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Dieses Thema hat 43 Antworten
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 Das Siegel
Seiten 1 | 2 | 3
Wolverine Offline

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Beiträge: 2.210

08.02.2006 19:51
Viribus unitis Antworten
„Alle die sich extrem scheiße fühlen heben die Hand.“ Logan, der Stand-up comedian des Vertrauens, aber bei seinen Fähigkeiten war es doch nahe liegend, dass er sich als Erster unter der Gruppe ‚erholt’ hatte und sich auf die Beine kämpfte. (Und sei es nur um seinen Dickkopf durch zu setzen und zu zeigen, dass mit IHM alles in Ordnung war, noch nicht mal ein gefräßiges Siegel konnte daran etwas ändern). Tja, was sollte er sagen? Er sah sich um und hielt seine Nase (ja, die Nase im Gesicht) in den Wind und kam zu der Schlussfolgerung, dass sie hier mitten im Grünen standen. Mensch, wie grandios! Und könnte das verfluchte Blattwerk mal aufhören zu rauschen? Er würde noch Heuschnupfen bekommen…eh..oder so.

Er sah zu Padraig zu Nathan und zu der kleinen Giftspritze, er verkniff es sich ihnen alle nacheinander auf die Füße zu helfen, er war schließlich nicht der Papst und es war ihm vollkommen egal, dass der Vergleich hinkte.

Er war schon beinahe froh, dass Finnja und Jean so von diesem, feinen Horrortrip verschont wurden, denn bei ihm meldeten sich ganz bestimmt bald seine Stresspusteln und außerdem war seine Hose von dem Matsch eingesaut. TOLL!

„Das ist wirklich ein sehr grüner Wald.“ Das wollte er abschließend einfach noch mal gesagt haben. Ob es in dem Wald Mädchen gab? Oder Nymphen? Nymphomaninnen wären ihm zurzeit aber einfach lieber. Ok, er sollte sich lieber auf das Hier und Jetzt konzentrieren.

Noemie Offline

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Beiträge: 109

08.02.2006 20:34
Viribus unitis Antworten
Durchgekaut und ausgespuckt würde sich mit Sicherheit besser anfühlen, als es bei ihr gerade der Fall war. Nass genug fühlte es sich aber dank des Schlammes, in dem sie hier gelandet waren, schon an. Durfte sie mal Fluchen? Nein, sie war eine Superheldin mit Super-blablabla, sie fluchte NIE! Nathan konnte da vermutlich ein ganz anderes Lied singen, aber immerhin sprach sie diese ziemlich üblen Gedanken nie aus. Und Nathan durfte sie getrost für sich behalten.
Ziemlich energisch für den Höllentrip kam sie auf die Füße (und bereute es auch gleich wieder. So schlimme Kopfschmerzen hatte ihr nicht mal ihr schlimmster Hangover bisher bereiten können. So mussten sich Schwangere mit morgendlicher Übelkeit fühlen - und sie würde sicher NIE schwanger werden nach diesem Erlebnis!) und stemmte die Hände in die Seiten. Nichts anmerken lassen war immer noch oberste Priorität. Erstmal tief durchatmen und um auch dieses Zeichen von Schwäche noch zu vertuschen, pustete sie sich eine Haarsträhne aus der Stirn.
Willkommen du schöne Welt, wo sind wir denn hier bitte? Noemie ließ den Kopf kreisen, dass ihre Nackenwirbel leise knackten. Sorry, die Geste hatte sie sich von ihrem Teamkollegen einfach abgeguckt im Laufe der Jahre, so dass sie Logan auch breit angrinste.
"Hey, Leute, das is kein Schlafsaal!" Also bitte, konnten sie mal auf die Füße kommen? Sie beugte sich zu Nathan hinab und reichte ihm eine Hand. Hatte eventuell jemand ne Funkuhr, Handy mit Internetzugang, ein Times-Abo? Was für ein gottverdammtes Datum hatten sie 'heute'?

Nathan Offline

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Beiträge: 91

08.02.2006 20:49
Viribus unitis Antworten
Nathan saß noch...oder schon...oder wie auch immer. Jedenfalls hatte er gleich auf seine Uhr gesehen, doch die war in dem Moment stehen geblieben, als sie durch das Siegel gegangen waren. Es wäre auch reichlich seltsam gewesen, wenn die Uhr zurück gegangen wäre und ein Jahrhundert angezeigt hätte, das es auf dieser Uhr gar nicht gab... oder in dem es noch kein World Wide Web gab.

"Hm..." Nathan erhob sich bereits, so dass er Noemies Geste erst bemerkte, als er schon stand. Kurz runzelte er die Stirn und fragte sich, ob sie ihn damit hatte verarschen wollen. Als ob er Hilfe beim Aufstehen brauchte. Gut, sie waren gerade durch den Fleischwolf gedreht worden und er fühlte sich wie schon einmal gegessen, aber das war kein Grund! Er war bestimmt nicht so alt wie Logan... obwohl sich Logan gerade selbst voraus war. Also seiner Zeit. Oder nicht? Nathan sah sich nach Padraig um, ehe er den Blick schweifen ließ. Ja, super bemerkt, sie waren in einem Wald. Vielleicht war es ja der Wald, der zum Institut führte... ehm Kloster. Oder so irgendwas.

Er hatte noch immer den Visor in der Hand, so dass er ihn einsteckte und ein paar Schritte voraus ging. Es gab keine Wege, höchstens etwas, das wie ein Pfad aussah. Aber Logan wäre da wohl eher die geeignete Person, die beurteilen konnte, ob dort schon Leute vorbei gekommen waren. Er sah sich nach den anderen um und wartete. Ehrlich gesagt hatte er absolut keine Ahnung wo oder wann sie waren.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

08.02.2006 21:48
Viribus unitis Antworten
Padraig wusste überhaupt nicht was mit ihm geschah. Das konnte zum einen daran liegen, dass er keine Erfahrungen mit Zeitreisen hatte. Und zum anderen daran, dass er so starke Kopfschmerzen hatte, das sich sogar seine Sicht vernebelte. Eigentlich müsste er sich nur konzentriere, um die Energie, die er aufgenommen hatte, in vitalisierende Kraft umzuwandeln, aber genau da lag der Hase im Pfeffer. Er konnte sich nicht konzentrieren. und nebenbei schien diese Energie, obwohl sie sich hatte absorbieren lassen, nicht so einfach umwandelbar zu sein. Mühsam erhob er sich, aber er schaffte es. Auch wenn er zum ersten Mal das Gefühl hatte Seekrank zu werden. Konnte nicht irgendwer mal der Erde sagen, dass sie fest war und sich nicht drehte? Ach Mist, sie drehte sich ja, aber doch nicht um ihn sondern um sich selbst.

"Ok, und jetzt könnte mir vielleicht irgendwer erklären, was hier passiert ist." Dabei versuchte er seinen Blick auf Nathan zu fokussieren, was ihm allerding snicht wirklich gelang.

Wolverine Offline

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Beiträge: 2.210

09.02.2006 15:25
Viribus unitis Antworten
„Frag unsern Einstein.“ Damit klopfte er Nathan auf die Schulter und meinte diese Bemerkung zumindest im Moment nicht irgendwie großspurig oder abwertend. Er hatte nur eben auch keine Ahnung wo genau sie waren und was sie hier taten. Da er aber nun mal nicht gerade dafür bekannt war ein Problem zu erkennen und dann zu analysieren tat er was er am besten konnte. Er ging es einfach an.

Allerdings wusste er ja wohl kaum ob hinter dem Baum nicht gleich Robin Hood auftauchte und er ihnen die nicht vorhandenen Wertsachen stahl. Hieß im Klartext das Logan vorging um sich so aufmerksam wie möglich umzusehen und zu…..eh…erschnüffeln und zu eh…erhören. Leute waren hier unter Garantie schon mal vorbei gekommen aber noch konnte er keine Konkreten Angaben machen und bis er nicht genau wusste was hier vor sich ging lauerte die Gefahr überall. (Vielleicht stand er auch einfach zu sehr auf James Bond Filme)

Nathan Offline

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Beiträge: 91

13.02.2006 19:36
Viribus unitis Antworten
Genau... nur Einstein gabs hier bestimmt nicht. Nathan ging ein paar Schritte weiter. Er hörte Logans und Padraigs Gedanken, Noemie hingegen schien sich gerade Mühe zu geben, gar nichts zu denken, was ihn etwas grinsen ließ. Hatte sie sich einen Nagel abgebrochen und wollte nicht zugeben, dass sie sich darüber ärgerte? Aber Nathan sah nicht zurück. Schon bald würde Logan wohl etwas in der Luft riechen können. Und wenn man so gute Ohren wie Logan hatte, dann würde man gewiss auch bald das Getrampel von Pferdehufe hören können. Nathan hingegen hörte es noch nicht, geschweige denn, dass er irgendwas roch. Allerdings war eine Sache irgendwie komisch. Wenn es so still war wie in diesem Wald (und es war verdammt still, denn kein einziges Flugzeug hinterließ Kondenzstreifen am Himmel. Genauso wenig wie irgendein Wagen zu hören war), dann konnte Nathan noch immer Jeans Gedanken hören. Sie waren zwar sehr weit fort und nur sehr leise, aber da seine Mutter emotional angespannt schien, konnte er es dennoch wahrnehmen. Ein Teil von ihm war eben dort geblieben... dort in der Gegenwart (oder für ihn vielmehr Vergangenheit).

"Wir sind durch ein Zeittor gegangen. Scott Summers ist vor einigen Tagen auf die gleiche Weise verschwunden. Allerdings weiß ich nicht, ob wir in der gleichen Zeit gelandet sind. Ich hoffe es", erklärte er Padraig, während sie den Waldweg entlang gingen.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

18.02.2006 11:07
Viribus unitis Antworten
Ein Zeittor? Ok, dann gibt es sie also doch. Aber warum auch nicht? Immerhin gibt es auch uns Mutanten, die Fähigkeiten besitzen, die uns früher zu Göttern gemacht hätten. "Es könnte also sein, dass gleich ein Ritter auf seinem Pferd aus dem Wald dort vorne heranstürmt und mit eingelegter Lanze auf uns zu reitet. Oder sogar eine Horde Steinzeitmenschen, die uns ihren Göttern opfern wollen." An einen größeren Zeitsprung brauchte man nicht zu denken, dazu waren die Pflanzen, die er gesehen hatte jenen aus ihrer Zeit viel zu ähnlich. An die Frage, wie sie denn wieder in ihre Zeit zurück kommen sollten, wollte er erst gar nicht denken. Wie hatten sie es ihm beigebracht. Plane im voraus, aber wenn Du in der Scheiße steckst, dann kümmere Dich nur immer um das akute Problem. Eine Lösung wird sich immer finden lassen.

"Wir wollen hier also Scott finden und hoffen darauf, dass wir in der richtigen Zeit sind und ihm noch nichts passiert ist?"

X-odus Offline

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Beiträge: 296

18.02.2006 21:23
Viribus unitis Antworten
Padraig würde wohl keine Antwort mehr erhalten, denn durch die morgendlichen Nebelschwaden, die durch den Wald zogen, hallten die Hufe des schnaubenden Tieres immer lauter wider. Die Vögel hatten aufgehört zu singen und mit einem Mal fuhr ein heftiger Wind durch die Blätter der Laubbäume. Wenn man den Blick nach oben richtete, dann konnte man ein aufkommendes Unwetter durch die Kronen der Bäume erkennen. Aber wer sah in diesem Moment schon wirklich nach oben? Der Weg, auf dem sie standen, war tatsächlich eine Straße... es war eine der größten Straßen in der Region, aber erst Jahrhunderte später sollte diese Strecke wirklich als Straße zu erkennen sein. Der Grundstein war jedenfalls in diesen Tagen gelegt (oder auch nicht gelegt), als ein Reiter aus dem Dickicht preschte. Der Mann, der auf dem fuchsfarbenen Tier saß, trug ein rotes Gewand. Blondes Haar flog ihm wirr ins Gesicht und wenn man eine gute und vor allen Dingen schnelle Auffassungsgabe hatte, dann würde man auch noch seine zahlreichen Narben bemerken, die er im Gesicht trug.

Aber es war nicht nur der Reiter, der urplötzlich heran geritten kam und scheinbar keinen Halt vor den Fremden machen würde. Da war auf einmal noch ein anderes Geräusch, das surrend die Luft zerschnitt. Es kam so schnell heran, dass man es kaum ausmachen konnte und auch der Reiter hatte keine Möglichkeit mehr, seinem Schicksal auszuweichen, als ihn die Streitaxt im Rücken traf und vom Pferd streckte. Das Tier hingegen ritt weiterhin geradewegs auf die Fremden zu, wenngleich es nun desorientiert wirkte. Der Reiter war sofort tot - in ein paar Hundert Jahren würde man diese Axt wohl als die Lochaberaxt der Schotten erkennen können, doch jetzt wirkte sie im gebrochenen Rückgrad des Mannes eher beängstigend als historisch interessant.

Viel Zeit würde ihnen nicht bleiben, denn sobald der Reiter gefallen war, brach ein Schotte aus dem Wald, der nicht viel größer als Logan war. Sein Bart war zerfilzt, das Haar gewachsen wie es der Herr wollte, aber seine Augen wirkten überaus kampfeslustig und mißtrauisch. Natürlich (natürlich?) trug er ein grobes Plaid - ein großes naturbraun kariertes Tuch - und nur ein paar Gamaschen, die mit Lederriemen an die Füße gebunden worden waren. Der Mann war ansonsten einfach nur undefinierbar dreckig und wahrscheinlich auch ziemlich gefährlich, denn er stapfte ungerührt an die Seite des Toten, riss die Axt aus dessen Leib und kam geradewegs auf das Team zu.

Failté mhath.

Wolverine Offline

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Beiträge: 2.210

18.02.2006 21:53
Viribus unitis Antworten
„Zur Seite!“ Aus Sorge um sein kleines Team hatte er die Arme ausgebreitet und sich schützend vor Padraig, Nathan und Noemie gestellt. Dabei war es vollkommen egal ob die drei sich selbst verteidigen konnten oder nicht. Logan fühlte sich einfach verantwortlich und bevor er zuließ, dass einer von ihnen aus was für Gründen auch immer, irgendwas passierte würde man schon an ihm vorbei kommen müssen. Sich selbst heilen zu können war in dieser Hinsicht nicht unbedingt das Schlechteste und als sich zu dem bereits erkannten Hufgetrampel auch der holde Jüngling gesellte der im Gesicht aussah als hätte er Schläge mit einem Kantholz kassiert, hatte Logan seine Krallen ausgefahren begleitet von einem wüsten Knurren, einem metallischen Klirren und das unangenehme Geräusch seiner Haut die riss als das Adamantium aus seinem Handrücken schoss.

Er war ja schon beinahe beleidigt, dass die Show so schnell vorbei war, aber er war ernsthaft überrascht wie schnell die Geschehnisse aufeinander folgten und schwupps…hatte Conan auch schon eine Axt im Rücken. Ein höhnisches Stimmchen in seinem Kopf murmelte ihm zu, dass er in dieser Zeit genau richtig war. Vielleicht sollte er sich einen Kilt anschaffen?

Aber dann gesellte sich auch schon der Zwerg dazu und Logan kam nicht drum herum anerkennend zu Nicken, allerdings hieß es ja nicht, dass ihnen nun weniger Gefahr drohte. Er runzelte die Stirn und vielleicht hätte einfach jemand Logan früh genug über den Mund fahren sollen bevor er es auf ein. „Hi“ brachte.

Padraig Offline

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Beiträge: 1.022

19.02.2006 11:31
Viribus unitis Antworten
Padraig war fast schon belustigt, als sich Logan schützend vor ihn stellte. Als ob er sich nicht selbst zu wehren gewußt hätte. Doch der anstürmende Reiter fesselte dann doch seine Aufmerksamkeit, besonders als diese unhandliche Axt plötzlich in seinem Rücken steckte. Entweder war das ein Glückstreffer gewesen, oder aber der unsichtbare Werfer war ein Gott der Axtwerfer. Hoffentlich ersteres, denn bei letzterem konnten sie eigentlich nur noch auf die Gutwilligkeit des Unsichtbaren hoffen.

Als dann ein Mann, ja, es musste sich um einen Mann handeln, denn kein Waldschrat würde sich einen so verdreckten Plaid umwickeln. Als der Fremde dann seine Axt aus dem Rücken des Toten, und um einen solchen musste es sich handeln, da niemand so eine Axtverletzung im Rücken überleben konnte.... ok, fast niemand...
Als der Fremde nun wieder bewaffnet auf sie zuging, spannten sich einige Muskeln bei Padraig und er wartete nur darauf, was der andere tun würde. Es dürfte nicht so schwer werden, ihn zu entwaffnen, wenn er sie angreifen sollte, aber vielleicht wäre das die falsche Entscheidung. Als Logan ihn dann mit einem Hi begrüßte, hätte Pad amliebsten laut gelacht. Es hatte auch etwas zu witziges, wie sich zwei kampfwütige Zwerge - er würde das zwar niemals laut in Logans Gegenwart sagen, aber ab und an dachte er doch an das berühmte Zwergenwerfen, wenn er Logan sah- gegenüber standen, und sich begrüßten.
Mal sehen was als nächstes passieren würde.

Nathan Offline

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Beiträge: 91

19.02.2006 14:08
Viribus unitis Antworten
Nathan war ebenfalls beim ersten Anzeichen einer Gefahr in Kampfstellung gegangen. Er wusste von allen hier Anwesenden allerdings, dass sie sich hervorragend selbst verteidigen konnten, so dass er keine Logananstalten bekam, wenngleich er einen kurzen Seitenblick auf Noemie warf. Als das Tier geradewegs auf sie zupreschte, hob er eine Hand - es war beinahe schon ein Reflex, auch wenn er die Bewegung selbst gar nicht mehr benötigte, aber alles ging so schnell, dass er glaubte, sich selbst in irgendeiner Weise bewegen zu müssen. Er lenkte das Tier ab und bemerkte erst dann, dass der Reiter darauf fehlte.

Er wusste ja nicht, wie es den anderen ging, aber Nathan sah nicht so oft Menschen, die auf diese Weise getötet wurden und als er das dreckige Axtblatt im Rücken des Fremden sah, wurde ihm dann doch irgendwie anders. Sie waren nicht allein und womöglich konnte nur Logan riechen, wie viele Fremde hier noch im Wald waren (Nathan konnte zwar Gedanken hören, aber er verstand kein einziges Wort und er traute seinen eigenen Fähigkeiten im Moment überhaupt nicht, denn seltsamerweise hörte er auch noch immer seine Mutter). Aber keiner von ihnen wusste wirklich, wie gefährlich diese Menschen waren, die den Reiter gerade vom Pferd gestreckt hatten. Sie wussten ja eigentlich gar nichts über die Zeit, in die sie geraten waren. Nathan musste an Padraigs Worte denken.

Wir wollen hier also Scott finden und hoffen darauf, dass wir in der richtigen Zeit sind und ihm noch nichts passiert ist?

"Gott...", flüsterte er, während er noch immer auf den roten Leinenstoff des Fremden sah, der sich allmählich noch dunkler verfärbte. Gut, Nathan hatte sich mit dem Zeitloch ganze zwei Jahre lang befasst, er war ein Fanat darin. Er hatte sogar nach dem Siegel geforscht - diesen Priester aufgesucht. Er hatte einfach alles daran gesetzt, dem Geheimnis des Siegels auf die Spur zu kommen. Aber ja... Padraig hatte Recht. Sie hatten absolut keine Ahnung, ob sie in der richtigen Zeit waren, keine Ahnung, ob sie Scott je finden würden oder ob er noch lebte. Und vor allen Dingen wussten sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebten oder ob sie selbst je wieder zurück in ihre Zeit fanden.

Er hatte gerade einen Schritt auf den Toten zugehen wollen, als der Schotte aus dem Wald kam. Der Mann war mindestens um ganze zwei Köpfe kleiner als er selbst und irgendwie erinnerte er tatsächlich an einen Zwerg, aber Nathan war zu vorsichtig, irgendwas zu sagen. Er war wieder stehen geblieben und schob den Unterkiefer leicht vor, als Logan sprach. Super, Wolverine! Jetzt wird uns der Wilde bestimmt zum Essen einladen! In diesem Moment konnte er die Römer und Engländer verstehen, als sie die Schotten als wilde Barbaren bezeichnet hatten.

Noemie Offline

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Beiträge: 109

21.02.2006 11:59
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Logan schoss mal wieder wirklich den Vogel ab – er war einfach der ungekrönte Kaiser des Wortwitzes. Bekifft war der gute Mann dort bestimmt nicht (und das er von Weihrauch angeheitert war, wagte Nomi auch stark zu bezweifeln) oder was versuchte Logan ihm mit einem neuzeitlichem ‘Hi’ zu sagen? Gut, auf der anderen Seite musste sie auch so ehrlich sein zuzugeben, dass sie selber keine Ahnung hatte, wie sie diesen Knilch hätte begrüssen sollen. Aber das war ja auch nicht ihr Bier für den Moment. Überhaupt war sie momentan mit anderen Problemen beschäftigt. Zum Beispiel nicht zu zeigen, was so alles in ihr steckte. Gut, sie war eine voll ausgebildete X-odus, sie hatte gelernt zu kämpfen, sie hatte gelernt zu überleben, sie hatte schon eine beachtliche Liste an Einsätzen hinter sich; ABER sie hatte noch nie einen Mann gesehen, der von einer Axt beinahe geteilt worden war. Ihr Magen reagierte im Anbetracht dessen (und vermutlich auch des ganzen Stresses der letzten Tage) einfach ziemlich heftig. Die Hand vor den Mund gepresst, war sie heilfroh, dass Logan vor ihr stand und sie mit ihrem Magen erstmal ein Friedensabkommen treffen konnte.

Gott!, sie konnte Nathan nur wiederholen, in was für einem Zeitalter sind wir gelandet?

Klar hatte sie in der Schule aufgepasst (und ihre Fächervorlieben hingen meistens mit den Lehrern zusammen, sodass es nicht verwunderlich war, dass sie Geschichte immer gerne gemocht hatte), aber über Schlachten und Gemetzel in Geschichtsbüchern zu lesen, traf einfach nicht den Zahn dessen, wie es in Wirklichkeit gewesen war. Sie würde sich vermutlich später selbst dafür hassen, dass Nathan den Gedanken eventuell aufschnappen würde, aber in diesem Augenblick wünschte sie sich einfach nur nach Hause in ihre warmes Bett zurück – nicht sehr Team-like, Miss Isis!

X-odus Offline

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Beiträge: 296

25.02.2006 14:55
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Scheinbar konnte der Schotte nicht sonderlich viel mit diesem "Hi" anfangen, auch wenn es sich selbst für ihn wie eine Begrüßung anhörte. Was aber noch viel schwerer wog, war die Tatsache, dass das Team einfach verdammt englisch aussah. Dennoch; auch wenn man die Schotten oftmals als wilde Haudegen bezeichnete, kam ihnen der Mann (noch) nicht allzu feindlich entgegen. Er nahm die Axt über die Schulter und schniefte sich den Inhalt seiner Nase in obere Regionen, ehe er ihn mit einem Räuspern auf den Waldboden spie. Das hatte eigentlich nur den Grund, dass er dem Toten "huldigte". Seine Stimme war tief und hörte sich nicht allzu Britisch an, als er sie auf Gälisch fragte, wer sie waren. Wäre es jetzt nicht allzu geschickt gewesen, wenn das Team Liam oder den alten MacNara dabei gehabt hätte? Immerhin beherrschten sie diese Sprache, auch wenn der Akzent selbst für sie schwer zu verstehen gewesen wäre, denn jedes Dorf hatte so seine Eigenarten. Woher der Mann kam, war aber das Letzte, das das Team in diesem Moment beschäftigen sollte. Viel eher sah es so aus, als würde sie der Schotte auf etwas prüfen wollen. Und dass es sich dabei um ihre Herkunft handelte, war mehr als deutlich.

Aber das war nicht alles, denn wie bereits richtig angenommen worden war, war der grobschlächtige Schotte nicht allein. Es traten noch zwei andere Schotten aus dem Wald, wobei auffallen musste, dass keiner von ihnen rotes Haar besaß. Wieder ein Klischee, das eher auf die Iren als auf die Schotten zutraf - aber vielleicht war es auch nur nicht richtig zu erkennen, denn die Männer sahen allsamt nicht sonderlich sauber aus. Dreckspritzer waren auf Plaid und Sporran, so als waren sie schon tagelang unterwegs und schliefen - falls nötig - auch im gröbsten Regen. Die dazu gekommenen Fremden waren ein wenig größer als der erste Schotte, wenngleich sie gerade mal Noemies Größe erreichten. Vielleicht kamen ja noch vier weitere Krieger aus dem Dickicht, dann waren die sieben Zwerge komplett. Wirklich witzig war an dieser Situation aber eigentlich gar nichts. Und wenn sie im ersten Moment noch wie Krieger gewirkt hatten, so sah man im zweiten, dass es sich eigentlich um einfache Crofter - also Bauern - handelte. Als sie das Team sahen, wirkten auch sie wachsam. Irgendwie konnte man das Gefühl nicht loswerden, dass hier gerade etwas im Busch war. Und wenn Logan mal in die Luft schnupperte, dann würde er gewiss wahrnehmen, dass erneut etwas näher kam. Diesmal viel schneller, als noch zuvor...

Wolverine Offline

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Beiträge: 2.210

25.02.2006 15:32
Viribus unitis Antworten
„Ich bin Logan.“ Das war ja wirklich schön, er verstand nur kein Ton von dem was die Schotten da von sich gaben, aber vielleicht verstanden sie ja die Geste mit der Logan seinen Satz unterstrich. Vielleicht sollte er es mal mit Zeichensprache versuchen, allerdings beherrschte er diese genauso wenig wie gälisch und außerdem wollte er es sich mit diesem lustigen Völkchen nicht unbedingt verscherzen. Hey, ihm konnte es ja fast egal sein ob sie ihm mit einer Axt das Rückrad brachen, aber er musste hier in erster Linie an Padraig, die Kleine und den Kleinen denken. Warum nur fühlte er sich irgendwie wie in einem schlechten Comicstrip, hm?

Um zu symbolisieren, dass sie von Logan erstmal nichts zu befürchten hatten zog er die Krallen zurück und seine Haut die ohne viel zutun gleich verheilte machte ein leises, schmatzendes Geräusch. Dabei fiel ihm ein, dass er Hunger hatte…aber das nur mal am Rande.

„Schön smooth bleiben kleiner Mann,“ sprach der Riese vom Dienst und wartete vielleicht darauf, dass mal einer ein Wörterbuch vom Himmel schmiss, so wie in Cartoons nicht unüblich Klaviere und Ambosse vom Himmel regneten. „Ist einer unter euch der uns versteht?“ und damit blickte Logan in die Runde und runzelte die Stirn. Definitiv sah keiner aus wie Schneewittchen, blöd für Logan.

Selbstverständlich schlug sein Geruchssinn Alarm und wäre das jetzt wirklich ein Comic hätte seine Nase vermutlich geblinkt. „Da kommt wer.“ Oder was. Schöne Warnung wenn ihn ja ohnehin niemand verstand. Sollte er es aufzeichnen? Durfte er mal sagen dass seine Laune sich mal wieder mächtig abkühlte? Mal im Ernst…wenn man ihm noch mal blöd kommen würde, würde er dem vermeintlichen Angreifer mit dem nackten Arsch ins Gesicht springen!!

Noemie Offline

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Beiträge: 109

27.02.2006 18:41
Viribus unitis Antworten
"Fàilte!" Hey und es musste hier jetzt niemand glauben, dass sie Gälisch könnte oder verstanden hätte was der Knirps da gerade gefragt hatte. Alles was sie im Gälischen beherrschte war dem Umstand zu verdanken, dass sie mit Liam des öfteren Schwertkampf trainiert hatte (gut, Liam hatte das immer gut als Straftraining einsetzen können, bis Noemie vor Erschöpfung umgefallen war) und einigen Freunden aus Inverness. Aber es reichte ja nicht mal in ihrer (oder Padraigs und Logans ) Zeit dafür eine gepflegte Konversation zu führen. Wie sollte es dann mit diesen UR-Schotten klappen, bitte?
So, sie hatte Hallo gesagt... das brachte sie nun nicht wirklich weiter, nicht wahr?
Aufmerksam wandte sie den Blick zu Logan, als dieser mit seiner Inspektion begann und das Schlucken auf seine Worte hin lag nicht an dem was er sagte, sondern das sie keine Ahnung hatte, ob sie eine Warnung aussprechen könnte oder wenigstens etwas Vergleichbares.
Okay, ha, es gab da was, mit dem Liam sie in Dangerroom-Prozeduren ab und an gewarnt hatte. Nun ja, meist hatte er Michel oder Rohey damit gewarnt und ausgenutzt, dass die Gegner sie nicht verstanden - viele der Mitglieder allerdings auch nicht. Die wichtigsten Sätze hatte man dennoch als Nachwuchs nach und nach aufgeschnappt.
"Thoir an aire!" Die Warnung blieb vermutlich unverstanden, so grausig wie ihre Aussprache war, dennoch vielleicht konnte sich der ein oder andere ja was dabei denken, als sie die Worte wiederholte und in die entsprechende Richtung deutete, die Logan ebenfalls gewiesen hatte. 'Pass auf', sie konnte nur hoffen man würde ihr nicht übel nehmen, wie sie die Sprache verhunzte und sie auch noch ganz schön dreist duzte.
Obwohl, war das in dieser Zeit nicht Gang und Gebe?

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