Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Obwohl sie eigentlich sehr müde war und sich ins Bett gelegt hatte, konnte sie nur ein paar Stunden schlafen.
Nicht, dass sie sich im Institut nicht wohl fühlte, aber die Aufregung ließ sich nicht ruhig schlafen.
Kurz nach Mitternacht stand sie wieder auf, zog sich an und machte sich auf den Weg in den Garten. Er war ihr schon bei der Ankunft aufgefallen. Dass die Sterne am Himmel gut zu sehen waren, war für sie noch ein anderer Grund im Garten spazieren zu gehen.
So blickte sie in den Himmel und genoß die Ruhe.
Wie immer konnte er nachts nicht einschlafen. Die Spannung in ihm war wieder einmal ziemlich groß. Um sie abzubauen ging er hinaus. Diese Nacht war zum Laufen viel angenehmer als die letzte. Kein Regen und keine Wolken die den Schein des Mondes schwächten. Mit weiten, raumgreifenden Schritten war er wieder über die Waldwege gehetzt, seinen Streit mit Logan vergessend und nur noch im Jetzt lebend. Erwürde nachher auch noch mal versuchen per internet mit Kilian Kontakt aufzunehmen.
Will hatte die Augen geschlossen. Doch war da nicht ein Geräusch? Schritte?
Sie drehte sich um und sah Padraig. Den kenn ich doch, der war auch in der Küche.
Sie lenkte ihre Schritte in seine Richtung, er dürfte sie hören, dann anschleichen wollte sie sich gewiß nicht.
"Guten Morgen", mit einem Lächeln. "Um die Uhrzeit schon so sportlich oder ist das Frustlaufen?", strich sich die Haare aus dem Gesicht, die der laue Wind um sie hineinbließ.
Er bemerkte erst jetzt, dass da jemand war. Wohe kante e sie? ach ja, stimmt, die war vorhin zusammen mit Karl und Logan in der Küche gewesen. Irgend ein Problem mit ihrem Motorrad oder so Und Logan hatte ihr angeboten, das sie auf dem Institutsgelände würde bleiben können. Padraig fand das etwas riskant, denn immerhin liefen hier doch einige Jugendliche rum, die mit ihren Gaben noch nicht wirklich umzugehen wussten. Und dann eine Nicht-Mutantin hier unterzubringen war doch ein wenig riskant. "Hallo, nein, weder noch. Ich brauche das einfach so als Ausgleich. Du heißt Willow, hab ich das richtig in Erinnerung?"
"Ja... aber Will reicht auch. Und du unterrichtest hier? Chemie, oder?", blickte ihn neugierig mit ihren hellblauen Augen an. Diese leuchteten kurz hell auf und der Wind ebte ab.
"Sorry, nicht dass du dich noch verkühlst. Hab ja heut schon für einen kleinen Sturm im der Küche gesorgt.", bei dem Gedanken an die klappernden Kochtöpfe und das überraschte Gesicht von Logan musste sie dann doch schmunzeln.
Als der Wind nach ihren Worten abebbte war er doch ein wenig überrascht. Ok, Logan hatte doch nicht so unvorsichtig gehandelt wie er gedacht hatte. Se war also auch eine Mutantin.
"Ja stimmt, ich unterrichte hier Chemie, Gesellschaftslehre und wenn sich genügend melden auch Deutsch. Allerdings habe ich was den Deutschunterricht angeht noch keine Ahnung wie viele das Fach wählen werden. Und auc in den abderen Fächern werde ich erst einmal eine Art Wissensstandabfrage machen müssen, damit ich nicht gleich mit zu schwierigen Themen anfange. Und was machen sie beruflich?"
Sie hörte ihm aufmerksam zu.
"Ich studiere Chemie und Biologie auf Lehramt, daneben noch ein bißchen Werkstoffwissenschaften. Ich experementiere gerade mit einem neuen Nanolack.", erzählte sie mit voller Begeisterung. Ja, jetzt war sie in ihrem Element, vielleicht hatte sie in ihm einen Gesprächspartner gefunden, den sie nicht damit langweilen würde.
"Aber gerade habe ich Semesterferien und bin mit meinem Motorrad unterwegs, naja, zumindest bis heut Nachmittag gewesen", sie lächelt verlegen, "wenn da nicht die Panne gewesen wäre." Es war ihr sichtlich peinlich und sie wurde auch etwas rot, was man bei Nacht aber Gott sei dank nicht gut erkennen konnte.
"Eigentlicht wollte ich in Glasgow studieren. Aber...", sie stockte und senkte für einen Moment traurig den Kopf, "... das ist ja nicht so wichtig. Ich habe mich dann für London entschieden.", sagte sie mit einem Lächeln. "Eine schöne Stadt, in der man viel erleben kann. Aber immerwieder packt mich das Heimweh und ich schnapp meine Maschine und fahr in die Highlands. Mal da, mal dorthin.", sie genoß es wirklich sehr wieder daheim zu sein.
"Um auf den Lack zurückzukommen, ich mache Versuche zur Chemikalienbeständigkeit. Wie du vielleicht weißt, hat der Nanolack eine sehr dichte Netzstruktur und kann dadurch eine dreimal höhere Kratzbeständigkeit haben. Schön und gut... Gegenüber Chemikalien aber ist er konventionellem Lack nicht überlegen.", sie blickte ihm lächelnd in die Augen. Sie freute sich, da er sich wohl durchaus für ihre Arbeit interessierte. "Und nebenher schraub ich noch an meiner Maschine herum, aber letztes Mal hab ich es wohl etwas übertrieben", ihre Stimme wurde leise, denn es war ihr doch sehr peinlich.
"Ach ja, das mit der Maschine hab ich so am Rande mitbekommen. ich bin bei sowas ja gänzlich unbegabt. Bin nur froh, dass mein Auto zuverlässig ist, aber ich fahre ja auch selten. Ich bin lieber in der Natur und habe meine Ruhe. Und bisher kann ich mich darüber hier auch gar nicht beklagen. Aber das mit Deinen Nanolack-experimenten... da musst Du mir mal die Aufzeichnungen zeigen. Werkstoffkunde war zwar nicht mein Spezialgebiet, aber vielleicht sehe ich ja was, was du bisher überseen hast.ö Und vielleicht bringt Dic ja eine meiner, wahrscheinlich manchmal dämlichen Fragen, auf die richtige Spur. Man weiß ja schließlich nie." Er grinste sie freundlich an. Der kurze Moment der Trauer als sie Glasgow erwähnte war ihm nicht entgangen, aber noch hielt er es für zu früh danach zu fragen.
Will erwiderte sein Grinsen, Padriag schien ja ein richtig netter Kerl zu sein.
"Ich hab kein Auto, nur mein Motorrad. In London ist der Underground so gut ausgebaut und zuverlässig, da hab ich mir keins angeschafft. Ich find es wesentlich entspannter mit der U-Bahn zu fahren, denn dann komm ich ganz sicher nicht in die Rush hour, in einen Stau", sagte sie schmunzelnd.
"Meine Aufzeichnungen kann ich dir gern zeigen, aber ich hab nicht alle Dokumente dabei, der Rest ist noch in London im Labor. Ich hab nur sehr wenig Platz in meinen Motorradtaschen und außerdem wollte ich mich ja eigentlich erholen und entspannen", sie zwinkerte ihm zu.
"Es würde mich aber sehr freuen, wenn du sie dir mal ansehen würdest. Du bist der Boss, ich muß noch viel lernen...", sie strich sich lächelnd ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht. "Und ich glaub nicht, dass deine Fragen dämlich sein werden, ganz und gar nicht", leicht schüttelte sie ihren Kopf.
"Die Tube in der Rush Hour war auch nicht viel angenehmer als mit dem Auto. Vergiss nicht, wie sich die Leute da reingezwängt haben, weil sie unbedingt mit eben dieserU-Bahn fahren müssen, obwohl die nächste schon 5 Minuten später kommt. Oder wenn die -Bahn zu spät kam. Diese Gemurre und die miese Stimmung. Ich vermisse das in keinster Weise." Vor allem erinnerte er sich an einen Vorfall als er etwas abgelenkt war und selbst die U-Bahn lahm gelegt hatte. Es hatte zum Glück keiner gewußt, dass er den Strom abgezogen hatte. Gott, war ihm das peinlich gewesen. Nur hatte er des ja im Nachhinein nicht mehr ändern können.
"Ich bin was Werkstofftechnik angeht nicht der Meister. Mein Wissen reicht aus um Schülern und wohl auch einigen Studenten die grundlegensten Dinge der Chemie zu vermitteln."
"Ich bin bis jetzt ganz gut in London klargekommen...", sie lächelte.
"Wann hättest du denn Zeit, um dir die Aufzeichnungen anzusehen? Ich denke, du hast sicher viel mehr drauf... Ich bin selber noch Studentin, du bist der Lehrer!", sie blickte ihm tief in die Augen. "Ich könnte sicher noch viel von dir lernen. Zumal ich mich mal um ein Referendariat kümmern sollte", ja, sie war wieder mal zu spät dran, ganz nach dem Motto: Lieber zu spät als nie! "Da kannst du mir sicher wertvolle Tipps geben!"
"Nun, der Unterricht hat noch nicht begonnen und dabedeutet, ich habe momentan noch ein wenig Zeit. Hab mir ja schon ein wenig Gedanken über meinen Lehrplan gemacht. Und werde ihn dann komplettieren, wenn ich weiß, auf welchem Stand meine Schüler so im Schnitt sind. Und was ein Referendariat angeht,nun, das hängt davon ab, was Du enau mchen willst. Ich hatte ja mein Referendariat in ner Schule in London gemacht." Er schaute hoch zum Sternenhimmel. In London war so viel Lichtschmutz, dass man nur ganz selten Sterne sehen konnte und schon gar nicht so viel.
Folgte seinem Blick zu den Sterne. "Ja, die sieht man in London nicht so schön", sagte sie lächelnd.
Sie grübelte kurz.
"Nunja, ich würde gern was praktisches mit den Kids machen, chemische und biologische Versuche, das ist sicher für viele einprägsamer, als sich den ganzen Tag von den Lehrer berieseln zu lassen. Nichts gegen Frontalunterricht, aber ich werde da immer entweder unruhig oder meine Gedanken schweifen ab", sie war eben keine Schreibtischtäterin, viel lieber kochte und werkelte sie im Labor herum.
Insgeheim hoffte sie jetzt auch, dass sie sich nun nicht allzu unbeliebt bei ihm gemacht hatte. Sie war schon immer eine direkte Person gewesen und sie erhoffte sich eben auch diese Direktheit von ihren Gesprächspartner.
"Ja, das ist auch mein Anliegen an den Unterricht. Viel praktische Arbeit, damit man das Ganze erfahren und erleben kann. Gerade wenn die Jugendlichen zum ersten mal mit Chemie in Berührung kommen, ist es wichtig, dass sie verstehen, was alles dazu gehört. Reines Formellernen halte ich für Blödsinn. Natürlich, wenn man später zu den Quantenmodellen kommt und Hybrid-Orbitalen, dann ist praktische Arbeit schwierig, aber selbst dafür gibt es Möglichkeiten." Er überlegte einige Zeit und schien sie vollkommen vergessen zu haben. "Vielleicht könnte man ja Dich irgendwie hier als Referendarin unterbringen? Gerade wenn ich Versuche mit den Schülern mache, ist eine zweite Aufsichtsperson recht sinnvoll. Und erleichternd käme für Dich wohl noch hinzu, dass du Mutantin bist. Wir müssten, wenn du Lust hast, das Ganze mit Ororo absprechen. Logan will ich mit solchen schulverwaltungstechnischen Dingen nicht mehr so bald belästigen." Er grinste böse vor sich hin. Ein Kampf mit Wolverine wäre schon reizvoll. Allerdings wäre das erst dann sinnvoll, wenn er seine Gaben offiziell hier bekannt gegeben hatte. Oder zumindest Logan und Ororo davon wußten.
Aber vielleicht konnte man ja schon vorher einen Kampf arrangieren, eine, bei dem Logan seine Klauen nicht würde einsetzen dürfen.