Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Sophie trat als letzte ein und drückte sich ein wenig an die Wand... Auf Eleanores Frage hin hob sie leicht den Kopf... Vor dem inneren Auge der Sekretärin erschien eine Tasse Tee... Recht deutliche Aussage, zusammen mit dem ankenden Nicken.
Ragnar, der als zweiter hineingetreten war und nicht recht wusste, wohin, schüttelte den Kopf. Durst hatte er nicht - hatte er im Allgemeinen selten - und im Moment gab es wichtigere Dinge. Zum Beispiel hatte er den Moment genossen, als er diesem Kenneth, bevor er die Halle verlassen hatte, die Flügelspitzen fast ins Gesicht gewischt hatte. Aber sowas machte man ja nicht.
Einen Moment lang musterten die weißen Augen nochmal Sophie, dann wandte er sich Eleonora zu.
"Wenn sie den Brief öffnen ..."
Er legte ihn auf den Schreibtisch.
"... werden sie den Grund für meinen ... Besuch erfahren."
"Ein Tee wäre doch sehr angenehm, wenn sie mir einen machen würden Miss Fraser, ich wäre ihnen durchaus sehr verbunden."
Sacht er seelenruhig fragend und bitten aus, als er sich in der Sitzgruppe niederließ, den Rucksack abnahm, ihn neben sich an die Sitzgelegenheit stellte und mit einer angenehme Ruhe die Knöpfe des Mantels öffnete, darunter kam ein schwarzer Pulli zum Vorschein, der sanft seine Muskeln nachzeichnete und widergab. Er lehnte sich ruhig zurück, schnaubte noch einmal leicht die Luft aus und wirkte vollkommen entspannt, als würde ihn nichts beunruhigen oder besorgen.
Sophie schien jünger als er, vierzehn oder fünfzehn vieleicht... Ihre Haut war sehr hell, jedenfalls heller als in diesen Breiten normalerweise gweohnt.
Das mochte mit dem langen, rotgelockten Haar zusammenhängen, welches ein bisschen wiederspenstig bis über ihre Schultern fiel. Die dunklen Augen schienen irgendwie... Älter, als der Rest des Mädchens. Sie hatte die Ausstrahlung eines Hasen mit aufgestellten Löffeln, jederzeit bereit, hakenschlagend davon zu rennen... Oder wie der Fuchs, der auf den richtigen Moment wartete, den Hühnerstall wieder zu verlassen.
Sie trug einen weissen Pullover heute und eine dunkle Jeans, normale Sachen. Sie war recht schlank und besaß lange, beinahe schon filigran wirkende Finger.
Das Mädchen hielt sich ein wenig abseits der anderen, immer wieder die einzelnen musternd... Bisher hatte sie kein einziges Wort gesagt.
"Sophie, alles in Ordnung mit dir?" fragte sie lächelnd und streichelte dem Mädchen kurz über den Schopf.
Den Brief von Ragnar legte sie auf den Schreibtisch, ebenso wie den Brief von Deon.
Nun konnte sie nur noch hoffen, dass Scott noch im Schulleiterbüro war.
Ansonsten würde sie beide in ein Zimmer stecken und auf Montag vertrösten müssen.
Mika bekam ebenfalls eine Streicheleinheit, als sie an ihr vorbei ging. Hach, ihr Feuerköpfchen, sie war froh, dass sie zurück war und augenscheinlich alles in Ordnung war.
Kurz rief sie zu Hause an um Bescheid zu sagen, dass es später werden würde. Und JFK konnte sich auf einen zusätzlichen Esser freuen, der sein Mittagessen würdigen würde.
Er wartete und legte die Flügel wieder vor den Körper. Hier war es zu warm für seinen Geschmack, aber damit würde er wohl leben müssen. Dann ging er langsam an die Wand zurück, lehnte sich gegen eben diese und strich sich erneut eine weiße Strähne aus dem Gesicht. Diese Sophie schien jünger als er zu sein, ein, vielleicht zwei Jahre. Besonders gut erkennen konnte er sie nicht, und wieder einmal verfluchte er seine Augen dafür. Auch bei ihr konnte er nicht erkennen, ob sie nun braune oder grüne Augen hatte - bei Gelegenheit würde er einfach fragen. Außerdem schien sie sehr angespannt zu sein ... ob es hier etwas gab, wovor man sich fürchten müsste? Er würde es sehen. Seltsam war auch, dass sie bis jetzt kein Wort gesagt hatte.
Sacht hob sich seine Hand, die Fingerkuppel des Daumes und des Zeigefingers drückten sich leicht, in die Augenwinkel des rechten Eisgletschers. Er schien ein wenig nachdenklich, oder war es doch erste Anzeichen von Müdigkeit? Schließlich war es ein weiter Weg zurück nach Hause, vielleicht steckte sogar noch die Zeitumstellung in seinen Knochen. Er rieb sich kurz das rechte Auge, blinzelte um wieder klar sehen zukönnen und hob dann den Blick zum Wasserkocher. Hm - Tee, Liquid Acid, Scherz - bringt mindestens das kühle Blut wieder zum Wallen.
Dann wendet er den Blick wieder zu Eleanora, aufmerksam - wo sie beschäftigt war, konnte er mindestens jetzt noch einmal, eine ruhige Musterung vornehmen. Er fing an bei den Haaren, Nice - dann mit den Augen, Smaragd.. Nase, sweet, Augenbrauen, passend, Lippen - sinnlich, Wangenknochen - in Ordnung, Kinn - typisch... und der Rest, nein das wollte er nicht wirklich wissen. Innerlich zuckte er mit den Schultern, ein hübsches Kind, aber der Charakter entscheidet meistens über Sympathie und Antisympathie, nicht der Körper oder das Aussehen. Er legte die schlanken Finger in einander, trotzdem pulsierte unter dem Handrücken Stärke. Dann wanderten die Finger in den Schoß der schwarzen Jeans mit Silbergürtel.
Sie setzte sich einfach auf den Schreibtisch, die Beine in den kniehohen Stiefeln baumelten etwas und sie vertiefte sich in den Brief.
Je länger sie las um so wütender wurde sie. Und einigemale musste sie die Zähne fest zusammen pressen sonst wären ihr Flüche entschlüpft, die wohl den Anwesenden rote Ohren beschehrt hätten.
Dann schaute sie auf und holte erstmal tief Luft.
Der Brief bekam einige Knitter ab als sie die Fäuste ballte und sie ging ohne ein weiteres Wort um den Tee aufzubrühen.
Erst als sie die Tassen verteilt hatte, hatte sie sich soweit wieder beruhigt, dass sie ordentlich reden konnte.
"Ragnar, ich glaube, ich begehe keinen Fehler und greife meinem Chef vor, wenn ich sage, du bist hier willkommen und kannst bleiben, solange du möchtest und es nötig ist."
Sie lächelte ihm zu. Ele musste sich zwar zwingen langsam zu sprechen, aber ein wenig Übung hatte sie schon.
"Dann will ich mal gleich die Damen hier vorstellen, das ist Sophie... und die junge Frau da drüben ist Mika."
Über die Mutationen der beiden schwieg sie erstmal, dass war Sache der Kinder selbst. Und sie würde mit Mr Summers sprechen ob man den Junge in eine Klasse stecken wollte oder nicht. Vllt. sollte das Ragnar selbst entscheiden.
Nun schaute sie zu Deon und setzte sich wieder auf den Schreibtisch.
"Tja, was mach ich jetzt mit ihnen Mr Kenneth? Ich mache ihnen folgenden Vorschlag. Ich werde mich auf die Suche nach dem Schulleiter machen. Sollte ich ihn nicht finden, können sie gern bis Montag ein Zimmer bei uns im Haus hier beziehen. Oder ich kann sie mit zurück nehmen nach Inverness und ihnen ein gutes Hotel zeigen, wo sie unterkommen können."
Warum er hier ständig reinstiefelte hatte nur den Grund, dass er seinen Schlüssel vorhin beim Rausgehen vergessen hatte (und darum musste er auch zu Eleanora ins Sekretariat). Der Massenauflauf vor seiner Nase erstaunte ihn etwas. Hatten die Kinder nichts Besseres zutun, als am Wochenende im Büro zu stehen?
Dann aber wurde ihm bewusst, dass er außer Mika (und natürlich Eleanora) keinen der hier Anwesenden kannte. Er hatte noch immer die Türklinke in er Hand, ließ sie nun aber los und trat einfach mal zu allen ins Zimmer. Das Mädchen neben Mika kannte er immerhin schon mal von der Anmeldung her, die beiden anderen waren ihm fremd.
"Guten Morgen." Immer noch. Eleanora würde ihn ja gleich darüber aufklären, was das hier zu bedeuten hatte. Ragnar erinnerte ihn sofort an Angel, so dass ein kurzes Zucken im Mundwinkel zu erkennen war, auch wenn er den Jungen nicht ansah. "Gibt's irgendwas Neues?"
Nachdenklich blickte er auf die warme Flüssigkeit, irgendetwas in diesem Raum ließ die Temperatur sinken, das bemerkt man einfach. Die Hände lösten sich aus ihrer gemütlichen Position und er nahm die Tasse Tee in beide Hände. Sofort bemerkte er, wie die Wärme in seinen Körper glitt und es ihm gleich wohler wurde. Er setzte die Tasse an die Lippen, nippte sacht am heißen Getränk und pustete nachdenklich über den Rand der Tasse hinweg, etwas zuheiß aber vollkommen in Ordnung, es wärmte.
Selbst der kleine Schluck registrierte er wohlwollend in seinem Körper. Das Blut rauschte durch die Rubinadern und Saphirvenen - es tat wirklich gut. Er schaltete etwas ab, schwieg größtenteils vor sich hin und nickte auch nur sacht auf die Worte von Miss Fraser. Sie sollte ihr Möglichstes tun. Dennoch wurde er gerade von Gedanken abgelenkt, als noch jemand herein trat. Er blinzelte nur sehr sacht und wendete den Blick wieder auf den Tee. Zuviele "Menschen", bzw. Mutanten, das mochte er nicht.
Aber was solls - mit der Ruhe kommt die Kräft in den Körper und Geist, er versuchte so gut es ging unwichtige Personen, bzw. Unwichtiges aus zublenden und schlichtweg zu ignorieren.
Sie lächelte erleichtert als Scott wie von Zauberhand gerufen im Zimmer auftauchte. Das sollte sie trainieren, vllt. klappte es ja dann immer.
"Mr Summers, darf ich Ihnen Mr Kenneth vorstellen und Ragnar.
Ragnar kommt aus Schweden zu uns, wo eine sehr..." nun musste sie sich räuspern um nicht den guten Ton zu verpassen" .. radikale Gruppe die Mutantenangelegenheiten auf ihre Fahne geschrieben haben und .... das sind Arschlöcher." nun war es doch heraus, aber sie entschuldigte sich nicht dafür. Ihre grünen Augen blitzten gefährlich und sie gab ihm den Brief, wo die genaue Situation in Schweden beschrieben wurde.
"das ist Mr Kenneth, der sich bei Ihnen vorstellen möchte. Er ist auf Jobsuche." Den Umschlag von Deon hatte sie ebenfalls sofort in der Hand.
Sie trat einen Schritt auf Sophie zu und nahm sie in den Arm.
"Und das ist Sophie, eine neue Schülerin. Ihre Akte liegt schon auf ihrem Schreibtisch." ebenso wie die von Nikolai und Colin.
"Mr Summers, unser Schulleiter." so brachte sie die Vorstellung zum Ende. Und wenn sie so auf die Uhr schaute, dann war es bald wieder Zeit für Kaffee und Kuchen.
Sie sollte wirklich mal ein Zimmer hier in der Schule denken. Zumindest im Winter.
Eleanora war Gold wert. Sie wusste immer genau, was Scott eigentlich gerade wollte und übernahm die Vorstellung, ohne dass er überhaupt irgendwas hatte sagen müssen. Unwillkürlich schlich sich da ein leichtes Schmunzeln in seine Züge, aber schließlich gab er allen nacheinander die Hand. Eleanoras Kommentare über Antimutantenvereinigungen bedachte er lediglich mit einem kurzen Brummen, ehe er die Briefe an sich nahm.
Ach ja, sie suchten ja einen neuen Hausmeister. Wie gut, dass sich so schnell jemand gemeldet hatte, denn bei dem Schnee, der vor dem Haus lag, war es mehr als nötig, dass sie jemanden für diesen Job auftrieben. "Nun... freut mich sehr." Mal abgesehen davon, dass er erst gestern direkt aus der Hölle gekommen war, machte er doch einen sehr aufgeräumten Eindruck, oder? Vielleicht sollte man die Gespräche nacheinander führen, denn jeder schien ja in anderer Angelegenheit da zu sein. Wollten Sophie und Mika auch was von ihm? Jedenfalls bekamen sie ein kurzes Lächeln, ehe er sich an Ragnar wandte.
Noch sagte er nichts, sondern las sich erst einmal den Brief genau durch. "Wo sind deine Geschwister jetzt hingegangen?" fragte er nach. "Ich nehme an, du hast noch keinen Schulabschluss, richtig?" Verstand ihn der andere eigentlich oder sprach er kein Englisch?
Er drückte sich von der Wand ab und klappte die Flügel auf den Rücken, wobei er einen Schwall kalter Luft frei ließ. Er ging auf Scott zu und hielt ihm die Hand hin.
"Ich könnte mir vorstellen, dass sie zurückgegangen sind ... nach Schweden. Aber ich weiß es nicht. Sie meinten, dass sie mich zu gegebener Zeit abholen würden. Und nein, Sir, ich besitze keinen Schulabschluss. Aber ich wurde von einer Lehrerin unterrichtet, mein Leben lang. Ich hoffe, dass es für dieses Institut genügt."
Er drückte die Hand des "Bosses" ruhig, nicht weichlich oder leicht, sondern kraftvoll, aber ohne das es schmerzte. Eben ein Handdruck, der zeigte - das er ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein besaß. Dafür hatte er die Tasse Tee abgestellt, war extra aufgestanden und hatte ein begrüßendes ruhiges Lächeln auf den Lippen. Nachdem er die Hand wieder von ihm löste, setzte er sich hin und widmete sich wieder der Tasse Tee.
In dem Brief stand seine Bitte, sein Belangen und wichtige Informationen wie - Name, Alter, Geschlecht, Mutation und ein knapper Lebenslauf. Nun gut - eher standardmäßig Lebenslauf plus Bewerbung plus Zertifikate usw. Er lehnte sich zurück, schloss langsam die Augen und ließ erst einmal das Wichtigere vorgehen, er hatte Zeit und besaß Geduld, eins nach dem anderen und der "Knabenengel" war sowieso erst einmal wichtiger.