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auf der neuen Plattform und hoffen
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bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Was sollte sie von diesem Abend erwarten? Am besten gar nichts, obwohl ein Teil von ihr doch unvernünftig hohe Hoffnungen hatte. Noah hatte also doch nicht recht behalten. Er war zurück gekommen... Was er wohl dazu sagen würde wenn er es wusste? Oder wusste es es sogar vielleicht schon irgendwie?
Da es so bitter Kalt war fror sie auf dem Weg nach Inverness trotz ihres Anzugs. Glücklicher Weise hatte sie sich warm eingepackt in zwei Jacken, dazu noch Schal und eine Mütze.
Ihr kam erst jetzt ein Gedanke. Was, wenn Sariel sie einfach nur Verarschen wollte und der Zettel gar nicht von Norman kam sondern von ihm? An diese Möglichkeit hatte sie noch gar nicht gedacht. Aber nein, sie spürte es. Die Nachricht war von ihm… Ganz sicher…
Hallo, Erde an Brooke, geht’s noch? Du bist vollkommen verrückt geworden, überhaupt zu gehen sagte ihr Verstand. Was wenn Jemand entdeckte, das sie weg war? Aber konnte es eigentlich noch schlimmer werden? Vielleicht war sie besser dran wenn man sie raus warf… Von der Bagage im Insti war sie, bis auf einige ganz wenige Ausnahmen gerade Heute noch immer bitter enttäuscht. Deshalb war wohl auch mehr als nur ein bisschen Trotz im Spiel bei der Entscheidung, die Einladung anzunehmen.
Man sah es ihr vielleicht nach Außen nicht an, aber sie verlor, je näher sie ihrem Ziel kam, immer mehr die innere Gelassenheit und Ruhe. Die Aufregung stieg mit jeder Minute die Verstrich und schließlich stand sie, pünktlich wie ein Uhrwerk, sogar ein bisschen zu früh vielleicht, vor dem Eingang des Clubs. Den ganzen Weg lang hatte sie peinlich genau darauf geachtet, Möglichst unauffällig zu bleiben. Wer wusste schon wer vom Insti Heute Abend so den Drang verspürte den Sonntag in der Stadt ausklingen zu lassen… Und jetzt, wo sie hier stand und wartete sah sie sich immer wieder um, alle Instinkte wachsam und auf Alarm programmiert, weil ihr misstrauen nicht ganz verschwinden wollte. War das Etablisment hier nicht eigentlich geschlossen? Komische Sache das, das war dem Misstrauen sehr zuträglich. Aber abwarten. 5 Minuten gab sie ihm noch… Oder sollte sie vielleicht einfach…? Verschlossene Türe waren für sie ja kein Hindernis und vielleicht wurde sie ja drinnen erwartet…
Warum bestellte man Leute in ein wegen Renovierungsarbeiten geschlossenes Pub - unter der vorgetäuschten Voraussicht, dass hier auch noch eine Band spielte. Mit dem Wusch niemandem von ihrem Ausflug Bescheid zu geben? Eigentlich roch das alles nur verdammt nach Falle und sollte bei Brooke die ein oder andere Alarmglocke auslösen.
Konnte man Norman trauen?
Hatte sie nicht aus der Vergangenheit gelernt?
Sie hätte Logan fragen sollen, der hätte ihr eine klare Antwort geben können...
Aber warum noch über verschüttete Milch weinen, nun war sie ohnehin hier und wollte bestimmt nicht wieder gehen, würde nicht wieder gehen. Könnte nicht wieder gehen?
Es war eine gespenstische Stille, die sich um den Club gelegt hatte und sollte dort drin auch nur eine Maus am Leben sein, wäre es doch verwunderlich.
Nichts, keine einziger Ton - bis die Tür aufschwang und mit ihr zusammen die Stille der Nacht brach. Zigarettenqualm, ein recht süsslicher Geruch, lautes Stimmengewirr und ein kreischende E-Gitarre, die dem Ganzen den letzten Schmiss gab. Wie es möglich war, so eine Lautstärke vor den Ohren anderer zu verbergen? Sie sollte nicht nachfragen, bei Norman nahm man manche Dinge einfach besser als gegeben hin.
Tristan, der eher wie ein Teene aussah, der einer Castingshow entlaufen war, winkte ihr ein wenig entnervt zu. "Nun komm schon rein, bevor uns noch jemand hört."
Was sollte man sagen? Norman hatte es mal wieder geschafft die Freaks aller Welt an einem Ort zu vereinen und er (der grösste Freak) mittendrin im Gewühl.
Sie hatte schon etwas gelernt was Wachsamkeit anging. Auf jeden Fall. Nur wer nicht wagt der auch nicht gewinnt. Nach dieser Devise hatte sie sich letztlich dann doch entschieden es zu riskieren, auch wenn das eine Falle sein sollte. Vorsichtig war sie trotzdem und den Rücken zudrehen würde sie hier auch keinem. Alles was mit ihm zu tun hatte war ein spiel mit dem Feuer, das wusste sie ja. Die Aussicht, ihn wieder zu sehen war zu verlockend als das sie sich von ein bisschen Gefahr davon hätte abhalten lassen. Der Teil von ihr der nach Wärme schrie sagte ihr unvernünftiger Weise, das nur noch einmal zu brennen wie damals es wert war.
Sie drehte sie langsam um, als sie angesprochen wurde. Die Kälte hier draußen machte ihren Körper leider mit der Zeit etwas steif. Tristan wurde ausführlich und sehr kritisch gemustert.. Na, wenigstens schien sie erwartet zu werden und man fragte nicht nach einem Ausweis. Sie war ja immerhin erst 16, auch wenn sie von ihrer Art her recht erwachsen und wenig kindlich erschien auf den ersten Blick. Ein krasser Kontrast zu dem Engelsgesicht, das sie jung gemacht hätte wenn da nicht diese Mimik wäre.
Die Neugierde wuchs mehr und mehr, was genau das hier für eine Veranstaltung war. Anschauen würde sie es sich jetzt auf jeden fall einmal. Sie behielt bei jedem Schritt ihre Umgebung möglichst umfassend und genau im Blick, als sie Tristan wortkrag wie immer nach drinnen folgte. Bloß nie die Wachsamkeit nie vergessen. Drinnen suchten ihre Augen dann aber auch eine ihr nur zu bekannte Gestallt mit grünen Augen, die wie ein Geist in ihren Gedanken ein unablässiger Begleiter gewesen war in all der Zeit. Zeig dich…
Was hatte Norman da denn bitte für einen Stock eingeladen? Tristans Blick glitt abfällig an Brookes Erscheinung hinab und wieder hinauf und blieb an ihren Augen haften. Den Kopf auf die Seite geneigt grinste er ein schmieriges Grinsen, das Sariel und Norman selbst in nichts nachstand.
"Fühl dich wie Zuhaus." Er würde sie doch nicht herumführen, er war kein Kindermädchen. Das Gör sollte sich mal schön allein auf den Weg machen. Er leckte sich über die Lippen und das nachfolgende Grinsen in ihre Richtung entblösste zwei unnatürlich spitze Eckzähne zwischen den schneeweissen Zähnen.
Ehrlich, hier liefen nur Verrückte herum. Oder?
Es waren wohl an die 50 Leute auf der Tanzfläche versammelt, von Gruftis bis hin zu Technofreaks war jede Klamotten- und Haarpracht vertreten. Dennoch schien eine einzige Person aus diesem Haufen hervor zu stechen. Eventuell gerade, weil sie so schlicht gekleidet war? Ein schwarzer Anzug, weisses Hemd - nur auf eine Krawatte hatte er verzichtet. Er stand nicht so darauf sich selbst zu strangulieren. Wenn es nun eine Frauenhand tun würde, mit dem richtigen...
Aber seine Gedanken wanderten schon wieder ab.
Die grünen Augen, das war es vermutlich, was seine Erscheinung so markant machte, denn im Zwielicht der Bar stachen sie wie die Augen einer Katze hervor, die von einem Autoscheinwerfer geblendet wurde.
Nach einer schieren Ewigkeit, in der er Brooke einfach nur musterte, hob er langsam die Hand und streckte sie aus, als wollte er über die Entfernung hinweg ihr über die Wange streichen. Die Bewegung wurde zu einem Herbeiwinken, während er sich gemächlich an den Rand der Tanzfläche bewegte.
Spitze Eckzähne hatte der Kerl? Wie niedlich. Wollte wohl einen auf Vampir machen hm? Bei ihr zog die Masche nicht. Genau so wenig wie das Grinsen, das sie provokant eisig zurückgab. Als ob sie ein Kindermädchen brauchte, das sie an der Hand nahm. Weit gefehlt. Sie war froh, das der Typ sie in ruhe lies und sie alleine auf die Suche gehen konnte.
Hier drinnen taute sie im wahrsten Sinne des Wortes so langsam auf, weil es hier ja um einiges wärmer war als draußen und für sie angenehmer. Gut für sie, das hier alles so bunt gemischt war. Dann fiel sie hier nicht ganz so aus. Die Party war gar nicht mal so übel, zusammen mit Mika und den Jungs hätte es auf so einer Party so richtig abgehen können, da war sie sich sicher. Doch Heute kannte sie nur ein Ziel und war nicht zum Feiern hier.
Die Mütze wurde ausgezogen und in die Tasche ihrer Jacke gesteckt während sie sich an den Menschen vorbei schob und sie fuhr sich mit ihren behandschuhten Fingern durch das Haar. Da kein Norman, dort war er auch nicht. Da. Bingo. Das konnte nur er sein… Ihr Herz begann mit einem Mal noch höher zu schlagen und als sie aus der Distanz in seine Augen blickte, die ihn unverkennbar identifizierten setzte es einen Schlag lang aus.
Fühl dich wie zu Hause. In diesem Moment war sie es, es fühlte sich jedenfalls so an. Klang verdammt nach Seifenoper. Dabei war es das nicht. Es war keine Liebe im Seifenopernsinne. Es war wie eine Sucht und sie eine Abhängige, die sich nach langem wieder ihren Stoff reinzog.
Da war er. Leibhaftig. Und nun? Sie wusste nicht ob sie ihn lieber küssen oder ihm eine kleben würde. Ihr Kopf legte sich leicht schief, als würde sie diese Berührung seiner Hand spüren und sich leicht dagegen lehnen. Dem wink folgend kam sie näher, näher und immer näher. Der Weg schien ihr Meilen lang. Viel zu lang jedenfalls für ihren Geschmack. Oder doch zu kurz? Da konnte sich ihre Wahrnehmung nicht entscheiden.
Viele andere Frauen wären wohl zu ihm gerannt und ihm um den Hals gefallen, nicht aber Brooke. Ihre Schritte wurden noch nicht einmal schneller sondern brachten sie gleichmäßig zu ihm, bis sie vor ihm stand. Wollte er Tanzen?. Der Gedanke lies sie innerlich leicht schmunzeln. Es fiel so leicht, jetzt, wo sie vor ihm stand, all den Ärger zu vergessen. Den Trotz und auch die ganzen Verletzten und traurigen Momente. Konnte es falsch sein, das sie her gekommen war wenn es sich doch mal wieder so richtig anfühlte da sie zusammen waren, sich gegenüber standen und einfach in die Augen sahen?
„Hey“ Ihre Stimme war leise genug, das Niemand außer ihm es hörte, aber trotzdem klar und deutlich genug um nicht unterzugehen in der Geräuschkulisse.
Noah war der besten Laune. Etwas was erstaunlich war, dachte man an die Auseinandersetzung mit Brooke. Das er dennoch so guter Dinge war und fröhlich pfeifend durch den Schnee stapfte, konnte in dem Fall ja wohl nur bedeuten, dass Brooke ihm nicht so wichtig gewesen war wie er sie hatte glauben machen wollen.
Dennoch oder gerade deswegen war er ihr in einiger Entfernung nachgegangen und obwohl seine Talente im fotografieren und im boxen lagen, machte er sich immer besser ungesehen und unbemerkt Leuten nach zu steigen.
Das war natürlich wichtig für einen Fotograf. Gerade bei lebenden Motiven war es wichtig sie zu erwischen wenn sie sich unbeobachtet fühlten.
Der doch ansehnliche Gang durch den Schnee hatte ihm deswegen auch rein gar nichts ausgemacht. Im Gegenteil er fand es einfach wunderbar wie der Schnee unter den Sohlen knirschte. Allerdings hatte er auch dieses Mal nicht auf seine Kamera verzichten können.
Nur knappe 10 Minuten später als Brooke betrat er ebenfalls die Kneipe und war vollkommen unscheinbar, so dass man ihn leicht hätte übersehen können. Dabei trug er zur Feier des Tages eine neue schwarze Hose und ein Hemd, das ihn ungewohnt gut kleidete. Noah war sonst jemand der nicht viel Wert auf sein Äußeres legte, heute war es Anders. Seine Kamera baumelte selbst verständlich wieder am Gurt um seinen Hals und anders als Brooke gelang es ihm sich einfach durch die Tür zu schummeln und in der Masse beinahe unterzugehen. Der Zigarettenrauch brannte gleich in seinen Augen so dass er mit dem Handballen seine Augen rieb.
Erst dann sah er sich um und entdeckte Brooke bei Norman. Ein feines lächeln spielte um seine Lippen.
Hey war mit Sicherheit nicht die Art der Begruessung, die Norman gewohnt war. Gut, Brooke war auch nicht die Art von Frau, die er gewohnt war.
Sein Kopf neigte sich ein Stueck zur Seite und, die Haende in den Hosentaschen vergrabend, musterte er sie still. Norman war der Mann mit diesen erschreckend tiefgehenden Blicken, als wenn er einem alles von der Seele lesen wuerde. Und wer wusste schon wirklich, was dieser Kauz so alles drauf hatte? Eigentlich war doch nichts ueber seine Faehigkeiten bekannt. Auch Brooke kannte nur den Aspekt der Waerme. Oder war da mehr gewesen?
"Hi." Die Begruessung fiel ebenso schmaelich aus, wie ihre. Allerdings setzte er zu einer tiefgehenderen Konversation an. Er ueberwand die geringe Distanz zu ihr und, wie schon einmal, legte er ihr die Hand in den Nacken, um sie zu sich zu ziehen. "Gut, dass du gekommen bist." Es klang wie eine Warnung, aber wovor sollte er sie denn schon warnen. Vielleicht koennte ihm auch irgendjemand einfach mal den lieben Kerl von Nebenan abnehmen. Er war doch eigentlich ganz handzahm und stubenrein!
Sich vorlehnend, fuhr er mit den Lippen lediglich ueber ihre, um den Geschmack noch einmal zu verinnerlichen, den sie bei einem anderen Kuss einpraegsam hinterlassen hatte. Aber genug gespielt, er war kein braves Schosshuendchen und egal ob sie es wollte oder nicht, zerrte er an ihren Haaren und drueckte ihr einen Kuss auf den freiliegenden Hals. "Du riechst anders." Ueber die genaue Bedeutung seiner Worte duerfte sie in einer ruhigen Minute nachdenken. Die war aber definitiv nicht jetzt, als er sie letztlich noch einmal an sich zog und mit einem liebevollen Kuss auf die Stirn endete.
Sein Kinn auf ihren Kopf gestuetzt, fang sein Blick den Weg zu Noah. Ein kurzer Wink, uebermalte das triumphale Laecheln.
Er bekam schon wieder Kopfschmerzen. Das machte die laute Musik, obwohl er gegen Musik im Allgemeinen rein gar nichts einzuwenden hatte. Er fühlte sich so deplaziert und obwohl er Brooke und Norman im Blick gehabt hatte, hatte er nun das Gefühl gehabt sie irgendwie ungehörig zu beobachten, dass er dieses Gefühl ausgerechnet jetzt bekam, wo er sonst doch keine Hemmungen hatte seine Motive überall und in jeder Lage zu suchen, sprach für sich. Unwohl trat er von einem Fuß auf den Anderen und rieb sich mit der einen Schuhspitze einen imaginären Fleck auf dem anderen Fuß fort.
Seine Kamera baumelte wie ein Gewicht um seinen Hals und durch seine verlegenen Bewegungen schwang das Gerät an seine Brust, warum sich nun das Bild eines Geistes der schwere Ketten hinter sich herzog, aufdrängte war die Frage der Minute.
Als Norman ihn dann bemerkt hob Noah strahlend die Hand um ihn zuzuwinken. Die Einladung lässt er Norman nicht wiederholen und als er nun auf Brooke und Norman zuhielt war es nicht mehr so, dass er sich durch die Menge drängen musste, nein…es wirkte eher so als würde die Menge vor ihm Platz machen.
„Wie hätte ich die Einladung abschlagen können?“ Wie, nachdem ich doch dein Zeichen trage… Brooke hatte es aufgeben ihn genau durchschauen zu wollen. Vielleicht kam sie gerade deshalb so gut mit ihm klar und ab und an auch mit Noah, weil sie erst gar nicht diesen dummen Versuch machte? Aber egal. Der Blick der in ihre Seele geworfen wurde lies ihn lesen wie in einem offenen Buch, denn sie zwinkerte nicht einmal und hielt ihm stand, solange das möglich war. Ja, sie hatte einen starken willen, schon immer gehabt. Und sie war mutig, selbst Jemand wie ihn mit den Blicken heraus zu fordern, sich ein stummes Blickduell zu liefern während sie in dem endlosen Grün versank.
Leichte Schauer rannen durch ihren Körper als er sie zum ersten mal nach langer Zeit wieder berührte, die Hand sich in ihre Nacken legte. Genau davon hatte sie geträumt. Genau das hatte sie so lange vermisst. Es schien Jahre her zu sein. Sie kam ihm Stück für Stück näher, legte ihre Hände leicht wie Federn auf seine Brust, die eine davon dorthin, wo sein Herz war. Er brauchte weder zu ziehen noch zu zerren, sie legte ihren Hals schließlich ganz von alleine etwas schief und ein leichtes Lächeln schien auf ihren Lippen fest zu frieren. Sie drängte sich immer näher, lies ihre Hände schließlich wandern bis sie ihre Arme um seinen Bauch geschlungen hatte und sie sich leicht an ihn schmiegen konnte. Der Kuss auf die Stirn lies sie die Augen schließen „Ich mag nicht mehr ganz die selbe sein, niemand trifft den gleichen Menschen jemals als die gleiche Person. Alles ist im Wandel. Aber ein paar Dinge haben sich nicht geändert“ Hauchte sie leise ganz nahe an seinem Ohr. Zum Beispiel was ich für dich fühle. So sehr Ichs auch versucht hab es mir aus dem Kopf zu schlagen.
Zuerst gab es für sie nur noch Norman und sie nahm sich einen Moment, seinen Duft aufzunehmen, diesen berauschenden Duft der ihr vorgaukelte endlich dort zu sein wo sie sein sollte, weil er so vertraut war.
Dann allerdings hob sie den Blick und drehte ihren Kopf etwas, um zu sehen, was er dort sah. Das war jetzt ein schlechter Scherz oder? Sie traute ihren Augen nicht. Noah. Ausgerechnet Noah of all people. Zum Geier was wollte der hier? Sie war nicht bereit, sich das Wiedersehen von Norman irgendwie kaputt machen oder sonst wie zerstören zu lassen. Aber die Beiden Kerle Grinsten auch noch so dämlich. Sie schmiegte sich noch etwas dichter an Norman, während sie Noah entgegenblickte. Als könnte Noah jeden Augenblick versuchen sie voneinander zu trennen. Hatte Norman den vielleicht sogar auch eingeladen? Klasse. Sie hätte es ahnen müssen… Ihr Blick, der von Noah kurz zu Norman wanderte, zeigte, dass sie überrascht war von dessen Anwesenheit.
Alles ist im Wandel, aber ein paar Dinge haben sich nicht geaendert. Oh, hatte das Kind eigentlich eine Ahnung davon, wie sehr sie gerade den Nagel auf den Kopf getroffen hatte? Nichts hatte sich im Prinzip geaendert, einige Leute hatten nur endlich die Augen geoeffnet.
Es tat ihm wirklich in der Seele weh, dass es fuer den ein oder anderen eine so schmerzhafte Erfahrung gewesen war, aber Dummheit musste schliesslich auch bezahlt werden.
Normans Augen glommen foermlich auf, dennoch verschwendete er keinen Blick mehr auf Brooke, sondern sah Noah stattdessen entgegen. "Was? Ihr habt euch doch so gut verstanden." Die Spitze ging eindeutig an Brooke. Glaubte sie allen Ernstes, dass ihm irgendetwas entging? Er hatte seine Besitztuemer immer im Blick, auch wenn er nicht zugegen war.
Sie wuerde aus ihren Fehlern schon noch lernen. Als Norman den Kopf ein weiteres Mal wandte, um Brooke einne Kuss auf die Stirn zu hauchen, war nichts von der angenehmen Waerme geblieben, die er sonst spendete. Stattdessen schien sein Koerper in Flammen zu stehen und alles um sich herum in sengende Hitze zu tauchen, dass Brookes Haarspitzen sich zu kraeuseln begannen.
Spiel niemals mit dem Feuer, Kind. Hat dir das deine Mutter nie beigebracht?
"Noah!" Und waehrend er Brooke noch enger an seine Seite drueckte, packte Norman Noah ebenso im Nacken, wie Brooke zuvor und auch er bekam diesen intensiven Blick zu spueren.
Die Lippen zu einem spoettischen Laecheln verzogen und die Augenbraue ein wenig hochgezogen, zog er ihn langsam naeher. "Nette Arbeit." Und die Parallelen zu Brookes Begruessung gingen weiter, denn auch Noah wurde von Norman mit einem Kuss begruesst.
Hatte er denn noch nicht gemerkt, das sie gerade danach suchte, nach diesem Gefühl des brennens? Das ihrem Herz, das immer fror nicht zu heiß sein konnte. Anstatt es mit der Angst zu tun zu kriegen badetet sie sich geradezu in dieser Hitze, die sie so vermisst hatte.
Sie zog eine Augenbraue hoch als er sie neckte. Ja, sie hatten sich mal gut verstandne aber sie entschied immer noch selber, wen sie mit sich spielen lies und wen nicht. Noahs Verhalten hatte sie bis zu einem gewissen Grad erheitert und ihr gefallen, war dann aber darüber hinaus gegangen und hatte sie in die Ecke gedrängt, gewissermaßen. Kein Wunder, das er sich da etwas von ihr anhören durfte und nicht damit rechnen konnte, dass sie es toll fand. Niemand wurde gerne in die Ecke gedrängt. Sie war versucht, zu schmollen, tat es aber nicht. Das wäre zu kindisch und darüber fühlte sie sich erhaben. Erstmal abwarten, was Norman wohl zu Noah sagen würde, wie die Beiden sich begrüßten.
Die Eisprinzessin genoss es regelrecht, dass er sie noch näher zog und wollte schon innerlich triumphieren, als Norman es schaffte sie vor Eifersucht kochen zu lassen. Dieser Blick mit dem er Noah anschaute und dann als Krönung des ganzen noch der Kuss. Das setzte dem Fass die Krone auf. Sie war nicht naiv genug, zu glauben, das Norman ein Kind von Traurigkeit gewesen war während er weg gewesen war, das er nur sie begehrte. Aber zu SEHEN wie er Jemand anderes küsste, und noch dazu einen Kerl, das war nicht das was sie gewünscht hatte für dieses wieder sehen. Es war das genaue Gegenteil. Ihr war stark danach, Noah die Augen auszukratzen damit er nie wieder in diese grünen Seelenspiegel würde schauen können, damit er nur noch ihr solche Blicke schenken konnte und nicht dem Stalker vom Dienst. Alles schon einmal da gewesen, dieses Gefühl der Eifersucht, das einen zur Furie mutiere lies. Nur das sie Diesmal nicht das gleiche tat wie damals, nämlich Norman eine zu kleben. Diesmal wartete sie, bis die Beiden Herren der Schöpfung mit knutschen fertig waren. Zum Teufel, wenn das so weiter ging na prost Mahlzeit...
Immer mehr dämmerte ihr, das Norman sicher irgend etwas mit dieser kleinen Versammlung hier bezweckte. Und irgendwann würde er sich auch mit der Sprache heraus rücken, oder?
Es war immer ungewöhnlich zu sehen wenn Männer sich küssten, aber hießen die Männer Norman und Noah dann haftete dem ganzen eine gewisse Ästhetik an, die man sonst gar nicht für möglich halten würde.
Noah hatte Norman gleich die Finger in die Oberarme gegraben und da wo Norman seine bedrohliche Hitze stellte, antwortete ihm Noah mit Licht. So gleißend hell, dass es in den Augen schmerze.
Noah war nicht gerade zimperlich als er Norman seine Finger in die Haare krallte und ihn küsste als würde sein ganzes Leben davon abhängen. Er musste sich schließlich von ihm lösen, weil er sonst Gefahr lief einfach zu ersticken. Als sich ihre Münder von einander lösten schien es einen Moment so als hing etwas zwischen ihren Lippen. Eine dunkle Substanz die an Noahs Lippen klebte und lange Fäden nach sich ziehend, so wie es Kaugummi oder feuchter Klebstoff tun würde.
Er räusperte sich dann und sah zu Boden und als er mit der Zunge über die trockenen Lippen fuhr, war seine Zunge schwarz belegt.
Normans Finger fuhr kurz ueber seinen Mundwinkel und auch ihm hatte es den Anschein, dass er eine schwarze Substanz dort weg wischte. "Nice work", war alles was er Noah so weit zukommen liess, ehe er sich den Finger ableckte.
Es wuerde wohl ewig unerklaert bleiben (schliesslich war Norman nicht der Mann von Erklaerungen), was nun eigentlich dort geschehen war, aber es hatte einen suesslich stechenden Geruch hinterlassen, so dass einige Anwesende um die kleine Gruppe herum die Koepfe anhoben. Augenpaare saugten sich an der Szene fest und das Johlen hatte wenig mit dem Kuss der beiden Maenner zu tun.
Aber das konnten Brooke und Noah ja nicht ahnen...
"Wollt ihr was trinken?" Er wuerde auf jeden Fall mit seinen Freunden heute Nacht noch ein Fass aufmachen. Es war im Prinzip auch egal, ob die beiden wollten oder nicht, Norman behielt Brooke ohnehin fest im Griff und Noah wurde ebenfalls ein Arm um die Schulter gelegt.
Mensch, was waren sie alle dicke Kumpels. Die Lektion mit dem Ruecken zudrehen, wuerden sie noch lernen. Wenn es dann nicht zu spaet waere.
"Greg? Zwei Wave und nen Whiskey." Der Bartender wuerde schon verstehen, auch wenn es bei der Lautstaerke eigentlich unmoeglich war, ueber die Distanz hinweg, die zwischen Normans ausgewaehlter Sitzecke und der Bar lag.
"Was sagt ihr zu dem Club?" Zugegeben, er war noch nicht fertig renoviert, aber das hier wuerde schon ein Schaetzchen fuer sich werden. Logan wollte ihn nicht im Institut haben, pah! Wer wollte auch schon bei dem headmaster am Institut sein? Warum, wenn man auch das hier haben konnte?
Die schienen sich ja regelrecht verschlingen zu wollen. Und trotz ihrer Eifersucht konnte sie den Blick kaum wirklich abwenden, so sehr sie es auch wollte und sie musste zugeben, das die Beiden schon verdammt… heiß aussahen zusammen. Sie blinzelte, als sie diese schwarze Substanz bemerkte. Was war das? Und dann dazu noch dieser Geruch. Irgendwie machte es sie scheiße neugierig. Sie reckte sich etwas und wenn Norman sie lies versuchte sie ihn zu küssen. Wenn Noah einen bekommen hatte wollte sie gefälligst auch einen richtigen Kuss, sie hatte ihn zu sehr vermisst um sich mit weniger zufrieden zu geben und dabei… sagen wir es so, kostete sie, wie diese Substanz wohl schmeckte. Sie versuchte es zumindest. Das Gejohle juckte sie keinen Deut, sie blendete es einfach aus.
Seiner Frage, ob sie etwas trinken wolle antwortete sie mit einem nicken. Ja, was zu trinken wäre gut. Aber er hätte wohl so oder so etwas bestellt. Von nem Drink namens Wave hatte sie noch nie gehört. Was das wohl sein sollte? Hoffentlich hatte er ihnen da kein Kindergesöff bestellt, wenn dann sollte es schon etwas Schuss haben. Aber hey, es war Norman, der war nicht so verspießert wie andere.
Ihre ehrliche Meinung zu dem Club war gefragt? Ihr Blick schweifte noch mal umher, um Details aufzunehmen, die ihr vorher vielleicht entgangen waren weil anderes wichtiger gewesen war bevor sie darauf einging „Ganz netter Schuppen hier. Kann man was draus machen“ Sie sah Norman in die Augen und das nächste Wort war mehr Feststellung als Frage „Deiner?“
Noah griente in seiner ganz eigenen Art zu Norman. Wäre er ein Hund hätte er vor Aufregung wahrscheinlich mit dem Schwanz gewackelt, zumindest erinnerte sein Gesichtsausdruck gerade genau daran.
„Echt cool hier.“ Was anderes wollte Noah gar nicht einfallen, aber die seine Art sich zu geben sprach gerade ohnehin Bände. Bemerkenswert war vielleicht nur, dass er keinen Deut auf Brooke achtete. Nur Norman zählte im Moment und als dieser ihm so kumpelhaft den Arm um die Schulter schlang konnte er gar nicht anders als noch mehr zu grinsen.
Mit einem Blick versicherte sich Noah, dass es in Ordnung war wenn er zur Bar lief und dort sein Getränk selbst in Empfang nahm, allerdings tat er das so, dass er an Brooke vorbei lief und sich zu ihrem Ohr neigte. Dieser durchdringende Geruch haftete ihm noch immer stark an. Schließlich flüsterte er ihr aber zu. „Kleine unwissende, dumme Schlampe.“
Noah war noch immer nicht sehr gut auf sie zu sprechen und Norman sollte es ihm nachsehen, dass er sich nicht in Brookes Nähe aufhielt wenn er nicht unbedingt musste. Jedenfalls war er dann an den Tresen getreten und ließ sich dort sein Getränk mit einem Strohhalm servieren an dem er auch gleich nuckelte anstatt wirklich zu trinken.
Dann eilte er auch schon auf die improvisierte Tanzfläche und mischte sich unter die grölende Menge um mit ihnen zu tanzen