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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 96 mal aufgerufen
 Institut-Area
Ping Offline

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Beiträge: 266

25.07.2005 15:03
[07.08.] Irgendwo unter den Bäumen ... Antworten
OOC: Daher komme ich -> Zimmer 5

Irgendwo am Rande des Institutgeländes kommt Ping zum Stehen. Schöne große und viele Bäume stehen hier herum. Ihn beeindruckt diese Größe schon sehr und irgendwie verängstigt sie ihn auch. Er war nie alleine irgendwo in einem Wald gewesen. Nun aber merkt er, wie alleine man sich tatsächlich vorkommen kann.

Dann trifft es wie einen Schlag: Er war frei...

Vielleicht war er sich vorher nicht darüber bewusst gewesen, weil immer jemand drum herum stand und aufpasste oder aber die Mauern in einsperrten.
Und: Er ist alleine. Keine Seele dort, nichts außer einem Eichhörnchen, dass dort hinunter schaut von einem Ast hochoben.

Er lässt sich auf den Boden fallen, nicht ganz wissend, ob er glücklich sein sollte ... Ein Teil seines Herzens pochte so schmerzend, dass er wusste, dass es sich nur um tiefstes Glück handeln konnte -

Die ersten Tränen sammelten sich in den Augen, als er sich darüber bewusst wurde, dass er wirklich alleine war und denken konnte, was immer er wollte. Er rutschte rückwärts an einen Baum heran, drückte sich dort zwischen den Wurzeln an das harte Holz, als suche er einen kleinen Fleck von Geborgenheit inmitten der großen Weiten einer unbekannten Welt. Und dann kam alles hinaus. Die letzten Jahre, die er so tief in sich verschlossen hatte überfielen ihn und pressten ihn viel näher an mù heran. Die Tränen strömen sein Gesicht hinab, ein Schluchzen bricht hervor und er ist kraftlos, es zurückzuhalten und dann wirkt es befreiend und er gibt ihm sich hin, während die letzten Jahre vor seinem inneren Auge verstreichen.

...

Langsam spürt er sich zur Ruhe kommen. Er sprach flüsternd die Sprache seiner Heimat, denn hier hört ihn keiner, hier war er frei. Und er hat diese Spache jetzt so lange nicht gehört. Etwas dass sein Vater ihm einst gesagt, einen kleinen Halt, auf den er sich immer konzentrierte, wenn er keinen Ausweg mehr sah:

"he bao zhi mù, sheng yu hao mo"

Ein Baum von mehreren Spannen Umfang wächst aus einem zarten Sproß,

"jiû céng zhi tai, qi yu lei tû;"

die Pagode der neun Stockwerke entsteht aus einem Haufen Erde.

"qian li zhi xíng, shi yu zu xiâ"

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.

OOC: sry, aber habe leider die Akzentsetzung für die meisten Worte nicht gefunden

Ping Offline

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Beiträge: 266

25.07.2005 16:53
[07.08.] Irgendwo unter den Bäumen ... Antworten
Es ist fast wie eine Erleuchtung, als er all diese Metaphern um sich herum zu verstehen glaubt. Natürlich! mù ist gerade der richtige Führer. Es könnte fast so wirken, als schmiege der kleine Junge sich an die Wurzel, an die er sich herangelegt hatte. Die Tränen trockneten auf seinen Wangen.

Er steht auf, schließt seine Augen, lässt dieses neue Gefühl sich durch seinen Bauch hinfort ausbreiten. Es erfüllt ihn gänzlich. Er lächelte, doch das bemerkte er nicht. Er stellt sich in den li zheng, breitet seine Arme langsam auf. Er ist der Baum.

Die Bewegungsabläufe fallen ihm im Nu wieder ein. All die Jahre hatte er sein Training nur dem Kampf gewidmet, einzig trainiert, um die Tradition nicht gänzlich in Vergessenheit geraten zu lassen, die Strafen dafür stets erduldet. Er hatte völlig vergessen, dass sein daò ihm vielleicht viel mehr angedacht haben könnte. Er lächelt und seine Gedanken verschmelzen mit der Umgebung, werden frei, über allem schwebend, während sein Körper ganz von selbst langsam, bedächtig und grazil die Form weiterführet und vollendet ...

Ping Offline

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Beiträge: 266

26.07.2005 17:25
[07.08.] Irgendwo unter den Bäumen ... Antworten
Er fühlt sich so klar, als er so dasteht. Was immer nun vor ihm liegen mag, im Sinne von mù beginne der Tag erst.

Er lächelt und stürzt plötzlich vor. Er nutzt den Platz, wovon so viel da ist, wie lange nicht mehr. Der erste Salto misslingt ihm und er klatscht etwas blöd auf dem Boden auf. Er geht es noch einmal langsam an, wiederholt innerlich alles, was er einst gelernt hatte und bald hat er auch wieder das meiste nachgeholt, was er in den letzten Jahren nur so eingeschränkt bewahren konnte und ist warm. Dann hechtet er vor, Sprünge, Tritte, Schattenboxen, wieder ein Sprung, ein angeschlossener Fußfeger. Über eine Stunde lang entreißt er seinem Körper, was er ihm an Energien entreißen kann ohne dabei auch nur einmal wirklich zur Ruhe zu kommen. Natürlich ruft er dabei aus, kurz vor der Ankunft seines Schlages auf den imaginären Gegner. Es gibt mehr Kraft, so sprach einst sein Vater ...

Ping Offline

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Beiträge: 266

28.07.2005 15:06
[07.08.] Irgendwo unter den Bäumen ... Antworten
Ping kippt völlig KO um. Er hat wieder seine Schmerzgrenze nicht richtig eingeschätzt. Er spürt das zucken seiner Muskulatur. Wie sollte man so einen Aufbruch gestalten?

Er liegte eine Weil nur da, als ihm auffällt, dass es dämmert und doch schon etwas frischer wird Gerade für ihn wirkt es hier, wo immer das Institut stehen mag, sowieso nicht so besonders warm.
.
Mit all seinem Willen rafft er sich wieder auf. Es wirkt ein wenig betrunken, wie er so daher stolpert. Er denkt überhaupt nicht darüber nach, dass er gerade tatsächlich zurück zu dem Institut humpelt. Wenn er aber auch nur eine Stimme hört, konzentriert er sich wieder und lässt sich nichts anmerken. Sein Stolz ist einfach zu groß...

Hier gehe ich hin: Dachgeschoss - Irrgänge eines kleinen Jungen

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