Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Auf dem oberen Treppenabsatz angekommen, hielt die - doch sehr junge - Lehrkraft auf eines der Zimmer zu, die sich unmittelbar in der Nähe befanden.
Ihr kurzes Klopfen hatte ein "Herein" zur Antwort, dass einer tiefen, grossväterlich wirkenden Stimme entsprang.
"Gabriel? Können die..." Zu Ende führen konnte sie ihren Satz allerdings nicht, denn die Tür schwang bereits auf und ein in die Jahre gekommener Ire mit Rauschebart lehnte im Türrahmen, um die drei Mädchen hinter Rohey kurz zu beäugen - nein, schon eher einer Musterung zu unterziehen.
"Hm... Na, dann kommt mal rein", brummelte er vor sich her. "Raguel hat schon die Sachen für euch bereit gelegt."
Und tatsächlich, auf der Kommode im dem schmalen Flur lagen zwei blaue Jeans und ein weisses, ein schwarzes T-Shirt bereit.
Wie das allerdings möglich war, blieb eine gute Frage, denn Raguel sass doch immernoch unten beim Frühstück. Oder?
Sie nickt dem Fremden zu mit einem etwas aufgeweckterem Lächeln.
Sie kam schon immer besser mit Menschen aus, die über 30 waren.
"Guten Tag."
Ihr Blick fällt auf die Kleidung, aber für sich hat sie schon beschlossen, sich heute über nichts zu wundern. Analysieren konnte sie,wenn sie alleine war.
"Ähm...entschuldigung, aber ich habe noch eine Frage..."
Sie sieht zu den beiden Älteren.
Mal sehen...
Cathy trat auch ein.
Das erkennen des - unverwechselbar! - Irischen Akzent Gabriels zauberte kurz ein Lächeln auf ihr Gesicht.
Sie ließ die - auf sie recht sorgfältig wirkende - Musterung still schweigend über sich ergehen, blickte dabei den Älteren jedoch auch ihrerseits recht genau und interessiert an...
Auch Julie trat etwas verschüchtert ein und hielt sich etwas im Hintergrund.
Sie schaute auf den Boden, als sie Gabriels Blick auf sich spürte.
Nicht nur für einen Empathen war zu erkennen, dass sie sich etwas unwohl fühlte...
Gabriel hatte bereit den kleinen Flur durchschritten und liess sich in dem kleinen Wohnzimmer auf einem der Sessel nieder, während Rohey sich noch einmal interessiert zu Elayne um. "Hm? Worum geht es denn?" Und mal im Ernst, wenn man nicht der Frau sein Herz ausschütten konnte, wem denn eigentlich dann?
Nach den Sachen greifend, gab sie Juliece und Cathy jeweils ihre Sachen herüber und winkte den Mädchen ihnen erstmal ins Wohnzimemr zu folgen und sich bei Gabriel niederzulassen.
Cathy nahm das schwarze Shirt in Empfang und griff nach ihrer Jeans... nun, Julie würde schon nichts gegen das weiße haben... und wenn, konnten sie ja immer noch tauschen...
Bei dem Gedanken musste sie kurz grinsen. Dann betrachtete sie weiter den gemütlich, aber trotz allem auch etwas befremdlich wirkenden, älteren Herren... Gabriel... nun...
Woher man das... Also, die Frage machte Rohey tatsächlich sprachlos - und sie sollten es sich rot im Kalender anstreichen, denn sowas war selten, wirklich selten.
Nach einer kurzen Pause, in der sie scheinbar selbst nach einer bestmöglichen Erklärung rang, deutete sie den Mädchen sich aufs Sofa zu setzen und liess sich selbst ebenfalls auf der Sessellehne bei Gabriel nieder.
"Wenn du Fähigkeiten besitzt - oder sie entwickelst -, die anderen Menschen ihr Leben lang verwährt bleiben." Ein Gott unter den Insekten eben - wie lange sie diesen Spruch in ihren schlimmsten Tagen selbst gepredigt hatte.
Gabriel schenkte den Mädchen ein erfreulich warmes Lächeln und faltete die Hände auf seinem Knie ineinander.
Cathy konnte machen, was sie wollte, Gabriel war ihr sympathisch !
Irgendwie erinnerte er sie an ihren leider schon verstorbenen Großvater väterlicherseits... das waren mit ihre schönsten Kindheitserinnerungen... er war bis jetzt nur sehr sparsam mit seinen Worten umgegangen, aber schon jetzt juckte es Cathy, ihm im selben, schweren Dialekt zu antworten, der so typisch für die grüne Insel war, und der für den Ideal-Standard-Briten zumindest genauso frustrierend war, wie das kauende Schottisch.
So ließ sie sich also auf dem zugewiesenen Sofa nieder, streifte nach einem kurzen blick auf Gabriel die Schuhe von den Füßen und zog die Beine an den Körper, umarmte sie.
Aber was ist denn heutzutage schon normal...
Wenn ich dran denke... nur weil ein wirklich genialer Snooker-Spieler Bälle spielen kann, die ich mir nicht mal vorstellen kann, heißt das aber auch noch lange nicht, dass er ein Mutant ist...
"Wisst ihr, was traurig ist?" flüsterte Cathy in die Stille, die Roheys Worten folgten.
"Jetzt, da es uns gibt, wird jeder, der etwas besonderes kann, egal wo auf der Welt, unter dem Misstrauen seiner Mitmenschen leiden müssen... selbst wenn er kein Mutant, sondern nur wirklich begabt ist..."
Auch Juliece lies sich auf dem Sofa neben Cathy nieder und lauschte dem was sie sagten.
Sie konnte kaum wirklich mit reden, was sie nicht störte, denn sie war stolz was hinzulernen zu können.
Sie war noch nie anderen Mutanten begegnet, zumindest nicht, dass sie wusste, bis auf jetzt und dann so viele auf einmal.
Ich habe so viel von Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten gelesen.
Aber Abhandlungen über Mutanten gibt es nicht, weswegen ich...weswegen ich nie dran dachte, einer sein zu können - bis heute.
Nur... woher kommt dieser Name?
Wan ist" Mit einem Blick zu Cathy" jemand einfach begabt oder jemand Mutant?"
"Nun, ich denke, dass es schon einen Unterschied gibt... leider..."
Im Grunde genommen ist es doch ganz einfach: Die Leute sehen etwas, das nicht in ihr Weltbild passt, und davor haben sie Angst... so war es schon vor tausend Jahren, nur haben sie damals geschrien 'Verbrennt die Hexe'... heute sind es eben wir Mutanten... Warum haben die Leute solche Schwierigkeiten, ihre Ansichten zu überdenken und vielleicht auch zuzugeben, dass sie NICHT die Spitze der Evolution sind? Ich meine, nicht dass ICH das nötig habe, das zu sein... aber wie hat diese staatliche Fernsehdokumentation das genannt? 'Multiple Genetische Mutationen'... und dann haben sie es mit den Auswirkungen von Tschernobyl verglichen, so als wären Mutanten eine Krankheit, oder die Tatsache,dass sie existieren ein Unglück... dabei haben schon viele Mutanten ihre Fähigkeiten eingesetzt, um ihren Mitmenschen zu helfen... da hab sogar ich schon was von gehört, aber in den Medien wird das dann immer totgeschwiegen... aber jedes kleine Gerücht über einen 'gefährlichen, amoklaufenden Mutanten' wird sofort in den 20-Uhr-Nachrichten ausgestrahlt, da stimmt doch was nicht!
All das nur, weil wir anders sind? Oder in unseren jeweiligen Bereichen einfach haushoch überlegen?
Warum immer die Furcht vor dem Fremden?
Das alles macht mich KRANK!!
Cathy war ihr Brüten direkt anzusehen... gegen Ende schnaubte sie nur abfällig, biss sich selbst auf den abgewinkelten, rechten Zeigefinger und kuschelte sich weiter in die Couch.
Da steckt doch sowieso nur meinungsmachende, demagogische Politik der Regierung dahinter... weil es kein einheitliches System gibt, um Mutanten zu überwachen und sie das Gefühl haben, dass wir ihrer Kontrolle entgleiten...
Also das Mädchen konnte einem Löcher in den Bauch fragen. Trotzdem erntete Elayne ein leichtes Schmunzeln.
"Eine Mutation ist schon lange ein Begriff in der Biologie" das war doch sicher allgemeinhin bekannt, oder? "und deswegen gab man ihn auch Menschen wie uns. Unsere Gene sind mutiert", dabei deutete Rohey mit den Fingern Gänsefüsschen in der Luft an und zuckte schliesslich recht gleichgültig mit den Schultern. Im Prinzip war es auch egal, woher der Name kam - so lange er noch mit solchem Hass und so grosser Angst besetzt war, würde es für alle nicht einfach sein einer von ihnen zu sein.
"Durch diese Veränderungen der Chromosomenstränge werden die Mutationen wohl hervorgerufen." Rohey an Dr.McCoy. Hey, Hank, mein blaues Kuscheltierchen, warum hast du mir das nie genau erklärt?