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Dieses Thema hat 70 Antworten
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 Institut-Area
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Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

24.04.2005 16:50
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
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Jean Grey Offline

Besucher

Beiträge: 997

25.04.2005 21:11
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
Und so betrat Jean mit Scott im Schlepptau die Küche, sah kurz zu Trisha und gönnte ihr ein fröhliches „Guten Morgen“, auch wenn sie nicht wusste, wie die Kleine hieß. Aber am Ende dieses Tages war die Chance ganz hoch, dass sie ihren Namen kennen würde. Sofern sie der Bitte nachkam und sich dem Aushang folgend zu ihr ins Krankenzimmer gesellte, um die nötigen Formalitäten zu erledigen.

Scott stehen lassend, wandte sie sich der Küchenzeile zu und machte sich daran ein amerikanisches Frühstück anzurichten. Es war also doch irgendwo wie Urlaub und so werkelte Jean ganze 15 Minuten mindestens in der Küche herum, bevor sie etwas ruhiger am Herd stand und Pancakes backte. Dabei summte sie fröhlich vor sich hin, fast schon zu fröhlich, aber man konnte es ihr nicht verübeln. Für den Augenblick war die Welt ein klein wenig mehr in Ordnung, als noch Stunden zuvor.

Die Menge, die Jean wieder einmal zusammen backte, reichte aus um eine Mannschaft satt zu machen und wieder kam ihr der Gedanke, dass die Schüler füreinander Frühstück machen sollten, in Gruppen und immer abwechselnd. So konnte das Institut zügig zu einer Einheit heran wachsen.

Die Subs kamen ihr in den Sinn, als sie einen der Pancakes auf die andere Seite wendete. Es gab sie, unter dem Institut und sie hatte sie noch nicht gesehen. Heimweh war etwas seltsames, der Gedanke, dass sie wieder in ihrem Krankenflügel mit Hank zusammen arbeiten würde, bereitete ihr Kummer und Vorfreude. Es ist schwer für eine Seele mit Fernweh, wenn man ein, zwei Orte gefunden hatte, an denen man sich wohl fühlte.

Dany Offline

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Beiträge: 253

25.04.2005 22:45
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
~from: Im Flur

Ihre Mutter hatte ihr vor ein paar Jahren versprochen, dass sie bald weniger arbeiten würde und ihr dann auch mal wieder Frühstück machen konnte. Aber das Geld wurde immer knapper und Dany war von Jahr zu Jahr öfter alleine zu Hause und irgendwie hatte sie sich damit abgefunden. Es war seltsam, aber trotz des ganzen Ärgers, den sie mit ihrer Mutter hatte und den vielen Dingen, die sie auch jetzt noch traurig machten, freute sie sich irgendwie darüber, dass ihre Mutter nun einen Mund weniger stopfen musste und vielleicht etwas besser klar kam, wenn da keine Jugendliche mehr war, um die sie sich neben ihrem Job kümmern musste. Im Moment war es noch einfach, schliesslich war sie erst seit etwa eineinhalb Wochen von zu Hause weg, aber Dany konnte sich nichts vormachen und wusste, dass ihr ihre Mom bald sehr fehlen würde. Dennoch. Es gab keinen Weg zurück. Wieder in Milton Keynes zu sein würde bedeuten, dass sie kein richtiges Leben führen konnte und trotzdem sie noch so jung war, eigentlich noch ein Kind, war ihr bewusst, wie wichtig diese Entscheidung für ihr Leben war, dass sie hier blieb.

Ich bin nicht verrückt. Und nun habe ich endlich jemanden gefunden, der mir das auch glaubt.

Mit Schwung schob sie die Küchentür ein Stück weiter auf und blieb erst einmal stehen, als sie sah, dass bereits schon drei Personen da waren. Doktor Grey kannte sie bereits, den Mann hatte sie gestern Abend in der Eingangshalle gesehen. An das Mädchen konnte sie sich nicht erinnern, sie war bestimmt auch eine Schülerin und sie bekam ebenso ein Lächeln geschenkt, wie auch die beiden Erwachsenen. Ihr fröhlicher Gesichtsausdruck bereitete ihr kein schlechtes Gewissen, sie war eben der Meinung, dass es niemandem half, wenn nun alle konsequent mit trauriger Miene herumliefen und so tragisch der Tod von dem Mann gestern Abend war, es würde alles irgendwie weitergehen müssen.

"Guten Morgen!"

Sie blieb noch einen Moment im Türrahmen stehen, die Hände in den Hosentaschen und sich darüber bewusst, dass ihre Haare fröhlich in alle Richtungen standen und sie trotzdem sie schon geduscht hatte aussah, als wäre sie gerade eben erst aus dem Bett gekrochen. Dann holte sie sich den Wasserkocher, füllte ihn und stellte ihn an.

"Sonst noch jemand einen Tee?"

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

25.04.2005 23:04
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
Auch er nickte Trisha zu und wirkte an diesem Morgen wohl weniger düster als noch am Vorabend in der Eingangshalle des Instituts. Aber soweit er sich erinnerte - und er konnte sich Gesichter recht gut merken -, war sie da ohnehin nicht anwesend gewesen. Kurz warf er einen Blick in Jeans Richtung und ja, es lag wohl irgendwie daran, dass er nicht in New York war oder noch immer nichts anderes im Magen hatte als Logans Whisky, denn ein wenig sah es so aus, als wolle er sie packen und ihr einen Kuss in den Nacken setzen. Er tat es natürlich nicht, sie waren ja nicht allein und er war... eben einfach Scott. Stattdessen sah er ihr kurz über die Schulter, ehe er weiterging und alles doch den Eindruck erweckte, als schlawänzelte er um sie herum wie ein Kater um den Fressnapf. Aber er hatte auch auf mehrere Arten Hunger und seit dieser Flugzeugpampe hatte er nichts mehr gegessen.

Nach einer Weile setzte er sich zu Trisha. So wirklich freundlich zu sein fiel ihm manchmal genauso schwer wie Logan - hatten sie immerhin etwas gemeinsam. Aber er mochte Kinder, sonst hätte er sich das alles nicht in New York aufhalsen lassen.

"Guten Morgen. Ich bin Scott und du? Jean backt gerade für ein Jahr auf Vorrat, darum kannst du gern mit frühstücken, wenn du möchtest."

Als Dany eintrat, nickte er grüßend.

"Guten Morgen." Gleich noch einmal, aber das war er gewohnt. Den Tee lehnte er allerdings dankend ab.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

25.04.2005 23:05
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
Jean sah von der Heizplatte auf und zu Dany, lächelte ihr zu und betrachtete sie, während sie auf das leckere Duften wartete, dass sich einstellte, wenn die Pancakes fertig waren. „Guten Morgen, gut geschlafen?“ Ja, sie hatte keinen Schimmer, dass in dieser Nacht Menschen gestorben waren und das bemerkte man auf den ersten Blick. Es war seltsam und doch hatte ihr niemand etwas gesagt und so war sie die morgendliche Fröhlichkeit in Person. Alles eine Frage der Zeit, bis diese Fröhlichkeit zerbrechen würde.

Wer würde die Ursache sein?

„Am besten du setzt eine große Kanne Tee an, es kommen sicher noch mehr“, antwortete sie auf die Frage mit dem Tee hin und schob den Pfannenwender unter einen Pancake, um ihn zu wenden. Leise summte sie vor sich hin und sah dann wieder zu Dany. „Magst du Pancakes? Oder soll ich dir etwas anderes machen ?“ Jeans Laune war ob der derzeitigen Situation beinahe unheimlich.

Oh selige Unwissenheit.

Dany Offline

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Beiträge: 253

26.04.2005 07:25
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
Während sie sich mit einer Hand über den Hinterkopf strich und sich durch die Haare fuhr, ging sie in die Küche hinein. Der Duft hier drin liess ihren Magen rumoren, er wollte unbedingt etwas kriegen und er würde sie nicht in Ruhe lassen, bis sie endlich nachgab. Dabei hatte sie überhaupt keinen Appetit. Wie den auch, der gestrige Abend hatte ihn ihr gründlich genommen.

"Na ja. Geschlafen habe ich gut, etwas wenig vielleicht. Colum hatte Chui und mir erlaubt noch aufzubleiben und wir sassen dann bis tief in die Nacht im Wohnzimmer."

Ob die beiden wohl noch lange da geblieben waren? Chui hatte gar nicht gut ausgesehen, sie war so durcheinander gewesen und Colum's Ausdruck in den Augen, als er sich in der Eingangshalle zu Dany hinab gebeugt hatte, sie konnte beides einfach nicht vergessen. Es kam ihr vor, als hätten diese Bilder sich in ihre Augen gebrannt. Grade so, als wäre es das Letzte gewesen, das sie gesehen hatte, bevor es dunkel wurde.

Endlich hatte sie die Dose mit den Teebeuteln gefunden und konnte nun den Tee in der Kanne aufbrühen. Während er zog stellte sie Zucker und Milch bereit und dazu noch ein paar Tassen und Löffel, so dass wer Tee wollte sich nicht alles zusammen suchen musste und falls jemand doch lieber Kaffee trank, stand jetzt ja auch schon alles da.

"Ich weiss nicht, ich kenne Pancakes gar nicht."

Als sie kurz daran dachte, dass sie normalerweise immer Schinken und Eier auf Toast zum Frühstück ass, wurde ihr auf einmal schlagartig übel bei dem Gedanken daran überhaupt etwas zu essen. Sichtlich bleich um die Nase goss sie sich eine Tasse Tee ein, gab Zucker und Milch hinzu und setzte sich dann an den Tisch.

"Riecht wirklich gut, aber ich hab einfach keinen Appetit."

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

26.04.2005 14:32
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
Jean häufte einige der Pancakes auf einen großen, schlichten Teller, ging damit am Kühlschrank vorbei und sammelte zwei Flaschen hervor. Eine davon war Sirup und die andere eine kleine O-Saftflasche. Beides stellte sie vor Scott auf den Tisch und nahm sich dann ihrerseits wieder die Saftflasche, deren Verschluss sie aufschraubte und wegsteckte. „Lass es dir schmecken, Scott.“ Einen Schluck nehmend betrachtete sie die Küche von diesem Punkt aus und kehrte dann an den Herd zurück.

„Kein Problem“, antwortete sie auf Danys fehlenden Appetit und sah sie einen Moment an, bevor sie sich wieder dem Herd zuwandte. „Und Pancakes sind Kalorienbomben“, scherzte sie und warf Scott einen tückischen Blick zu. Jean für ihren Teil hatte in den letzten Stunden und Tagen auch nicht sehr viel gegessen, was seltsam war. Aber ihr Hunger kam und ging, wie es ihm passte und in diesen Tagen hatte sie eben etwas weniger Appetit.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

26.04.2005 14:39
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
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Dany Offline

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Beiträge: 253

26.04.2005 15:00
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
Tick. Tack. Tick. Tack.

Seit fast einer Stunde sah sie nun auf den roten Wecker auf ihrem Nachttisch, dessen rote Schellen sie morgens immer lautstark aus dem Schlaf holten. Es war ein altes, klappriges Teil, aber sie hatte sich an das gleichmässige Ticken gewöhnt und in Nächten, in denen sie nicht einschlafen konnte, hörte sie diesem einfach so lange zu, bis ihre Gedanken fort waren und sie in Träume hinfort glitt. Aber jetzt war es noch hell draussen, zum schlafen noch viel zu früh. Trotzdem lag sie auf ihrem Bett, seitlich eingerollt und sah diesen Wecker an. Unten war es ruhig geworden, nur ab und an hörte sie, wie ihre Mutter schluchzte. Aber sie konnte nicht runtergehen, dafür war sie einfach nicht stark genug. Und dann ging die Tür zum Zimmer neben dem ihren auf und wieder zu. Schritte gingen die Treppe hinab und dann hörte sie die Worte, die sie bis heute hasste; Ich gehe dann jetzt.


Ihr war gar nicht so recht bewusst gewesen, dass sie die Küchenuhr ettliche Momente lang angestarrt hatte, dann aber räusperte sie sich sehr leise und griff nach ihrer Tasse Tee, um einen Schluck daraus zu trinken. Es gab diese Augenblicke, in denen ihr manche Dinge wieder einfielen, an die sie sonst so gut wie nie dachte und so schnell sie kamen, so schnell gingen sie auch wieder. Es war nur ein Gefühl des bitteren Nachgeschmacks, das dann meistens blieb oder der Zufriedenheit, wenn die Erinnerung eine Schöne gewesen war. Nach einem kurzen Blick von Doktor Grey zu dem Mann, den sie Scott genannt hatte und dann wieder zu ihr zurück fragte sich Dany, ob die beiden ein Paar waren. Irgendwie sah es danach aus, aber vielleicht waren sie ja auch nur Freunde. Viel verstand sie von den zwischenmenschlichen Verstrickungen Erwachsener ohnehin nicht, Kinder gingen diese Dinge eben viel unkomplizierter an und hatte noch nicht mit dieser tiefgreifenden Gefühlswelt zu tun. Dann fiel ihr ein, dass sie sich doch noch bei Doktor Grey dafür bedanken wollte, dass sie sie vorgestern untergebracht hatte. Aber na ja, das hatte noch Zeit, laut dem Aushang draussen im Flur sollte sie wohl ohnehin noch bei ihr vorbei und dann konnte sie ihr das unter vier Augen sagen.

Tick. Tack. Tick. Tack.

Es war erstaunlich, dass man den Takt eines Sekundenzeigers selbst dann kannte, wenn man keinen sah oder hörte. Im Wohnzimmer war es die Standuhr, deren Pendel sich hinter einer Glasscheibe sich immer hin und her bewegte. Vermutlich war es eine von diesen Uhren, die man ab und zu mit Gewichten aufziehen musste, damit sie nicht irgendwann zu schlagen aufhörten. Wie ein Herz, kam es ihr in der Sinn. Ein Herz schlug auch unentwegt und benötigte so vieles, um das zu können. Und es brauchte so wenig, damit es aufhörte.


Sie hatte gehofft, dass sie diesen Anblick würde vergessen können, aber schon eine Sekunde, nachdem sie glaubte nicht mehr auf die Uhr zu starren sah sie ihn wieder vor sich. Den Mann oben auf der Treppe und den leblosen Körper, den er trug…. den schlaff herunterhängenden Arm desjenigen, der gestorben war. Streit hatte es gegeben, hatte Chui erzählt und Dany verstand bis jetzt nicht, wie es dazu hatte kommen können, dass es jemandem das Leben gekostet hatte. Ein helles Licht, ein Schlag aus dem Nichts. Als wären sie von innen heraus verkohlt. Ein unwillkürlicher Schauer durchfuhr Dany, als ihre Gedanken sich überschlugen und tiefe Trauer streifte ihre Wahrnehmung, als sie den herunterhängenden Arm ein weiteres Mal sah.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

26.04.2005 16:18
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
Ihr Blick lag auf Dany, wie sie so an der Anrichte lehnte und ihren Orangensaft trank. Für den Augenblick hatte sie genug Frühstück gemacht und es würde noch eine Weile reichen, außerdem interessierte sie sich sehr dafür, was Dany durch den Kopf ging. Das Mädchen blickte nun schon eine ganze Weile Gedankenverloren auf die Küchenuhr und dabei war es nicht, als würde sie auf jemanden zu einer bestimmten Uhrzeit warten, sondern ihr Blick verriet, dass sie ihren Erinnerungen nachhing.

Gerade als Dany sich wieder regte, trank Jean einen weiteren Schluck und schloss dabei genießerisch ihre Augen. Der säuerliche Geschmack zerrann ihr auf der Zunge und verursachte das pelzige Gefühl, dass sie danach noch eine Weile im Mund spürte. Nachdenklich betrachtete sie das Etikett und beschloss, dann doch lieber frisch gepressten O-Saft zu trinken. Die Zutaten verrieten 100% Saft und doch schmeckte es ulkig.

Wieder ihren Blick zu Dany wendend, war das Mädchen schon wieder in ihren Gedanken versunken. Ob sie Jean davon erzählen würde?

Mit der freien Hand griff sie zu dem Haufen der fertigen Pancakes und angelte sich einen heraus, der schon etwas kühler war, klappte ihn zusammen und aß ihn so. Ja, keine Manieren die Frau, aber man war ja unter sich und die Kinder waren keine Kleinkinder mehr, denen man Tischmanieren beibringen musste.

Zu guter Letzt saßen sie alle in der Küche und nicht im Esszimmer. Das gab dem Ganzen eine lockerere Atmosphäre. „Wie war die Party?“ Man bedenke Jean hatte keinen Schimmer, was gestern wirklich alles schreckliches passiert war. In ihren Gedanken gab es eine Party und die Kinder müssten doch Spaß gehabt haben, oder? Gut, Ro hatte irgendwelche Probleme gehabt und Padraig war ohne Herzschlag eingeliefert worden, aber das hatte für sie keinen Zusammenhang.

Scott Summers Offline

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26.04.2005 17:32
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
"Danke, Jeannie." Kalorienbomben, das entlockte ihm nur ein kurzes Schmunzeln. Bei seinem Lebensstil glaubten viele, dass er gar nicht darauf achten musste. Aber jeder Sportler würde wissen, dass das falsch war. Heute allerdings war ihm das vollkommen egal.

Er erinnerte sich, dass Dany das Mädchen war, das gestern Abend die Tür zugeschoben hatte. Natürlich hatte sie mitverfolgt, wie er Raguel ins Institut gebracht hatte. Warum hatten auch alle in der Vorhalle stehen müssen? Das alles hätte überhaupt nicht jeder mitansehen sollen. Und Dany machte den Eindruck, als hätte sie das noch lange nicht verkraftet - da würde noch einiges an Aufarbeitung geleistet werden müssen.

Als Jean nach der Party fragte, dämmerte Scott erst, dass sie überhaupt niemand über das Ende der Feier aufgeklärt hatte und er warf einen kurzen Blick auf Dany, doch diese würde wohl nicht bemerken, dass er sie ansah, also meinte er:

"Jean...", und schüttelte leicht den Kopf. "Lass uns nach dem Frühstück reden." Woraufhin er dann offensichtlicher zu Dany sah.

"Tut mir leid, ich hatte mich nicht vorgestellt, aber du hast wohl inzwischen mitbekommen, wer ich bin. Vielleicht solltest du doch versuchen, ein wenig zu essen, hm?"

Scott erhob sich vom Tisch und griff nach einer Serviette auf der Anrichte, um sich die Hände zu säubern.

Dany Offline

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26.04.2005 17:50
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
"Die.... die Party....?"

Dany klang kurz verwirrt und ihr Blick sprach Bände darüber, dass etwas Schlimmes passiert war. Irgend etwas war ganz und gar nicht in Ordnung. Dann aber schien ihr aufzugehen, dass Doktor Grey offenbar noch nicht alles wusste, was gestern Abend passiert war, denn sonst hätte sie sicherlich nicht so unbekümmert danach gefragt. Wie wahr, der gestrige Abend hätte fröhlich enden sollen, stattdessen wurde er zur reinsten Katastrophe. Nein, Dany war ganz und gar nicht über diesen Abend hinweg, aber sie hatte schon Colum gegenüber betont, dass sie damit zurecht kam. Sie musste es einfach.

Sie atmete innerlich auf, als Scott zu Jean sagte, dass sie später darüber sprechen würden, denn sonst hätte sie am Ende selbst noch etwas dazu gesagt und sie bezweifelte, dass sie das überhaupt wollte. Eine Kämpferin sein oder aufgeben, sie hatte sich ohne zu zögern für das Erste entschieden und sie war stark genug dafür, jedenfalls hoffte sie das. Was sie mit dem was passiert war anfangen sollte, das wusste sie nicht. Verdrängen, das war das Einzige, das ihr dazu einfiel und notfalls würde sie sich mit allen Mitteln dazu zwingen, nicht immer an den Anblick des toten Mannes zu denken. In ihren Gedanken hatte er kein Gesicht, sie kannte nicht einmal seinen Namen. Aber statt dass es das einfacher machte, wurden dadurch die Fragen nur zahlreicher.

Es war seltsam jemanden anzusehen, dessen Augen man nicht erkennen konnte. Dany hatte keine Ahnung, was das für eine seltsame Brille war, die Scott da trug, aber er würde schon seine Gründe dafür haben. Dennoch war es schwer aus seinem Gesicht herauszulesen, das meiste stand stets in den Augen.

"Ja, das habe ich mitbekommen. Ich bin übrigens Dany...."

Essen? Bloss nicht. Mit einem flauen Gefühl im Magen schüttelte sie auf diesen Vorschlag hin mit dem Kopf und klammerte sich dann lieber an ihre Teetasse, um noch einen Schluck daraus zu trinken. Sie würde lieber etwas an die frische Luft gehen und sich etwas die Beine vertreten, danach klappte es vielleicht ja wieder mit dem Appetit.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

26.04.2005 19:18
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
Jean leerte die Saftflasche und sah zu Dany herüber und nachdem was Scott sagte, kam in ihr ein mulmiges Gefühl auf. Was war denn passiert? Gut, sie war Gast, Aushilfe und kein festes Mitglied des Teams, daher war es verständlich, dass man ihr nicht viel erzählte. „Bist du satt“, fragte sie und sah dabei Scott zu, wie er sich die Hände säuberte. Sie für ihren Teil wusch sich die Hände im Waschbecken und trocknete sie an einem Papierhandtuch ab, dass sie ordnungsgemäß entsorgte.

Man hätte denken können, Jean wäre einmal Köchin in einem ihrer früheren Leben gewesen. Aber eigentlich war das nicht nötig. Konnte man denn nicht kochen, wenn man einmal in das Gedächtnis eines Koches gesehen hatte? Ein Photographisches Gedächtnis hatte Jean zwar nicht, aber den größten Teil konnte sie sich leicht merken. Ihr entgingen meist nur Details, die für sie nicht von Bedeutung waren.

„Ich sollte langsam ins Krankenzimmer gehen und die nötigen Vorbereitungen treffen“, fügte sie hinzu und warf die leere Plastikflasche in den Recyclingmüll. Sie musste sich auch noch Gedanken um den Stundenplan machen, so wie Padraig es ihr aufgetragen hatte. Umso besser war es, dass sie den Lehrern angetragen hatte, sich morgen bei ihr zu melden.

Ein kleiner Geniestreich, oder?

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

27.04.2005 21:33
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
"Hallo Dany, freut mich...", er lächelte kurz, und trotz allem, was passiert war, wirkte dieses Lächeln nicht erzwungen. Verdrängen war überhaupt keine gute Methode, um mit etwas fertig zu werden. Verdrängen war nur Aufschieben und zumeist wurden die Dinge letztlich nur noch schlimmer, als sie zu Anfang eigentlich gewesen waren. Scott wusste das selbst aus eigener Erfahrung und obwohl er dieses Lehrgeld schon mehr als einmal gezahlt hatte, war es ihm mit Jean wieder einmal nicht anders gegangen. Er war froh, endlich am Loch mit ihr gesprochen und einige Dinge geklärt zu haben. Wenn auch längst noch nicht alle.
Scott nahm sich vor, dass, wenn er mit Ro sprach, dann auch Raguels Tod anzusprechen und vor allem, dass man mit den Kindern über dieses Thema sprechen musste.

Die Serviette landete im Mülleimer und er sah noch einmal zu Jean.

"Können wir kurz miteinander sprechen?"

Chui Offline

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27.04.2005 21:42
[Küche 4.08.05] Ein neuer Morgen Antworten
Die Tür geht nur zu etwa einem Viertel auf, gerade weit genug dass jemand, der oder die dünn genug ist, durchschlüpfen kann. Chui nämlich, die ihre gelben Augen auch gleich flink hin und her wandern läßt, um zu sehen wer alles anwesend ist. Ms. Grey und Dany kennt sie ein wenig, den Mann mit der seltsamen Brille nicht, und die andere Schülerin (vermutlich) auch nicht. Letztere ist es aber, die ihren Blick erstmal anzieht, nachdem sie gerade so ein halblautes "Morgen..." herausbringt. Die Augenfarbe ist ungewöhnlich und der Geruch hat was von... Katze, so ein wenig, irgendwie. Oder bildet sie sich das nur ein? Sie kann ja nicht einfach rübergehen und an ihr herumschnüffeln... also bleibt sie mal nahe der Tür stehen und beäugt Trisha aufmerksam.

[@Trisha: Ob du Chuis Pheromone wahrnimmst und/oder wie du von ihnen betroffen wirst, ist deine Sache. ;)]

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