Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Das Erstaunen, das sich auf Remys Zügen ausgebreitet hatte, machte innerhalb von einer Sekunde einem breiten aber durchaus charmanten Grinsen Platz. Unwillkürlich pflügte er mit den Fingern beider Hände durch die Haare und legte einen passenden Blick dazu auf.
"Awwww, wenn's um Frauen geht, weiss der alte Gambit genau was sie wollen. Ich sehe sie an und irgendwie weiss ich einfach, was sie sich wünscht. Aber Männer...?"
Remy sprach nicht weiter, einen Moment lang schien er wirklich darüber nachzudenken.
"Ich glaube, Männer und Frauen funktionieren ganz ähnlich. Sie unterscheiden sich in bestimmten Punkten möchte ich meinen. Deswegen reagiert eine Frau auf eine Rose auch anders als ein Mann. Aber wieso das so ist und was die Unterschiede ausmacht?" Er zuckte mit den Schultern.
"Jeder Mensch reagiert auf andere Dinge: Liebe, Macht, Harmonie, Erfolg, Glück, Ruhm, Freundschaft, Geld... eine Mischung von allem, würde ich sagen."
Remy kratzte sich umständlich den Kopf, irgendwie fiel ihm nichts weiter ein. Schliesslich brach der Schalk wieder in ihm durch.
"Ich könnte dich doch genauso gut fragen, wie Frauen funktionieren, eh?"
Ihr Blick lag auf Remys Gesicht und betrachtete einen atemlosen Moment lang sein Profil und das markante Kinn. Was Frauen wollen? Er war ein hoffnungsloser Romantiker, oder? Dafür das er ein Patent auf Charme hatte, liebte er seine Freiheit viel zu sehr, um sich wirklich an eine Frau binden zu lassen. Wer wohl das Fingerspitzengefühl hatte, um Remy den Kopf zu verdrehen?
„Wie Frauen funktionieren“, wiederholte sie ihn und sah dabei wieder aus dem Fenster. Damit waren sie also nicht viel weiter gekommen. Ihre Gedanken kreisten um die Besprechung und die Dinge, die dort vorgefallen waren. Nichts schlimmes und doch beunruhigte es sie zusehends. „Wie auch immer...“, unterbrach sie sich selbst und warf einen Blick in die Küche. Derweil drehte ein einzelner Lappen seine einsamen Runden über den Tisch und polierte das Holz auf Hochglanz. „Sieht so aus, als hätten wir aufgeräumt.“ Und damit hopste sie von ihrem Sitzplatz. „Ich muss noch über ein paar Dinge nachdenken und dann gehe ich auch ins Bett. Also, bis morgen Remy und immer schön artig bleiben“, meinte sie grinsend, trat auf ihn zu, gab ihm einen einfachen Kuss auf die Wange und machte sich dann auf den Weg durch die Küche.
Remy reckte ihr die Wange entgegen, als er merkte, was sie vorhatte. Das freche, aber charmante Grinsen war wieder auf sein Gesicht getreten.
"Awww, kennst mich doch, ma belle. Ich bin immer artig."
Er zwinkerte ihr zu und sah ihr hinterher, als sie verschwand. Einen Moment lang blickte er sich noch in der Küche um, dann schlenderte er zu Speisekammer. Er öffnete die Tür und suchte sich etwas, das er mitnehmen konnte. Gerade als er die Ecke mit den Keksen entdeckt hatte, hielt er inne. Er trat einen Schritt rückwärts und spähte hinter der Tür hervor. Hatte er da nicht etwas gehört?
Er lauschte noch einen Moment, dann zuckte er die Schultern, nahm sich eine Packung Reiskekse und schob sie sich in die Manteltasche. Sorgsam schloss er alle Türen und machte das Licht hinter sich aus.