Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Es war schon richtig, dass das junge Mädchen nun öfter in der Umgebung des Instituts zusehen war. Spekulationen was sie dort zu suchen hatte waren natürlich frei. Es war nun mal so, dass sie noch nicht solange in Inverness lebte, aber durchaus vor hatte hier zu bleiben. Zwar hatte sie mit ihrem Job im Musikladen Glück im Unglück gehabt, trotzdem konnte sie nicht gerade sagen, dass sie den Job wirklich gern tat. Er war notwendig, vor allem weil sie ihr eigenes Leben fern der Heimat leben wollte und der Gedanke von jemand abhängig zu sein für sie einfach unerträglich war.
Zumal hatte sie hier in Inverness keine Freunde oder Bekannte, was war nahe liegender als den Kontakt zu anderen ihres Alters zu suchen? Brooke und Curly fielen ihr auf Anhieb ein, die sie im Musikladen kennen gelernt hatte. Nun war Slade niemand dem es am Selbstvertrauen mangelte, aber es war dennoch nicht ihre Art einfach so ans entsprechende Institut zu klopfen. Obwohl sie wirklich sehr neugierig war. Zumindest munkelte man in der Stadt, dass es einen ganz bestimmten Grund hatte, dass die Kinder mitten in den Highlands zur Schule gingen. Slade war sich sicher, dass sie das was sie interessierte auch durchaus in Erfahrung bringen konnte. Eile mit Weile.
Es war weniger Zufall, dass sie sich an ihrem freien Tag in der Umgebung des Institutsgeländes aufhielt. Sie hatte Neuigkeiten den Job betreffend, natürlich würde sie Caleb anrufen, aber es war doch auch nicht weiter schlimm wenn sie darauf spekulierte ihn oder Brooke hier zu treffen.
Es war nicht das erste Mal, dass sie hier in Inveress war. Als Kind war sie schon einmal hier gewesen, wobei es gewagt war in ihrem Alter von Kindheit und ‚damals’ zu sprechen, aber damals hatte es noch nicht dieses Cottage gegeben. Obwohl? Vermutlich war es doch schon hier gewesen nur wurde es zu dem Zeitpunkt nicht bewohnt. Das Slades Augenmerk auf besagtes Cottage richtete hatte seinen Grund und der stand mit blitzender Karosserie in der Auffahrt und ließ ihr Herz höher schlagen. Niemals zuvor hatte sie einen solchen Wagen in den HIGHLANDS gesehen. Eigentlich fuhren die Leute hier verschrammte Rostlauben, doch dieser Wagen trieb ihr fast die Tränen in die Augen und beschwerte ihr einen halben Trockenorgasmus.
Vorbei war es mit der Absicht auf bestimmte Leute hier treffen zu wollen. Ohne viele Berührungsängste sprang sie über den niedrigen Gartenzaun und hielt geradewegs auf den Wagen zu. Sie war zwar keine Expertin, obwohl…doch…-sie war eine Leihenhaft Expertin- dieser Wagen wurde gehegt und gepflegt. Sie kniff die Augen zusammen als sie um den Wagen herum ging und biss sich auf die Unterlippe und fuhr mit den Fingerspitzen über den glänzenden Lack. Leider war der Wagen abgeschlossen, sie überlegte einen Moment lang ob sie ihn wohl aufbrechen sollte damit sie einen Blick unter die Motorhaube werfen konnte.
Nein, sie konnte nicht gerade sagen, dass sie den Laden indem sie zurzeit ihr tägliches Brot verdiente sonderlich mochte, allerdings war sie kaum in der Lage wählerisch zu sein. Allzu lang war sie ohnehin noch nicht in Inverness und von der angepriesenen wilden Romantik dieser Region hatte sie hier in der Young-Street noch nicht soviel mitbekommen. Dabei musste sie eigentlich froh sein, dass sie so schnell einen Job gefunden hatte mit dem sie sich hier über Wasser halten konnte und immerhin ein kleines Zimmer finanzieren könnte. Millionärin würde sie bestimmt nicht, aber verhungern würde sie auch nicht.
Der Laden indem sie ihre Tage verbrachte war nicht gerade das was man ein Schmuckstück nannte, dadurch dass das Ladenlokal über Eck ging war es unauffällig und nicht gerade einladend. Von Außen zumindest machte der An- und Verkaufladen von Musikartikeln nicht gerade viel her. Er war allerdings beinahe so etwas wie ein Insidertyp für Platten und Cds- Raritäten. Sogar ein paar gebrauchte Musikinstrumente nannte das „notice“ sein Eigen. Wer hier her kam, kam in erster Linie um zu stöbern und ein paar unbekannte Szenemusiker würden sich unter Garantie auch ab und an mal hier her verirren.
Vielleicht war der Laden gar nicht so schlecht wie Slades Laune, aber im Moment fehlte ihr die Objektivität das zu Beurteilen. Larry, der Besitzer des Ganzen war ein Mann der froh sein konnte zu leben. So sah es jedenfalls Slade. In ihren Augen war er weder besonders clever noch besonders geschäftstüchtig, aber irgendwas musste der Mann ja an sich haben, dass er es nun schon fünf Jahre lang schaffte von diesem Laden zu leben. Slade fand ihn abstoßend, mit seinen langen, fettigen Haaren und seiner schwarzen –vom waschen schon längst ausgebleichten- Kleidung. Allerdings hatte sie niemals zuvor einen Menschen getroffen der sich mehr mit Musikveröffentlichungen auskannte als Larry.
Wie es zu erwarten gewesen war, war Slade nicht die einzige Mitarbeiterin. Ihr Arbeitskollege war Patrick. Patrick der aussah wie ein Gorilla mit seinen viel zu langen Armen. Slade schätzte ihn nicht älter als 26 doch die Haare die ihm bereits auf dem Kopf fehlten wucherten ihm aus sämtlichen Körperöffnungen die sie zu sehen bekam. Ob sie ihren Job mochte? Nicht sonderlich, da gerade Patrick –der seit Eröffnung des Geschäfts hier arbeitete- um seine Stellung bei seinem Chef fürchtete. Warum dem so war konnte Slade nicht begreifen, gab es hier etwa eine Verkäuferhierarchie und sie hatte sie nicht mitbekommen?
Sie war bestimmt nicht hier um Streit zu provozieren, aber die gesamten drei Wochen in denen sie nun hier war, ließ Patrick kaum einen Moment aus um sie zu ärgern. Sich auf sein geistiges Niveau zu begeben war einfach unter Slades Würde, so dass sie versuchte ihn durchgehend zu ignorieren, nur ließ sich diese Verhaltensweise nicht gerade gut mit ihrem Temperament vereinbaren.
Erst vor wenigen Minuten hatte ein Händler einen ganzen Karton voller Schallplatten an Larry verkauft die man beim aussortieren auf einem Dachboden gefunden hatte. Für Larry war es ein gutes Geschäft gewesen und Slade stöberte selbst einfach gern in den alten Beatles, Jerry Lee Lewis und Ricky Nelson Platten. Vielleicht würde sie sich heute sogar selbst einige Scheiben gönnen.
Es war ja beinahe abzusehen gewesen das Patrick gleich herbei stampfte und seltsame Geräusche ausstieß die Slade als Worte interpretierte. Was dieser Affe versuchte ihr zu sagen war ihr nicht ganz klar, sie ging nur in Deckung weil er beim Schreien spuckte. Wie gern sie ihn einfach mal kräftig in die Klöten getreten hätte. Doch als das Glöckchen an der Ladentür baumelte könnte das ihre Rettung vom Mann ohne Hirn bedeuten….
(Das würde bedeuten: sie hält 20 Minuten dauersprint durch, bis 55 Meilen/h
und sie muss beim verjüngen alle 4 h eine Pause von 30 Minuten machen.)
Alter: schätzungsweise 18 Jahre alt
Geburtstag: nicht bekannt
Geburtsort: New York City
Beruf: haelt sich mit Gelegenheitsjobs ueber Wasser
Aussehen: sportlich bis zierlich
Haarfarbe: braun
Augenfarbe: gruenbraun
Besondere Kennzeichen: keine Angaben
Charakter: keine Angaben
Vorlieben: keine Angaben
Abneigungen: keine Angaben
Hobbies: keine Angaben
Freunde: keine Angaben
Familie: keine Angaben
Geschichte:
Der Mann im Schatten der Baeume kauerte sich unbemerkt nieder. Mit geuebten Bewegungen oeffnete er seinen Aktenkoffer und begann die einzelnen Teile seines Praezisionsgewehres zusammenzuschrauben. Den beiden Gestalten schenkte er dabei im Augenblick wenig Aufmerksamkeit. Eins nach dem anderen. Das war einer der Gruende fuer seinen Erfolg in diesem Berufszweig. Er hatte den Auftrag erst vor vier Stunden angenommen und war recht erfreut, dass die Ausfuehrung nicht sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wuerde.
Nachdem er das Visier aufgesetzt hatte, zog er ein Taschentuch hervor. Der scharfe Wind war Gift fuer seinen Schnupfen. Andererseits konnte er sich fuer zehntausend Dollar eine Menge Schnupfenmittel kaufen. Er nieste einmal leise in sein Taschentuch, steckte es wieder ein und nahm die Gestalt am Strand ins Visier.
Der Mann liess das Gewehr sinken, als Slades Koerper sein Ziel verdeckte und einen praezisen Schuss verhinderte. Der Auftrag bezog sich nur auf eine Person, und Geschaeft war Geschaeft. Der Wind zerrte an seinem sandfarbenen Ueberzieher. Schniefend zog er abermals sein Taschentuch hervor und setzte sich nieder, um zu warten.
Der Hinterkopf stand genau im Fadenkreuz des Zielfernrohrs des Praezisionsgewehrs mit hochwirksamem Schalldaempfer.
Ping machte es, als ob ein kleiner Stein von einem Felsen abprallte.
>>Du solltest dich auch nicht auf die Pistole stuerzen<< unwirsch riss er den Hoerer von der Gabel und fing an zu waehlen. >>Der Schuss haette dich treffen koennen.<<
>>Ja.<< In dumpfer Faszination starrte sie auf den roten Flecken, der sich am Aermel ihres Pullovers ausbreitete.
>>Ich glaube, das hat er auch.<<
>>Was?<<, knurrte er, drehte sich um und liess sofort den Hoerer fallen. >>Oh, mein Gott.<< Mit zwei Schritten war er bei ihr und trennte mit einer raschen Bewegung den Aermel am Saum ab. >>Er hat dich angeschossen!<<
Die Brauen konzentriert zusammengekniffen, starrte Slade auf die Wunde. >>Ja, das hat er. Ist das nicht irgendwie cool? Ich spuere gar nichts. Sollte es nicht wehtun? Da ist soviel Blut.<<
>>Halt den Mund, verdammt noch mal, sei endlich still.<<
>>Bestellst du mir ein Bier? Ich glaube, ich werde ohnmaechtig.<<
Ich bin ein Mutant und obwohl es nicht gerade einfach ist das zuzugeben, besonders nicht bei der momentanen politischen Lage, habe ich nie einen Hehl daraus gemacht oder versucht es zu verbergen. Das Leben hat mich Toleranz gelehrt.
Ich rede nicht wirklich gern ueber meine Kindheit oder meine Jugend, dabei spielt es keine Rolle ob sie nun sonderlich rosig war oder einfach nicht so toll. Ich bin einfach kein Mensch der Zwischenmenschliche Beziehungen pflegt, dabei bin ich eigentlich auch kein
Aussenseiter. Ich habe ein paar Freunde ja, aber wenn man Freunde hat, in diesem Umwelt indem ich lebe, zaehlt etwas anderes und nicht schaurig schoene Lebensgeschichten oder sonstige Einzelschicksale.
Ich bin in New York aufgewachsen und diese Stadt lehrt einem schon frueh sich einen gewissen Grad an Abgebruehtheit anzuschaffen. Ausserdem ist sich jeder selbst der Naechste. Dabei bin ich nicht gleichgueltig anderen Leuten gegenueber. Ich halte mich selbst schon fuer eine Frohnatur. Keiner weiss es besser als ich, dass ein Leben in nur wenigen Sekunden vorbei sein kann und ich moechte, wenn es fuer mich einmal vorbei sein wird, mit meinem Schoepfer einen wohlverdienten Feierabendwhisky trinken.
Ich war schon solang ich denken kann ein Technikfreak. Ich weiss gar nicht genau warum es so ist, aber Dinge die Piepen und Blinken haben mich schon immer fasziniert. Es ist wie eine Sucht herauszufinden wie gewisse Dinge funktionieren, so gesehen halte ich mich fuer einen Chirurgen von Geraetschaften und ich glaube auch nur da liegt mein wirkliches Talent.
Mein Talent und meine Gabe garantieren mir mein Ueberleben und das ich dabei nicht immer in ganz legale Geschaefte verwickelt bin bereitet mir heute schon weniger Kopfzerbrechen als noch vor einiger Zeit.
Und obwohl ich verdammt schnell bin, kann ich vor meinem eigenen Gewissen nicht davon laufen.