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auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Wo kam Miss Grey denn plötzlich her?
Ashley sah sie an, ohne zu reagieren. Ihre Augen folgten dem Wasserkrug, der da über den Tisch schwebte.
Wurmloch? Lehrersuchtrupp? Keller? Institut auf Hochglanz putzen...
Ashley blinzelte und sah zu Marinja.
"Was erzählt sie da?", wisperte sie leise.
"Will sie damit sagen, die Anderen sind in einer anderen Zeit?"
Das hatte etwas von einem Film. Wie hieß dieser einer Film noch, von dem sie gelesen hatte. Ach ja, das war das mit dieser Zeitmaschine, wo man Knöpfe drücken musste und dann in ein anderes Jahrhundert katapultiert wurde.
Und ein Loch, das so eine Reise auslösen sollte, stand unten im Keller herum? Wie so etwas wohl aussah...
Marinja verfolgte den schwebenden Krug und ihr Blick blieb auf Jean liegen. 'Also sie ist dann doch nicht verschwunden, aber wo war sie letzte Nacht?' Der Gedanke war berechtigt, denn schließlich hatte Marinja gestern an die Tür von Jean geklopft und vorher auch noch auf der Krankenstation gesucht.
Marinja hatte wirklich keine Lust, das Institut auf hochglanz zu putzen; Jahrhunderte alter Staub ging so schwer weg. Da sie eh ungern in den Keller ging, machte ihr dieses Verbot auch nicht viel aus; aber Verbotenes ist soviel interessanter. Mit einem weiteren Nicken akzeptierte Marinja es erst einmal.
Zu Ashley flüsterte sie: "Ja, es klang danach. Jedenfalls glaubt sie daran." Jean sah so ernst aus, dass Marinja zu dieser Schlussfolgerung kam.
Nachdenklich legte sie das Besteck beiseite. „Wir wissen nicht viel, nur soviel, dass wir nicht wissen, wie wir diejenigen zurückholen können, die hindurchgegangen sind. Da liegt unser Problem und das Risiko vor dem ich euch warne. Alles weitere bleibt eine Anordnung, deren Einhalten ich euch ans Herz lege, sonst erwarten euch vergleichbare Strafen, wie die verschwundenen Schülerinnen.“ Damit erhob sie sich, räumt ihren Teller und das Besteck weg und machte sich auf den Weg.
Marinja konnte Jean nachts selten in ihrem Zimmer antreffen, einfach weil die gute Frau Grey sich Gedanken machte, Nachforschungen anstellte oder einfach nur stundenlang das Siegel anstarrte, bevor sie den Raum mehrfach abschloss und auch ansonsten keinen Wert darauf legte, dass jemand diesem Ding zu nah kam. Es war unheimlich, dass das Siegel frei zu entscheiden schien, wen es durchließ und wen nicht. Allein dadurch stellte sich das Problem der Rückkehr...
"Also können wir gar nichts machen? Sind Sie denn sicher, dass die Lehrer in derselben Zeit sind?"
Nur abwarten und rumsitzen und darauf hoffen, dass die Vermissten plötzlich wieder im Keller auftauchen würden.
In einer anderen Zeit...und es war nicht einmal sicher, wie man sie zurückholte.
Wie mussten sich die vier Mädchen wohl fühlen, wenn sie bemerkten, wo sie gelandet waren. Oder sollte sie besser fragen, wann?
Ashley versuchte sich an die Texte aus dem Geschichtsunterricht zu erinnern. Das was ihr einfiel war nicht gerade toll, jedenfalls nicht für Mutanten wie sie.
Zwischen Tür und Angel wandte sie sich noch einmal um und schüttelte leicht mit dem Kopf. „Wir können nichts tun... von Zeit zu Zeit habe ich Kontakt zum Team, aber mehr, als dass sie in einer früheren Epoche sind, weiß ich selbst noch nicht. So wie es aussieht, hängen wir ziemlich in der Luft.“ Einem Schüler ausweichend lehnte sie sich neben die Tür und verschränkte die Arme. Was auch immer sie vorgehabt hatte, es war nicht mehr wichtig und überhaupt, alles was sie tun konnten, war für die Zukunft, aber nichts würde den Anderen in der Vergangenheit helfen. „Wir sollten Schadensbegrenzung üben und versuchen keine Panik auszulösen. Ich hoffe inständig, dass niemand von den Angehörigen auf die Idee kommt, gerade jetzt Kontakt zu ihnen zu suchen.“
Das letzte hatte sie noch mitbekommen, da sie gerade in den Speisesaal wollte. Hunger hatte sie zwar großen, aber so richtig essen wollte sie auch nicht. Ein Paradoxon der Jugend?
"Guten Morgen Dr Grey" Cath stand neben der Frau und schaute sie an. War sie heute etwas weniger distanziert? Würde sie sie fragen können?
Sie hatte noch lange wach gelegen am Abend und alles nochmal in Gedanken gesehen, was passiert war. Himmel, eine Erklärung hatte auch nicht finden können.
Sie hatte Tyler einen Zettel unter der Tür duchgeschoben in dem sie ihn bat, sich mit ihr zu treffen. Entweder beim Mittagessen oder danach in der Turnhalle. Und sie hoffte noch Kurz finden zu können. Irgendwie mochte sie den jungen Mann, der selbst so anders war wie sie alle.
Junge Junge, das war ja starker Tobak, den die Frau Doktor da rausließ.
"Also schon erstmal nicht das Labor, dass ist schon mal nicht schlecht. Wobei ich allerdings finde, dass wir die Angehörigen informieren sollten, so welche da sind."
Bei Mika waren schon erstmal keine, da stand sie als Ansprechpartner beim Amt auf dem Zettel. Bei den anderen Mädchen wußte sie es nicht auf Anhieb. Aber wenn das Schlimmste eintreten sollte, was alle Mächte des Guten verhüten mögen, dann würde es bei den Angehörigen sicher schlecht ankommen, dass sie erst so spät informiert wurden. Zumindest würde sie sehr sauer reagieren, wenn sie erst später informiert worden wäre.
Sie würde Kassander suchen und ihn fragen. Letztendlich hatte er hier das Sagen und kein anderer. Apropos Kassander, eine Unterhaltung würde sich anbieten. Der Informationsfluss war mehr schlecht als recht und so schossen schnell Gerüchte hoch, zumal es den anderen Schülern nicht entgangen sein dürfte, wer fehlt. Dumm waren die Kids nicht. Dann lieber ordentliche Informationen, damit alle wußten woran sie waren.
Ele nickte den Mädchen am Tisch zu.
"Wenn ihr reden wollt, dann kommt zu mir. Ihr wißt ja, wo ich bin." Sie wollte die beiden jetzt nicth allein lassen aber sie musste Kassander finden. Dann brachte sie ihren Teller in die Abwäsche und marschierte Richtung Ausgang.
Kassander hatte gestern genug zu tun gehabt. Er hatte sogar Caits Comlinkruf einfach überhört, weil er den ganzen Tag im Keller gewesen war, um dieses bescheuerte Siegel genauer in Augenschein zu nehmen. Miss Grey hatte Recht, es sah alles danach aus, als würde dieses Tor jeden schlucken, der zugänglich dafür war. Wie genau das nun vonstatten ging, hatte Kassander allerdings nicht herausfinden können - auch wenn es ihn brennend interessierte. Immerhin schien es hier nicht nur um das Team zu gehen, das darin verschwunden war.
Er war zu keinem Ergebnis gekommen, dafür hatte er die Kellergewölbe, um die es ging, soweit versiegelt, dass niemand in die Nähe der Räume kam. Und heute hätte er am liebsten den ganzen Tag durchgeschlafen, aber natürlich war das so gar nicht möglich. Immerhin hatte er die Lehrpläne soweit umgestellt, dass die verbleibenden Lehrer die fehlenden vertreten konnten. So viele waren es nun auch wieder nicht... eigentlich ging es nur um Logan und der hatte zumeist die AGs geleitet, so dass diese eben für eine Weile ersatzlos ausfielen. Da es ohnehin Winter war, war das kein großes Dilemma.
"Guten Morgen", murmelte er, als Nora an ihm vorbei ging. Er für seinen Teil hatte jetzt erst einmal Hunger, so dass er einen der Tische anpeilte. Dass jetzt auch noch Schülerinnen fehlten, machte ihm Kopfzerbrechen. Irgendwie musste man sie doch finden... vollkommen egal, in welcher Zeit sie waren. Sie mussten auf jeden Fall wieder ins Institut zurück gebracht werden. Allerdings hatte er keinen blassen Schimmer, dass Jean Kontakt zu ihrem Sprößling hatte, sonst hätte er ihr ebenfalls geraten, sich mit ihm in Verbindung zu setzen.
Na das traf sich ja prima. Wenn sie nur durch ihre Gedanken die Leuter herbei rufen konnte, sollte sie das vllt. mal perfektionieren.
"Kassander...Mahlzeit.. ich würde dich gern mal sprechen."
Schon allein ihr Tonfall machte klar, dass sie ihn am liebsten gleich und sofort gesprochen hätte und gar nicht erst an den Futtertrog lassen wollte. Aber sie war ja kein Unmensch, sollte er erstmal essen, umso besser würde er dann aufnehmen können, um was es ihr ging.
Einiges hatte sie mittlerweile selbst in die Hand genommen wie die Weihnachtsvorbereitungen. Aber anderes ging eben nicht, da ließ sich nichts dran rütteln. Es sei denn.. Ele ging da schon seit einiger Zeit einiges durch den Kopf.
Also gab sie erstmal den Weg zum Buffet frei, damit der arme Kerl nicht verhungerte.
Ach ja...es war ja Mittag! Das bemerkte er allmählich dann auch - just in dem Moment als er den Salzstreuer in der Hand hatte und sich überlegte, ob es Spiegeleier zum Frühstück gab. Na schön, ihm waren wohl doch ein paar morgendliche Stunden abhanden gekommen. Er wandte sich noch einmal zu Nora um und nickte leicht, wobei er irgendetwas brummte, das einfach alles hätte bedeuten können, aber sie würde ihn schon verstehen, oder? Vielleicht hatte er ja gerade irgendwie Logananwandlungen, aber er tätschelte ihr sogar kurz die Wange und meinte leicht grinsend: "Jetzt muss ich aber erst was essen, wenns gestattet ist."
Sie konnte froh sein, dass es nur ihre Wange gewesen war, die er getätschelt hatte. Wobei er am liebsten Ororo mal angerufen hätte, wenn sie schon bei diesem Thema waren, aber er würde ihr gewiss nicht die Ohren voll heulen , dass hier gerade alles mal wieder etwas chaotisch war. Das Telefonat wurde also wieder ad acta gelegt.
Ele riss erstaunt die Augen auf, als er ihr die Wange tätschelte.... dem Jungen schien der Stress auf den Hormonhaushalt oder den Magen zu schlagen.
Letztendlich grinste sie und nickte.
"Ich bin im Büro.."
Dann winkte sie den Mädchen nochmal zu, Frau Doktor bekam ein Nicken und Cath legte sie kurz die Hand auf die Schulter im Vorbeigehen.
Cathrina, ging es ihr wieder besser? Jean wandte den Kopf zur Seite und lächelte etwas. „Was kann ich für dich tun?“ Es gab einige Dinge, die Kassander wissen sollte und einige, die er nicht wissen musste. So zum Beispiel war sie sich nicht ganz sicher, ob es so interessant für ihn war, zu wem sie telepathischen Kontakt halten konnte. Zudem blieb nur das Ungewöhnliche übrig, dass sie über die Zeiten hinweg kommunizieren konnte. So blieb es vorerst unwichtig, Nathan war informiert... mehr oder weniger. Schließlich konnte sie ihm kein Einschreiben schicken und musste darauf vertrauen, dass er es bekam.
"Ich wollte fragen, ob es etwas genützt hat... also ob es helfen konnte... naja.. ich meine.. werden sie ihn finden?"
Sie stotterte ein wenig, immerhin war es nicht einfach darüber zu sprechen. Diese Erfahrungen waren so beängstigend gewesen und so ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatte.
Es war viel zu wenig Zeit gewesen um irgendwas zu bewirken, wie doof sie doch war.
"Entschuldigung, es war sicher zu kurz um etwas zu erfahren... tut mir leid."
Man konnte ihr das Unbehagen über ihre vorschnelle Frage richtig vom Gesicht ablesen. Denken Cath, eh du anfängst zu reden. Guter Vorsatz, nur leider war Denken im Moment ihr größtes Problem.
Ihre verschränkten Arme lösten sich und sie legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Du hast dich in Gefahr gebracht Cathrine und du bist noch immer geschwächt“, fing sie an, wobei sie das Mädchen in den Flur hinaus manövrierte. Einige Dinge sollte man doch unter vier Augen besprechen. „Sicherlich wolltest du nur helfen, allerdings muss ich dir sagen, dass du gleich in Ohnmacht gefallen bist. Du warst schlicht ausgepowert...“ Jean wandte ihren Blick kurz in den Speisesaal zurück, bevor sie sich wieder an Cathrina wandte. „Ein Team hat sich auf die Suche gemacht nach Scott und wir müssen ihnen vertrauen. Ich weiß nur zu genau, wie schwer es ist hier herumsitzen zu müssen und nichts tun zu können. Was du gesehen hast, was du erzählt hast, dass alles ist womöglich passiert. Aber niemand weiß, wie die Zeit tickt. Vielleicht ist das Team Wochen oder gar Monate später dort aufgeschlagen, sogar Jahre wären denkbar. Der Zustand, in dem du Scott gesehen hast, ist vielleicht längst vorbei“, an schlimmeres wollte sie gar nicht denken. „Ich habe dem Team versucht mitzuteilen, dass ein paar deiner Mitschüler verschwunden sind und sie womöglich durch das Tor gegangen sind. Sollten sie Scott nicht finden, dann kann ich sie davon in Kenntnis setzen, was du gesehen hast. Im Moment ist es einfach zu anstrengend mit ihnen in Kontakt zu bleiben, so dass ich es nur von Zeit zu Zeit versuche und dann muss gut überlegt sein, was genau ich ihnen sage.“ Nachdenklich sah sie sich um. „Was du gesehen hast, wird nicht umsonst sein... wenn sie das Wissen brauchen, schicke ich ihnen eine Nachricht. Im Moment prügeln sie sich allerdings mit fehlenden Sprachkenntnissen und Männern in Röcken herum“, irgendwie war sie ins komische abgerutscht. Wohl auch ein unbewusster Themenwechsel um die Spannungen zu lockern.
"Schotten, sie prügeln sich mit Schotte herum?" Nun musste sie auch grinsen und sie war froh, dass Dr Grey nicht mehr so distanziert war.
"Na, da sollten sie aufpassen. Richtig alte Schotten sind gute Kämpfer und auch sehr misstrauisch gegenüber Fremden."
Cath wußte viel von Schottland und seiner Geschichte, immerhin war sie hier geboren und hatte den sprichwörtlichen Stolz schon mit der Muttermilch bekommen.
"Ich werde heute nachmittag wieder mit Mr Knight üben. Aber wirklich nur Konzentration und Atemübungen. Ich weiß nicht, wie ich an diese Erkenntnisse gekommen bin, aber ich hab es nicht darauf angelegt, dass müssen sie mir glauben."
Es war ihr wichtig, dass Dr Grey ihr glaubte. Die Erfahrungen, die sie gemacht hatte, waren für sie so schockierend gewesen, dass sie mit ihrer heutigen Übung eigentlich nur versuchen wollte, dass Ganze zu verarbeiten und zu verstehen.