Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Sariel die Hand auf die Wange legend, sah er ihm für eine schiere Ewigkeit in die Augen, ehe er ihm einen Kuss auf die Stirn drückte. "Wisch die Tränen weg, Sariel." Denn Raguel würde ihn so nicht sehen wollen.
Mit einer Last auf den Schulter, von der kaum jemand nachvollziehen konnte, wie schwer sie eigentlich war, nahm er sich seines toten Sohnes an. "Geh in dein Zimmer, Sariel." Denn er würde ihnen folgen und die Trauer am liebsten hinter jener Tür verschliessen.
Finnja, die es die Feier über scheinbar auch im Haus gehalten hatte, stand auf der Hälfte der Treppe, einen kleinen Stoffbeutel in der Hand. Als sie die drei Männer erblickte sog sie rasch die Luft ein und schlug ein Kreuzzeichen.
Sariel nickte, niemand anderer als sein Vater dürfte ihn jetzt und so ansprechen. Er schluckte trocken, weil seine Zunge an seinem Gaumen festklebte.
Er hatte genug getrauert und genug geweint. Die O'Reillys waren nun mal Kämpfer. Entschlossen wischte er sich mit dem Handrücken über das Gesicht und als er seinen Vater in die Augen sah war das alte Glimmen wieder da.
Er nickte, reckte das Kinn, ballte die Fäuste und machte sich auf dem Weg nach oben.
Rhona erhob sich. Brooke war in guten Händen und helfen konnte sie ihr offensichtlich nicht. sie sah sich um und ihr Blick fiel auf Carol. Lautlos war sie mit mehreren schritten neben der jungen Frau und setzte sich neben sie, für einen Moment sah sie dabei an dem älteren Mann hoch.
Dann legte sie vorsichtig einen Arm um Carol,schwieg aber vorerst, alles was sie hätte sagen können wäre ihr leer und sinnlos vorgekommen.
Ty nahm das Geschehen hinter sich nur distanziert und unwirklich wahr, ein Schutzmechanismus, den er sich angwöhnt hatte. Es war nicht so, als würde ihn das Schicksal des Fremden völlig kalt lassen, aber er hatte gelernt, gewisse Dinge nicht an sich heranzulassen. Oft hatte er sich gefragt, ob das nicht vielleicht ein Fehler war. In der jetzigen Situation empfand er es aber nicht so.
Ty entschloss sich, Logan direkt anzusprechen, sobald er wieder in der Halle auftauchte. Er würde so lange neben der Tür warten, wie es notwendig war. Irgendwas hier war einfach verdammt faul... ein Schneesturm im August, haufenweise Verletzte, verängstigte Kinder und keine Spur von Storm. Das roch geradezu nach einer Katastrophe und er würde notfalls im Alleingang da rausgehen, um...
Genau deswegen bist du doch hier gelandet. Um es mal NICHT so zu machen, wie du es immer tust. Denk verdammt nochmal nach, bevor du dir wieder Ärger einhandelst, ansonsten kannst du dir deine Tasche gleich wieder unter den Arm klemmen!
Ty holte gequält Luft und zwang sich erneut, geduldig zu sein. Seine innere Unruhe unterdrückend zupfte an den Handschuhen herum und starrte weiter aus dem Fenster hinaus ins Dunkel.
Mit Scott verhielt es sich wohl ähnlich wie mit Ty. Anfangs hatte er sich im Hintergrund gehalten, um Sariel einen Moment trauern zu lassen. Mochte der andere ihn nicht kennen, doch ganz so ignorant war Scott nicht gewesen, als er erfahren hatte, dass Ororo und Logan nach Schottland gegangen waren. Nein, im Gegenteil; er hatte sich sehr gut über dieses Projekt informiert, so dass er weniger als Jean daran gezweifelt hatte, dass nichts und niemand es schaffen würde, die beiden wieder zurück nach New York zu holen.
Er wusste, wer Sariel war und auch, wer Raguel gewesen war, wenngleich er ihnen nie persönlich begegnet war. Er hatte selbst einen Bruder und auch, wenn er es nicht zeigte, so konnte er erahnen, wie es Sariel gehen musste. Nach einer Weile aber hatte er sich jenem wieder zugewandt, um der Szenerie einen anderen Ort zu geben. In diesem Moment war Gabriel O'Reilly hinzu getreten und Scott wusste, das seine Aufgabe hiermit erfüllt war. Sie würden Raguel an einen angemesseneren Ort bringen.
Auch Scott trat nun ans Fenster und starrte hinaus in die Nacht, als ob er noch auf jemanden warte.
Joel stand auf.Er hatte zu oft mitbekommen wie jemand starb und wolle sich nicht weiter Gedanken darum machen.Was nicht hieß das es ihn nicht leid tat.
tbc:?
Es hatte zwar ein klein wenig länger gedauert als geplant, aber immerhin, Dany war mit dem Tee zurück. Irgendwie hatte sich das Chaos gelegt und die Leute in der Eingangshalle wirkten sehr bedrückt, was Dany sich nicht ganz erklären konnte. Vielleicht war es ja einfach die Ruhe nach dem Sturm und so ein Chaos war erschöpfend, da konnte sie schon verstehen, dass die Anwesenden nun etwas drein blickten.
Nachdem sie sich kurz umgesehen hatte, hatte Dany Carol wieder ausfindig gemacht und ging zu ihr hinüber. Jemand mit mehr Feingefühl als Dany hätte vermutlich gemerkt, dass hier etwas absolut nicht stimmte, aber um dieses zu entwickeln und zu erlernen, dafür hatte man ja schliesslich seine Kindheit.
"Ich habe den Tee fertig, Miss Stone. Mika war so nett und hat mir mit den Tassen geholfen, ich alleine hätte sicher die Hälfte fallen gelassen und Scherben bringen zwar Glück, machen dafür aber auch eine ganz schöne Unordnung. Möchten Sie vielleicht gleich einen Becher? Oder sonst jemand?"
Ganz wie es einfach ihre Art war plapperte sie munter und mit einem unbekümmerten Gesichtsausdruck vor sich hin und sah dann die Leute, die grade in ihrer Nähe waren, fragend an und hob dabei die Teekanne etwas an.
Carol hob den Kopf und schaute Dany aus rotgeweinten Augen an. Ein gequältes Lächeln huschte über ihre Lippen als sie den KOpf schüttelte.
"Danke Dany, ich mag nichts im Moment. Aber vllt. die anderen?"
Wie sollte sie dem Mädchen ihren Schmerz erklären? Wie erklären, dass sie sich im moment so hilflos fühlt, wie jemand, der im Dunkeln steht und nichts sieht. Nein, die Kleine würde noch früh genug solche Schmerzen kennen lernen.
Ihre musste sie allein tragen.
Sie hatte ja geweint.... aber warum? Dumme Frage, doch warst selbst doch auch schon halb dabei zu heulen. Unzählige Augenblicke lang stand Dany einfach nur da und sah Carol an, wollte eigentlich etwas sagen, aber fand kein einziges Wort, das irgendwie gepasst hätte. Sie war kumpelhaft, fröhlich, vorlaut aber nicht unbedingt sensibel, jedenfalls glaubte sie das nicht von sich und sie schätzte, dass sie eigentlich gar nichts für Carol tun konnte.
"Ja, also, ähm."
Sie war die Meisterin der sinnvollen Erwiederungen, zumindest dann, wenn sie überfordert war und irgendwie wollte sie nicht mehr daran glauben, dass die Ereignisse heute Abend so leicht abzutun waren, wie sie das bisher angenommen hatte. Die Luft roch regelrecht danach, dass jede einzelne von Carol's Tränen gerechtfertigt war und doch war kein einziger Gedanke zu fassen, nach wie vor konnte Dany sich das alles nicht erklären und wurde fast wahnsinnig dabei, weil sie es eben erklären können wollte.
"Ich frag dann jetzt einfach mal rum."
Etwas Besseres fiel ihr auch gerade absolut nicht ein. Das unbekümmerte Lächeln wollte ihr nicht mehr gelingen und sie erzwang es auch gar nicht erst, trotzdem schwang in ihrer Stimme immer noch die Eigenart trotz allem ein heiteres Gesicht zu zeigen mit, als sie einen nach dem anderen in der Eingangshalle fragte, ob er oder sie denn Tee möchte.
Carol schaute ihr nach und ein neuer Schmerz gesellte sich zu dem alten.
Dany hatte gerade gemerkt, dass nichts und niemand helfen kann in manchen Situationen.
Ach Dany, es tut mir leid. seufzte sie lautlos.
Warum war keiner der Lehrer da? Logan oder Ms Munroe oder Kass? Alle waren und blieben verschwunden.
Mika war vor Dany aus der Küche getreten, jedoch unschlüssig in der Eingangshalle stehengeblieben. Hier sah iemand wirklich so aus, als könnte ein Tee jetzt alle seine Besorgnis davonspülen. Also gab sie Dany durch einen Wink zu verstehen, dass Willow und Brooke am ehesten Tee bräuchten.
Mika war mehr als froh darüber zu sehen, dass es brooke langsam besser ging. sie grinste sie leicht an.
Etwas zu tun zu haben, tat gut, da brauchte man wenigstens nicht nachzudenken und Tee in zwei Becher zu schütten konnte eine Dreizehnjährige eigentlich recht gut beschäftigen. Zumindest sagte Dany sich das, nachdem sie ob Mika's Wink zu ihr hinüber gegangen war und die Tassen vom Tablett nahm, um sie mit dampfendem Tee zu füllen. Die Zungenspitze in den Mundwinkel drückend passte sie auf, dass auch ja nichts daneben ging und dass sie sich dieses Mal ausnahmsweise keinen Tee auf den Handrücken schüttete.
"Jetzt hab ich gar nicht an Zucker oder Milch gedacht. Aber ich glaub, das ist jetzt auch egal."