Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
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nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Es war gerade nach dem Unterricht am 11.12.2005 das Logan in dem so steril wirkenden Raum auf und ab ging. Dürfte er mal ehrlich etwas anmerken? Er hatte keine Lust mehr. Egal um was es sich handelte, er hatte einfach keine Lust mehr. Es wurde Zeit, dass Ororo nach Hause kam.
Und obwohl er wieder einmal die Ausgeburt der schlechten Laune war, gab es Ereignisse und Geschehnisse die er mit dem Team besprechen musste, schließlich waren sie ja genau dafür ein Team. Im Gegenzug gab es aber auch eine Dinge die wichtig waren die er im Leben nicht mit dem Team besprechen würde.
Er hasste es regelrecht sich eingestehen zu müssen, dass er sich Sorgen um Scott machte obwohl der Junge nun wirklich auf sich allein aufpassen konnte (noch so eine Sache die er nicht zugeben wollte).
Konnte Logan ebenfalls noch mal kurz anmerken, dass er eher ein Kämpfer war und kein Planer? Das hieß zwar nicht, dass er planlos war, schließlich konnte im Chaos auch Plan stecken, aber Scott fehlte jetzt schon.
Er hatte so was wie den X-odusischen Code Red ausgerufen. Das bedeutete, dass die Teammitglieder die bereits einen Chip implantiert hatten sich allerschleunigst im Briefingroom einzufinden wenn sie nicht wollten, dass Logan einfach mal einen Affentanz veranstalteten.
Die bekannten Mappen fehlten heute, schließlich war er nicht Scott selbst wenn er –so in Ororos Gedanken- Kaffee gekocht hatte (den man unter Garantie nicht würde trinken können). Ebenfalls lagen Blöcke und Stifte auf dem langen Tisch bereit.
Er würde es selbstverständlich nicht zugeben, aber er fühlte sich einsam wie noch niemals zuvor in seinem Leben. Hoffentlich würde alles gut werden.
[ooc: Ich bin ein Honk. Natürlich ist der 11. 12. ein Sonntag (danke Jean, wer lesen kann und nachdenken ist klar im Vorteil!) Sprich alle werden sofort zusammen gerufen. Boah...und sowas passiert mir als eSeL, wie peinlich /ooc]
Jean hatte an diesem Sonntag einiges zu erledigen. Karl in seinem Bett, das durch einen Vorhang vom Rest des Krankenzimmers abgeschottet war. Caitlynn die ebenfalls in diesem Zimmer lag, der es augenscheinlich aber besser ging und dann noch diverse Dinge, die sie in ihrem Kopf hatte, die zu erledigen waren, obwohl es nicht ihr Plan war. Es fiel nicht auf, dass sie sich in ihrem Büro eingeschlossen hatte, ebenso gut hätte sie irgendwo sonst sein können. Das Licht war auf jeden Fall aus und sie trat in die Speedröhre. Die übliche Prozedur der Erkennung folgte, auch wenn sie diese nicht wirklich mitbekam.
Wenige Augenblicke später, klapperten ihre Schritte durch die kahlen Gänge der Subs. Sie trug ihr Lederoutfit, dass nicht nur wegen der kurzfristig einberufenen Versammlung angebracht war, sondern auch, weil es ähnlich wie Caitlynns Anzug über diverse Extras verfügte, welche zum Beispiel sprunghaften Temperaturwechsel ausgleichen konnte und die Subs zu heizen, brachte bei weitem kein mollig warmes Klima, wie im altertümlich, heimeligen Institut.
Erst vor einigen Stunden hatte sie Tyler hier unten im Krankenflügel geröntgt und seinen Arm in Gips gelegt, nun aber war sie auf dem Weg zum Briefingraum, den sie schließlich auch erreichte. Logan wirkte, wie ein Tier, dass sich freiwillig hier eingesperrt hatte, zumindest im ersten Moment. War er unruhig?
Jean blieb auf jeden Fall erst einmal im Eingangsbereich stehen und betrachtete Logan. Vielleicht konnte sie ihm ja doch helfen, irgendwie.
Wenn der Logi ruft, dann eilt natürlich die ganze Mannschaft, selbst wenn man Sonntags (!!!) weitaus besseres zutun hatte. Nehme man(n) mal einfach den Liam. Der hatte sich wiederum bei den McNaras einfach zum Kaffee eingeladen (um ganz unerheblich nachzufragen ob sie etwas über die neue Nachbarin in Erfahrung gebracht hatten.)
Sariel für seinen Teil hatte sich von seiner Verletzung am Oberschenkel erholen wollen und musste darauf acht geben, dass er nebenbei nicht einfach seinen Kopf verlor. Es war gestern ein sehr feucht fröhlicher Abend gewesen (mehr feucht als fröhlich) und so war er einfach noch ein bisschen lädiert. Selbst wenn er heute Morgen schon in der Messe gewesen war.
Fürs erste setzten sich die Cousins einfach auf die noch ziemlich freien Plätze und da Liam, Jean schon eine ganze Weile nicht gesehen hatte winkte er ihr fröhlich zu. Sariel brummte hingegen nur etwas Undefinierbares und hob die Hand um Chef und Jean zu begrüßen. Wenig angemessen lümmelte er sich auf seinen Stuhl, fischte die schon vermisste Zigarette aus seiner Hosentasche und nahm den Kaffee mit Freuden den Liam ihm brachte. Wo war Rohey und wo Raguel? Sie würden vermutlich schon noch aufschlagen.
auf ihrem weg durch das gebäude hat jean - vielleicht wissentlich, vielleicht auch nicht - durch ihre flammende korona einen geist angelockt der nun darin treibt und an ihr haftet. ohne viel augen für seine umgebung zu haben, zumindest momentan, nimmt er wie häufiger einen moment der ruhe daraus... sich in diesen flammen zu nähren. zu stärken und in dieser hitze zu baden. erst als sie in die tiefen der subs gelangt löst er sich etwas irritiert von ihr und treibt umher. dieses gelände ist ihm völlig unbekannt... dabei irren ihm doch erinnerungen durch den geist, alles was er hier fand betrachtet zu haben? langsam keimt das verstehen auf, das sich das hier... in der tiefe befinden musste. und er neigt ja eigentlich nicht dazu, seinen leib durch die erde zu schicken um ihre tiefen zu erkunden... was für eine faszinierende welt, hier unten!
["sofort" ist ein so weitläufiger Begriff - ne Uhrzeit im Threadtitel wäre netter, jetzt wo wir wissen, dass sonntags kein Unterricht ist.]
Remy hatte ihn irgendwann am Morgen besucht, um ihm zu sagen, dass Cait aufgewacht war. Tyler war gerade auf dem Weg in den ersten Stock gewesen, um sie zu besuchen, als der externe Comlink an seiner Kette losging. Es war nicht dasselbe Modell, wie diese Nackenimplantate, aber Logan oder Scott oder Hank oder wer auch immer diese Dinger gebaut hatte, war so nett gewesen, seines so klein und leicht zu gestalten, dass es problemlos neben seinen DogTags an der Kette Platz fand und dabei aussah wie eine harmlose Kapsel, in der man Dinge aufbewahren konnte.
Es war wirklich praktisch: die Kette hatte er immer bei sich und so musste er nicht erst nachdenken, ob er das Gerät dabei hatte. Und das leichte Vibrieren auf der Haut bemerkte er allemal. Unauffällig und doch nützlich, für Notfälle eben. So wie der mit Cait... nur da hatte er nicht an den Sender gedacht. Bestimmt würde er das nochmal von Summers zu hören bekommen. Mal wieder. Aber in der Situation hatte er ohnehin nur Cait im Kopf gehabt.
Diskretion in einer Alarmsituation... für Tyler bedeutete es nur, dass er nicht die Speedröhre neben seinem Zimmer benutzte. Stattdessen machte er kehrt, ging wieder nach oben und folgte dem Flur im Dachgeschoss, als würde er Padraig besuchen wollen. Ty nahm, nachdem er noch einmal beim Abbiegen hinter sich den Flur entlanggesehen hatte, die Speedröhre hinter der letzten Kurve.
Unten musste er sich nochmals neu orientieren, schliesslich war er noch nie von hier aus zum Konferenzraum gegangen. Es war kalt hier unten und er trug lediglich seine Joggingsachen. In seinen Anzug hätte er sich ohnehin nicht quetschen können, das verhinderte der dicke Gips, der seine rechte Hand und seinen Arm bis kurz unter den Ellbogen umschloss.
Im Konferenzraum war es ein wenig wärmer, aber nicht viel. "Hi," meinte Ty zu allen Anwesenden, bevor er Logans Blick sah. Mann, so wie sein alter Lehrer aussah, musste ja mächtig was am kochen sein. Ty liess sich in den Sessel sinken und unterdrückte ein Gähnen. Er hatte in den letzten beiden Tagen nur ein paar Stunden geschlafen. Die restliche Zeit hatte er ohne Pause neben Caits Bett gesessen, so lange, bis Remy ihn abgelöst und auf sein Zimmer geschickt hatte.
Er müsste auch jetzt wieder oben bei ihr sein. Jean ist ja hier, dachte Ty und schon in der nächsten Sekunde: Ich sollte da oben sein und er hier unten. Fürs Team bin ich ja wohl vorläufig nutzlos.
Innerlich gegen Müdigkeit, Anspannung und Kälte ankämpfend, erwartete er die Ankunft der anderen.
Wo ist denn Scott, der ist doch sonst nie unpünktlich? Der Typ kam doch bestimmt schon einsatzbereit zur Welt.
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So einfach wie Karl oder jener Geist sich das gedacht hat ist es leider nicht. Gerade Jean weiß um die Kräfte und Mächte die hier wirken ohnehin, diesmal ist der Junge oder dessen Geist, seine Bewusstseinsebene oder einfach das Astralleben der ebenfalls die erdrückende Präsenz zu spüren bekommt.
Es verhält sich so, dass Jeans Geist berührt wird es ist beinahe wie ein Scan der so eben und so leicht ist wie der Hauch eines Schmetterlingflügels. Es geht rein gar nichts Bedrohliches davon aus, es ist lediglich eine Sicherheitsmaßnahme und es ist das Bauchgefühl was dieses auch als jenes erkennt. Doch Jean kennt das Gefühl, dass in seiner Intensivität lediglich zunimmt wenn Gedanken on Geist zu Geist geschickt werden wie es mit dem Comlink der Fall ist.
Als zwar bereits gespeicherte Präsenz erkannt schleicht sich diese Macht nach und nach in das Bewusstsein der Korona und trennt den Geist von eben jener. Es ist eine Verlockung, ein Versprechen, der unentziehbare Drang der den Geist wieder nach zurück schickt. Es ist das Gefühl von Schmeicheleien die den Geist umgarnen und sich langsam, Schritt für Schritt seiner bemächtigen um ihn schließlich zwar im sanften aber unerbittlichen Griff zu halten. In den Subs ist kein hinein kommen für Personen, Wesen, Geister und ähnliches. Nichts was nicht die ausdrückliche Erlaubnis dazu hat.
Nicht gewillt und nicht bereit dazu sich in Belange einzumischen die nicht die seinen sind wird der Geist lediglich an den Ort geführt wo er herkam. Erst da wird sich der Griff um ihn herum lösen.
Überraschung, Überraschung! Remy trat durch die Tür in den Konferenzraum, und er kam direkt frisch von der Krankenstation. Unauffälliger als DAS gings nun wirklich nicht, denn höchstens Cait hätte sehen können, dass er im Büro verschwand. Und vor IHR musste er das ja nun wirklich nicht verheimlichen.
Er hatte ein Buch dabei, dasselbe Buch, das er in der Krankenstation gelesen hatte, als er dort die Krankenwache schob. Es war eines der Bücher von Pater MacGillivray, das er sich nach dem Besuch des Priesters aus Scotts Büro ... nunja... geliehen hatte. Nun legte er es auf den Tisch und setzte sich.
Natürlich bemerkte er die Anspannung im Raum und natürlich sah er auch sofort Tylers besorgten Blick.
"Keine Angst, es geht ihr gut. Sie sagt, dass sie klingelt, wenn sie was braucht. Aber es geht ihr mit jeder Stunde besser, okay?"
Gut, jetzt wo der Junge wieder etwas entspannter aussah, konnte man ja mit der Sitzung anfangen, n'est-ce pas?
Eigentlich war er noch immer nicht ganz hier sondern in New York. Dieser Code Red war ja wirklich ganz toll, aber warum musste er unbedingt sonntags losgehen? Gut, er war wohl wirklich jemand, der noch lernen musste was es hieß ein X-odus zu sein. Immerhin passte er wieder in seine Kleidung und musste nicht auf Kinderkonfektionsgrößen zurück greifen. Das war ja schon einmal positiv. Aber wie ihm schwante, war das auch das einzig Positive, das ihn heute erwarten würde.
Er grüßte die bereits Anwesenden mit einem Nicken und setzte sich auf seinen Platz. Auch ihn wunderte es ein wenig, dass Mr. inmirticktdieWeltuhr Summers noch nicht da war, aber das hatte gewiss einen besonderen Grund. Sollte er es noch einmal betonen? Er wäre jetzt viel lieber bei Ororo und ihren wirklich...wirklich versalzenen Spaghetti. Einen kurzen Moment huschte ein Grinsen über seine Lippen, aber es war auch genauso schnell wieder fort und sein Blick schweifte in der Runde. Auf Sariel konnte er auch gut und gerne verzichten.
Es ging ihr sogar ziemlich gut.
Lüge!
Aber als Remy ein zweites Mal durch das Krankenzimmer in Bürp schlüpfte, die Lektüre in der Hand. Beschloss auch Cait dem Aufruf zu folgen. Immerhin war sie im Team un hatte nicht vor irgendwelche wichtigen Ansagen von logan zu verpassen.
War das wirklich der Grund?
Cait entstöpselte sich vom Beatmungskasten, der sie jetzt den ganzen Vormittag lang unterstützt hatte und sah zum ersten Mal in einem Spiegel.
"Als Echse seh ich im Moment wahrscheinlich besser aus..." murrte sie zu sich selbst, als sie die Schramme an der Wange und die rotunterlaufenen Augen begutachtete. Auch ihr schlanker Hals sah ziemlich vielfarbig aus.
Cait stolperte durch das Bettenzimmer udn schlang einen Morgenmantel um ihren Körper- dann noch einen....draußen war es bitterkalt, und die Subs waren nun auch nicht auf Echsentemperatur geheizt.
In ihren Krankenhaus-Puschen schlappte sie den Gang bis zum Versammlungsraum.
"Gn'Morgn..." grüßte sie, als sie sich durch die Tür schob. Wenigstens hier drin, war es einigermaßen warm.
Sie blinzelte Tyler zu, der schon wieder den 'was machst du außerhalb des Krankenbettes'-Blick aufgesetzt hatte.
Und auch den tadelnden Blick ihrer Hausärztin versuchte sie zu umgehen, zwinkerte Remy, winkte kurz Liam, Kass und Sariel zu und sah dann zu Logan. ...ein Haar...Zahnbürssste...irgendetwasss...
"Keine Sorge...ich will nur hören was Sache ist, dann leg ich mich wieder brav ins Bett..." beruhigte sie Tyler und versuchte das Hämatom am Hals mit dem Morgenmantel zu verdecken.
Charleen hatte Padraig aus seinem Zimmer abgeholt und hatte ihn schließlich mit in eine der Speedröhren genommen. Selbst redend hatte sie darauf acht gegeben, dass niemand ihrer Mitschüler sie Beide dabei sah oder beobachtete, so wie Logan es ihr gesagt hatte.
Sie würde lügen wenn sie sagen würde, sie hätte in den letzten Tagen mitbekommen was im Institut so vor sich ging. Sie hatte sich in den vergangenen Wochen eigentlich nur mit eins beschäftigt und das war sie selbst.
Das Logan sie alle zu einer Versammlung rief war ungewöhnlich und es meldete sich nicht nur ihre Sorge sondern auch Bedenken.
Sie trat voraus und Padraig folgte ihr auf dem Fuße. Wieder einmal wie so oft in den letzten Wochen war ihr Outfit beinahe schockierend im Vergleich zu der sonstigen Charleen. Viel zu figurbetont, viel zu viele Einsichten.
Sie grüßte und das eigentliche lächeln blieb ebenfalls aus, auch wenn sie sich freute nicht nur Kassander zu sehen sondern auch Cait, der es augenscheinlich nicht gut ging und ihre neugewonnene Freundin eigentlich nur offenbarte, dass Charleen rein gar nichts mitbekam was sie selbst nicht unmittelbar betraf. Ihre Sorge hingegen war vollkommen echt und später würde sie Cait einfach ein bisschen betütern.
Unschlüssig blieb sie im Raum stehen und wünschte sich nun doch ihr Rock sei nicht ganz so kurz.
Padraig war ein wenig überrascht darüber, dass er wieder zu einer Besprechung in den Subs gerufen wurde. Eigentlich hatte er nicht mehr damit gerechnet, dass er sie ein weiteres Mal zu sehen bekommen würde, nachdem er Dorian alle Infos gegeben hatte. Aber dass ihn dieses Mal Charleen abholte, überraschte ihn sogar noch mehr. Im Konferenzraum angekommen, blickte er sich um. Jean war da, ebenso Logan, Sariel, Liam, Kassander, Tyler, Remy, sogar Cait, wobei die immer noch, auch in ihrer Echsengestalt sehr angeschlagen aussah. Nur ein Gesicht fehlte ihm hier. Wo war Scott? Freundlich, aber unaufdringlich nickte er allen zu um sich dann in eine Ecke zu setzen.
Da er nicht zum Team gehörte, war er wohl auch nur als Gast hier, auch wenn er den Grund dafür nicht verstand. Gab es vielleicht neue Entwicklungen mit Genethics oder etwa Psi Force? Dann hätte er sein Beisein verstehen können. Oder gab es eine akute Bedrohung für das Institut? Nun, er würde einfach zuhören, was hier besprochen wurde.
Logan verzichtete auf Kaffee, aber einen Whisky hätte er ohne zu zögern hinunter gekippt. Müde fuhr er sich mit den Händen durch sein Gesicht und warf Kassander einen knappen Seitenblick zu. Es war ja Blödsinn. Logan brauchte nichts und niemanden und Hilfe brauchte er schon gar nicht. Aber er war froh, dass Kassander da war.
Nun wurde es nämlich richtig schwierig.
Er hatte seine Mimik allerdings nicht ganz unter Kontrolle als er die lädierte Cait ausmachte. Warum wusste er davon nichts? Warum hatte ihn niemand etwas gesagt? Da war es schon: Scott fehlte und er war komplett uninformiert. Er würde sich später mit ihr unterhalten. Wenn er gewusst hätte…dann hätte er sie nicht zur Besprechung gerufen, allerdings zeugte das nur von Teamgeist an dem es manchen hier mangelte. Pluspunkt für die bezaubernde Echse in diesem Raum. Was sie mit gespaltener Zunge wohl so anstellen konnte? Logan sollte nicht darüber nachdenken. Die Lage war schließlich ernst.
„Es sind noch nicht alle Teammitglieder anwesend, aber ich glaube es ist am Besten wenn wir sofort auf den Punkt kommen.“ Das er die Sitzung förmlich eröffnete ohne das Rohey dabei war hatte seinen Grund.
„Wir haben einiges zu besprechen.“ ACH? So was? Na, Logan war einfach ein Genie heute. Einen Moment musste er sich sammeln und vielleicht sollte er doch mal über Scotts Post it nachdenken. Er lief nämlich Gefahr in seinem eigenen Durcheinander nicht mehr klar zu kommen.
„Wie ihr schon bemerkt habt haben wir einen Gast. Dinand van Bakker. Musiker…was auch immer. Er wohnt eine Weile bei Rohey und Liam. Seine Mutation ist vor einigen Tagen das erste mal ausgebrochen. Scott und ich kamen überein, dass er eine Weile am Institut bleiben kann bis er halbwegs mit seiner Mutation umgehen kann.“ Einige der Anwesenden hatten von dem Vorfall bestimmt in der Zeitung gelesen. Es war also praktisch so, dass sie Dinand erlaubten sich bei ihnen zu verstecken. Ja, vor ihnen stand tatsächlich Logan der mehr als ein Wort brummte und zusammenhängende Sätze sprach, selbst wenn er nicht begeistert darüber war. Aber was nun mal mutt datt mutt. „Darüber wollte ich euch lediglich in Kenntnis setzen.“ Und da sollte mal einer sagen Logan konnte nicht wenn er wollte.
Punkt eins quasi abgehakt.
„Kommen wir zu weniger erfreulichem.“ Sein Blick verhieß rein gar nichts Gutes, aber das war ja ohnehin immer so. Er hatte nun die Arme vor seiner Brust verschränkt und stierte Charleen schon beinahe feindselig an. „Ihr wisst alle ich halte viel auf Teamgeist. Ohne Teamgeist kann der ganze laden hier nicht funktionieren.“ Theo ne and only Logan der einmal offen sagte was in ihm vorging. „Aber ich habe eine Entscheidung getroffen und ich bitte euch sie lediglich hinzunehmen und sie nicht zu hinterfragen. Ich hatte meine Gründe.“ Und das er sich im Vorfeld schon entschuldigte bedeutete ja nur, dass ihm das alles nicht leicht fiel. Dennoch wer war der Dickkopf vom Dienst? Jawohl nur er.
„Charleen scheidet mit sofortiger Wirkung aus dem Team aus. Ich entziehe ihr alle Zugangsrechte zu den Subs und sperre sämtliche Passwörter.“ Das war auch eigentlich alles was er als Erklärung übrig hatte. Es fiel ihm bestimmt nicht leicht und irgendwie tat es ihm auch Leid, aber er musste an das Team denken und eigentlich konnte sie ja froh sein, dass er ihr Privatleben nicht ausplauderte. „Ihr Verhalten ist für das Team nicht mehr tragbar.“
Harte Worte und eigentlich sollte jetzt ja wohl klar sein, dass die Dame einiges auf dem Kerbholz hatte, wenn Logan zu solchen radikalen Methoden griff. Es würde ihm eh niemand glauben, dass er das Mädchen eigentlich nur schützen wollte.
„Du kannst gehen, Charleen. Der Rest ist nicht für deine Ohren bestimmt.“ Er sah sie nicht mehr an.
Es hatte sie überraschen müssen, aber das tat es nicht. Irgendwie hatte sie es kommen sehen und doch war sie der festen Überzeugung Logan hatte einfach nur auf die Gelegenheit gewartet. Sie waren nie so gut miteinander ausgekommen wie Rohey und er.
Aber das machte die Demütigung nicht erträglicher auch wenn sie sich in letzter Zeit so stark verändert hatte schossen ihr die Tränen dennoch in die Augen und sie war in dem Moment auch nicht in der Lage irgendetwas zu sagen.
Es tat einfach weh und in letzter Zeit hatte sie einiges ertragen müssen, dass weh tat.
Das einzige was ihr nun Genugtuung geben konnte war der Umstand, dass er hier unten nicht ihr Lehrer war, sondern ein Freund sein sollte.
Sie atmete tief durch aber das tat dem Zittern über die angestaute Wut der Bloßstellung keinen Abbruch. Nur wenige Schritte und sie war bei Logan. Vielleicht hatte es bis dahin ja noch immer niemand mitbekommen, aber sie hatte sich verändert.
Mit aller Kraft die sie aufbieten konnte schlug sie ihm mit der flachen Hand ins Gesicht.
Dann drehte sie sich um und verließ mit Stolz erhobenem Haupt den Raum, dann die Subs und später an diesem Tag das Institut.
Sie stand noch immer irgendwo zwischen Logan und der Tür, betrachtete ihn aus dem Augenwinkel mit verschränkten Armen und lauschte seinen Worten. Ein Musiker auf dem Gelände, abgehakt. Charleen muss das Team verlassen und mit einem Mal war sie ein Stückchen mehr anwesend. Wie von selbst schoben sich die richtigen Erinnerungen ans Tageslicht und Jean runzelte als Reaktion darauf ihre Stirn. Die schallende Ohrfeige nahm sie zur Kenntnis, die folgenden Schritte, die stetig leiser wurden und schließlich verstummten. Zweiter Punkt abgehakt. Aber war es nicht auch so, dass Charleen immer Probleme damit hatte, ihr Leben mit dem Team zu vereinen? Im Endeffekt würde es ihr doch helfen, ihren Traum zu verfolgen, nicht?
But it will hurt for a while...
Mit einer ruhigen rechten Hand strich sie sich über die Nasenwurzel, die sich noch an das Gewicht der Lesebrille erinnerte und sich kurz bemerkbar machte. Caitlynns Zustand wirkte harmloser, als er in Wirklichkeit war, aber wer sollte das wissen? Ihr Körper würde sich erholen, aber einige, wenige Dinge, die ihr aufgefallen waren, konnten immer noch die Spitze des Eisberges sein, hoffentlich würde Miss Jenkins einen Zugang finden. Denn selbst ein regelmäßiges Teestündchen mit Caitlynn hatte ihr nicht das Vertrauen gegeben, sich Jean zu öffnen.
Wieder blickte sie aus dem Augenwinkel zu Logan. Er würde sie wohl nie um Hilfe bitten, nicht wahr?