? Es war Schwachsinn und nicht effektiv. Und Gesetze auf den Weg zu bringen, war eine langwierige Angelegenheit. Investoren in Amerika; das war die Antwort gewesen. Sollte das alles nun vorbei sein, was Henry und er in all den Jahren geleistet hatten? Dorian hätte sein Nachfolger werden sollen und Adam war überzeugt davon, dass er das auch geschafft hätte, wenn dieses Institut nie seine Pforten geöffnet hätte. Lewis spürte das Blut in den Schläfen rauschen, als er die Tür zu seinem Büro öffnete.

Die Dokumente, er musste sie retten. So viele Aufzeichnen, die er noch brauchen würde und es war nur noch wenig Zeit. Einen Moment musste er sich am Schreibtisch festhalten. Das Herzstechen wurde schlimmer und ihm stand der Schweiß auf der Stirn. Ob der Helikopter schon auf dem Dach war? Gewiss. Wenn man so weit gekommen war, dann hatte man auch das Privileg einfach zu verschwinden. Später, wenn alles vorbei war, würde er zurückkommen. Vielleicht würde er eine Weile nach New York gehen. Er würde eine ganze verfluchte Armee auf die Beine stellen und diese Mutanten ausrotten...

Ein Schatten ließ ihn herumfahren.
Seine Augen wurden größer.

"Was...?"

Rohey Offline

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19.08.2006 16:47
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Die Luft war wirklich verdammt knapp geworden in diesem Mistding von Erdwall. Wo war die blöde Kuh, die sie darin eingesperrt hatte, hm? Sie würde ihr den Hintern dermassen versohlen, dass sie die nächsten drei Wochen nicht mehr sitzen konnte.

"Fuck!" Das waren die ersten, legendären, Worte der Rohey M. aus I., nachdem sich ihr Hustenreiz gelegt hatte. Das ihr Gesicht mit Dreck beschmiert war, fiel bei ihrer Hautfarbe weitaus weniger ins Gesicht, als es bei Logan der Fall gewesen wäre. Was war er denn so blass, hm? Ihr ging es total gut! Sie hatte alles unter Kontrolle.
Gott, sie wurde zu alt für so eine Scheisse - oder... eh... so! Vielleicht zu ungeübt. Aber das würde sie sich ja im Leben nicht eingestehen. Es hatte wohl auch noch eher damit zu tun, dass Genethics ein Gegner war, den sie persönlich unterschätzt hatte.
Feuer mit Feuer bekämpfen, ja. Lewis würde sie auch gerne mal mit dem Feuer seiner Skrupellosigkeit bekämpfen.

Ziemlich verstimmt über die Sache, liess sie sich von Wolverine auf die Füsse helfen und klopfte eher sporadisch den Dreck von ihrem Anzug. "Geht schon wieder. Danke." Sie schnaubte noch ein letztes Mal und wischte sich den Dreck von den Händen, der sich mit dem Gift zu einer klebrigen Masse vermischt hatte.

Das war es allerdings mit ihrer Aufmerksamkeit in Bezug auf Logan, denn einen Augenblick lag hob sie den Kopf, wie ein witternder Hund. "Gambit." Sie hatte eine Gefühlslage von dem Cajun empfangen, die sie nicht im Mindesten gewohnt war: Angst.
Rohey hatte in New York bereits lernen müssen, dass - entgegen all ihrer Vorstellungen - auch ihre Vorbilder, wie Logan, Scott, Ororo, Jean,... und nun eben auch Remy - nur noch allzu menschliche Gefühle besassen. Sie hatte nur gehofft, dass dieser Gang heute weniger kompliziert von statten gehen würde.
Für Eingeständnisse die Situation unterschätzt zu haben oder Stossgebete gen Himmel war nun aber keine Zeit mehr, Miss McNamara.
Also, sie wollte Logan ja nicht nerven, aber... wenn sie nochmal kurz den Standpunkt wechseln konnten?

Feuer mit Feuer bekämpfen - und Gift mit Gift? Dann wäre Gambits Gegner doch genau ihre Kragenweite!
Aber erstmal hiess es nun sich überhaupt bis dorthin durchzuschlagen - Padraig war ja scheinbar ganz gut aus der Sache rausgekommen.
Hoffentlich würde wenigstens diese Sache nach Plan verlaufen...

Nightcrawler Offline

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20.08.2006 10:04
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Sein Atem ging schwer. Abwartend hockte er da, wie zuvor, als Scotts Nachricht ihn erreichte.
Die Fledermausdame hatte scheinbar ihr Interesse an ihm verloren oder sie wollte ihn einfach nur in Sicherheit wähnen, was auch immer.
Scotts Auftrag in diesem Moment war einfach wichtiger.

~Ich werde sehen, was ich tun kann.~

Gab er nur knapp zurück und richtete sein Interesse auf den etwas im Hintergrund stehenden Mann, welcher der Telepath sein musste.
Den Comlink, den nun auch er seit dem Mord an Dinand angenommen hatt, hatte er bisher nur selten gebraucht. Zu sehr waren einfach die Gewohnheiten in ihm verwurzelt, jeden auf normale Wege zu suchen, wenn er etwas von ihnen wollte.
Die neue Art zu kommunizieren ähnelte den Gesprächen mit Xavier, wenn es etwas zu klären gab, dass ein Anderer nicht mitbekommen sollte. - Und sie war praktisch.
Scott stand einige Meter von ihm entfernt und keiner der Gegner wusste, dass sie miteinander kommuniziert hatten.
Seine Lippen verzogen sich zu einem diebischen Lächeln.
Seine gelben Augen beobachteten den Telepathen eine gute Minute, bevor er sich in seiner bekannten Rauchwolke verdünnisierte. Sofort loszuschlagen, hätte fatale Folgen haben können. So konnte er erst einmal sehen, wie der Telepath überhaupt agierte.

Blitzschnell tauchte er neben dem Mann auf und verpasste ihm einen hämmernden Schlag gegen das Ohr ohne Earbot. Ein weiterer Schlag folgte an den Hals.
Dann verschwand er wieder, um noch im selben Moment auf der anderen Seite zu sein und zu versuchen den Earbot aus dem Ohr des Feindes zu entfernen. Versuch war gut. Er würde einfach das Ohr greifen und an dem reißen, was er zu fassen bekam. Er hoffte, dass er nicht das Ohr zerfetzte mit seinen Krallen, doch an Mitleid war nun nicht zu denken.

Padraig Offline

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20.08.2006 20:46
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Ein fast undurchdringliches Dunkel breitete sich vor seinen Augen aus. Laut den Bauplänen musste er hier durch einen etwa 5 Meter langen Gang robben, damit er dann in den unterirdischen Korridoren war. Und von dort aus konnte er dann mit seinen Sprengaktionen beginnen. Was sollte das jetzt? War etwa irgendwer aus ihrem Team ins Gebäude vorgedrungen? Oder hatte Scott eine Information, die ihm nicht zur Verfügung stand? Sorry, Cyclops, aber ich glaube nicht, dass das so gut funktionieren wird. Es scheint, dass unser Besuch nicht so heimlich war, wie wir dachten. Und ich befürchte, dass sie es schaffen könnten, die Sprengladungen, die ich unbeaufsichtigt lasse, zu entschärfen, bevor sie detonieren können. Eigentlich hatte er nicht so viel über Comlink mitteilen wollen, aber die Situation schien es zu erfordern. Scott wusste sicherlich mehr über die derzeitige Situation dort draußen als er, aber wie weit er sich mit Sprengstoffen auskannte, das stand auf einem ganz anderen Blatt.

Sein Weg durch den Gang war kurz und einfach gewesen, der Restlichtverstärker, den er aufgesetzt hatte, war überaus hilfreich. Bevor er den Gitterschacht, der ihn von den Korridoren trennte entfernte, lauschte er erst, ob sich irgendwelche verdächtigen Geräusche vernehmen ließen. Gleichzeitig wartete er auf eine Antwort von Scott. Wie würde die aussehen? Nun, er hatte noch ein wenig Zeit um das abzuwarten, aber dennoch sollte er seine Route weitergehen. Behutsam öffnete er den Gitterschacht und blickte in den Gang hinein. Leer, wie er gehofft hatte. Aber das konnte sich ja jederzeit ändern.

Scott Summers Offline

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21.08.2006 20:12
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Konnte Padraig mal aufhören, mit ihm herum zu diskutieren? War er Soldat oder war er Diplomat?! Anfangs strafte ihn Scott schlichtweg mit Nichtbeachtung... das resultierte aber eigentlich nur aus der Wachsamkeit, die er auf Kurt und den Telepathen verwandte. Nightcrawler war richtig gut, denn sein Gegner hatte kaum Chancen zu agieren. Er japste nach Atem, als ihm Kurt einen Schlag gegen den Hals verpasste. Die natürliche Konsequenz daraus war, dass sich der Mann vorneigte und versuchte die Attacke einzuordnen. Dass Kurt auf der anderen Seite wieder auftauchte und ihm das halbe Ohr abriss, ließ ihn vor Wut und Schmerz brüllen.

Sobald der Earbot fort und der Telepath geschwächt war, standen Scotts Angreifer einen Augenblick orientierungslos herum, was Scott sofort nutzte, um dem Telepathen den Rest zu geben. Da der Mann auf Nightcrawler sofort Einfluss nehmen wollte und in seine Gedanken eindrang, schleuderte ihn Cyclops mit Hilfe seines Beams an die nächste Wand, wo er bewusstlos niedersank.

Es waren nur wenige Schritte zu Kurt, in denen er mit Padraig Kontakt aufnahm. ~Ich glaube, Kassander ist im Gebäude. Ich schicke ihm Logan nach. Wir müssen das Risiko eingehen. Zünde sie erst, wenn ich es dir sage.~ Tatsächlich war niemand in den Schächten oder auf den Gängen des Labors auszumachen und Padraig sollte auch ein gutes Stück vorwärts kommen. Scott war währenddessen bei Kurt angelangt und deckte ihm den Rücken.

"Ahm... ich schätze, die sind jetzt irgendwie wütend." Als er den Rest der Meute betrachtete. Die würden jetzt wohl noch unkoordinierter auf sie zustürzen, aber dafür hatte er ja jetzt Verstärkung. Er konnte Kurt nur viel Spaß wünschen.

~Wolverine... such deinen bescheuerten Sohn, er ist ins Gebäude gerannt, soweit ich das beurteilen kann! Genau, such... fass, hol Stöckchen und SO! Er hatte hier alle Hände voll zutun und Logan machte mal wieder NUR Urlaub und hielt mit Rohey Händchen... also wirklich!

Wolverine Offline

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21.08.2006 20:38
[07.01.06] - Good Night, GENETHICS! Antworten
Natürlich. Er machte hier Urlaub. Wusste Scott das denn noch nicht? Genethics Inn und gleich würde er sich einen Sonnenstuhl schnappen und sich hier mitten in den Hof setzen um lustig einen Cocktail zu schlürfen, wobei dann ab und an das melodische Klingen wutverzerrter Schreie zu hören war. Wirklich. Einen besseren Urlaub hatte er nie gehabt.

Es tat ihm ja wirklich Leid für Rohey, aber er hatte natürlich keine Gefühle. Außer das Gefühl was viel zu dicke Eier bescherten, aber darauf würden sie nun hier nicht weiter eingehen. Obwohl das natürlich Quatsch war, ob Rohey und Logan sich vielleicht deshalb so gut verstanden weil –anders als bei Jean- er seine Gefühle nicht so wie seine Gedanken abschotten konnte? Vielleicht weil Rohey so seinem Geheimnis auf die Spur gekommen war, dass er das Team, die Schüler und seine Kollegen doch alle gern hatte und für sie in den Tod gehen würde? Tja, so war er halt. Ein ganz heldenhafter Kerl.

Allerdings war er nicht so heldenhaft als Scott seinen Sohn als bescheuert titulierte. Sollte Logan mal von seinem Sohn anfangen? Der trug nämlich goldene Halsketten und war unter Garantie schwer schwul! Ganz davon abgesehen, dass sein Sohn wirklich einen Schaden hatte, aber den hatte er nicht von IHM sondern von seiner Mutter, anders könnte er sich das nämlich nicht erklären. Kassander spielte also weiter Lara Croft? Schön! Dann würde er jetzt Indianer Jones spielen, er dürfte sich schon mal darauf freuen wenn er anfing mit der Peitsche zu knallen.

Hilfe, ich leben in einem Videospiel. Holt mich hier raus.

Mit einem wüsten Knurren, dass nicht nur wütend sondern (Rohey schalt den Gefühlsscan ab) auch besorgt war, eilte er Kassander hinterher um ihm mal gehörig übers Knie zu legen. Vielleicht war bei dem Jungen ja doch noch was zu retten.

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