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auf der neuen Plattform und hoffen
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Was Sollte denn dass bitte schön bedeuten? Als wären seine Schritte schwer! Er schwebte elfengleich, wenn die anderen das nicht erkannten, dann war das verdammt noch mal nicht sein Problem. Irgendwie ging alles ein bisschen schnell, aber das war vollkommen in Ordnung, wenn sich nun auch die Damen in der letzten Reihe ein bisschen beeilen würde, ja? Dann käme er nämlich pünktlich zum Feierabendbier nach Hause.
Er war wirklich so froh, dass es Scott gut ging. Klar, Logan konnte das nicht so zeigen und er wollte es auch gar nicht zeigen, aber einen Moment blieb er stehen und grinste –ganz bisschen minimal- in Richtung Nathan und Scott, dabei schlang er der sprachlosen wie grinsenden Isis einen Arm locker um die Schultern, ganz so als würde ihn sein harscher Griff von gerade eben leid tun. Brauchte sie ein Taschentuch, ja? HimmelArschundZwirn, sie sollte jetzt nur nicht heulen. ER war ja BEINAHE so weit, Scott zu umarmen aber in Anwesenheit des Teams und den Schülern….DEN SCHÜLERN???
Das Grinsen –dass laut seiner Aussage NIEMALS in seinem Gesicht gewesen war- verblasste und für einen Moment ließ er Padraig und alle Anderen links liegen. Er runzelte gefährlich die Stirn und das er die Zähne nicht bleckte war alles. Mika, Chui, Brooke….und die andere war Megan, nicht war? Mit bloßen Blicken versicherte er sich, dass es ihnen gut ging und mit drohender Stimme grollte er dann in die Richtung der Schüler. „Ihr habt ja solche Schwierigkeiten das GLAUBT ihr gar nicht.“ Er würde jeden Einzelnen übers Knie legen! Jawohl! Wenn er daran dachte was alles hätte passieren können. Gut, vielleicht war er auch ein bisschen stolz, dass seine Schüler Scott gefunden hatten, aber darum ging es jetzt ja gar nicht. Sie hatten sich strikten Anweisungen widersetzt und das würde Folgen haben.
Als sei er von etwas abgelenkt worden regte er den Kopf in die Luft und seine Nasenflügel bebten als würde er eine Fährte aufnehmen. Irgendwie so war es auch, er wusste sie nur nicht zu benennen.
„Schwingt die Ärsche, ich will nach Hause.“ Das sagte wohl alles, oder?
Padraig hatte die herannahenden Gestalten schon gesehen, aber sich fürs Erste zurück gehalten. Natürlich freute er sich, Scott zu sehen, allerdings fand er es bedenklich, dass mehrere Schülerinnen bei ihm waren. Das bedeutete nur noch mehr Verantwortung. Und das war nun wirklich nicht nötig, oder? Er nickte Scott zu, blieb aber bei dem Pferd, dass gerade aus dem See soff. Es gab schließlich Prioritäten, und die Versorgung der Pferde war eine davon. Scott würde ihnen schon nicht gleich wieder weglaufen... Wobei es durchaus passieren konnte, dass es hier wieder zu einem Zeitriss kam. War zwar unwahrscheinlich, aber was war mittlerweile schon noch wahrscheinlich? Eben, sie waren schließlich auch in die Vergangenheit gereist.
Scott sah älter aus, als Pad ihn in Erinnerung hatte. Nun ja, so etwas konnte ja passieren. Wer wusste schon, wie lange Scott die Vergangenheit zu seiner Gegenwart gemacht hatte? Natürlich Scott, wer sonst. Und dann stellten sich seine Ohren auf.. natürlich nicht wirklich, aber er glaubte etwas gehört zu haben. Nicht weit entfernt lachte doch jemand, oder? Angestrengt lauschte er, doch lange konnte er nur das Plätschern des Sees hören. Und dann hörte er es ganz deutlich. Es klang wirklich so, als würden in ein paar Metern Entfernung einige Leute lachen. Ein Blick zurück zu seiner Gruppe, die immer noch mit den Begrüßungsszenarien beschäftigt zu sein schienen, gab ihm Klarheit. Die schotten um Rob herum wirkten angespannt, wartend. Und auf Scott warteten sie garantiert nicht. Also war hier irgend etwas in der Nähe, was ihre Unruhe bewirken konnte.
Er band das Pferd an einem Baumstamm fest, der halbverfault am Ufer lag, und näherte sich leise und alle Deckungen nutzend dem Ort, von dem er das Lachen gehört zu haben glaubte. Es wurde lauter und so langsam konnte er auch einige Satzfragmente verstehen. Und ja, er verstand sie, denn es war kein gälisch, sondern ein sehr frühes Englisch. Irgend etwas von wegen Kleiner Wilder.... wo kommst du denn her? ... Vielleicht sollten wir Dich mitnehmen, damit aus Dir ein anständiger Mann in der Armee von King Edward wird.....
Er war sich nicht sicher, ob er alles richtig gehört hatte, aber zumindest hatte es alles danach geklungen.
In der Tat stand Seonaid, wie Scott die junge Frau den Schülerinnen als vorgestellt hatte, ein wenig abseits der Gruppe und liess den Blick über die neu Hinzukommenden schweifen. Ihr Blick blieb an all den seltsamen Gestalten hängen (obwohl die Frage war, ob nach Chuis Aussehen die anderen sie noch grossartig überraschen konnten) und es schien ganz so, als würden ihre Augen Sekunden länger auf Nathan ruhen.
Als Seonaid Roberts Blick auf sich ruhen merkte, schritt sie wenig Schritte von der Gruppe zurück und senkte das Haupt, um das ohnehin russgeschwärzte Gesicht weiter unter dem übergeworfenem Plaid zu verstecken.
Ihre Normalität in dieser Zeit entfremdete sie der gerade zusammen getroffenen Gruppe, so dass es nicht weiter schwer fallen sollte die junge Frau zu übersehen und sie selbst schien dies ja auch vorzuziehen.
Allerdings warf sie mit zwei leisen Worten die Unscheinbarkeit von sich ab: "Scotach!" Sie warf einen Blick über ihre Schulter und schien etwas im Dickicht, in dem der Junge schon vor Minuten verschwunden war, zu suchen. "Iain." Dann galt ihr Blick Robert und seinen Leuten.
Sie war echt erleichtert, die anderen zu sehen, auch wenn sie es nie laut aussprechen würde. Aber das Logan als erstes einfiel, sie anzublaffen, passte dem Feuerteufel garnicht. Im Gegensatz zu dieser Gruppe von Antihelden hatten sie wenigstens Scott gefunden, obwohl Mika sich ernsthaft fragte, wie dies frühmorgendliche Treffen nun eigentlich zustande gekommen war. Hieße wohl, dass der junge Mann, der da gerade so einträchtig bei Scott stand, telepathisch veranlagt war. Die Ähnlichkeit zwischen Nathan udn Scott fiel ihr nicht weiter auf, immerhin war sie nun wirklich nicht der Mensch für große Familienverbindungen oder Ähnlichkeiten. Die Augen der Rothaarigen funkelten, als sie Logan ansah.
"Ich frag mich, wer hier gerade Schwierigkeiten hat, und das sind wohl eher wir alle und nicht nur wir Mädchen. Außerdem ist unsere unfreiwillige Anwesenheit hier ja wohl der Beweis dafür, dass eure pädagogische Maßnahme des Verschweigens echt nicht funktioniert..."
Oh, Mika war sich im Klaren darüber, dass sie sich schon wieder einmal Ärger einhandelte, aber das wäre ja dann sowieso nur die Sahne auf dem Eisbecher ihrer Verfehlungen. Außerdem wollte sie jetzt auch einfach nur hier weg.Und die Anwesenheit der Truppe, welche Logan, Padraig und Anhang hierher gebracht hatte, machte sie ziemlich nervös.
Wie Logan die Dinge schlussendlich regelte war allein seine Entscheidung und die musste er einem kleinen pubertierenden Mädchen nicht unter die Nase reiben. Die Freude die Kinder wohlauf zu sehen wich beinahe sofort und er lupfte nicht nur eine Augenbraue in absolute Perfektion er runzelte auch noch ganz gefährlich die Stirn.
Mika, mit ihr hatte es ja schon öfter Probleme gegeben soweit er sich erinnerte und er hatte tatsächlich geglaubt, dass sie aus den vergangenen Fehlern gelernt hatte. Fakt war sie waren alle seine „Kinder“ auf ganz verschrobene Art und Weise und weiterer Fakt war, dass er nun mal im Institut das Gesetz war und sie durch ihre Aufmüpfigkeit nichts daran ändern konnte sondern es eigentlich nur verschlimmerte. Vielleicht war er auch ein kleiner Diktator, aber würden sie sich an die Dinge halten die so simpel waren, dass man sich an sie halten konnte, dann wäre es nicht soweit gekommen, dann wären sie nicht Gefahr. Ehrlich, er wusste auf welchen Mist die Sache hier gewachsen war. Falls etwas passierte, wollte Mika die Verantwortung dafür übernehmen?
„Hättest du deine vorwitzige Nase aus Dingen raus gehalten die dich nichts angehen wäre es nicht soweit gekommen und wenn du nun meinst hier wieder einmal aus der Reihe tanzen zu müssen, Mika. Dann lass ich dich hier zurück, dann kannst du mal zeigen wie weit es um deine große Klappe bestellt ist.“
Vielleicht entlud sich seine Anspannung auch einfach nur darin, dass er sie so anbluffte. Es war auch nicht so, dass Logan von der vermeintlichen Dame, die eine verkappte Version von Hui Buh dem Schlossgespenst abgab, verstand. Aber es reichte aus um ihn zu alarmieren. Mika war vergessen und mit einem unangenehmen Geräusch schossen die Krallen aus seinem Handrücken. Kurz blickte er zu Scott und wenn er mal was sagten dürfte: Hier stimmte etwas nicht. Padraig? Bringe die Kinder in Sicherheit!
Chui geht einen Schritt zur Seite, als sich Scott Iains annimmt... was er ihm sagt, versteht sie noch immer nicht, weswegen sie sich vornimmt, mal wieder ihr Gälisch aufzufrischen... sie hat das ja alles mal gelernt, aber nie mehr benutzt... und in der Mittelalterversion ist alles nochmal schwieriger. Aber er schickt ihn wohl nachhause. Als er sie ansieht, als wüßte er dass sie ihn verraten hat, winkt sie ihm verlegen. "Mach's gut." sagt sie halblaut und sieht ihm nach.
Und überhaupt, etwas irritiert sie... da sind noch mehr Leute. Sie reden anders. Zögerlich, mal wieder abgelenkt, geht sie mit Scott mit, als dieser Mika folgt. Erst als sie zu denen kommen, die ihnen entgegengehen, schaut sie sich die Leute genauer an. Nathan? Unbekannt. Isis? Unbekannt. Aber mit wem sie verwandt sind, erkennt sie. Sie bleibt stumm und sieht die beiden nur an, während sie mit Scott reden... also, Nathan jedenfalls. Rubinquarz? Scotts Brille, darum war er verschwunden, aber warum sind dann... oh. Sie schaut Brooke an, die noch den Anhänger hat, diesen roten Anhänger, den sie auf dem Kellerboden gefunden hat.
Unwillkürlich duckt sie sich ein wenig, als Logan sie so anknurrt. Megan dürfte er mehr gerochen als gesehen haben, schließlich steckt die in Chuis Jackentasche und ist sooo klein, mit Hut und hohen Absätzen (wenn sie welche hätte). Sie zieht es immer noch vor, zu schweigen, aber gerade enthüllt sich ihr sowieso ein ganz anderes Problem. "Iain..." entkommt es ihr und sie schaut in die Richtung, aus der die für sie sehr deutlichen Geräusche kommen... und Padraig sieht sie auch. "Da sind Fremde, die reden sowas wie Englisch... sie haben Iain." sagt sie und wenn Logan sie nicht jetzt am Schlafittchen packt (und das müßte er schnell tun), wird sie in Padraigs Richtung hasten und seinen Vorposten mit einer weiteren Schleich- und Lauschexpertin verstärken.
Megan fühlte sich langsam immer unwohler in Chuis Jackentasche, es war stickig und viel zu warm. Außerdem bekam Megan überhaupt nichts mit, was draußen so vor sich ging. Sie würde gerne den Kopf herausstecken, aber sie hat Angst, dass sie dann rausfallen könnte; sterben wollte sie in dieser Zeit und in diesem Alter bestimmt noch nicht.
Chuis Bewegungen wurden langsamer und sie schien kurz darauf stehen zu bleiben, das wäre ja genau der richtige Moment hinauszuklettern, aber schon bewegte sich Chui wieder und Megan plumpste auf ihren Hintern, denn sie war bereits aufgestanden um die Chance zu nutzen. Wieso bin ich auch so klein geblieben, dachte sie und schmollte weiter schweigend vor sich hin.
Wortlos nahm Scott den Visor in die Hand. Er wusste sofort, was es war, aber er war sich nicht sicher, ob er ihn wirklich aufsetzen sollte. Über vier Jahre hatte er die Augen kaum geöffnet; nur bei seltenen Gelegenheiten ein klein wenig. Isis... gewiss auch ein Kind aus der Zukunft, aber er sah das Mädchen nicht um beurteilen zu können, wem sie ähnlich sah. Letztlich setzte er den Visor doch auf. War das nicht ein historischer Moment, der... vollkommen unterging? Natürlich öffnete er die Augen, aber er sah rein gar nichts. Er hatte viel zu lange in Dunkelheit gelebt, als dass sich seine Augen an die (wenn auch noch düstere) Umgebung gewöhnt hätten. Mit den Augen hatte er bei Nacht schon immer etwas Probleme gehabt und jetzt ohnehin. Früher wäre es wohl der Weltuntergang gewesen, nie wieder etwas sehen zu können, heute war es nur halb so schlimm, da er gelernt hatte, anders zu sehen.
Er behielt den Visor dennoch auf, auch wenn er die Augen wieder schloss, da sie ihm brannten. Irgendwann würde er sie wieder öffnen, er musste es langsamer angehen... langsamer angehen, auch so etwas, das er früher nicht gekonnt hatte. Natürlich würde er Nathan gern sehen, sogar Logan. Und er würde Seonaid gern ansehen, die ihm gerade sagte, dass... er drehte den Kopf in ihre Richtung und versuchte noch einmal die Augen zu öffnen, aber er nahm kaum etwas wahr.
"Iain?" Letztlich hörte auch er es. Es war recht nah und es hörte sich so an, als wären es Engländer. Auch Chui bestätigte es ihm, so dass er kurz darauf ebenso auf dem Weg war. Dass die Schotten ihnen folgen, bemerkte er wiederum nicht, allerdings konnte er sich nun denken, warum sie das Team hierher geführt hatte. Logan hatte Recht, sie mussten die Schüler in Sicherheit bringen. "Ihr wartet hier", forderte er sie darum auf und hielt Chui zurück.
Robert und seine Männer folgten dem Team tatsächlich, da sie ebenfalls auf das Lachen aufmerksam geworden waren. Das hier war keine Zeit von Disco und ihren Spätfolgen, was das Gehör anging. Sie konnten sich darin also sehr wohl mit Padraig messen. Und noch was taten sie; sie drückten sowohl Pad als auch Logan, Nathan und Scott ein Langschwert in die Hand. Es handelte sich dabei nicht um Breitschwerter, da diese beim Reiten recht unhandlich waren, aber das Team durfte sich dennoch fragen, woher diese Waffen nun plötzlich gekommen waren. Sie bewegten sich etwas schneller und umrundeten den halben See.
Aber auch die Engländer schliefen nicht, natürlich hörten sie ebenfalls, dass sie nicht allein am Ufer waren. Der Junge wurde weiterhin festgehalten, wer wusste schon, wie er ihnen noch von Nutzen sein konnte? Die restlichen Soldaten zogen jedoch ebenfalls ihre Waffen und stapften durch den Morast auf die Geräusche zu, die sich ihnen näherten. Zahlenmäßig waren sie dem Team und den Schotten überlegen, zudem waren sie keine wilden Barbaren, die einfach draufhauten. Die Engländer waren Soldaten in einer sehr unruhigen Zeit und dass sie noch nicht von irgendwelchen wilden Schotten getötet worden waren, sprach nur für die englische Truppe.
Die arme Megan... Chui hat gerade andere Prioritäten als ihre Jackenuntermieterin. Bei Padraig hält sie sich nur kurz auf, zumindest hat sie das vor... schließlich kommen die anderen schon nach und sie wird bestimmt nicht bemerkt werden, wenn sie sich anschleicht, nicht? Iain ist offensichtlich in Gefahr, und den Gedanken mag sie ganz und gar nicht... aber an sowas wird sie sich gewöhnen müssen, denn Scott ist wohl der Meinung, sie sollte hierbleiben, in der zweiten Reihe. Und wenn sie sich mal nach Logan umsieht, steht er damit wohl nicht allein.
Dabei sieht sie auch die Schotten, wie sie Waffen verteilen und schluckt... vielleicht wäre es ja doch eine gute Idee, hierzubleiben, sie hatte nämlich noch keinen Unterricht im Breitschwert-Schwingen. Jaha, hätte sie den mal mitgemacht! "Okay." läßt sie leise hören und zieht sich wieder zu Mika und Brooke zurück... und den beiden Fremden, die gar nicht so fremd sind wie sie aussehen. Und war da nicht noch was? Ups... die ganze Zeit hat sie sich nicht um Megan gekümmert. Daher sucht und findet sie mal eine Öffnung im Plaid und schaut in die Tasche, die Megans Mitfahrgelegenheit und Interimsgefängnis geworden ist. "Alles in Ordnung bei dir?" fragt sie flüsternd. Irgendwie scheut sie noch davor zurück, mit diesen beiden - Nathan und Isis - anzusprechen.
Als Scott in aller Herrgotts Frühe zum Aufbruch gerufen hatte war Brooke nur mehr als schwerfällig in die Gänge gekommen. Die morgendliche kühle saß ihr in den Knochen und sie hatte sich in der Nacht bereits an Mika gehalten, um wenigstens eine Wärmequelle zu haben. Durch den bereitgestellten Stoff wenigstens etwas der Zeit angepasster gekleidet hatte man sie zu Anfang regelrecht mitschleifen müssen. Ihr Geist musste erstmal auf Touren kommen, von ihrem Kreislauf ganz zu schweigen. Sie war dazu übergegangen, sich über einige dinge gar nicht mehr zu wundern, selbst als sie wieder richtig denken konnte. Auch nicht über die Tatsache das Scott verheiratet war und dergleichen. Wenn sie Mika nicht hätte. Man, sie wollte ganz dringend hier weg und diesem unfreiwilligen Abenteuerurlaub beenden…
Sie hatte nur leise mit Mika gesprochen, wenn überhaupt und sich mehrmals ne Heizung gewünscht. Natürlich half jetzt auch ihr Anzug nicht mehr all zu viel, da sie ja keinen strom gehabt hatte um ihn aufzuladen. Wen sie da wohl alles Treffen würden… Vermutlich all jene aus dem Insti die verschwunden gewesen waren. Was die wohl so alles erlebt hatten in diesen wilden Zeiten? Sie hätte es kaum für möglich gehalten aber Momentan würde sie sich selbst über Logans mürrisches Gesicht freuen. Es hatte doch etwas vertrautes, das lies sich nicht leugnen. Und Scott hatte Recht. Je mehr sie waren, um so mehr Möglichkeiten hatten sie und um so mehr Fähigkeiten die hilfreich sein konnten standen ihnen zur Verfügung..
Die Kette, die sie hütete wie einen Schatz, hatte sie nun um den Hals hängen, verborgen unter dem Stoff den sie sich umgeschlungen hatte. Ihre langen blonden Haare trug sie offen und fiel ihr Teilweise ins Gesicht, was ihr einen wilden, verwegen Ausdruck verlieh während sie mit vor der Brust verschränkten Armen und unruhig umherschweifenden Augen den Anderen folgte. Verfluchter Nebel. Wobei, vielleicht war der Nebel doch gar nicht so schlecht, denn dann konnte man sie weniger leicht entdecken falls man sie verfolgen würde. Dass Hufgetrappel machte sie leicht nervös, als er näher kam und sie warf Mika einen Blick zu. Na wenn das alles Mal gut geht.
Etwas erleichternd war es dann doch, das die Reiter wohl zusammen mit Logan und seinem Trupp kamen, wie Chui verkündete. Als sie sich auf die anderen zu bewegten rümpfte sie die Nase denn sie wäre beinahe wirklich mitten in den Schlamm gewartet, denn es hier im Überfluss gab. Sie murrte vor sich hin und hob dann den Blick, um den anderen mit ihren eisblauen Seelenspiegeln, die an Wasser erinnerten und einem das blut in den Adern gefrieren lassen konnten. Ihre Engelslocken strich sie auf einer Seite resolut hinter ihr Ohr.
Zwei Bekannte Gesichter waren dort vor ihnen, klar, aber die anderen Beiden waren es, die Brookes Aufmerksamkeit erlangten. Sie betrachtete sowohl Nathan als auch Isis mehr als genau, sie maß jeden Milimeter der Beiden Fremden mit den Augen ab. Moment, der Kerl da sah ja aus wie eine Kreuzung aus Scott und dem Psycho Doc… Ihr klappte beinahe die Kinnlade runter.
Deshalb vergaß sie auch ganz etwas zu der Sache mit dem Rubinquarz zu sagen von dem Nathan sprach. Oder dachte sie in diesem Moment gar nicht an die Kette? Jedenfalls funkte Logan sowieso dazwischen indem er sie erstmal anfuhr. Als hätte sie das Gewollt. Brookes Miene verhärtete sich, aber sie zwang sich ruhig zu bleiben. Jetzt zu streiten wäre eh sehr sehr unklug. Deshalb legte sie auch Mika eine behandschuhte Hand auf die Schulter um sie zu beruhigen „Kein streit jetzt, ja?“ raunte sie ihrer Freundin zu und sprach dann, etwas lauter, Logan an „Wir wären viel lieber nicht hier, glaub uns das. Also sollten wir jetzt nicht aneinander geraten und uns Gegenseitig vorwürfe machen sondern zusehen das es weitergeht. Ich für meinen Teil will nach Haus und ich glaube der Rest hier auch, Euch Beide eingeschlossen auch. Nach einem moment des zögerns ging sie auf Logan zu und sagte zu dem Brummbätr in Person „Ob dus glaubst Logan oder nich, trotz all des streits denn wir hatten… Ich bin verdammt froh dich zu sehen und wenn du mich Zehnmal anknurrst und am liebsten dafür lynchen würdest das ich zusammen mit den anderen in den Keller bin…“ Diese für sie ziemlich ungewöhnliche Ansprache lies sie mal einfach so im Raume stehen.
Dann kam Bewegung in einen Großteil der Truppe. Während dessen betrachtete sie noch einmal Isis, wie sie genant worden war. Das Mädel erinnerte sie auch an irgend wen aber sie wusste nicht genau wo sie sie hinstecken sollte. Sie flüsterte Mika zu „Irgendwie kommen mir die Beiden so bekannt vor...“ bevor sie schließlich auf Isis und Nathan zuging. Ihr war plötzlich wieder etwas eingefallen was eben beinahe an ihr vorbeigerauscht war. Ob sie Richtig lag? „Hey. Nathan und Isis nich wahr?“ Sie legte ihren Kopf leicht schief und sah Nathan eindringlich an „Ich hab ne Frage. Eben war die Rede davon das einer von uns was gehabt haben muss was uns durch das Tor gebracht hat. Kann sein das ich das war aber ich bin mir nich sicher…“ Sie klang etwas zweifelnd, obwohl sie sich fast sicher war. Es passte so gut ins Bild.
Padraig betrachtete das Schwert, das man ihm in die Hand gedrückt hatte. Ja, er konnte damit umgehen, war immerhin ein Bestandteil seiner Kampfausbildung gewesen. Aber er bevorzugte andere Waffen, oder um ehrlich zus ein, bevorzugte er gar keine Waffe.
Gemeinsam mit den anderen ging er nun um den See herum auf die Engländer zu. Diese waren vorgewarnt, aber garantiert nicht auf das vorbereitet, was gleich über sie hereinberechen würde. Sie konnten einem schon leid tun, denn sich mit Logan anzulegen, war mit Sicherheit nichts, was man einem normalen Menschen empfehlen würde. Und sollte Scott seine Kräfte ebenfalls einsetzen, dann war das auch ein Erlebnis und würde für die abergläubischen Menschen in dieser Zeit auf dämonische Gaben schließen lassen. Seine eigenen Kräfte waren da hingegen unspektakulärer, einfach weil sie nicht so einfach sichtbar waren. Allerdings würde er in Effektivität den anderen wohl in nichts nachstehen. Und die Schüler würden ihnjetzt wohl auch mal in Aktion erleben. Wobei Mika und Brooke ihn in der Mutations-AG schon erlebt hatten. Aber auch dort hatte er nie den vollen Umfang seiner Kräfte eingesetzt. Warum sollte er es da auch tun?
Die Engländer hatten sie gesehen und standen kampfbereit da. Es machte also nicht mehr viel Sinn, sich anzuschleichen. Und jetzt galt es zu beobachten, wie die Schotten um Rob herum angriffen. Oder warteten sie darauf, dass Logan, Scott und er den ersten Angriff führten? Nun, was würde Logan tun? Pad würde ihm folgen, immerhin respektierte er Logans Erfahrungen in Kämpfen, auch wenn der wohl eher ein Einzelkämpfer war.
Logan war auch eher ein Einzelkämpfer, doch mit der Zeit und mit den Jahren hatte er sich im Team eingefunden und hatte manchmal auch schmerzhaft erfahren müssen, dass nicht alles nach seinem Kopf laufen konnte. Dennoch: Jedes Mal aufs Neue wollte er mit dem Kopf durch die Wand. Es war bestimmt nicht so, dass er das er die Gefahr nicht erkannte, dass er nicht an die Kinder dachte und an die Situation im allgemeinen, doch wo Scott der kühle und beherrschte Kopf war kloppte Logan einfach mal heiter drauf los und konnte sich so mit der Art wie die Schotten kämpften durchaus anfreunden.
Das Schwert betrachtete er mit seinem typisch mürrischen Blick und zog die Augenbrauen zusammen. Schwert?? HALLLO??? Draufkloppen!
Es hatte wenig Strategisches an sich als Logan wutentbrannt und für den Augenblick –wie es scheinen musste- ziemlich unüberlegt auf den nächst Besten Soldaten losmarschierte. Es war ihm doch egal wenn er eine ganze Armee hinter sich hatte. Er selbst hatte schließlich die X-odus hinter sich. Der Vorteil bei Logan war, dass der andere Soldat ihn ja attackieren konnte wie er gerade lustig war (solang er ihm nicht den Kopf absäbelte), doch wenn die Kinder und dieser kleine Iain nicht genug Grund waren jedes logische in den Wind zu schießen, dann wusste er auch nicht.
Vielleicht baute er ja auch einfach darauf, dass er mit seinem Alleingang kollektiv alles verwirrte, jedenfalls hatte es den so unglücklich ungedeckten Soldaten getroffen als Logan wie ein schnaubendes Nashorn auf ihn zutrampelte, dass Schwert am Knauf packte und auf den Kerl einhieb um ihn unschädlich zu machen.
Noemie betrachtete Brooke mit einem kurzen Seitenblick, der seltsamerweise ziemlich nachdenklich wirkte. Irgendetwas schien sie in Bezug auf dieses Mädchen zu beschäftigen. Sie lächelte und als sie den Kopf ruckhaft zu der restlichen Truppe umwandte, wurde die kleine Goldkette an ihrem Hals sichtbar und für einen Sekundenbruchteil der Beginn eines rötlichen Anhängers.
Ihre Hand fand Nathans Schulter, auch wenn die beiden sich längst darauf verstanden ohne Körperkontakt zu verständigen, ehe sie sich das Schwert abgriff, dass eigentlich für Nathan bestimmt war. Entschuldigung, er konnte bei den Kindern bleiben, da war er sicherlich wertvoller, als sie - und anders herum. Nicht, dass sie sich im kämpferischen in irgendetwas nachstanden, aber Isis konnte immerhin bis zu einem bestimmten Grad genauso unüberlegt in Kämpfe stolpern, wie Wolverine.
Logan, der war auch das erste von ihr angesteuerte Ziel. Ihr schwangen die Worte unheilsschwanger im Hinterkopf, die sie jahrelang immer wieder zu hören bekommen hatte. Wenn sie hier in ein Geschehen eingriffen, konnten sie den Lauf der ganzen verdammten Geschichte verändern, sah das denn niemand? "Logan!" Sie packte nach dessen Handgelenk, auch auf die Gefahr hin von ihm selber etwas abzubekommen. "Wir können nicht..." Gott, verstand das denn niemand? Sie würden ihre Schüler beschützen, natürlich - aber sie konnten nicht in den Lauf der Geschichte eingreifen - oder waren sie ohnehin schon Teil dieser Szene? Und konnten sie, allesamt X-odus Mitglieder (oder solche, die es werden würden - moment, alle?) auf der anderen Seite tatenlos hier stehen und zusehen? Nein, natürlich konnten sie das nicht, da schlug dann einfach ihr Superhelden-Gen zu stark aus, wie Isis sich selbst eingestehen musste. Spätestens der Anblick des kleinen Iain, der in den Armen eines Engländers strampelte, überzeugte sie davon, dass ihr Einwand hinfällig war. Sowas von hinfällig.
"Wenn ich du wäre, würde ich laufen gehen!" Aye, grosse Reden schwingen hatte sie von Wolverine gelernt - und sie konnte es sich durchaus auch erlauben, denn wie sie das Schwert schwang, sah nicht danach aus, als hätte sie das erste Mal so ein Ding in der Hand.
So, liebe Schüler, wisst ihr jetzt, wofür so eine Schwert-AG bei Liam McNamara alles gut sein kann?