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auf der neuen Plattform und hoffen
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bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Padraig hatte sich angewidert von Scott abgewandt und so Carols Verschwinden gesehen. Nur begreifen konnte er es nicht. Als er sah, dass Scott abgelenkt war, überlegte er kurz, ob er ihm das Knie zwischen die Beine rammen sollte. Aber weil noch Schülerinnen anwesend waren, entschied er sich dagegen. "Zu gütigst, Mister. Aber jetzt können sie mir ja bei der Suche nach Ms. Stone helfen. Ich weiß leider nicht, wie sie verschwunden ist, aber es schien, als würde sie von einem silbrigen Film überzogen werden und danach war sie weg."
Diesen Scott hatte er jetzt gefressen. Und was ihn betraf würde er sich mit ihm auich so bald nicht anfreunden. Kollegial mit ihm arbeiten, sollte er ein Lehrer sein, das schon, aber mehr auch nicht.
Und dann begann er vorsichtig in die Richtung zu gehen, in der Carol gesessen hatte.
"Ich ... ich bin noch da...ich hab mich nicht bewegt." kam es leise aus der Ecke.
Sie erhob sich.
"Nein, bleiben sie stehen wo sie sind, bitte. Wenn das Quecksilber abfällt und auf sie fällt, verschwinden sie auch." sprach sie in Padraigs Richtung. Sie hatte keine Ahnung ob er ein Mutant war und wenn ja, was für eine Mutation er hatte. Wenn ihn das Quecksilber treffen sollte, konnte das schief gehen.
Ihre Stimme klang erschöpft bis an den Rand des Zusammenbruchs. Das war ja nun die Krönung, unsichtbar inmitten der ganzen Leute hier.
Quecksilber? Von was sprach die Frau? Dann erinnerte er sich an diesen silbrigen Film. Aha, sie war also auch eine Mutantin, die soich durch einen merkwürdigen Zufall hier ans Institut verirrt hatte.
"Ist gut, Ms. Stone. Können wir Ihnen in irgendeiner Weise behilflich sein? Brauchen sie etwas? Oder wollen sie einfach nur ihre Ruhe haben? Vielleicht sollte sie Collum in eines der noch nicht belegten Zimmer führen.... Ähh, ich meine, er könnte ja vorausgehen. Ich würde es ja selber tun, aber leider weiß ich nicht, welches Zimmer noch frei ist."
Das war ein wahrer Redeschwall geworden. Mehr als er eigentlich zu sagen beabsichtigt hatte. Vermutlich nahm ihn das Ganze hier doch mehr mit als er dachte. Und dann diese herablassende Art von diesem Scott.
Carol nahm alle Konzentration zusammen, die sie noch hatte und schüttelte sich.
Das Quecksilber fiel mit einem leisen, metallisch klingendn Ton in vielen kleinen Flocken von ihr ab. Sobald diese auf den Boden trafen lösten sie sich sofort auf.
"Ja, ... Nein..., ich brauch eigentlich ... einen Schlag auf den Kopf. Am besten mit einem großen Hammer. Damit ich schlafen kann."
Ihr Versuch, witzig zu sein, ging völlig daneben, wenn man sie anschaute. Verweinte Augen, zerlaufenes Makeup, müdes Gesicht.
"Aber ich muss zurück nach Inverness, ich muss auf Arbeit erscheinen... wenn sie ein Auto haben? Dann könnte ich zurück, sobald alles vorbei ist."
Sie hatte keine Ahnung, ob sie das Richtige tat aber sie wußte, sie würde heute nacht nicht zur Ruhe kommen.
"Ich glaube kaum, dass es heute Nacht noch gelingen sollte, dass irgendwer noch irgendwohin kommt. Am besten, sie melden sich morgen krank und bleiben die Nacht über hier, denn alles andere wäre ein waghalsiges Unterfangen."
Nein, Scott wertete nicht. Jedenfalls nicht gleich - das hatte er vor allem in Bezug auf seine Schüler schon längst gelernt. Scott bewertete andere Menschen und Mutanten lange nicht und er bewertete auch Padraig nicht. Ein Urteil war schnell gefällt und konnte gefährlich sein.
Chui besass ein Aussehen, welches Dany noch nie gesehen hatte. So ungewöhnlich wie das war, war das allerdings auch kein Wunder. Jedoch hatte das burschikose Mädchen, das so oft für einen Jungen gehalten wurde, gestern schon mit Kurt Wagner Bekanntschaft gemacht und so wie es schien, gewöhnte sie sich erstaunlich schnell an derlei Anblicke. Womöglich lag es daran, dass unter der gefassten und selbstsicheren Schale eben doch noch ein Kind steckte und diese gingen mit so ungewöhnlichen Dingen ohnehin weniger verkrampft als Erwachsene um. Jedenfalls starrte Dany Chui in keinem Moment überrascht oder irritiert an, sondern zeigte gleich ein ungetrübtes Grinsen, welches deutlich ausdrückte, dass sie sich über neue Bekanntschaften immer freute.
"Und ich bin Dany. Das ist wirklich sehr nett, dass Du mir helfen willst.... abwaschen dauert ja nicht lange, sind nur ein paar Tassen."
Sie gab ein paar der Tassen an Chui ab und war froh, dass ihre Finger jetzt nicht mehr von den Henkeln belastet wurden, das zog nämlich ganz schön.
"Und er" dabei deutete sie auf Colum "wollte dann danach Tee machen. Dann brauchen wir die Tassen gar nicht zu verräumen, sondern können sie wenn sie sauber sind mit ins Wohnzimmer nehmen. Oh, und erinnerst Du mich an Zucker? Ungesüsster Tee schmeckt scheusslich."
Ein richtiges Plappermaul. Sie konnte reden wie ein Wasserfall, wenn man ihr die richtigen Stichworte hinwarf und trotzdem sprach sie nicht hastig, sondern in einem gemütlichen, kumpelhaften Plauderton. Sie wurde nur dann still, wenn man gemein zu ihr war und sie darauf nichts mehr zu erwiedern wusste, aber Chui schien wirklich jenseits von sowas zu sein und noch immer zeigte Dany ihren heiteren Gesichtsausdruck, für den sie die kleine Stimme in ihrem Hinterkopf ausschimpfte.
Ty hatte sich ein winziges Grinsen einfach nicht verkneifen können, als er mitbekam, wie dieser Padraig mit Scott sprach. Das hätte er dem Mann, den er vor wenigen Stunden an den Tischen kennenglelernt hatte, gar nicht zugetraut. Das Grinsen verging ihm bei Scotts nur zu typischer Reaktion wieder, und als dann auch noch Carol Stone plötzlich verschwand, wusste Ty gar nicht mehr, was er von der ganzen Situation halten sollte. Die redeten von Schlaf! Ja, waren denn alle verrückt geworden?
Ty stand auf und in dem Moment war es ihm einfach mal komplett egal, wer ihn hörte. Mit lauter Stimme, so dass alle Anwesenden in der Halle es hören konnten, sagte er:
"Hey! Habt ihr nicht was vergessen? Was unternehmen wir wegen St..." Er unterbrach sich nur kurz "Wegen Ororo?"
Wird endlich mal Zeit, dass jemand die Dinge beim Namen nennt! dachte er bei sich. Sein Blick wanderte nun erwartungsvoll zwischen Padraig, Scott und dem unbekannten Lehrer, den O'Diarmuid "Colum" genannt hatte hin und her.
Einige Zeit nach Scott kam Jean vom Krankenzimmer ins Erdgeschoss. Doch sie ging die Stufen nicht ganz bis zum Erdgeschoss hinab. Auf halber Höhe blieb sie über den Köpfen der Anderen stehen, lehnte sich zum Treppengeländer und sah hinunter. Es herrschte einigermaßen Ordnung und so sollte es sein.
Dort stand Scott bei Padraig und auf der anderen Seite ein paar Kinder. Hm, aber Storm war noch immer nicht zurück, auch wenn das Wetter sich etwas beruhigt hatte. Jean fröstelte etwas und zog den Kittel etwas mehr um sich. Wenn sie dort hinaus wollte, hätte sie wohl ihren Mantel mitnehmen sollen.
„Ist alles OK hier unten?“ Ihre Stimme hallte über die Köpfe der anderen hinweg, wie sie mit einer Hand über das Geländer strich und sich über den Zustand der Anwesenden erkundigte.
Ihr Blick blieb an Scott haften. Seine Nähe gab ihr direkt Ruhe, wie er sich so in seiner typischen Masche produzierte. Hoffentlich würde er nicht wieder wegrennen, denn es gab wirklich noch einige Dinge zu klären. Denn so wie es aussah, hatte er begriffen, dass Storm du Logan hier bleiben würden. Dann war er wohl hier um sie zurück zu holen?
Ihr Gedanke kam wieder auf Cathy, deren Gabe sie nebenbei vor der Außenwelt abriegelte und so einen kleinen Teil ihrer Konzentration auf einen anderen Menschen richtete. Eigentlich war ihr Rückzug aus Scotts Kopf eine Geste der Trennung und doch fühlte sie sich nicht wirklich distanziert. Zum anderen war das eine günstige Gelegenheit, jetzt hatte sie den Kopf etwas freier und konnte Cathy so vor sich selbst und ihrer Gabe schützen.
Sie würde mit dem Mädchen trainieren. Aber vorerst sollte sie sich mal gründlich ausruhen. Alles weitere, morgen…
Scott drehte den Kopf in eben dem Moment zu den Treppen, als Jean in die Halle kam. Glaubte sie denn wirklich, dass er irgendetwas bereute, das mit ihr zutun hatte? Das tat er nicht. Warum sah sie denn nicht, dass er gottverdammt nochmal allein wegen ihr nach Schottland gekommen war?! Dass er sich hier mit irgendwelchen Leuten auseinander setzte, und das allein wegen ihr. Nein, er wäre nicht nach Inverness gekommen, wenn sie nicht dorthin geflogen wäre. Er hätte Ororo und Logan in ihrem eisernen Entschluss nicht aufgehalten, obwohl er sah, dass dies hier noch einiges an Festigung bedurfte.
Wenn sie in seinem Blick lesen könnte, würde sie das sehen. Wenn sie in seinen Gedanken lesen würde, könnte sie es fühlen. Gott, Jean...
Schließlich wandte er sich jedoch Ty zu. Immerhin hatte dieser bis hierhin den Mund gehalten, das war ein enormer Fortschritt und ja, wenn Scott nicht aus dem Fenster gesehen hätte, würde er Ty sogar zustimmen.
"Ororo ist im Institut." So knapp wie die meisten seiner Antworten waren, war auch diese.
Langsam trat sie die Treppen hinab und blieb neben Scott stehen. Himmel, das Gesicht kannte sie doch. Das war… das war Tyler! Ihr Gesicht wurde von einer überraschten Mimik überwältigt. Sollte sie sich jetzt freuen? Scott und Tyler waren hier. Irgendwie verlor die Situation an Komik.
Sie wandte den Kopf zu Scotts Gesicht hinauf und bemerkte nur kurz, dass sie ihm sehr nahe stand. Dann sah sie wieder zu Tyler. Wer war hier wessen Bodyguard? Und dann Scotts Antwort.
„Ro…“, murmelte sie. Sollte sie wirklich schon hier sein?
"Sie ist hier? Wie geht es ihr? Kann i... kann man sie sehen?"
Er war während dieser Fragen mehrere Schritte nach vorn gegangen, auf Scott zu, aber Ty brach ab, als er merkte, wie übereifrig er schon wieder klang... oder war das Besorgnis, die aus ihm sprach. Schnell schob er eine Frage nach, bevor sich irgendwer Gedanken darüber machen konnte.
"Und Logan? Wo ist der?"
Dann wurde Ty nochmal überrascht, - obwohl es eigentlich auch wieder keine Überraschung war. Er hatte ja gewusst, dass Jean hier sein würde, aber nun sah er sie das erste Mal wirklich wieder. Er war sich nicht sicher, was er sagen sollte.
"Jean! Hi."
Ty hob unsicher und grüßend die Hand und sah sie dabei an, als würde sie Scotts Aussage bestätigen können.
"Ist das wahr? Sind die beiden okay? Hast du sie gesehen?"
Padraig hatdte sich aus dem Ganzen einfach herausgehalten. Und die Aussage von diesem Scott, dass sich Ororo wieder im Institut befand ließ nahelegen, dass er mit ihr vertraut war. Aber das gab ihm noch lange nicht das Recht so gönnerhaft hier aufzutreten. Wenn allerdings Ororo und Logan ihm offiziell irgendwelche Vollmachten gaqben, dann würde er sie im Sinne von Dienst nach Vorschrift befolgen, solange der sich nicht in seinen Unterricht mit reinhängte. Sollte er das aber tun, dann würde es knallen.
Padraig wante sich zu Carol. "Hier scheint jeder unhöflich zu sein. Aber glöauben sie mir, Ms. Stone, dass ist nicht immer so." Zum Glück ist Loggan mit der miesen Laune der letzten Tage gerade nicht da.
Seine Braue zuckte leicht nach oben. Ja war er denn Arzt? Musste er irgendwelche Diagnosen stellen? Hier waren wohl wirklich alle ziemlich mit den Nerven am Ende. Und letztlich war er wieder einmal von Ty überrascht. Positiv überrascht. Vielleicht würde sich dieser doch noch einmal irgendwann in ein Team eingliedern lassen.
Auch sein Blick fiel einen Moment auf Jean und vielleicht vergaß er einen unbedeutenden Augenblick (oder einen bedeutenden?), wie dieser Tag zuende gegangen war, denn er lächelte. Auch wenn es nicht lange anhielt, aber es war da gewesen.
"Ty...Ty, hol Luft. Ich hab Ro über die Veranda ins Institut gehen sehen. Sie schien nicht verletzt und ich glaube, wenn sie mit einem von uns hätte sprechen wollen, wäre sie hierher gekommen."
Und die Gewitterwolke, die ihr gefolgt war, ließ darauf schließen, dass sie es nicht gewollt hatte.
"Was Logan angeht, den habe ich zuletzt im Fahrstuhl verschwinden sehen, als ich hier ankam."