Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Erinnerung war etwas Seltsames... sie verhielt sich meistens so wie die Wahrnehmung. Im Laufe der Zeit veränderte sie sich und oftmals nahm man sie letzten Endes als etwas Positives wahr. Man sagte nicht umsonst, Zeit heile alle Wunden. Aber das war nicht ganz richtig. Manches ließ sich nicht weglügen oder mit der Zeit beschönigen.
Und das hatten die auch gewusst. Oh, es war nicht so, dass sie alles verändert hatten, sie hatten ein paar Tatsachen lediglich ausgelöscht. Mitunter sein Gewissen? Manchmal war es ihm so vorgekommen. Jeder Handgriff war mechanisch, emotionslos gewesen. Aber er hatte auch nichts getan, um sich dagegen zu wehren. Er hatte einfach weiter gemacht.
Ja, die Frage war, wer von ihnen beiden schlechten Umgang gehabt hatte: Er oder doch eher Dorian? Er kannte die beiden Brüder schon von einer früheren Begegnung und damals waren sie nicht die netten Jungs von nebenan gewesen. Aber wenn man es genau nahm; er auch nicht.
Nolan hatte keinen Blick für die Bücher, die dort in den Regalen standen. Er war ans Fenster getreten, um einen Blick hinaus zu werfen und sich zu orientieren. Wahrscheinlich sah man ihn nicht als Gefangenen, so dass er sich hier im Institut einigermaßen frei bewegen konnte... oder aber die O'Reilly hatten ein besseres Loyalitätssystem als Genethics.
Wohl eher nicht.
Sah man von einer Tatsache ab.
Dorian vertraute ihnen.
[Ich hoffe.... ich störe nicht, falls doch einfach sagen... dann hau ich schnell wieder ab.]
Willow verließ ihr Zimmer ziemlich flink, sie hatte am gestrigen Tag ein durchaus interessantes Buch in der Bibliothek gesehen, doch hatte sie sich schon einen ziemlich großen Stapel auf die Arme geladen und so wollte sie sich dieses Buch am nächsten Tag krallen.
Mit schnellen Schritten näherte sie sich der Bibliothek und ging zielstrebig auf das Regal zu, in dem sie dieses Buch gesehen hatte. Fast schon wäre sie einfach an Nolan vorbeigegangen, doch dann hielt sie in ihrer Bewegungen doch kurz inne.
"Guten Tag", sie ließ ihren Blick kurz über seine Erscheinung wandern, dann wollte sie auch schon weiter.
Nolan hatte bereits die Tür gehört, die aufgestoßen worden war. Aber er hatte es nicht für nötig befunden, seine Aufmerksamkeit in diese Richtung zu lenken. Erst als ihn Willow grüßte, drehte er den Kopf langsam zur Seite und musterte sie.
"Hi."
Tief, bedrohlich, seltsam rau (und desinteressiert?) klang seine Stimme in diesem einen Wort. Und da der Raum mit derartigen Wänden nahezu dafür geschaffen war, hallte sie sogar ein wenig nach. Es war nichts Kühles darin, es klang auch nicht sonderlich herzlich. Vielleicht war dieses Hi einfach nur abwartend. Wenn Willow kurz darauf auch schon weiter wollte, würde sie Nolan nicht davon abhalten. Er stand weiterhin mit verschränkten Armen am Fenster und würde auch weiterhin hinaus sehen, wenn ihr Weg sie weiterführte.
Ihre Neugier war wieder einmal stärker und so blieb sie doch stehen.
"Kann ich Ihnen helfen? Suchen sie was oder warten sie auf Jemanden?", am Liebsten hätte sie ihm noch mehr Fragen gestellt, aber so unhöflich wollte sie dann doch nicht sein.
Ein leichter warmer Wind umspielte Will und Nolan wird wohl auch etwas davon mitbekommen, schnell versuchte sie ihre Haare wieder zu ordnen.
"Verzeihung... ich bin sehr neugierig... mein Name ist Willow Grant... ich bin hier Referendarin", schenkte ihm bei den Worten ein sanftes Lächeln.
Sein Mundwinkel verzog sich zu einem kurzen Grinsen, aber dann besaß er doch genug Höflichkeit, sich ihr ganz zuzuwenden und die Arme sinken zu lassen.
"Frage Nummer 1: Ich denke nicht. Frage Nummer 2: Wenn, dann würde ich es mit einem Blick in den Garten bestimmt nicht finden. Obwohl wir uns über ein Sandwich unterhalten könnten. Und Frage Nummer 3: Im gewissen Sinn; ja. Aber das hat noch Zeit."
Wind. Er mochte den Wind. Das hatte allerdings nichts mit Haaren zu tun. Warum sie in einer Bibliothek war, brauchte er nicht zu erfragen, stattdessen konkretisierte er seine Frage gleich: "Und welches Buch suchen sie... Willow Grant?" Ob er seinen Namen mit Absicht nicht preisgab? Vielleicht war er ja doch unhöflich. Oder aber einfach ein seltsames Geheimnis, das plötzlich in der Bibliothek des Instituts stand. Einer von Karls Geistern, die er gesehen hatte?
"Ahja.... ok... ich kann ziemlich gute Sandwiches machen....", erwiderte sie nicht ohne ein Grinsen.
"Ich suche nicht nach einem Buch, ich weiß schon wo ich es finden kann...", alles musste er nun auch nicht wissen.
Immerhin hatte er ihr noch nicht mal seinen Namen verraten. Lässig lehnte sie sich an das Regal und sah ihn ruhig an, ihre Augen waren ziemlich hell und klar, wie ein Eisberg, doch sicher wirkten sich nicht so kalt. Dafür waren ihre feuerroten Haare umso wilder und überhaupt nicht zu bändigen.
Nolan erwiderte das Grinsen und jetzt hatte sie seine ungeteilte Aufmerksamkeit. "So... können sie das? War das ein Angebot? Wenn ja, sind sie von mir engagiert." Wenn sie jetzt aber dachte, dass sie so schnell davon kommen würde, hatte sie sich getäuscht, denn Nolan war jemand, der kein Blatt vor den Mund nahm.
"Und der Titel des Buches?"
Eben. Er war hier nämlich der neue Bibliothekar. Was denn? Er sah nicht so aus? Gut, das mochte stimmen. Nichts desto Trotz wandte er sich den Regalen zu und ließ seinen Blick über die Buchrücken schweifen. "Wenn ich ihnen das richtige herausziehe, führen sie mich hier im Gebäude herum. Steht der Deal?"
Kurz sah er über die Schulter zurück und zwinkerte, ehe er sich wieder den Büchern zuwandte und überlegte. Letztlich griff er eines heraus und hielt es ihr hin. Es trug den Titel: "Humanbiologie". Ob er ihr damit etwas sagen wollte? Aber sein Gesicht blieb vollkommen ernst dabei, er hob lediglich eine Braue.
"Nun?" Sie konnte jetzt die Wahrheit sagen. Nämlich, dass er das falsche Buch heraus genommen hatte. Oder eben lügen... je nachdem, ob sie seiner Bitte nachkommen wollte oder nicht. Nehmen sie Tor 1 oder Tor 2?
Es war nicht so, dass Dinand den Leuten im Institut aus dem Weg ging…doch eigentlich ging er den Leuten aus dem Weg. Dabei war er eigentlich ein ganz angenehmer Zeitgenosse. Nicht nur was seine Musik anging, die eigentlich jeden berühren sollte, der auch nur ein bisschen Herz im Leib hatte.
Aber er war nun mal niemand der seine zum größten Teil Unsicherheit offen zur Show stellte. Er war zwar um einiges älter doch eigentlich war er genauso wie die verschreckten Kinder die hier ins Institut kamen. Er musste auch erst einen Weg finden mit seiner Mutation umzugehen und diesmal war es nicht die Musik allein die dabei half.
Weil es eben die Musik war, die sich als seine heimtückische Geliebte heraus gestellt hatte führen ihn seine Wege heute in die Bibliothek. Eigentlich wollte er sich schon wieder in seine eigene kleine Welt zurück ziehen als er die Stimmen hörte, aber das brachte ihn nur wieder darauf, dass er ein erwachsener Mann war und wenn er nun nicht begriffen hatte, dass man vor sich selbst nicht davon laufen konnte, dann war einiges im in seinem Leben falsch gelaufen.
Zum Teufel, es war einiges falsch gelaufen.
Er gab sich mehr oder weniger einen Ruck, als er schließlich eintrat. „Hallo zusammen.“ Sein Tonfall war locker, sympathisch irgendwie aber da worauf es ankam war seine Stimme. Nun ja er war Sänger und wenn seine Stimme andere nicht in den Bann ziehen konnte dann musste er sich eingestehen, dass er den Job wirklich verfehlt hatte.
Er war recht schnell dabei sich ein Buch aus dem Regal zu ziehen und sich auf einen der Sessel nieder zu lassen. Dinand knipste sogar die kleine Leselampe an. Bevor er das Buch aufschlug fischte er in seiner Brusttasche nach einer seiner letzten Zigaretten und entzündete sie. Dann schlug er das Buch auf und begann zu lesen, bis ihm eine bessere Beschäftigung einfiel.
Nachdem sie mit Brian ausgiebig die Halle angeschaut hatte, wollte er unbedingt in die Bibliothek. Also schob sie ihn in die Bibliothek wo sie sofort den Zigarettenrauch wahrnahm
"Hier ist Rauchen nicht erlaubt. Im ganzen Schulgebäude ist es verboten, wenn ich mich richtig erinnere."
Sie blickte den Jungen an, der da im Sessel saß und grüßte Willow und ihren Gesprächspartner mit einem Nicken.
Brian lächelte den Anwesenden zu und grüßte freundlich.
Seine Augen glänzten als er die Bücherregale sah und er drehte sich zu Ele um. Ob sie eine Weile hier bleiben könnten war seine nächste Frage und sie bejahte lächelnd.
Sie beugte sich zu ihm runter.
"möchtest du allein auf Entdeckungsreise gehen?"
Brian nickte und setzte mit einer Hand den Rollstuhl in Bewegung um an das nächst stehende Regal heran zu rollen.
Dinands erste Reaktion auf diesem Kommentar war zügelloser Ärger. Sein Leben lag in Schutt und Asche und diese Dame kam hier hinein ohne ihn zu begrüßen sondern ihn erstmal zu maßregeln, dass Rauchen hier nicht erlaubt war.
Gut das würde auch erklären warum hier keine Aschenbecher standen.
Dinand hingegen hatte sich mit keinem Müh anmerken lassen ob er sie überhaupt gehört hatte. Vermutlich war es einfach ihr Job hier einfach mal herum zu motzen und sich um Dinge zu kümmern die sie nichts angingen.
Er blätterte die Seite im Buch um und tat das mit genau der Lässigkeit für die er unter Frauen als absoluter Ladykiller galt. Demonstrativ zog er an seiner Zigarette und legte sogar seine Füße auf dem kleinen Tisch ab ehe er sie überkreuzte. Wieder zog er an seiner Zigarette aber diesmal blätterte er nicht nur die Seite im Buch um sondern er holte einen kleinen, silbernen, polierten Flachmann aus seiner Jackeninnentasche aus der er einen Schluck Whiskey trank.
War sie fertig mit den Belehrungen? Sie stand ihm im Licht.
Elanora lachte schallend, als er den Flachmann hervorzog.
"Pass auf, dass du nicht auf den Teppich kotzt oder dir in die Hosen machst. Ich bin Eleanora Fraser und die Schulsekretärin hier. Wenn ich dich also bitten dürfte, die Zigarette auszumachen? Hier stehen jede Menge Bücher denen der Tabakqualm nicht unbedingt gut tut.
Und mal abgesehen davon, ist es nicht erlaubt."
Der Junge war ein Rebell und kam sicher mit Zurechtweisungen nicht gut klar, aber es gab nun mal Regeln und es war eine Schule.
Also schaute sie ihn lächelnd an, während sie immer wieder einen kurzen Blick zu Brian warf, ob er zurecht kam. Aber er war beim Stöbern und schien total versunken.
„Oh, die Frau Schulsekretärin.“ Durch seinen niederländischen Akzent schaffte er es irgendwie seine Stimme voll Zynismus nur so klingen zu lassen. Allerdings sah er immer noch nicht auf sondern rauchte seine Zigarette und trank nun ab und an einen Schluck aus seinem Flachmann. „Ich bin schier begeistert.“ Es war wirklich so, dass Dinands Stimme einfach ein ganz großes Plus war. Wenn man eine Stimme beschreiben sollte, dann dürfte sie sich einen eine große Tasse Kakao vorstellen mit einem heimlichen Schluck Whisky. All die Nuancen hatte seine Stimme.
Nun sah er doch auf und eigentlich war Dinand nicht der Mensch der Streit anfing, allerdings ging er auch keinem aus dem Weg. Seine Augen waren tiefbraun und wenn in ihm so viele verschiedene Gefühle tobten dann glänzten seine Augen ganz sonderbar, beinahe so als müsste er jeden Moment anfangen zu weinen.
„Es ist also nicht erlaubt?“ fragte er Sicherheitshalber noch mal nach und neigte den Kopf auf die Seite. „Verklagen sie mich doch...“
Dann sah er wieder in sein Buch und las einfach weiter um den Jungen tat es ihm Leid, selbstredend.
„Und bitte…lachen sie nicht noch einmal so penetrant auf. Für die feinen Ohren eines Musikers ist das die reinste Folter.“
Sie hatte ihn auf einen ganz falschen Fuß erwischt. Er war keiner der Schüler und wenn er nun mal von einer Brücke springen wollte dann war das sein Bier genauso wenig hatte es sie zu interessieren wenn er hier rauchte. Logan oder Scott würden ihn schon zur Schnecke machen
Eleanora wollte gerade den Mund aufmachen um dem Bengel einige gepflegte Worte an den Kopf zu werfen, da kam Brian heran gerollt.
Lächelnd schaute er Dinand an und begann zu reden.
"Deine Stimme ist sehr schön, so klangvoll und warm. Singst du viel?"
Brian sprach langsam aber ohne Stocken und ohne Suche nach Wörtern oder Satzzusammenhängen. Seine Ähnlichkeit mit Ele war groß und wäre nicht das eine Auge milchig weiß gewesen, wäre kein Makel auf dem Jungengesicht gewesen. Eine Hand lag verkrümmt auf seinem Schoß und auch ein Bein schien verkümmert zu sein. Aber es wurde durch eine Decke den Blicken verborgen.
Brian war eine Frohnatur und hatte ein freundliches Gemüt. Er haßte Streit und laute Worte und er wußte ganz genau, dass Ele kurz davor war, dem jungen Mann einiges an den Kopf zu werfen. Oh ja er kannte seine große Schwester gut, besser vllt. als sie sich selbst kannte. Und so war er heran gerollt und schaute nun fragend zu dem Jungen Mann.
Sen erster Gedanke war es, das der Junge vermutlich genauso nerven konnte wie die Schwester, aber es war einfach so, dass Dinand schon immer Kinderlieb gewesen war und das hatte rein gar nichts mit der vorhandenen Behinderung des Jungen zutun.
Dinand lächelte und sein Lächeln war trotz seiner so hart wirkenden Worte von gerade eben warm und einnehmend. „Danke Brian.“ Seine Frage beantwortete er ihm allerdings nicht.
„Sei mir nicht böse, ja?“ Waren es nicht gerade die Menschen mit Handicaps die vorurteilslos behandelt werden wollten? Bei Dinand war es jedenfalls der Fall. Er sah nur den Jungen nicht seine Einschränkung. „Wir unterhalten uns ein andermal. Ich möchte gern lesen.“
Und mit einem recht scharfen Blick zu Ele fügte er hinzu. „Und in Ruhe meine Zigarette rauchen.“ Jetzt doch erst Recht! Deswegen nahm er einen Zug und wäre die Zigarette geraucht hatte er immer noch eine und vielleicht würde er sich einfach so um sie zu ärgern gleich eine neue Schachtel kaufen.
"Ja... das war eigentlich ein Angebot", sie schmunzelte und nickte zugleich.
"Ok Mister... dieser Deal steht!", ihre Augen funkelten herausfordernd.
Als er sich dem Regal zuwandte wurde aus dem Schmunzeln wieder ein Grinsen, sie war richtig gespannt auf seine hellseherischen Fähigkeiten.
Als er ihr das Buch zeigte, neigte sie ihren Kopf auf die Seite.
"Nicht schlecht... aber sie haben sich um eines vertan", sie trat an seine Seite und zog das nächste Buch aus dem Regal, es trug den Titel "Molekulare Biotechnologie", knapp danaben ist auch vorbei. "Aber ich zeige ihnen auch so gern das Gebäude, falls sie es noch wollen.... doch... kurz müssen sich mich entschuldigen", sie wandte sich von ihm ab, denn sie hatte Zigarettenrauch in der Bibliothek wahrgenommen und das ging in ihren Augen nun wirklich nicht.
"Sorry... können sie mal kurz halten?!", sie wartete Nolan´s Antwort gar nicht ab, sondern drückte ihm das dicke Buch einfach in die Hand und ging mit energischen Schritten auf Dinand zu und nahm ihm einfach den Glimmstengel aus dem Mund.
"Hier wird nicht geraucht....!", sie sagte das mit solchem Nachdruck und einem Funkeln in den Augen, dass er wohl kurz erschrecken würde. Ein eisiger Wind umwehte sie und schlug auch dem Raucher ebenfalls kurz kalt ins Gesicht.
"Das will ich hier nicht noch einmal sehen.... verstanden?"