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Dieses Thema hat 77 Antworten
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 Institut-Area
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Nolan Ford Offline

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Beiträge: 81

27.01.2006 16:40
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Ob ihn die Musik angelockt hatte wie das Licht die Motten? Nein, nicht ganz und doch war die Antwort auch Ja. Aber eigentlich war es weniger die Musik als vielmehr der Sänger. Er trat erst in den Saal, als schon alle versammelt waren und Dinands kleines Privatkonzert in vollem Gange war. Nolan blieb an der Tür stehen und verschränkte die Arme, während er den Holländer musterte und leicht lächelte. Und dieses Lächeln war seltam, weil es vollkommen ehrlich wirkte und nicht oft bei Nolan zu sehen war.

Es blieb nicht aus, dass er sich trotz allem einen Überblick über die Anwesenden verschaffte. Die meisten waren Schüler und Nolan kannte sie nicht - außer Ashley, die er ebenfalls bemerkte und ihr wie schon in der Küche leicht zuzwinkerte. Ein paar der anderen Mädchen erkannte er ebenfalls, doch hatte er noch nicht sonderlich viel mit ihnen zutun gehabt. Sein Blick auf Padraig hingegen fiel etwas interessanter aus, denn Nolan schien für einen kurzen Moment angestrengt zu überlegen, woher er ihn kannte. Hier am Institut waren sie sich noch nicht begegnet, bis ihm einfiel, dass er Padraig schon einmal in einem Camp getroffen hatte. Ein kurzes Schmunzeln huschte über seine Lippen, dann war sein Blick schon weiter gewandert.

Raguel. Das Schmunzeln blieb, es vertiefte sich lediglich zu einem etwas fiesen Grinsen. Na? Tat's noch weh? Die Demütigungen wogen aber wohl mehr als andere Dinge, oder? Nolan war scheinbar einer der wenigen Leute, die Raguel absolut nicht leiden konnten. War er hier am Institut nicht allgemein recht beliebt? Nolan hatte nicht viel für den O'Reilly übrig als einen kurzen verächtlichen Blick, dann war sein Interesse auch schon wieder gänzlich erschöpft und er richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Dinand. Eigentlich hätte er schon längst wieder bei Genethics sein sollen, aber da gab es noch einen Grund, warum er blieb. Und der war privater Natur.

Chui Offline

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Beiträge: 936

27.01.2006 19:57
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Sogar sie übersieht Megan erstmal, jedenfalls bis sie den Vorhang hochklettert. Schnelle Bewegungen sind einfach das beste Mittel, um Chuis Aufmerksamkeit zu erregen. Sie ist im Nachhinein noch besorgt darüber, dass Megan anscheinend durch das ganze Zimmer voller Leute gerannt ist, aber da auf dem Fensterbrett ist sie erstmal in Sicherheit.

Sie dreht sich zu Layleen um. "Magst du mit reinkommen? Megan ist auch schon drin, und Ashley." sagt sie während die Musik losgeht. Sie wartet aber noch auf eine Antwort von der Geflügelten und lauscht nur nebenbei dem Text. Den findet sie allerdings witzig. Nolan Ford bekommt, wenn er sie überhaupt beachtet, ebenfalls ein "Hallo..". Ja, heute sind auch für sie so einige versammelt, mit denen sie bisher noch kaum was zu tun hatte.

Layleen Offline

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Beiträge: 107

27.01.2006 20:59
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Layleen übersieht weder das Zwinkern Dinands, noch die anderen Schüler im Raum.
Es macht sie nervös, das da so viele Schüler sind, sie kennt nicht einmal ein Drittel aller.
Sie zögert abermals, als Chui sie fragt, ob sie mit reinkommt.

Es ist Falcon einfach zu eng, zu viele fremde Schüler, aber letzten Endes tritt sie dann doch ein, auch wenn sie sich eng an die Wand drückt und so nahe wie möglich bei der Tür hält, um fliehen zu können, wenn ihr die vielen Menschen doch zu viel werden sollten.

Caleb Radcliff Offline

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Beiträge: 61

27.01.2006 22:31
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Ein Weinglas auf dem Piano? Ja, Caleb würde das jedenfalls nie tun, egal wie smooth die Stimmung werden sollte. Okay, vielleicht war er darin eben einfach in der falschen Musikrichtung aufgewachsen. Jedenfalls sagte er nichts, er nickte auch Raguel zu und musste ein wenig über dieses Trio, das sie bildeten, schmunzeln.

"Freut mich, Tara. Vielleicht kannst du uns ja ein andermal dein Können zeigen", antwortete er auf ihre Worte hin. Skye konnte allerdings ruhig neben ihm sitzen bleiben. Trotz ihrer Unsicherheit, die nicht gänzlich zu übersehen war, schien sie auf Caleb jedenfalls eine beruhigende Wirkung zu haben. Er war auch niemand, der gern in großen Versammlungen angesehen wurde und da sie zu Zweit dort saßen, war es nicht allzu schlimm.

Auch Caleb musste über den Liedtext schmunzeln und wenn er ganz ehrlich war, dann hörte sich die Stimme des Sängers wirklich verdammt gut an. Irgendwie passten dann auch die Instrumente zusammen, denn Raguel schien ebenfalls ein sehr gutes Gespür für den Takt zu haben. Und allmählich machte es Caleb sogar Spaß, so dass er den Kopf zu Skye drehte und ihr Profil musterte.

"Alles in Ordnung, Skye? Ich hoffe, du fühlst dich jetzt nicht unwohl, dass du hier vorn mit mir am Klavier sitzt."

Dinand Offline

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Beiträge: 66

28.01.2006 12:42
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Dinand war in diesem Moment so glücklich, dass er es kaum in Worte fassen konnte. Streng genommen musste er das ja auch nicht. Er hatte die Musik. Er war überrascht darüber wie gut Caleb, Raguel und er eigentlich zusammen spielen konnten ohne nur einmal miteinander geübt zu haben. Es war keine Floskel wenn er Caleb später für sein Talent loben würde. Dieser strebte zwar keine Karriere als Popmusiker an, aber wenn es mit der Klassik nicht klappen würde, hätte er da auf jeden Fall ein zweites Standbein und das ausgerechnet der Bruder von Norman am Bass schlichtweg unglaublich war ließ Dinands Wangen heiß glühen und übermütig werden. Er stieß ihn mit der Hüfte an, als würde er Raguel zu einem vollkommen albernen „Boogie“ überreden wollen.

Sofern es überhaupt möglich war hellte sich Dinands lächeln noch mehr auf als er Nolan in der Tür erblickte. Es war ohne Frage eine Geschichte für sich, dass sich der verschlossene Holländer und der undurchsichtige Nolan so gut verstanden. Dinand wusste eigentlich auch nicht genau warum das so war. Vielleicht weil er auch Seiten an Nolan kennen gelernt hatte die hier keiner nachvollziehen konnte. Eine ganze Weile sah er ihn an und grinste als das erste Lied verklungen war legte er die Hand an der Gitarre auf die Saiten über dem Schallloch um sie verstummen zu lassen. Kurz bekamen Caleb und Raguel ein zustimmendes Nicken dann richtete er das Wort an sein Publikum. Er wollte einfach noch keinen Applaus oder so, dass wäre zu gekünzelt, beinahe so als würde er es nur darauf anlegen.

„Hm, das war zum aufwärmen. Auch wenn ihr mir eher den Anschein macht als würdet ihr bald einschlafen.“ Hatte er schon mal erwähnt, dass er wirklich Übermütig war? Jetzt noch mehr als Nolan in der Nähe stand Es war ja beinahe so als müsste er ihm und sich selbst etwas beweisen.
Dann wandte er sich an Raguel und Caleb um sich kurz mit ihnen zu bereden und schon schlug Dinand wieder die ersten Akkorde an. Mit einer E-Gitarre hätte es vermutlich noch besser geklungen, aber die Herausforderung lag darin in JEDEM Instrument das möglichst Beste heraus zu holen.

Es folgten gleich drei schnelle Nummern die den Funken überspringen lassen sollten. Diesmal war der Text auch nicht ganz so harmlos, zwar blieb die Art der Formulierungen aber streng gesehen bewegten sich die Texte nur in eine Richtung und das ganz schön frech. Die Melodie war mitreißend und Dinand stellte sich wirklich geschickt an der Gitarre an. Doch wiedermal war eindeutig seine Stimme da große Plus bei den Rocknummern. Er konnte sie nach Herzenslust modellieren. So klang sie sanft und einschmeichelnd wie cremige Schokolade (für die schüchternen Schülerinnen die noch auftauen mussten), dann klang sie voll und kraftvoll wie das Hufgetrampel eines jungen Hengstes, er ließ seine Stimme hicksen und überkippen und wenn der Text es erforderte stöhnte er auch mal ein paar Zeilen. Er konnte sich selbst sehr wohl für seine Musik begeistern und deswegen tänzelte er auch während der Lieder herum und ließ die Hüften kreisen, dass Mister Presley stolz sein könnte. Er verstand es natürlich sich in Szene zu setzen, denn neben dem Musiker musste er auch irgendwie Entertainer während seinen Konzerten sein.

Im mittleren Teil des Liederblocks ließ er seine Gitarre ruhen und spazierte ausgerechnet zu Chui um sie auch schon überrumpelt zu haben und sie für ein kurzes und vollkommen harmloses Tänzchen an sich gezogen zu haben. Er drehte sie einmal um die eigene Achse und vergaß während seiner kleinen Einmannshow natürlich nicht zu singen. Er bedankte sich sogar bei ihr indem er sie nett gemeint an der Schulter tätschelte. Natürlich legte er es darauf an, dass die anderen Schüler dem Beispiel folgten und ebenfalls ein wenig tanzten. Wäre ja ein ziemlich langweiliges Konzert wenn sie nur so herum standen. Er zwinkerte in Cath und Liels Richtung, doch sein Blick verfing sich in Nolans Augen.
Dann spazierte er zu seiner alten bekannten Skye die mit Caleb am Klavier saß. Mit ihr ging er offen gestanden nicht ganz so behutsam um. So hatte er sie energisch gepackt und sie so zu sich herum gedreht, dass sie ihm gegenüber saß. Er tanzte auch noch immer während er sang und um es wirklich auf die Spitze zu treiben lupfte er sein Hemd, so dass seine untere Bauchmuskelpartie sichtbar wurde. Über sich lachend wedelte er mit dem Finger und bedeutete ihr an, dass sie mehr sowieso nicht zu sehen bekäme. Das hatte mit Sicherheit Musikvideoqualitäten aber so ausgelassen wie er war, machte er sich darum keine Gedanken sondern lachte und sang, sang und lachte. Weil Skye den kleinen Schabernack mitgetrieben hatte bekam sie einen schmatzenden Kuss auf den Mund und Dinand kehrte gegen Ende des Blocks wieder neben Raguel zurück und endete dann mit seinem Spiel.

Dann trank er erstmal grinsend einen Schluck von seinem Wein. Er mochte dieses Konzert schon jetzt.

Skye Offline

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Beiträge: 94

28.01.2006 13:19
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Skye saß da, lauschte der Musik und bewegte sich ganz leicht dazu, allerdings merkte man ihr wohl an, das sie sich hauptsächlich auf den Text konzentrierte, es waren neue Lieder und sie fragte sich, ob er sie wohl hier geschrieben hatte.

Als Caleb sie ansprach riss sie sich von ihren Überlegungen los und blickte zu ihm hinüber.
"Hmmm ... nein, es geht", dann ein Lächeln, "allerdings würde ich sterben wenn ich hier allein sitzen müsste."

Für einen Moment senkte sich ihr Blick auf seine Finger, doch als sie gerade dazu ansetzen wollte etwas zu sagen, wurde sie unverhofft an den Schultern gepackt.

Und auch wenn sie manchmal etwas langsam zu reagieren schien, war es diesmal anders. Sie blickte zu Dinand auf, schenkte ihm einen schmachtenden Blick, legte den Handrücken der Linken an die Stirn und sank leicht nach hinten als er sein Hemd lüftete, allerdings nicht so weit als das sie gegen Caleb stieß, schliesslich wollte sie ihn nicht unterbrechen oder stören. Dann lehnte sie sich mit einem Grinsen wieder vor und nahm Dinand's Schmatzer in Empfang, um ihm gleich darauf mit einem verträumten Blick zu folgen

Es wirkte nicht eingeübt, denn das hätte es sicherlich, da Skye keine gute Schauspielerin war, allerdings war ein sonderbarer Beigeschmack an Skye's Verhalten, der vielleicht hauptsächlich davon kam, das sie sich zum Ende des Liedes wieder zum Klavier hin eindrehte und Caleb zuwand, als wäre gerade nichts passiert.

"Du spielst schon sehr lange, nicht wahr?", meinte sie dann als sich ihr Blick abermals auf seine Finger legte.

Caleb Radcliff Offline

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Beiträge: 61

28.01.2006 14:04
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
...allerdings würde ich sterben, wenn ich hier allein sitzen müsste.

Caleb vergriff sich kurz im Ton und wenn Skye gewusst hätte, was sie da gerade gesagt hatte, wäre es weniger verwunderlich gewesen. Die Royal Albert Hall in London. Im März 2001. Volles Haus. Nein, nicht allein aufgrund seines Auftritts - er war nur einer unter vielen gewesen, aber doch jemand, der zum falschen Zeitpunkt vor dem Klavier gesessen hatte. Nur ein Zufall. Und doch ein Zufall, der Caleb dazu gebracht hatte, niemals wieder öffentlich aufzutreten.

Und was war das hier? Das war ein Privatkonzert des Holländers Dinand. Nichts weiter. Und darum hatte er sich auch nur kurz in der Taste vergriffen - man würde es gar nicht hören, wenn man kein geübtes Ohr hatte. Aber Caleb lächelte nicht und kam auch nicht in die Verlegenheit, irgendetwas dazu zu sagen, denn Skye wurde bereits herumgedreht und Caleb spielte einfach weiter. Ja, Dinand wusste sich in Szene zu setzen. Es war eine Show, die nicht jeder so hinlegen konnte, aber diese Branche schien es zu verlangen. Und Dinand machte seine Sache wirklich gut.

"Seit ich vier Jahre alt bin." Natürlich zahlte es sich aus, so früh anzufangen, aber Fleiß war nicht alles - es war ein entscheidender Faktor für einen Künstler, wenn er weiterkommen wollte, aber das Wichtigste war immer noch das Talent, das Gespür für die Musik. Das Handwerk konnte man lernen und man konnte es mit genug Übung perfektionieren, aber den Sinn dafür hatte man entweder oder man hatte ihn nicht. Als Dinand eine Pause machte, drehte er sich Skye einen Moment zu.

"Ich denke, ich werde kurz in die Küche gehen und mir auch etwas zu trinken holen. Möchtest du auch etwas?"

Brooke Offline

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Beiträge: 654

28.01.2006 15:54
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Dezent im Hintergrund war sie durch eine der Wände in den Raum gekommen, nur um zu schauen, was da für ein Tumult war. Als die Durchsage gekommen war hatte sie noch mitsamt Kopfhörern auf der Sonnenbank gelegen. Sie verschmolz fast mit den Schatten der Wand und beobachtete das Treiben hier. Wenn Musik sie nur nicht so schrecklich anziehen würde, fast genau so sehr wie Wärme. Die meisten Gesichter waren ihr bekannt bis auf ein oder zwei. Dinand zum Bleistift hatte sie ja letztens erst hier am in diesem Zimmer gesehen. Nolan hingegen war ihr gänzlich unbekannt. Sollte sie aber nicht weiter kümmern, ihr gings einzig und allein um die Musik. Gar keine so schlechte Show, die die drei Jungs da ablieferten. Raguel war sogar eine wirklich Überraschung. Wer hätte Gedacht, das der auch noch musikalisch war. Er war ihr weitaus sympathischer als sein missratener kleiner Bruder, schon immer gewesen. Das sein ältere Bruder etwas besonderes für sie war, davon musste man ja gar nicht mehr reden, das stand sowieso fest. Er stand auf einem Podest und keiner reichte dort heran. Für einen Moment beobachtete sie ganz speziell Raguel, behielt erst seine Hände im Blick, bevor sich ihr Augenmerk auf sein Gesicht verlagerte. Sie suchte unbewusst und ohne speziellen Grund auch bei ihm nach Ähnlichkeiten.
Sie war kein hysterisches, kreischendes Mädchen, noch nie gewesen, und deshalb brach sie, obwohl die Musik etwas sehr aufputschendes hatte nicht in Ekstase aus. Ganz ruhig bleib sie, die Arme vor der Brust verschränkt an der Wand lehnend. Ihre Augen schlossen sich nach einem Moment, gänzlich, zum einen, weil sie Raguel nicht dummdoof anstarren wollte und zum anderen weil sie so besser eintauchen konnte in ihre ganz eigenen Welt, in die sie nur die klänge der Musik mitnahm. Es ging vermutlich gänzlich unter, aber für einen kleinen Moment summte sie, vollkommen versunken, mit ihrer glockenhellen Stimme die Melodie mit.
Als die Musiker endeten und die Pause anfing wurde sie unsanft durch das fehlen der Töne aus ihrer Traumwelt gerissen und blinzelte. Was… Ah, ne Pause oder wie? Es juckte sie in den Fingern, zum Klavier zu gehen oder sich den Geigenkoffer in der Ecke zu greifen. Auf letztgenanntem lag ihr Blick auch tatsächlich für einen Moment. Wie sich Geige wohl zu den Stücken anhören würde? Sie war zwar nicht halb so gut wie Rohey aber ein bisschen spielen könnte sie schon, immerhin hatte sie ja jede Woche Extrastunden bei Rohey persönlich.
Ihr verrückter Traum kam ihr wieder in den Sinn. Genau so klar wie damals, als sie Charleen auf der Bühne hatte tanzen sehen. Ihr Blick wanderte über die köpfe des restlichen Anwesenden hinweg zu Dinand. Ob er die zwei eisblauen Augen wahrnahm, die ihn nachdenklich ansahen? Er wirkte so selbstsicher, wie er seine Show abzog. So voller Leidenschaft für das, was er tat. Wie lange hatte er wohl schon diese Leidenschaft für Musik in sich? Schon immer, so wie sie? Vermutlich. Aber ob sie die jemals so würde leben können? Sie war nicht so, aber musste man nicht ehr so sein wie er, um diesen Traum verwirklichen zu können?
Ihr Blick senkte sich gen Boden. In ihrem Zimmer lagen ein paar Blätter mit Textpassagen zu den Melodien von Caleb. Sie erinnerte sich gerade, wie sie diese angefangen hatte zu schreiben. Wieder und wieder hatte sie von vorne beginnen müssen. Das schwerste an der ganzen Sache war wohl, das man dabei seinen Gefühlen freien lauf lassen musste. War sie soweit, sie mit anderen zu Teilen? Würde sie das je sein? Ice-box, die unnahbare. Wie vertrug sich das mit ihrer Leidenschaft? Manchmal fühlte sie sich deshalb, auch wenn sie es nicht zeigte, auf eine gewisse Art und Weise zerrissen.
Ohne das es eigentlich nötig war spielte sie mit dem Knopf am Kragen ihres Anzugs, den sie natürlich auch Heute trug, der für die Wärmeregelung zuständig war. Noch ein bisschen wärmer denn irgendwie kam es ihr vor, als hätte sie ein kalter Windhauch gestreift. Von außen oder von innen? In diesem Moment sah sie eine Zeile für ihren Text ganz deutlich vor sich, so deutlich, als wäre sie schon längst geschrieben und sie hätte sie wäre bloß zu blind gewesen sie zu sehen. Lautlos begann ihre Lippen Worte zu formen, während sie noch einmal die Augen schloss. Ja, so konnte sie sich die Worte besser merken. Es machte ihr nichts aus, das sie wohl vollkommen verrückt wirken müsste auf die umstehenden, von denen hatte sie ja wahrscheinlich eh kaum einer bemerkt bislang…
It doesn’t take much to start a journey of a thousand miles,
Just a single step out of the door into the world out there.
But how, just how, do you know where to turn first?
Right or left? There’s nothing here to lead the way.
You keep on wondering…

Nolan Ford Offline

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Beiträge: 81

28.01.2006 17:49
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Ja, die Show war gut... und Nolan gefiel sie nicht. Allerdings artete es hier an der Tür allmählich doch in ein Gedränge aus, so dass Nolan langsam am Rand des Zimmers entlang ging, die Arme noch immer verschränkt, wenngleich seinen Zügen jetzt wieder etwas Starres und kühl Herablassendes anlastete. Und ganz ehrlich? Brookes kleine Icebox war ein Scheiß dagegen, weil Nolans eisigkaltes Flaire zusätzlich noch wie unerbittlich heiße Wüstensonne auf der Haut brannte, wenn sein Blick jemanden streifte.

Ein wenig erinnerte er an einen anderen, der im Moment nicht im Institut war, denn das Dunkle und Undurchsichtige war auch in seiner Person vereint, wenngleich es nicht ganz so offensichtlich dargeboten wurde. Manchmal sah man es überhaupt nicht, weil Nolan ein guter Schauspieler war. Oftmals war es nur kurz und wie ein kalter Windhauch auf der Wange zu spüren, dann war es schon wieder hinter den brandyfarbenen Augen verschwunden.

Nolan war am Fenster stehen geblieben und musterte Dinand, während der seinen kleinen Strip hinlegte. Dass hier niemand was von den Lehrern sagte? Schien hier wohl etwas lockerer genommen zu werden. Als es zu einer kleinen Pause kam, wandte er sich dem Fenster zu und beobachtete die Schneewehen, die dort vorbei stoben, beinahe so, als wollte er sie in eine gewisse Richtung lenken. Oder sah er dort jemanden im Garten stehen?

Skye Offline

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Beiträge: 94

28.01.2006 18:05
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Soviele Jahre? Skye stuzte einen Moment. Sie konnte sich so lange zurück kaum erinnern. Wirklich bewunderns wert. Soviel Disziplin. Einen Moment sah sie die Musiker im Raum wohl in einem etwas anderen Licht, sie hatte das nie so realisiert.

"Oh ja, umbedingt, ich bin halb am verdursten."
Sie stand auf und strich ihre Klamotten glatt, sie wusste nicht recht warum sie das tat, es war wohl eine antrainierte Angewohnheit von ihrer Schwester und ihrer Mutter.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

28.01.2006 19:12
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Padraig hatte konzentriert auf Dinand geschaut. Er war gut, keine Frage, aber sein Verhalten wirkte affektiert. Warum ihm das so vorkam, konnte er nicht sagen, es war halt so sein Gefühl. Aber das änderte nichts daran, dass er ein guter Sänger war. Seine Stimme schaffte es, Schwingungen zu erzeugen, die einen wahrhaft in eine Art Bann ziehen konnten.

Und dann sah er Nolan. Er erkannte ihn sofort, und er spürte, wie Wut in ihm hochstieg. Dieser Mann war ein Teil des Camps gewesen. Einer der Ärzte, die für den Tod einiger Freunde von ihm verantwortlich waren. Wieso war er hier? Er gehörte zum Feind, und Padraig bezweifelte, dass er übergelaufen war. Wer hatte ihn hierher gebracht? Verdammt, in was für eine miese Organisation war er da jetzt hineingeraten? Logan würde doch nicht jemanden, von dem er nichts wusste, einfach so unbeaufsichtigt hier herumlaufen lassen, oder? Aber wenn Nolan hier frei war, dann bedeutete das wohl, dass er in Ordnung war? Nein, zumindest nicht für ihn. Es gab da noch einige Dinge, die er gerne mit diesem Halbgott in Weiß besprechen wollte. Und er würde ihn zur Rechenschaft ziehen. Egal ob er jetzt für die Mutanten arbeitete, er hatte im Camp ganz sicher das Leben einiger der anderen auf dem Gewissen. Und woher kam sein Gesinnungsumschwung? Warum gerade jetzt? Zu einer Zeit, da Genethics, die ja ganz schwer ihre Finger in den Camps drin hatten, im Krieg mit diesem Institut stand.

Er versuchte sich von seinen Gedanken nichts anmerken zulassen, und schien sich wieder auf das Konzert zu konzentrieren. Aber noch ein anderer Gedanke kam ihm. Der Abschied von Will. Gut, es war allen klar gewesen, dass sie irgendwann wieder würde gehen müssen, aber er hatte sich mittlerweile an sie gewöhnt und es war eine große Erleichterung gewesen, dass er ihr die Sek I in Chemie hatte überlassen können. Jetzt würde er sie wieder komplett alleine leiten müssen. Und das, wo doch jetzt bald die erste richtige Klausur bevorstand. Und das in beiden Sekundarstufen.

Und nebenbei dann noch seine Anwärterschaft bei X-odus. Kass ahtte ihm ja heute diesen komischen Com-Link eingesetzt. Und auch wenn er ihn nicht wirklich spürte, so störte ihn das Wissen, das da in seinem Genick etwas drinsteckte. Ein leichtes Kribbeln zeigte ihm den Punkt, an dem seine Haut perforiert worden war.
Aber immerhin schien er ja zu funktionieren.

Ashley Diamond Offline

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Beiträge: 900

28.01.2006 19:48
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Ashley drehte den Kopf zu Nolan, als dieser durch den Raum ging. Seine Art der Bewegung faszinierte sie irgendwie. So wie seine Augen es bereits vorher getan hatten.
Fast sofort spürte sie ein schlechtes Gewissen, dass sie so dachte, obwohl sie doch mehr oder weniger mit Dave zusammen war.
Als Nolan neben ihr am Fenster stehenblieb, lächelte sie kurz.
Sie war die ganze Zeit auf der Fensterbank sitzen geblieben und hatte stumm dem Treiben gelauscht.
Die Stimme von Dinand war klasse, aber irgendwie war er sehr ...von sich überzeugt?
Zu Tanzen traute sie sich nicht. Nicht das sie es nicht konnte, im Gegenteil, aber vor anderen zu tanzen war etwas anderes, als für sich allein in der Turnhalle oder einem Gymnastikraum mit allein dem Spiegel als Zuschauer.
Sie lehnte den Kopf an die Wand des Fensters und ließ ihren Blick schweifen.
Einen Moment verharrten ihre Augen auf Brooke. Sie bemerkte ihr lautloses Sprechen. Ob sie nocheinmal miteinander singen würden? letztes Mal hatte es sehr viel Spass gemacht.
Aber Caleb war gerade am Klavier und er spielte sehr gut. Sie konnte keine Noten lesen. Alles was sie konnte, war improvisieren durch ihr gutes Gehör. Gegen ihn würde sie ein Nichts sein...

Chui Offline

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Beiträge: 936

28.01.2006 19:52
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Brooke wird mit einem freundlichen Nicken begrüßt, ansonsten bleibt Chui erstmal in Layleens Nähe und hält auch ihre Hand, falls die nichts dagegen hat. Wenn sie sich natürlich losreißen und lieber flüchten will, wird Chui sie nicht daran hindern. Sie will ihr nur zeigen, dass sie da ist und es nichts gibt, das sie beunruhigen müßte.

Ansonsten schaut und hört sie zu und lächelt dabei. Es dauert auch nicht lange, bis sie mit dem Fuß wippt und sich ein wenig im Takt zu wiegen scheint, so ein bißchen. Wobei sie der etwas frivole Text dann und wann zum Kichern bringt. Bewundernd liegen ihre Blicke auf Caleb, Raguel und natürlich vor allem Dinand, die ihre Instrumente und Stimmen so gut beherrschen, dass sie für diese Zeit wie durch Zauberei mehr als die Summe der einzelnen Teile wird.

Recht verwundert schaut sie dem Sänger dann entgegen, als er auf sie zukommt... oder doch auf Layleen? Oder die Tür in der Nähe? Will er den Raum verlassen? Nein, er will zu ihr. Jetzt ist sie wirklich verwundert, nimmt aber seine Hand und läßt jene Layleens los, als er sie mit sich zieht. So weit aufgerissene Katzenaugen hat er bestimmt noch nie gesehen. Die Wärme schießt ihr noch bei den ersten Schritten in die Wangen und läßt sie glänzen, als sie begreift was er vorhat. Aber wozu hatte sie denn den Unterricht bei Charly? Unsicher bleiben ihre Schritte also nicht lange, auch wenn sie ständig schwankt zwischen beiden Extremen: das spontane, übermütige Tänzchen zu genießen oder sich all der Blicke bewußt zu werden die auf ihr liegen und sich sofort zu verkriechen.

Zumindest äußerlich sieht es rein nach ersterem aus. Als Dinand ihr danach die Schulter tätschelt, muß sie kichern, macht einen Knicks und hebt sogar einen imaginären Rock an. Danach aber schaut sie zu Falcon zurück und wird sich wieder zu ihr begeben... ob Dinands Plan aufgeht und andere weitertanzen, weiß sie nicht...

Nolan Ford Offline

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Beiträge: 81

28.01.2006 20:40
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Padraig verwechselte da wohl einige Sachen. Nolan hatte im Camp überhaupt keinen Menschen auf dem Gewissen, immerhin war er Arzt und das nahm er auch sehr wichtig. Natürlich, seine Aufgaben waren zweifelhaft gewesen, aber er war dennoch immer nur für die ärztliche Versorgung zuständig gewesen. Er hatte die Mutanten nicht erschossen, wenn sie zu nichts mehr zu gebrauchen gewesen waren. Ob er davon gewusst hatte? Ja. Irgendwann hatte er heraus gefunden, dass verletzte Mutanten oftmals nicht weiter als in den nächsten Wald gefahren und dort exekutiert worden waren. Gut, wenn man ihm etwas vorhalten wollte, dann dass er dennoch weiter gemacht hatte. Manchmal hatte er wirklich um die Gesundung eines Patienten gekämpft, auch wenn er gewusst hatte, dass es nicht viel bringen würde.

Er hatte noch nie einen Menschen umgebracht und er wollte es weiterhin so halten... auch wenn es da etwas durchtrieben Dunkles in Nolan gab, das zuweilen doch an die Oberfläche brach. Unschuldig war er natürlich trotz allem nicht, aber schuldig im Sinne von Padraigs Anklage? Wohl auch nicht. Schade, nicht wahr? Aber sogar Raguel hatte es einsehen müssen. Und genau diese Genugtuung ließ ihn auch heute noch hintertrieben schmunzeln. So subtil böse zu sein, war ein komplexes Unterfangen, denn man musste immer einen gewissen Balanceakt halten - wohingegen doch auf eine Seite zu driften viel einfacher war.

Sein Blick traf Ashley und wie so oft schimmerte die brandyfarbene Iris leicht amüsiert im Halbschatten der Fenster, noch bevor da dieses seichte Lächeln war. "Na Ashley, gefällt dir das Privatkonzert?"

Orakel Offline

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Beiträge: 433

28.01.2006 22:19
(20:00 Uhr; Musikzimmer) So glad I made it Antworten
Tja, irgendwie hatte er alles nur am Rande registriert. Die durchsage, das schritte auf dem Flur in Richtung Musik-Dings zu höhren waren... Einfach irgendwie alles, während er einfach nur leer in die Gegend starrend in einer Ecke gehockt hatte, um sich selbst wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Tja, und dann war er fast schon wie ein Zombie aufgestanden und durch die Gänge gewatschelt. Shcleichend, unklar. Und schließlich doch noch for dem MUsiksaal gestanden. Tja, was sollte er tun? AM liebsten Wegrennen, das war klar. Aber letztenendes siegte doch noch die neugierde und somit war Mark einfach mal "so" in den Raum reingegangen, ohne viel darauf zu achten, wer letztenendes alles hier war. Heimlich, still und leise. Und direkt neben der Tür war er dann stehen geblieben, zumindest konnte er so keinem im Weg stehen... oder stören.

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