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Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
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Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Zoey hatte ihren kleinen Hamster fest an ihr Herz gedrückt und war versucht sich aus lauter Angst einfach an Padraig zu kuscheln, damit er sie und Chui einfach beschützte. Was war nur mit Logan los? Sicher, er war ein alter Grummel aber niemals zuvor hatte sie ihn in Gegenwart von Kindern so unbeherrscht erlebt. Die Tränen die gerade aus Rührung die Wangen hinunter gelaufen waren, kullerten nun aus Kummer über die Situation. Aber da war noch etwas anderes, etwas was sie nicht in Worte fassen konnte, was aber ganz eindeutig die Wirbelsäule hinunter kitzelte. Chui müsste es doch auch spüren?
Gunni verstaute sie nun in ihrer aufgenähten Rocktasche und wie ihre Augen eigentlich funkeln konnten bekamen die Herren der Schöpfung jetzt mal auf Brot geschmiert.
Männer! Dazu fiel Rohey nun wirklich gar nichts mehr ein. Zugegeben war Norman manchmal einfach ein blödes..., aber Logan war ja momentan auch nicht viel runder am Laufen. Was bitte war nur in alle gefahren? Aber das hatte sie sich heute schon einmal gefragt und war zu keiner brauchbaren Antwort gekommen.
Einen Moment lang stierte sie Logan düster an und es war fraglich, ob Rohey nicht gleich aus ihm Schaschlik machen würde. Schliesslich aber wandte sie sich lediglich um und reichte Normand die Hand, um ihm aufzuhelfen.
Da sah man es mal wieder: Ein Pulk Männer, aber die Hochschwangere musste einem der Kindsköpfe aufhelfen. Die Welt wurde immer verrückter - war er nicht schlimm genug, dass sich Mutanten und Menschen bekriegten? Nein, jetzt mussten Logan und Norman auch noch ihren Kleinkrieg anzetteln. Eigentlich war sie wirklich stinkig auf die beiden, trotzdem schaffte sie es Norman immerhin kurz anzulächeln, vielleicht auch nur, um Chui wieder einmal zu beruhigen.
Kaum das Rohey Normans Fingerspitzen berührt hatte, schien ein Ruck durch die beiden Körper zu gehen, als hätte sie ein elektrischer Schlag getroffen. Roheys Augen weiteten sich vor Unglauben, während Normans zusehends von einer schwarzen, zähflüssigen Membran zu überzogen werden schienen.
In der rasanten Geschwindigkeit einer Kettenreaktion durchzog die beiden Körper eine weitere Veränderung, ehe jemand hätte reagieren können: Normans Haut schien trocken und brüchig wie Pergament zu werden und beinahe schwarz malten sich seine Venen unter der dünnen Haut ab. Roheys Haut hingegen schien um so dunkler zu werden, als würden ihre natürlichen Hautpigmente sich mit dem gleichen Schwarz wie Normans Augen füllen. Ein Schrei, exakt der selbe, der aus ihren beiden Mündern ausgestossen wurde und vom Geräusch her eher Logans Krallen ähnelten, die über Glas schabten.
Nun, da ein Beobachter vielleicht den Reflex verspürt hätte einzugreifen, würde er erneut vorerst abgehalten werden, als ein grelles Licht, wie die Sonne selber, über Norman und Rohey zu zerbersten schien.
Als sich das Licht, das jetzt wie kleine, tanzende Funken gen Boden segelte, in seiner Intensität abgenommen hatte und den Blick wieder auf beide Gestalten freigab, lagen sie wie zwei schlafende Kinder zusammengekrümmt im Gras.
(ooc: Einen Moment Geduld bitte vor weiteren Antworten. Die Spieler werden an dieser Stelle alle eine PN erhalten, mit einem kleinen Hinweis, wie weiter zu verfahren ist.)
Das grelle Licht zwang Padraig in die Knie. Er hatte keinerlei Kontrolle über seine Kräfte und so fing der Boden um seine Hände, mit denen er sich zuerst abstützte,an sich zu erhitzen. Alte Erinnerungen an Psi-Force kamen in ihm hoch. Simon, der so eine Art Anführer der Flüchtlinge gewesen war. Simon, wie er ohne zu Zögern auf Kevin losgegangen war, damit seine Freunde entkommen konnten. Simon, wie er unter Kevins bösartigem Grinsen zu Boden sank, während dieser ihm seine Lebensenergie entzog. Seine letzte Begegnung mit Kevin, die er gerade noch so überlebt hatte. Und jetzt hatte er das Gefühl, dass Kevin irgendwo hier in der Gegend lauerte.
Die Schmerzen in seinem Kopf wurden immer größer und er spürte, dass er dem Druck nicht mehr lange würde stanhdhalten können. Zu viel Energie schien auf ihn einzustürmen und er wußte nicht, wohin damit. Mit einem Schmerzensschrei entlud sich ein großer Teil seiner Energie in einer Druckwelle, die alle um ihn herum mit einiger Wucht erwischte.
Erst nach einigen Sekunden gelang es Padraig vorsichtig die Augen zu öffnen, doch noch immer konnte er nicht viel erkennen. Bunte Schatten flirrten vor seinen Augen herum. Vollkommen erschöpft versuchte er sich zu erheben. Noch nie hatte er auf einen Schlag so viel Energie auf einmal abgegeben.
Kurz schaut sich Chui um, wo sich nun schon drei 'Paladine' versammelt haben, und schenkt ihnen einen dankbaren Blick... auch wenn der wohl schwer als solcher zu erkennen ist. Nicht nur weil es lumineszierende Augen mit Schlitzpupillen sind, die Liam, Colum, Padraig und auch Zoey da anfunkeln, sondenr auch weil sie immer noch furchtsam der Dinge harrt, die bei Logan und Norman passieren werden, zu denen sie auch gleich wieder den Blick wendet. Und als ob das nicht genügt, hat sie ein sehr merkwürdiges Gefühl...
Das war aber erst der Anfang. Gerade als sie sich etwas beruhigt, weil Rohey dazwischengeht und Norman aufhelfen will, passiert etwas, das sie fast glauben läßt, sie wäre in einem Alptraum gelandet. Erstarrt und ohne zu begreifen schaut sie hin und wird von dem grellen Licht völlig überrascht. Ihre lichtempfindlichen Augen trifft es doppelt hart, sie wendet sich um und will ihre Augen mit dem Arm schützen, sie schreit, erschrocken, verwirrt, weil alles drunter und drüber geht und auch irgendwas mit ihr passiert, das sie nicht begreift. Seltsamerweise hat sie nach der ersten Konfusion das Gefühl, es wäre etwas... Gutes.
Aber dann erhebt sie vorsichtig wieder den Blick, da das Licht weg ist, und sieht zwei Körper leblos daliegen. "Rohey..." flüstert sie und macht ihre ersten beiden Schritte... ehe sie unter Padraigs Schrei zusammenzuckt und kurz darauf einen Stoß in den Rücken bekommt, der sie nicht nur schmerzhaft ächzen sondern auch fliegen läßt... und noch ein Schmerzenslaut als sie auf den Boden prallt und noch etwas weiterrollt. Sollte ich jetzt nicht in Ohnmacht fallen? denkt sie sich als erstes, als sie das wieder kann.
Nun hatte es auch Logan verstanden: Hatte er Padraig und dann Norman gerade einfach zerschnitzeln wollen ging er unter der Wucht des Unsichtbaren in die Knie.
Aber war er der Kämpfer der er war, wenn er nicht gleich wieder aufstehen würde und sich selbst gegen das Unbekannte in den Kampf stürzte?
Seine Wut war längst verblasst und hatte der schieren Panik um Rohey und auch insgeheim um Norman Platz gemacht, was auch immer es gewese war, es ließ ihn erschöpft das Gesicht verziehen.
"Kleines." und wer es nicht hörte, würde es nicht glauben können, dass Logan in der Lage war so besorgt und so mittfühlend zu stöhnen. Mit einem Satz den er niemals nachempfinden würde konnen war er bei Rohey und zog sie vorsichtig auf seinen Arm.
Sie mussten sofort ins Krankenhaus und schon als er sich aufrappelte, war sein geübtes Auge dabei die Lage zu erfassen und zu durchschauen.
Liam hielt sich nicht für feige und für einen Schwächling auch nicht und das er in Kämpfen die sich nicht vermeiden ließen in der Lage war seinen Mann zu stehen hatte er auch mehr als einmal bewiesen, aber die schiere Sorge um seine Frau und seine Kinder hieb ihm die Luft aus den Lungen und ließ ihn bis ins Mark erzittern.
"Rohey" das war nicht der Ruf von Liam, sondern einem Mann der im Begriff war alles zu verlieren und als würde das alles noch nicht genügen drängte ihn diese Welle einfach zurück und ließ seinen Kopf hart auf den Boden aufschlagen.
Extreme Situationen schafften es, dass Menschen zu extremen Handlungen in der Lage waren und für Liam war diese Situation das grauenvollste was ihm passieren konnte.
Mit einem Ruck war er aufgesprungen und hatte schon im nächsten Augenblick die leblose Rohey in seine Arme gezogen. "Krankenhaus" nuschelte er zusammenhangslos und weil wohl niemand hier eine Erklärung brauchte, hatte er sich schon so gut wie in Bewegung gesetzt nur entfernt hörte man ihn unverständliche Worte murmeln. " O pill rium, a leannain." (Verlass mich nicht, mein Schatz) Wenn er Rohey und seinen Kindern helfen konnte indem er starb, sollte er sofort tot umfallen.
Als er die Pamik der anderen spürte raffte sich Padraig letztendlich doch auf. Seine Beine zitterten, da er kaum noch genug Kraft hatte um sich auf diesen zu halten. In seinen Ohren rauschte es und er konnte die Stimmen der anderen nur ganz undeutlich hören. Doch schien es als wäre Rohey irgend etwas passiert. Und dann erinnerte er sich an den seltsamen Vorgang, dessen Zeuge er gerade gewesen war. Irgend etwas war mit Rohey und Norman passiert, etwas, das beide zu Boden sinken ließ und eine Lichtexplosion vor seinen Augen ausgelöst hatte. Und dann wußte er schon nicht mehr was genau passiert war. Nur dass er sich gerade sehr schwach fühlte. Doch die Angst in Liams Stimme ließ ihn seine Reserven aktivieren und mit einem eisernen Willen wankte er zu den beiden. Erschöpft lief er neben Liam her und versuchte sich ein letztes Mal noch zu sammeln. In seinem Zustand war es nicht leicht die noch verbleibende Energie in Vitalenergie umzuwandeln, aber mühsam schaffte er es. Mehrere Meter lang konnte er noch Schritt halten, dann waren seine Reserven aufgebraucht. Sein Gesicht war eingesunken und grau. Keine Spur mehr von Lebendigkeit in seinen Augen.
Als er Rohey losließ blieb er kurz stehen, dann sank er in die Knie. Er hatte keine Kraft mehr und so fiel sein Oberkörper einfach nach vorne und er landete mit dem Gesicht im Gras.
Sein Herzschlag hatte sich verlangsamt und seine Atmung war ganz flach. Der Körper arbeitete auf Sparflamme, da nicht mehr genügend Energie vorhanden war um die normalen Tätigkeiten aufrecht zu erhalten.
Padraig blickte sich um. Dort drüben im Wald hatte er eine Bewegung gesehen. Zumindest glaubte er dort etwas wahrgenommen zu haben. Und wirklich, drei Personen traten aus dem Waldstsück heraus. Padraig erstarrte. Kevin lief neben Sarah und Frank her. Und die drei schienen sich blenden zu verstehen. Noch schienen sie ihn nicht entdeckt zu haben, aber das war wohl nur noch eine Frage der Zeit. In seiner Nähe war nichts, wo er sich hätte verstecken können. Und dann sahen sie ihn. Das sadistische Lächeln auf Kevins Gesicht war nicht zu übersehen. Und Frank schien auch mit Eifer dabei zu sein. Einzig Sarah machte einen eher zurückhaltenden Eindruck. Und doch war sie es, die als erste die Waffe hob und abdrückte. Der Energiestrahl traf Padraig voll in die Brust und die Schmerzen raubten ihm fast den Atem. Wie konnte das sein? Normalerweise absorbierte sein Körper solche Energie doch? Aber diesemal spürte er nur eine Schwächung. Doch lange nachdenken konnte er nicht, denn auch Frank eröffnete das Feuer. Und nach dem 3. Treffer kippte Padraig zu Boden
Auch Colum war von der Heftigkeit der Welle weit zurück geschlagen worden. Vielleicht mochts es für ihn als Mensch noch schlimmer aussehen als für die Mutanten. Sein Herz hämmerte so fest gegen seine Brust, dass er das Gefühl hatte es wollte zerspringen.
Der schlichte Überlebenswille ließ ihn aufstehen und erkennen, dass er eigentlich nur mit dem Schrecken davon gekommen war.
Seine Augen sahen was sein Verstand einen Moment später begriff und die Frau seines Cousins leblos in dessen Armen zu sehen trieb ihn den nackten Angstschweiss auf die Strin.
Sie mussten ruhig bleiben, sie müssten erst überlegen und nicht in Panik verfallen.
"Scheiße" Nein, so eine Wortwahl passte gar nicht zu Colum aber Liam nun hinterher zu laufen würde nichts bringen. Er würde sich um seine Frau schon kümmern.
Also versuchte er hier zu helfen indem er sich zur kleinen Chui beugte und zog sie -so wie er in einem Anflug von Galgenhumor dachte: heldenhaft auf seine Arme-
"Gehts dir gut, Liebes?" sprach er mit einfühlsamer Stimme und seine grünen Augen schwammen in Tränen.
Auch Zoey hatte diese kleine Show hier am eigenen Leib erfahren müssen. Die Welle war so stark gewesen, dass sie kopfüber nach hinten gekullert war und jetzt gerade im Moment vollkommen aus dem Konzept gebracht auf ihren Hosenboden sitzen ließ.
Mit ihren großen hellen Augen blinzelte sie verwirrt in die Welt und tastete ganz automatisch nach Gunni, der als einzigster von der Aktion hier nichts mitbekommen hatte.
Sie krappelte auf allen vieren zu Padraig und zog einen besorgten Flunsch. Er lebte, dass erkannte sie indem sie ihr Ohr auf seinen Rücken legte und seinen viel zu langsamen Herzschlag hörte, auch der Puls war da den sie mit den Fingern ertastete.
Das alles war kein Grund zur Sorge, fand sie zumindest. Tiere die in den Winterschlaf gingen verlangsamten ihren Stoffwechsel auch um das vielfache, dass einzigste was sie nun tun konnte war ihn zu wärmen.
So kuschelte sie sich so nah wie es eben ging an Padraig und strich ihm liebenswert durch seine Haare. Keine Sorge...alles wurde wieder gut.
Während einer Druckwelle auf einem Stein zu sitzen war eine selten schlechte Idee gewesen, wie Storm unmittelbar erkennen musste, als sie gradewegs hinter dem Stein im Gras lag und sich einiges an Kies unangenehm in ihren Rücken grub. Ihren Hinterkopf durchzuckten tausende kleiner Nadelstiche und wahrscheinlich war es nur ihrem jahrelangen Training als X-Men zu verdanken, dass sie trotz der Schmerzen und des unerklärlichen Vorganges in ihr nich die Nerven behielt, zumindest so weit es möglich war. Keuchend drückte sie sich wieder empor und - was nicht unbedingt beruhigend war - sah sich mit weissglimmenden Augen um.
Nein, das der Wind auf beunruhigende Weise nicht nur auffrischte, sondern sich von einem Moment auf den andern in ein in zerrendes Kleid warf, war so wenig ein Zufall, wie die grauen Regenwolken, die aufzogen und ein Gewitter mit sich brachten.
Aber woher zum Teufel kam der Schnee, mitten im Sommer und mit ihm eine schneidende Kälte.
Logan knurrte auf wie ein verletztes Tier in seinen letzten Atemzügen. Wie konnte das passieren? Rohey...Wenn ihr oder den Kindern etwas zustiess...er würde sich das niemals verzeihen können.
Es lag etwas in der Luft, dass nicht offensichtlich war aber dennoch präsent, so schwer, so süss, so klebend. Aber was sollte das? Er konnte nichts für Rohey tun, aber für die Anderen trug er die Verantwortung.
"Ro!" donnerte er befehlend in ihre Richtung, sie müsste sich beruhigen, sofort. Colum nahm sich Chui an und er fand sich vor einer kuschelnden Zoey und den bewusstlosen Padraig und Norman wieder.
Wäre er das Arschloch für den ihn alle hielten, dann würde er sie hier liegen lassen..aber so ging er in die Knie, packte sich Norman nicht gerade sanft und warf ihn sich wie einen nassen Sack über den Rücken.
Bei Padraig verhielt es sich ähnlich, ohne auf Zoey zu achten grabschte er regelrecht nach dem Stoff des Hemdes auf seinem Rücken und warf ihn sich über die andere Schulter. Sie mussten alle sofort ins Haus. Bewegung!
Keine Ohnmacht. Nur die Verwunderung und die Frage, was sie umgestoßen hat, schmerzende Stellen vom Aufprall und das Gefühl, dass es kälter wird. Sehr schnell, sehr viel kälter. Mit einem leisen Ächzen setzt sie sich auf und schaut zu Rohey und Norman hinüber, um die sich schon gekümmert wird... naja, um Rohey zumindest. Nichts gegen Norman, den sie gar nicht richtig kennt, aber das hätte sie auch zuerst getan. Aber... was war nur los dass es sie (und nicht nur sie, bemerkt sie) umgehauen hat? Das kam von woanders als von Norman und Rohey... was ist hier eigentlich los?
Fast ruckartig, als hätte seine Annäherung sie erschrocken, schaut sie zu Colum, rappelt sich mit seiner Hilfe auf und erlebt gleich wieder was Neues... jedenfalls kann sie sich nicht erinnern, wann sie das letztemal schützend umarmt worden wäre. Ein sehr angenehmes Gefühl... "M-mir ist kalt..." sagt sie zuerst nur und schaut zu ihm auf. Weint er? "Aber sonst... gehts mir gut." fügt sie hinzu, beruhigend, wie sie hofft... dabei ist sie überhaupt nicht ruhig. So ein Gefühlschaos hatte sie noch nie soweit sie sich erinnern kann. Sorge, der Drang, denen zu helfen denen es nicht so gut geht, das Bewußtsein das nicht zu können, diese merkwürdige... Vorfreude im Hintergrund, die vorhin präsent war, das geborgene Gefühl in Colums Armen, der Wunsch ihn aufzuheitern... aber vor allem ist sie verwirrt.
Wenn du das nicht alles beiseiteschiebst, bleibst du die ganze Nacht hier stehen und glotzt nur doof. sagt ein leises Stimmchen, also tut sie das... sie schiebt alles ein wenig beiseite und versucht, ihre Umgebung wieder aufzunehmen. Logan und Liam bei Rohey. Zoey bei Padraig (was ist mit ihm?). Colum bei ihr (Danke!). Und es schneit, mitten im August. Sie haben Verletzte hier, und endlich kommt ihr ein Gedanke, der ihr richtig vorkommt. "Jean! Ich meine.. Dr. Grey, wir müssen sie zu ihr bringen." sagt sie, und diesmal nicht leise sondern mit klarer Stimme und verständlich für alle. Sie schaut aufgeregt zu Colum auf, dann zu Logan, der schon zur Tat schreitet.
Würde Chui sich bitte mal anständig von Colum betütteln lassen so wie er es vorgehabt hatte? Ihm ging es nämlich ganz ähnlich auch wenn sein Herz für die Familie und somit für Liam, Rohey und die Ungeborenen schlug konnte er nichts anders tun als hier und jetzt zu helfen. "Das machen wir." Colum versuchte sich an einem lächeln, dass gnadenlos scheiterte. Er hätte auch nicht sagen können was es außer die Sorge um Rohey und die Kinder war, aber er war so bekümmert, so traurig.
Colum löste die Brosche an seinem Plaid und schlang es Chui um die Schultern wobei er sie natürlich an seine Brust drücken musste und sie weiter im Arm behielt.
"Wir müssen ins Haus." sprach er mehr zu sich selbst und weil es nun einfach in das Bild gehörte griff er in Chuis Kniekehlen und zog sie auf seinen Arm.
Chui muß sich aber ans Betütteltwerden erst gewöhnen. Bisher mußte sie sich schließlich allein durchschlagen, was ihr vor allem emotional eher schlecht als recht gelungen ist, aber eben seit langem in ihr steckt und nicht gleich bei der ersten Umarmung dahinschmilzt. Naja, nicht ganz jedenfalls. Ein bißchen schon. Und je länger er sie so hält vielleicht sogar ein bißchen mehr.
Sie wünschte, ihr würde etwas einfallen um Colum aufzumuntern, denn sie sieht schon an seinem schnell zerbröckelnden Lächeln wie besorgt er ist (und das vielleicht zurecht...), oder sogar noch etwas mehr. "Es wird... bestimmt alles wieder gut." sagt sie leise und verlegen, schaut wieder weg, als wisse sie eigentlich nicht, was sie tun sollte wenn er sie gehört hat. Erstaunt stellt sie fest, dass sie es wirklich glaubt, trotz aller Angst dass gerade etwas Schlimmes passiert ist... es wird bestimmt alles wieder gut.
"Danke." sagt sie, wiederum leise, als er ihr den Plaid umlegt und die Kälte, die sie schon zittern läßt ein wenig schwächt... es schneit sogar. Wie ist das möglich? Wer macht das? Sie hat gar nichts dagegen, sich an Colums Brust zu schmiegen, kommt sie doch so in den Genuß willkommener Körperwärme. Was wohl nicht mehr lange so sein kann, denn natürlich hat er recht... sie müssen ins Haus. Sie nickt und will sich schon fast von ihm lösen, als er sie überrascht. "Oh..." ist ihre einzige Äußerung, während sie sich unwillkürlich an seiner Schulter festhält. Nein, ohne Krallen! Wäre es nicht Nacht und sie nicht dunkelhäutig, wäre vielleicht zu erkennen wie sie rot würde.