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Brooke konnte es gar nicht beschreiben wie Dankbar sie ihrer Freundin war das sie sich auf ihre Seite stellte. Eine Welle der Dankbarkeit Mika gegenüber durchflutete sie als sie den Feuerteufel neben sich anschaute. Wahre Worte, Schwester. Ganz genau meine Meinung. Sie schwammen eben genau auf der gleichen Wellenlänge. Also, wollte Nathan nun den geballten Zorn von Feuer und eis auf sich ziehen oder nicht? Er hatte die Wahl, sonst würde er erst geröstet und schockgefrostet, immer schön abwechselnd. Und wenn er vorhatte ihnen die Schuld zu geben, dass sie so zickten, dann war er an der falschen Adresse. Er sollte sich was das anging dann doch an die eigene Nase fassen.
Ihre Augen standen seinen im funkeln in nichts nach und weiteten sich kurz darauf dann doch gewaltig als er sie so plötzlich von selber berührte. Wieso kam nur jeder immer auf die Verdammte Schnapsidee genau das zu tun was sie jedes Mal in Panik versetzte? Wieso meinte jeder sie antatschen zu müssen? Panisch drang ein erstickter unwilliger Laut über ihre Lippen und sie versteinerte für Sekundenbruchteile. Die Kälte kroch regelrecht unter Nathans Haut und sie spürte, wie ihr Körper als eine Art Schutzmechanismus immer mehr Kälte auf Nathan überspringen lies ohne das sie es steuern konnte. Nach diesem ersten Moment versuchte sie mit aller Kraft sich loszureißen, was sie schließlich auch schaffte.
Gebannt starrte sie im zurücktaumeln auf seine Handfläche. WTF… Das hatte er EXTRA gemacht? Er hatte es geschafft sie ehrlich in Erstaunen zu versetzen. War der Kerl nen Masochist oder…. So langsam dämmerte ihr etwas als er sie anfauchte. Ja, jetzt waren sie quitt. Benommen und leicht zitternd nickte sie nur und murmelte „Is ja schon gut Freak…“
Nochmal so ein Erlebnis wie eben brauchte sie nun wirklich nicht, weshalb sie, das Getümmel in das sich die anderen Gestürzt hatten nie ganz aus den Augen lassend sofern das möglich war, bereit machte sich doch dazu zu bequemen wiederwillig mit ihm mitzugehen.
Ihr Kopf ruckte rum in Richtung Chui als das Catgirl auch mal was sagte. Kluges Mädchen. Denn DAS würden sie sehr wohl schaffen und sie standen dann wenigstens nicht ganz so unnütz rum. In anderen Worten, sie mochte zwar keine Kiddies aber bei der Aktion rettete das Blag war sie dabei. Immerhin schuldeten sie dem Kleinen doch irgendwie was weil er ihren Fremdenführer gegeben hatte und die gemeinsamen Schottischen Wurzeln taten ihr übriges hinzu. Auf die Briten also. Dann konnte sie wenigstens an irgend wem diese angestaute schlechte Laune auslassen, ein angenehmer Nebeneffekt.
Mit eisiger Miene stapfte Brooke also mit dem Rest zusammen los. Nathans Idee war gar nicht übel, den Weg abzuschneiden ohne dabei das aufsehen der ganze kämpfenden Meute zu erregen. Brooke hatte da auch schon so eine Idee. Sobald es irgendwie möglich war und sie den Typen wieder vor sich hatte würde dieser plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes kalte Füße bekommen. Er fror buchstäblich fest und Eis kroch immer weiter die Beine empor, bis er sich nicht mehr rühren konnte. Der Kerl musste sich gewaltig wundern denn Brooke stand noch im Schatten eines Baumes verborgen und generell wirkte es wie reinste Zauberrei. Zahlte sich als wirklich aus das Training.
Er hörte Scott etwas zu Logan rufen. Aber was er sagte war dumm. Logan sollte sich nicht um ihn kümmern sondern lieber Scott zu Hilfe kommen. Immerhin schien der auch schwer verletzt zu sein. Und er bezweifelte, dass Scott über Heilkräfte verfügte. „Hilf lieber Scott, ich werde mit denen hier schon fertig.“ Und wie um es beweisen zu wollen, schlug er dem zweiten Soldaten vor ihm, seine Faust mit einer solchen Wucht in den Bauch, dass dieser mehrere Meter weg geschleudert wurde. Es hatte ihn zwar viel Kraft gekostet, seinen Schlag noch mit dem kinetischen Impuls zu verstärken, aber immerhin schaffte es ihm etwas Luft.
Schnell blickte er sich um. Die meisten Soldaten waren vor Scotts Strahl geflohen oder zumindest dachten sie daran. Einige andere waren von Logans und Noemies wilden Angriffen überrascht, und so stand es, trotz ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit, gar nicht schlecht für sie. Und dann sah er Nathan mit den Schülerinnen irgendwohin rennen. Wohin konnte er jetzt nicht genau sagen, aber vielleicht sollte man ihnen folgen.
Mikas und Brookes Verhalten waren weniger rebellisch als viel mehr nervtötend und wenn die Kinder immer noch nicht begriffen hatten, dass Logan (und jeder andere sonst aus dem Team) ohne zu zögern bereit war ein Leben für jeden einzelnen zu geben, dann war ihnen auch nicht mehr zu helfen. Wenn es nach Logan ging dann würde es für sie aber nach Rückkehr mal eine ordentliche Tracht Prügel geben, bei seinen Söhnen hatte er das ja versäumt und nun? Nun schlugen sie in manchen Dingen erschreckend nach ihrem Vater.
Nathan war unverkennbar Scotts Sohn und wenn Logan nicht so im Stress gewesen wäre, dann hätte er darüber mal gegrinst. Tja…wäre Nathan von ihm würde er jetzt nur besser aussehen. Er hätte übrigens auch die Erlaubnis Brooke einfach mal auszuknocken bei ihrem nervenden Mundwerk. Er könnte sie nämlich hören, wenn Logan sich nicht auf ganz andere Dinge konzentrieren würde.
Er hatte im Moment nicht viele Gedanken an die Kinder, er vertraute nur darauf, dass man sie in Sicherheit brachte und das sie im allgemeinen den Ernst der Lage erkannten und einfach mal taten was man ihnen sagte.
Das gereichte Schwert schmiss Logan allerdings irgendwann einfach ins Gras und das seine Krallen erneut hervor schossen hörte sich beinahe genauso an als würde ein Schwert aus der Scheide gezogen. Die kleine Isis war wirklich ein Herzstück, schade dass er sie gehen lassen musste. Sie war richtig ordentlich drauf.
Für Logans Gegner hieß das allerdings dass er sich gleich mit drei Stück gleichzeitig anlegte. Das mochte ein bisschen weit hergeholt wirken, gerade weil er augenscheinlich drauf dreschte ohne ein System zu haben, aber das stimmte so nicht. Er hatte ein System, es war nur nicht für jeden Erkennbar. Um Scott machte er sich keinerlei Sorgen, er war immer allein zu Recht gekommen, selbst mit Verwundungen. Allerdings war Padraig noch nicht lang im Team und Logan hätte ihn schon ganz gern wieder mit zurück genommen. Deshalb hieb er dem einen seine Krallen in die Oberschenkel, dem anderen in die Schulter und dem letzten verpasste er eine Kopfnuss, so dass dessen Nase brach. Jahaaaa, für alle die es noch nicht mitbekommen hatten: ER war wirklich richtig wütend und konnte sich schon beinahe in eine Art Raserei versetzen.
Ungeachtet Padraigs Satz war Logan schon bei ihm und packte einen der Angreifer im Genick wie einen räudigen Hund und hieb ihm seine Faust in den Bauch.
Robbie konnte sich schämen, was er wollte. Wenn er nicht aufpassen würde, würde seine wilde Amazone wohl eher in die Geschichte eingehen, als er. Während der Herr nämlich selber seinen Zuckerpopo heraus hielt, folgte Isis der Weisheit 'mittendrin, statt nur dabei'.
Nun gut, ob das nun eine Weisheit oder eine Dummheit war, liess sich noch einmal in einer ruhigen Minute erklären.
Isis war es für den Moment egal, denn erklärte Ziel war: Jungen retten und dann Team retten und ab nach Hause.
Klang einfach, oder? War es aber nun mal leider nicht.
Wenn die Schtten Engländer-Geschnetzeltes wollten, müssten sie das selber besorgen, denn Nomi schlug sich zwar wie ein Wirbelwind durch die Reihen der Soldaten, aber sie war durchaus darauf bedacht die kleinen Wauzis nur auszuknocken oder kampfunfähig zu machen. Sie würde kein unschulig - ? - Blut vergiessen, wo es nicht einmal ihr eigener Kampf war. Und wer hatte schon davon gehört, dass ein X-odus oder X-Men Team ein Dutzend Männer morderte, um eine Person zu retten. Es musste alles irgendwie ohne viel Blut gehen, nach ihren Massstäben.
Im übrigen durfte Rob sie nun wirklich als Amazone beschimpfen, denn als sie durch das Abtauchen unter einem Schwerthieb das Gewicht verlor und zu Boden fiel, bekam sie Logans fortgeworfenes Schwert zu fassen und blockte damit. Natürlich würde sie nun nicht mit zwei Schwertern das Schlachtfeld überqueren - wie sah das denn bitte aus? Sie war doch kein Mannweib! -, aber sie erhob sich dennoch mit beiden und wollte eines Nathan zuwerfen.
Nathan - mooooooment Mal! Der war ja gar nicht mit von der Parie! Der kleine Augenblick, in dem sie sich umgedreht hatte und verwundert feststellen musste Nathan nicht hinter sich zu entdecken, brachte Isis einen bosartigen Schwertstrich ein. Sie wusste nicht einmal genau, ob es Schotte oder Engländer war - und es war ihr auch egal, denn sie kämpfte (obwohl auch sie sich als Schottin empfand, aber doch nicht dieser Zeit!) weder für die eine, noch für die andere Seite; sie kämpfte einschliesslich für Iain und ihr Team!
Ihr wütender Aufschrei machte Logan einiges an Konkurrenz - und ebenso das wundersame Spiel ihrer Wunde. Zwar blieb der Riss in ihrem Anzugoberteil erhalten, doch ihren Gegenüber brauchte wohl nicht ihre Nacktheit zum Keuchen. Der Geruch ihres eigenen Blutes schien kurzweise einen Schalter in Nomis Hirn einfach umgelegt zu haben und über den Schmerz ihrer Seite hinweg, brachte sie genug Kraft auf, dem Angreifer Logans Schwert zwischen den Oberschenkel zu rammen. "Fahr zur Hölle!" - Bedachte man die Zeit und bedachte man, was der Mann gerade zu sehen bekommen hatte: Er würde vermutlich ihrem Ausspruch glauben schenken - oder wo kam man sonst hin, wenn man von einem Dämon getötet worden war?
Die Klarheit, die sich wieder einstellte, liess Isis jedoch hoffen, dass der arme Tropf überleben würde. Es wäre jedoch später genug Zeit sich über für und wieder ihres Handelns Gedanken zu machen, jetzt stieg sie dem fliehendem Kidnapper nach - und würde ihn unwissend mit Nathan und den Mädchen einkesseln können - wenn Fortuna ihnen Hold war.
Ach du scheisse, färbte dieses Gefasel auf Zeitreisende ab?
Ja, das hat Chui sich auch schon gefragt... wenn dieser Nathan aus der Zukunft kommt, also... relativ jetzt zu ihrer 'Heimatepoche' gesehen, und sie würde mal so auf 20 Jahre schätzen, da Dr. Grey doch gerade schwanger ist... wenn er also von da kommt, weiß er sicher einiges über eine inzwischen ca. 37jährige Chui Iijima... oder gar Chui McNara? Der Drang, ihn zu fragen ist fast unwiderstehlich, nur in Schach gehalten von einer gleichwertigen Angst, etwas Negatives zu erfahren, etwas, das sie jetzt in einen Abgrund stürzen würde... und darum läßt sie es. Sie fragt ihn jetzt nicht, sie wird ihn auch später nicht fragen. Instinktiv weiß sie, dass es nicht gut wäre, die eigene Zukunft zu kennen.
Ihre Augen scheinen noch mehr aufzufunkeln als sie das im Halblicht des neuen Tages sowieso noch tun, als Nathan ihr zustimmt. Dann schaut sie in ihre Jackentasche hinunter, wo Megan lautstark (also, für sie zumindest) auf sich aufmerksam macht. Sie nickt und sieht zu den anderen, die sich schon aufmachen wollen. "Megan... sie will groß werden... geht vor, ich hol euch ein." versichert sie glaubhaft, dann läuft sie zum nächsten Busch, hinter dem sie verschwindet.
Dort kniet sie sich hin und hält ihre Hand an die Mitfahrerjackentasche. "Okay... komm." flüstert sie, und sobald Megan auf ihrer Hand Platz genommen hat, führt sie sie zum Boden. Noch während das Mausmädchen wächst, zieht das Katzenmädchen Plaid und auch Jacke aus... und außerdem die Turnschuhe. "Du kannst sie derweil anziehen." sagt sie ihr, als sie sie vor ihr hinstellt. Die beiden Mädchen sind nicht nur fast auf den Millimeter gleich groß, sie haben auch festgestellt, dass sie dieselbe Schuhgröße haben. Und Chui läuft sowieso gern barfuß durch die Natur.
"Ähm..." Nun ist Megan groß, aber was jetzt? Mitnehmen auf die Verfolgungsjagd? Besser als sie allein hierzulassen. "Komm mit. Wir müssen Iain retten." sagt sie und streckt ihr die Hand hin. Sobald sie sie nimmt, läuft sie los... nur halb so schnell wie sie könnte, aber es mag wohl genügen, die anderen noch einzuholen.. gerade als Brooke dem Kidnapper eine eisige Überraschung bereitet.
Megan war sehr dankbar für die Kleidung von Chui. Die Jacke hatte sie sich, nachdem sie gewachsen war um die Hüften gebunden und das Plaid über den Kopf gezogen. Sie schlüpfte schnell in die Schuhe.
Und während sie noch die frische Luft genießt und sich versucht zu orientieren, wird sie von Chui schon wieder mitgerissen, aber diesmal kann sie selber laufen, auch wenn sie dadurch Chui verlangsamt.
Während sie den anderen hinterher läuft, sieht sie das Gemetzel am Ufer des Sees, es verwirrt sich schon etwas, aber mehr verwirrt es sie, als sie sieht, was Brooke da mit dem Mann machte, aber Megan verkniff sich einen Aufschrei und starrte mit geweiteten Augen und Mund den Eismann an.
Fast schohn wirkte es, als würde Feuer in Mikas Augen funkeln, als sie Nathan ansah und dieser die Hand nach Brooke ausstreckte. Sie wusste, wie sehr ihre beste Freundin berührungen hasste, aber sie konnte nicht eingreifen. Der panische ausdruck in Brookes Gesicht ließ sie zusammenzucken "Verdammt nochmal, lass sie los!"
Die Brandwunden auf seiner Hand sahen böse aus, aber anscheinend hatte nathan gewusst, was er dort getan hatte. Quitt. Eine seltsame Art und Weise, die sie sicher nicht noch einmal erleben wollen würde, aber nun gut. Mikas Blick ging zu Brooke und sie formte kurz mit den Lippen "awright?", bevor sie sich dann zu Chui wandte. Und der Vorschlag klang nicht schlecht, immerhin würden sie ohne den Jungen wahrscheinlich iommernoch durch die Wälder eines mittelalterlichen Schottlands stampfen oder noch mehr Ärger haben, als es nun schon der Fall war.
Die Rothaaarige blieb dicht bei Brooke, allewin um zu verhindern, dass ihr selbst etwas passierte. Brooke war ihr persönlicher Feuerlöscher, worüber sie oft genug heilfroh war.Ein Grinsen erschien auf Mikas Gesicht, als sie den plötzlich bewegungslosen Briten sah.
Noemie durfte Nathan kurz darauf das Schwert zuwerfen, auch wenn er andere Mittel gehabt hätte, aber so ein blanker Stahl wirkte in dieser Zeit wohl schon seine Wunder. Da Noemie ihm entgegen kam (sie hatten ja einen Bogen geschlagen) konnte er das Schwert fangen und dem Engländer gleich darauf die Spitze an die Halsschlagader halten. Dem Mann froren die Beine fest, so dass er nicht fortlaufen konnte. Brooke sollte bedenken, dass sie es nicht zu weit treiben durfte, sonst konnte er den Jungen nicht mehr freilassen.
"Lass ihn los." Der Soldat würde ihn schon verstehen, auch wenn sich das Englisch im Laufe der Jahrhunderte verändern würde. Als der Engländer den Kleinen losließ - denn er musste nicht nur gefroren, sondern auch schockiert sein - zog ihn Nathan zu sich. Irgendjemand sollte den Schottenjungen nach Hause bringen und da Nathan gerade nichts zutun hatte und ganz unbedingt solche Kindermädchenaufgaben erledigen wollte... würde sich Noemie des Kleinen annehmen!! Na gut, er machte es ja. Sein Griff um dessen Arm wurde fester und er sah sich zu den Schülerinnen um. Es war selbstredend, dass Brooke das Eis schmilzen ließ, sobald sie dem Engländer nicht mehr allzu nah waren, oder?
"Noemie? Ich bringe den Jungen zurück, aber wartet nicht auf mich, ich komme nach." Sobald der Kampf am See entschieden war, mussten sie sich auf den Weg zum Kloster machen. Nathan würde dann noch nicht zurück sein, aber sie durften nicht auf ihn warten. "Ich werde das Institut finden." Mit einem knappen Nicken verabschiedete er sich von Noemie, die bei den Schülerinnen bleiben musste. Und vielleicht war dort auch für einen kurzen Augenblick ein Lächeln, ehe er Iain mit sich zog.
"Komm, Kleiner." Iain würde den Sinn schon verstehen. Als er den Schülerinnen winkte, wurde Nathan bewusst, dass der Junge zitterte - ob das die erste Begegnung mit den Engländern gewesen war, blieb zu bezweifeln. Iains Blick blieb kurz auf Brooke haften, so als wisse er um ihre Fähigkeiten, dann ging er bereitwillig mit Nathan mit und war kurz darauf auch schon zwischen den Bäumen verschwunden. An Noemie blieb die Aufgabe hängen, sich den Schülerinnen zuzuwenden. Aber allzu lange würde sie nicht allein bleiben, denn der Kampf war ja schon fast entschieden.
Robert war zufrieden. Die Engländer waren geschlagen. Es handelte sich dabei zwar nur um ein kleines Gemetzel, aber immerhin hatte er die Nachhut zerschlagen und konnte nun in aller Ruhe nach Norden reiten. Nach einer Weile stieß er sein Schwert in den sumpfigen Boden und stützte sich auf den Knauf, um einen Moment zu verschnaufen. Seinen Männern gab er zu verstehen, dass sie sich der englischen Pferde und Waffen bemächtigen sollten. Brauchten die Fremden noch Reittiere? Wenn ja, so hatten sie nun genug davon zu bieten. Mit einem dunklen Grinsen klopfte er seinem Begleiter auf den Rücken, zog daraufhin das Schwert wieder aus dem Boden und ging auf Scott zu. Er passierte dabei Padraig und Logan, so dass er kurz inne hielt und Padraig musterte.
"Ihr solltet nun innehalten, Mann. Der Verlust von Blut ermüdet und macht unvorsichtig. Guter Kampf..." Roberts Grinsen hielt noch immer an, als er auch Logan damit bedachte. Musste er ihm wirklich sagen, dass er Logan gut brauchen könnte? Als er bei Scott angekommen war, wechselte er ein paar Worte mit ihm, die niemand je hören würde. Gut, Logan würde sie hören, aber da Robert Gälisch sprach, würde er sie nicht verstehen. Kurz darauf zogen die Schotten ab. Sie wünschten dem Team noch viel Glück - sie beschrieben ihnen sogar den Weg zum nächsten Kloster, wo Padraig und Scott ihre Wunden versorgen konnten, dann waren sie fort. Roberts letzter Blick hatte Seonaid getroffen, aber was er zu bedeuten hatte, war nicht wirklich ersichtlich gewesen.
Na gut, der Mann sieht etwas geschockt (um nicht zu sagen schockgefrostet) aus, aber er wird es überstehen, er kann sich nur gerade recht schlecht bewegen. Ideal, eigentlich. Was sie selbst getan hätte, wenn sie eher dagewesen wäre, weiß sie gar nicht. Nathan nimmt sich Iains an und die Sache scheint erledigt... alles ist zum Besten gewendet. Vorerst mal.
Sie läßt Megans Hand los, als sie bei den anderen ankommen. "Mach's gut." sagt sie Iain noch und winkt zurück... ehe sie sich dem Schlachtfeld zuwendet und sich gleich wieder weniger gut fühlt. Der intensive Geruch nach Blut, der zu ihr herüberweht, und nach Schmerz und Tod. Und es ist anders als beim Schlachter, ganz anders... das hier waren Menschen. "Laßt uns... hier weggehen, bitte..." sagt sie leise und tastet nach Megans Arm. Diesmal ist sie es, die sich festhalten muß.
Scott kannte den Weg zum Kloster. Er kannte ihn noch zu gut, aber er sagte nichts, als man ihnen die Richtung wies. Natürlich konnten sie die Pferde gebrauchen, so kamen sie noch schneller voran. Er drückte seine Hand auf seine Wunde und sah sich um. Wo war denn das Mädchen? Wahrscheinlich war sie Nathan und den Schülerinnen nachgegangen. Scott nahm an, dass sie Iain gefunden hatten, aber dennoch griff er nach den Zügeln zweier Tiere.
"Nehmen wir die Pferde mit und suchen die anderen." Er wartete nicht lange, schon schwang er sich in einen Sattel und ritt auf den Waldrand zu. Das Logan gar nicht reiten konnte, das... war ihm entfallen. Er konnte ja auch laufen! Als er bei Seonaid angekommen war, überließ er ihr das zweite Tier und wartete, bis sie ihm folgte. Natürlich waren die Schülerinnen nicht sonderlich weit gekommen, Scott konnte sie mit einigen Schwierigkeiten zwischen den Tannen ausmachen. Es würde wohl noch eine Weile dauern, bis er wieder normal sehen konnte - abgesehen davon, dass "normal" in seiner Definition wieder ein wenig anders war. Er schob einen Tannenzweig zur Seite und blieb bei den Schülerinnen stehen.
"Wo sind Iain und Nathan?" Wie hatte es Robert ausgedrückt? Der Blutverlust machte einen müde und Scott konnte ihm nur darin zustimmen.
Durfte Logan an der Stelle mal etwas einwerfen? Er war mit dem jetzigen Team, so in der Besetzung und mit dem Zusammenspiel nicht ganz zufrieden. Das hieß nicht das Ty, Cait, Padraig und die ganzen Konsorten keine guten Kämpfer waren, aber im Moment war es nicht das was Logan sich vorstellte. Zu viele Eigenarten, zu viele Fehler (aus denen man sicherlich lernte, schließlich war ihr Team ja noch jung). Wenn aber das Team in der Zukunft so aussah wie Memento und Isis und das Miteinander so klappte, dann würde er in einigen Jahren das erreicht haben weshalb Ororo und er nach Schottland gegangen waren. Es machte ihn unglaublich stolz.
Aber er würde jetzt hier ganz bestimmt nicht sentimental werden er schnitzelte nämlich noch heiter herum und hatte ohnehin keine Zeit sich sonderlich Gedanken zu machen. Außer jetzt bei Isis. Die Kleine behielt er schön im Auge. Sie kannten sich zwar kaum, aber es würde ihm ohne Frage schwer fallen sie gehen zu lassen.
Es war für alle beteiligten sicher auch weitaus besser das Logan sich nicht auf Chui, Megan, Brooke und Mika und ihre Unverantwortlichkeit konzentrieren konnte. So wie es nun mal Logans Art war sah er momentan nur das Schlechte und Kinder die nicht gehorchten und sich in Gefahr brachten und Logan…der sie nicht beschützen konnte wie er wollte durch ihre Aktionen. Es würde Konsequenzen haben und zwar mächtige.
Die Geschehnisse plätscherten so oder so einfach nur an ihm vorbei zumal sein Adrenalingeschwängertes Blut ihn gleichermaßen die Sinne vernebelte wie schärfte. Hörte sich komisch an. War aber so, Herr Lustig.
Schön das Nathan alles im Griff hatte und schön das Robert so dekorativ herum stand. Sollte Logan ihm ne Blume in die Hand drücken? Wäre er eine ganz dolle Vase. Er durfte mal in seine Richtung knurren und seine blessierte Schulter betatschen die ihm schon ein bisschen wehtat, oder?
„Leute? Kommt ihr jetzt mal hier in die Gänge? Lasst uns die Kinder einsammeln und dann ab.“
Prost!
Und wie sah das jetzt eigentlich mit Scotti aus? Er fiel gleich nicht tot vom Pferd oder? Dann wäre die Aktion aber schön in die Hose gegangen und noch was: Er würde jetzt nicht wieder reiten. Reichte es das er sich das Pferd einfach nur an den Zügeln schnappte und ihm unauffällig im Quardart folgte? Wunderbar. Weitermachen!
"Gut gemacht." Das Lob ging an die Schüler und Nomi nickte Brooke mit einer kurzen Anerkennung zu. Für einen Schüler war dieser Einsatz ihrer Mutation wirklich erstaunlich präzise gewesen. Wenn sie so weiter lernen würde...
Und Mike und Brooke konnten an dieser Stelle nur froh sein, dass auch Isis von ihrem vorigen Gezicke nichts mitbekommen hatten, denn dann hätte sich das ganze anders angehört.
Megan wurde für einige Sekunden mit wachsender Verwirrung angeblickt - wo kam DIE denn nun hier? Schossen hier die Schüler wie Pilze aus dem Boden? Oder war irgendwo ein grosses Loch, wo immer noch mehr durchfielen?
"Alles in Ordnung bei euch? Dann kommt jetzt, wir müssen uns beeilen." Sollte sie wen tragen? Auch das, wenn sie hier nur endlich weg kamen. Sie wollte heim - oder zumindest wollte sie das Team heim wissen. Dort hätte man dann genug Ruhe, keine metzelnden Schotten und Engländer und vielleicht sogar ein paar mehr Antworten, wie sie eigentlich wieder zurück in die Zukunft kommen sollten.
"Ach ja, ich bin Isis", warf sie den Mädchen über die Schulter zu, während sie bereits in Richtung der Pferde stapfte und sich versuchte bei Scott mit einem Winken aufmerksam zu machen.
"Guckt euch besser nicht um - sieht nicht sonderlich gut aus hier." Und es tat ihr leid, es tat ihr wirklich leid - aber sie hatten keine Wahl gehabt. Oder?
So, hatten sie dann alle Mann mit Sack und Pack zusammen? Dann konnte es ja auf gehen, zum Kloster. Wusste jemand den Weg, falls Scott hier vom Pferd fallen würde? Dies seltsame Schottin vermutlich, schliesslich schien sie ja auch aus dieser Zeit zu stammen. "Memento", sie bleib bei dem Codenamen, auch wenn jeder nun eigentlich wusste, wer er war, "bringt Iain heim. Er wird zum Kloster kommen. Die Schüler scheinen so weit in Ordnung." Einen Schock hatten sie vermutlich, aber den durften sie auch haben.
Scott hatte keine Sorge, dass Nathan das Kloster finden würde. Wenn er irgendwie Probleme bekommen würde, so würde er sich gewiss bei ihm melden. Dennoch sah Scott eine Weile in den dichten Wald, ehe er sich mit einer ruckhaften Bewegung wieder den anderen zuwandte. Ein knappes Nicken war Noemie Antwort. Er fühlte sich nicht sonderlich wohl, was wohl an der Fleischwunde lag, die ihm ein wenig den Schweiß auf die Stirn trieb. Aber darum wollte er sich jetzt einfach nicht kümmern. Da Megan ihm am nächsten stand (seit wann war sie wieder groß?), neigte er sich zu ihr hinab und griff nach ihrer Hand.
"Du reitest mit mir, Megan." Schwungvoll zog er sie zu sich hoch und vor sich in den Sattel. Megan war zwar nicht sonderlich schwer, aber für Scott war es im Moment doch kein allzu leichter Kraftakt. Mika durfte mit Padraig, Brooke bei Noemie reiten. Und Chui kam in den Genuß, sich den Sattel mit Seonaid zu teilen, die ebenfalls eine sehr gute Reiterin war. Auch in dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit, aber über Seonaids rußverschmiertes Gesicht täuschte so einiges hinweg. Warum Logan alleine reiten durfte? Er würde einige Probleme haben, das allein zu bewältigen, aber er sollte sich nicht so anstellen, denn Logan kam immerhin aus einer Zeit ohne Auto. Vielleicht besann er sich mal auf seine Wurzeln.
Und noch einmal schweifte Scotts Blick in den Wald. Irgendwas lag ihm auf den Lippen, er murmelte es nur leise und es war nicht zu verstehen, aber wer würde ihm auch glauben, dass er ein kurzes Gebet gesprochen hatte? Dann stieß er seinem Tier in die Flanken und ...wie sollte es anders sein... ritt an den Kopf der Gruppe, um sie zum Kloster zu führen.