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bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Auch sie musterte ihn wieder und lehnte sich an das kalte Gemäuer der Kapellenruine. Kurz sah sie hinauf zum Dach des zerstörten Gebäudes, das zwar nicht mehr wirklich vertrauenserweckend aussah, aber jetzt sofort würde es wohl auch nicht herunterbrechen. Die Kapelle war früher gewiss einmal wirklich schön gewesen und sie fragte sich, wer hier vor vielen Jahren oder gar Jahrhunderten ein und aus gegangen war. Alte Gebäude faszinierten sie immer wieder, denn sie regten zum Nachdenken an. Jetzt allerdings senkte sie den Blick wieder auf Padraig und ein wenig legte sie den Kopf zur Seite.
"Ja, du hattest recht. Hier ist es trocken. Dich scheint mein Mann ja sehr zu interessieren, wenn du ihn ständig erwähnst", was sie leicht grinsen ließ.
"Wahrscheinlich wird er eben jetzt am vereinbarten Platz stehen und sich fragen, wo ich stecke", zwinkernd. Oder er würde es sich im Hotel auf dem Bett breit machen und angenervt darauf warten, dass sie mal antanzte. Langsam strich sie sich den Regen von der Stirn.
Padraig schüttelte belustigt den Kopf. "Nein, um ehrlich zu sein interessiert mich Dein Mann überhaupt nicht. Ich geniesse vielmehr diesen Moment mit Dir. Immerhin kommt es ja wohl nicht oft vor, dass man im Wald auf eine so schöne Frau trifft. Und dann auch noch Gelegenheit hat in ihrer Nähe einige Zeit verbringen zu dürfen. Passiert mir zum ersten Mal, um genau zu sein." Er betrachtete die im Regen stehende Altarnische, die immer noch von der einstigen Bedeutung dieser Kapelle zeugte. Wahrscheinlich gehörte sie zu einem verlassenen Dorf, welches hier einst gestanden haben mochte. "Was ich mich allerdings frage, ist, warum muss eine so schöne Frau wie Du schon verheiratet sein. Wobei... wirklich fragen tue ich mich das nicht, denn jeder Mann würde wohl sofort vor den Traualtar mit Dir treten wollen. Ich frage mich eher, warum ich Dir nicht schon früher begegnet bin."
"So viele Komplimente, Padraig. Vielleicht wäre es anständig, wenn ich jetzt rot werde." Aber sie musste einfach nur leicht lachen und folgte seinem Blick einen Moment zu jener Altarnische. Ja, warum hatte sie damals Kenneth geheiratet? Weil er sie um ihre Telefonnummer gebeten hatte, weil er einfach charmant, witzig und erschreckend vielseitig für einen Anwalt gewesen war. Vielleicht auch, weil Tristan stets so begeistert von seinem besten Freund gesprochen hatte und weil Kenneth immer genau gewusst hatte, was er wollte.
Christabel stieß sich von der Wand ab und trat ein wenig näher zu Padraig.
"Was hättest du denn getan, wenn wir uns früher begegnet wären, Padraig?" Ihre Augen blitzten einen Moment leicht auf.
Ja, was hätte er getan, wenn er ihr früher begegnet wäre? Wahrscheinlich erst einmal gar nichts, denn früher war er ganz schüchtern. "Ich hätte Dich auf eine Reise in unbekannte Welten entführt. Um dann einen Ort zu finden an dem wir uns beide wohl fühlen könnten. Und wahrscheinlich hätte ich tausende enttäuschter Männer abwehren müssen." Er überlegte noch kurz. "Ziemlich sicbher hätte ich dir Serenaden gesungen. Lieder voll Feuer und Inbrunst. Aber da können wir beide von Glück reden, dass ich Dich erst jetzt getroffen habe. Mein Gesang ist nämlich eher das, was unter die geächteten Waffen zählt." Er lachte kurz und heiter auf. Dieses Geräusch wurde von der Akkustik der Ruine auf merkwürdige Weise moduliert. "Nein, wahrscheinlich hätte ich Dich zögernd angesprochen und mich ständig verhaspelt, weil ich nicht gewußt hätte, was ich sagen soll. Ich war nämlich früher schrecklich schüchtern."
"Ahaa..." Christabel nickte schmunzelnd. Dieser Mann musste eine ziemlich romantische Ader haben und irgendwie glitt das für Christabel immer leicht ins Kitschige ab, auch wenn sie es amüsant fand, was er sagte.
"Nun, ich wäre wohl schon mit einer Einladung zu einer Pizza zufrieden gewesen." Wobei sie lachte und inne hielt. "Verzeih, ich bin ja so unromantisch." Aber sie war nunmal keine Träumerin und wusste ebenso genau, was sie wollte. Viele Männer schreckte das ab. Sie trat an ihm vorbei und blickte noch einmal hinaus in den Regen, der seicht auf die Erde fiel. Schottischer Regen war wundervoll.
"Wann hat sich das geändert?" Auf seine Schüchternheit zu sprechen kommend. "Hat es sich überhaupt geändert?" Schmunzelnd sah sie zu ihm zurück.
"Nun, eigentlich hat es sich nicht wirklich geändert. Ich spreche normalerweise keine Frauen einfach so an. Allerdings bin ich nicht mehr unbedingt auf den Mund gefallen. Und ne Pizza wäre bei mir wohl auch eher drin. Immerhin war ich ja bis vor kurzem noch Student und somit per Definition immer knapp bei Kasse." Das stimmte zwar so nicht, aber von dem Vermögen, das sie durch Kilians Manipulationen hatten, sollte niemand erfahren. "Wie würdest Du denn einem Mann sagen, dass er Dir gefällt?"
"Ich nehme dich beim Wort, wenn das mit der Pizza dein Ernst ist", lächelte sie. Schließlich trat sie - wie auch schon zuvor beim Bach - kurzentschlossen in den Regen hinaus und streckte die Arme von sich. Einen Moment stand sie so da, dann meinte sie mit einem Seitenblick in seine Richtung: "Ich denke, ein Mann legt weniger Wert auf große Worte als vielmehr auf Taten." Und genauso empfand sie es auch. Was brachten ihr tausend Liebesschwüre, wenn nichts dahinter war? Aber sich mit einem Fremden über derartiges zu unterhalten ging wohl solangsam doch zu weit und so blickte sie ihn nur schweigend an.
"Hmm, ja, da könntest Du Recht haben. Wobei auch Männer mitunter schöne Worte schätzen. Aber ohne Taten bleiben es nur leere Hülsen." Er blickte sie an und beobachtete den Regen, wie er langsam ihre Kleidung durchweichte und sich dadurch ihre Konturen deutlicher abzeichneten. Und was er sah gefiel ihm durchaus. "Hat Dir eigentlich schon jemand gesagt, dass Dein Lachen befreiend klingt?"
Er würde nicht versuchen, bei seinem Flirt weiter als das zu gehen. Immerhin handelte es sich gerade um ein Spiel, oder etwas in der Art. Da würde nichts ernstes draus werden. Er hatte schließlich ganz klare moralische Prinzipien und sie war verheiratet und somit für alles weitere tabu. Außerdem war ja da immer noch die Möglichkeit, dass sie eine der Agenten war, die hier her nach Schottland ausgesandt wurden.
Vielleicht sollte er versuchen, mehr über sie heraus zu finden?
"Hm... dein Lachen gefällt mir auch." Es war natürlich Pflicht gewesen, dass sie ihm gleich zu Anfang gesagt hatte, dass sie verheiratet war; erstens gehörte das zu ihrer Geschichte, die Steven und sie hierher geführt hatte und zweitens durfte sie nichts mit jemandem anfangen, wenn sie in einem Projekt involviert war. Und daran hielt sie sich strikt, wenngleich auch ihr dieses Herumgealbere irgendwie Spass machte.
Aber auf einmal erklang eine bekannte Stimme vor den Ruinen der Kapelle: "Sarah?" Und kurz darauf trat ein etwas durchnässter Steven zu ihnen, der Padraig einen Moment musterte und letztlich grüßend nickte: "Hi."
Er war ein Mann von etwa 1,80 m mit kurzen braunen Haaren und nicht gerade schmächtig, so wie man aus Christabels Erzählung hätte annehmen können.
"Frank, was machst du denn hier? Ah... Padraig... das ist mein Mann Frank." stellte sie die beiden einander vor.
Padraig blickte überrascht hoch als diese fremde, männliche Stimme auftauchte. Als Sarah ihm Frank vorgestellt hatte, begrüßte er ihn auch freundlich, und reichte ihm die Hand. Sein Mißtrauen war wieder angestiegen und vorsichtshalber nutzte er seine Gabe um ein minimales, kinetisches Schutzfeld um seine Hand und den Unterarm zu erzeugen.
"So, sie sind also Sarahs Mann? Nun, es freut mich sie kennen zu lernen." Auch dieser Mann schien Implantate oder ähnliches unter der Haut zu haben und alleine das liess ihn immer mehr vermuten, dass die beiden Mitglieder jener Agentengruppe waren, vor dene Kilian ihn gewarnt hatte.
Wahrscheinlich waren sie hinter den Mutanten des Instituts her. Und das galt es mit aller Macht zu verhindern.
Er würde sich daher zuerst bedeckt halten, und nur im Notfall seine Kräfte einsetzen. Er bezweifelte nicht, dass er die beiden würde töten können, aber ihr Tod würde wahrscheinlich weitere Agenten auf den Plan rufen und das konnte das endgültige Aus für das Institut bedeuten.
Steven wechselte einen kurzen Blick mit Christabel und für einen nicht mißtrauischen Beobachter wäre es wohl einfach nur ein leicht eifersüchtiger Blick gewesen, den Steven seiner Partnerin schenkte.
"Ich habe dich bereits gesucht, Sarah, wir sollten zurück."
Steven hatte schon immer ein sehr feines Gespür dafür gehabt, Mutanten zu erkennen und sein Blick verhieß nichts gutes. Dennoch machte er keine Anstalten, mit Padraig kurzen Prozess zu machen - das machte kein PEMler. Zuvor bedurfte es stets vielerlei Informationen, denn Mutanten waren Menschen überlegen; vor allem erwachsene Mutanten, die ihre Fähigkeiten kannten.
"Ja, natürlich." Noch einmal wandte sie sich an Padraig.
"Es war sehr nett...vielleicht sehen wir uns ja wieder."
"Ja, das würde mich freuen. Ich bin ab und an mal hier, drüben am Loch oder in Inverness." Er verabschiedete sich etwas reserviert von Frank. Ihm war der Blick nicht entgangen, aber er interpretierte ihn als Eifersucht. Als die beiden gingen, wartete er noch, bis sie wirklich außer Sichtweite waren. Der Regen war nur noch ein leichtes Nieseln. Vielleicht sollte er Mrs Munroe oder Mr Logan von seinem Verdacht erzählen. andererseits würde das bedeuten, dass er ihnen auch sagen müsste, woher sein Verdacht kam. Einfach nur zu sagen, dass er im Wald eine Frau getroffen hatte, bei der er sicher wear, dass sie Agentin war, weil er auch ihren Mann getroffe hatte.... Nein, das klang zu dämlich. Und sie würden es ihm auch nicht glauben. Aber vielleicht war es möglich, dass er mit ihnen über dieses Geheimnis sprach und sie es für sich behalten würden. Er würde es sich noch durch den Kopf gehen lassen. Spontan setzte er sich noch einmal in das nasse Gras am Bach und begann ein Lied zu summen.
Ein Mann der mitten im Wald im Gras sass und ein Lied summte konnte nur eins sein: Stockschwul!
Der Tag schritt irgendwie voran und Logan war selbst überrascht darüber wie es ihm gelungen war sich möglich aus allem rauszuhalten und Ororo die treibende Kraft des Ganzen zu sein. Keine Frage er würde sich auch um etwas kümmern, aber nur wenn man es ihm direkt unter die Nase rieb.
Immerhin war er heute schon im Garten gewesen und hatte die Bänke und Tische aufgebaut, ER der Sklave seiner Schüler. Wirklich sehr prickelnd.
wenn man es ganz genau nahm, dann setzte ihm die Sache mit Rohey und Liam schon irgendwie zu, aber würde er darüber reden? Niemals, er hatte Xan lieber die Nase gebrochen. War der Bursche ja auch selbst schuld gewesen.
Seinem inneren Drang folgend joggte er genau deswegen durch den Wald und machte das was er ohne zweifel am Besten konnte: Sich in form halten
"Was sollte das?" Während Steven und Christabel zurück joggten. Sie sah weiterhin geradeaus, als er sie ansprach.
"Das war Zufall."
"Das war lebensmüde."
"Nun hör schon auf, was hast du gemacht?"
Sie liefen eine Weile schweigend nebeneinander, ehe Steven antwortete:
"Die Nummer eines Bekannten gefunden. Ich werde da morgen vorbeisehen."
"Fein."
Steven warf ihr einen Blick zu. "Bist du jetzt stinkig auf mich, oder was?! Ich war es nicht, der sich wie ein Idiot aufgeführt hat."
Woraufhin Tay stehen blieb.
"Jetzt hör mal zu...!"
Aber Christabel war verstummt und beide lauschten in dem Moment auf Geräusche... hörte sich wie eine Lock an, die da durch den Wald keuchte. Steven sah sich um und kniff die Augen zusammen.
Padraig blieb noch einige Zeit in Gedanken versunken. Ihm ging das Lied The Wind that shakes the Barley gerade nicht aus dem Kopf. Wie oft hatte er das früher mit Fiona gehört? Und bei ihrer Beerdigung hatte er es auch spielen lassen.
Erst sehr spät registrierte er die Geräusche, die aus dem wald kamen. es schien als würde dort jemand mit schnellen Schritten und Sprüngen entlanghetzen ohne sich Gedanken um Heimlichkeit oder ähnliches zu machen. Padraig stand auf und lief diesen Geräuschen leise entgegen. Es war Mr. Logan, der scheinbar gerade einen Waldlauf absolvierte und wohl in einer durchaus guten Form zu sein schien.
Padraig gesellte sich läuferisch neben ihn. "Hallo Mr. Logan. Wie ich sehe, sind sie auch ein Freund von Waldläufen."