Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Megan stand am Fenster und starrte hinaus in den Schnee. Gestern war es noch Sommer. Gestern? Wohl eher vor rund 700 Jahren. Eigentlich war sie in die Bibiothek gegangen, um etwas über diese Zeit zu lesen, falls sie hier irgendwas darüber fand.
Draußen versammelten sich ein paar Schüler. So dick wie die eingepackt waren, hatten sie irgendwas vor. Megan hatte noch gar nicht aufs Schwarze Brett geschaut, daher war ihr die Ankündigung der Schneeballschlacht entgangen. Megan fröstelte es, wenn sie nur die Schüler in ihren Winterklamotten sah und war froh, drinnen zu sein.
Sie beobachtete die Kinder und Erwachsenen draußen und wischte zwischendurch die beschlagene Scheibe wieder frei. Noch passierte da draußen nicht viel, sie schienen sich nur zu sammeln und irgendwas erklärt zu bekommen.
Megan schlang die Arme um ihren Körper, sie fühlte eine Kälte in sich aufkommen, dass sie das Gefühl hatte, nie wieder warm zu werden. So müsste sich Brooke wohlmöglich fühlen, vielleicht noch schlimmer, kam ihr kurz der Gedanke. Gestern war noch Sommer.
So verwirrt war sie bei der Reise in die Vergangenheit nicht gewesen, denn da war ja auch kurz vorher noch Winter gewesen. Aber sie gewöhnte sich schneller an Wärme, als an die Kälte, auch wenn sie gerade mal nur ein Tag Sommer hatte. Eigentlich lag es überhaupt nicht am Wetter, aber es lenkte prima von dem wahren Thema ab. Etwas, worüber sie gerne mit der Psychologin gesprochen hätte, aber die war spurlos verschwunden. Hatte es sie eigentlich wirklich gegeben oder war sie nur ein Teil ihrer Phantasie?
Megan schüttelte energisch den Kopf und wandte sich vom Fenster ab, wanderte dann die Bücherreihen entlang, auf der Suche nach einem Buch, das ihr weiterhelfen konnte.
Megan hatte über einen Monat gewartet, bis sie sich traute an die Psycholgin heran zu treten und heute war es so weit, sie hatte sich zusammengerissen und entschlossen, mit ihrem "kleinen" Problem zu Miss Jenkins-Hyde zu gehen.
Seit Megan hier zur Schule ging hatte sie so gut es ging jede männliche Person gemieden. Im Unterricht war es leider nicht möglich, aber da hatte sie sich kaum mündlich am Unterricht beteiligt.
Jetzt sah sie endlich selbst ein, dass es so nicht weiter gehen konnte; ihre Schulnoten fingen langsam an darunter zu leiden. Megan stand nun also vor dem Büro/Sprechzimmer von Miss Jenkins-Hyde, zögerte, atmete mehrmals tief durch und klopfte dann. Insgeheim hoffte sie zwar, dass niemand anwesend war, aber trotzdem wartete sie auf eine Antwort.
... wurde am 26.09. im Institut aufgenommen. Scott zeigte ihr und ihren Eltern alles Wichtige und wurde in das Zimmer von Chui gesteckt. Mal schaun, was das gibt.
[26.09. früher Nachmittag, nach dem Rundgang durchs Institut]
John Davies brachte kurz nach dem Rundgang Megans Puppenhaus auf Zimmer, mit Hilfe von Scott gings wesentlich einfacher, als gedacht. Karen trug einen der Koffer und Megan ihre Gitarre. John lief erneut zum Wagen und holte noch die letzten zwei Koffer.
Das Zimmer war noch leer, die Bettnachbarin hatte scheinbar noch Unterricht. (Ich hoffe mal Chui hat das Survival-WE gerade noch so überlebt.) Megan und ihre Mutter fingen an die Koffer auszupacken, verstauten alles in den freien Kleiderschrank. Karen hatte vorsichtshalbe Megans Kopfkissen mitgebracht, damit das Bett nicht so vollkommen fremd für sie war, sie legte dieses liebevoll ans Kopfende. Sie wusste ja nicht, dass Megan vorhatte, die erste Nacht in ihrem Haus zu verbringen.
Megan lehnte ihre Gitarre neben ihrem zukünftigen Bett. Auf der gegenüberliegenden Seite stand das Puppenhaus. Es passte genau zwischen die beiden Betten, wenn man Megans Nachttischen woanders hinstellte. Sollte ihre neue Zimmergenossin etwas gegen diesen Standort haben, könnte man es bestimmt auch woanders aufstellen.
Als alle Kleider im Schrank waren, war es Zeit für den Abschied. John kniete sich vor Megan, strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und drückte sie dann ganz fest an sich. Er hatte noch nie geweint, aber er stand kurz davor. Es kam ihm fast wie ein Abschied für immer vor, das Gefühl hatte er damals nicht, als Megan auf das erste Internat ging. Er stand auf und wandte sich ab, er wollte nicht, dass Megan ihn so sah.
Nun war Karen an der Reihe sich zu verabschieden. Sie unterdrückte die Tränen nicht und fragte zum xten Male, ob Megan wirklich hier bleiben möchte. Megan nickte und versuchte die Tränen zu unterdrücken. Karen drückte ihre Tochter fest an sich.
Megan brachte ihre Eltern noch zum Wagen. Diese hatten sich schon vorher beim Schulleiter und der Ärztin verabschiedet. Megan sah und winkte dem Wagen so lange hinterher, bis er aus ihrem Blickfeld verschwand. Sie ließ dann ganz langsam den Arm wieder sinken. Jetzt kam sie sich schon klein vor, ohne, dass sie vorher geschrumpft war.
Sie drehte sich um und ging zurück ins Haus, die Treppe hoch, den Gang entlang bis zum letzten Zimmer auf der linken Seite. Ihr Orientierungssinn funktionierte einwandfrei. Sie schloss die Türe wieder hinter sich, ging ums Bett herum und kniete sich vors Puppenhaus.
Sie drehte das Haus so um, dass sie die Rückwand leicht abmontieren konnte. Die Möbel hatte sie vom Koffer alle vorsichtig aufs Bett gelegt, nun fing sie an das Haus wieder neu zu einzurichten.
Am 26.08. um 9:45 Uhr bog ein Wagen auf die Auffahrt zum Institut. Es passierte die beiden Tore und parkte auf den dafür vorgesehenen Platz. Drei Türen schlugen zu und man hörte Schritte über den Kiesweg laufen, in Richtugn Eingangstür. Ein Blick auf die Uhr verriet den Besuchern, dass sie noch mindestens 10 Minuten Zeit hatten.
Megan legte den Kopf in den Nacken und ließ ihren Blick die Fassade hinauf wandern. Es sah alt aus und sie hoffte, dass die Schulleitung nicht genauso alt und verstaubt war, wie dieses Gemäuer. Wobei, ob es verstaubt war, wusste sie ja noch gar nicht, aber jedes altes Haus hatte seine Altstaubdepots auch wenn es zwischen den Wänden lag.
Mrs. Davies umklammerte ihre Handtasche wie eine Art Rettungsring, dabei war sie doch sonst nicht so ängstlich, sie warf Megan ab und zu ein paar Seitenblicke zu und hoffte inständig, dass sie nicht sofort schrumpft, wenn man sie empfängt, sie war in letzter Zeit so schreckhaft. Mr. Davies war auch nicht gerade wohl und wäre froh, wenn das alles schon vorbei war.
Sie erreichten die Eingangstüre und waren gespannt, wer oder was sie in Empfang nahm, bei diesen Mutanten konnte man ja nie wissen.
Der Kofferraum des Wagens war schnell gepackt, es gab noch eine lange Diskussion über das Haus, aber am Ende durfte Megan es doch mitnehmen, schließlich war es ja eh schon im Wagen.
John Davies hatte seine Sekretärin angerufen und gesagt, dass er am Montag eine wichtige Familienangelegenheit hatte und erst wieder am Dienstag im Büro sein würde, sie möge doch bitte alle Termine verschieben. Wenn man sein eigener Chef war, war so was wesentlich einfacher. Karen war Hausfrau und somit hatte sie keine Probleme frei zu bekommen. Luke bekam die Aufgabe auf Lynn aufzupassen. So fuhren sie los Richtung Schottland.
Da sich die Eltern während der Fahrt abwechselten, machten sie nicht sehr viele Pausen und sie kamen ziemlich gut durch und so waren sie nach ca.12 Stunden Fahrt in Inverness, es war kurz nach 20 Uhr.
John und Karen waren ziemlich fertig von der Fahrt und waren froh, dass sie auch schnell ein Hotel mit freien Zimmern gefunden hatten. Sie mieteten zwei Zimmer und verabschiedeten sich von Megan, sie wollten jetzt schon ins Bett gehen.
Da Megan während der Fahrt genug geschlafen hatte, wollte sie sich lieber die Beine vertreten, außerdem hatte sie Hunger, also ging sie wieder runter ins Hotelrestaurant und bestellte sich eine Kleinigkeit. Eine Stunde später verließ sie das Hotel um sich etwas die Stadt anzusehen.
Mit der Samstagspost landete auch ein Brief von einer Familie Davies auf dem Tisch des Schulleiters:
Sehr geehrter Mr. Logan,
mein Name ist Karen Davies und ich bekam ihre Adresse von Professor Xavier.
Entschuldigen Sie, wenn ich gleich mit der Tür ins Haus falle, aber es geht um meine Tochter Megan. Sie hat die besondere Fähigkeit sich auf 10 cm zu verkleinern. Anfänglich war das auch kein Problem, sie schrumpfte nur, wenn sie sich vor ihrem Bruder verstecken wollte oder sie sich erschreckte, das Zweite passierte zum Glück recht selten.
Nun aber müssen wir Megan überreden wieder ihre normale Größe anzunehmen, was sie nun aber nur noch macht, wenn sie zur Schule geht. Daher wächst die Gefahr, dass sie auch während des Unterrichts einfach ihre Größe verändert.
Sie ist jetzt fast 16 und leider hört sie nicht mehr auf alles was wir ihr sagen. Wir lieben unsere Tochter, aber wir glauben, dass wir nicht mehr in der Lage sind ihr dabei zu helfen und bitten daher Sie um Hilfe. Vielleicht könnte Megan ja bei Ihnen lernen, was es bedeutet, solche Fähigkeiten zu haben.
Sie erreichen uns unter folgender Telefon-Nr. <<Tel.Nr.>> und würden uns über eine baldige Antwort Ihrerseit freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Karen und John Davies
Karen Davies hatte diesen Brief in ihrer typischen sauberen Handschrift geschrieben. Auf dem Umschlag steht nur die Adresse und als Absender einzig der Name Davies und ein Postfach in Douglas, Isle of Man. Laut Poststempel wurde der Brief vor 7 Tagen in Douglas aufgegeben.
Derweil dieser Brief auf seinen Leser wartet, wartet Familie Davies gespannt auf eine Reaktion, das zwar schon seit ein paar Tagen, aber sie wussten ja nicht, dass die Post so lange braucht. Luke nervte John und Karen damit, warum sie nicht dort angerufen hätten oder eher ne E-Mail geschrieben hätten, er drängte so, weil er endlich Megan los sein wollte. John erklärte ihm zum x-ten Male, dass sie weder das eine, noch das andere hätten, sondern nur die Postanschrift und sie wollten auch nicht einfach so da vor der Türe stehen. Also hieß es warten.
Vollständiger Name:Megan Davies Spitzname: Meg Codename: --
Mutation:Ypsomorphose Beschreibung weiter unten.
Alter: endlich 16 Geburtstag: 13.11.1989 Geburtsort:Douglas, Isle of Man Beruf: --
Aussehen: Megan ist 1,65 m groß, normale Figur und wiegt um die 60 kg. Ihre Haare hat sie nun auf Kinnlänge schneiden lassen, denn das lange Haar hatte sie in ihrer anderen Form etwas gestört, auch hat sie sich für ihre natürliche Haarfarbe entschieden, braun. Der Frisör hatte sie gefragt, warum sie denn ihr schönes langes Haar abschneiden wolle, aber sie sagte nur, sie bräuchten zu lange zum trocknen, was ja auch nicht gelogen war. Haarfarbe: momentan braun, manchmal auch blond Augenfarbe: braun Besondere Kennzeichen: keine
Charakter: Megan ist recht aufgeschlossen und versucht auch schnell Freundschaften zu finden. Nur bei Jungs bzw. Männern tut sie sich schwer. Sie hat zwar bemerkt, dass nicht alle Jungen so sind, wie ihr Bruder, aber er ist wohl der Grund warum sie plötzlich schüchtern und verschwiegen wird, wenn Jungs im Zimmer sind.
Vorlieben: Gitarre spielen, das ist eine ihre besonderen Vorlieben. Im Internat hatte sie die Möglichkeit gehabt, viele Instrumente zu spielen und auch zu erlernen, aber die Gitarre war letztendlich ihr Instrument geworden. Nähen gehört ebenfalls zu ihren Vorlieben und ihre Textillehrerin im Internat, war begeistert von ihrer Fingerfertigkeit mit der Nadel. Am liebsten näht sie Puppenkleider, alles mit der Hand, sie kann zwar auch mit einer Nähmaschine umgehen, aber bei den kleinen Kleidern ist es besser, sie mit der Hand zu nähen. Für ihre Miniform hatte Megan anfangs Puppenkleider umgenäht, so dass sie ihr passten, später hatte sie dann eine eigene Kollektion entworfen und anschließend selbst genäht.
Abneigungen: Ihre größte Abneigung hat sie schreienden Menschen gegenüber, besonders gegen die, die sie direkt anschreien. Es war der Auslöser ihrer Mutation, was aus ihrer Sicht und im Nachhinein gar nicht mal so schlecht war. Bis jetzt wurde sie nur von ihrem Bruder angeschrien, aber sowas prägt. Dann hat sie noch eine Abneigung gegen alle grünen Lebensmitteln. Ihre Eltern müssen sie schon fast zwingen ihr Gemüse oder den Salat zu essen. Sie isst es dann auch recht widerwillig und merkt schnell, dass es gar nich so schlimm schmeckt, aber trotzdem findet sie grüne Lebenmittel sehen eklig aus, ergo müssen sie auch so schmecken. Dieses Spiel fängt fast jeden Tag von vorne an, was die Lehrer im Internat irgendwann aufgegeben haben, ihrer Mutter aber noch lange nicht, sie kann da sehr stur sein.
Hobbies: Megan hat ihre Vorlieben zum Hobbie gemacht, heißt sie näht und spielt Gitarre, wann immer sie Zeit dazu hat.
Freunde: ein paar Schulkameradinnen, aber keine feste Freundin, geschweige denn einen Freund
Familie:
Mutter: Karen Davies, 40 Jahre (4.03.65)
Vater: John E. Davies, 45 Jahre (12.07.60)
Geschwister: Luke Davies, 18 Jahre (1.08.87), Lynn Davies, fast 13 Jahre (21.12.92)
Geschichte: Im November des Jahres 1989 kam Megan auf die Welt, sie war wie alle anderen Babys auch, keine Besonderheiten. Ihre Eltern liebten sie, aber ihr zwei Jahre älterer Bruder hasste sie. Er war von Anfang an eifersüchtig und ließ keine Gelegenheit aus, sie zu ärgern. Es wurde auch nicht besser, als Lynn geboren wurde, denn die mochte Luke und beschützte sie. Megan aber durfte Lynn nicht zu nahe kommen, wenn Luke in der Nähe war, dann fing er an zu schreien und nach Megan zu treten. Es wurde etwas besser, als Luke in die Schule kam, aber wenn er daheim war, tat Megan gut daran, nicht in seiner Nähe zu sein. Die Eltern konnten nichts dagegen tun, sie haben es oft versucht, aber immer versagt, daher sagten sie sich, wenn die Kinder älter werden, wird sich das schon legen, so sei Geschwisterliebe eben. Wenn sie doch nur Recht gehabt hätten.
Die Jahre vergingen, aber die Streitereien zwischen Luke und Megan gingen weiter. Megan wurde mit 8 Jahren auf ein Mädchen-Internat geschickt, da sie als das Problemkind angesehen wurden, denn nun hatte auch Lynn die Eigenart ihres Bruders übernommen und angefangen Megan zu trietzen. Kinder können schon echt gemein sein. Megan fühlte sich im Internat recht wohl und hatte auch nie Schwierigkeiten mit ihren Klassenkammeradinnen. Sie wäre auch gerne in den Ferien dort geblieben.
Eines Tages in den Weihnachtsferien, Megan war vor einem Monat 13 geworden, fuhr sie heim zu ihrer Familie. Lynn hatte Geburtstag gehabt und Megan hatte ihr ein paar Puppenkleider genäht und wollte das Geschenk gerade überreichen, als Luke ins Zimmer geschossen kam. Er riss Megan das Geschenk aus der Hand und warf es aus dem Fenster, danach brüllte er sie an, es war schlimmer als je zuvor und Megan wünschte sich nichts mehr, als zu schrumpfen oder im Erdboden zu versinken.
Sie hatte mit geschlossenen Augen das Geschrei von Luke über sich ergehen lassen, aber als Luke so plötzlich verstummte, öffnete sie ganz vorsichtig die Augen. Ihr Körper hatte sich schon eine Weile seltsam angefühlt. Was sie nun sah, als sie ganz die Augen aufhatte, erschreckte sie nicht minder als Luke, dieser war in der Zwischenzeit mit Lynn schreiend aus dem Zimmer glaufen. Megan aber stand mitten in einem Berg von Kleidern, verdeckt vor den Augen der Anderen. Sie war geschrumpft, aber Luke glaubte, sie sei geschmolzen. Eigentlich hätte er froh darüber sein sollen, aber er war so geschockt, dass es eine Weile dauerte, bis seine Eltern ein Wort aus ihm herausbekamen. Lynn war wesentlich gefasster und erzählte ihnen, was mit Megan passiert war.
Ihre Eltern stürmten ins Wohnzimmer und fanden Megan vor, die sich gerade wieder anzog. Sie fragten sie was los sei und was ihr denn einfiele ihre Geschwister so zu erschrecken. Megan brach daraufhin in Tränen aus und meinte nur, sie wisse auch nicht, was passiert sei, denn plötzlich war sie ganz klein und genauso plötzlich war sie auch schon wieder normal groß. Die Eltern stellten noch mehr Fragen, bis ihre Mutter es nicht mehr mitansehen konnte, wie Megan so weinte und nahm sie in die Arme, drückte sie fest an sich und tröstete sie so gut sie konnte.
Ihre Eltern meldeten Megan vom Internat ab und schickten sie auf die städtische Schule. Sie dachten, dass sei besser und man könnte schneller reagieren, falls es noch einmal passieren sollte. Während dem Unterricht und auch in den Pausen schrumpfte Megan nie. Sie hatte sogar neue Freunde gefunden, denen sie aber nie erzählte, dass sie schrumpfen konnte. Auch keiner aus der Familie erwähnte anderen gegenüber, was Megan konnte, selbst Luke schwieg darüber.
Luke ging seit diesem Tag Megan aus dem Weg. Wenn das mal nicht möglich war, sah er sie böse an und manchmal, wenn er selbst in der Schule geärgert wurde, dann ließ er seinen Frust an ihr aus, Megan schrumpfte dann einfach. Luke bekam aber nie die Gelegenheit sie zu zertreten, wenn sie so klein war, denn in dieser Größe, war sie so flink wie eine Maus und fand auch schnell passende Verstecke.
3 Jahre sind seitdem vergangen. Luke ging immer seltener auf Megan los, Lynn beneidet etwas ihr Schwester, wegen ihrer Fähigkeiten und die Eltern haben immer noch Angst, dass irgendjemand es herausbekommen könnte. Megan schrumpft jetzt nicht nur, wenn sie sich vor Luke verstecken wollte, sondern schaffte es auch schon so, aber das vergrößerte die Gefahr, dass sie sich irgendwann einmal unbeabsichtigt verkleinerte.
Ihre Eltern hatten versucht herauszufinden, was mit Megan nicht in Ordnung war, aber sie hatten sich nie getraut, einen Arzt deswegen aufzusuchen, denn damals gab es schon Gerüchte über Menschen, die anders waren - Mutanten - und sie wollten nicht, dass ihre Tochter unter dem Hass der Menschen leiden musste oder sie in eine Art Versuchslabor gesteckt würde.
Während Megans Eltern sich Gedanken machten, nutzte sie jede Gelegenheit in ihrer Miniform rumzulaufen, sehr zum Missfallen des Bruders und der Eltern, versteht sich. Irgendwann hatte sich Megan ein Puppenhaus gekauft und nach und nach immer mehr Einrichtungsgegenstände dafür, bis es vollständig eingerichtet war. Megan zog um bzw. ein, in ihr eigenes Haus und wurde nur noch groß, wenn sie zur Schule musste und wenn sie mit Ihrer Familie am Tisch essen musste, das war am Anfang des Jahres 2005.
Das war auch der Zeitpunkt wo ihre Eltern ihre Suche nach Hilfe intensivierten. Karen erinnerte sich an eine Cousine, die wegen einer seltsamen Sache das Land verlassen hatte und mit ihren Eltern nach Amerika auswanderte. Sie erinnerte sich ebenfalls daran, dass, als die zwei im Teenageralter waren, Lilian plötzlich Sachen bewegen konnte. Jetzt wusste Karen, dass auch ihre Cousine eine Mutantin war.
Sie bekam ziemlich leicht die Nummer ihrer Eltern heraus und rief sie sogleich an, denn Lilians eigene war da wesentlich schwieriger. Sie erhielt aber eine Adresse, wo man Lilian erreichen konnte. Claire schrieb ihr einen recht ausführlichen Brief. Es dauerte lange, bis sie eine Antwort bekam.
Karen fing langsam an sich Sorgen zu machen, ob Lilian ihren Brief überhaupt erhalten hatte, als sie endlich ihre Antwort bekam. Lilian schrieb, sie hätte sich mit einem Professor Charles Xavier über Megan unterhalten und dieser meinte, da die Familie Davies in Großbrittanien lebte, wäre es für Megan vielleicht besser auf ein Institut in Schottland zu gehen, das ebenfalls Kinder unterrichtet, die nicht viel anders waren als Megan. Er schrieb ebenfalls, dass er dem Schulleiter, ein gewisser Mr. Logan, über Megan informieren werde, bat aber Karen und John ebenfalls das Institut in Inverness anzuschreiben. Was die beiden sogleich taten.