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Nun... jetzt hatte er seinen Visor wieder. Aber so wirklich die Augen öffnen funktionierte immer noch nicht. Es war nicht wichtig, als er um den See herumging und ihm währenddessen ein Schwert in die Hand gedrückt wurde. Er erkannte die Stimme wieder und das war wohl ein Grund, der ihn kurz inne halten ließ. Das hier war nicht nur eine Auseinandersetzung mit ein paar Engländern, das hier war Teil eines Rückeroberungsplans und Roberts Stimme machte es ihm deutlich. Er war sich recht sicher, dass der andere ihn auch erkannt und mit vollem Bewusstsein ein paar Worte an ihn gerichtet hatte. Er wollte, dass Scott wusste, wer hier kämpfte.
Es änderte trotzdem nichts an der Tatsache, dass Iain unachtsam gewesen war. Vielleicht lag es sogar in Scotts Verschulden, da er ihn nach Hause geschickt hatte. Und darum waren ihm Noemies (die er ja nur als Isis kannte) Einwände auch recht gleichgültig, als er den Schwertknauf fester nahm und sich Logan anschloss. Er hatte schon früher erlebt, dass die Englänger mit wilden Schotten umzugehen verstanden. Die Jahre der Belagerung hatten gezeigt, dass sie sich mit den Taktiken der Haudegen vertraut gemacht hatten. Er war sich noch nicht sicher, inwieweit er seine Mutation einsetzen sollte...oder auch konnte, darum agierte er für seinen Teil nur mit seinen antrainierten Fähigkeiten. Scott hörte Logan neben sich, was auch nicht allzu schwer war bei dessen Schnaufen, und musste ein klein wenig grinsen. Irgendwie hatte er das vermisst. Es war schwerer sich in einem Gewirr an Geräuschen zurecht zu finden - ähnlich den Gedanken von mehreren Personen, wie es Jean oder sein Sohn empfanden - aber schließlich musste er nicht lange warten, bis er von einem Engländer angegriffen wurde, so dass der erste Schwerthieb am Ufer hallte.
Nathan wandte sich Brooke zu, als sie ihn ansprach. Natürlich hörte er ihre Gedanken, auch wenn es ohnehin offensichtlich war, dass sich hier jeder fragte, wer sie eigentlich waren. Und dass sie zur zweiten Generation gehörten, fiel irgendwie auch auf. Er musterte das Mädchen, das in seiner Zeit älter war als er selbst. Das es im Moment genau anders war, war schon eine komische Sache.
"Rubinquarz öffnet das Zeittor", antwortete er ihr, wobei ihm im gleichen Moment ein Schwert in die Hand gedrückt und auch schon wieder von Noemie abgenommen wurde. Eigentlich brauchte er auch keine Waffen, um sich verteidigen zu können. Seine Mutation war sehr effektiv darin, Angriffe abzuwehren. Nicht Angriffe zu führen, aber sie abzuwehren durchaus. Das sich Noemie wieder wie eine Amazone aufführte, ließ ihn nur mit den Augen rollen. Tatsächlich blieb er bei den Schülerinnen und sah zu, dass ihm keine abhanden kam, indem er in Richtung Heidefläche nickte. Dort hatten sie einen guten Blick auf den See ohne groß mit dem Kampfgeschehen in Berührung zu kommen.
"Lasst uns dort rüber gehen. Wie seid ihr eigentlich in den Keller gekommen? War die Tür zum Siegelraum nicht verschlossen?"
Brookes Laune verschlechterte sich zusehends. Na Klar. Sie hätte wissen sollen das Logan ihre Worte nicht einmal groß beachten würde. Und dafür hatte sie sich eben zum Narren gemacht. Sie sah Logan hinterher, als dieser Davon rauschte und sich in den Kampf schmiss, genau so wie Scott, Padraig und auch Noemi. Wenn sie ehrlich war sträubte sich auch in ihr etwas dagegen einfach so zuzusehen wie diese Engländer sich den Jungen schnappten, dem sie es zu verdanken waren das sie überhaupt hier waren. Iain hatte sie immerhin zu Scott geführt. Sie war Schottin von Geburt und in ihr regte sich eine instinktive Verbundenheit mit ihren Wurzeln und damit mit den Schotten aus dieser Zeit.
Überhaupt schmeckte es ihr gar nicht, dass die Erwachsenen Mika, Chui, Megan und sie selber hier zurückließen, um dort die Helden zu spielen. Und wir, wir dürfen warten bis die Herren sich bequemen mit den bösen bösen Männern aufgeräumt haben und die Luft rein ist. Na klasse. Jetzt standen sie hier wie bestellt und nicht abgeholt…
Sie hatte keinen Bock auf einen Kampf, sie wollte viel lieber nach Hause, aber wenn einer der Engländer den Fehler machen würde, ihr auch nur zu nahe zu kommen dann konnte er sein eisiges Wunder erleben damit das klar war. Sie war nicht so hilflos und schutzbedürftig wie alle dachten. Aber für das Team waren sie ja nur die kleinen Schüler. Frustriert kickte sie einen kleinen Stock der vor ihr auf dem Boden lag weg und lies einen unwirschen Laut vernehmen.
„Das ganze hier stinkt zum Himmel…“ Sagte sie, ihre Gedanken ausdrückend „Die spielen hier die Helden und wir… wir hocken hier rum wie Falschgeld…“ Da war noch eine ganze Menge Frustration über ihr unfreiwilliges hier sein in Brook, das Gefühl des unnütz sein verstärkte es nur noch.
Ihre eisig Blauen funkelten Nathan an und sie dachte gar nicht daran aich such nur einen Milimeter zu rühren als sie ihn etwas zu unfreundlich anbluffte „Nein, die Türe war nicht verschlossen. Ist also nicht unsere Schuld das ganze Schlamassel hier. Da hat wer anderes geschlampt. Oder denkste wir sind gelangweilte Halbstarke die weil sie nix besseres zu tun haben Türen aufbrechen? Weit gefehlt. Wir haben was komisches gehört, ich zumindest. Da isses doch klar das wir nachforschen gehen. Oder hätten wir etwa brav nen Erwachsenen holen sollen der uns erklärt das wir wegen dem Geräusch keine Angst haben müssen, das es nur dieses große böse Siegel im Keller ist? Wohl kaum…“ sie schüttelte Resolut den Kopf und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und fluchte „Damn it. Hätte ich doch bloß diese Vermalledeite Kette nicht aufgehoben…“ Eine ihre Hände schnellte zu der Kette um ihren Hals und war drauf und dran sie abzureißen. In letzter Sekunde riss sie sich zusammen. Vielleicht brauchten sie das Ding noch wenn das der Schlüssel war.
Geduld. Ja, das war etwas, das er früher auch nie besessen hatte und auch heute noch fiel es ihm schwer, Geduld zu zeigen. Am liebsten würde er manchmal mit dem Kopf durch die Wand. Aber das ging nicht und er war hier schließlich nun auch zum Warten degradiert worden. Brookes kleiner Wutanfall ließ ihn innerlich schmunzeln, aber wie Scott verzog er keine Miene dabei. Er streckte die Hand nach dem Anhänger aus, denn wenn sie dem Siegel näher kommen würden, könnte das Ding gefährlich werden. Aber dann schien er es sich doch wieder anders überlegt zu haben. Nein, sie sollte selbst darauf aufpassen, sie war ja kein kleines Kind mehr und er hatte sie jetzt alle gewarnt, so wie Jean ihn gewarnt hatte.
"Gib acht darauf, wir brauchen es noch, wenn wir das Institut erreicht haben."
Sein Blick schweifte zum Ufer, wo die Geräusche zu ihnen hinüberdrangen, aber Nathan war sich recht sicher, dass das Team keine weitere Hilfe mehr benötigte. Es war nicht so, dass man den Schülerinnen nichts zutraute, aber in dieser Zeit konnte man nicht einmal seinen eigenen Fähigkeiten trauen. Es waren Gegner, die sie nicht kannten. Es waren Menschen, denen sie nichts tun durften - einfach, weil es ein Kampf war, der sie nichts anging. Primär bestand die Aufgabe für das Team, den Jungen aus seiner Lage zu befreien. Trauten sich die Schülerinnen zu, ihre Mutationen so im Griff zu haben, dass sie niemanden verletzten? Nathan traute es sich nicht einmal selbst zu. Er wandte sich ab und stiefelte seinerseits mal voran. Wenn Brooke nicht mitkommen wollte, dann musste er es eben anders machen.
Kurz darauf hob sie eine unsichtbare Kraft in die Höhe und trug sie einfach Nathan hinterher. So würde es im Übrigen jedem gehen, der die Lage nicht erkannte. Es war keine Zeit für Diskussionen oder Beschwerden und je eher sie das erkannten, desto besser.
„Schlauberger. Soviel is mir auch Klar…“ Gab sie zurück, mit dem ihr eigenen glasklaren aber eiskalten Unterton ihrer Glockehellen Stimme. Brookes Augen verengten sich etwas und sie stemmte eine ihrer schlanken Hände in ihre Seite. Was dachte der von ihr? Das Sie total Meschugge war? Als er die Kette hatte berühren wollen war sie unwillkührlich zurückgewichen und hatte ihn warnend angeschaut. Wage es ja nicht mich oder die kette zu berühren sagte dieser Blick warnender Weise. Und das meinte sie verdammt noch mal mehr als ernst.
Sie sah ihm hinterher als er ging nur um einige Momente Später die Augen weit aufzureißen. Was… Ihre Füsse verloren Bodenkontakt und sie nahm unfreiwillige Flugstunden. Das war ja wohl der Gipfel der absoluten Unverschähmtheit. Wutentbrannt fraß sich der blick der blauen Seelenspiegel die zu Brooke gehörten in Nathans Nacken und sie begann zu Zeter „Lass mich wieder runter und zwar augenblicklich du Scheißkerl…“ Wieder verengten sich ihre Augen, irgendwann bekam sie deshalb noch Falten. Mika würde wissen was dieser Ausdruck auf in Brookes Gesicht hieß. Alarmstufe Rot. Wenn sie etwas nicht vertragen konnte dann soetwas.
Als Nathan den nächsten Schritt vorwärts machte bildete sich aus dem nichts unter seinen Füßen eine rutschige Eisfläche die sehr dazu einlud sich lang zu legen. Vielleicht würde das ihm ja eine Lehre sein und seine Konzentration stören so das sie wieder frei kam.
Immer diese Aufmüpfigkeit. Das erinnerte ihn an Noemie, sie musste einem auch ständig Widerworte geben und sich gegen alles wehren, das nicht ihrem Köpfchen entsprungen war... natürlich konnte er da immer ein wenig nachhelfen, indem er ihr einfach ein paar Gedanken einpflanzte. Aber gut, Noemie durchschaute es meistens, wenn er zu grinsen anfing (er konnte es eben einfach nicht lassen!). Er stoppte vor der Eisfläche und sah jene einen Moment nachdenklich an. Seine Fähigkeiten erlaubten ihm mehrere Dinge gleichzeitig zu machen, so konnte er auch beide Mutationen gleichzeitig steuern. Brooke jedenfalls machte keine unfreiwillige Bauchlandung, als er anhielt.
~Wir sollten uns nicht gegenseitig bekämpfen und ich werde dich auch wieder runterlassen, wenn du einfach mal auf mein Urteil vertraust. Es ist eine Sache von logischem Denken gegenüber der Situation und Respekt gegenüber der anderen Person. Also überlege gut, ob du mir weiterhin deinen Blick in den Nacken bohren willst.~
Während er sprach... oder eher stumm mit ihr kommunizierte - es musste ja nicht gleich jeder mitbekommen, was er ihr nun sagte -, ließ er sie auch wieder runter. Konnten sie sich also darauf einigen, oder mussten sie sich ein Duell liefern? ...bei dem sie gewiss den Kürzeren ziehen würde.
Pech nur für ihn das sie das nur noch wütender Machte. DAS war etwas was sie als sop creepy empfand das sie es gar nicht abhaben konnte. Sie fauchte beinahe schon, auch wenn es nur im Gedanken war ~RAUS. AUS. MEINEM. KOPF!~ Ihr Kopf war ihrer, nur ihrer und da hatte kein Arsch was verloren. Mit ein paar Schritten hatte sie zu ihm aufgeschlossen und baute sich vor ihm auf mit der Ausstrahlung einer sehr wütenden Amazone in ihrem Gewandt und einem ebenso grimmigen wie kalten Gesichtsausdruck
„Hör mir mal gut zu. Wer auch immer du bist. Niemand gibt dir das Recht meine Gedanken zu lesen und ich wäre dir mehr als verbunden wenn du das zukünftig BITTESCHÖN unterlassen könntest. Alles Klar? Sonst bekommen wir uns wirklich in die Wolle, ob wir nun in der gleichen Situation sind und daher eigentlich so was wie ne Zweckgemeinschaft oder nicht. Das ist mir dann so was von schnuppe das glaubst du garnich du Arsch…“ Dann tat sie etwas was sie nur machte wenn sie wirklich extrem wütend war. Sie zog einen ihrer Handschuhe aus. Hatte sie sich deutlich ausgedrückt? Es war um Nathan und sie selber nun wohl merklich kühler geworden und „Vertrauen. Vertrauen. Ich höre immer nur vertrauen aber solche Aktionen wie das gerade fördern das nicht, geht das in deinen Schädel...“ Der hatte Gut reden. Sie kannte ihn nicht. Wie sollte sie ihm da so ohne weiteres vertrauen? Nur weil Logan, Scott und der Rest das zu tun schienen? Nix da. Er war ein Wildfremder und noch dazu gerade in das allerheiligste eingedrungen. In ihre Seele, ihre Gedanken.
Es war keine "Aus-dem-Hinterhalt-zuschlagen-Taktik", Roberts Angriff hatte durchaus Methode. Und diese Taktik sagte gerade ziemlich deutlich: Erst die Fußsoldaten und dann vielleicht mal die Reiterei, wenn die Fremden es nicht gebacken bekamen. Er hatte an Edwards Hof gelebt, warum sollte er also nicht ausspielen, was er einst gelernt hatte? Gut, letztlich würde es sein Ruhm sein, um den es ging, darum schickte er seine beiden Männer noch dazu. Das sich wieder einmal das Weibsbild mitten im Schlachtengewühl tummelte, ließ ihn nur den Kopf schütteln. Wahrscheinlich würde sie bei nächster Gelegenheit wegen Hexerei verbrannt, aber das war nicht Roberts Angelegenheit - auch wenn er sich für seinen Teil für so eine Furie geschämt hätte. Und wo war eigentlich ihr Anführer? Mit einem kurzen Blick über den Rücken bemerkte er ihn auf der Lichtung stehen.
Er kämpfte also nicht selbst, er ließ kämpfen. Nichts Ungewöhnliches...bis auf die Tatsache, dass er eines der Mädchen gerade schweben ließ. Ober hatte ihm der Whiskey gestern nicht gut getan? Robert wandte sich einfach wieder der Schlacht zu und zog nun selbst auch sein Schwert. Am besten, sie kürzten den kleinen Kampf ab.
Aber die englischen Soldaten dachten gar nicht daran, einfach so aufzugeben. Der Junge wurde von einem von ihnen noch tiefer in den Wald gezogen, während die Männer in Keilformation kämpften und sich gegenseitig den Rücken freihielten. Immer wieder scherte aber einer von ihnen aus und löste den anderen ab, so dass sie ihre Kräfte sparten. Robert versuchte die Reihe zu durchbrechen, sodass es irgendwann zu neuen Formationen kam und sich sowohl Noemie wie auch Padraig (die beiden wurden irgendwie als die schwächsten Glieder in der Kette gesehen) von zwei Soldaten angegriffen sehen mussten. Man wollte mit weniger noblen Mitteln schnellen Prozess machen. Bei Padraig verhielt es sich so, dass man ihm überhaupt nicht die Möglichkeit gab, sich dem Angreifer zuzuwenden, als ihm auch schon der zweite das Schwert in die Seite stieß und mit einem Ruck hochzog.
Mika fragte sich ernsthaft, wer hier alles meschugge war. Padraig und Logan machten mal wieder einen auf Helden, genau wie diese seltsame Isis. Sehr schön, dass wir einfach mal in der Vergangenheit herumpfufschen.Macht ja Spaß, kann ja nix passieren, oder etwa doch? Die Gedanken des Rothaarigen Mädchen drehten sich um die möglichen Konsequenzen ihres Tuns hier und darum, dass die Erwachsenen diese Spielereien jetzt ruhig sein lassen konnten und sich gefälligst in Bewegung setzen sollten! Sie hatte Ian auch gesehen und erkannte die Gefahr, der er ausgesetzt warm aber sich dort jetzt einzumischen wäre nicht sonderlich klug. Außerdem hatte sie direkt vor ihrer Nase ja den kleineren Disput zwischen Nathan und Brooke.
Und so, wie er sich aufführte, wurde ihr dieser komische Kerl echt unsymphatisch. Er konnte nur wenige Jahre älter als sie selbst sein, aber ér benahm sich, als hätte er die Aufsichtspflicht über die Mädchen. Und genau wie Brooke passte das auch dem Feuerteufel ganz und garnicht. Als Brooke sich jedoch vom Boden erhob, zuckte Mikas Augenbraue nach oben und sie sah Nathan scharf an. "lass sie runter, sofort. Ansonsten kannst du das erste mal erleben, dass Feuer und Eis doch zusammen gehören." Ihre Stimme war so ruhig, dass es ungewöhnlich für die Rothaarige war, aber eine nicht zu überhörbare Drohung schwang darin mit. Wenn dieser Mensch der Meinung war, seine Mutation präsentieren zu müssen um seine "Autorität" zu zeigen, dann sollte er damit rechnen, dass die beiden Mädchen vor ihm dies als Machtpräsentation ansahen, die sie auch wiederholen könnten.
Mika stand genau neben Brooke und blickte Nathan unverwandt an. Er sollte ihre beste Freundin wirklich runterlassen,. ansonsten würde dem Feuerteufel die so schwer antrainierte Selbstbeherrswchung entgleiten...
Ihn machte es nicht minder wütend, wie diese Mädchen in SO einer Situation auch noch anfangen konnten zu zicken! Er konnte ihr das Gehirn aus dem Kopf sprengen, wenn er wollte, also sollte sie ihn nicht provozieren, klar?! Er war NICHT Scott Summers, der Nerven hatte, dass man denken konnte, er wäre schon tot, er war in dieser Hinsicht eher seine Mutter. Und wenn die beiden jetzt nicht sofort aufhörten, dann SCHICKTE er ihnen mal was, das sie nie wieder schlafen ließ. SOWEIT KLAR?!! Das Grün in seinen Augen funkelte giftig. Er gehörte nicht unbedingt zu den guten Jungs, also sollte sie sich besser vorsehen. ER kannte SIE genauso wenig, aber sie mussten sich vertrauen, ging das in ihren kleinen Schädel, hm?
Und dann tat er etwas, das sie wohl nicht erwartete, denn er packte ihr Handgelenk und funkelte sie an. Um sie herum baute sich eine unsichtbare Wand auf und würde jeden davon abhalten, irgendwie zu ihnen durchzudringen. Nathans Nasenflügel zuckten leicht, aber er stierte sie weiterhin an, während seine Handfläche um ihrem eisigen Arm verbrannte. Er hatte nicht in ihren Gedanken gelesen, denn DAS sah ganz anders aus. Er hatte ihr lediglich telepathisch etwas mitgeteilt. Und wenn sie jetzt nicht aufhörte, wie ein kleines Kind herum zu zicken und sich ENDLICH mal zusammen riss, konnten sie auch verdammt noch mal weiter. Er ließ ihr Handgelenk - das er nicht sonderlich sanft gepackt hatte - los und hielt ihr die verbrannten Flächen vor Augen.
"Jetzt...sind wir ja quitt!" fauchte er zurück und die Barriere verschwand in dem Moment, als er sich erneut abwandte. Wenn die Mädchen ihm nicht folgen würden, würde er sie WIEDER in die Luft heben, nur damit sie sich darin verstanden. Und diesmal würde er sie nicht einfach mehr so runterlassen. Also wenn sie sich diese Peinlichkeit ersparen wollten, dann sollten sie ihm GOTT VERDAMMT noch mal folgen!
Padraig spürte den Schmerz in der Seite. Er hatte gerade gegen einen der Soldaten gekämpft als sich ihm ein zweiter genähert hatte. Und bevor er sich ihm zuwenden konnte, war es auch schon geschehen. Wenn man einen Schmerzenschrei erwartet hatte, dann sah man sich getäuscht. Er verzog nur kurz das Gesicht, und dann wandte er sich dem Soldaten zu. Seine Seite war von der Hüfte bis zu den Achseln aufgeschnitten und das Blut quoll hervor. Der Soldat wirkte überrascht, hatte er doch schließlich erwartet, dass dieser schwache Mann jetzt tot umfallen müsste. Aber daran schien dieser gar nicht zu denken. Im Gegenteil warf er sich jetzt mit einer Kraft auf den Engländer, die ihn zurückdrängte. Mit weit ausholenden Schwertstreichen bedrängte er seine Gegner, allerdings würde er dieses Tempo nicht lange durchhalten können. Seine Mutation begann gleichzeitig ihre Wirkung zu entfalten und der Heilprozess setzte ein. Natürlich ging es bei ihm nicht so schnell wie bei Logan, aber dank seiner Gabe der Energieabsorption war das Schwert nicht so tief eingedrungen, wie es eigentlich hätte sein müssen. Allerdings war die Verletzung doch um einiges ernster, als es ihm lieb war.
Ihm war bewusst, dass er bald wieder Energie würde nachtanken müssen, denn der Heilprozess forderte seinen Tribut. Aber in einem Kampf mit Schwertern war das nicht so einfach. Und so warf er sein Schwert den Soldaten entgegen, was zu einer gewissen Verwirrung führte, die noch vergrößert wurde, als er sich mit bloßen Fäusten auf seine beiden Gegner stürzte. Ihre Unsicherheit nutzend, schaffte er es, einem der Soldaten das Schwert aus der Hand zu reißen und dem zweiten mit dem Gehilst voran gegen den Kopf zu schlagen. Wie ein nasser Sack stürzte er zu Boden.
Und während sie auf eine Antwort von Megan wartet, die wirklich die undankbarste Position in diesem ganzen Abenteuer hat, schaut sie mit mulmigem Gefühl den Kämpfern nach, die schon auf ihre Gegner treffen... ganz nebenbei hört sie auch noch den anderen zu, und das reißt ihre Aufmerksamkeit nach Kurzem an sich, denn da entwickelt sich scheinbar ein handfester Streit. "Nicht..." entkommt es ihr halblaut, aber sie mischt sich nicht ein, schaut nur hier furchtsam, da unbehaglich zwischen den beiden Schlachtfeldern hin und her.
Als Brooke schwebt, Nathan offenbar daran schuld ist und sich Fire&Ice gegen ihn zusammentun, befürchtet sie schon das Schlimmste. Auch so werden sie vom Wesentlichen abgelenkt, wie ihr auffällt. "Hört auf, bitte!" sagt sie, schon hörbarer und eindringlicher, kaum dass sich Nathan wütend seine Erfrierung abgeholt hat. Aua. "Wir... müssen doch jetzt zusammenhelfen." sagt sie hinterher und schaut in die Runde.
Sie bleibt bei Nathan. Versuchen muß sie es, sonst fände sie keine Ruhe mehr. "Iain... sie verschleppen ihn in den Wald. Die anderen kämpfen, sie erreichen ihn nicht. Sollen wir wirklich... einfach nur dastehen...? Ich könnte..." Da verstummt sie. Vielleicht weiß Nathan längst was sie alles kann. Außerdem wird er die Kernaussage wohl schon begriffen haben. Sie will nicht einfach abhauen, während der Kleine noch in Gefahr ist.
Megan wollte gerade Antworten, dass sie doch langsam an Platzangst oder was auch immer leiden wird, aber da wurde Chuis Aufmerksamkeit von was anderem abgelenkt.
Natürlich bekam Megan nichts von den Kämpfen mit, genausowenig von dem Disput zwischen Nathan und den Mädchen. Megan wollte wachsen, aber sie woltle nicht plötzlich nackt mitten im Wald stehen. Um Chuis Aufmerksamkeit wieder zu bekommen, was scheinbar diesmal nicht so einfach war, rief sie so laut sie konnte ihren Namen: "CHUIIII" mit einem sehr lang gezogenem "I".
Und als sie sicher war, wieder Chuis Aufmerksamkeit zu haben, und wenns noch nicht mal die ganze war, fragte sie: "Kann ich deinen Umhang oder deine Jacke haben, ich möchte wachsen ... ich brauche frische Luft." Da Megan nicht wusste, dass das momentan vielleicht nicht die beste Idee war, aber sie war drauf und dran einfach so aus der Tasche zu klettern.
Natürlich wusste er um Chuis Fähigkeiten, wer kannte Chui nicht? Ob sie es nun glaubte oder nicht, aber... nein, besser erzählte er ihr doch nichts über ihre Zukunft. Er kam sich ja schon vor wie ein Prophet. Sicher, ein Soldat schleppte den Jungen in den Wald, aber die Frage war, ob ein Junge die Gefährdung von drei (Megan sah er noch nicht) Mädchen wett machte. Diese Aufwiegung war vielleicht nicht richtig, aber leider Gottes taktisch. Einen Moment dachte er wirklich über Chuis Worte nach. Sie waren nicht hierher gekommen, damit sich die Schüler profilieren konnten - es war ein dummer Zufall gewesen, dass sie durch das Zeittor gegangen waren und Nathan wusste zu wenig über diese Zeit, in der er sich befand.
Innerhalb von einigen Sekunden musste er eine Entscheidung treffen. Und wie hatte er es ausgedrückt? Er musste den Mädchen genauso vertrauen wie er es von ihnen verlangte. Mit einem kurzen Nicken stimmte er Chui zu. "Gut, aber kommt mit. Wir schneiden ihm den Weg ab, wenn er das Kampfgeschehen hinter sich gelassen hat." Ein Soldat war zwar nichts gegen einen Telepathen, aber wer wusste schon, ob der Trupp wirklich nur 15 Mann zählte? Nathan verließ sich auf die Mädchen, als er mit ihnen in den Wald zurück ging. Brooke hatte ihm Verbrennungen zweiten (und wohl auch dritten) Grades zugefügt und Nathan spürte die verletzten Nervenenden noch immer in der Handfläche. Aber dieses Handicap hatte er sich nun selbst zuzuschreiben.
Schon seltsam, warum er seinen eigenen Atem vor Augen sehen konnte, sich aber ansonsten alles nur sehr schemenhaft abbildete. Vielleicht war es auch einfach nur die Tatsache, dass er seinen Atem fühlte, sodass er annahm ihn zu sehen. Als er einen Blick über die Schulter tat, konnte er Seonaid in einiger Entfernung am Ufer stehen sehen. Auch sie war nur ein Schatten, von dem er annahm, dass es sich um sie handelte. Rot, natürlich rot. Und als ihm das Blut des englischen Soldaten über den Handrücken spritzte, glaubte er schon ihn getötet zu haben. Aber der andere spie ihm den blutigen Speichel entgegen, als müsste er sich vor ...Dämonen schützen. Ja, wahrscheinlich kam ihm Scotts Visor auch genau so vor. Und Scott selbst achtete einen unbedachten Augenblick nicht auf den Angreifer, der ihn von der Seite attackierte, so dass er den Schwerthieb nur noch spürte. Der braune Plaidstoff färbte sich dunkel ein und wenn dieser Kampf für das Team nur ein solcher bleiben würde, so hatte Scott den historischen Kontext dessen seit einigen Jahren erfasst und verinnerlicht. Das war nicht nur ein Kampf.
Sein Blick richtete sich einen Moment in den Himmel und er konnte seinen eigenen Atem sehen. Vielleicht spürte er ihn aber auch nur, ehe seine Hand eine Bewegung tat, die er schon seit Jahren nicht mehr gemacht hatte. Seine Hand hob sich zur Einstellung des Visors und noch bevor sein Gegner einen weiteren Hieb ausführen konnte, donnerte er ihn mit seinem Beam gegen den nächsten Baumstamm. Bis dahin hatte er die Verletzung nicht gespürt, aber es dauerte nicht allzu lange, bis die Schmerzen einsetzten. Trotz allem hatte er erreicht, was er hatte erreichen wollen, denn in die kämpfenden Soldaten war die Angst gefahren und der ein oder andere floh. Wieder schweifte sein Blick, sodass er gerade noch erkannte, wie einer der Soldaten mit Iain in den Wald rannte. Nathan heftete sich an dessen Fersen, aber dass ihm dabei die Schülerinnen folgten, war in Scotts Augen töricht. Er würde ihnen ebenfalls nachrennen, wenn er nicht vom nächsten Engländer getötet wurde oder zu viel Blut verlor.
Im Augenwinkel bemerkte er, dass Padraig Schwierigkeiten hatte, so dass er Logan zurief: "Padraig braucht Hilfe!"