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Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Er hatte sich das letzte Zimmer auf dem oberen Gang ausgesucht - kurz bevor es zu Ororos Zimmer ging - und auf der Südseite des Westflügels. Der Tag war schon jetzt ereignisreicher als er geglaubt hatte, obwohl er noch immer nicht auf Raguel getroffen war, wenngleich ihn jeder fragte, ob er jenen bereits kannte. Nachdenklich schmiss er sein Pack und seine Schuhe in eine Ecke; das alles im Schrank zu verstauen, konnte er auch später noch erledigen. Anfangs ging er lediglich im Zimmer auf und ab, ehe er sein Notizbuch hervor zog und hineinsah. Seine Pläne, warum er nach Schottland gekommen war, hatte er noch nicht aufgegeben, nur etwas verschoben. Sein Blick wanderte über die Liste von 16 Namen, zu denen jeweils Hintergrundinformationen vermerkt waren. Ganz oben auf der Liste stand Daniel Ferguson. Nichts und niemand würde diesem Mann helfen können, denn Kassander hatte nichts mehr zu verlieren.
Auch für Zoey war der Tag schon mehr als ereignissreich gewesen und er ging auch gleich weiter. Max war gefunden und aus lauter Sorge hatte Zoey ihn erstmal richtig untersucht und ihm kurzerhand ein großes Stück Fleischwurst aus dem Kühlschrank gestohlen. Wenn jemand erfuhr, dass sie die Wölfe nicht wieder ausgesetzt hatte wie es verabredet gewesen war, dann bekam sie bestimmt Ärger, aber sie brauchte es einfach nicht übers Herz sich von ihnen zu trennen selbst wenn es für de drei Welpen das Beste gewesen wäre. In ihren verschobenen Gedanken gaukelte sie sich sogar vor, dass die Wölfe ja auch bei ihr bleiben wollten und nicht wieder zurück in die böse Wildnis wollten.
Max, Snoppy und Whiskey nicht unbedingt die passenden Namen für den Nachwuchs aber Zoey sollte es mal wieder egal sein. Snoppy und Whiskey befanden sich bereits wieder in dem hochgeheimen Versteck nur Max trieb mal wieder die Neugier an, so das Zoey zum zweiten mal an diesem Tag nach dem Kleinen suchen musste.
Max selbst -von Zoey schon so sehr verzogen- war einem der neuen Gerüche gefolgt und kauerte nun vor Kass Zimmertür und scharrte mit der Vorderpfote an der Tür. Ganz so wie Zoey es ihm beigebracht hatte.
Sein Blick verengte sich etwas, als er hinüber zur Tür sah. Er musste seine tiefe Abneigung Katzen gegenüber irgendwann einmal überwinden, aber er fand diese kleinen Möchtegernlöwen einfach nervtötend. Und wenn so ein Vieh vor seiner Tür rumscharrte (war auch mal wieder klar, denn diese Tiere spürten irgendwie, dass er sie nicht leiden konnte und kamen darum demonstrativ zu ihm), dann würde es sich gleich kuschen. Mit etwas angewidert verzogenem Mund öffnete er die Tür einen Spalt und warf einen Blick auf den Gang. Seine Miene veränderte sich aber nach kurzer Zeit langsam und er öffnete die Tür etwas weiter.
"Wo kommst du denn her?" So, als würde er tatsächlich eine Antwort von dem Wolfswelpen erwarten.
Viel seltsamer war es doch, dass der Welpe ihn irgendwie zu antworten schien. Er neigte den Kopf auf die Seite und bleckte die Zähne so, dass man mit viel Fantasie meinen könnte er würde ihn angrinsen. Bellen tat er zwar nicht, dafür gab er ein Geräusch von sich und trottete seelenruhig an Kass vorbei und mitten durch seine Beine.
Immerhin schien der Kleine zu wissen was er wollte, denn gleich sprang er auf sein Bett, drehte sich dort ein paar mal im Kreis um die Beste Position zu finden ehe er sich niederließ. Er riss sein noch nicht wirklich großes Maul auf und rollte die Zunge heraus, als würde er Gähnen. Desinteressiert von dem Menschen bettete er dann den Kopf auf seine Pfoten und schloss die Augen. Erstmal ein Nickerchen
Das Verhalten des Welpen ließ ihn grinsen - natürlich; wenn dies eine Katze gewesen wäre, hätte er wohl nicht gegrinst, denn Katzen nahmen sich für seinen Geschmack einfach zu viel heraus. Aber das hier war eigentlich ein wildes Tier. Kurz nachdem es sich der Welpe so richtig auf seinem Bett bequem gemacht hatte, sah Kassander noch einmal auf den Flur. Wo war er nur hergekommen? So aus dem Wald spaziert war er ja wohl nicht. Barfuß lief er bis zur Treppe und sah hinab, doch schien keiner den Kleinen zu suchen. Noch nicht... denn er war sich sicher, dass das Tier an Menschen gewöhnt war. Letztlich schlenderte er zurück in sein Zimmer und ließ sich neben dem Welpen auf dem Bett nieder.
"Also hör zu...", so als hätte Kassander in seinen Ausführungen inne gehalten und würde nun fortfahren. "Thomas Bradshaw wohnt in Inverness in einem herunter gekommenen Appartement. Ich werde mir das nächste Woche einmal ansehen. Was meinst du?" Ein schlafender Wolfswelpe konnte ja soo desinteressiert sein!
An der Treppe war niemand zu sehen, aber recht hatte Kass schon, wenn so ein wildes Tier so vertraut mit Menschen umging und sich zeitweise sogar verhielt wie ein Hund ist es schlecht denkbar, dass der Wolf einfach so aus dem Wald spaziert ist.
Und was der Welpe von Kass Vorschlag hielt zeigte er ihm doch recht deutlich, als er sich auf dem Rücken drehte, alle Viere von sich streckte und in freudiger Erwartung auf ein paar Streicheleinheiten hechelte.
"Ach? Das gefällt dir also doch... na lass mal sehen, wen ich da noch so aufgeschrieben habe."
Er kraulte den kleinen Welpen eher gedankenverloren, während er wieder in sein Notizbuch sah. Mit Tieren hatte er nie viel zutun gehabt, so dass es ihn irgendwie selbst erstaunte, dass er die Gegenwart des Kleinen als angenehm empfand. Letztlich aber steckte er des schmale Buch wieder ein und betrachtete den Welpen.
"Wir suchen jetzt denjenigen, der sich sonst so um dich kümmert, ja? Na komm her, Kleiner..."
Chui ist auf der Pirsch... jedenfalls verhält sie sich so, was für Außenstehende durchaus seltsam wirken könnte, andererseits aber vielleicht zu ihrem Aussehen paßt. Hin und wieder, wenn es mehrere Wege gibt, hebt sie die Nase in die Luft oder geht in die Hocke um am Boden zu schnüffeln, und auf diese Weise ist sie allmählich alle möglichen Treppen hochgestiegen bis sie im Dachgeschoß landet. Wiederum zieht sie die Luft durch die Nase ein, wendet sich hierhin und dorthin, ehe sie schließlich dem Westflügel zuwendet.
Kurz zögert sie... schließlich ist es vor allem der Wolfsgeruch (wenn auch von einem jungen Wolf) der hierherführt... der Panther (he, genau! Panther, das wars!) wäre ihr lieber, vor allem weil es umgekehrt wohl genauso wäre. Aber irgendwie ist da immer diese Frau als verbindendes Element dabei, und es mag sein dass sie erstmal auf den Hund.. pardon, Wolf kommen muß, um den Rest zu finden.
Sie hört eine Stimme... sie paßt zum Geruch dieses Mannes, der vorher auch schon beim Frühstück dabei war. Die Spur des Wölfchens führt genau zu seiner Tür (Chui nimmt mal an, dass es sein Zimmer ist). Wieder bleibt sie stehen, eher unentschlossen. Was jetzt? Anklopfen und einfach fragen 'Hallo, haben Sie zufällig einen Wolf da drin? Und wo ist der Panther?' Neee... der hält mich nur für... freaky. Ihre Standardbefürchtung, die sie mal wieder ein wenig lähmt.
Kassander kommt ihr darin wohl zuvor, denn er hatte den kleinen Wolf hoch gehoben und war zur Tür gegangen, um denjenigen zu finden, der sich um das Tier kümmerte. Gerade als Chui dort angelangt war, zog er die Zimmertür auf und wollte auf den Gang treten, als er sich jemand anderen gegenüber stehen sah. Im ersten Moment konnte Kassander nicht verhindern, dass sich seine Mundwinkel leicht angewidert verzogen und er auf sie herabblickte, wie es ein Aristrokrat nun einmal bei einem Landstreicher tun würde. Aber sein Ausdruck hingegen rührte lediglich aus der Tatsache, dass er Katzen nicht ausstehen konnte. Und sie sah nun einmal auf den ersten Blick wie eine Katze aus. Aber dann besann er sich und ein kurzes Räuspern erklang, das ihm etwas Zeit verschaffte. Das war nur ein Mensch mit einer katzenartigen Mutation, also alles halb so wild. Kein Problem...
"Gehört dir der Wolf?"
Seine Stimme klang zwar nicht unglaublich freundlich, aber es hörte sich auch nicht so an, als würde er sie für... freaky halten.
Der Welpe hatte auf Kassanders Streicheleinheiten mit Wonne reagiert und ihm vertrauensvoll an den Fingern geknabbert. Wenn es nach "Klein- Max" gehen würde, würde er gern mit Kass spielen und genau deshalb schnappte er auch immer wieder nach dem Ärmel seines Pullovers um daran zu zerren. Als schließlich Chui auf der Bildfläche auftaucht hadert der Kleine offensichtlich mit sich, zunächst wird Chui angeknurrt, schließlich musste er irgendwie sein Terretorium verteidigen, Chui wird sogar angejault und irgendwann kommt es Max in dne Sinn, dass Chui eine Bedrohung sein könnte, so dass er sich gar wolfsgerecht an Kassander kuschelt, während sein kleines Herzchen vor Panik rast.
Mittlerweile hat sich auch Minou eingefunden, ähnlich wie Chui war sie einfach Max Spuren gefolgt und da nahm das Drama auch schon seinen Lauf. Aus Angst man könnte sie verpetzten oder ihr sogar die welpen wegnehmen entschied sie sich dafür einfcah nur zu beobachten und sich im Hintergrund zu halten, was bei einer Person mit ihrer Tollpatschigkeit niemals wirklich gelingen würde. Sie hält sich im Schatten der Wand auf, noch immer in ihrem schlechtsitzenden Rock gekleidt, die Haare zerzaust, aber mit klaren und fazinierendne Falkenaugen die Chui und Kass genaustens im Blick behalten.
Gerade ist Chui sowieso nicht auf einem Höhenflug, da sinkt ihr Herz gleich umso tiefer als die Tür aufgeht und der Unbekannte vom Frühstückstisch sie so ansieht, wie sie es seit jeher gewohnt ist. Was das angeht ist sie sensibel und weiß auch geringe Anzeichen richtig zu deuten (seine Gedanken dahinter kann sie dagegen nicht erkennen). Nach dem völligen Fehlen solcher Abscheu und Vorbehalte bei den anderen Lehrern und Schülern ist das wie eine ernüchternde Ohrfeige. Sie reagiert auch fast so als wäre es eine gewesen, senkt den Blick und wendet den Kopf ein wenig zur Seite.
Das Knurren des Wölfchens unterstreicht den Eindruck nur. Hunde und Menschen sehen an dir dasselbe... du gehörst nicht zu ihnen. Diesen Satz eines älteren Mitschülers im Heim hat sie nie vergessen. Erst ein wenig verspätet und nicht allzu laut antwortet sie auf Kassanders Frage: "Ich... nein, ich bin nur der Spur gefolgt... tut mir leid." Sie geht einen Schritt zurück und schaut kurz den Gang entlang, wo sie etwas zu hören glaubte. Schatten sind auch nicht wirklich undurchdringlich für ihre Augen, so stehen die Chancen gut, dass sie Minou-Zoe entdeckt.
Ersteinmal wieder abgelenkt schaut sie zurück zu Kassander... oder besser gesagt Max, denn sie schaut immer noch nicht auf. Jetzt klingt er freundlicher, aber sie ist nicht sicher ob es echt ist. Der Eindruck der ersten Sekunde, wenn die Leute sich noch nicht beherrschen, ist meistens der richtige. "Einer Frau." antwortet sie zuerst nur und blickt den Wolf an, der sich verstecken zu wollen scheint. "Hunde.. mögen mich nicht allzusehr." sagt sie ein wenig unsicher als Erklärung auf eine noch nicht gestellte Frage.
"Chui... Iijima." stellt sie sich dann auch vor, wagt es, kurz aufzublicken, ein gelbes Aufblitzen ihrer Augen, dann wendet sie den Blick rasch wieder ab... späht abermals in den Schatten. Vor allem die Augen der anderen Person kann sie recht deutlich sehen. Ob das die Frau ist, zu der der Wolf gehört? Und... der Panther? Sie will sich verstecken. Sicher wäre sie ärgerlich, wenn sie sich enttarnt sähe. Also sagt sie vorerst nichts.
Verstecken war für das was die Frau dort in den Schatten tat vielleicht nicht das richtige Wort. Zumal Max darum kämpfte von Kass auf die Pfoten gesetzt zu werden und wie immer es Zoey es auch anstellte: Sie stolperte über ihre eigenen Füße und kurz darauf jammerte sie nicht gerade leise auf. "Aua, so ein Käse."
Und dort lag sie mitten im Flur und ihre Spionagekarriere konnte sie wohl genau in dem Moment begraben.
Nun, zumindest diese Sorge hat sich erledigt. Die Fremde hat einen kleinen Unfall und zeigt sich von selbst (was nicht ganz richtig ist, für Chui war sie schon die ganze Zeit da), auf eine unabsichtliche und vielleicht sogar schmerzhafte Art, die Chuis Verlegenheit und Niedergeschlagenheit zugunsten ihrer Hilfsbereitschaft zurücktreten läßt. Sie geht rasch zu der Frau hinüber. "Haben Sie sich wehgetan? Ich helf Ihnen auf." sagt sie und hält ihr eine Hand hin.
Da riecht sie es. Die Frau... ihr Geruch war bei den Tierfährten und an dem kleinen Wolf. "Du... äh, ich meine, Sie sind es! Der Wolf gehört zu Ihnen, und der Panther, und all die anderen Tiere.. wo sind sie?" sprudelt es plötzlich aus ihr hervor, während sie die (immer noch) Fremde aus ihren hellgelben Augen anstarrt.
Kassander hatte leicht genickt. Wahrscheinlich konnte er Chui nicht begreiflich machen, warum er anfangs so reagiert hatte und so ließ er es auch. Gerade als er dazu ansetzte, sich ebenso vorzustellen, zappelte der kleine Wolf auf seinem Arm, so dass ihn Kass hinab ließ und auf den Boden setzte, während auch Zoey - wenngleich unsanfter - Bekanntschaft mit den Bodendielen machte. Bei Kassander löste es leichtes Stirnrunzeln aus, ehe auch er näher kam und der Fremden die Hand hinstreckte.