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auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Mal ganz langsam zum Mitschreiben: Die Schueler schleppten Stuehle von den Zimmern in Richtung Musikzimmer und schienen dabei nicht einmal von Logan dazu verdonnert worden zu sein.
Kurz gesagt: Hier konnte was nicht ganz stimmen.
Schueler, Arbeit und freiwillig konnte (mit den Augen eines Lehrers gesehen) einfach nicht zusammen passen. Kein Wunder also, dass Raguel der Sache mal auf den Grund gehen wollte. Er war immerhin nicht nur so freundlich, sondern auch so gescheit sich selber ebenfalls zweier Stuehle zu bemaechtigen, ehe er dem Tross ins Musikzimmer folgte.
Er lonnte nur hoffen, dass er die Schueler in ihrer Freizeit nicht stoerte, er kannte ja auch die Sagen, um die verhasste Lehrerschaft, auch wenn er selbst diesen eigenen Hass nie wirklich verspuert hatte.
"Hi", ging es also an die Allgemeinheit im Zimmer, wobei ein einziges 'Hallo' wie eine Frage und Bitte zugleich klingen konnte. 'Hallo, habt ihr was dagegen, wenn ich mich zu euch setze?'
Ja, die Gesichter hier kamen ihm alle bekannt vor, zugegebenermassen sogar alle, einschliesslich Dinnand, auch wenn Raguel selber fuer den Niederlaender ein fremdes Gesicht sein duerfte. Er bezweifelte, dass Norman Familienfotos in seinem Club haengen hatte...
Skye hatte noch einen Moment gezogert, etwas verwirrt davon, das Caleb nicht angedeutet hatte, das er Hilfe dabei wollte, weil Dinand sicherlich ein paar mehr Stühle wollte. Doch als Dinand sie dann abermals 'aufforderte' war sie kaum einen Moment später die Türe hinaus und hinter Caleb her.
Still folgte sie ihm, nahm ebenfalls, etwas ungelenk, 2 Stühle und machte sich auf den Rückweg. Als sich Raguel zu ihnen 'gesellte' nickte sie ihm lächelnd zu, sie wusste nicht recht was sie sagen sollte, aber Dinand würde sich sicher über den weiteren Zuschauer bzw. -Hörer freuen.
Im Musikzimmer zurück stellte sie ihre beiden Stühle möglichst taktisch klug auf und wartete ab, ob Dinand wohl weiter Stühle 'ordern' würde. Nebenbei betrachtete sie die Anwesenden, mit keinem hatte sie wirklich viel zu tun, allerdings traf diese Aussage wohl leider auf alle Anwesenden im Institut zu. In der Stille nahm sie sich vor, das, Dies zu ändern, zumindest ihr Vorsatz für's neue Jahr werden sollte.
Hmm...Musik klang schon mal ganz gut. Sie war eigentlich offen für alles und wurde neugierig.
"Was für Musik machen Sie denn?"
Sie beobachtete, wie Skye und Caleb den Raum verließen, um Stühle zu holen.
Stimmt, da war etwas gewesen. Er hatte sie gebeten andere zu suchen.
Sie erhob sich vom Klavierhocker. Die Frage konnte auch bis gleich warten.
Schnellen Schrittes verschwand sie aus der Tür.
Wo fing man an mit Suchen?
Am Besten war es, wenn sie jedes Zimmer einzeln abklapperte. Oder vielleicht einfach eine Durchsage machen? Aber wo sollte sie das machen?
Sie ging zurück und sah zur Tür hinein.
"Ähm...gibt es die Möglichkeit in der Schule eine Durchsage zu machen? Das würde das Schülerzusammentrommeln etwa erleichtern..."
Skye zwinkerte er fröhlich zu und gab nur hier und da ein paar Anweisungen, sie mochten die Stühle im Halbkreis aufstellen. Es sollte nun mal eine entspannte Stimmung herrschen und die Kinder sollten sich ein bisschen amüsieren. Dinand natürlich auch, aber Musik hatte Menschen schon immer zusammen gebracht, dass wollte er hier im Institut nicht nur sich selbst beweisen.
Dinand sah Ashley an und antwortete dann auf ihre Frage. „Rock.“ Oder so was in der Art. Es war halt immer doof sich selbst zu charakterisieren und etwas Persönlicheres als seine Musik gab es nun mal nicht. Dinand überlegte einen Moment und erinnerte sich an die Schulsekretärin die ihm so dermaßen auf die Eier gegangen war. „Vielleicht fragst du mal bei Miss Fraser?“ So hieß sie doch, oder? Ehrlich gesagt er wusste es nicht und es war ihm auch egal.
Als einer der Lehrer dazu kam war Dinand nicht gerade wenig überrascht. Einige Lehrer kannte er ja nun schon vom sehen her, aber Raguel war ihm fremd. Wenn auch nicht völlig. „Oh. Hi“ Dinand stand von seinem Stuhl auf um auf den Lehrer zuzuhalten, seine Gitarre im Schlepptau. „Setzen sie sich ruhig dazu. Oder störe ich etwa?“ Er hatte es ja nicht angekündigt, es war ja mehr eine spontane Idee gewesen. Einen Moment stierte Dinand wie vor einer gläsernen Wand gelaufen und abgeprallt Raguel entgegen. Die Reaktion auf seine zweifarbigen Augen war ihm doch bestimmt nicht fremd? „Sie sind Raguel O’Reilly?“ Das erkennen folgte auf dem Fuße und obwohl der Lehrer es noch nicht bestätigt hatte reichte ihm Dinand jetzt die Hand und schüttelte sie erfreut und auch irgendwie herzlich. Woher Dinand das wusste? Rohey! „Ich…“ Er stammelte nur weil er aufgeregt war und darüber hinaus strahlte er ihn einfach mal ein bisschen an. „Ich bin Dinand. Ich freue mich ja so sie mal kennen zu lernen. Ich kenne ihren Bruder. Ich habe für Norman gearbeitet.“ Und genau deswegen war er auch so erfreut. Dinand hatte Norman nur als guten Arbeitgeber kennen gelernt, auch wenn er niemals so naiv gewesen war Norman nur als guten Arbeitgeber zu sehen. Dinand freute sich trotzdem einen der O’Reillys kennen zu lernen und genau das merkte man ihm auch an. „Wollen sie auch ein Glas Wein?“ Er würde ihn glatt mit ihm teilen.
Zweifarbige Augen faszinierten die Leute doch immer wieder. Sei es nun bei Huskeys oder bei humanoiden Gestalten. Raguel war inzwischen einfach daran gewoehnt, so dass es ihn nur noch zu einem kurzen lausbuebischen Grinsen brachte.
Die Erwaehnung seines Bruders liess Raguels Grinsen deutlich verblassen. Norman war eine Wunde, von der man besser die Finger liess.
Dinand, den Namen wiederholte er im Stillen, bis die Erinnerung, die immer wieder in einem beachtlich grossen Gedankenwust hatte untertauchen wollen schliesslich endlich eingefangen war (manchmal waren sie schwieriger zu fangen, als glitschige Fische). "Ja, er hat von ihnen erzaehlt." Wenn auch nicht sonderlich viel gesprochen, aber Gedanken sprachen zwischen den Bruedern auch mehr als Worte.
Dinands Hand hatte er noch immer nicht losgelassen und passend zum kurzen Aufblitzen seines gruenen Auges, wurde der Druck etwas fester. "Sie haben ihn nicht zufaellig gesehen?" Misstrauen. Woher kam das nun eigentlich? Raguel war immer derjenige, der den Menschen gerne Vertrauen schenkte. Er war damit auch schon oft genug auf den Bauch gefallen, ja, aber er Vertraute eben lieber, wenn seine Bruder Misstrauten.
Ein unschuldiges Laecheln zierte seine Lippen, als er Dinands Hand seinem Griff entliess.
"Gerne." So lange er keinen Wein an die Schueler ausschenkte. "Kommen wir etwa in den Genuss eines Privatkonzertes?"
Er hatte sich nun schon ein paar Mal aufgemacht, einige Stühle zu organisieren, weil es im Moment einfach das Konstruktivste war ohne blöd herum zu stehen. Aber nachdem sich der Raum mit Stühlen gefüllt hatte, tat er es dann eben doch; er stand ein klein wenig dumm herum. Eigentlich hätte er ja jetzt einfach wieder gehen können, aber irgendwie war er doch neugierig geworden, so dass er an der Wand lehnen blieb und wartete, was Dinand spielen würde. Ihm fiel ein, dass er seine Notenblätter hier abgelegt hatte, so dass er sich abstieß und die Papiere wieder an sich nahm, um sie einzustecken. Heute würde es wohl nichts mehr mit einem Klavierspiel, so dass er diesen Gedanken ad acta legte. Er kannte den Sänger nicht, aber da er ohnehin nie viel mitbekam, was im Institut vor sich ging, war das auch nicht wirklich verwunderlich.
Dinand war offen gestanden ein bisschen verwirrt als Raguel ihn nach Norman fragte. Musste ein Bruder nicht wissen wo der Bruder war? Dinand schüttelte ein bisschen dümmlich –wie er im Nachhinein fand- den Kopf. „Nein, ich habe ihn nicht gesehen seitdem ich aus New York fort bin.“ Dinand wusste ja auch gar nichts davon, dass Norman zwischenzeitlich mal hier gewesen war und dann wieder in New York und nun wieder zurückkam. Dinand winkte ihn mit sich und goss ihm den versprochenen Wein auch gleich ein und reichte ihm das Glas auf seine Frage hin musste Dinand lachen. „Wird sich noch heraus stellen ob es ein Genuss ist, oder?“ Das war ja auch der Sinn der Übung. Er wollte wissen ob seine ‚neuen’ Sachen ankamen. Überfragt nahm er einen Schluck von seinem Wein und fuhr sich dann durch das Haar am Hinterkopf. Irgendwie hatte dieser Stuhlkreis was von einem ökumenischen Gottesdienst, oder? Ihm kam es zumindest so vor.
„Danke.“ Das ging an Caleb, Tara und Skye die ihm so lieb geholfen hatten. Ashley würde sicherlich gleich dem Rest noch Bescheid geben so dass sie noch etwas Zeit zum Plauschen hatten.
Dinand winkte Caleb herbei. Er selbst war ja auch nicht gerade für seine Geselligkeit bekannt, aber anders als der Junge konnte Dinand von sich behaupten, dass er schon mitbekam was hier im Institut so vor sich ging. So wusste er auch, dass der Junge Klavier spielte und sehr zu seinem Ärger musste Dinand eingestehen, besser als er selbst. „Hättest du vielleicht Lust?“ Was genau Dinand meinte wurde erst klar, als er ein paar Notenblätter aus seiner Hosentasche zog die eher an Schmierblätter erinnerten. Vielleicht wollte der Junge ihn auf dem Klavier begleiten? Abermals trank er einen Schluck und während der Junge sich die Antwort überlegte sah er wieder zu Raguel. „Ist es für einen Iren nicht sehr schwer in Schottland?“ Dinands Versuch freundlich mit Raguel zu tratschen.
Sie nickte. Im Sekretariat würde es also sowas geben.
Dann musste sie eben nachsehen. Wenn es dort keine Möglichkeit zur Durchsage gab, musste sie entweder jedes Zimmer einzeln abklappern oder einen Zettel ans schwarze Brett oder so hängen.
Sie verließ leise das Zimmer und ging hinunter zum Sekretariat.
[Aus mangelnden Zeitgründen kürz ich das ab und gehe davon aus, dass wir ein Durchsagemechanismus in der Schule haben, sonst hätt ich das nu ausgespielt
Außerdem lesen diejenigen, die das hier interessiert, hoffentlich eh mit.
Ihr könnt mir ja Bescheid geben, wann es der Zeit nach wieder passt, dass Ashley auftaucht.]
Nachdem sie die Durchsage über die bevorstehende Musiksession und den Ort durchgegeben hatte, war sie wieder auf dem Rückweg zum Musikzimmer.
Caleb steckte dafür seine Notenblätter ein, als Dinand ihm die seinen in die Hand drückte. Eigentlich war Dinands Musik nicht so ganz seine Richtung... oder doch? Ehrlich gesagt, er wusste es nicht. Also warf er einen Blick auf die etwas zerknitterten Notenblätter und grinste leicht. Das waren keine sonderlich schweren Stücke, das wusste der Sänger schon, oder? Aber das Klavier stand dabei wohl auch gar nicht im Vordergrund. Schließlich nickte er.
"Das sollte kein Problem sein...", wenn nicht gerade allzu viele Zuhörer antanzten. Noch einmal warf er einen Blick in die Runde und als sich Dinand abwandte, ging er hinüber zum Klavier und hob den Deckel an. Vielleicht tat ihm ein wenig Abwechslung ja ganz gut. Sein Blick blieb kurz an Skye haften, dann setzte er sich hin und sah sich die Titel der einzelnen Stücke oder...Songs an.
Skye hatte noch einen Moment etwas ziellos dargestanden, auf Dinand's Zwinkern hin zwar gelächelt, aber irgendwie schien sie gerade etwas abwesend. Nach einem Weilchen schüttelte sie dann aber leicht den Kopf und kehrte zu dem Stuhl bei ihren Ordnern zurück.
Sie setzte sich dort, etwas im Hintergrund, ausserhalb des Stuhlkreises, und lies ihren Blick schweifen. Nach und nach betrachtete sie die Leute und überlegte was sie über sie wusste. Natürlich war sie bemüht darum, das ihre Blicke nicht zu aufdringlich wirkten, allerdings fiel es ihr manchmal schwer, wenn sie in Gedanken war.
Dinand, nun ja ... war eben Dinand. Man konnte ja durchaus sagen das sie ein Fan von ihm war. Allerdings ... waren das wohl auch die meisten Jugendlichen in Holland. Zumindest waren es die Leute um sie herum gewesen. Er war momentan vor allem ein Stück 'Heimat' für sie, es half ihr, zu wissen das er noch da war und nicht, wie sie gedacht hatte, ohne Abschied verschwunden war.
Raguel, mit dem er sich unterhielt, war ... nun ja, eben ein Lehrer, mehr wusste sie nicht wirklich. Literatur. Nicht gerade ihr Glanzfach. Dafür konnte er aber schliesslich nichts. Sie hatte nichts gegen ihn, kam mit seiner Unterrichtsweise eigentlich genauso gut klar wie mit der von Mr. Burleigh, wenn nicht besser, denn manchmal wollte ihre Gedankenwirbel denen von Kassander doch nicht so recht folgen.
Von Caleb, dem Dinand gerade die Notenblätter gereicht hatte, wusste sie fast gar nichts. Er musste einer der Vielen hier sein, die viel mit Musik zu tun hatten, schliesslich hatte sie ihn hier im Musikzimmer, neben dem Unterricht und dem Essen, das einzigste Mal ausserhalb seines Zimmer gesehen, streng gesehen. Mehr wusste sie kaum über ihn, aber er schient ein relativ guter Schüler zu sein. Eher einer von der stilleren Sorte, so schien es.
Ashley, die gerade wieder herein kam, war nicht in ihrer Stufe und somit wusste sie wirklich fast gar nichts von ihr. Sie hatte es munkeln gehört, das sie irgendwas mit der Natur zutun hatte ... mutationsmässig versteht sich. Allerdings wusste sie nichts Genaueres. Sie schien hilfsbereit zu sein, mehr konnte Skye aber beim besten Willen nicht beurteilen.
Und zuletzt erreichte ihr Blick Tara, die etwas Still geworden war. Eine Mitschülerin. Mit einem Bruder hier, soweit Skye mit bekommen hatte. Sehr beneidenswert. Auch wenn die Geschichte der Beiden wohl etwas verworrener war, als sie verstanden hatte. Allerdings hätte Skye momentan wohl alles dafür getan um Kris hier zu haben.
Ein etwas unterdrückter Seufzer entwich ihr und sie senkte den Blick. Sie musste sich zusammen reissen. Sicher war es allen so gegangen, das war völlig normal. Für einen kleinen Moment schloß sie die Augen und strich über den Ordner mit ihren Aufzeichnungen über ihre Familie und Freunde, dann lies sie die Hand in den Schoß sinken und wand den Blick zu Caleb, der am Klavier platz genommen hatte. Vielleicht würde er zum einspielen ein paar Töne anschlagen, hoffte sie, damit sie ihre Gedanken damit beschäftigen konnte.
Eigentlich war Caleb aus einem bestimmten Grund ans Institut gekommen und er hatte damals nur Charleen davon erzählt. Nun, Charly war fort und irgendwie hatte er einige Ziele aus den Augen verloren. Nein, er war kein herausragend guter Schüler - eigentlich. Im Moment war ihm oft langweilig, so dass er schon öfter mal lernte und recht gute Noten schrieb. Im London wäre er wohl oft mit seinen Kumpels zusammen und würde Fußball spielen gehen. Ob er das hier einfach mal machen sollte? Einfach ein paar Schüler fragen, ob sie Lust dazu hatten. Er würde darüber nachdenken.
Tatsächlich schlug er ein paar Tasten an und lächelte leicht, als er bemerkte, dass Skye seinen Blick aufgefangen hatte. Er nickte sie zu sich, wenn sie das nun nicht ganz irritierte. Ja, er war still, aber das hieß nicht, dass er nicht durchaus mit fremden Leuten reden konnte. Schüchtern war er eigentlich auch nicht. Man konnte ihn wohl abwartend zurückhaltend nennen. Und wenn er jetzt ganz ehrlich war, dann wollte er hier vorn nicht ganz allein sitzen. Seine Finger glitten schon routiniert und wie selbstverständlich über die Tasten. Es waren nur einfache Fingerübungen, aber es hörte sich dennoch nach etwas an.
Nun im ersten Moment wirkte sie schon etwas irritiert. Schliesslich war, bis auf das Gespräch mit Nico und 'Pflichtgespräche' mit einigen Anderen, alle Kontaktversuche von ihr ausgegangen und relativ erfolgreich gescheitert. Und so wie sie Caleb aus der Ferne eingeschätzt hatte, hätte sie das wohl einfach nicht von ihm erwartet.
Doch es war eine durchaus positive Überraschung.
Bevor sie sich allerdings zu viele weitere Gedanken darum machte, versicherte sie sich abermals kurz, das ihre Ordner sicher 'verwahrt' waren und stand dann auf um zu ihm rüber zu gehen. Als sie ankam war sie jedoch gleich wieder überfordert, was sollte sie denn nun tun?
"Hi", ein guter Anfang, dachte sie sich und lächelte abermals, darum bemüht, die letzten Gedanken an zu Hause aus ihren Augen zu vertreiben.
"Hey." Caleb rutschte zur Seite, so dass sie sich ebenfalls ans Klavier setzen konnte, wenn sie wollte. "Spielst du Klavier? Wenn nicht, bist du trotzdem eingeladen, dich zu setzen." Er machte es ihr leicht, als er einfach mal den Anfang des Gesprächs übernahm, so wie er es auch mit dieser Geste initiiert hatte. Und es folgte noch eine, denn er drehte sich ihr nun etwas zu und streckte ihr die Hand entgegen.
"Ich bin übrigens Caleb, aber du kannst mich auch Tom nennen, wie du willst. Und wie heißt du?"
Er schmunzelte leicht und ordnete die Notenblätter von Dinand, obwohl er keinen blassen Schimmer hatte, welches Stück der Sänger zuerst spielen wollte. "Kann es sein, dass du noch nicht allzu lange hier bist? Ich glaube, wir haben zusammen Unterricht, oder?" Im Übrigen musste man das Klavier auch wieder stimmen lassen, es waren zwar nur Nuancen, aber ein Musikerohr hörte es durchaus. Für heute würde es reichen.
Skye war wirklich erstaunt jemand hier der von sich aus freundlich mit ihr Sprach? Sie musste zu geben, das es ihr wie eine Seltenheit erschien. Die Meisten wirkten entweder zurückgezogen oder abweisend.
"Nein, ich spiele leider kein Klavier", meinte sie als sie sich trotzdem, zumindest vorerst, setzte, schliesslich könnte es sein, das jemand, der diese Gabe besaß, gerne hier Platz nehmen wollte. "Meine Familie ist eher auf die bebilderte Kunst spezialisiert denke ich.", fügte sie noch mit einem Schmunzeln an.
Einen Moment betrachtete sie die Hand, eine sehr höfliche Begrüßung unter Jugendlichen, dann ergriff sie sie und schüttelte sie sacht. Wieder schien sie einen Moment irritiert, der Sprung von Caleb zu Tom schien ihr nicht so recht zu gelingen.
"Caleb ist ein sehr schöner Name. Mich nennt man meisten Skye, Cha'tima oder Guess." Sie betrachtete die Notenblätter, sie konnte Noten durchaus lesen, nur zum rechten Ton war es dann meist noch ein Weg.
"Ja, ich bin wohl immer noch die 'Neue' hier. Ich komme aus Holland und bin in Zimmer 2 mit Charleen eingeteilt." Warum erzählte sie das? Das machte sie nicht wirklich interessanter ... und gefragt hatte auch keiner danach. Vielleicht war sie einfach etwas nervös. "Und, ja, wir haben zusammen Unterricht.", fügte sie dann der Vollständigkeit halber noch an. Sollte sie etwas fragen?Hmmm ... besser nicht, zu groß war die Befürchtung, das ihr bisheriges 'Unglück' in diesen Belangen vielleicht an ihr hing.
Tara hatte Dinand grinsend ihren Namen genannt, nachdem er sich "vorgestellt" hatte, und war dann dazu uebergegangen, sich am Verstaerker zu schaffen zu machen.
Schliesslich, nachdem Skye und Caleb sich um die Stuehle gekuemmert hatten, hatte sie verkuendet, dass er nun wohl einsatzfaehig waere, und sie stand wieder auf, um sich einen Platz zu suchen.
Das konnten ein paar richtig gemuetliche Minuten werden, dachte sie sich.
"Rock... ja, das ist immer gut." Wieder grinste sie.
Dann wandt sie den Kopf, da war ja ihr Literaturlehrer... Sie nickte hoeflich, dann verlagerte sich ihre Aufmerksamkeit von dem Gespraech der "Grossen" weg zu Skye und Caleb.
Sie beschloss, einfach zu den beiden hinueber zu gehen.
Sie hatte nicht gehoert, was Skye und Caleb miteinander gesprochen hatten, also fragte sie erst einmal laechelnd: "Na, wer von euch spielt?" Waehrend dieser Frage deutete sie leicht auf die Tastatur des Klaviers.