Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Sie drehte eine Haarsträhne um den Finger, um sie wieder loszulassen und erneut einzudrehen.
Jeder Schatten ist teil eines Ganzen. So wie die Pflanzen teil der Vegetation waren...
"Also haben dich die Schatten einfach mit in..."
Ja wohin eigentlich? In ihre Welt? Das klang seltsam und abstrus, aber war Ashley nicht irgendwie auch so etwas in der Art passiert? Sie war in der Pflanze gewesen und die Pflanze hatte ihr gezeigt, was sie ausmachte.
"ihre Umgebung genommen?", fuhr sie nach einer kurzen Pause fort.
"Du warst in ihnen?"
Aber war es im Schatten nicht völlig dunkel? Ihr rieselte ein eiskalter Schauer über den Rücken. Was musste das für ein Gefühl sein, in völliger Finsternis zu sein...
"Ja. Es gibt viele Töne von schwarz oder besser viele Stufen der Abwesenheit von Licht."
Ihre Stimme klingt für einen Moment in einer Mischung aus Bitternis und Faszination. Es war in ersten Linie erschreckend, aber Belle spürte bereits den leisen Wunsch wieder in die schwarze Hölle zurück zu kehren.
"Und was ist dort? Ich meine, es kann doch nicht nur dunkel sein...lebt dort etwas?"
Der Gedanke war nicht minder bizarr als der Vorige, aber Ashley war eben neugierig und Phantasie hatte sie auch.
Außerdem ging wohl ihre indianische Abstammung mit ihr durch, auch wenn sie davon keine Ahnung hatte.
"Nur Schatten leben dort. Nichts weiter. Aber auch nichts anderes kann dort existieren. Frag mich nicht wie ich es mache. Ich weiß es nicht.
Und du kannst es nicht verstehen. Versuch es nicht. Ich glaube für dich wäre es nur schwärze."
Das war jetzt keine sonderlich kuge Antwort, aber etwas anderes fiel ihr nicht ein.
Sie legte sich ins Kissen und verschränkte einen Arm hinter dem Kopf.
Ob Dave schon schlief? Sie schloss die Augen und schüttelte insgeheim den Kopf. Sie musste verrückt geworden sein.
Langsam öffnete sie die Augen wieder und starrte an die Decke.
"Hat dich schon mal ein Junge geküsst?", fragte sie leise.
Huch, völlig anderes Thema, eigentlich hatte sie die Frage auch nicht stellen wollen. Es war ihr so rausgerutscht. Vielleicht hatte sie auch gar nicht gemerkt, dass sie laut gefragt hatte.
Sie sah immer noch an einen Punkt an der Decke und schien etwas abwesend.
Dann würde sie sich Dave einfach ganz normal gegenüber verhalten und versuchen, nicht allzu nervös zu sein, wenn sie an morgen früh dachte.
Aber so einfach war das nicht. Sie hatte das Gefühl in dieser Nacht kein Auge zu tun zu können.
Der Kuss und sei es nur auf die Wange, hatte sie völlig außer Fassung gebracht.
Irgendwie war das schon peinlich...sie war sechzehn und erst jetzt hatte sie ein Junge geküsst.
Wie alt Belle wohl gewesen war, als sie geküsst wurde. Bestimmt viel jünger als sie jetzt.
Ashley war nach der Schülerversammlung wieder zurück in ihr Zimme gegangen. Das alles musste sie jetzt erst mal verarbeiten.
Leise öffnete sie die Tür und trat ins Zimmer.
Ihre Schlafsachen lagen immer noch unordentlich auf dem Bett, dort, wo sie sie heute morgen hingelegt hatte.
Belle saß am Schreibtisch und hatte wohl Hausaufgaben oder etwas in der Art gemacht. Als Ashley herein kam sah sie auf und blickte zu ihrer Zimmergenossin. Ein kurzes Lächeln erschien auf ihren Lippen.
Sie legte den Stift beiseite und klappte das Buch zu.
Es war ein grünes Din A4 Buch, mit weißen Blättern, von denen gerade einmal drei Seiten beschrieben war.
Ihr Tagebuch.
Aber da sie so selten schrieb, war es noch nicht wirklich gefüllt.
Gerade hatte sie wieder einen Eintrag gemacht, nachdem sie so lange nichts geschrieben hatte.
Nun verstaute sie das Buch wieder an seinem Platz, einem Fach in der Ablage ihres Schreibtisches.
Ihr Blick wanderte aus dem Fenster.
Sie würde Miss Grey fragen, ob sie ihr helfen konnte, ihre Mutation zum Angriff zu nutzen oder sich mit ihr zu verteidigen.
Der Gedanke war ihr eben beim Schreiben des Tagesbuches gekommen.
Allein würde sie nicht weit kommen, also musste sie jemanden fragen, der seine Mutation bereits beherrscht und wer eignete sich dazu besser, als einer von den Lehrern.