Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Nachdem Julie am morgen früh aus den Federn geschmissen wurde, sich mühseelig anzog und sich von Cathy und Elayne verabschiedet hatte fuhr sie mit einem ihr bis dato unbekannten Mann zurück nach Glasgow zu ihrer Mutter.
Als sie um etwa Mittagszeit zu Hause ankam und die Tür öffnete strömte ihr ein leckerer Duft entgegen. "Mum?", rief sie durch die Wohnung und ging in die Küche, wo ihre Mutter am Herd stand.
Julie grinste und tippte ihr an die Schulter. "Muuhum..."
Ihre Mutter erschrak und drehte sich rasch um. Nach einem kurzen Augenblick des Schreckens grinste sie und umarmte ihre Tochter.
"Hey meine Süße!"
Julie setzte sich auf einen der Stühle und erzählte ihrer Mutter wo sie gewesen war, und was für neue Möglichkeiten ihr offen standen und dass sie jetzt umziehen würde.
Bei ihren letzten Worten stockte ihre Mum. "Umziehen? Das ist ein schlechter Scherz, oder?"
Julie schluckte und schüttelte den Kopf.
"Ehm, nein..."
"JULIECE ANN MCKENZIE!", fauchte sie und dann kam ein langer Vortrag, wie gefährlich es war bei fremden Menschen zu leben, wie man doch alleine dort zu recht kommen sollte, wie ihre Mutter alleine zu recht kommen sollte und wie das alles alles bezahlt werden sollte.
Nach scheinbar einer halben Stunde reden war sie endlich fertig und sagte. "Okay, aber du kommst mich besuchen, ja?"
Julie, die noch nicht realisiert hatte was ihre Mum da grade gesagt hatte nickte.
Dann sprang sie plötzlich auf und umarmte ihre Mutter fest.
"Danke...", sagte sie grinsend. "Ich habe ja mein Handy dabei! Dann kannst du mich jederzeit anrufen, wenn du willst."
Michel, sei doch so gut und fahr Juliece nach Glasgow.
Klar, wer konnte Ororo schliesslich schon einen Wunsch abschlagen? Und zumal er sowieso noch etwas zu erledigen hatte, sollte es auch keine grösseren Probleme geben. Um es frei heraus zu sagen, war er sogar froh gewesen nicht bei den Partyvorbereitungen noch mit eingespannt worden zu sein.
Nachdem er Juliece erst einmal zu Hause abgeleifert hatte, hatte er sich - anders, als es mit Ro besprochen gewesen war - abgesetzt und sich um seine eigenen Angelegenheit gekümmert.
Nachdem er Juliece wieder von zu Hause abgeholt hatte, fanden sie sich kurz drauf auf der Landstrasse wieder.
Die Fenster herunter gekurbelt, die Musik leise aufgedreht, um das plätschernde Gespräch mit Juliece lediglich zu untermalen, nicht zu unterbinden. Alles in Allem hätte es einfach wie ein gemütlicher Sommertag mit einem wunderschönen Ausflugsziel aussehen können, aber des Schicksals liebstes Hobby schien ja zu sein Striche durch diverse Rechnungen zu machen.
"Na ja, vor morgen können sie nicht mit dem Ersatzteil rechnen", zwischen Kippe und fest aufeinander gepressten Lippen passten die Worte beinahe gar nicht, dementsprechend schwer war es auch, den Mechaniker zu verstehen.
"Morgen?" Verdammt, es war bereits abend, die Party war bestimmt schon in Gange. Er wollte sich gar nicht ein bestimmtes enttäuschtes Gesicht ausmalen, wenn er nicht wenigstens mit seiner üblichen Verspätung aufschlagen würde. "Kann ich von hier aus telefonieren?"
Dem Nicken des Mechaniker folgend, entschuldigte er sich für einen Moment bei Juliece. Dann musste eben jemand in den sauren Apfel beissen und sie abholen. Norman war doch sowieso so ein Partymuffel, der - The Person you´ve called is temporarily not availible. - bitte? Gut, an diesem Tag konnte man kaum erwarten, dass er richtig gewählt hätte - heute ging ja scheinbar alles schief. Aber nein, auch der zweitee Versuch scheiterte an der gleichen Barriere.
Was genau los war, hatte er Juliece nicht anvertraut, dass Michels Gesicht seit seinem Telefonat in der Werkstatt sich zusehends verdüstert hatte, lag nicht an Julie's Phantasie. "Dein Zimmerschlüssel." Gut, es war nicht das Hilton, aber ein kleines Bed & Breakfast sollte es für diese Nacht tun. "Wir fahren morgen weiter." Allerdings würde er sich vorab alleine umhören, was im Institute geschehen war...
Julie hatte sich einen großen Koffer ihrer Mum geschnappt, war in ihr Zimmer gegangen und hatte alles mögliche, was sie an Klamotten und Schuhen hatte zusammen gepackt.
Eine Stunde später fand sie sich auf ihrem überfüllten Koffer sitzend wieder und versuchte selbigen zu schließen.
"Mum...", rief sie niedergeschlagen.
Ihre Mutter war schon zur Stelle, mit einem kleineren Trolli. "Hier kannst du doch deine Schuhe und deine ganzen Kosmetiksachen rein packen...", sagte sie, so als würde sie so tun, als würde sie Juliece verstehen, wie sie ihren kompletten Haushalt in einen Koffer quetschte.
Wenig später saß sie nach einer langen Abschiedszeremonie von ihrer Mutter wieder in Michels Auto und starrte aus dem Fenster.
Ihre beiden Koffer waren im Kofferraum sicher verstaut.
Juliece stand an die Wand gelehnt neben Michel und hörte dem Mechaniker zu. Morgen... so was passiert auch immer nur mir..., dachte sie und sah zu Michel, der sich für einen kurzen Augenblick entschuldigte um zu telefonieren.
Juliece schaute unterdessen zum Mechaniker und empfing gewisse Gleichgülltigkeit von ihm.
Er drehte sich um, nickte Julie zu, als er bemerkte, dass diese ihn musterte.
Michel kam mit einer Miene zurück, die Bände sprach.
Und auch die Gefühle, die von ihm ausgingen waren alles andere als feuchtfröhlich.
Julie zog es vor nichts zu sagen und folgte ihm brav und kurze Zeit später fand sie sich in einer kleinen Absteige wieder, die ihr aber genügte.
Der 'Hotelier' war ebenso muffig, wie der Mechaniker und Julie empfing von ihm ebenfalls mürrische und trübsinnige Gefühle.
Als Michel ihr den Zimmerschlüssel gab und ihr erklärte, dass sie morgen weiter fahren würden nickte sie und fragte nicht weiter nach.
"Gute Nacht...", sagte sie leise, nicht zu aufdringlich zu ihm.
Vorsichtig öffenete sie die laut quietschende Tür und schaute sich in dem Zimmer um.
Es war klein, überall war es staubbedeckt und hier und da kreuchte eine Spinne über den Holzboden.
Julie setzte sich auf das Bett und starrte aus dem Fenster auf den verlassenen Parkplatz.
Was die anderen jetzt wohl taten. Was Cathy und Elayne taten? Was Joel wohl tat?
Joel? Warum dachte sie plötzlich an Joel? Sie schüttelte den Gedanken schnell ab und legte sich zurück aufs Bett.
Das die letzten Tage genug Neuigkeiten für Juliece bedeutet hatten, war ihr wohl am meisten bewusst. Wahrscheinlich hatte sie deswegen so gut geschlafen, wie schon seit langem nicht mehr. Zwar in einem fremden Bett, aber mit der Aussicht bald ein eigenes im Institute zu haben.
Es war bereits 9 Uhr, als Michel schliesslich an ihre Tür klopfte und sie zum Essen hinab bat. Er sprach wenig, wie eigentlich immer, aber Juliece könnte merken, dass es diesmal aus einem anderen Grund geschah: Seine Stimmung war wirklich mies. Eine Mischung zwischen Trauer und unbändigem Zorn, den er perfekt hinter einer lächelnden Maske zu verbergen wusste. Oh, er hatte gut genug bei seinem Vater gelernt nie die Aussenwelt an Gefühlen teilhaben zu lassen, die sie nicht sehen sollte.
"Wir frühstücken und dann fahren wir los. Das Auto habe ich schon abgeholt." Mehr Information war nicht nötig. Er schwieg - das gesamte Frühstück über. Und selbst auf der Fahrt zurück nach Inverness kam kaum mehr als ein unbedingt nötiges Wort über seine Lippen...
Julie wurde morgens um 9 Uhr aus dem Bett geworfen.
Sie machte sich in dem verstaubten Bad etwas frisch und gesellte sich dann zu Michel an den Frühstückstisch.
Als sie sich setzte schwang ihr eine Welle der schlechten Laune entgegen, was sich auch auf ihre Gefühle auswirkte, doch sie versuchte dies - ohne Erfolg - zu verdrängen.
Julie nickte nur, als er ihr erzählte, dass sie etwas essen würden und dan losfahren würden.
Er war schon ein seltsamer Kauz.
Hastig hatte sie ein halbes, vertrocknetes Brötchen herunter gewürgt - sie hatte eigentlich keinen großen Hunger - und etwas Kaffee getrunken.
Dann war sie ins Auto eingestiegen und sie waren losgefahren.
Michels Laune besserte sich auch auf der Fahrt kaum und sie hielt auch besser den Mund, es sei denn er fragte sie etwas.
Endlich, nach einer scheinbar endliosen Fahrt bogen sie auf die Einfahrt zum Institut ein und Juliece, war wirklich ein wenig erleichtert.