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nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Es war zwar nicht lange her, dennoch kam es ihm fast vor wie eine Ewigkeit. Wenn es schon nicht Sommer war und man nicht jeden Tag schwimmen konnte, so zumindestens wäre es doch möglich, etwas für den Körper und für den Geist zutun. Noch immer hatte der junge Mann nicht die Konsequenzen seines Handelns überwunden, es ginge wohl auch schwer. Noch jemand auf seiner Liste, den er einfach durchstreichen konnte, wie jemand der Striche in eine Mauer ritzt, um die Tage zählen, wielange man schon im Gefängnis sitzt.
Er zog sich langsam den schwarzen Mantel aus, sowie den Schal und die Handschuhe, der Pulli wurde ebenfalls über den Kopf gezogen und er streckte sich etwas, erst einmal den Rücken. Es knackte sehr leise und dezent, die Luft wurde ausgeschnaubt und die Eisgletscher funkelten feurig. Dann blickte er sich wieder, fast neugierig um und lächelte dann etwas, als er die Ruhe und die Einsamkeit bemerkte.
Eine nette Seki, eine merkwürdige Dunkelhaarige, ein Temperamentbolzen, ein Engel... ein Honigkuchenpferd, eine Schlingpflanze, ein Falkenmädchen und ein merkwürdiger Schulleiter der sich schlicht und einfach als Logan vorstellte, eine lockere und coole Art an sich hatte und trotzdem irgendwie tierisch wild war. Die Leute sind schon etwas merkwürdig, aber in Ordnung. Nun habe ich den Job, auch wenn er nicht wirklich zu mir passt, aber was anderes im Moment, würde mir auch keinen Spaß machen. Mal schauen was noch kommt.
Er bewegte sich durch die Sporthalle, begutachtete alle Geräte und nickte dann etwas, sie schienen Alle in Ordnung zusein, ebenfalls unterlagen sie den Sicherheitsmaßnamen. Wenn er so dran dachte, könnte man glatt versuchten Capoeira zu erlernen, die tanzende Kampfkunst der Sklaven. Einklang für Körper und Geist. Zumal es eine Beherrschung benötigt, eine Beherrschung für den Körper. Er suchte sich einen CD-Player, steckte den Stecker in Steckdose, suchte aus dem Mantel die CD und drückte auf Play.
O negro escravo
Para Ter sua liberdade, criou luta de agilidade
Capoeira que tem firmeza
Oficina da Capoeira
Oficina da capoeira eee ...
Oficina da capoeira aaa ...
E foi assim que o grupo fortaleceu
Com forca e igualdade
Oficina desenvolveu
Er lauschte am Anfang der Musik, rief sich Bilder in den Kopf, Bilder die er gesehen hatte, Bilder die man im erzählte. Er stützte die rechte Hand auf den Boden, hob den Körper an, fast zu einem Handstand, aber nur auf einer Hand, brachte Schwung in seinen Körper, straffte die Muskeln an und streckte die Beine, kurzzeitig, vielleicht eine Sekunde, dann ließ er ab, schnaubte die Luft aus, runzelte die Nase und grinste verschwitzt, das wird Übung brauchen.
"Das wird Übung brauchen..." hallte es von der Doppeltür, die zu den Umkleiden führte.
Freigang.
Sie hatte wieder eine Stunde Therapie hinter sich gehabt Tempe hatte Fortschritte versprochen und ja, sie waren sogar spürbar gewesen. Seit ungefähr einem tag hatte sie Scale weder gesehen noch gehört und sich schon wieder fast an einen solchen Zustand gewöhnt.
Cait hatte ihrerseits auch einen CD-Player geschultert, da sie die Sporthalle leer erwartet hatte. zufall war es, dass der mann, von dem sie wusste, dass es der neue Hausmeister sein musste, ihn aber noch nicht zu Gesicht bekommen hatte, ebenfalls hier Capoeira üben wollte.
Sie schnürte ihr violettes Gürtelband fest und zog die zwei paar Wollsocken aus, die sie bis hierhin warm gehalten hatten.
Korrigierte den Sitz ihres Tops und ging einige Schritte in die Halle, bis zur blauen Matte.
"Hey, sie müssen mister...ehm..Kennedy sein?"
Namen, ihre alte Schwäche.
"Ich bin Caitlynn Lydecker...Biologie und Schulschwester..."
Beides zur zeit a.D., aber das brauchte er ja nicht zu wissen.
"War das gerade ein gescheiterter Capoeira-Versuch?" grinste sie und funkelte ihn mit den reptilischen Augen an.
Deon streckte sich wieder, spannte die Muskeln an, er musste erst einmal warm werden, er war noch ganz 'kalt'. Eben die richtige Aufwärmung fehlte, aber er wusste, tanzen war ebenfalls eine Sportkunst und sie ist anstrengender als man glaubt, oder sogar sieht. Er stellte die Musik etwas leiser, blinzelte als er die Frau sah und hob etwas den Mundwinkel, der gelassen zuckte und gerade diese Geste machte ihn wieder sympathisch.
"Übung macht den Meister, ich habe Zeit und Geduld etwas zulernen, ich werde auch versuchen es zu perfektionieren. Allerdings muss mir erst der Spaß bei der Sachen zufallen, sonst wird das Nichts. Sonst unterliege ich selbst meinen Launen und lasse die Geschichte ganz fallen."
Er grinste etwas, schaute dann auf seine Füße herab. Moment mal, da war doch noch was. Stimmt, sie tanzen mit nackten Füßen. Er zog sich ebenfalls schnell seine Zocken aus, warf sie etwas ungentlemanlike zu den anderen Sachen und verschränkte nur leicht die Arme hinter dem Kreuz. Nackter Oberkörper, nur die schwarze Jeans, sah irgendwie komisch aus, aber so ging es auch.
"Candle in the wind? Nein, auch nicht wie der Präsident Kennedy und ebenfalls nicht... wie.. Candy-shop.. sondern schlicht und ergreifend, Deon George Kenneth."
Grinste er wieder, er schaute sie gerade wegs offen und ehrlich an, seelenruhig wie eh und je, als er etwas auf den Zehnspitzen hin und herwippte.
"Es war mein erster Versuch Miss Lydecker, keine Sorge, das wird schon."
Kenneth, das war es. Sie hatte nur schnell ihren Postkasten überflogen, da lag vor einigen Tagen die Mitteilung von Ms. Fraser drin. Na, da war sie aber mit Kennedy ganz nah dran.
"Autodidaktitisch, wie?" sie hob eine Augenbraue udn verschrenkte ihrerseits die Arme vor der Brust.
"ich gebe Kurse..." ja, vielleicht ein kleines Bisschen angeben, na und? Sie durfte das, wann hatte sie denn in letzter Zeit mal das Gefühl gehabt, wirklich etwas hinzubekommen?
"Also...im Moment zwar nicht. Aber eigentlich habe ich einen Samstagskurs mit denk Kids hier." Und der wird auch wieder aufgenommen, wenn erst einmal alles wieder im Reinen ist.
"Oh, und ich bin mir sicher, dass das schon wird, Mr. Kenneth. man muss ja nicht gleich mit den schwersten Übungen anfangen." ihr Blick fiel auf den CD-Player "Aber die Musik ist gut..."
Sie unterrichtet? Nun gut, so alt sah sie noch gar nicht aus, aber nicht jeder muss schon Lehrer sein. Es gibt kein Mindestalter für Lehrer, oder? Nun gut, in seinem Kopf schon, aber was er dachte, musste er nicht immer aussprechen. Er ließ die Arme dann locker an die Seite gleiten, fast baumeln, streckte etwas die Finger, wieder ein sachtes leises Knacken, er war irgendwie - eingerostet?
"Schwer? Ich glaube kaum, dass diese Übung, bzw. diese Figur schwer war, wenn ich mich recht entsinne ist es noch schwerer 'tanzend zukämpfen'. Das heißt, auch beim Training auf zupassen, dass man den Kollegen nicht ernsthaft trifft. Meistens ist es eher ein Aneinander-vorbei-treten-tanzen-schlagen-bewegen."
Grinste er, wie eh und je, er wurde wieder etwas ruhiger, gelassener, offener und irgendwie entspannter, zuviele Menschen auf einem zentralen Punkte, mochte er nicht, aber so ging es. Kurzzeitig hob sich auch eine schmale feine Braue seinerseits und die blauen Saphire blickten sie einfach hemmungslos ruhig an, fast schon wartend.
"Beteiligen sich viele Kinder an ihrem Kurs Miss Lydecker?"
Erzählte Er gerade IHR etwas über Capoeira?
Cait schmunzelte, beließ es dabei und nickte nur seinen Ausführungen entsprechend. Immerhin hatte er wohl mal davon gelesen, oder gehört. Vielleicht sogar mal auf ner größeren Veranstaltungen eine Roda gesehen.
Das war mehr als die meisten anderen.
Dennoch konnte sie sich nicht zurückhalten, kurz die Lehrerin raushängen zu lassen, So sympathisch wie möglich.
"Bevor sie an die Figuren gehen...sollten sie mit dem Grundschritt, derGinga anfangen."
Sie spielte mit den Bommeln ihres Gürtels und fragte sich insgeheim, wieso sie bei Violett aufgehört hatte?
"Bei meiner letzten trainings-Sitzung..." die mittlerweile gut vier Wochen, wenn nicht länger her war " waren acht Kids anwesend...mittlerweile sind ja noch ein Schwung neuer Schüler dazugekommen...vielleicht neue Capoeiristi, wer weiß"
Genug über sie. Mittelpunkt war zwar ganz schön. Sie genoss es mal wieder positiv und unvoreingenommen betrachtet zu werden, aber es gab ja auch noch andere.
"Was tun sie, wenn sie nicht gerade neue Sportarten ausprobieren?"
Deon räusperte sich einen Moment, entschuldigend - so könnte man es fast deuten. Der junge Mann schaltete die Musik dann aus, setzte sich auf die Bank und lehnte sich etwas zurück. Der Rücken berührte die Wand, er hatte den Blick immer noch auf sie gerichtet, eher gesagt in ihre Augen, reine Höflichkeit, bzw. ein Zeichen von Diplomatie. War er, oder sie, der Protagonist, wohl beide und er - er lächelte nur sehr sacht, als er ihre Augen betrachtete, sie waren anders, deutlich anders, nicht mehr direkt menschlich, sie waren eben auch, tierisch.
"Wenn sie meinen Miss Lydecker, vielleicht nehme ich mir ihren Rat zu Herzen und fange dann eben bei den Grundschritten an. Normalerweise überkommt mich der Eifer, aber vielleicht doch einmal mit Ruhe und Geduld versuchen an die Sache heran zugehen."
Er nickte etwas, wie zu sich selbst und blickte dann wieder die Frau an.
"Nun, was ich tue? Ich trainiere eben sehr gerne, gehe gerne schwimmen, genieße die frische Luft mit einer Zigarette, lese gerne ein gutes Buch, och die typischen Dinge halt."
Er lachte sehr leise, sehr kurz, schüttelte wieder wage den Kopf. Sport und Zigaretten verstand sich einfach nicht, dennoch machte er es möglich.
Sport und Zigaretten. Ja, das stieß auch Cait kurz auf, aber sie sagte nichts. Höflichkeit wird mit Höflichkeit gekontert.
Eigentlich war sie fast verwundert, dass bisher noch kein bissiges Kommentar ihrer anderen Hälfte durch ihren Kopf dröhnte.
Aber anscheinend brahcten die Therapiestunden diesmal wirklich etwas.
"Nun..." begann sie gedehnt:" ich wollte sie jedenfalls nicht von ihren Übungen, oder von was auch immer abhalten."
Dann fiel ihr der direkte Blickkontakt auf und sie rief sich wieder in Erinnerung, dass Neuankömmlinge unter den Kids ebenso wie neue Kollegen oft die Andersartigkeit der Augen nicht aus dem Blick lassen konnten.
Männliche Kollegen manchmal auch etwas anderes.
Das war normal, bei Äußeren Mutationen. Früher hätte Cait rasch eine Sonnenbrille aufgezogen, oder weggeschaut. Aber das halbe jahr am Institut hatten sie zumindest in dieser Beziehung selbstsicherer werden lassen.
"ich bin eine Hybrid-Mutantin der Gattung Reptilia..." gab sie biologisch-fachlich bekannt" Die Augen bleiben immer so...egal in welcher gestalt ich bin."
War er auch Mutant? Jedenfalls nicht äußerlich erkennbar.
Da lachte Deon sehr 'leise' und sehr kurz, wage wurde der Kopf geschüttelt, als er sich etwas die schwarzen Strähnen aus dem Gesicht strich und dann einfach beruhigend lächelte. Und dieses Lächeln gab jedem immer das Gefühl, akzeptiert zuwerden. Warum sollte es auch anders sein?
"Sie sind wunderschön." Sprach er ruhig und schmunzelnd, er meinte ihre Augen und sicherlich nicht irgendetwas anderes, was unterhalb ihres Kopfes war. "Sie sind zwar sonderbar, aber man gewöhnt sich sicher daran. Ich finde, sie haben einen Touch Exklusivität und einen Hauch von Exquisität."
Er neigte etwas den Kopf zur Seite, nickte wieder etwas, wie zu sich selbst. Bei ihm war der direkte Augenkontakt nur das Zeichen für Höflichkeit und ungeteilte Aufmerksamkeit, was manche einfach nicht beherzigen.
"Und wegen den Übungen, keine Sorge, der Tag, bzw. die Nacht ist noch lang, sie haben mich nicht von irgendetwas abgehalten Miss Lydecker."
Cait erkannte nun auch seine Mutation.
Kenneth war gebildet, eloquent, höflich und so unendlich ruhig, dass konnte kein mensch sein.
Sie musste schmunzeln, ob ihrer eigenen Gedanken, oder dn Kpmlimenten eben, aber sie nickte leicht.
"Danke, aber wenn das jeder so sagen würde, wären wir vermutlich nicht hier am Institut"
Sie rieb sich mit einer hand den Oberarm und zog die Zehen an, denn langsam wurde ihr kalt
"Das sagt sich immer leicht von Mutabnt zu Mutant..." der unauffällige Test, ob er auch einer war.
"Nicht jede Mutation ist wunderschön, geschweige denn ein Segen. Jeder empfindet es sicherlich anders, ich kann nur von meiner Position aus erzählen Miss Lydecker. Aber ich glaube, ihre Augen sind einzigartig, bzw. jeder Mutant, jeder Mensch ist einzigartig."
Er lächelte sacht, er registrierte - wie sie sich mit der Hand über den Oberarm strich, er bemerkte auch das Anziehen ihrer Zehen, ihr wurde langsam kalt. Er war ein aufmerksamer Beobachter, analysierte und studierte. Ihm gefiel dieses Resultat nicht sehr, sie sollte nicht frieren, nicht - wenn es keinen Grund dazu hab.
"Meine Mutation ist nicht körperlich, man sieht es mir nicht an, aber ich würde sagen - ich bin das beste 'Gute-Nacht-Leckerli', was man sich wünschen kann. Mit mir hat man garantiert einen gesunden, ruhigen, festen und ausgeglichenen Schlaf."
Nun, dass war die eine Seite der Münze, aber die andere - die musste er nicht zwingend sagen, oder? Nur wenn sie weiter neugierig war und sich traute ihn zufragen, würde er sicherlich antworten. Er hatte damit kein Problem. Aber er dachte daran, Plappermündchen sind nicht wirklich in und auch nicht zwingend gefragt.
"Ist ihnen kalt Miss Lydecker? Wenn sie Lust und Laune haben, würden sie mir die Anfänge der 'Kampftanzsportart' beibringen? Natürlich nur, wenn sie wirklich wollen und ihnen nichts anderes im Sinn steht."
Jeder Mensch ist einzigartig. Cait behielt ihr Lächeln bei, auch wenn sie diese Floskel nicht mehr hören konnte. Er mochte es Ernst meinen, aber solche Phrasen gehörten leider nur in das Werbefernsehen, oder eine liberale Politik...nicht in die Wirklichkeit.
Dennoch erwiderte sie nichts darauf. Wieso sollte sie auch miesmachen, was wenigstens schön klang.
"Schlafen? Mal eine recht praktische Mutation" gab Cait zu.
Na du hättest mal ein paar Monate vorher auftauchen sollen, da hätte ich nicht nach tabletten gegriffen und der ganze Scheiß, so wie er jetzt passiert war...
So, oder so ähnlich dachte jedenfalls Cait gerade darüber, bevor Doen auf ihr temperaturproblem zu sprechen kam.
"Ja, ich friere sehr schnell...noch ein Nachteil meiner Hybrid-Gene" erklärte sie knapp... "Ich wollte mich ohnehin etwas bewegen, drum bin ich ja eigentlich hier her gekommen."
Das erste Mal seit knapp einer Woche (oder war es länger?) seit sie außerhalb der Subs trainierte.
"Lassen sie die Musik ruhig laufen, die CD ist prima..." meinte sie während sie auf die von Deon ausgelegte Matte ging. Mit dem großen Fußzeh drehte sie geschickt die Lautstärke wieder hoch.
"Eine Trainingsstunde wird das jetzt nicht...ich muss warm werden....schauen sie einfach zu, wenn sie Lust haben..." meinte Cait und fing an rhytmthmisch die Ginga zu tanzen.
Langsam verschränkte er die Arme vor der trainierten Brust, legte den Blick der hellblauen Eisgletscher auf Caitlynn und blinzelte sehr leicht. Lassen sie die CD ruhig an? Nun, sie drehte die Musik, bzw. die Lautstärke ja wieder hoch, da konnte er ja kaum widerpsrechend, dass wollte er auch nicht. Er lehnte sich weiter zurück, verschränkte nur leicht die Beine etwas überkreuz und schaute dann aufmerksan ihren Bewegungen zu, wieder studierend, vielleicht versuchte er sich auch schon etwas zumerken?
Nur war es nicht immer leicht, dass musste er wohl oder übel zugeben, ja tanzen war nicht gerade einfach, es sah wirklich immer sehr leicht aus, dennoch war es nicht leicht. Es bedarf wirklich einer guten Körperkonzentration, bzw. Beherrschung. Er streckte etwas den Körper durch, ihm war durchaus noch angenehm war, wenn nicht - wusste er ja wo der warme Pulli lag. Und sollte sie noch nicht richtig warm werden, könnte man ja einen Tee oder Kaffee trinken - so etwas ähnliches kam ihn gerade in den Sinn. Er schaute einfach gelassen ruhig lächelnd zu, genoss vielleicht auch einmal etwas gelernt zu bekommen. Zumal - es war immer wieder faszinierend wie unterschiedliche Körper sich bewegen können, allein das Zuschauen machte Spaß und hob die sonst so trübe Winterlaune.
Das er im Winter nur selten Depressionen bekam lag wahrscheinlich daran, dass er irgendwo immer Wärme fand und dieses baute ihn auf. Er sehnte sich zwar nach dem sonnigen warmen Amerika, dennoch war auch hier sein Zuhause. Hm - über Weihnachten zu den Ellis zufahren, dass würde er wahrscheinlich machen, mal wieder Mum und Dad besuchen, sie brauchte ihn auf gute Gedanken, gute Idee und bescherrte ihm ein angenehmes Gewissen mit dem er leben konnte.
Eigentlich machte es keinen Untershcied, ob ein Zuschaur sie beobachtete, oder sie für sich alleine trainierte, wie sie vorhatte.
Cait wollte sich eigentlich einfach nur einmal wieder austoben.
Und nach den ersten zwei figuren gab es dann auch wieder nur die Musik, samt Rhythmus und ihren Körper, die beide in akrobatischen Einklang gebracht werden mussten.
Flips und Sidekicks folgten One-handstands und Drehungen. Das ganze repertoire wurde abgespult, auf zwei Händen, die Füße in der Luft wirbelnd, abrollend, springend, in den handstand, FlikFlak...bis die Kondition nach 15 Minuten langsam ihren Tribut forderte.
Noch zwei drei Figuren, die einem violetten Gürtel würdig waren, dann landete sie weniger professionell auf ihrem hintern udn streckte sich auf der Matte aus.
"Anschauung-...stunde...beendet..." schnaufte sie grinsend aus.
Er würde fast sagen, die Musik besaß durchaus etwas feuriges, etwas temperamentvolles, oder? Und irgendwo versteckt etwas Ruhiges, aber an sich, so dachte und fühlte er in diesem Moment, gab die Musik einen Anreiz für den Körper und Geist. Auf Mauritius gab es auch so etwas wie einen Sklavenberg - als die Einheimischen sahen, wie die Schiffen ankamen, stürzten sie sich vor Angst der Gefangenschaft von dem unheimlichen Berg herab in die Tiefe. Vielleicht rief diese Musik sogar Mut und Hoffnung hervor, Stärke und unbeugsamen Willen? Er dachte gerade nach, man sah es ihm sogar an, vielleicht - denn nur die Augen bekamen einen trüben Glanz, als er etwas den Kopf schüttelt um wieder auf zuwachen und dann blickte er Caitlynn lächelnd an.
"Wunderbar. Allein das Zuschauen macht Spaß und macht Lust auf mehr. Sie können das wirklich sehr gut und sie beweißen auch meine Theorie. 'Tanzen' kann genauso anstrengend sein wie Sport, wenn nicht sogar anstrengender."
Das meinte er durchaus nicht böse und er wollte sie auch nicht angreifen. Sie hatte gut 'getanzt', sich sehr gut bewegt, fast grazil wie eine Raubkatze. Nur sie war keine Raubkatze, ihre Augen sprachen eine andere imaginäre Sprache. Er hat nur gesehen, das Tanzen durchaus anstrengender ist als Sport. Aber an sich, könnte er das auch nicht aufgrund ihrer 'getanzten' Zeit sagen.