Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Juliece kam hinunter in die Küche und sah sich ersteinmal um. Es schien noch niemand etwas vorbereitet zu haben, also begab sich Julie ersteinmal zu der Kaffeemaschine um einen Kaffee zu kochen.
Dann öffnete sie die Schränke, nahm Teller heraus und stellte diese auf den Tisch und sah dann zu Elayne. "Was möchtest du essen?"
Juliece hatte sich aus dem Zimmer geschlichen, in der Hoffnung Elayne hätte nichts bemerkt.
Sie wollte für eine kleine Weile einfach mal alleine sein, nachdenken, vor allem allein mit ihren Gefühlen sein, niemanden haben, der dazwischen funkt.
Das sollte nicht heißen, dass sie nicht gerne Leute um sich hatte, aber es war auch einfach mal ein schänes Gefühl alleine zu sein, die dunkle nacht zu genießen.
Schlafen konnte sie ohne hin nicht, woran das lag, wusste sie allerdings nicht.
Vielleicht die Aufregung vor dem morgigen - heutigen - Unterrichtsbeginn? Die Angst neue Leute kennenzulernen? Sie wusste es nicht.
Allein mit seinen Gefühlen zu sein, brachte also auch nicht viel mehr Aufschluss.
Sie saß gegen einen Baum gelehnt, hatte die Knie angezogen und starrte auf den Himmel, an dem hier und da eine Wolke vorbeihuschte.
Juliece war nach unten gegangen. Sie hatte schon einige Stimmen vernommen, wollte sich aber nicht weiter einmischen. Ein kurzer Blick in den Aufenthaltsraum erinnerte sie an den Abend. "Bloß nicht peinlich berührt sein...", murmelte sie zu sich selbst und ging rüber ins Wohnzimmer, wo sie sich auf die Couch setzte und im ersten Moment nicht recht wusste, was sie machen sollte.
Vielleicht mal ins Fernsehprogramm reinschalten? Also suchte sie nach der Fernbedienung, die sie auch nach einigen Sekunden fand und schaltete den Fernseher ein.
Nach einigem Zappen blieb sie auf einem Programm hängen, auf dem grade Nachrichten liefen...
Langsam setzt Julie sich auf und rieb sich die Augen. Mit einem kurzen Blick zu Cathy und Elayne stellte sie fest, dass diese noch schliefen. Juliece checkte ihre Uhr und stellte fest, dass es erst um 7 Uhr rum war.
Sie gähnte herzhaft und stand dann auf.
Sie schnappte sich ein paar frische Klamotten und verschwand ins Bad um zu duschen.
Als sie eine viertel Stunde später zurück ins Zimmer ging und so leise wie möglich ihre Sachen wieder verstaute entschied sie sich die beiden in Ruhe schlafen zu lassen und mal zu schaun, was sich im Schloss so rumtrieb.
Juliece stieg aus dem Auto aus und verabschiedete sich von Michel und bedankte sich bei ihm für das Fahren.
Jetzt spürte sie umso deutlicher das etwas nicht stimmte, denn jetzt emfping sie nicht nur von Michel negative Gefühle, sondern ebenfalls aus dem Schloss. Es schien als würde sie eine sanfte Welle von Traurigkeit und schlechter Laune streifen.
Michel hatte ja kaum mit ihr gesprochen und sie hatte nicht die geringste Ahnung was gestern hier passiert war.
Sie holte ihr Gepäck aus dem Kofferraum und ging in Richtung Haupteingang und wenige Minuten später war sie auch schon auf dem Weg in ihr Zimmer.
Nachdem Julie am morgen früh aus den Federn geschmissen wurde, sich mühseelig anzog und sich von Cathy und Elayne verabschiedet hatte fuhr sie mit einem ihr bis dato unbekannten Mann zurück nach Glasgow zu ihrer Mutter.
Als sie um etwa Mittagszeit zu Hause ankam und die Tür öffnete strömte ihr ein leckerer Duft entgegen. "Mum?", rief sie durch die Wohnung und ging in die Küche, wo ihre Mutter am Herd stand.
Julie grinste und tippte ihr an die Schulter. "Muuhum..."
Ihre Mutter erschrak und drehte sich rasch um. Nach einem kurzen Augenblick des Schreckens grinste sie und umarmte ihre Tochter.
"Hey meine Süße!"
Julie setzte sich auf einen der Stühle und erzählte ihrer Mutter wo sie gewesen war, und was für neue Möglichkeiten ihr offen standen und dass sie jetzt umziehen würde.
Bei ihren letzten Worten stockte ihre Mum. "Umziehen? Das ist ein schlechter Scherz, oder?"
Julie schluckte und schüttelte den Kopf.
"Ehm, nein..."
"JULIECE ANN MCKENZIE!", fauchte sie und dann kam ein langer Vortrag, wie gefährlich es war bei fremden Menschen zu leben, wie man doch alleine dort zu recht kommen sollte, wie ihre Mutter alleine zu recht kommen sollte und wie das alles alles bezahlt werden sollte.
Nach scheinbar einer halben Stunde reden war sie endlich fertig und sagte. "Okay, aber du kommst mich besuchen, ja?"
Julie, die noch nicht realisiert hatte was ihre Mum da grade gesagt hatte nickte.
Dann sprang sie plötzlich auf und umarmte ihre Mutter fest.
"Danke...", sagte sie grinsend. "Ich habe ja mein Handy dabei! Dann kannst du mich jederzeit anrufen, wenn du willst."
Wieder zog er an seiner dicken kubanischen Zigarre und starrte sie weiter ruhig an.
Julie hasste dieses Gefühl zu wissen, dass gleich etwas kommen würde, was sie ganz und gar nicht erfreuen würde.
"Äh - Mr. Stevens...", begann sie und erhoffte sich Antworten darauf, was sie in dem Büro des Direktors erwartete.
Dieser erhob die Hand und brachte Juliece damit zum Schweigen.
Er nahm einen Schluck seines Kaffees, der mittlerweile erkühlt war.
Der Mann ihr gegenüber strahlte eine unglaubliche Ruhe aus und gleichzeitig enormen Hass und Selbstsicherheit.
Julie zupfte an den Rockzipfeln ihrer Schuluniform. Sie war nervös und dies war für sie eine Seltenheit.
"Mr. Stevens, ich weiß wirklich nicht, was - " Wieder hob er die Hand, jedoch diesmal begann er selbst darauf zu sprechen. Juliece fühlte sich plötzlich so klein und unbedeutend.
"Vor einer Stunde hatte ich ein Meeting mit einigen besorgten Eltern der Schule. Sie haben mir von etwas berichtet, das mir selbst noch nicht geläufig war."
Er stand auf und Julie sah zu ihm hoch und runzelte die Stirn.
"Was war ihnen - "
"Ms. McKenzie, jetzt rede ich! Sie haben mir davon berichtet, dass ihr Kinder Angst davor haben in die Schule zu gehen, weil sie davon gehört haben, dass ein Mutant auf diese Schule geht." Er sprach dieses aus, als sei es eine Selbstverständlichkeit.
Juliece schluckte. Sie hatte nicht darüber nachgedacht, was passieren könnte, wenn der Direktor davon erfuhr.
"Ich - äh - ", begann sie, doch ihr wurde wieder das Wort abgeschnitten.
"Sie werden verstehen, dass ich die erforderlichen Maßnahmen treffen muss... Wenn sich Schüler, Lehrer oder Eltern in ihrer Würde verletzt fühlen, dann kann ich es nicht erlauben, das etwas an unserer Schule ist, das den Frieden stört."
Juliece sah ihn an und konnte es nicht fassen. ETWAS? Hatte er tatsächlich ETWAS gesagt?
Mit diesem einen siplen Wort hatte ihr Gegenüber grade ihr ganzes Selbstvertrauen zerstört. War sie nur ein Etwas? War sie kein Individuum mit einer eigenen Meinung? Mit Freunden? Mit Gefühlen? War sie dadurch, dass sie etwas anders war und besondere Fähigkeiten hatte kein Mensch mehr? War sie jetzt nur noch ein Etwas in einem kleinen Satz?
Julie hatte verstanden. "Sie wollen, dass ich gehe?"
Mr. Stevens sah sie an und nickte schließlich. "Wir sind eine renomierte Privatschule... Vielleicht die renomierteste Schottlands und wir bieten unseren Schülern alle Freiheiten und ein Programm außerhalb der Schule. Wenn die Regierung herausfindet, dass wir einen Mutanten auf der Schule haben, würden sie uns das Buget - "
Diesmal war Julie es die den Direktor unterbrach.
"Vergessen sies. Sie müssen sich nicht die Mühe machen mich hinauszuwerfen. Ich werde meine Bücher holen und erhobenen Hauptes von alleine gehen."
Sie stand auf und der Direktor machte keine Anstalten sie aufzuhalten...
Juliece lief durch die Straßen von Glasgow, nicht genau wissend wohin sie eigentlich lief.
Sie hatte ihre Schulbücher in dem Rucksack.
Von allen Seiten strömten Gefühle auf sie ein und sie wusste nicht mehr, welche nun ihre eigenen waren.
Tränen rannen ihr über die Wangen und sie blickte starr auf den grauen Asphalt. Ihre Gedanken kreisten darum, was nun passieren sollte. Keine Schule würde sie annehmen, wenn sie herausfanden, was sie war. Ein Mutant... ein etwas...
Sie schluckte und lehnte sich gegen eine Wand. Sie sah sich um und stockte. Wo war sie? Diese Gegend kam ihr ganz und gar nicht bekannt vor...